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Aktuelle Beiträge des Benutzers

Wieviel English Defence League steckt in Pegida?

Die English Defence League (EDL) wird häufig als Vorbild für die aktuelle rassistische Mobilisierung in Dresden genannt. Selbst PEGIDA-Mitorganisator Siegfried Däbritz soll sich dahingehend geäußert haben. Ironischerweise liegt die EDL in England längst am Boden, die letzten Versuche Menschen hinter ihrem Banner zu sammeln, sind gescheitert. Tatsächlich gleichen sich viele der Argumente von PEGIDA und EDL. Es gibt aber auch gewichtige Unterschiede. Wir blicken auf die Geschichte der EDL und wagen den Vergleich.

Rassismus der Mitte in Bayern: Der Jahresrückblick 2014

Rassistische, antisemitische und chauvinistische Einstellungen sind in Bayern regelmäßig in einem höheren Ausmaß verbreitet als im sonstigen Bundesgebiet. Die NPD, die viele bayerische Neonazis offensichtlich aufgegeben haben, wurde 2014 weiter gebeutelt. In Germering, Erlangen und Vorra wurden im vergangenen Jahr drei schwere Brandanschläge auf Asylunterkünfte verübt, bei denen insgesamt ein Millionenschaden entstanden ist. Beim “Dritten Weg” begrüßte man die Brandstiftungen u. a. als “vorzeitiges Weihnachtsgeschenk”. Die Behörden verharmlosen rechte Attentate und Waffenfunde nach wie vor. Neben antimuslimischem Rassismus bietet für rechte Wutbürger_innen, Rechtspopulist_innen und Neonazis in Bayern auch die Trias aus Gender-Gegnerschaft, Antifeminismus und Homophobie zunehmend einen Kitt.

Der Jahresrückblick 2014 aus Schleswig-Holstein: Flüchtlingsthematik, Montagsdemos und Rockergangs als neue Organisationsform der Rechtsextremen

Schleswig-Holsteins Rechte hetzten dieses Jahr verstärkt gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte. Es kam nicht nur zu Aktionen wie Flyerverteilen, sondern auch zu mehreren, gewalttätigen Angriffen auf Geflüchtete und Flüchtlingsunterkünfte. Außerdem werden die Montagsmahnwachen für den Frieden, bei denen sich Antisemit_innen, Reichsbürger_innen, Rechtsoffene sind nun auch im nördlichsten Bundesland praktiziert. Antisemitismus zeigte sich in israelbezogener Form aber vorallem auch auf Demonstrationen anlässlich des Gaza-Israel-Konflikts. Neonazis versuchen sich zudem in Rocker-ähnlichen Vereinigungen zu organisieren und veranstalten Exkursionen, um die erlebnisorientierten Kameradschaften zu stärken.

18.12.2014... Presseschau

Nach den Rechten sehen: "Der III.Weg" veranstaltet heute eine rassistische Kundgebung in Ludwigshafen + + + Heute in Bad Schandau (Sächsische Schweiz): Aufruf zu antirassistischer Kundgebung + + + Oranienburg: Rund 200 Menschen gegen Flüchtlinge, 300 gegen Rassismus.

Die tägliche Presseschau von netz-gegen-nazis.de

Rocker, Hools und Neonazis: In Bremen verschwimmen 2014 die Grenzen

Bremens Rechte fokussieren sich 2014 wie überall in Deutschland auf die Flüchtlingsthematik, um ihre rassistische Hetze im Deckmantel der "besorgten Anwohner_innen" in die Öffentlichkeit zu tragen. Bremens Rechte besitzen außerdem ein zweites "Steckenpferd": Sie vermischen sich zusehends mit dem Rocker- und dem Hooligan-Milieu. Für die Koordination der HoGeSa ist Bremen immerhin ein wichtiger Knotenpunkt. Auch Rechtsrock spielt dieses Jahr für die extreme Rechte in Bremen wieder eine große Rolle.

