Der "Ring Nationaler Frauen" (RNF) ist eine Unterorganisation für Frauen der rechtsextremen NPD. Der RNF wurde am 16. September 2006 in Sotterhausen (Sachsen-Anhalt) gegründet.
Laut Verfassungsschutz sieht der RNF sich als Sprachrohr und Ansprechpartner für, wie sie sich selbst verharmlosend nennen, “nationale Frauen”, unabhängig von einer NPD -Mitgliedschaft.
Rechtsextreme Frauen sollen durch den RNF stärker in die politische Arbeit einbezogen werden. Wie viele Mitglieder der RNF hat ist nicht bekannt.
Initiatorinnen des Rings sind die sächsische NPD-Landtagsabgeordnete Gitta Schüßler, das niedersächsische NPD-Mitglied Katharina Becker sowie Judith Rothe von der NPD Sachsen-Anhalt. Rothe ist die Lebenspartnerin des Neonazis und NPD-Mitglied Enrico Marx. Die Vertreterin des RNF im NPD-Bundesvorstand ist die Berliner NPD-Funktionärin Stella Palau. Als Geschäftsführerin arbeitet Jasmin Apfel, die Frau des NPD-Funktionärs Holger Apfel.
Ergänzend zum Rassismus und Antisemitismus der Mutterpartei vertritt der RNF auch ausgesprochen sexistische und anti-feministische Positionen. So heißt es auf der Webseite des RNF zu einer Veranstaltung des Rings: “So begann Frau Jung ihren ausführlichen Vortrag über die krankhaften Auswüchse eines der Natur zuwiderlaufenden Denkens in Bezug auf die biologische Unterschiedlichkeit von Mann und Frau.” Der RNF ist ein Versuch der NPD die in der rechtsextremen Szene unterrepräsentierten Frauen stärker in die Partei einzubinden. Bisher waren aber kaum Veranstaltungen oder nennenswerte Erfolge des RNF zu beobachten.
Zum Thema
| Wichtig für den Stimmenfang? Rechtsextreme Frauen
| Was verbirgt sich hinter dem "Ring Nationaler Frauen"?
Literatur
| Anregungen und Kritik an die Redaktion senden »