Zuviel Nationalstolz während der WM?
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Hallo Zusammen,
angeregt durch die Diskussion über unsere Nationalhymne und der kurz bevor stehenden WM, denken Sie nicht auch, das dieses ganze Fahnengeschwenke während den großen Fussballturnieren, wie wir es verstärkt seit 2006 erleben, einen extrem übertriebenen Nationalstolz darstellt, dem ab einem gewissen Grade Einhalt geboten werden sollte?
Ich habe selbst bereits an Public Viewings teilgenommen und in manchen Momenten lief es mir eiskalt den Rücken hinunter, wenn die Menge plötzlich anfing im Einklang zu singen und hunderte Fahnen geschwenkt wurden.
Gerade in Hinblick auf unsere Vergangenheit, war dies keine wohlige Gänsehaut, sondern weckte Erinnerungen an rote Fahnen, mit weißem Kreis und schwarzem Kreuz darin....
Was wenn solch eine Atmosphäre - gerade nach einem verlorenen Spiel - irgendwann mal kippt und sich der Mob durch die Strassen wälzt...was wäre gewesen, wenn wir 2008 gegen die Türkei nicht gewonnen, sondern verloren hätten? Gerade in strukturschwächeren Gegenden, mit vielleicht hohem Ausländeranteil und gepaart mit Alkoholkonsum.
Und auf den Public Viewung Veranstaltungen ist die Polizeipräsenz vergleichweise gering - mal gemessen an dem Aufgebot das in Rostock versagt hatte...
Mir sind die Bilder von 1993 in Lichtenhagen leider noch zu gut in Erinnerung.
Und vielleicht gerade auch im Hinblick, dass vielleicht rechte Parteien solche Veranstaltungen als Plattform genutzt werden?
Muss hier nicht - vorsorglich - Einhalt geboten werden?
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Kommentare
DerMustermann
29. Mai 2010 - 21:52
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Bullshit. Du verwechselst
Bullshit. Du verwechselst Nationalstolz mit Nationalchauvinismus.
Atze
30. Mai 2010 - 13:26
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Hallo Leute,
Hallo Leute,
Nationalstolz ist ein Gefühl für in der Neandertalerhöhle sitzende Dauerversager.
Die indianermäßig angemalten Schwenker von Deutschlandfahnen aber waren 2006 Gewinner einer vom Ausland überaus freundlich aufgenommenen Imagerevolution. Das war Ausdruck purer Lebensfreude und eben die Freude von Fans über eine sehr gute Leistung ihrer Mannschaft. Daneben präsentierte sich Deutschland als weltoffener, friedfertiger, fairer und toleranter Gastgeber einer geilen internationalen Dauerparty.
Eightball, deine Skepsis und Bedenken kann ich gut nachvollziehen. Sie sind ja auch nicht unberechtigt. Die Rechte versucht natürlich auch, auf diesen Zug aufzuspringen. Aber mit der ihnen eigenen Schmierigkeit sind sie dabei doch sehr erfreulich abgerutscht und aufs Näschen gefallen. Man erinnere sich z.B. nur an den widerlichen Flyer der NPD gegen Asamoah... :-) Hehe, das läuft jetzt auch nicht anders ab.
er nu wieder
30. Mai 2010 - 13:56
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Hallo, wenn ich es
Hallo, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, gab es tatsächlich während der WM und während der EM Übergriffe- wurde nicht in Dresden ein türkischer Imbiss angegriffen? Und nach dem Halbfinale gegen Italien wurden auch italienische Einrichtungen angegriffen. Ich werde noch versuchen, hierfür Belege zu finden.
Andererseits: Die Großzahl der Fans hat ganz im Sinne der Völkerverständigung friedlich miteinander gefeiert.
Boomer
30. Mai 2010 - 15:34
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Eine demokratische
Eine demokratische Geselchaft braucht ein gesundes Maß an Nationalstolz, damit sich Bürger für Bürger einsetzen. Denn ohne bürgerliches Engagement in Feuerwehren, Rettungsdiensten, Hilfsorganisationen, Polizei und Bundeswehr würde unsere Gesellschaft auseinanderbrechen.
Wer unsern Nationalstolz/ Patriotismus verteufelt, der untergräbt unser demokratisches Fundament!
Man darf Patriotismus/Nationalstolz nicht mit Nationalismus/Nationalchauvinismus verwechsel.
NochEinNickname
30. Mai 2010 - 17:20
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Man sollte differenzieren
Man sollte differenzieren können zwischen das, was z.B. wärend der WM 2006 abging hinsichtlich der Unterstützung der Fußballmannschaft und dem, was da nationalistisch geprägt ist ähnlich dem Gebähren der Braunies.
Da sollte man auch gut auf die Zwischentöne achten. Heimatverbundenheit zu zeigen ist ok, vorallem wenn sie positiv gezeigt wird. Sich für eine Mannschaft zu erfreuen oder jemanden zu unterstützen ist komplett ok.
Wenn es aber in stumpfen, respektlosen Nationalismus oder Chauvinismus ausartet, ist es bedenklich. Da spielt der Ton die Musik. Und leider vergreifen sich da einige sehr oft im Ton.
Andere Frage @Boomer
Was hat bürgerliches bzw. persönliches Engagement für die Gesellschaft mit Nationalstolz zu tun?
