
Selbstdarstellung Arne Schimmers auf dem sozialen Netzwerk "Facebook", 2011 Quelle: Screenshot
Arne Schimmer (geb. 1973) ist als Pressesprecher der Dresdener NPD-Landtagsfraktion in Sachsen hauptberuflich für die Neonazipartei tätig. Außerdem ist er seit 2011 Teil des Bundesvorsitzes der NPD und schreibt für zahlreiche rechtsextreme Publikationen, unter anderem die "Deutsche Stimme" und "Hier & Jetzt". Nebenher betätigt sich der Diplom-Ökonom auch an etlichen Debatten innerhalb der extremen Rechten – vor allem zu wirtschaftspolitischen Fragen.
Von Christoph Schulze

Sächsischer Landtag bei Nacht Quelle: flickr / cc / baba_1967
Im Mai informierte sich der Innenausschuss des Landtages Sachsen auf einen Antrag der Fraktion der Linken hin mit dem „Umgang mit Opfern rechter Gewalt in Sachsen seit 1990“. Eingeladen waren als Sachverständige neben Vertretern der landeseigenen Opferberatungsstelle auch ExpertInnen der anderen langjährig agierenden Opferberatungsstellen in Deutschland sowie der Amadeu Antonio Stiftung aus Berlin, die sich seit über zehn Jahren darum bemüht, Augenmerk auf die Opfer rechtsextremer Gewalt zu lenken.

2010 gab es keinen Nazi-Aufmarsch in Dresden Quelle: ngn
Am 13. Februar steht wieder der Jahrestag der Bombenangriffe auf Dresden von 1945 an – und damit der alljährliche Großaufmarsch in Dresden von Rechtsextremen aus dem In- und Ausland. Doch auch das Aktionsbündnis "Dresden nazifrei" mobilisiert wieder, um den Aufmarsch zu verhindern.
von Christine Lang

Festivalplakat zum "Stay Rebel"-Festival in Limbach-Oberfrohna (Ausschnitt) Quelle: SchwarzerPeter
Am Samstag, den 18. September lädt ein Jugendbündnis aus Limbach-Oberfrohna (Sachsen) zum alternativen Festival „Stay Rebel“ ein. Engagement, dass in der Stadtverwaltung der 18.000-Einwohner-Stadt wenig erwünscht ist: Das Festival war im Vorfeld mehrfach verboten worden, doch die Organisatoren konnten mit juristischer Unterstützung eine Genehmigung durchsetzen.

Verleihung des Sächsischen Förderpreises für Demokratie im Jahr 2009 Quelle: ngn / sr
Am 9. November 2010 wird in der Unterkirche der Dresdner Frauenkirche der Sächsische Förderpreis für Demokratie verliehen. Bis zum 31. August können sich Projekte und Initiativen aus Sachsen bewerben, die sich für die Menschenrechte engagieren, die Demokratie in ihrer Region stärken oder sich gegen Rassismus, Antisemitismus und Extremismus einsetzen.

Alle Nominierten des Sächsischen Förderpreises für Demokratie plus Jurorinnen und Juroren. Gewinner ist in jedem Fall Sachsen. Quelle: ngn / sr
Eines ist klar: Hauptgewinner des Sächsischen Förderpreises für Demokratie ist das Land Sachsen - denn es hat viele engagierte Initiativen, die Neonazis entgegen treten. Zehn von ihnen waren für Preis nominiert, vernetzten sich und feierten zusammen.
Von Simone Rafael
In einer stimmungsvollen Feier in der Unterkirche der Frauenkirche in Dresden wurden am Montag zehn Initiativen aus Sachsen geehrt, die für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert waren.
Die Gewinnerinnen und Gewinner der mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreise:
x Roter Stern Leipzig

Spieler des Vereins "Roter Stern Leipzig" jubeln Quelle: Verein
Die Aktiven vom Fußballverein "Roter Stern Leipzig" wollen einfach nur Fußball spielen, ohne sich ständig mit Rassismus, Homophobie oder Sexismus auseinandersetzen zu müssen, und organisieren sich entsprechen. Dafür sind sie nominiert für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2009. Dass dieses Anliegen im Fußball immer noch nicht nur ungewöhnlich, sondern auch gefährlich ist, zeigte jüngst der Übergriff von 50 Neonazis auf Mannschaft und Fans in Brandis.
Von Jan Schwab

Harald Lamprecht von der "AG Kirche gegen REchtsextremismus" Quelle: ngn/sr
Die „AG Kirche gegen Rechtsextremismus“ setzt sich in Dresden seit vier Jahren für die Stärkung demokratischer Werte ein und klärt Kirchengemeinden über die Gefahren der rechtsextremen Ideologie auf und ist nominiert für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2009.
Von Jan Schwab

Projekte von "Demokratie anstiften": Bilderrätsel-Preisverleihung, Theaterbesuch in Dresden, Sandsteinskulpturen Quelle: Demokratie anstiften
Wie gestaltet sich Engagement gegen Rechtsextremismus in einem Ort, in dem jeder Vierte die NPD wählt? Die Bürgerinitiative "Demokratie anstiften" aus Reinhardtsdorf-Schöna weiß inzwischen: Wichtig sind Konfliktbereitschaft, Überzeugungkraft und langer Atem.
Von Simone Rafael
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