Den inneren Kern der Zwickauer Terrorzelle, die sich selbst "Nationalsozialistischer Untergrund" nannte, bildeten Uwe Mundlos (38 †), Uwe Böhnhardt (34 †) und Beate Zschäpe (36). Hier ein Überblick ihrer Taten und Unterstützer/innen - nach der aktuellen Ermittlungslage (Stand: Januar 2012).
Die Mordes der Rechtsterroristen (2000 bis 2007):
9. September 2000

Fortschritt durch Rückschritt? Plakat der NPD in Rheinland-Pfalz. Quelle: ngn / Sebastian Brux
In Rheinland-Pfalz pflegen gefestigte Neonazi-Strukturen "Mythologisierungsveranstaltungen" und organisieren erfolgreiche Neonazi-Konzerte - 2011 sogar eines in Frankreich mit 2.500 Besucher/innen. Gut: NPD-Mitglied Safet Babic wurde aus dem Trierer Stadtrat ausgeschlossen.

Wahlplakat der NPD mit Bundesvorstandsmitglied Udo Pastörs. Quelle: LOBBI
In Mecklenburg-Vorpommern gelang der NPD zum zweiten Mal in Folge der Einzug in den Schweriner Landtag. Trotz der leichten Verluste auf der Landesebene konnte die Partei ihre Stellung in den Kommunen weiter ausbauen. Generell setzt die rechte Szene verstärkt auf Einschüchterung und Gewalt. Im Umfeld der Demonstration am 1. Mai in Greifswald kam es zu Brandanschlägen und Angriffen von Neonazis. Es gibt aber auch Positives zu vermelden: Der Protest von Flüchtlingen gegen die Bedingungen ihrer Unterbringung fanden eine breite Rezeption in Medien und Politik.

"Frankentag" des FNS in Roden-Ansbach. Quelle: Robert Andreasch
In Bayern verschärft sich 2011 die Tendenz, Neonazis gern zu ignorieren oder ihre Aktionen als "unpolitische Streiche" abzutun, während gegen Nazis engagierte Demokrat_innen als linksextrem gebrandmarkt werden. Dabei sind das "Freie Netz Süd" und andere Neonazis gewalttätig und sehr aktiv.

Demonstration gegen Nazis im Rems-Murr-Kreis in Korb Quelle: Denzinger / www.die-beobachter.info
Für den Jahresrückblick 2011 in Baden-Württemberg sprachen wir mit dem Politikwissenschaftler Michael Distel.
Was waren die wichtigsten Ereignisse in Baden-Württemberg im Jahr 2011, bezogen auf Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus?

Screenshot der NPD-Homepage im Dezember 2011 Quelle: Screenshot
Im November 2011 kam es zur Palastrevolte bei der NPD. 15 Jahre lang war Udo Voigt NPD-Bundesvorsitzender - nun ist es Holger Apfel, der 40-jährige Familienvater aus Hildesheim, der bisher Vorsitzender der NPD-Fraktion im Dresdener Landtag war. Aber wie sieht aktuell die NPD-Bundesspitze aus?
Bundesvorsitzender der NPD:

Quelle: ngn / sr
Todesopferliste aktualisiert: Seit 1990 wurden in Deutschland 182 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Die rassistische Mordeserie von 2000 bis 2007 zeigt einen würdelosen Umgang der staatlichen Behörden mit rechtsextremer Gewalt.
Von Aslan Erkol und Nora Winter

Mitglieder der Anti-Antifa Wetzlar Quelle: indymedia
In Hessen hat 2010 vor allem ein Brandanschlag der autonomen rechtsextremen Szene auf ein Wohnhaus in Wetzlar Aufsehen erregt. Außerdem fanden Rechtsrockkonzerte und bizarre Neonazi-Partys statt.
Heute antwortet Mikis Rieb vom Netzwerk für Demokratie und Courage Hessen