Warum PEGIDA? Die Suche nach Erklärungsmustern

Erst waren es nur knapp über 300, aktuell kommen in Dresden zwischen 10.000 und 15.000 „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ zu montäglichen Demonstrationen zusammen. Politik, Wissenschaft und Medien ringen nach Erklärungen dafür, wieso es ausgerechnet PEGIDA gelungen ist, eine breite bürgerliche Schicht jenseits des organisierten Nazitums mit rassistischen Ressentiments auf die Straße zu bringen. Was an PEGIDA ist neu? Was eine Wiederkehr des Ewiggestrigen? Wir haben einige der interessantesten Argumentationslinien zusammengetragen.

Zwischen Krisenbewältigung und Aufbruchsstimmung: Die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen 2014

Zwar hat das traditionelle rechte Parteienlager in NRW 2014 mit seiner Konzentration auf die Flüchtlingsthematik keine größeren Erfolge zu verbuchen, die AfD ist jedoch bei den Wähler_innen zunehmend beliebt. Die Nachfolgeorganisation einiger verbotener Kameradschaften, "Die Rechte", zeigte sich im Wahlkampf offen rassistisch und besonders aggressiv, als Siegfried Borchardt und 25 seiner Anhänger_innen den Versuch starteten, das Dortmunder Rathaus am Tag der Wahlparty zu stürmen.Das unzulängliche Verhalten der Polizei wurde in Öffentlichkeit massiv kritisiert, es stehen immer noch Dutzende Ermittlungsverfahren in Verbindung mit dieser gewalttätigen Aktion aus. Auch die HoGeSa-Demonstration in Köln erhielt große mediale Aufmerksamkeit, versammelten sich doch rund 3000-5000 rechte, randalierende Hooligans zu ihrer Demonstration "gegen Salafisten". Außerdem gibt es in NRW Ableger der Pegida-Proteste und immer wieder "Montagsdemonstrationen" in Düsseldorf.

Jahresrückblick 2014 – Neustrukturierungen, Verknüpfungen, Vernebelungen in Rheinland-Pfalz

Am 22. November 2014 fand zum sechsten Mal in Folge der „Trauermarsch“ in Remagen statt. 150 Neonazis marschierten durch die Kleinstadt, um den Toten der „Rheinwiesenlager“ zu gedenken. Auffällig in diesem Jahr: Neonazis des zerschlagenen Aktionsbüros Mittelrhein (ABMR) waren stark in die Organisation des Aufmarsches eingebunden. Auch sonst waren sie in der rechten Szene äußerst aktiv.

15.12.2014... Presseschau

Nach den Rechten sehen: Pegida aktuell: Tillich mahnt Solidarität mit Flüchtlingen an + + + Brandanschlag auf Flüchtlingsheime: Hunderte demonstrieren in Vorra gegen Fremdenhass + + + "Arsch huh"-Kundgebungen in Köln: Tausende demonstrieren gegen Rassismus.

Die tägliche Presseschau von netz-gegen-nazis.de

Jahresrückblick 2014 aus Sachsen: Rassistische Ressentiments im Pegida-Bündnis kanalisiert

2014 haben in Sachsen rassistisch motivierte Gewalttaten und Übergriffe sehr stark zugenommen. Der Brennpunkt rassistischer Hetze ist dieses Jahr Dresden mit seinen wöchentlichen islamfeindlichen Pegida-Demonstrationen, bei denen sich rechtsgesinnte Menschen aus alle Spektren, Parteilagern, organisierten Gruppierungen aber auch Bürgerinitiativen oder Gemeinden versammeln. Die Angriffe und Proteste gegen geflüchtete Menschen sind sehr bedrohlich, auch die gesamte Entwicklung des rechten Lagers wird vom R.A.A. Sachsen e.V. mit Sorge intensiv beobachtet.