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Was sie denken

„Marsch für das Leben“: Nationalismus in christlichem Gewand

Mit einem sogenannten „Marsch für das Leben“ wollen am Samstag Antifeminist*innen, christliche Fundamentalist*innen und Nationalist*innen durch Berlin ziehen. Unter dem Motto „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“ fordern sie ein europaweit komplettes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und Sterbehilfe. Organisiert wird der Marsch, der schon seit mehreren Jahren am letzten Septemberwochenende in Berlin stattfindet, vom „Bundesverband Lebensrecht e.V.“, einem Dachverband von derzeit 13 „Lebensschutz“–Gruppen. Unterstützung bekommen die selbsternannten „Lebensschützer“ dabei sowohl von hochrangigen Vertretern der Kirchen und der CDU, als auch aus dem Umfeld der Neuen Rechten und der AfD.

Was sie machen

„Marsch für das Leben“: Nationalismus in christlichem Gewand

Mit einem sogenannten „Marsch für das Leben“ wollen am Samstag Antifeminist*innen, christliche Fundamentalist*innen und Nationalist*innen durch Berlin ziehen. Unter dem Motto „Ja zum Leben – für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie“ fordern sie ein europaweit komplettes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und Sterbehilfe. Organisiert wird der Marsch, der schon seit mehreren Jahren am letzten Septemberwochenende in Berlin stattfindet, vom „Bundesverband Lebensrecht e.V.“, einem Dachverband von derzeit 13 „Lebensschutz“–Gruppen. Unterstützung bekommen die selbsternannten „Lebensschützer“ dabei sowohl von hochrangigen Vertretern der Kirchen und der CDU, als auch aus dem Umfeld der Neuen Rechten und der AfD.

Wer sie sind

Rechtspopulisten statt Nazis - eine Nachbetrachtung zu den Landtagswahlen in Brandenburg und Thüringen

Am Sonntag haben Thüringen und Brandenburg ihr neues Landesparlament gewählt. Erfreulicherweise verfehlte die NPD wie schon in Sachsen ihr Wahlziel und scheiterte mit einem Stimmenanteil von 3,6 % in Thüringen und 2,2 % in Brandenburg jeweils deutlich an der Sperrklausel. Einen großen Wahlerfolg verbuchte hingegen die „Alternative für Deutschland“, die künftig in beiden Landtagen mit jeweils elf Abgeordneten vertreten sein wird. Was sind die Gründe für dieses Ergebnis und wer wird da eigentlich künftig in den Parlamenten sitzen? Die Antwort hierauf ist gar nicht so einfach.

Woran man sie erkennt

Rassistische Hoaxes

Viele Menschen glauben dem geschriebenen Wort – auch, wenn es im Internet steht. Dabei gibt es in Blogs und sozialen Netzwerken viele Geschichten, die gar nicht wahr sind, aber als wahr verkauft werden – so genannte Hoaxes oder Urban Legends. Diese moderne Form der Kettenbriefe gibt es auch in rassistischen Versionen – und die verbreiten sich oft noch besser. Eine Übersicht.

Von Simone Rafael

Wie sie sich organisieren

Die NPD und der Wahlbetrug

Der Wahlsonntag war kein schöner Tag für die NPD: Obwohl die 49,2 Prozent der Sächsinnen und Sachsen, die zur Wahl gegangen sind, noch rechter gewählt haben als sonst, hat es am Ende für einen erneuten Landtagseinzug der sächsischen NPD nicht gereicht. In den sozialen Netzwerken ist die Sachlage klar: Wahlbetrug! Netz-gegen-nazis.de hat ein paar der schönsten Theorien von NPD-Facebookseiten-Besucher*innen zum Wahlbetrug zusammengestellt.

Von Simone Rafael

Was wir machen können

Marteria: "Intelligenz hat nichts damit zu tun, ob du ein Nazi bist oder nicht"

Der Rapper Marten Laciny aka Marteria wuchs als Sohn einer Lehrerin und eines Seemanns in Rostock auf. Bevor er zur Musik fand, war Marteria ein erfolgreicher Fußballer (bei der Jugend von Hansa Rostock und im U-17-Kader der deutschen Nationalmannschaft) und als Fotomodell in New York. In Berlin absolvierte er eine Schauspielausbildung. ZEIT online hat den sehr erfolgreichen Musiker zu einigen gesellschaftlichen Problemen befragt - auch zu Nazis und Antisemitismus.

Kicks und Klicks für Fairplay : Portal "Fußball gegen Nazis"

Toleranz, Fairness und Respekt sind auch im Fußball elementar für den Umgang miteinander. Deshalb haben Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie in diesem Sport nichts verloren. Die Realität sieht leider anders aus. Die neue Plattform "Fußball gegen Nazis" informiert über entsprechende Vorfälle und Hintergründe, bietet Interessierten ein Forum zum Diskutieren und gibt Ratsuchenden konkrete Tipps und Handlungsvorschläge.