Zur WM noch angemerkt:
Könnte sein, dass sich das Thema recht schnell erledigt hat, da unsere sicherlich nicht zum Favoritenkreis gehören. Da gehört es dann auch zum Thema "Heimatverbundheit" Niederlagen zu akzeptieren oder festzustellen, dass jemand anderes besser war. Der Nationalist kann das nicht. Sein Stolz empfindet das als persönlichen Angriff oder Kränkung. Für mich ein Defizit.
Gerade bei Niederlagen zeigt sich dann, wie positiv oder negativ jemand drauf ist. ;-)
Mit freundlichen Grüßen
Olli
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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
reactio
30. Mai 2010 - 17:46
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@Boomer sehr schöner
@Boomer
sehr schöner beitrag, ich möchte noch hinzufügen, dass solche ereignisse wie public viewing auch dazu führen, dass menschen aus ganz unterschiedlichen sozialen milieus zusammen feiern. außerdem wird bei der wm ja auch die nationalmannschaft bejubelt welche ein sinnbild für interkulturelles miteinander im heutigen deutschland darstellt. insofern ist es ziemlich lächerlich hier mit nazizeit-vergleichen zu kommen.
blaumeise1
30. Mai 2010 - 20:55
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Ich muss mich den
Ich muss mich den Vorgängern hier anschließen:
Nationalstolz ungleich Nationalismus!!!
Es ist gerade toll, dass gerade ein Land wie Deutschland mit so einer Vergnagenheit (HALLO, Das ist bald 70!!! Jahre her!!!! Wir dürfen auch mal wieder den Blick vom Boden heben)
UND
Die deutschen "Fans" wären dann garantiert auch ohne ne Niederlage in solchen Spielen auf die genannten Einrichtungen losgegangen, das hat mit Fähnchen schwenken und Hymne singen überhaupt nichts zu tun.
Warum ist das, was in ALLEN anderen Ländern der Welt selbsverständlich ist, bei uns gleich wieder verboten??? Sieh doch nicht immer nur die Extremisten! Die gibt es auch ohne das alles!
Sieh lieber wildfremde Leute, die sich aufgrund ihrer Nationalität einhaken und die Hymne singen. Jemand, der seit 40 Generationen in Deutschland lebt und jemand, der gerade seit 3 Wochen nen deutschen Pass hat.
Auch bei sowas siehst du Multikulti.
Bei der deutschen Nationalhymne muss man nicht mehr automatisch an Springerstiefel und Glatzen denken. Das ist veraltet.
Bitte merk dir das!
Eightball
30. Mai 2010 - 21:04
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Guten Abend, ich bin
Guten Abend,
ich bin nicht der Meinung, dass man in diesem Fall so klare Grenzen zwischen Stolz und Chauvinismus ziehen kann, sollte und vor allem darf.
Es geht darum, ob Andere ebenfalls das Gefühl haben, das solch eine Situation - die ja in diesem Sinne nicht verteufelt werden soll(!) - unter bestimmten Voraussetzungen nicht vielleicht auch kippen könnte.
Nationalstolz ja......wie kommt aber dieser im Ausland an, welche Bilder werden dort wie interpretiert - und vor allem wie stehen wir da, falls wirklich einmal Irgendetwas passiert und eine Situation eskaliert?
Dann heisst es wieder: "Die bösen Deutschen!"...und ganz sicher nicht: "ein paar böse Deutsche"...Fakt ist doch, das wir durch unsere Vergangenheit gebrandmarkt sind.
Wie stolz dürfen wir sein Deutsche zu sein, das ist die eigentlich Frage (Überschrift!) - und wieviel davon dürfen/sollten wir zeigen. Da geht es nicht um Verteufeln...
Boomer, würden Sie in einen Dönerladen gehen und sagen ich bin stolz darauf Deutscher zu sein?
Sie, die Leute hier und auch ich würden sicher verstehen was Sie damit meinen - nachdem Sie sich erklärt haben - aber ich denke mal das die meisten unserer ausländischen Mitbürger es missverstehen würden...
Atze
30. Mai 2010 - 22:03
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OK, offensichtlich
OK, offensichtlich müssen wir mal versuchen, uns den verschiedenen Begriffen und ihren Bedeutungsinhalten zu nähern.
Patriotismus/Nationalstolz/Nationalismus/Nationalchauvinismus sind für mich tatsächlich alle auf der gleichen Ebene als unheilvoll angesiedelt.
Ich sehe bei allen die negative Tendenz innewohnen, aus einem eigentlich recht zufälligen, grundsätzlich veränderbaren und rein äußerlichen Merkmal wie der Inhaberschaft einer Staatsangehörigkeit etwas Abgrenzendes zu machen und diese Abgrenzung zu überhöhen. Von dieser Überhöhung ist es wiederum nur ein kleiner Schritt zur Dünkelhaftigkeit.
Nationalstolz im engeren soll ja wohl bedeuten, Stolz über die Inhaberschaft der jeweiligen Staatsbürgerschaft zu empfinden. Außer bei Migranten ist diese Inhaberschaft aber nicht das Ergebnis einer individuellen Leistung, sondern das Zufallsprodukt der Geburt. Wenn ich daran denke, dass ich Deutscher bin, erfüllt mich das nicht mit Stolz, sondern eher mit einem Gefühl der Erleichterung, "Puh, nochmal Schwein gehabt". Es hätte einen ja auch in die Sahel-Zone verschlagen können...
Stolz auf die Staatsangehörigkeit setzt ansonsten voraus, sich die Rosinen aus der Geschichte herauszupicken und die negativen Aspekte zu verdrängen. Staatsbürgerschaftliches und zivilgesellschaftliches Engagement wird aber nur dann Gutes bewirken, wenn es sich selbstkritisch mit den Ergebnissen der eigenen Geschichte auseinandersetzt.
