Balladenartige Stücke gehören mittlerweile zum festen Repertoire vieler Rechtsrock-Bands, werden jedoch vor allem von rechten Liedermachern gespielt. Deren Zahl stieg in den letzten Jahren rapide an. Häufig treten sie im Rahmen von neonazistischen Aufmärschen, Kongressen und Kameradschaftsabenden auf. Mehr noch als Rechtsrock-Bands sorgen sie für eine direkte Verknüpfung zwischen neonazistischer Politik und (Musik-)Kultur. Viele Interpreten sind zudem selbst in einschlägigen Organisationen und Parteien aktiv.

Sacha Korn auf Facebook Quelle: Screenshot
Der Berliner Musiker Sacha Korn gibt sich in der Öffentlichkeit als „Patriot“ aus der Mitte der Gesellschaft. Auf seiner Internetseite erklärt er: „Um ehrlich zu sein: Politik interessiert mich nicht wirklich. Das habe ich mit vielen anderen Künstlerkollegen gemein.“ Allein ein Blick auf sein Facebook-Profil lässt allerdings gänzlich andere Schlüsse zu.

Frank Rennicke beim NPD-Parteitag 2006 Quelle: Marek Peters
Der 1964 in Braunschweig geborene Frank Rennicke ist der bekannteste und erfolgreichste rechtsextreme Liedermacher. Bereits früh dem völkisch-nationalen Lager zugewandt, war er Jugendführer bei der später verbotenen Wiking-Jugend. 2009 haben NPD und DVU ihn zum gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten gekürt.
Die Anzahl der rechtsextremistischen Musikgruppen, die bei Konzerten auftraten oder einschlägige Tonträger veröffentlichten, ist im Jahr 2006 erneut angestiegen. Sie liegt nunmehr bei
152 Bands (2005: 142). Rund ein Drittel hiervon ist seit mehreren Jahren aktiv.