Liedermacher

Baunack, Friedrich

Friedrich Baunack (Jg. 1955) ist ein rechtsextremer Liedermacher aus dem Umfeld der NPD.

Parteipolitisch war Baunack einst für die Republikaner engagiert. 1993 zog er für die REPs in den Kreistag von Hersfeld-Rotenburg ein. 1995 verließ er die Partei, verblieb als Parteiloser im Kreistag und stritt fortan als nordhessischer Regionalbeauftragter für die rechtsextreme Deutschland-Bewegung von Alfred Mechtersheimer.

Balladen und Liedermacher

Balladenartige Stücke gehören mittlerweile zum festen Repertoire vieler Rechtsrock-Bands, werden jedoch vor allem von rechten Liedermachern gespielt. Deren Zahl stieg in den letzten Jahren rapide an. Häufig treten sie im Rahmen von neonazistischen Aufmärschen, Kongressen und Kameradschaftsabenden auf. Mehr noch als Rechtsrock-Bands sorgen sie für eine direkte Verknüpfung zwischen neonazistischer Politik und (Musik-)Kultur. Viele Interpreten sind zudem selbst in einschlägigen Organisationen und Parteien aktiv.

Prussian Blue

Singen können sie wahrlich nicht besonders gut. Und doch sind Lynx und Lamb Gaede vom Liedermacherinnen-Duo "Prussian Blue" kleine Stars – zumindest in der Neonaziszene. Seit 2004 veröffentlichen die blutjungen amerikanischen Zwillinge ihre Songs und schon vorher hatten sie gelegentlich öffentliche Auftritte.

Annett Müller

Annett Müller (geborene Moeck) ist eine in der Szene äußerst beliebte rechtsextreme Liedermacherin und NPD-Aktivistin.

Dirndl, blonde Zöpfe, die Wanderklampfe im Anschlag - die Liedermacherin Annett Müller entsprach lange Jahre voll und ganz dem rechtsextremen Idealbild einer guten, treuen deutschen Frau. Mittlerweile hat sie sich jedoch die Haare schwarz gefärbt und auch ihren Kleidungsstil verändert. Sie gibt sich jetzt eher als "Rock-Rebellin".

"Eine Mutter klagt an" heißt ihre bekannteste CD, erschienen im Jahr 2000 beim NPD-Verlag Deutsche Stimme.

Annett Moeck

Inzwischen Annett Müller. Rechtsextreme Liedermacherin. Siehe Annett Müller.

Liste rechtsextremer Bands und Liedermacher*innen

Hier finden sie eine Auswahl von Bands, Akteuren und Liedermachern, die für die Szene besonders wichtig und einflussreich sind.

Diese Liste ist bei weitem nicht vollständig. Allein in Deutschland gibt es mehr als hundert aktive Nazi-Bands und rechtsextreme Liedermacher. Wenn Sie eine fragwürdige Band hier nicht finden, muss das also keineswegs bedeuten, dass es sich dabei nicht um eine rechtsextreme Gruppe handelt.

Neue Rechte und alte linke Lieder

Seit einigen Jahren schmückt sich die extrem rechte Kulturszene mit linken Liedern, neuen wie alten. Zur Auffüllung eigener Defizite wohl auch, vermutlich aber vorrangig zum Zweck der Tarnung.

Von Lutz Neitzert

Solche und ähnliche Berichte lassen sich inzwischen häufiger finden:

Rechtsextreme Inhalte im "patriotischen" Gewand: Sacha Korn

Der Berliner Musiker Sacha Korn gibt sich in der Öffentlichkeit als „Patriot“ aus der Mitte der Gesellschaft. Auf seiner Internetseite erklärt er: „Um ehrlich zu sein: Politik interessiert mich nicht wirklich. Das habe ich mit vielen anderen Künstlerkollegen gemein.“ Allein ein Blick auf sein Facebook-Profil lässt allerdings gänzlich andere Schlüsse zu.

Rennicke, Frank

Der 1964 in Braunschweig geborene Frank Rennicke ist der bekannteste und erfolgreichste rechtsextreme Liedermacher. Bereits früh dem völkisch-nationalen Lager zugewandt, war er Jugendführer bei der später verbotenen Wiking-Jugend. 2009 haben NPD und DVU ihn zum gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten gekürt.

Der Verfassungsschutz zu rechtsextremistischen Bands und Liedermacher

Die Anzahl der rechtsextremistischen Musikgruppen, die bei Konzerten auftraten oder einschlägige Tonträger veröffentlich­ten, ist im Jahr 2006 erneut angestiegen. Sie liegt nunmehr bei
152 Bands (2005: 142). Rund ein Drittel hiervon ist seit mehreren Jahren aktiv.

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