Wissen

Was sie denken

Reichsbürger, Neonazis und Antisemiten: Auch Ostermontag wieder Querfront-„Friedensdemos"

Am Ostermontag war es wieder so weit: Eine wilde Mischung aus Verschwörungstheoretiker*innen, Antisemit*innen und "Compact"-Prominenz traf sich in mehreren deutschen Städten zu Montagsdemonstrationen der "Friedensbewegung 2014". Protestiert wurde unter anderem gegen tödliche Kondensstreifen und die Gleichschaltung der Medien. Auf der Berliner Kundgebung der "Verquerfront" schaute auch NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke vorbei.

Die Kolleg*innen vom Störungsmelder haben sich das Phänomen genauer angeschaut. Ein Text von Roland Sieber

Was sie machen

„Erste Anzeichen einer Kurskorrektur?“: Die Erfassungspraxis rechts motivierter Gewalt

Als Konsequenz aus dem NSU-Komplex überprüfen derzeit das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landeskriminalämter (LKÄ) mehrere hundert versuchte und vollendete Tötungsdelikte seit 1990 auf mögliche rechte und rassistische Hintergründe. Professor Roland Eckert, Soziologe an der Universität Trier, beschäftigt sich seit Anfang der 1990er Jahre mit rechter und rassistischer Gewalt und ihrer Erfassung durch Strafverfolgungsbehörden und Justiz.

Ein Interview der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt, Sachsen-Anhalt

Wer sie sind

Reichsbürger, Neonazis und Antisemiten: Auch Ostermontag wieder Querfront-„Friedensdemos"

Am Ostermontag war es wieder so weit: Eine wilde Mischung aus Verschwörungstheoretiker*innen, Antisemit*innen und "Compact"-Prominenz traf sich in mehreren deutschen Städten zu Montagsdemonstrationen der "Friedensbewegung 2014". Protestiert wurde unter anderem gegen tödliche Kondensstreifen und die Gleichschaltung der Medien. Auf der Berliner Kundgebung der "Verquerfront" schaute auch NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke vorbei.

Die Kolleg*innen vom Störungsmelder haben sich das Phänomen genauer angeschaut. Ein Text von Roland Sieber

Woran man sie erkennt

Thüringer RechtsRock-Bilanz 2013: Jedes zweite Wochenende gibt es Hass zum Hören

RechtsRock-Bilanz 2013: Die  Mobile  Beratung  in  Thüringen  (MOBIT)  hat  im  vergangenen  Jahr  2013  insgesamt  25 RechtsRock-Konzerte  gezählt.  Im  Jahr  2012  waren  es  noch  23  Konzerte.  Vier  extrem rechte Musikveranstaltungen  wurden  von  der  Polizei  aufgelöst,  im  Vorfeld  konnte  kein  Konzert verhindert werden.

Von MOBIT

Wie sie sich organisieren

Rechtsextremismus kompakt in Stichworten und Zahlen

Einmal kompakt zum Nachschlagen: Wie viele Rechtsextreme gibt es noch mal in Deutschland? Und wie viele Kameradschaften? Und...

Zusammengestellt von Simone Rafael

Was wir machen können

Sprechen und Berichten über Sinti und Roma: Die Klischees sind schlicht falsch

"Antiziganismus ist ein Problem der Mehrheitsgesellschaft - nicht der Sinti und Roma." Nur müssen die ja trotzdem mit den zumeist abwertenden Klischees, Vorurteilen und Zuschreibungen leben, die bis heute in Politik, Medien und entsprechend auch am Stammtisch verwendet werden. Deshalb sollten gerade die politischen Eliten und Meinungsbildner*innen darauf achten, Diskriminierung entgegen zu treten, statt sie zu zementieren, fanden die eingeladenen Expert*innen. Denn die meisten Bilder von Sinti und Roma, die durch Köpfe und Medien geistern, stimmen schlicht nicht.

Rechtsextremismus kompakt in Stichworten und Zahlen

Einmal kompakt zum Nachschlagen: Wie viele Rechtsextreme gibt es noch mal in Deutschland? Und wie viele Kameradschaften? Und...

Zusammengestellt von Simone Rafael

Zwei rechte Angriffe pro Tag

Im vergangenen Jahr ist die Zahl rechtsextremer, rassistischer und antisemitischer Straftaten in Berlin und den neuen Bundesländern wieder deutlich angestiegen. So wurden für 2013 insgesamt 737 politisch rechts motivierte Angriffe mit mindestens 1.086 direkt Betroffenen dokumentiert. Statisch gesehen passieren somit in Ostdeutschland etwa zwei rechte Angriffe pro Tag.

