Wie sie sich organisieren

Die Szene ist unterschiedlich organisiert: Es gibt Parteien, Vereine und "Kameradschaften". Hier finden Sie eine Übersicht aller wichtigen Gruppen und Organisationen aus dem rechtsextremen Umfeld.
Politische Parteien sind für die rechtsextreme Szene nicht nur für parlamentarische Arbeit bedeutend, sondern vor allem auch um sich zu vernetzen und von staatlichen Gelder zu profitieren. Am bekanntesten sind die NPD, die DVU und die Republikaner. Darüber hinaus gibt es noch verschiedene lokale Wahlbündnisse mit rechtsextremen Verbindungen, wie zum Beispiel "Pro Köln" oder die Münchner "Bürgerinitiative Ausländerstopp".
Auf jugendliche Neonazis wirken die so genannten "Kameradschaften" besonders anziehend. Die „Kameradschafts“-Szene gerät immer wieder durch die Organisation von Nazi-Aufmärschen, gewalttätigen Überfällen, bis hin zu terroristischen Aktionen in die Schlagzeilen. Auffällig ist, dass die "Kameradschaften" sich gerne modern, offen und aktionistisch geben, oft unter dem Label „Autonome Nationalisten“ .
Neben rechtsextremen Parteien und Kameradschaften gibt es eine Vielzahl von Vereinen die für die Infrastruktur und Vernetzung der extremen Rechten sorgen. Zum Beispiel einige Burschenschaften, das „Collegium Humanum“ , oder die „Heimattreue Deutsche Jugend“ .

Neue Beiträge aus "Wie sie sich organisieren"

Rechtsaußen im Betriebsrat


Daimler-Zentrale in Untertürkheim Foto: © Enslin (CC)

Völkischen Antikapitalismus wollen extreme Rechte nicht nur auf der Straße propagieren. Mitunter lassen sie sich auch in Betriebsräte wählen. Bei Daimler wurde jetzt ein Ex-Mitglied der bundesweit bekannten Rechtsrockband "Noie Werte" in den Betriebsrat des Werks in Untertürkheim gewählt.

Von Jan Riebe

Rechtsextremismus kompakt in Stichworten und Zahlen


Nix geht mehr: Nicht immer werden Nazis so vorbildlich am Agieren gehindert wie in Dresden 2010 Foto: © ngn/sr

Einmal kompakt zum Nachschlagen: Wie viele Rechtsextreme gibt es noch mal in Deutschland? Und wie viele Kameradschaften? Und...

Zusammengestellt von Simone Rafael

Was ist Rechtsextremismus?

Eine Einstellung, die die Gleichwertigkeit aller Menschen ablehnt, auf Ungleichwertigkeiten zielt.

Wichtigste Elemente:

Ist der Rechtsextremismus im Osten anders?


Bannerträger präsentieren auf schwarzen Fahnen in Dresden im Februar 2010, aus welchen Regionen sie auflaufen. Foto: © ngn / sr

Klar, Neonazis und rechtsextreme Gewalt gibt es auch im Westen. Aber alle Statistiken belegen, dass das Problem in den neuen Ländern größer ist. Die Ursache dafür liegen auch in der DDR - obwohl die schon seit zwanzig Jahren Geschichte ist.

Friedemann Bringt, Grit Hanneforth und Danilo Starosta, Kulturbüro Sachsen