Nodes on the Topic 'Musik'

Rechtsextremismus kompakt in Stichworten und Zahlen


Nix geht mehr: Nicht immer werden Nazis so vorbildlich am Agieren gehindert wie in Dresden 2010 Foto: © ngn/sr

Einmal kompakt zum Nachschlagen: Wie viele Rechtsextreme gibt es noch mal in Deutschland? Und wie viele Kameradschaften? Und...

Zusammengestellt von Simone Rafael

Was ist Rechtsextremismus?

Eine Einstellung, die die Gleichwertigkeit aller Menschen ablehnt, auf Ungleichwertigkeiten zielt.

Wichtigste Elemente:

Rechtsextreme Musik


Rechtsextreme Tonträger, der bei der Durchsuchung eines Musikgeschäfts in Gera sichergestellt wurden Foto: © Jens-Ulrich Koch/ddp

Rechtsextreme Musik ist eines der wichtigsten Propagandamittel für die Neonaziszene. Der Verfassungsschutz geht derzeit von 152 rechtsextremen Bands in Deutschland aus. (Zum Vergleich: 2002 waren es offiziell nur 90.)

Ich möchte ein Konzert gegen Nazis organisieren. Wie geht das?


Die kostenlose Schülerzeitung der Musik-Kampagne "Kein Bock Auf Nazis"

Diese Frage wird Robert Högel von der Jugendkampagne "Kein Bock Auf Nazis" häufig von Initiativen gestellt. Hier ist seine Antwort.

Musikstile, die auch von Neonazis genutzt werden

Hier finden sie eine Liste der Musikstile, die sich größtenteils unter dem Label "Rechtsrock" subsumieren lassen. Manche davon sind aber nicht zwangsläufig rechtsextrem, sondern befinden sich oft in einer Grauzone zwischen Konservativ und rechtsextrem.

Neue Deutsche Härte

Die so genannte "Neue Deutsche Härte" (NDH) steht als Sammelbegriff für einen Kreis von deutschen Bands, die unter diesem Label "deutsche Identitätsmusik" vermarkten. Die NDH wirkt neben der Musik, in der Anleihen aus Dark-Wave und Gothic-Rock unüberhörbar sind, vor allem über Ästhetik: monumentale Inszenierungen, männlich-martialischer Körperkult, Todessehnsucht, Pathos.

Neofolk

Musikalisch: Im Allgemeinen ruhige, sonore und melancholisch aufgebaute Musik, in der häufig Marschrhythmen anklingen.

Neofolk (frei übersetzt: Neue Volksmusik) entwickelte sich Anfang der 80er-Jahre aus der Dark-Wave/Gothic-Musikszene heraus. Obwohl mit "Death In June" aus England eine eindeutig extrem rechte Band zu den Begründern des Neofolk zählt, kann die Szene in ihrer Gesamtheit nicht dem rechten Spektrum zugeordnet werden.

Wiking-Rock

Musikalisch: Gängige Rockmusik mit Einflüssen des Oi-Punk und deutscher beziehungsweise skandinavischer Volksmusik.

Balladen und Liedermacher

Balladenartige Stücke gehören mittlerweile zum festen Repertoire vieler Rechtsrock-Bands, werden jedoch vor allem von rechten Liedermachern gespielt. Deren Zahl stieg in den letzten Jahren rapide an. Häufig treten sie im Rahmen von neonazistischen Aufmärschen, Kongressen und Kameradschaftsabenden auf. Mehr noch als Rechtsrock-Bands sorgen sie für eine direkte Verknüpfung zwischen neonazistischer Politik und (Musik-)Kultur. Viele Interpreten sind zudem selbst in einschlägigen Organisationen und Parteien aktiv.

Hatecore

Musikalisch: Hatecore ist eine musikalisch wie textlich brachiale Interpretation des Hardcore, ein schneller, eingängiger Punkrock, der auf alle Elemente der Stimmungs- und Partymusik verzichtet.

National Socialist Black Metal

Musikalisch: Black Metal ist eine Stilrichtung des Heavy-Metal, in der mit schnellen Takten und extremen Gesang häufig in Verbindung mit orchestralem "Todes-Ambiente" ein infernalistisches Szenario intoniert wird.

Lesen Sie mehr auf ZEIT ONLINE!

Finden Sie weitere Artikel zum Thema 'Musik' im ZEIT online Archiv!
Inhalt abgleichen