Wurzel des Übels - Ursache der Gesinnung?

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Hallo,

ich frage mich immer wieder, wo diese Leute diese Gesinnung erworben haben. In meinen Augen hat das alles mit Arbeitslosigkeit oder sozialen Notlagen wenig zu tun. Es ist eine Grundhaltung anderen Menschen gegenüber, eine Weltsicht, die man von Kindesbeinen im Elternhaus erwirbt.
Ausschlaggebend ist in meinen Augen die extrem unterschiedliche Entwicklung der beiden deutschen Nachkriegsstaaten.
Im Westen (von 45 bis in die 60er Jahren) wurden die NS-Greuel weitestgehend verharmlost, relativiert oder verschwiegen, ehemalige NS-Funktionäre kamen wieder in Amt und Würden.
Im Osten haben Reparationsforderungen, Demontage und stalinistischer Terror das braune Gedankengut sehr gefördert, als Antihaltung gegen alles Linke und "Rote".
Das erklärt auch in der Nachwendezeit im Osten eine zum grossen Teil nazifreundliche Jugend, die mit vielen aus der älteren Generation den jahrzehntelangen aufgestauten Nationalismus auslebte.

so, das ist meine Meinung.

MfG

Mohawk

Kommentare

Es gibt mehrere Gründe, warum in den neuen (östlichen) Bundesländern der Rechtsextremismus höher ist als im westlichen Teil Deutschlands:

- als die Mauer fiel entstand eine soziale Unsicherheit.

- ausgerechnet dann als die soziale Unsicherheit kam, hatte Deutschland viele Asylbewerber. Um die 200 bis 300 pro Jahr, wenn ich mich nicht irre.

Wer in den 19er Jahren zur Schule ging, wusste genau was es hieß sein "Volk vor den Feinden zu verteidigen."

Ich sehe dagegen durchaus soziale Faktoren hinter den Gründen. Es sind zwar nicht nur die, doch sind auch heute noch die sozialen Verhältnisse in Ostdeutschland einen kleinen Tick anders als in Westdeutschland. Doch im Vergleich zu den 19er Jahren, hat der Rechtsextremismus stark abgenommen.

Ich wüsste jetzt nicht, dass die Gräultaten des Nationalsozialismus von 1945 bis 1960 verharmlost wurden. Doch wenn dies so war, wäre dies sogar eher ein Faktor, der dafür sprechen würde, dass im Westen der Rechtsextremismus-Anteil höher liegt. Denn "Verharmlosen" ist ja eigentlich das, was die NPD macht, sie verharmlost die Zeit: Während andere von ca. 6 Mio. Holocaustopfern sprechen, sind es bei Udo Voigt nur 3, 4 Juden. Ich denke nicht, dass dies ein Faktor ist.

Zu dem stalinistischen Terror: Ich glaub ehrlich gesagt auch nicht, dass das der Grund ist. Schließlich hat die BRD sich auch sehr vor der DDR gefürchtet (wie heute Südkorea vor Nordkorea) und es war schon die Rede vor einem 3. WK als die USA und die UdSSR ihren militärischen Provokationen gegenseitig provozierten (Kalter Krieg).
Wenn ich ein Bürger der DDR gewesen wäre, hätte ich mir wahrscheinlich nicht gedacht, Nazi zu werden, nur weil mich die SED terrorisiert hätte. Denn der Nationalsozialismus ist ja nicht die einzige Gegenoption zum Kommunismus, der Kapitalismus und die Demokratie sind ja auch eine; und ich hätte an dieser Stelle die Demokratie genommen, denn es waren die Kapitalisten, die den Zerfall der UdSSR gemacht haben, es war aber Hitler, der mit seinem Antikommunismus propagierte, aber ausgerechnet ihn durch den Angriff auf die Sowjetunion gestärkt hat. Hätte es Hitler nicht gegeben und hätte er die UdSSR nicht angegriffen, hätte die KPdSU wahrscheinlich nie eine Atomwaffe zugeschrieben bekommen.
Des Weiteren muss man überhaupt verinnerlichen, was es überhaupt heißt Nazi zu werden. Denn es muss schon was ganz ganz ganz und ganz dolles passiert sein, um sich aufeinmal so einer schwachsinnigen, unlogischen und meiner Meinung nach dummen Ideologie anzuschließen.
Ich denke nicht, dass die langjährige SED-Herrschaft der Grund dafür war.

So, ich bin auch mal wieder hier und habe mich das ebenfalls gefragt. Dabei bin ich zu folgenden Erkenntnissen gekommen:

Es ist eine Religion !!!
Das was wir hier sehen ist die fundamentalistische radikale Seite dieser Religion die natürlich auch ein eigenes Weltbild mitbringt. Die Wahrheit dieser Leute unterscheidet sich fundamental von unserer und sämtliche Argumente laufen komplett ins Leere. Ein Fehler der nur allzuhäufig gemacht wird ist zu glauben das dem mit Druck von aussen beizukommen ist. Das Gegenteil ist der Fall, dieser Druck der auf Nazis ausgeübt wird hat zur Folge das die Mitglieder in ihren Weltbild bestärkt werden. Zusätzlich bringen die jüngeren Welpolitischen Ereignisse eine ganze Menge gute Argumente mit sich warum man sich gegen das System wehren muss.

Mir ist da allerdings was aufgefallen, irgendwie steht hier eine Ideologie gegen die andere wobei jeder aus seiner Sicht natürlich recht hat. Sind wir wirklich nicht weiter ? Da wird vom Staat verlangt das er gegen Nazis vorgeht und sie verhaftet einfach nur weil sie da sind. Da wird auf den Club88 geschaut und verlangt das Frank und Christiane weggesperrt werden auch wenn grad nichts gegen beide vorliegt. Da frag ich doch mal wem der rasende Roland ein Begriff ist ? Ja, genau, der Freisler ist gemeint, da wurde das Recht nicht nur gebeugt, der hat es geradezu verknotet. Wollen wir diese Vorgehensweise in unserem Land wirklich ? Ich halte das für eine ganz üble Entgleisung.

Ich glaube diesem Problem ist so nicht wirklich beizukommen. Andererseits hat sich ein Bekannter von mir beschwert das die Rocker dem Club den Nachwuchs wegschnappen. HA ! es geht also doch !

Edmund Stoiber hat mal gesagt das er den braunen Sumpf trockenlegen und die NPD verbieten will. Wie er den braunen Sumpf auszutrocknen gedenkt ist mir aber irgendwie entgangen, eventuell mal mit einer klaren Linie in der Politik ?

Ich werd mich noch etwas weiter informieren müssen, eventuell hat ja mal jemand was bahnbrechend Neues dazu zu sagen. Ideologische Grabenkämpfe bringen uns aber nicht weiter, dazu ist der Gegner mittlerweile zu gut vorbereitet.

Die Ursachen sind sicherlich verschiedener Natur. Es wird nicht die eine oder die andere Ursache geben, die da aussschlaggebend ist.
In der DDR wurden nationalistische oder rechtsradikale Tendenzen selbst von der Stasi lange verleugnet. Insofern konnte da auch einiges im Untergrund gären.