Und lehren da nicht eher die Schmerzensschreie der in 2 Weltkriegen und den Gestapogefängnissen und KZs Verreckenden ein wenig Zurückhaltung vor allzuviel Denken in einer national imaginierten 1. Person?
Artaios
31. Mai 2010 - 0:09
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Nach gut 70 Jahren muss
Nach gut 70 Jahren muss man langsam mal aufhören der Geschichte in den Hintern zu kriechen.
Viel eher ist es traurig das man sich überhaupt nur zu solchen Ereignissen traut soetwas wie Stolz zu zeigen.
Ich denke solchen Meinungen wie der von Eightball sollte man eher Einhalt gebieten und erst recht stolz zeigen. Andere Nationen jeglicher Hautfarbe bemitleiden uns oder belächeln einfach nur unsere devote Kriecherei vor der Geschichte.
Eightball
31. Mai 2010 - 10:58
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Guten Morgen, ich muss
Guten Morgen,
ich muss zugeben, ich bin etwas schockiert, über manche Meinungen hier und wie im Zuge derer mit unserer Vergangenheit umgegangen wird. Auch wenn das 70 Jahre her ist...wie ich sagte, wir sind gebrandmarkt und ein trotziger "jetzt erst recht" - Stolz lässt uns mMn nur umso mehr in einem schlechten Licht da stehen.
Das wir für unsere Vergangenheit nichts können steht ausser Frage - jedoch wurde uns eine gewisse Verantwortung auferlegt, die wir zu tragen haben, ob wir wollen oder nicht !
Wir Deutschen werden in Hinblick auf solche Dinge (Stolz zeigen) immer ganz genau beobachtet.
Ich sehe das so wie Atze...."puh, nochmal Glück gehabt".
Ich möchte zudem nochmals betonen, das ich solche Ereignisse ganz sicher nicht verurteile oder verbieten lassen will. Die Großzahl der Menschen dort ist friedlich und möchte nichts Böses.
Jedoch ein fader Beigeschmack bleibt ganz einfach.
Und ich bin mir ganz sicher, dass sich solch ein Mob nur aus einer Niederlage (sprich Enttäuschung) heraus entwickeln könnte, nämlich wenn ein paar Zugpferde den Karren in die "richtige" Richtung ziehen...und genau darin sehe ich die Gefahr, nirgendwo anders.
Ich möchte zu bedenken geben, was wäre der Fall, soetwas würde wirklich passieren? Es gäbe Randale nach einem Spiel, in denen ein fahnenschwenkender Mob durch die Gassen zieht und ausländischen Mitbürgern/Einrichtungen Schaden zufügt. Das wäre vor allem eines: Benzin ins braune Feuer und die daraus mit breiter Brust hervorgehen würden. "Seht doch her, so sieht es in unserem Volk aus"...Und dann...ja dann wäre das Public Viewing auf Immer und Ewig abgestempelt. Wenn vielleicht nicht in Deutschland, dann auf jeden Fall für alle Anderen...
Atze
31. Mai 2010 - 14:05
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Hallo Artaios, was
Hallo Artaios,
was meinst du denn jetzt genau mit devoter Kriecherei vor der Geschichte? Wir haben nunmal die Geschichte, die wir haben. Und die besteht eben nicht nur ausschließlich aus positiven Ereignissen.
Scheinbar aber müssen die negativen Ereignisse erst konsequent verdrängt und ausgeblendet werden, um einen "Nationalstolz" ungehemmt entwickeln und entfalten zu können? Wäre denn scheuklappige Ignoranz gegenüber negativen Elementen der eigenen Geschichte nicht eher ein Argument gegen den Nationalstolz?
Atze
31. Mai 2010 - 14:12
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Hallo eightball,
Hallo eightball,
kleiner Gag am Rande: Googel mal nach der eigentlichen Bedeutung des Anglizismus "public viewing"... :-)
Deine Befürchtungen sind sicherlich nicht vollständig abwegig, aber ich bin selber leidenschaftlicher Fußballfan. Und auch Fußballfans repäsentieren in ihrer Gesamtheit die normale Verteilung gegebener politischer Ansichten und Verhaltensweisen. Von daher mache ich mir da keine allzugroßen Sorgen...
NochEinNickname
31. Mai 2010 - 14:41
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Wie sieht eigentlich
Wie sieht eigentlich Nationalstolz aus? Wie ist denn da der Stolz geartet? Oder auf was soll man da genau stolz sein?
Ich verstehe wenn man sich zu etwas gebunden fühlt oder man weiß, wo seine Wurzeln sind. Es ist nachvollziehbar wenn man eine Mannschaft anfeuert oder sie abfeiert und mit ihr mitfiebert. Ich kann vielleicht auf die Mannschaft stolz sein, die eine gute Leistung abgegeben hat. Oder auf meine Eltern, die es mit mir ausgehalten haben. Aber der Begriff "Stolz" impliziert etwas absolutes gerade im Hinblick auf eine Nation. Da frage ich mich, ob das bei einer Nation angebracht ist, da es auch genügend Beispiele in der Geschichte gegeben hat, in der dieser "Stolz" (oder was immer es ist) blind machte hinsichtlich Fehlentwicklungen einer Nation. Bzw. er machte auch treudoof. Oder es führte dazu, dass man respektlos anderen gegenüber war. Insofern die Frage, wie genau der Stolz diesbezüglich aussieht.
