
Kinder-T-Shirt aus einem einschlägigen Versand, Screenshot
Warum engagieren sich rechtsextreme Eltern so gern in Schulen, Kitas und Vereinen? Warum ist das bedenklich? Was können demokratische Eltern, Erzieher, Lehrer, Vereinsmitglieder tun, wenn das passiert? Und wie mit den Kindern umgehen? Experten antworten.
Warum sind rechtsextreme Eltern so engagiert?

Quelle: Spandauer FC Berlin 89 e.V.
"Julius-Hirsch-Cup 2007", ein Fußballturnier in Gedenken an den in Auschwitz ermordeten jüdischen Nationalspieler Julius Hirsch mit Teams aus dem Sauerland und einer Mannschaft von Makkabi Berlin. Der Verein TuS Plettenberg wählt ungewöhnliche Wege in der Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rechtsextremismus im Sport.
“Juden raus”-Rufe bei Landesligaspielen in Sachsen-Anhalt, “nationale Fußballturniere” mit Pokalverleihung und “Hooligans-Nazis-Rassisten"-Schlachtrufe bei Freefight und Box-Kämpfen. Längst ist der Rechtsextremismus im Sport angekommen. Sport gehört genauso zur rechtsextremen Erlebniswelt wie Aufmärsche, Parteiveranstaltungen oder Rechtsrock-Konzerte.
Neonazis haben eine besondere Affinität zu Gewalt, Körperkult und Männlichkeitsritualen. Besonders in der "Kameradschafts"-Szene gilt Gewalt auf der Straße gegen vermeintliche politische Gegner als unumstrittene Form der politischen Strategie. Der "Straßenkampf" wird zudem in etlichen Liedern von rechtsextremen Bands glorifiziert.

Würden alle wie dieser Fan denken, ginge es in Fußballstadien menschenfreundlicher zu. Quelle: flickr / cc / mightymightymatze
Nach dem antisemitischen Zwischenruf eines Zuschauers steht der FCK am Pranger, ein Tummelplatz für Neonazis zu sein. Zuvor sahen sich 1860 München und Alemannia Aachen mit diesem Vorwurf konfrontiert. Doch sind die Täter überhaupt Fans?
Von Andreas Bock, 11 Freunde

Fanshirt des 1. FC Lokomotive Leipzig Quelle: Matthew Wilkinson / flickr / cc
Wie sollte ein Fanprojekt mit rechten Fans umgehen? Die Stadt Leipzig und der DFB wollen junge Anhänger erziehen. Das Land Sachsen setzt auf Kontrolle.
Von Ronny Blaschke

Titelbild des Buches "Angriff von rechtsaußen - wie Neonazis den Fußball missbrauchen" von Ronny Blaschke Quelle: Verlag Die Werkstatt
Wie unterwandern Neonazis denn nun den Fußball? In Lübeck gründet die NPD 2006 den Fanklub "Lübsche Jugend". Die Fans des VfB Lübeck beenden dieses Kapitel, bevor es richtig beginnen kann. Doch NPD-nahe Fans verlassen deshalb nicht automatisch das Stadion - Vereine müssen wachsam bleiben.
Von Ronny Blaschke *

"Angriff von Rechtsaußen" wurde in Berlin vorgestellt Quelle: ngn
Fußball ist unpolitisch. So sagt man. Diese Behauptung sorgt immer wieder dafür, dass rechtsextreme Phänomene im Fußball heruntergespielt und ignoriert werden. Der Autor und Journalist Ronny Blaschke stellte sein neues Buch „Angriff von Rechtsaußen: Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“ in Berlin vor. Über einen Abend, der mit Klischees aufräumt.
Von Johannes Baldauf

Ausstellung "Tatort Stadion 2" Quelle: ngn
Diskriminierung im Fußball ist Thema der Ausstellung „Tatort Stadion 2“. Die Ausstellung ist eine Initiative des „Bündnis Aktiver Fußballfans" (BAFF) und wird in verschiedenen Städten Deutschlands gezeigt.
von Hannah Frühauf

Ein Gesicht der Kampagne "Sport und Politik verein(t) gegen Rechtsextremismus": Fußballerin Dzsenifer Marozsán Quelle: DSJ
Problembewusstsein schärfen, Nachhaltigkeit sichern und Vernetzung fördern – das sind die Hauptforderungen, die von den Teilnehmern als Ergebnis der Tagung „Foul von Rechtsaußen- Sport und Politik verein(t) für Toleranz, Respekt und Menschenwürde“ formuliert wurden.
Von Joachim Wolf
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