Die Lunikoff Verschwörung

"Die Lunikoff Verschwörung" ist eine seit dem Jahr 2004 existente Band rund um den ehemaligen Sänger von "Landser" – Michael Regener. Dessen Spitzname "Lunikoff" war in der DDR der Name eines billigen Wodkas.

Nachdem 2001 die konspirativen "Landser" aufgeflogen waren, schließlich vor Gericht kamen und sich Regener mit seinen ehemaligen Bandkollegen überwarf (sie machten Aussagen vor Gericht, um geringere Strafen zu bekommen) entwickelte sich in der Rechtsrockszene schnell ein Kult um den "standhaften" und "treuen" "Landser"-Sänger. Logische Konsequenz: Ein neues Bandprojekt.

"Die Lunikoff Verschwörung" – bestehend aus Regener sowie Musikern von "Spreegeschwader" – knüpfen musikalisch wie textlich bruchlos an Landser an. Auch das Bandlogo von Landser, ein "L" und ein Schwert (dem Abzeichen der SS-Kavallerie-Division Lützow nachempfunden), hat die Nachfolgeband übernommen. Einziger Unterschied ist, dass die Texte von "Die Lunikoff Verschwörung" rechtsanwaltlich geprüft wurden und nicht gegen Strafgesetze verstoßen.

Die meisten Veröffentlichungen von "Die Lunikoff Verschwörung" stammen aus der Zeit zwischen 2003 und 2005 – also zwischen dem Auffliegen von "Landser" und dem Antritt der Haftstrafe von Regener. Im Februar 2008 wurde Regener aus der Haft entlassen. Es folgte ein neues Album namens "Heilfroh" (2008).

Der 1965 geborene Berliner hat sich inzwischen der NPD angenähert. 2006 demonstrierten rund 1000 Parteianhänger vor dem Gefängnis in Berlin-Tegel, in dem Regener zu diesem Zeitpunkt einsaß. Der Neonazi "transportierte mit seiner Musik die Sehnsucht einer ganzen jungen Generation nach Erneuerung und nach einem Land, das die Heimat der Deutschen sein soll", hieß es im NPD-Aufruf.

Regener ist selbst inzwischen Parteimitglied, schreibt in der Deutschen Stimme (dem Parteiblatt) und ein Song von "Die Lunikoff Veschwörung" ist auf einer der NPD-Schulhof-CDs zu finden. Sein Abschiedskonzert vor dem Haftantritt 2005 gab er nach dem Landesparteitag der NPD Thüringen. Regener ist außerdem Mitglied der "Ariogermanischen Kampfgemeinschaft Vandalen". Die kleine Neonazi-Combo mit Rocker-Habitus gründete sich bereits 1982 in Ostberlin.

Im Juli 2009 war "Die Lunikoff-Verschwörung" Headliner des Nazi-Festivals "Rock für Deutschland" in Gera und konnte ihre Anziehungskraft für die Szene unter Beweis stellen: 4.000 Nazis kamen.

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