Und mal ganz ehrlich, den absoluten Patriotismus/Nationalismus z.B. der Amerikaner (und auch anderer Länder) mag doch auch einer kaum wirklich. Er macht sie auch blind gegenüber Entwicklungen in anderen Ländern und läßt sie hier und da handeln wie den Elefanten im Porzellanladen. Da sind dann einige so stolz, dass sie nicht merken, wie sehr sie politisch gegen die Wand fahren.
Da wäre ein wenig mehr bescheidenes Auftreten besser.
@Artaios
Wie würdest Du mit der Geschichte umgehen wollen?
Mit freundlichen Grüßen
Olli
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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
Joseph_Wirth
31. Mai 2010 - 15:41
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So sehr mir die Stimmung
So sehr mir die Stimmung im Jahr 2006 auch Spaß gemacht hat stehe ich dem deutschen Eventpatriotismus doch sehr kritisch gegenüber. Insbesondere die Frage, was passiert wäre, hätte die türkische Nationalmannschaft das EM-Halbfinale gewonnen hat mir schon öfters zu denken gegeben.
Wie schnell sich die Stimmung von "für Deutschland" zu "gegen [irgendwas/wen]" ändern könnte hat sich auch jetzt schon im Vorfeld der WM bei der Hetzjagd gegen KP Boateng durch die Medien und das Internet nach dem Foul gegen "unseren" Kapitän gezeigt. Man brauchte sich nur ein paar Kommentare in Foren oder unter Artikeln zu diesem Thema anzusehen und schon war jede Vorfreude auf die WM passé.
Auch diesen Samstag nach dem Song Contest, als es die israelischen Anrufer doch tatsächlich gewagt haben "unserer" Lena keinen Punkt zu geben fand sich sofort eine Vielzahl antisemitischer Kommentare im Internet.
Ohne die WM-Stimmung damit grundsätzlich als etwas Schlechtes brandmarken zu wollen denke ich doch, dass man dem ganzen auch mit einer gesunden Portion Vorsicht gegenüber stehen sollte.
Alles andere wurde z.B. von Eightball und NochEinNickname recht schön dargestellt, das brauche ich jetzt nicht zu wiederholen.
Kommentare von wegen "nach 70 Jahren muss ja mal vorbei sein" verbieten sich eigentlich von selbst...
Artaios
31. Mai 2010 - 17:36
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Die übermässige Nutzung
Die übermässige Nutzung von Flaggen und Fahnen zur WM taugt nicht dazu um uns wieder in einen Nationalsozialismus zu katapultieren. Spätestens nach der WM werden wieder alle Fähnchen politisch korrekt vom PKW demontiert. Man will ja schließlich nicht als Nazi denunziert werden.
Dmitri
31. Mai 2010 - 20:10
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@Eightball angeregt
@Eightball
angeregt durch die Diskussion über unsere Nationalhymne und der kurz bevor stehenden WM, denken Sie nicht auch, das dieses ganze Fahnengeschwenke während den großen Fussballturnieren, wie wir es verstärkt seit 2006 erleben, einen extrem übertriebenen Nationalstolz darstellt, dem ab einem gewissen Grade Einhalt geboten werden sollte?
Ich finde das ist eine sehr gute Idee. Gebieten Sie Einhalt, wenn während der Fußball-WM irgendwo die Nationalhymne gesungen wird oder die deutsche Fahne geschwungen wird!
Ich wäre Ihnen dankbar wenn Sie hier dann über ihre Erfahrungen dabei berichten könnten.
Gruß Dmitri
Eightball
31. Mai 2010 - 21:55
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Dmitri, haben Sie
Dmitri,
haben Sie eigentlich nur meinen ersten Beitrag gelesen, oder auch das was ich danach geschrieben habe?
Ich denke ich habe mich in den nachfolgenden Beiträgen soweit klar ausgedrückt, das ich ganz sicher nicht eine Veranstaltung wie Public Viewing verbieten oder an den Pranger stellen, geschweige denn Irgendetwas verteufeln möchte...
Auch ich werde mich in 2 Wochen sicherlich wieder auf der öffentlichen Leichenschau befinden.
(und bevor das Irgendjemand falsch versteht, möchte ich hier auf den letzten Beitrag von Atze verweisen...)
Ansonsten bleibt nach dem Kommentar von Joseph_Wirth kaum viel mehr zu sagen.
Ich wünsche Ihnen allen einen guten Abend.
Boomer
31. Mai 2010 - 23:00
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Zu der Frage von
Zu der Frage von NochEinNickname : Was hat bürgerliches bzw. persönliches Engagement für die Gesellschaft mit Nationalstolz zu tun?
Sehr viel, da man sich wohl kaum für eine Geselschaft/Nation einsetzt die man nicht respektiert und schätzt, auf die man stolz sein kann, weil sie für Freiheit, Gleichheit & Demokratie steht!
Zur Frage von Eightball:
würden Sie in einen Dönerladen gehen und sagen ich bin stolz darauf Deutscher zu sein?
Wie hier schon gesagt wurde kann man nur stolz auf etwas sein, dass man selbst oder andere getan haben. Daher bin ich stolz einen aktiven Beitrag zum Wohl unserer Geselschaft/Nation zu leisten und nicht darauf hier geboren worden zu sein.
