Wie sie sich organisieren

Die Szene ist unterschiedlich organisiert: Es gibt Parteien, Vereine und "Kameradschaften". Hier finden Sie eine Übersicht aller wichtigen Gruppen und Organisationen aus dem rechtsextremen Umfeld.
Politische Parteien sind für die rechtsextreme Szene nicht nur für parlamentarische Arbeit bedeutend, sondern vor allem auch um sich zu vernetzen und von staatlichen Gelder zu profitieren. Am bekanntesten sind die NPD, die DVU und die Republikaner. Darüber hinaus gibt es noch verschiedene lokale Wahlbündnisse mit rechtsextremen Verbindungen, wie zum Beispiel "Pro Köln" oder die Münchner "Bürgerinitiative Ausländerstopp".
Auf jugendliche Neonazis wirken die so genannten "Kameradschaften" besonders anziehend. Die „Kameradschafts“-Szene gerät immer wieder durch die Organisation von Nazi-Aufmärschen, gewalttätigen Überfällen, bis hin zu terroristischen Aktionen in die Schlagzeilen. Auffällig ist, dass die "Kameradschaften" sich gerne modern, offen und aktionistisch geben, oft unter dem Label „Autonome Nationalisten“ .
Neben rechtsextremen Parteien und Kameradschaften gibt es eine Vielzahl von Vereinen die für die Infrastruktur und Vernetzung der extremen Rechten sorgen. Zum Beispiel einige Burschenschaften, das „Collegium Humanum“ , oder die „Heimattreue Deutsche Jugend“ .

Neue Beiträge aus "Wie sie sich organisieren"

NPD-Landesverbände - Grunddaten

Grunddaten der NPD-Landesverbände - Vorsitzende, Mitgliederzahl, Ergebnis der letzten Landtagswahl

Baden-Württemberg
Vorsitzender: Jürgen Schützinger
Mitgliederzahl: 460 (2010)
Ergebnis der letzten Landtagswahl:
1,0 % (2011)

Bayern
Vorsitzender: Ralf Ollert
Mitgliederzahl: 900 (2010)
Ergebnis der letzten Landtagswahl: 1,2 % (2008)

Der neue NPD-Bundesvorstand


Screenshot der NPD-Homepage im Dezember 2011 Foto: © Screenshot

Im November 2011 kam es zur Palastrevolte bei der NPD. 15 Jahre lang war Udo Voigt NPD-Bundesvorsitzender - nun ist es Holger Apfel, der 40-jährige Familienvater aus Hildesheim, der bisher Vorsitzender der NPD-Fraktion im Dresdener Landtag war. Aber wie sieht aktuell die NPD-Bundesspitze aus?

Bundesvorsitzender der NPD:

Neuer NPD-Chef: Holger Apfel will die NPD "volks- und heimattreu"


Rechtsextreme Familie: Holger Apfel benutzt im Web auch seine Kinder für ein "bürgerliches" Image. Foto: © Screenshot

Generationenwechsel in der NPD: Der 40-jährige bisherige NPD-Sachsen-Chef Holger Apfel ist am Wochenende zum neuen Bundes-NPD-Vorsitzenden gewählt worden. Damit ist ein Generations- und Kurswechsel in der NPD vollzogen, der der zuletzt abgehängten Neonazi-Partei neuen Schwung verleihen könnte. Denn Apfel und seine Leute sind taktisch wesentlich geschickter als die alte Garde.