Wissen

Was sie denken

Islamfeindlichkeit: Die falschen Thesen des Herrn Fest

Nicolaus Fest, der Vizechef der "Bild am Sonntag", stört sich am Islam. Seinen Ärger begründet er mit fünf gewagten Behauptungen, die auch Beobachtern rechtspopulistischer Gruppierungen wohlbekannt sind. Zwei Wissenschaftler halten die Thesen nicht nur für völlig daneben - sie widerlegen sie auch.

Interview: Carolina Ambrosi

Was sie machen

„Wir sehen, dass die Opfer häufig alleine gelassen werden“

Immer wieder werden in Deutschland Menschen Opfer von rechtsextremer Gewalt. Doch mit dem Erleiden der Straftat ist der Fall für sie noch lange nicht abgeschlossen. Der Gang zur Polizei und die Teilnahme am Gerichtsverfahren stellen für die Geschädigten oftmals eine enorme psychische Belastung dar. Umso wichtiger ist es, dass die Opfer nach bester Möglichkeit in dieser schweren Zeit unterstützt werden. Doch wird dies in der Realität auch ausreichend gewährleistet? Wir haben beim Deutschen Anwaltsverein (DAV) einmal nachgefragt.

Von Marc Latsch

Wer sie sind

Der neue NPD-Jurist

In der jüngeren Vergangenheit mehren sich die juristischen Aktivitäten der NPD. Immer wieder strebt die Partei Verfahren vor dem Bundesgerichtshof an und kämpft vor allem gegen angebliche Diskriminierungen an. Zuletzt machten die misslungene Klage gegen Bundespräsident Gauck sowie das laufende Verfahren gegen Familienministerin Manuela Schwesig Schlagzeilen.

Woran man sie erkennt

Rassistische Hoaxes

Viele Menschen glauben dem geschriebenen Wort – auch, wenn es im Internet steht. Dabei gibt es in Blogs und sozialen Netzwerken viele Geschichten, die gar nicht wahr sind, aber als wahr verkauft werden – so genannte Hoaxes oder Urban Legends. Diese moderne Form der Kettenbriefe gibt es auch in rassistischen Versionen – und die verbreiten sich oft noch besser. Eine Übersicht.

Von Simone Rafael

Wie sie sich organisieren

Sturm 18 - Knast-Kameradschaft mit Vereinsstatus

Subtilität kann man "Sturm 18 e.V." nun wirklich nicht vorwerfen: Das Logo ist eine Reichadler mit einer 18 im Eichenlaubkranz, die Vereinsanmeldung erfolgte am 20. April (Hitlers Geburtstag), Gründer Bernd Tödter ist ein überzeugter Hardcore-Nazi, Vereinszweck sollte "Erhaltung der deutschen Schrift, Sprache und Kultur" sowie "Gefangenenhilfe" sein. Trotzdem bekam "Sturm 18" den Vereinsstatus in Hessen zuerkannt. Nun soll der Verein verboten werden.

Was wir machen können

„Wir sehen, dass die Opfer häufig alleine gelassen werden“

Immer wieder werden in Deutschland Menschen Opfer von rechtsextremer Gewalt. Doch mit dem Erleiden der Straftat ist der Fall für sie noch lange nicht abgeschlossen. Der Gang zur Polizei und die Teilnahme am Gerichtsverfahren stellen für die Geschädigten oftmals eine enorme psychische Belastung dar. Umso wichtiger ist es, dass die Opfer nach bester Möglichkeit in dieser schweren Zeit unterstützt werden. Doch wird dies in der Realität auch ausreichend gewährleistet? Wir haben beim Deutschen Anwaltsverein (DAV) einmal nachgefragt.

Von Marc Latsch

Kicks und Klicks für Fairplay : Portal "Fußball gegen Nazis"

Toleranz, Fairness und Respekt sind auch im Fußball elementar für den Umgang miteinander. Deshalb haben Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie in diesem Sport nichts verloren. Die Realität sieht leider anders aus. Die neue Plattform "Fußball gegen Nazis" informiert über entsprechende Vorfälle und Hintergründe, bietet Interessierten ein Forum zum Diskutieren und gibt Ratsuchenden konkrete Tipps und Handlungsvorschläge.

Antisemitische Attentate in Kansas: Eine Spurensuche in der militanten Neonazi-Szene

Das Attentat auf jüdische Einrichtungen in Kansas, bei dem drei Menschen ihr Leben ließen, zeigt die Gefahr, die nach wie vor von militanten Neonazis in den USA ausgeht. Der Attentäter, Frazier Glenn Miller, handelte zwar allein, ist aber fest in der rechtsradikalen Szene verwurzelt – online wie offline.