Chefschwoob
1. Juni 2010 - 2:42
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@eightball: "Ich möchte
@eightball: "Ich möchte zu bedenken geben, was wäre der Fall, soetwas würde wirklich passieren? Es gäbe Randale nach einem Spiel, in denen ein fahnenschwenkender Mob durch die Gassen zieht und ausländischen Mitbürgern/Einrichtungen Schaden zufügt. Das wäre vor allem eines: Benzin ins braune Feuer und die daraus mit breiter Brust hervorgehen würden. "Seht doch her, so sieht es in unserem Volk aus"...Und dann...ja dann wäre das Public Viewing auf Immer und Ewig abgestempelt. Wenn vielleicht nicht in Deutschland, dann auf jeden Fall für alle Anderen..."
das problem ist: wir hatten das 2006 alles. und es ist nichts passiert. nichts.
warum müssen wir immer mit wenn und aber arbeiten und uns vieler lebensfreude berauben? damit spielen wir doch den nazis in die hände. wenn friedliche bürger die deutsche fahne voller freude schwenken, wie in der schweiz, frankreich oder den usa, dann fallen diese idioten mit ihren verbissenen gesichtern und ihren fähnchen doch gar nicht mehr auf.
also: bitte etwas lockerer bleiben. ein freundliches deutschland ist der beste schild gegen die hartgesichtigen nazis.
...and in the end the love you take is equal to the love you make. (john lennon (1940-1980)
er nu wieder
1. Juni 2010 - 10:32
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So, ich habe zumindest
So, ich habe zumindest für einen Fall auch einen BEleg gefunden: Nach dem Spiel Deutschland-Türkei haben Vermummte einen türkischen Imbiss angegriffen:
http://npd-blog.info/?p=1846
http://www.welt.de/politik/article2147307/Ran...
Ich meine mich zu erinnern, dass es während der WM 06 auch Angriffe auf italienische Einrichtungen gab. Werde dafür auch Belege suchen...
NochEinNickname
1. Juni 2010 - 11:47
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@Boomer Hmm, könnte es
@Boomer
Hmm, könnte es nicht vielleicht auch sein, dass man sich lediglich für die Gesellschaft oder den Menschen einsetzen möchte? Hat doch erstmal mit Stolz wenig zu tun oder?
Aber Du bist auch ein Verfechter des Nationalstolzes. Wie sieht denn da nun genau der Stolz aus? Wie zeigt er sich und wie sollte er sich nicht zeigen? Erkläre mal bitte mit Deinen eigenen Worten. Nur für das Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen
Olli
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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
Atze
1. Juni 2010 - 18:04
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Hallo Boomer, ich kann
Hallo Boomer,
ich kann nachvollziehen, dass man Stolz auf einen eigenen (schließt Familienangehörige mit ein) Beitrag zu Freiheit/Gleichheit/Demokratie ist. Bin ich auch. Aber was hätte das mit Nationalstolz zu tun? Also mit Stolz auf Deutschland? Gerade Freiheit/Gleichheit/Demokratie hatten die von den Alliierten besorgte Zerschlagung Hitlerdeutschlands zur Voraussetzung.
Oder umgekehrt: Wenn mal wieder irgendein rechtsextremer Mob einen Ausländer zu Tode hetzt, empfinde ich Abscheu, Ekel, Wut und Trauer - aber auch keinen Nationalekel.
Atze
1. Juni 2010 - 18:07
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Hallo Dimitri, deine
Hallo Dimitri,
deine ironische Spitze in allen Ehren, aber wie würdest du denn Nationalstolz definieren? Was sagst du zu den Einwänden?
Ghostrider
2. Juni 2010 - 20:57
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Ghostrider Ach ja, der
Ghostrider
Ach ja, der vielzitierte Nationalstolz!
Es gab eine Zeit, da waren wir alle Papst. Seit dem Grand Prix Eurovision 2010, sind wir alle Lena. Und vielleicht sind wir in ein paar Wochen Fußball-Weltmeister.
Gründe, um die gute Deutschlandfahne aus dem Keller zu holen, um sie am Balkon, oder am Auto zu montieren.
Da ist ja auch nichts verwerfliches daran, schliesslich leben und arbeiten wir in Deutschland, haben hier unsere Freunde, und freuen uns, wenn Menschen aus unserem Land sich durch hervorragende Leistungen profilieren, und sich den WM Titel holen. Ob nun im Fußball, oder bei der Formel 1, oder sonstigem.
Das stärkt unser Ansehen in der Welt, und klar, man ist ein wenig stolz auf das Land und seine Menschen.
Nur, wer die schwarz/weiss/rote Fahne auspackt, führt was anderes im Schilde. Wenn ausländische Mannschaften gewinnen, da ist schluß mit Lustig. Da werden Döner Buden in Brand gesteckt, Ausländer zusammengeschlagen ect.
Das Motto beim Sport lautet doch: "Der Bessere möge gewinnen!"
Fairness ist für mich ein Ausdruck von Charakterstärke!
Man kann nicht immer gewinnen. Man muß auch Niederlagen einstecken können.
Will man zu den Besten in der Welt gehören, muß man sich auch dementsprechend verhalten und benehmen können.
Nationalstolz, ja, aber keine übertriebene Deutschtümmelei!
Die WM ist ein Anlaß, dass viele Völker dieser Erde etwas näher zusammenrücken. Wollen wir ihnen einen guten Eindruck von unserem Land vermitteln.
Ein faires miteinander, statt Ausländer raus!
Schwarz/rot/gold, statt schwarz/weiss/rot!
Ghostrider
Ein Hakenkreuz im Kopf erschwert das Denkvermögen!
Dmitri
3. Juni 2010 - 14:55
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@Atze Nationalstolz
@Atze
Nationalstolz definieren? Keine Ahnung!
