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Was ist Rechtsextremismus?

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie auf verschiedene Definitionen für "Rechtsextremismus" stoßen – der Begriff ist mehrdeutig und unpräzise und in der Wissenschaft umstritten. Trotzdem lässt sich rechtsextremistisches Denken auf einen Kern reduzieren: Es lehnt die Freiheit und die Gleichheit (bzw. Gleichwertigkeit) aller Menschen grundsätzlich ab. "Rechtsextremismus" ist eine Kombination verschiedener Einstellungen – und einige von ihnen sind bis weit in die Mitte der Gesellschaft hinein verbreitet.

Ungarn - Hass und Antisemitismus fest verankert


"Day of Honour" 2007 - Auf der Kundgebung am Heldenplatz versammmelten sich rund 1000 Neonazis. Foto: © Mark Mühlhaus/attenzione

Seit in Ungarn rechtsextreme Gruppen immer öfter auf die Straße gehen, beschäftigt sich auch die Innenpolitik mit Fremdenhass und Antisemitismus. Eine aktuelle Studie zeigt, rechtsextremes Gedankengut ist weit verbreitet.

Von Reinhold Vetter

"Neue Rechte" - Ein Überblick über die verschiedenen Bedeutungen

Der Begriff "Neue Rechte" ist ursprünglich eine Selbstbezeichnung rechtsextremer Intellektueller, die eine ideologische und strategische Modernisierung des rechten Lagers anstrebten und sich zugleich von der stark an der NS-Zeit orientierten "Alten Rechten" absetzen wollten. Er wird in der wissenschaftlichen Literatur oft für (vermeintlich) neuartige, intellektuelle Strömungen des Rechtsextremismus seit Mitte/Ende der 1960er Jahre verwandt. Insgesamt erfüllt die Neue Rechte für den Rechtsextremismus eine Doppelfunktion, indem sie nach innen als Avantgarde und Ideenschmiede, nach außen als "Scharnier" bzw. "Brücke" in die gesellschaftliche Mitte dient (vgl. Pfeiffer 2004, S.55 f.,68).

Die "neue Rechte" in der Bundesrepublik

In der Literatur über den Rechtsextremismus ist seit längerer Zeit häufig von einer "neuen Rechten" die Rede. Unklar ist allerdings, worum es sich dabei genau handelt und worin ihre Bedeutung besteht. Im Folgenden sollen in der gebotenen Kürze zwei wichtige Interpretationsmuster dargestellt werden: eine konfliktorientierte und eine diskursorientierte Sichtweise.

Der Verfassungsschutz zu rechtsextremistischer Ideologie

Das rechtsextremistische Weltbild wird von nationalistischen und rassistischen Anschauungen geprägt. Dabei herrscht die Auffassung vor, die Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Nation oder Rasse entscheide über den Wert eines Menschen.

Der Staat will nichts wissen

Ursachen des Rechtsextremismus und das riskante Verhalten der Mitte - ein ZEIT-Gespräch mit dem Bielefelder Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer

Das Gespräch führten Andrea Böhm und Gunter Hofmann

Moralisch abwärts im Aufschwung

Nützlichkeit und Effizienz - dieses Denken ist weit verbreitet und bedroht den Zusammenhalt der Gesellschaft. Ein Forschungsbericht
Von Wilhelm Heitmeyer

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