Von Joschka Fröschner

Mit Naivität gegen Nazis? „Die Arier“ in der Filmkritik

In ihrer neuesten Dokumentation „Die Arier“ konfrontiert Mo Asumang Rassist*innen mit scheinbar arglosen Fragen und provoziert Neonazis durch ihre schiere Anwesenheit. Ergebnis des ganzen, so die Produktionsfirma, sei „eine abenteuerliche Tour in die Abgründe rechter Bewegungen“. Tatsächlich aber verkennt der Film die gesamtgesellschaftliche Dimension von Rassismus. Am 29. April ist der Film um 22 Uhr auf Arte zu sehen, am 05. Mai um 23.55 Uhr im ZDF.

Von Sophie Bose

Von der Verschwörungsideologie zur politischen Bewegung

In einer komplexen Welt kommen einfache Erklärungsmodelle gut an. Weder die historische NSDAP noch die aktuelle NPD lassen sich ohne ein Grundverständnis von antisemitischen Verschwörungstheorien analysieren. Ein geschlossenes Weltbild und klare Feindbilder haben Pro NRW und der norwegische Rechtsterrorist Anders Breivik gemein. Ohne Verschwörungsideologien wären weder die AfD noch die aktuelle Montagsquerfront möglich.

Von Roland Sieber

Zwei rechte Angriffe pro Tag

Im vergangenen Jahr ist die Zahl rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Straftaten in Berlin und den neuen Bundesländern wieder deutlich angestiegen. So wurden für 2013 insgesamt 737 politisch rechts motivierte Angriffe mit mindestens 1.086 direkt Betroffenen dokumentiert. Statisch gesehen passieren somit in Ostdeutschland etwa zwei rechte Angriffe pro Tag.

Von Alice Lanzke

Alternative für Deutschland - AfD

Die "Alternative für Deutschland" (AfD) wurde am 6. Februar 2013 gegründet. Sie ist eine eurokritsche, nationalistisch-konservative, wohlstandschauvinistische "Protest-Partei", die mehr direkte Demokratie, mehr Unabhängigkeit von der Europäischen Union und weniger Sozialstaat fordert. Verschiedene führende Mitglieder vertreten rechtspopulistischer Tendenzen, besonders islamophober, homophober, kulturrassistischer und auf Etabliertenvorrechte pochender Art. Insgesamt erscheint die AfD so als parteipolitisches Äquivaltent zu Thilo Sarrazins "schriftstellerischem" Schaffen.

"Das radikal Böse": Wie passieren konnte, was nie hätte passieren dürfen

Am 16. Januar kommt der Essay-Film "Das radikal Böse" von Oscar-Gewinner Stefan Ruzowitzky in die deutschen Kinos (Aufführungstermine). Die pädagogisch äußerst wertvolle Film-Kollage geht der Frage nach, wie aus normalen jungen Männern Massenmörder werden können.

„Damals wie heute Hitlerleute“

Am 16.01.2014 startet der Film "Das radikal Böse" von Stefan Ruzowitzky in ausgewählten Kinos. Dazu hat der Aktionskreis ehemaliger Rechtsextremisten / EXIT-Deutschland einen Kommentar zu nazistischer Identität in Vergangenheit und Gegenwart verfasst. Am Donnerstag, den 09.01.2014, gibt es in Berlin zum Film eine Diskussionveranstaltung mit Regisseur Stefan Ruzowitzky, Christoph Heubner (Internationales Auschwitz Komitee) und Prof. Nachama (Topographie des Terrors) und EXIT-Leiter Bernd Wagner im Kino Babylon in Berlin-Mitte.

OhneMacht im Kampf gegen Rechts?

"Ein erschütternder Streifzug durch das Land": Mit diesen Worten endet der Klappentext des Reportagebuches "OhneMacht. Zerfall der Gesellschaft – Kampf gegen Rechts". Und tatsächlich erschüttern die Beobachtungen, die die beiden Journalisten Björn Menzel und Jens Kiffmeier in dem Band zusammengetragen haben. Sind wir wirklich ohnmächtig im Kampf gegen Rechts?

Von Alice Lanzke

Von Dresdner Verhältnissen, Pleiten für die NPD und dem NSU-Prozess: Der "Netz-gegen-Nazis"-Rückblick auf 2013

Nach den Rückschauen aus den einzelnen Bundesländern werfen wir noch einmal einen Gesamtblick auf 2013: Was waren die Ereignisse, die im vergangenen Jahr im Bereich Rechtsextremismus in Erinnerung bleiben?

Von Alice Lanzke

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