
Demonstranten gegen den "Politischen Aschermittwoch" der NPD in Völklingen/Geislautern Quelle: M. Kirsch
Kein schönes Land für Udo Pastörs... Im Jahresrückblick über die rechtsextremen Ereignisse in den verschiedenen Bundesländern ist das Saarland an der Reihe.
Heute antwortet Jörn Menge von Laut gegen Nazis, zu Gast im Saarland

"Gesichtsbuch"-Seite des "Weltnetz"-affinen Pressesprechers Frank Franz. Quelle: Screenshot Facebook
Frank Franz wurde am 21. November 1978 in Völklingen geboren. Er absolvierte von 1997 bis Ende 2004 eine Unteroffizierslaufbahn in der Bundeswehr. Anschließend ließ er sich bis Mitte des Jahres 2007 zum Physiotherapeuten und Programmierer ausbilden. Seitdem ist er nach eigenen Angaben als selbständiger Programmierer und Grafiker tätig. Im Jahr 2000 begann er seine parteipolitische Karriere in der NPD im Saarland. Seit dem Bundesparteitag 2011 ist er Mitglied des NPD-Bundesvorstandes, Pressesprecher und Auslandsreferent der NPD.
Von Jan Rathje

Kopf der NPD im Saarland: Frank Franz ist nun auch NPD-Bundespressesprecher und gibt sich gern als Biedermann Quelle: Screenshot Facebook
Frank Franz konnte bei den Oberbürgermeisterwahlen in Saarbrücken nicht punkten. Die NPD demonstrierte gegen "deutschenfeindliches" Frauenschwimmen. Und seit dem Bekanntwerden der Aktivitäten des NSU schließt die Polizei nun doch einen rechtsextremen Hintergrund bei einer Serie von Brandanschlägen in Völklingen nicht aus.
Am 30. August 2009 haben das Saarland, Sachsen und Thürigen einen neuen Landtag gewählt. In Nordrhein-Westfalen waren zeitgleich Kommunalwahlen. Die NPD ist entgegen ihrer eigenen Erwartungen nur in Sachsen wieder eingezogen.
Zusammengestellt von Simone Rafael und Bea Marer
Landtagswahlen
1. Saarland

Pressekonferenz zu den Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und im Saarland (Foto: Netz gegen Nazis) Quelle: ngn
Die NPD ist durch den erneuten Einzug in den sächsischen Landtag das erste Mal für zwei aufeinander folgende Legislaturperioden in einem Landtag vertreten. In Thüringen ist sie knapp an einem Einzug vorbeigeschlittert. Dennoch sollte sich nichts am Umgang mit der Problemlage ändern, denn es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich die NPD in einigen Regionen dauerhaft etabliert haben wird.
Von Bea Marer
Pressekonferenz zur Lage nach den Wahlen

Überzeugte in Mecklenburg-Vorpommern: Blondierte Fürsprecherin auf einem NPD-Plakat in Groß Laasch. Quelle: ngn/raf
Bei den Kommunalwahlen am 07. Juni 2009 hat die rechtsextreme NPD trotz niedriger Wahlbeteiligung keine spektakulären Erfolge erzielen können. Trotzdem ist die Kommunalwahl ein Manifestation dessen, wie erfolgreich die Strategie der lokalen Verankerung der NPD funktioniert: Etwa im östlichen Mecklenburg-Vorpommern, wo sie fast durchgängig zweistellige Prozentzahlen erreicht.

Demonstrationsteilnehmer mit NPD-Fahne, Dresden 2009 Quelle: ngn/sr
Im Superwahljahr ist die NPD zerstritten und steht vor dem finanziellen Ruin. Deshalb setzt sie auf die Auswirkungen der Finanzkrise und will ansonsten vor allem "Schwerpunktwahlkämpfe" führen. Doch in drei Bundesländern machen sie sich Hoffnungen: Sachsen, Thüringen und dem Saarland.
Von Olaf Sundermeyer