Deutschland 2014: Theoretisch tolerant - aber bitte nicht hier

Wie ist die Meinung der Menschen in Deutschland zu Integration und Zuwanderung? Dieser Frage widmet sich die Studie "ZuGleich. Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit" des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) im Auftag der Stiftung Mercator, deren Ergebnisse heute in Berlin vorgestellt wurden. Das Ergebnis zeigt eine gefährliche Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Vielfalt ist super - so lange das nichts für mein Leben heißt.

Antisemitische Attentate in Kansas: Eine Spurensuche in der militanten Neonazi-Szene

Das Attentat auf jüdische Einrichtungen in Kansas, bei dem drei Menschen ihr Leben ließen, zeigt die Gefahr, die nach wie vor von militanten Neonazis in den USA ausgeht. Der Attentäter, Frazier Glenn Miller, handelte zwar allein, ist aber fest in der rechtsradikalen Szene verwurzelt – online wie offline.

Von Joschka Fröschner

Mit Naivität gegen Nazis? „Die Arier“ in der Filmkritik

In ihrer neuesten Dokumentation „Die Arier“ konfrontiert Mo Asumang Rassist*innen mit scheinbar arglosen Fragen und provoziert Neonazis durch ihre schiere Anwesenheit. Ergebnis des ganzen, so die Produktionsfirma, sei „eine abenteuerliche Tour in die Abgründe rechter Bewegungen“. Tatsächlich aber verkennt der Film die gesamtgesellschaftliche Dimension von Rassismus. Am 29. April ist der Film um 22 Uhr auf Arte zu sehen, am 05. Mai um 23.55 Uhr im ZDF.

Von Sophie Bose

Von der Verschwörungsideologie zur politischen Bewegung

In einer komplexen Welt kommen einfache Erklärungsmodelle gut an. Weder die historische NSDAP noch die aktuelle NPD lassen sich ohne ein Grundverständnis von antisemitischen Verschwörungstheorien analysieren. Ein geschlossenes Weltbild und klare Feindbilder haben Pro NRW und der norwegische Rechtsterrorist Anders Breivik gemein. Ohne Verschwörungsideologien wären weder die AfD noch die aktuelle Montagsquerfront möglich.

Von Roland Sieber

Zwei rechte Angriffe pro Tag

Im vergangenen Jahr ist die Zahl rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Straftaten in Berlin und den neuen Bundesländern wieder deutlich angestiegen. So wurden für 2013 insgesamt 737 politisch rechts motivierte Angriffe mit mindestens 1.086 direkt Betroffenen dokumentiert. Statisch gesehen passieren somit in Ostdeutschland etwa zwei rechte Angriffe pro Tag.

Von Alice Lanzke

Alternative für Deutschland - AfD

Die "Alternative für Deutschland" (AfD) wurde am 6. Februar 2013 gegründet. Sie ist eine eurokritsche, nationalistisch-konservative, wohlstandschauvinistische "Protest-Partei", die mehr direkte Demokratie, mehr Unabhängigkeit von der Europäischen Union und weniger Sozialstaat fordert. Verschiedene führende Mitglieder vertreten rechtspopulistischer Tendenzen, besonders islamophober, homophober, kulturrassistischer und auf Etabliertenvorrechte pochender Art. Insgesamt erscheint die AfD so als parteipolitisches Äquivaltent zu Thilo Sarrazins "schriftstellerischem" Schaffen.

"Das radikal Böse": Wie passieren konnte, was nie hätte passieren dürfen

Am 16. Januar kommt der Essay-Film "Das radikal Böse" von Oscar-Gewinner Stefan Ruzowitzky in die deutschen Kinos (Aufführungstermine). Die pädagogisch äußerst wertvolle Film-Kollage geht der Frage nach, wie aus normalen jungen Männern Massenmörder werden können.

„Damals wie heute Hitlerleute“

Am 16.01.2014 startet der Film "Das radikal Böse" von Stefan Ruzowitzky in ausgewählten Kinos. Dazu hat der Aktionskreis ehemaliger Rechtsextremisten / EXIT-Deutschland einen Kommentar zu nazistischer Identität in Vergangenheit und Gegenwart verfasst. Am Donnerstag, den 09.01.2014, gibt es in Berlin zum Film eine Diskussionveranstaltung mit Regisseur Stefan Ruzowitzky, Christoph Heubner (Internationales Auschwitz Komitee) und Prof. Nachama (Topographie des Terrors) und EXIT-Leiter Bernd Wagner im Kino Babylon in Berlin-Mitte.

OhneMacht im Kampf gegen Rechts?

"Ein erschütternder Streifzug durch das Land": Mit diesen Worten endet der Klappentext des Reportagebuches "OhneMacht. Zerfall der Gesellschaft – Kampf gegen Rechts". Und tatsächlich erschüttern die Beobachtungen, die die beiden Journalisten Björn Menzel und Jens Kiffmeier in dem Band zusammengetragen haben. Sind wir wirklich ohnmächtig im Kampf gegen Rechts?

Von Alice Lanzke

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