Wie sie sich organisieren

Die Szene ist unterschiedlich organisiert: Es gibt Parteien, Vereine und "Kameradschaften". Hier finden Sie eine Übersicht aller wichtigen Gruppen und Organisationen aus dem rechtsextremen Umfeld.
Politische Parteien sind für die rechtsextreme Szene nicht nur für parlamentarische Arbeit bedeutend, sondern vor allem auch um sich zu vernetzen und von staatlichen Gelder zu profitieren. Am bekanntesten sind die NPD, die DVU und die Republikaner. Darüber hinaus gibt es noch verschiedene lokale Wahlbündnisse mit rechtsextremen Verbindungen, wie zum Beispiel "Pro Köln" oder die Münchner "Bürgerinitiative Ausländerstopp".
Auf jugendliche Neonazis wirken die so genannten "Kameradschaften" besonders anziehend. Die „Kameradschafts“-Szene gerät immer wieder durch die Organisation von Nazi-Aufmärschen, gewalttätigen Überfällen, bis hin zu terroristischen Aktionen in die Schlagzeilen. Auffällig ist, dass die "Kameradschaften" sich gerne modern, offen und aktionistisch geben, oft unter dem Label „Autonome Nationalisten“ .
Neben rechtsextremen Parteien und Kameradschaften gibt es eine Vielzahl von Vereinen die für die Infrastruktur und Vernetzung der extremen Rechten sorgen. Zum Beispiel einige Burschenschaften, das „Collegium Humanum“ , oder die „Heimattreue Deutsche Jugend“ .

Neue Beiträge aus "Wie sie sich organisieren"

Parteizusammenschlusspläne: Wird es bald „Die Rechte“ geben und wenn ja, wie viele?


Foto: © ngn

NPD und DVU beziehungsweise die Republikaner und die "Pro-Bewegung" verhandeln über Kooperationen. Unklar ist allerdings, ob dies wirklich zu einer Bündelung der rechtsextremen Parteienlandschaft führt.

Von Valentina Huthmacher

Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern: „Die NPD führt einen staatlich subventionierten 'Aufbau Ost' durch“


Screenshot der NPD-MV-Website

Von der NPD in Mecklenburg-Vorpommern ist kaum noch was zu hören, obwohl sie dort im Landtag sitzt. Nächstes Jahr ist wieder Landtagswahl - mit welchen Voraussetzungen wird die NPD in den Wahlkampf gehen?

Von Valentina Huthmacher

Verfassungsschutzbericht 2009: Rechtsextremismus weiter "auf hohem Niveau"


Foto: © ngn / sr

Das rechtsextreme Personenpotenzial, Gewalttaten und Aktivitäten stagnieren laut Verfassungsschutzbericht 2009 auf hohem Niveau. Einzige Verlierer: Die rechtsextremen Parteien. Das sagte Innenminister Thomas de Maizière auf der Pressekonferenz zum Bericht am Montag in Berlin.

Von Simone Rafael