Von Alice Lanzke

Alternative für Deutschland - AfD

Die "Alternative für Deutschland" (AfD) wurde am 6. Februar 2013 gegründet. Sie ist eine eurokritsche, nationalistisch-konservative, wohlstandschauvinistische "Protest-Partei", die mehr direkte Demokratie, mehr Unabhängigkeit von der Europäischen Union und weniger Sozialstaat fordert. Verschiedene führende Mitglieder vertreten rechtspopulistischer Tendenzen, besonders islamophober, homophober, kulturrassistischer und auf Etabliertenvorrechte pochender Art. Insgesamt erscheint die AfD so als parteipolitisches Äquivaltent zu Thilo Sarrazins "schriftstellerischem" Schaffen.

"Das radikal Böse": Wie passieren konnte, was nie hätte passieren dürfen

Am 16. Januar kommt der Essay-Film "Das radikal Böse" von Oscar-Gewinner Stefan Ruzowitzky in die deutschen Kinos (Aufführungstermine). Die pädagogisch äußerst wertvolle Film-Kollage geht der Frage nach, wie aus normalen jungen Männern Massenmörder werden können.

„Damals wie heute Hitlerleute“

Am 16.01.2014 startet der Film "Das radikal Böse" von Stefan Ruzowitzky in ausgewählten Kinos. Dazu hat der Aktionskreis ehemaliger Rechtsextremisten / EXIT-Deutschland einen Kommentar zu nazistischer Identität in Vergangenheit und Gegenwart verfasst. Am Donnerstag, den 09.01.2014, gibt es in Berlin zum Film eine Diskussionveranstaltung mit Regisseur Stefan Ruzowitzky, Christoph Heubner (Internationales Auschwitz Komitee) und Prof. Nachama (Topographie des Terrors) und EXIT-Leiter Bernd Wagner im Kino Babylon in Berlin-Mitte.

OhneMacht im Kampf gegen Rechts?

"Ein erschütternder Streifzug durch das Land": Mit diesen Worten endet der Klappentext des Reportagebuches "OhneMacht. Zerfall der Gesellschaft – Kampf gegen Rechts". Und tatsächlich erschüttern die Beobachtungen, die die beiden Journalisten Björn Menzel und Jens Kiffmeier in dem Band zusammengetragen haben. Sind wir wirklich ohnmächtig im Kampf gegen Rechts?

Von Alice Lanzke

Von Dresdner Verhältnissen, Pleiten für die NPD und dem NSU-Prozess: Der "Netz-gegen-Nazis"-Rückblick auf 2013

Nach den Rückschauen aus den einzelnen Bundesländern werfen wir noch einmal einen Gesamtblick auf 2013: Was waren die Ereignisse, die im vergangenen Jahr im Bereich Rechtsextremismus in Erinnerung bleiben?

Von Alice Lanzke

Demos, Einschüchterungsversuche und nervöse Zeugen: Der Jahresrückblick aus Hessen

Wichtige Ereignisse bezüglich der extremen Rechten im Jahr 2013 waren in Hessen der 1. Mai, für den die NPD eine "Großkundgebung" an der Europäischen Zentralbank geplant hatte, und die Landtagswahlen am 22. September inklusive des Wahlkampfes. Für Aufsehen sorgte während des Jahres immer wieder eine Gruppe Neonazis, die im mittelhessischen "Lumdatal" mehrere Menschen teils regelrecht terrorisiert.

Von Verena Grün im Auftrag vom Netzwerk für Demokratie und Courage Hessen

Erlebnisland Rechtsrock: Aktivitäten der extremen Rechten in Sachsen-Anhalt im Jahr 2013

Die extreme Rechte in Sachsen-Anhalt wird vor allem durch die Rechtsrockszene bestimmt. Daneben gehören jugendkulturelle Angebote zu den bestimmenden Elementen des Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt. Die NPD spielt im Vergleich fast schon eine Randrolle – ein Rückblick auf 2013.

Von David Begrich (Miteinander e.V.)

Massive rassistische Mobilisierung: Der Jahresrückblick 2013 aus Brandenburg

NPD und Kameradschaften in Brandenburg nutzen steigende Flüchtlingszahlen für eine massive rassistische Mobilisierung. Kundgebungen vor Flüchtlingsunterkünften sind zunächst Teil des NPD-Wahlkampfes. Nach der Bundestagswahl versuchen Neonazis lokale Bürgerbewegungen gegen neue Flüchtlingsunterkünfte zu initiieren. Es gibt zahlreiche Kundgebungen und vereinzelt Anschläge.      

Von: Opferperspektive e.V. Brandenburg

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