Beier, Klaus

Klaus Beier (Jg. 1966) ist hauptamtlicher Pressesprecher der Bundes-NPD und treibt nebenher den Aufbau des Landesverbandes Brandenburg als dortiger Vorsitzender voran.

Bereits im Jahr 1986 trat Beier in den bayerischen Landesverband der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN) und in die Mutterpartei ein. Zuvor war er bei der 1992 verbotenen Deutschen Alternative (DA) aktiv gewesen. Heute ist Beier als Bundespressesprecher, Brandenburger Landesvorsitzender und Kreisvorsitzender der NPD-Oderland ein Multifunktionär der Partei.

Bei der Kommunalwahl 2003 zog die NPD in Fraktionsstärke in den Kreistag Oder-Spree ein, Beier fungiert als Vorsitzender. Zur Bundestagswahl 2005 trat der wenig lokal verwurzelte Beier als Direktkandidat der NPD in Frankfurt (Oder) an und erhielt 3,6% der Wählerstimmen.

Laut Verfassungsschutzbericht Brandenburg war Beier 2005 für eine Verteilaktion der Schulhof-CD verantwortlich und fiel überregional durch geschichsrevisionistische Äusserungen und rassistische Hetze auf. Desweiteren treibt Beier die Kooperation von "Kameradschafts"- und NPD-Strukturen voran. Auf die öffentliche Auflösungserklärung des neonazistischen Kameradschaft-Bundes "Märkischer Heimatschutz" im November 2006 reagierte er mit einer Einladung, Mitglied in der NPD zu werden.

Im Juni 2008 wurde Beier vom Amtsgericht Fürstenwalde wegen Hausfriedensbruch zu einer Geldstrafe von 1.500 Euro verurteilt. Er hatte sich zuvor zweimal geweigert, eine Gemeindevertretersitzung in Rauen zu verlassen, als der nichtöffentliche Teil begann und der Bürgermeister ihn zum Gehen aufgefordert hatte. Wegen eines antisemitischen Artikels auf der NPD-Internetseite, für die Beier als Pressesprecher verantwortlich zeichnet, erstattete der Zentralrat der Juden in Deutschland 2007 Anzeige gegen Beier.

Klaus Beier ist ausgebildeter Kaufmann.

Zum Thema:

| Bericht der Märkischen Oderzeitung über die Verurteilung Beiers wegen Hausfriedensbruch

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