Was ich aber mal interessant fand, war, dass für viele Jugendliche die Großelterngeneration einen sehr wichtigen Einfluß hatte. Das wurde in einem Interview zu einem Film mal dargestellt. Viele Jugendliche, besonders wenn sie aus einem eher nicht ganz so harmonischen Elternhaus kamen aus ärmeren, ländlichen Regionen, haben ein besonderes Vertrauensverhältnis zu ihren Großeltern. Und wenn die sagen, dass es damals nicht so schlimm war, dann glaubten sie das eher, als wenn im Geschichtsunterricht der Holocaust durchgenommen worden ist. Selbst mein Opa war noch der Meinung gewesen, jede Generation müsste doch mal einen Krieg mitmachen, war schon nicht so schlimm damals und die Juden seien ja selbst schuld und hatten mal eine Lektion verdient gehabt und man bräuchte doch mal wieder ne starke Hand. Pech für ihn, dass ich mich näher mit dem Thema mal befasst hatte und ich ihm kontra gegeben habe, was ihm ein wenig mißfiel. Aber da war ich auch eine Ausnahme. Wobei ich auch Mitschüler kannte, die hatten sehr großen Einfluß aus dem rechtsradikalen Milieu und hatten da auch ein etwas anderes Geschichtsbild bzw. sie deuteten Ereignisse komplett anders als es allgemein bekannt war.

Und da werden dann u.a. auch Vorurteile transportiert. Da kommt dann auch eines zum anderen. Da werden dann auch (unbewusst?) Parallelen gezogen. Man bekommt das Gefühl, dass man verarscht wird, und sieht andere, denen es gut geht, dann sind da noch lauter unbekannte Menschen, die wirken als bekämen sie alles und man selber nichts. Nichts weiß man genau aber das latente Gefühl, hinten weg zu fallen ist vorhanden. Und irgendwie ist man wütend darüber. Wenn dann eine Vertrauensperson zu Dir sagt, damals war das alles besser und es gab keine bösen Ausländer und alles war ok, dann glaubst Du das, wenn Du keine Alternativen hast oder kennst. Weil, die Person hat Dir nie was schlechtes getan und Du kannst ihr vertrauen.

Ich glaube, da ist durchaus was wahres dran. Zumindestens ein Faktor (unter vielen größeren und kleineren), der durchaus ins Gewicht fällt.

Mit freundlichen Grüßen
Olli

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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru

wolfgang Link
Die NPD, Antisemitisch, Antidemokratisch, menschenverachtend und gewalttätig, sollte sofort verboten werden. Es kann nicht sein, dass, solange sie noch wählbar ist, auch noch vom Staat durch Steuergelder am "Leben" gehalten wird. Eine äußerst Verfassungsfeindliche Organisation, vom Staat noch durch "Wählbarkeit" finanziert? Pervers. Hier wird eine verfassungsfeindliche Partei, die diese Verfassung und Staat bekämpft, durch den Verfassungsschutz geschützt! Perverser geht es nimmer. Als einigermaßen intelligenter Mensch fragt man sich, wie es,( nach unserer unheilvollen Geschichte) möglich ist, wenn eine mordende Faschistische Bande, wie die NSU, jahrelang ungehindert durch unsere Lande zieht, unter der (linken)Augen des sogenannten Verfassungsschutzes. Wozu braucht man einen Verfassungsschutz und V-Leute, wenn er die Verfassung nicht schützt, sondern deren Bekämpfer. Eine Vereinigung, wie die NSU, die vor kaltblütigem Mord nicht zurück schreckt, unter den Augen des Verfassungsschutzes & BKA, die diesen Verbreche(r)n tatenlos zuschauen, als Demokrat ein fürchterlicher Gedanke. Es braucht hier einen sehr starken Widerstand. Ich befürchte, dass (einige?)eingeschleuste V-Leute und “Mitarbeiter“ im BKA genauso „ticken“ wie die Rechtsradikalen. Hier muss man Einhalt gebieten.
Der bekannte österreichische Kabarettist Werner Schneyder prägte einmal den Satz: “Es ist interessant die Verfassung eines Staates zu sehen, nicht die er hat, sondern in der, in der er sich befindet.“ – zutreffend.
Dass das BKA ausgerechnet Daten von Rechtsterroristen verschwinden lässt, ist Skandalös, oder?, es ist von „Staatswegen“ gewollt. Was für Leute und Verantwortliche sitzen denn im BKA oder im Verfassungsschutz?
Man darf ja nie außer Acht lassen, unsere Demokratische Staatsform und Freiheitliche Verfassung wurde uns nach der Befreiung vom Terrorregime von den Alliierten diktiert. Da wir ja leider nicht in der Lage waren, uns selbst vom Regime zu befreien. Deutschland ist nicht Frankreich, Großbritannien, schon gar nicht die USA.
Unsere Freiheit wurde eben nicht „erkämpft“, errungen oder erlernt, wir haben Sie bekommen. Der Umgang mit der Demokratie will täglich aufs Neue erarbeitet werden. Nach unserer leidvollen Geschichte sollten wir nicht nur toleranter, sondern auch offener werden. Aber, - auch die Demokratie hat eben ihre Grenzen, nämlich menschenverachtende und gewalttätige Organisationen und Verbrechertum, muss Einhalt geboten werden. Hier ist eben der Verfassungsschutz gefragt, denn er hat die Aufgabe, die Freiheitliche Grundordnung zu verteidigen, im Übrigen, schwören alle Minister und Kanzler den Eid unter anderem mit folgendem Zusatz in Artikel Art. 54 - 61: "Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“
Aber, wie so alles im Leben, sehr dehnbar. Eben Auslegungssache. Wer Minderheit ist, was schützenswert ist, wird eben nicht durch Humanität bestimmt, sondern durch harte Tagespolitik.
Wir haben anscheinend, mit Ausnahmen natürlich, immer noch das alte Denken, ein Staat benötige, um die Probleme zu lösen, einen starken Führer.
Ja, man muss wieder auf der „Hut“ sein.

Ghostrider

Sicherlich findet man die Ursachen des Übels auch in den Kinderstuben, aber nicht nur !

Hatte vor ein paar Tagen ein interessantes Gespräch mit einem Jugendlichen über Rechtsextremismus in Deutschland.

Dieser junge Mann meinte, dass die NPD eigentlich gar nicht so schlimm sei, wie viele Bürger denken, denn wenn dem so wäre, hätten unsere Politiker die NPD schon längst verboten. Und wenn man zur Wahl geht, steht diese Partei auf dem Stimmzettel und man kann sie ganz legal wählen !

Sicherlich sind solche Worte erschreckend, spiegeln aber die Realität, wie manche junge Menschen mit Rechtsextremismus umgehen.

Auf der einen Seite haben wir eine gesetzliche Regelung, die NS-Propaganda in Wort und Schrift und dessen Verbreitung in der Öffentlichkeit durch den §86, §86a, §129 und §130 verbietet. Auf der anderen Seite haben wir eine rechtsextreme Partei, die permanent gegen diese gesetzliche Regelungen vertößt und........nichts passiert !