Solange keine strafrechtlich relevanten Handlungen vorliegen soll meiner Meinung nach jeder tun und lassen dürfen, was er will. Sei es Public Viewing, Absingen des Deutschlandlieds oder hissen der Reichskriegsflagge.
"Freiheit ist immer die Freiheit des anderen!" hat Rosa Luxemburg so schön gesagt.
libertärer Sozialist
4. Juni 2010 - 3:11
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Auch wenn ich persönlich
Auch wenn ich persönlich nichts davon halte, kann jeder Nationalstolz haben, soviel er will.
Wenn der- oder diejenige nicht aus ihrem Nationalstolz ableitet, andere als minderwertig zu empfinden, zu beleidigen oder anzugreifen, ist es mir doch egal, was er oder sie empfindet.
Passt lieber auf, das politisches Korrektiv nicht zu neuem Totalitarismus führt. Denn wie heisst es (sinngemäß): "Ich habe keine Angst vor den Faschisten, sondern vor Faschisten im Gewand der Demokratie" (das Zitat ging irgendwie anders - kann ja mal jemand korrigieren)
Artaios
4. Juni 2010 - 19:26
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Hallo, wir haben Ihren
Hallo, wir haben Ihren Beitrag gelöscht, weil er off-topic war. Moderator_JW
Marco82
4. Juni 2010 - 20:55
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Nationalstolz hin oder
Nationalstolz hin oder her. Jeder hat da seinen eigenen Standpunkt zu.
Aber, @Eightball, was verstehst du unter "Einhalt gebieten"? Sollen wir allen Fussballfans beim Public Viewing die Fahnen weg nehmen und Tücher zum Deutschlandfahne aus dem Gesicht wischen verteilen?
Ich kann deinen Standpunkt in gewisser Weise nachvollziehen, aber ich teile ihn nicht.
Man kann die Emotionen der Massen doch nicht unterdrücken!
Und ein solcher Versuch (wie auch immer der aussehen würde), würde wahrscheinlich etwas viel schlimmeres in Deutschland los treten als man denkt. Man stelle sich mal die Schlagzeilen vor, "Deutschland soll sich beim WM- feiern mässigen", "Bitte nicht zu stolz sein". Sorry, aber dein Gedanke ist von gutem Willen getragen, aber leider völlig irrational und naiv.
Im übrigen denke ich auch, dass die "rechte Gefahr" in der Bundesliga, bzw. eher in den unteren Ligen, viel Größer ist als sie es zu einer WM oder EM je sein könnte. Dort wird es nämlich richtig "dreckig" und gefährliche für Fans und Spieler. Dort könnte wirklich mal "Einhalt geboten" werden.
reactio
4. Juni 2010 - 22:25
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Hallo, wir haben Ihren
Hallo, wir haben Ihren Beitrag gelöscht, weil er off-topic war. Moderator_JW
Der nette Mann
6. Juni 2010 - 11:36
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Das is Schwachsin, an
Das is Schwachsin, an Fahnen is nix schlimm. Und wenn man positive Gefühle für seine Heimat hat, is das auch okay, ich finds erbärmlich, dass die linksextreme Szene immer jeden mit ner anderen Meinung niedermachen und als Vollidioten darstellen muss, sich aber gleichzeitig für ach so tollerant hält. Sich vor Fußballpatriotismus zu fürchten, is echt lächerlich, bei Bundesligaspielen werden auch Fahnen geschwenkt, die Leute singen und zusätzlich werden Hassparolen gerufen und Hooligans gibt's da auch.
NochEinNickname
6. Juni 2010 - 22:13
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"Nationalstolz
"Nationalstolz definieren? Keine Ahnung!"
Da wirds doch interessant. Wie kann ich etwas empfinden was ich nicht definieren kann.
Heimatverbundenheit - klar, kein Thema
Mannschaft anfeuern - kein Thema
Flaggen - kein Problem (Ausser das Schwenken von Kriegsflaggen - gäbe es dafür einen seriösen Grund?)
Aber wie definiert sich dabei der Stolz im Hinblick auf eine Nation.
Schade, dass kaum einer das mal versucht zu erklären.
Dann kommen wieder lediglich Leute und labern was von "Linksextremen" die ihnen angeblich die Meinung verbieten wollen.
Mal eine kleine Beschreibung dieses Stolzes, wie er sich anfühlt und ausdrückt. Kann doch nicht so schwer sein oder?
Zum Thema "Fußballpatriotismus" mal angemerkt: Die negativen Auswüchse davon haben mal wieder die "Fans" vom BFC Dynamo gezeigt. Schlechte Verlierer. Nur weil ihre Mannschaft gegen Ankaraspor Kulübü 07 verloren haben. Konnten einige emotional wohl nicht verkraften. Im gesamten Spiel konnte man rassistische Sprüche hören. Insofern gibt es da schon argen Verbesserungsbedarf. Ebenso hinsichtlich der Hooliganszene. Einen anderen auf die Schnauze hauen, nur weil er einen anderen Verein mag, ist schon ein wenig primitiv oder?
Mit freundlichen Grüßen
Olli
---
Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
reactio
7. Juni 2010 - 11:49
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@nen der begriff
@nen
der begriff nationalstolz hat viele seiten, daher einfach mal ein paae lose gedanken:
der nationalstolz entspringt dem evolutionsgeschichtlich begründeten trieb des menschen einer möglichst großen und möglichst starken gruppe anzugehören. das gefühl deutscher zu sein, also einer von 80 millionen gibt dem menschen sicherheit.
wer in seinem leben nichts individuelles hat, auf das er stolz sein kann, wer also nichts persönliches geleistet hat beruft sich gern auf die zugehörigkeit zu einer gruppe mit der er sich dann identifiziert so dass die leistungen der gruppe scheinbar zu den eigenen werden.
"Jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz seyn könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu seyn." (schopenhauer)
jeder mensch wird (vor allem im ausland) ein stück weit an den leitungen seiner nation festgemacht. wer also das gefühl hat, von seiner nation gut representiert zu werden ist stolz auf sie, im gleichen zuge kann man sich aber auch für seine nation schämen, wenn man das gefüh hat, dass sie ein schlechtes licht auf einen wirft.
DaniXL
8. Juni 2010 - 14:08
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Einen sehr guten Artikel
Einen sehr guten Artikel gibt es dazu aktuell in der TAZ, auf alle Fälle für beide Seiten lesenswert!
Generalverdacht der Antideutschen
gruss,
Dani
Ghostrider
8. Juni 2010 - 15:09
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Ghostrider
Ghostrider
@NochEinNickname
Nationalstolz definieren!
Schwierig, denn dieses Thema hat mich seither nicht sonderlich beschäftigt.
Habe zwei Nationalitäten und hätte beinahe im Schnellzug Paris - Frankfurt/M das Licht dieser Welt erblickt. Dann stünde in meiner Geburtsurkunde "geboren Bahnkilometer X". Im Klartext: Entweder "Vive la France", oder "Hallo Deutschland". Danach habe ich meine halbe Kindheit in Frankreich verbracht.
Meine Mutter hatte die holländische und französische Staatsbürgerschaft. Deutsche Gene sind bei mir nur in Spurelemente vorhanden.
Natürlich liebe ich Holland, Frankreich, Deutschland und Israel.
Aber deutscher Nationalstolz nur weil ich in Deutschland lebe! Stolz kann man eigentlich nur auf das sein, was man selbst erreicht hat, sonst würde man sich ja mit fremden Federn schmücken. Natürlich kann man sich mit dem Sieger freuen, z.B. wenn Deutschland die Fußball WM gewinnt. Aber ist das wirklich schon Nationalstolz?
Natürlich schätze ich die deutsche Kultur, das Land der Dichter, Denker und grandiose Erfinder. Die wunderschönen Landschaften ect. Aber deshalb eine ganze Nation umarmen und in Deutschtümmelei verfallen, nein.
Ist nicht negativ gemeint. Die gleiche Frage könnte ich mir für Frankreich oder Holland stellen. Klar bin sehr gerne in Den Haag und Rotterdam, oder in Epernay sur Marne. Muß ich deswegen gleich die Holländer und Franzosen umarmen und in bleu/blanc/rouge durch die Gegend rennen?
Also bleibt für mich die Frage nach dem Nationalstolz weiterhin ungelöst.
Aber deshalb muß man kein schlechter Mensch sein, und darauf kommt es schließlich an.
Weltoffenheit ist für mich wichtiger!
Ghostrider
Ein Hakenkreuz im Hirn erschwert das Denkvermögen!
er nu wieder
11. Juni 2010 - 12:30
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Hier gibt es ein
Hier gibt es ein interessantes Interview zu unserem Thema:
http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/fuehrt...
akivoeg
13. Juni 2010 - 18:43
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Hallo, wir haben Ihren
Hallo, wir haben Ihren Beitrag gelöscht, weil er gegen unsere Diskussionsregeln verstoßen hat. Moderator_JW
er nu wieder
14. Juni 2010 - 12:18
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Mh, Fußball-Begeisterung
Mh, Fußball-Begeisterung kann offenbar auch zu sowas führen:
"Aufregung in der Halbzeitpause: Nach Kloses Treffer sprach ZDF-Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein von einem "inneren Reichsparteitag"."
Der ganze Artikel:
http://www.welt.de/fernsehen/article8032421/M...
er nu wieder
14. Juni 2010 - 14:12
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Die Nazis selbst
Die Nazis selbst diskutieren überigends in ihren Foren zur Zeit, ob man die aktuelle Deutsche Nationalmannschaft aufgrund ihres "multi-kulti"-Charakters überhaupt feiern darf! Und: Sie beschweren sich über die Menschen, die nur zu WM -Zeiten die Farben der Nation zeigen.
henzi1
14. Juni 2010 - 15:22
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Erst bei Fußball bzw.
Erst bei Fußball bzw. bei der WM kann man sehen, wer ein richtiger Nationalist ist. Das sieht man auch einfach an der Art, wie jemand sein Team anfeuert. Grundsätzlich bin ich aber froh, dass die deutsche Flagge wieder verwendet werden kann, ohne dass man gleich als deutscher Nazi betrachtet wird. Ich bin froh, dass die deutsche Flagge ihre negativen Konnotationen endlich verliert.
Ghostrider
14. Juni 2010 - 18:29
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Ghostrider @er nu
Ghostrider
@er nu wieder
Danke für den Link über die sprachliche Entgleisung von ZDF Moderatorin Katrin Müller-Hohenstein nach der ersten Halbzeit Deutschland - Australien.
Ich empfand diesen Fauxpas eher als Schocktherapie. Wie kann man als gebildeter Mensch die Fußball - WM, wo weltweit Millionen von Menschen die Sportereignisse an den Fernsehschirmen verfolgen, dazu benutzen, Vergleiche mit dem inneren Reichsparteitag der Nazis zu ziehen?
