Wie sie sich organisieren

Die Szene ist unterschiedlich organisiert: Es gibt Parteien, Vereine und "Kameradschaften". Hier finden Sie eine Übersicht aller wichtigen Gruppen und Organisationen aus dem rechtsextremen Umfeld.
Politische Parteien sind für die rechtsextreme Szene nicht nur für parlamentarische Arbeit bedeutend, sondern vor allem auch um sich zu vernetzen und von staatlichen Gelder zu profitieren. Am bekanntesten sind die NPD, die DVU und die Republikaner. Darüber hinaus gibt es noch verschiedene lokale Wahlbündnisse mit rechtsextremen Verbindungen, wie zum Beispiel "Pro Köln" oder die Münchner "Bürgerinitiative Ausländerstopp".
Auf jugendliche Neonazis wirken die so genannten "Kameradschaften" besonders anziehend. Die „Kameradschafts“-Szene gerät immer wieder durch die Organisation von Nazi-Aufmärschen, gewalttätigen Überfällen, bis hin zu terroristischen Aktionen in die Schlagzeilen. Auffällig ist, dass die "Kameradschaften" sich gerne modern, offen und aktionistisch geben, oft unter dem Label „Autonome Nationalisten“ .
Neben rechtsextremen Parteien und Kameradschaften gibt es eine Vielzahl von Vereinen die für die Infrastruktur und Vernetzung der extremen Rechten sorgen. Zum Beispiel einige Burschenschaften, das „Collegium Humanum“ , oder die „Heimattreue Deutsche Jugend“ .

Neue Beiträge aus "Wie sie sich organisieren"

Rechtsextreme Ergebnisse der Kommunalwahlen im Juni 2009


Überzeugte in Mecklenburg-Vorpommern: Blondierte Fürsprecherin auf einem NPD-Plakat in Groß Laasch. Foto: © ngn/raf

Bei den Kommunalwahlen am 07. Juni 2009 hat die rechtsextreme NPD trotz niedriger Wahlbeteiligung keine spektakulären Erfolge erzielen können. Trotzdem ist die Kommunalwahl ein Manifestation dessen, wie erfolgreich die Strategie der lokalen Verankerung der NPD funktioniert: Etwa im östlichen Mecklenburg-Vorpommern, wo sie fast durchgängig zweistellige Prozentzahlen erreicht.

Rechtsextreme Wahlergebnisse der Europawahl 2009


Mit Anti-EU-Plakaten war die DVU nicht erfolgreich - europäische Ideologiekollegen schon. Foto: © ngn/raf

Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien feiern besonders in Österreich, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Dänemark und den Niederlanden Erfolge. In Deutschland kam die "Deutsche Volks-Union (DVU)", einzige zur Europawahl angetretene rechtsextreme Partei, auf lediglich 0,4 Prozent der Stimmen

Rechtsextreme Parteien in Europa

Sie haben oft harmlose Namen, aber keine harmlosen Parteiprogramme: In fast allen europäischen Ländern gibt es rechtspopulistische bis neonazistisch Parteien. Hier finden Sie einen Überblick, wie sie heißen.

Belgien

"Flämische Interessen" (Vlaams Belang, VB)
(rechtsextrem, rassistisch, für die Unabhängigkeit Flanderns)