Der letzte Versuch, die NPD zu verbieten ist ja kläglich gescheitert.

Selbst nach der Mordserie der NSU, wo es auch Verbindungen zur NPD gibt/gab, tut sich unsere Bundesregierung mit einem Verbot sehr schwer. Die Politik will zwar einen erneuten Anlauf starten. Na ja, abwarten und Tee trinken.

Wenn unsere Regierung immer noch davon ausgeht, dass es sich bei der NPD um eine gesetzeskonforme demokratische Partei handelt, nur weil sie vom Verfassungsschutz durchsetzt ist, übersieht sie dabei das Internet und andere Gefahren für die Demokratie.

Wutbürger und soziale Brennpunkte in unserer Gesellschaft sollten von der Bundesregierung ernst genommen werden.

Für konstruktive Kritik gibt es genug Anlässe.

Mehr soziale Gerechtigkeit, eine bessere Schulpolitik und bessere Ausbildungsmöglichkeiten für Nachwuchskräfte, wäre ein Anfang.

Wohlstand für die arbeitende Bevölkerung sichert die Kaufkraft und somit die wirtschaftliche Tragfähigkeit eines Landes.

Rezessionen und inflationäre Strukturen fördern soziale Unruhen und paradoxer Weise leider auch den Rechtsextremismus.

Für mich völlig unverständlich, denn gerade der Nationalsozialismus von 1933-1945 bescherte der deutschen Bevölkerung damals Armut, Elend, Krieg und Zerstörung.

Genau das aber wollen die Menschen in einer rezessiven Phase nicht.

Also warum dem Rechtsextremismus Gehör schenken ?

Rechtsextremismus hat nichts mit Patriotismus und Nationalstolz zu tun.
Deutschland ist ein großartiges Land voller Kultur und Sehenswürdigkeiten. In Deutschland wurden grandiose Erfinder, Denker, Dichter, Philosophen und Musiker geboren. Und das vor dem Nationalsozialismus.

Also warum ausgerechnet den Rechtsextremisten und andere Reichsdeppen nachlaufen, die unser schönes Land ins Elend stürzen würden ?

Mit Hass und Gewalt kann man nicht beeindrucken und erst recht nicht die Welt positiv verändern. Mit der Zeit wird das langweilig und vom Ärger, den man zwangsläufig irgendwann mit den Behörden bekommt, ganz abgesehen.

Und Knast ist erst richtig langweilig. Den Job kann man knicken oder erst gar keinen bekommen. Denn wer stellt schon jemand ein, der vorbetraft ist.

Nein Danke ! Rechtsextremismus ist nicht mein Ding, wofür auch !

Ghostrider

Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz !

Meines Erachtens sind folgende Gründe ausschlaggebend für die Verbreitung von NS-Gedankengut:
1. schlechte Bildung führt zu mangelhafter Aufklärung - idealer Nährboden für Leute, die ihre eigene Version der Wahrheit vermitteln wollen. Ein allgemein schlechter Bildungsgrad gibt es in den neuen Bundesländern eher, da die gut Ausgebildeten schon direkt nach der Wende weggezogen sind.
2. soziale Probleme halte ich auch für wichtig, da sie Rassisten und Faschisten, besonders in Verbindung mit Punkt 1, einen Nährboden für ihre simplen Parolen verschaffen.
3. bereits bestehende Ressentiments gegen Minderheiten, die nie in einem Diskurs mit der Wahrheit konfrontiert wurden, verschaffen dem NS als Idee eine scheinheilige Glaubwürdigkeit und eine scheinbare Legitimation ("das-wird-man-doch-wohl-noch-sagen-dürfen"-Mentalität). In der alten BRD konnte dieser Diskurs eben nur bis 1968 quasi vollständig unterbunden werden, in der DDR fand der bis 1990 nie wirklich statt, sodass der Rassismus und Faschismus in den Köpfen praktisch 1:1 an die Folgegenerationen weitergegeben wurde, während dies in der BRD nur bedingt möglich war.

PS: Natürlich hat man auch in der alten BRD jene paar "12 dunkle Jahre" gerne unter den Tisch gekehrt und eine Aufklärung bewusst (fast) vollständig verhindert, bis 1968 die Jugend rebellierte. Und das Etablissement hielt sich auch weiter - in den 70ern war ein Nazi-Todesrichter in BW Ministerpräsident [...]

Teile Ihres Kommentars mussten wegen fehlender Nachweise gelöscht werden. Die Moderation

Rechtsextremismus und Faschismus enthalten nichts originäres und originelles. Eigentlich haben wir es hier mit einer "geguttenbergten" Ideologie zu tun.
Rassismus, Herrenmenschenwahn, Sozialdarwinismus, Antisemitismus, vernichtungswütiger Kommunisten- und Sozialdemokratenhass, Nationalismus, Militarismus etc. gab es auch schon vor den Nazis.
Weltanschauliche Versatzstücke einer rechtsextremen Gesinnung "wabern" insoweit in der Mitte der Gesellschaft, bevor sie von Rechtsextremen aufgegriffen und radikalisiert werden. Ideologisch ist Rechtsextremismus daher lediglich radikalisierter Konservatismus. Besonders empfänglich für solche Erklärungsmuster scheinen dabei vor allem solche Bevölkerungsgruppen zu sein, die sich in einem sozialen Abstiegsprozess befinden und nach Erklärungen für ihre Lage streben und natürlich auch nach "Lösungen".

Das dauerbesoffene und vor den Plattenbauten herumlungernde, AloII alimentierte ostdeutsche Jugendprekariat ist da halt der ideale Nährboden.

Nachtrag zu meinem letzten Post:
Meine in dem nun gelöschten Teil getroffene Behauptung, es sei in den 80er Jahren der Sohn eines NS-Außenministers Bundespräsident gewesen, revidiere ich. Ernst von Weizsäcker, der Vater von Richard von Weizsäcker, war hoher Beamter im Reichsaußenministerium und verurteilter Kriegsverbrecher. Obwohl er sich an der Deportation französischer Juden beteiligt hatte, beschönigt der Altbundespräsident die Rolle seines Vaters im Dritten Reich als die eines selbstlosen Friedensstifters ("Aber worum es meinem Vater ging, das war Friedenspolitik hinter dem Rücken Ribbentrops und Hitlers und persönliche Hilfe für Verfolgte, wo möglich." http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/2.1789/... )

Ich finde Gewalt prinzipiell abstoßend und verurteilendswert, ob nun ein Mann eine Frau schlägt, oder eine Frau ein Kind usw. usf.
Allerdings äussert sich Gewalt nicht nur in Form von körperlischer Gewalt sondern kann auch psyschich ausgeübt werden.

Dazu mal ein Beispiel.
Kennt Ihr den Autor und Journalisten Ulfkotte??
Geht mal in den Club Bertelsmann, dort sind alle Bände verfügbar.
Wie findet Ihr diese Bücher ?

