Woran man sie erkennt

Die Neonaziszene hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt. Die meisten Neonazis sind heute für Außenstehende kaum noch zu erkennen: Eine bewußte Taktik der Rechtsextremisten.

Das Bild von Nazi-Skinheads mit Springerstiefeln und Bomberjacke ist längst überholt. Rechtsextreme tragen inzwischen unauffällige, sportliche Kleidung, damit ihre politische Haltung nicht sofort ersichtlich ist. Um heutzutage Rechtsextremisten an ihrem Äußeren zu erkennen, muss man all ihre Codes und Erkennungszeichen kennen und verstehen.

Für die Neonazi-Szene gilt rechtsextreme Musik als das einfachste Mittel, Jugendliche anzuwerben. Dabei spielen rechtsextreme Internetversände und Geschäfte , das Neonazi-Musik-Netzwerke wie „Blood and Honour“ und natürlich auch die entsprechenden Bands eine bedeutende Rolle.

Seit Neuestem versucht die Naziszene zudem verstärkt, als „links“ oder „alternativ“ geltende Symbole, Kleidung und Musik für sich zu vereinnahmen. Andere Neonazis tragen schicke Sportkleidung wie zum Beispiel Thor Steinar, um ihre rechtsextreme Gesinnung nur gegenüber anderen Rechtsextremen zu offenbaren.

Zu den Trends in der „Kameradschafts“-Szene gehört auch, dass ein besonders gewalttätiger Teil sich neuerdings als "Autonome Nationalisten" bezeichnet und im Outfit von linksradikalen Autonomen auftritt. Unter dem Label „Anti-Antifa“ gehen sie mit Gewalt gegen ihre Gegner vor.

Auch im Sport versuchen Neonazis, neue Mitglieder zu rekrutieren. Nicht nur beim Fußball, sondern in fast allen Sportarten versuchen Neonazis verstärkt an Einfluss zu gewinnen. Besonders in der Hooligan-Szene gibt es bereits organisierte Rechtsextremisten.