Wissen

Rechtsextreme Ergebnisse der Kommunalwahlen im Juni 2009


Überzeugte in Mecklenburg-Vorpommern: Blondierte Fürsprecherin auf einem NPD-Plakat in Groß Laasch. Foto: © ngn/raf

Bei den Kommunalwahlen am 07. Juni 2009 hat die rechtsextreme NPD trotz niedriger Wahlbeteiligung keine spektakulären Erfolge erzielen können. Trotzdem ist die Kommunalwahl ein Manifestation dessen, wie erfolgreich die Strategie der lokalen Verankerung der NPD funktioniert: Etwa im östlichen Mecklenburg-Vorpommern, wo sie fast durchgängig zweistellige Prozentzahlen erreicht.

„Nazis zum anfassen“: DVU-Sommerfest in Finowfurt


Landesvorstand Klaus Mann ist der Veranstalter des DVU-Sommerfests

Am Abend vor der Sonnwende veranstaltet die DVU ein Sommerfest in Finowfurt (Brandenburg) auf dem Grundstück ihres Landesvorstands Klaus Mann. Sein Anwesen wurde in den letzten Jahren zum Top-Veranstaltungsort für rechtsextreme Konzerte. Doch in der Umgebung gibt es noch mehr Nazizentren, beispielsweise ein NPD-Grundstück in Biesenthal.

Von Emina Kirsch

Bräuche jenseits des "Judä-Christentums"


Immer mehr Neonazis feiern die Sonnenwenden und erfahren so den vermeintlich "arteigenen Glauben" Foto: © Photocase

Das "ureigene Brauchtum" pflegt die rechtsextreme Szene zur Weihnachtszeit im gesamten Bundesgebiet. Zum Julfest entzünden die Kader der "Nationaldemokratischen Partei Deutschlands" (NPD) und der "Freien Kameradschaften" mehrere Wintersonnwendfeuer. "Das wichtigste Fest bei allen Deutschen hat ja an sich nicht mit Jesus zu tun", erklärt Jürgen Rieger, NPD-Bundesvize.

Be Berlin, don’t be Rom: Neunzig Roma „überfordern Berlin“


Transparent der Unterstützer vor der besetzten St. Marien-Liebfrauen Kirche in Berlin Foto: © ngn/rr

Die Odyssee der rumänischen Roma-Familien in Berlin hat ein Ende - wochenlang wurden sie von einem Ort zum nächsten getrieben, die Behörden verweigerten humanitäre Unterstützung, die Berichterstattung in den Medien nahm Ausmaße einer rassistischen Hetzkampagne an. Schließlich wurde ihnen für 250 Euro ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland abgekauft.

Von Regina Rahe

Warnung vor Nazi-Nummernschildern: Rechtsextreme wählen KFZ- Kennzeichen mit Symbolkraft


Titelbild des Flyers des Verfassungsschutzes Brandenburg Foto: © Verfassungsschutz Brandenburg

Die 88, 18, 28 oder 14 auf dem Nummernschild - nur eine harmlose Zahl, die für den Geburtstag steht? Laut Verfassungsschutz werden diese Chiffren in der Naziszene als Erkennungszeichen genutzt.

Von Regina Rahe

Rechtsextreme Frauen: Alles andere als harmlos


Frauen ganz vorne beim Naziaufmarsch in Dresden 2009 Foto: © ngn/raf

Welche Bedeutung haben Frauen in der rechtsextremen Szene und wie kann ihnen beim Ausstieg geholfen werden? Diesen Fragen widmete sich die Tagung "Frauen und Rechtsextremismus" der Amadeu Antonio Stiftung und von Bündnis 90/ DIE GRÜNEN am 7. Mai 2009 im Centrum Judaicum in Berlin.

Von Regina Rahe

Social Networks: Das Dritte Reich im Web 2.0


Proteste führen zu Aufräumarbeiten: Die NPD ist schon draußen, die DVU gibt es noch auf Facebook. Foto: © Screenshot

Sie schicken "deutsche GrüSSe" und bekennen "I love Adolph Hitler". Nazis erobern soziale Netzwerke. Der Verfassungsschutz findet, die Betreiber könnten mehr dagegen tun.

Von Daniel Schröckerhoff

Zivilgesellschaft und Rechtsextremismus - Handlungsempfehlungen von Roland Roth


Die Zivilgesellschaft will gehört werden. Foto: © MUT gegen rechte Gewalt

Roland Roth, Professor für Politikwissenschaft an der Fachhochschule Magdeburg, fordert als zivilgesellschaftliche Strategie gegen Rechtsextremismus die Einführung von Demokratie-Audits, so wie sie in anderen Ländern bereits praktiziert werden.

Von Roland Roth