Ghostrider

@ifwt

"Natürlich hat man auch in der alten BRD jene paar "12 dunkle Jahre" gerne unter den Tisch gekehrt und seine Aufklärung bewusst(fast) vollständig verhindert bis 1968 die Jugend rebellierte."

(...)

Deutschland hat seit 1945 eine tiefe Wunde, die nicht heilen will ! Nämlich die eigene Vergangenheitsbewältigung !

Wie war es möglich, dass Altnazis nach 1945 ungeschoren davon kamen ?

Schlimmer noch: Das sogar manche ihre dunkelbraunen Flecken derart gut auswaschen konnten, dass heutige Waschmittelhersteller sogar vor Neid erblassen würden !

Mehr dazu hier:

http://www.sueddeutsche.de/politik/jahre-brd-...

http://www.stern.de/politik/geschichte/50-jah...

Hier ist das, was die Süddetsche.de als die Liste des Grauens bezeichnet:

http://www.sueddeutsche.de/politik/nazi-verbr...

Statt diese Wunde zu säubern und mit Antibiotikum zu behandeln, wird sie vielleicht aus Scham verdeckt, geleugnet und seit fast 68 Jahren totgeschwiegen.

Nach so vielen Jahren haben sich in Folge dieser Vernachlässigungen mittlerweile gefährliche Keime entwickelt die man zwar nicht haben möchte, sich aber in der Bekämpfung bewusst oder unbewusst überfordert darstellt.

Wie sonst kann man sich die vielen Pannen erklären, die es überhaupt möglich machten, dass das Mördertrio NSU unbehelligt seit Mitte der 90er Jahre ungehindert ihre terroristische Anschläge verüben konnte !

Wie sonst kann man sich erklären, dass die Politik es sich schwer tut, die NPD zu verbieten !

Nur weil die NPD vom Verfassungsschutz durchsetzt ist ?

Auch die Strategie Gras über die Sache wachsen zu lassen, hat sich als ein Flop erwiesen !

Wie auch ! Auf tiefbraunen Schlamm wächst kein Gras, bestenfalls Unkraut !

Vergangenhei bewältigen heißt das Übel an der Wurzel zu packen und zwar ohne wenn und aber !

Politisch und gesetzlich sind viele Möglichkeiten geboten. Diese warten doch nur auf die konsequente Anwendung !

Beste Grüße

Ghostrider

Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz !

Es gibt sehr viele Ursachen diese Gesinnung.Zu einem arbeitslosigkeit,perspektivlosigkeit,erziehung u.das soziale umfeld.Ich weiss das ich war selber jahre lang in der Rechten Szene aktiv war in der NPD,bei Sturm18 ,FNM (freie Nationalisten Mittelhessen) mitglied.Bin aber odin sei dank draußen.Ich bin damals in die Szene gekommen weil ich nach der Schule keine Lehrstelle gekriegt habe u.auch6 monate später nichts u.wie dem auch weiss genau wie das angefangen hat.Ich bin von einem termin bei der Arge wieder gekommen u.durch die stadt gelaufen u.da war ein NPD-Stand mit dem Slogan "arbeit für deutsche" bin hingegangen hab mich informiert u.bin eingetreten weil der Typ sagte wenn du bei uns bist kriegst du arbeit u.wenn wir ander macht sind wird es besser werden u.diesen mist habe ich geglaubt u.dann ging es schlag auf bin zu Partei treffen gegangen hab dann leute aus diversen kameradschaften kennengelernt u.wurde immer brauner.Bis ich meine negativen erfahrungen gemacht habe mit Polizei,V-schutz usw.u.alte freunde sich von mir abgewandt hatten u.eine Beziehung deswegen zerbrochen ist.Hab ich mir gesagt bis hierher u.nicht weiter dann bin aus allem Rechten ausgetreten u.ich hätte es vielleicht nicht geschafft wenn meine Freunde aus Burschenschaft gewesen wären,weil ich hatte schon angst gehabt das die Ex-Kameraden mich zusammenkloppen würden u.schlimmeres habe ja auch drohungen per e-mail erhalten mit Inhalten wie "Wir kriegen dich du Judenfreund"o."Vaterlandsverräter" usw.Und mittlerweile hab ich keine angst mehr u.aber was ich bis heute bereue u.ich kann es nicht mehr gutmachen ist das ich viele junge Leute in die Szene gebracht habe.Aber ich versuche mein jetziges Leben im Namen des Asatru (germanische Mythologie)zu leben (was nichts mit Nazis zutun hat).

@ Ghostrider

Genau richtig. Habe gestern erst einen Bericht im Fernsehen gesehen, wonach das deutsche Außenministerium die Verbrecher in der Altnazi-Siedlung"Colonia Dignidad" vor Strafe schützen - bis zum heutigen Tage. Fakt ist: der NS wurde kaum konsequent aufgearbeitet; selbst eine politische Diskussion zu diesem Thema war in sogenannten "Rechtsstaaten" lange Zeit tabu und ist es heute teils immer noch.

Ursache der Gesinnung!

Die Verbrechen, welche in der Zeit des "Dritten Reiches" begangen wur-
den halte auch ich als sogennanter
"Rechter" für absolut inakzeptabel,
damals ist Politik in Kriminalität
übergegangen, das war eine Entartung des Deutschtums! Leider gibt es auch heute noch viele Leute in der rechten Szene, welche sich mit diesen Dingen identi- fizieren, aber es gibt eben auch viele, die sie verurteilen! Und
das sollte hier auch mal gesagt werden! Politik darf niemals in
Verbrechen übergehen, aber ansons-
ten, handelt es sich auch bei rech-
tsgerichteten Personen um Menschen
mit einer legitimen politischen
Meinung! Patriotismus ist in allen
anderen Ländern eine absolute Selb-
stverständlichkeit, nur bei den
Deutschen wird so getan als wäre
es etwas Bösartiges! Uns geht es
nicht um einen bösartigen Rassis-
mus, sondern lediglich um den Er-
halt unseres eigenen Volkes! Uns
ist es eben nicht egal wer oder
was wir sind, denn wir wollen Deut-
sche sein, und nichts anderes, das
ist unsere Identität, welche wir
verteidigen wollen!Deutsch ist ei-
ne Ethnie, und nicht nur irgendei-
ne Staatsbürgerschaft, und wir be-
trachten es keineswegs als eine
Selbstverständlichkeit, wenn fremde
Völker in unser Land einfallen,
ihre eigenen Fahnen hissen, und
versuchen hier mit Hilfe der Linken
die Macht an sich zu reissen!Denn
Deutschland ist das Land des Deut-
schen Volkes! Wenn man mitten in
Deutschland zig Millionen Türken
und andere Ausländer ansiedelt,
dann betrachten wir das als Erob-
erung und einen massiven Angriff
auf unsere eigene Identität!

