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Rechtsextremismus kompakt in Stichworten und Zahlen


Nix geht mehr: Nicht immer werden Nazis so vorbildlich am Agieren gehindert wie in Dresden 2010 Foto: © ngn/sr

Einmal kompakt zum Nachschlagen: Wie viele Rechtsextreme gibt es noch mal in Deutschland? Und wie viele Kameradschaften? Und...

Zusammengestellt von Simone Rafael

Was ist Rechtsextremismus?

Eine Einstellung, die die Gleichwertigkeit aller Menschen ablehnt, auf Ungleichwertigkeiten zielt.

Wichtigste Elemente:

Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit 1990: Offiziell jetzt 46, inoffiziell 143


Foto: © jugendfotos.de/Fenja

Über die Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit dem Mauerfall gibt es sehr unterschiedliche Zahlen. Während etwa die Amadeu Antonio Stiftung 149 Todesopfer rechtsextremer Gewalt zählt, war von offizieller Seite bisher von 40 Toten rechtsextremer Gewalt die Rede.

Die rechtsextreme "Anti-Antifa"-Strategie


Mit Drohungen und Gewalt wollen Neonazis ihre Gegner einschüchtern Foto: © Theo Heimann/ddp

"Anti-Antifa" nennen Neonazis das gezielte Sammeln von Fotos, Namen und Adressen von vermeintlichen politischen Gegnern. Darunter fallen alle Menschen, die sich öffentlich gegen Nazis engagieren, wie zum Beispiel Journalisten, Politiker, Gewerkschafter und Polizisten.

Gewalt als Strategie

Drei politisch rechts motivierte Gewalttaten täglich haben die Sicherheitsbehörden im vergangenen Jahr im statistischen Mittelwert registriert – insgesamt waren es 1.054. Am häufigsten betroffen sind Migranten, Flüchtlinge und Afrodeutsche sowie alternative und nicht-rechte Jugendliche und junge Erwachsene.

Ein Ort in Angst vor Neonazis: „Wenn wir das Haus wegfliegen könnten, wären wir schon lange weg“


Zeichen in der Alltagskultur: Zigarettenautomat mit rechtsextremem "Dekor" Foto: © ngn / sr

Was bedeutet das Schlagwort der "national befreiten Zonen" praktisch? Wie lebt es sich, wenn man Grundstücksnachbar einer führenden Nazi-Familie im Ort wird? Oder wenn eine Familie zum Ziel rechtsextremer Angriffe wird, weil ein Sohn Musik in einer Band macht? Wenn man sich nachts nicht mehr auf die Straße traut, weil dort die Rechtsextremen Streife fahren?

Antisemitismus in Sachsen-Anhalt: Angriff auf Noam


Laucha in Sachsen-Anhalt Foto: © Screenshot Google Maps

In einer Kleinstadt in Sachsen-Anhalt wird ein jüdischer Junge an einer Bushaltestelle verprügelt. Warum werden die Hintermänner von vielen Menschen im Ort gedeckt?

Von Jana Simon

Unter der Blutbuche - Vor zehn Jahren wurde Alberto Adriano Todesopfer rechtsextremer Gewalt


Gedenkstein für Alberto Adriano in Dessau-Roßlau Foto: © mut-gegen-rechte-gewalt.de

Am 11. Juni vor zehn Jahren wurde Albert Adriano von Neonazis in Dessau-Roßlau zu Tode geprügelt. Auch wenn der Mord für die Stadt ein Schock war, haben die Schwarzen, die heute im sachsen-anhaltinischen Dessau leben, weiter mit Rassismus zu kämpfen.

Von Marie-Sophie Adeoso

Anschläge auf Büros demokratischer Parteien in Mecklenburg-Vorpommern: „Eine Frühform von Terror“


Foto: © InvestiGo / www.jugendfotos.de

Seit Jahresbeginn häufen sich die Anschläge auf Einrichtungen demokratischer Parteien, besonders in Mecklenburg-Vorpommern. Die TäterInnen werden im rechtsextremen Spektrum verortet. Die Betroffenen sind genervt - einschüchtern lassen sie sich nicht.

Von Valentina Huthmacher

Das Vermächtnis - Geschichte eines antisemitischen Überfalls im April in Laucha


Laucha in Sachsen-Anhalt Foto: © Screenshot Google Maps

Dies ist eine Familiengeschichte. Sie beginnt während des Zweiten Weltkriegs im Warschauer Ghetto, als sich ein Junge mit viel Glück vor den Deutschen verstecken und so vor dem Transport nach Auschwitz retten kann - seine ganze Familie wird im KZ umkommen. Der 17-jährige Enkel dieses Jungen wird am 16.

2009: 1.669 Menschen Opfer rechtsextremer Gewalt allein in den östlichen Bundesländern und Berlin


2009 wurden 1.669 Menschen Opfer rechtsextremer Gewalt. Foto: © Capri / Jugendfotos.de

Für das Jahr 2009 haben sieben Beratungsstellen für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in den östlichen Bundesländern und Berlin insgesamt 739 rechts-motivierte Gewaltdelikte mit 1.669 Betroffenen registriert. Das sind weniger als in den drei vorangegangenen Jahren, liegt aber deutlich über den Werten für die Jahre 2003 bis 2005.

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