Wie mag wohl der internationale Journalismus diese sprachliche Entgleisung bewerten?
Eine Fußball - WM dient u.a. auch zu einer besseren Völkerverständigung bei. Die Fußballwelt rückt in diesen Tagen näher zusammen.
Vergleiche mit dem grausamsten System der Menschenverachtung in der Geschichte der Menschheit zu ziehen, geht gar nicht.
Hoffentlich ist sich Frau Müller-Hohenstein bewußt, welchen Schaden sie hiermit unserem Land, unser Ansehen in der Welt und unserer Bevölkerung zugefügt hat.
Ghostrider
Ein Hakenkreuz im Hirn erschwert das Denkvermögen!
Dmitri
14. Juni 2010 - 19:23
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@Ghostrider Wie mag
@Ghostrider
Wie mag wohl der internationale Journalismus diese sprachliche Entgleisung bewerten?
Überhaupt nicht. Jedenfalls habe ich in der internationalen Presse nichts darüber gefunden.
Darüber echauffiert man sich anscheinend nur in der BRD.
Cantona7
19. Juni 2010 - 17:09
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Ich denke Frau
Ich denke Frau Müller-Hohenstein zu unterstellen dass sie sich bewusst rechtsextrem geäußert hat, geht zu weit. Jeder hat schonmal einen dummen Spruch vom Stapel gelassen! Wahrscheinlich hat sie sich in der selben Sekunde schon selbst gefragt, warum sie sowas gesagt hat!
er nu wieder
19. Juni 2010 - 19:09
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Hallo Cantona! Ich würde
Hallo Cantona! Ich würde Frau M.-H. auch gar nicht unterstellen, dass sie den Begriff bewusst benutzt hat. Ich kann mir schon vorstellen, dass er ihr rausgerutscht ist, dass sie nicht wirklich drüber nachgedacht hat, was sie da sagt. Ich erwarte aber, dass eine ausgebildete Journalistin darüber nachdenkt, was sie sagt!
DerMustermann
20. Juni 2010 - 5:42
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Der Spruch ist nicht
Der Spruch ist nicht rechtsextrem oder sonstiges, es ist eine GANZ normale Redewendung, siehe hier:
http://www.redensarten-index.de/suche.php?suc...
Moderator_JW
21. Juni 2010 - 11:11
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Liebe Nutzer, wir
Liebe Nutzer, wir möchten Sie bitten, beim eigentlichen Thema dieses threads zu bleiben. Vielen Dank! Moderator_JW
newhope
21. Juni 2010 - 16:17
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dann solltest du
dann solltest du vieleicht mal richtig lesen denn unter
Punkt 2 steht ´´private Zelebration rechtsradikalen Gedankengutes``
Hirn Einschalten!!!
Nationalstolz? warum denn nicht!
wir haben doch genug worauf wir stolz sein können. viele Dichter und Denker hat unser land doch erst groß gemacht. jeder ausländiche mensch der sich entscheidet trotz solcher nachrichten über rechtsextreme übergriffe nach deutschland zu kommen um hier zu leben macht unser land groß und wir können stolz drauf sein das wenigstens an sollchen tagen wie bei der em oder wm alle deutschen nebeneinander stehen und sich gemeinsam über eine sache freuen egal ob der naben mir schwarz, gelb, rot oder kunterbund ist gemeinsam für die richtige sache zu sein ist doch das ausschlaggebende.
in einem perfekten deutschland hat jeder seinen platz jede glaubens und meinungsrichtung. das schlimme ist nur das auf seiten wie youtube ond co. nicht die feiern wo viele meschen zusammenkommen die meisten klicks erhalten sonntern die clips die zeigen wie menschen egal welcher hautfarbe auf andere losgehn die klicks bekommen und das richtig schlimme ist das die natzional videos allen vorraus sind.
Dmitri
22. Juni 2010 - 10:26
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Wenn man nach dem Begriff
Wenn man nach dem Begriff "Innerer Reichsparteitag" googelt, erscheinen 117.000 Meldungen. Da wird von berliner Mutterwitz, Freude über das Scheitern der Nazis usw. berichtet.
Die Aufregung über eine derartige Aussage offenbart den meiner Meinung nach inzwischen totalitären Charakter unserer Republik. In der Regel ist das aber nur lächerlich und ich hoffe, daß Frau Hohenstein keine berufliche Konsequenzen zu befürchten hat.
Moderator_JW
22. Juni 2010 - 11:12
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Hallo, wir möchten die
Hallo, wir möchten die Nutzer noch einmal darum bitten, beim eigentlichen Thema der Frage zu bleiben. Off-Topic-Beiträge werden wir in Zukunft löschen. Moderator_JW
Anbieter84
26. Juni 2010 - 20:55
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Patriotismus JA Randale
Patriotismus JA Randale Beleidigungen Schlägreien Nein.
Es ist recht komisch bei mir auf dem Balkon hab ich einen Union Jack gehisst nur um zu erfahren wie wohl die Reaktionen sind.. O-Ton: Man sollte dich steinigen.. Verräter .. was noch das mildeste war. Ich finde schon das der Rassismus grad bei der WM hier unglaubliche Züge annimmt ich selber hör das von Italienischen Freunden die bepöbelt und bespuckt werden die allerdings schon Jahrzehnte lang hier leben. Hier werden Freibriefe verteilt weil die Deutschen sonst keinen Nationalstolz haben (dürfen?). Übrigens zur Freude der restlichen Über Stolzen Deutschen hängt nun auch noch ne Niederlande Fahne .
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