"und wir be-
trachten es keineswegs als eine
Selbstverständlichkeit, wenn fremde
Völker in unser Land einfallen,
ihre eigenen Fahnen hissen, und
versuchen hier mit Hilfe der Linken
die Macht an sich zu reissen!"
Klingt für meine Begriffe sehr nach Paranoia. Ausländer-Geheimorganisationen, die gezielt infiltrieren und die Machtübernahme planen? Ich achte ja Ihre Distanzierung vom Nationalsozialismus und möchte Sie auch nicht in eine Ecke mit braunen Schwachköpfen stellen, aber ich rate Ihnen, doch mal ein bisschen mehr zu reflektieren.

Hallo Rolf,

ich hätte da ein paar Fragen an Sie.

Wenn Sie die Verbrechen des Nationalsozialismus tatsächlich verurteilen – wieso benutzen Sie dann nationalsozialistisches Vokabular („Entartung des Deutschtums“)?

Wenn Patriotismus (also Vaterlandsliebe) eine angeblich so harmlose Sache ist – was sind ihrer Meinung nach dann die Ursachen für bösartigen Rassismus?

Sind wir nicht zunächst einmal Menschen, bevor „wir“ Deutsche (Italiener/innen, Türk/innen etc.) sind? Und ist unser Mensch-Sein nicht vielleicht fundamentaler und wesentlicher für unsere Identität als „unser“ Deutsch-Sein?

Ist nicht die hetzende Kriegsrhetorik, die Sie hier auffahren („Erhalt“ / „verteidigen“ vs. „fremde Völker“ / „einfallen“ / „an sich reissen“ / „Eroberung“ / „massiver Angriff“) geeignet und dazu gedacht, einen Keil zwischen Menschen zu treiben - und zig Millionen Menschen mit deutscher Staatsangehörigkeit als „bedrohliche Fremde“ zu diffamieren?

Was glauben Sie, was Sie mit solcher Diktion erreichen werden? Ein friedliches Miteinander?

Sind also die „zig Millionen Türken und andere Ausländer“, die „in Deutschland (…) angesiedelt“ worden sind (Von wem genau eigentlich? Und mit welchem Ziel? Handelt es sich etwa in ihren Augen um eine Verschwörung gegen das „Deutschtum“???) ihrer Ansicht nach Staatsbürgerinnen und Staatsbürger 2. Klasse? Oder gehören diese Millionen Deutschen in ihren Augen allesamt so schnell wie möglich ausgewiesen? Wie verträgt sich eigentlich eine solche „legitime politische Meinung“ mit dem Grundgesetz?

Und was genau unterscheidet ihren Kommentar von Neonaziparolen wie z. B. „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus“?

Die Frage "Ursache der Gesinnung?"
könnte mensch/frau/man auch anders
formulieren: Was fasziniert so manche Zeitgenosen am radikalen Nationalismus?
Vermutlich lässt sich dies haupt-
sächlich mit psychologischen Gedan-
kengängen erklären. Meine folgenden
Bemerkungen hierzu in dieser Ant-wort sind nicht neu, die hatten schon andere in den 20er Jahren des
letzten Jahrhunderts, also bereits
vor 1933. Sie haben aber nach wie vor Gültigkeit.
Bekommt jemand vorgegaukelt,es sei in dieser Welt was ganz beson-deres ein(e) Deutsche(r)zu sein, so wird dies gerne von Leuten ange-
nommen, die im Leben nicht besonders erfolgreich waren (sind). Im zweiten Weltkrieg z.B.
konnten sich deutsche Soldaten gegenüber den Russen überlegen fühlen, auch wenn die, angeblich
einer niedrigeren Kulturstufe stehenden, eine bessere Allgemein-
und Berufsbildung hatten. Auch der
dümmste deutsche Hilfsarbeiter war
also, in der Betrachtungsweise der
Nazis, mehr wert als ein hochqualifizierter, russischer Ingenieur. Auf die heutige Situation übertragen ist z.B. für die Nazis folgende Überlegung richtig: Auch ein sehr dummer Deut-
scher ist wertvoller und kulturell
höherstehend als ein gebildeter,
schwarzer, afrikanischer Akademiker. Solche Gedankengänge machen ja auch den Rassismus aus. Ein Rassist lehnt Angehörige anderer
Rassen ab, völlig egal was das (außer ihrer Hautfarbe) sonst noch für Menschen sind.
Es ist deshalb nicht verwunder-lich, dass solche Ideologien besonders bei Mitbürgern mit niedrigen Bildungsabschlüssen An-
klang finden. Diese können sich dann einbilden, dass sie, im Grunde genommen, doch was ganz besonderes sind, nur weil sie Deutsche sind, egal ob sie beruf-lich, schulisch eher Nieten waren (sind).
In den ostdeutschen Bundesländern kommt noch hinzu, dass sich viele als Verlierer der deutschen Wiedervereinigung glauben. (Teil-
weise stimmt dies ja auch, die Wiedervereinigung war für Ostdeutschland eher ein Anschluss an Westdeutschland)

An "Der Sizilianer": Sie haben mit Ihrer Antwort an Rolf völlig recht, vielen Dank.

Viele Grüße an alle Nazigegner,
Schorschi Schnabbelschnut.

Hallo Sizilianer,

ich heiß zwar nicht Rolf, möchte aber gern ein paar Gedanken zu Deinen Fragen beisteuern.

Ich will schnell zum Wesentlichen kommen. Eine "Entartung des Deutschtums" kann es nur geben, wenn es ein Deutschtum gibt. Als deutscher Dichter u. Denker gilt u. a. Ulrich v. Hutten. Er meinte, wenn Deutschland sich gemäß seiner Wesentlichkeit entfaltet, wird es frei sein. Das deutsche Wesen kann sich aber nur entwickeln, wenn Erziehung, Sprache und Geist aus den Fundamenten der eigenen Kultur bestehen. Dazu bedarf es einer seelisch gleichen Frequenz mit den großen Leistungsträgern der Vorfahren. Demnach haben wir heute ein Deutschtum nicht mehr, weil uns das Selbstbewusstsein dazu aberzogen wurde.

Patriotismus leitet sich aus dem altgrichischen her von patriá (gemeinsame Abstammung), hat also mit Rassismus nichts zu tun. Der tritt immer dort auf, wo man das Unterschiedliche auf engem Raum zusammenzwingen will, weil es auf beiden Seiten zu Unbehagen führt, je weniger die Gruppen auf "einer Wellenlänge" liegen.

Leider ist das Mensch-Sein nicht mehr als eine bloße Zustandsbeschreibung, die keine identitätsstiftenden Momente beinhaltet.

Die "Kriegsrethorik" könnte auch 1 zu 1 aus der Wirtschaft übernommmen sein. Wir wollen heute "neue Märkte erobern", "Marktanteile verteidigen" usw. Einen Keil zwischen die Völker treibt heute zuerst das verzinste Schuldgeldssystem. Ohne dessen Wucherungen würden die Völker harmonisch beieinander stehen, auch ohne Existenz- und Konkurrenzkampf auf Gedeih und Verderb auf engem Raum.

Zum Thema Anwerbeabkommen mit der Türkei schreibt Wikipedia: "Aufgrund des außenpolitischen Drucks der USA, welche nach der geostrategisch motivierten Aufnahme der Türkei in die Nato dieses Land ökonomisch stabilisieren wollte, übernahm das bundesdeutsche Außenministerium, im Gegensatz zum ursprünglich zuständigen Arbeitsministerium die Verhandlungsführung mit der türkischen Republik." Damit begann die Türkeneinwanderung in das nicht souveräne Land Bundesrepublik. Das ist keine Frage einer "Verschwörung", sondern der Geopolitik einstiger Siegermächte.

Schon die Präambel des Grundgesetzes steht im Widerspruch zu dem jetzigen Wertesystem. Wie soll das deutsche Volk dem Frieden der Welt dienen, wenn es sich innenpolitisch immer weiter in Konflikten aufreibt und Drehscheibe für eine Unmenge von militärischen Aktivitäten ist?

Ghostrider

@Rolf S.

Sie sprechen von Patriotismus, dass in allen anderen Ländern als eine Selbstvertändlichkeit gilt, nur bei uns in Deutschland als etwas bösartiges angesehen wird.

Ihnen geht es, wenn ich Sie richtig verstehe um den Erhalt des deutschen Volkes, der Indentität, der Ethnie und nicht mur um eine Staatsbürgerschaft.

Und diese Identität mit dem Deutschtum sehen Sie durch die ausländischen Mitbürgern unseres Landes massiv gefährdet.

Nur, wer sind wir Deutsche eigentlich ?

Um diese Frage zu beantworten, muß man das Rad der Geschichte fast 2000 Jahre zurückdrehen.

Die vielen einstigen Germanenstämme teils aus dem hohen Norden bis etwa im Gebiet des heutigen Deutschlands wurden durch den Einfluß der Römer sesshaft.

http://de.wikipedia.org/wiki/Germanen

http://de.wikipedia.org/wiki/Limes_(Grenzwall)

Der Limes bildete die Grenze des römischen Reiches.

Augusta Treverorum, die erste römische Stadt im Germanenreich. Heute besser bekannt als Trier, die älteste Stadt Deutschlands.

Einige Germanen pflegten Beziehungen(Heirat) zu römischen Frauen und Römer zu Germanenfrauen, wo heutzutage noch altrömische Familiennamen wie Cornelius, Justus, Baldus ect. zumindest im Raum Trier geläufig sind.

Die Volksvermischung endete aber nicht mit den Römern.
Es gab die Zeit der großen Völkerwanderungen. Die Ostgoten, die Westgoten, die Slawen und viel später während des 30 jährigen Krieges die schwedische Besatzung.
Dann die Hugenotten ect.pp.

Die Erfindung der Dampfmaschine im 18. Jahrhundert läutete gleichzeitig das Industriezeitalter ein. Als die ersten Fabriken im heutigen NRW errichtet wurden, kamen die ertsten Wanderarbeiter aus Italien, Polen ect. zu uns. Sie gründeten ihre Familien und blieben. Viele Deutsche in NRW mit polnischem Namen erinnern uns noch an diese Zeit.

Also, das Blut von wievielen Völkern fließt uns Deutsche heutzutage in unseren Adern ? Man könnte es auch Genetik nennen.

Welche Wurzeln hat jeder "Einzelner" von uns ?
Ich glaube, diese Frage kann kaum jemand beantworten. Ein deutscher Name drückt nicht wirklich viel aus.

Natürlich liebe ich Deutschland ! Es hat wunderschöne Landschaften, vom Bodensee bist zur Küste und von der Eifel bis Brandenburg.
Prachtvolle Bauten, Schlösser und Burgen.

Das Land der Denker und Dichter, grandiose Erfinder, große Meister der klassischen Musik und Literatur.
Das alles ist Deutschland !

Gegen Patriotismus habe ich nichts, solange man Deutschland nicht über alles in der Welt sieht !

Was unsere ausländischen Mitbürgern betrifft: Nun sehr viele deutsche Soldaten sind während des 2. Weltkriegs gefallen und nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland 1949 waren die Autragsbücher der Industrie wieder prall gefüllt. Nur gab es nicht genügend Arbeitskräfte für die Produktion.

Folgedessen hat dann die damalige Adenauer-Regierung(CDU) Anwerbeverträge zunächst mit Italien abgeschlossen.

Was man noch nicht wußte, die vollen Auftragsbücher waren nur der Anfang des vielzitierten "Wirtschaftswunders" in Deutschland.

Es folgten Anwerbeverträge mit Spanien, Griechenland und dem damaligen Jugoslawien. Erst Anfang der 60er Jahre wurden Anwerbeverträge mit der Türkei abgeschlossen.

Zu diesem Zeitpunkt hat man die Leute auch dringend benötigt. Ohne diese Menschen hätte es das Wirtschaftwunder in dieser Form nicht gegeben.

http://www.nrw.de/presse/vor-50-jahren-anwerb...

In rezessiven Zeiten möchte man diese Leute am liebsten nach dem Sprichwort, "der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen",abschieben.

Ich dagegen übernehme lieber den Passus aus der Eheschließung: " In guten wie in schlechten Zeiten!"

Die Leute kamen nicht einfach so nach Deutschland, sondern sie wurden von der damaligen Regierung angeworben.

Viele ausländische Mitbürger leben mittlerweile in 2. und bereits 3. Generation in Deutschland, viele sind hier geboren und besitzen die deutsche Staatsbürgerschaft.

Sie zahlen ihre Steuern und zahlen ihre Abgaben für Krankenkasse und Rente. Sie konsumieren, also zahlen Märchensteuer und stärken die Kaufkraft und somit unsere Wirtschaft.

Würden diese Menschen Ihnen den Gefallen tun und morgen in ihre ursprüngliche Heimat abwandern, würde übermorgen die Krankenkassen- und Rentensysteme wie Kartenhäuser zusammenbrechen !

Durch das schreckliche Attentat in Toulouse muß sich die Sarkozy-Regierung vielen Fragen und berechtigte Kritik gefallen lassen.

Der Attentäter war durch seine Vorstrafen den frazösischen Behörden und Geheimdienste bestens bekannt. Auch hatte er ein Einreiseverbot in die USA. Folgedessen hätte man diese grausame Tat verhindern können.

An dieser Stelle gilt mein ganzes Mitgefühl den Opfern dieser Wahnsinnstat !

Was mich z.Zeit Sorgen bereitet ist die Tatsache, dass vermehrt "Deutsche" zum Islam konvertieren um sich in Terrorcamps der Taliban ausbilden zu lassen.

Deshalb aber gleich islamophob werden ? Nein !

Das hat nichts mit dem freundlichen Türken an der Ecke, der schon seit Jahren sein Obst- und Gemüsegeschäft betreibt, der Döner-Imbissbesitzer, die türkische Autowerkstatt oder der türkische Arbeitnehmer in der Fabrik, Spedition ect.pp., zu tun.

Nein, durch unsere ausländischen Mitbürgern wird die deutsche Kultur in unserem Lande nicht zerstört sondern bereichert.

Beste Grüße

Ghostrider

Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz !

Hallo Sterntaler,

danke für Ihren Kommentar.

Thema „Entartung des Deutschtums“

Sie schreiben:
„Eine "Entartung des Deutschtums" kann es nur geben, wenn es ein Deutschtum gibt.“

Völlig richtig. Das beantwortet jedoch nicht die Frage, warum hier von Rolf (und von Ihnen) nationalsozialistische Termini wie „Entartung“ in diese Diskussion eingeführt werden. Vielleicht will dazu mal jemand was sagen?

„Als deutscher Dichter u. Denker gilt u. a. Ulrich v. Hutten. Er meinte, wenn Deutschland sich gemäß seiner Wesentlichkeit entfaltet, wird es frei sein.“

Tja, das mag die Meinung von Ulrich v. Hutten gewesen sein. Aber ob es wirklich so ist? Vielleicht ist Deutschland ja auch frei (oder zumindest freier), wenn die Menschen in diesem Land intensiv an einer zunehmenden Demokratisierung möglichst vieler gesellschaftlicher Lebensbereiche und an einem friedlichen Miteinander arbeiten? Vielleicht kann Deutschland dabei ja ganz gut auf ein nebulöses „deutsches Wesen“ verzichten?

„Das deutsche Wesen kann sich aber nur entwickeln, wenn Erziehung, Sprache und Geist aus den Fundamenten der eigenen Kultur bestehen.“

Und was sind nun diese „Fundamente der eigenen Kultur“? Was zählt dazu und was nicht – und warum? Und wer entscheidet das? Ulrich v. Hutten? Sie? Ich?

„Dazu bedarf es einer seelisch gleichen Frequenz mit den großen Leistungsträgern der Vorfahren.“

Das gleiche Problem: Welches sind die„großen Leistungsträger“? Wer ist es nicht? Wer entscheidet das? Sind diese „Leistungsträger der Vorfahren“ allesamt harmonisch im Einklang miteinander – oder bestehen vielleicht Differenzen, sogar Streitpunkte unter ihnen über das „wahre deutsche Wesen“? Wie entscheiden wir dann, welcher Vorfahr richtig liegt und welcher falsch? Wie stellt man eine „seelisch gleiche Frequenz“ mit den „Vorfahren“ her? Und wozu soll das überhaupt gut sein? Was kann Ulrich v. Hutten uns hilfreiches sagen zu Themen wie Klimawandel, Welternährungsproblem, Wasserknappheit und –verschwendung, Vernichtung der weltweiten Fischbestände und Artenvielfalt, Armut und soziale Gerechtigkeit, schöne neue Überwachungswelt, Risiken der Atomkraft, Neonazis?

„Demnach haben wir heute ein Deutschtum nicht mehr, weil uns das Selbstbewusstsein dazu aberzogen wurde.“

Boff. Wo haben Sie denn das her? Eine logische Herleitung aus Ihrem bisherigen Argumentationsstrang kann ich nicht erkennen. Eher eine unvermittelte und bislang unbelegte Behauptung im Stil eines „Wir Deutschen sind alle Opfer böser Machenschaften“-Lamentos (wie es ähnlich auch schon bei Rolf anklang).

Ich kann ihre Einschätzung zu Deutschtum, zu vermeintlich fehlendem Selbstbewusstsein durch eine angebliche „Aberziehung“ nicht teilen - und halte es lieber mit einem anderen deutschen Dichter und Denker, mit Heinrich Heine:

„Pflanzt die schwarzrotgoldne Fahne auf die Höhe des deutschen Gedankens, macht sie zur Standarte des freien Menschtums, und ich will mein bestes Herzblut für sie hingeben.“

Aber wo wir gerade beim Thema sind und ihre Formulierung recht nebulös durch den Raum wabert, weil zwar das „Opfer“ relativ klar benannt wird, aber weder die „Täterinnen und Täter“ noch ein Tatmotiv erwähnt wurden: Vielleicht haben Sie Lust, Ross und Reiter mal beim Namen zu nennen und mich aufzuklären, wer da ihrer Ansicht nach wann, wie und warum „dem Deutschtum“ an den Kragen wollte und vielleicht auch immer noch will? Vielen Dank.

Der Begriff „Patriotismus“ wird heute allgemein mit „Vaterlandsliebe“ übersetzt – das griechische Wort „patér“ für „Vater“ lässt sich hier unübersehbar wiedererkennen. Und offensichtlich ging es Rolf in seinem Kommentar auch um Patriotismus verstanden als „Vaterlandsliebe“ und nicht um „gemeinsame Abstammung“ – anders würde sein Kommentar auch gar keinen Sinn machen, oder?

Dass Vaterlandsliebe so gar nichts mit Rassismus zu tun haben soll, wie Sie meinen, würde ich stark bezweifeln – auch wenn ich nicht glaube, dass Patriotismus die alleinige Ursache für Rassismus darstellt. Für eine solche Diskussion müssten wir uns allerdings, denke ich, auch um eine Klärung bemühen, was die Begriffe unserer Ansicht nach bedeuten: Was ist Patriotismus? Was ist Rassismus? Denn ich befürchte, wir reden sonst schnell aneinander vorbei …

… denn ich merke beispielsweise, dass ich Ihren Ansatz
Rassismus „tritt immer dort auf, wo man das Unterschiedliche auf engem Raum zusammenzwingen will, weil es auf beiden Seiten zu Unbehagen führt, je weniger die Gruppen auf "einer Wellenlänge" liegen“
so nicht teile.

Zwar kenne ich das von Ihnen beschriebene „gruppenbezogene Unbehagen“. Allerdings kenne ich dieses Gefühl bei mir vor allem, wenn ich meinen Lebensbereich mit Neonazis, Rassist/innen, Sexist/innen, religiösen Fundamentalist/innen aller Coleur oder anderen eher unsympathischen Zeitgenoss/innen teilen soll … was man aber glaube ich nicht sinnvoll als „Rassismus“ bezeichnen kann.

Mit Menschen anderer Hautfarbe, mit anderen kulturellen Gepflogenheiten oder Staatsangehörigkeiten – also den Gruppen von Menschen, gegen die sich Rassismus in der Regel richtet - habe ich diesbezüglich meist keine Probleme und verspüre auch kein pauschales Unbehagen. Es sei denn, es handelt sich dabei zugleich um Neonazis, Rassist/innen … (usw.)

Ich halte Ihren Definitionsvorschlag von „Rassismus“ deshalb für unzureichend.

Mensch-Sein soll nichts mit unserer Identität zu tun haben?? Das verwundert mich. Ist es für Sie nicht von fundamentaler Bedeutung, ein aufrecht gehendes Wesen mit zwei nach vorne ausgerichteten Augen zu sein, mit Händen und Fingern, enorm hoher Lern-, Bildungs- und Kommunikationsfähigkeit - und was nicht sonst noch alles zur conditio humana, zum menschlichen Wesen dazugehört? Ist nicht allein schon die menschliche Fähigkeit, „Ich“ sagen und meinen zu können, ganz zentral für so etwas wie „Identität“?

Sicherlich hat doch z. B. ein Pferd - Vierfüßler ohne Hände und Finger, Augen zur Seite gerichtet etc. – im Vergleich zu uns Menschen eine in vieler Hinsicht fundamental andere Wahrnehmung von sich und der Welt, die das „Pferd-Sein“ ganz grundsätzlich mitbestimmt. Das Mensch-Sein und seine Grundbedingungen ist uns allerdings in der Regel im Alltag so selbstverständlich, dass wir meist gar nicht auf den Gedanken kommen, wie sehr uns diese Selbstverständlichkeit bis ins Mark hinein prägt.

Darüber hinaus knüpfen sich doch an den Status des Mensch-Seins seit der Aufklärung grundlegende Ideen wie z. B. der Gedanke an all(en)gemein(sam)e Menschenrechte, die unantastbare Menschenwürde jedes Einzelnen und vieles andere mehr. Diese politischen Ideen prägen ganz grundlegend jede Demokratie, die diesen Namen verdient hat – und nehmen allein schon deshalb sicherlich erheblichen Einfluss auf unser politisches Mensch-Sein!

Für meine Identität ist es jedenfalls von ganz erheblicher Bedeutung, dass ich mich als ein menschliches Wesen begreifen kann, dass prinzipiell wertvoll ist, dass eine ganz fundamentale Würde hat, das ein Recht darauf hat, von niemandem angegriffen oder verletzt zu werden, das ein Recht hat, seine Meinung frei zu äußern (solange dies niemand anderen in seiner und ihrer fundamentalen Würde verletzt) – und was nicht sonst alles zu den fundamentalen Grund- und Menschenrechten hinzuzählt.

Und um mal ein paar Relationen zurechtzurücken bzgl. des „ewigen, heiligen Vaterlandes“:
Was sind schon bestenfalls 500 Jahre Deutschland gegen 200.000 Jahre homo sapiens?

Die gegen andere Menschen hetzende Kriegsrhetorik von Rolf könnte in der Tat in ähnlicher Weise auch aus einem wirtschaftlichen Zusammenhang stammen – mit dem nicht unwichtigen Unterschied, dass die Rhetorik von Rolf sich gegen andere Menschen richtet und nicht gegen andere Unternehmen oder „Wirtschaftsstandorte“. Dennoch ist sicher richtig: Kapitalismus ist kein lustiger Ringelpietz mit Anfassen, sondern knallharter Wettbewerb und aggressive Konkurrenz bis aufs Blut.

Kapitalismus ist allerdings auch wesentlich mehr als ein „wucherndes Schuldgeldsystem“ – nämlich u.a. das systembedingte ständige Streben nach unbedingter Gewinnmaximierung ohne Rücksicht auf Verluste (wie z. B. Menschenleben, Gesundheit, Natur, die Zukunft des Planeten). Kapitalismus ist nicht nur „die Banken“ und „das Finanzsystem“, sondern jedes Unternehmen und das gesamte Wirtschaftssystem.

Dass die Menschen ohne Kapitalismus quasi automatisch “harmonisch beeinander stehen“ würden, halte ich für eine Illusion. Das haben sie m. W. n. in vorkapitalistischen Zeiten auch nicht getan.

Den von Ihnen zitierten Wikipedia-Artikel zum bundesdeutschen Anwerbeabkommen mit der Türkei von 1961 halte ich für ziemlich einseitig, denn er referiert selektiv eine Perspektive auf das Thema. Der eklatante Mangel an Arbeitskräften in der jungen Bundesrepublik Anfang der 60er Jahre, der ebenfalls ein wichtiges Motiv für das Anwerbeabkommen gewesen sein dürfte, wird in dem Artikel nicht mit einer Silber erwähnt.

Ich bin der Ansicht, die „Welt“ liegt hier richtiger als Wikipedia:

„Manche Historiker meinen zwar, die Türkei habe die Bundesrepublik zum Anwerben gedrängt, um arbeitslose Bauern loszuwerden. Andere sehen die USA als treibende Kraft, um die Türkei stärker in den Westen einzubinden. Fraglos aber konnte Deutschland die Menschen-Lieferungen gut gebrauchen.“
Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/articl...

Dass die USA oder andere Länder damals versuchten, ihre eigenen politischen Interessen ins Spiel zu bringen, halte ich weder für verwerflich noch für ungewöhnlich. Die Bundesrepublik versucht dies beispielsweise im Rahmen der EU auch alle naselang – z. T. auch mit erheblichen Erfolgen. Darüber beschweren sich die Rechten in diesem Land natürlich nie.

Es sei gerade auch ausdrücklich für die politisch rechts bis rechtsaußen stehenden Mitmenschen hier bei NgN mal darauf hingewiesen, dass auch der Arbeitskräftemangel in den 50er und 60er Jahren eine direkte Konsequenz des politischen Experiments ist, dass das deutsche Volk mit dem Nationalsozialismus einging – denn die Millionen Zuwanderer aus der Türkei und anderen Staaten wären für die deutsche Wirtschaft und den Wiederaufbau wahrscheinlich nicht notwendig gewesen, wenn sich nicht Millionen von deutschen Soldaten „für Führer, Volk und Vaterland“ auf den Schlachtfeldern des 2. Weltkriegs hätten verheizen lassen. Wem also die Tatsache nicht passt, dass die junge Bundesrepublik auf Zuwanderung aus anderen Staaten wirtschaftlich angewiesen war, der möge sich dafür bei den Nazis bedanken.

Ansonsten gilt im Hinblick auf die ehemaligen „Gastarbeiter“, die heute in vielen Fällen Deutsche sind, in meinen Augen das Wort eines weiteren Dichters und Denkers:

„Wir riefen Arbeitskräfte - und es kamen Menschen.“

Diese Tatsache gilt es denke ich zu akzeptieren. Und da wir alle Menschen sind, haben wir alle prinzipiell auch die Fähigkeit, uns miteinander zu arrangieren. Punkt.

Wo sich das deutsche Volk „innenpolitisch immer weiter in Konflikten aufreibt“, kann ich nicht erkennen. Der politische Konflikt ist zunächst einmal grundsätzliches Kennzeichen einer jeden Gesellschaft, die sich als pluralistisch und demokratisch versteht – denn nur im Dialog und im Konflikt der Ansichten kann sich die Entscheidung für oder gegen eine zukünftige politische Richtung bilden.

Einigkeit muss innenpolitisch vor allem in der grundsätzlichen Befürwortung von Demokratie und Menschenrechten einerseits sowie in der Ablehnung von Diktatur, Neonazismus und anderen Menschenfeindlichkeiten andererseits bestehen. Ansonsten ist das Fehlen von Konflikten eher ein Kennzeichen von Diktaturen und meines Erachtens daher nicht erstrebenswert.

Ihre Kritik an den rüstungsindustriellen Widersprüchlichkeiten der Bundesrepublik kann ich jedoch teilen. Ich verstehe allerdings nicht, worauf Sie mit diesen Anmerkungen überhaupt hinauswollen??