Durch Aufklärung und Geschichtskunde kann es gelingen rechtsextreme Gedanken bei Menschen zu zerstreuen.
Und Menschen sind es ja schließlich die sich kruden nationalen Gedankenexperimenten aussetzen, ohne oft selbst dabei zu ahnen, welche Auswirkungen dies auf das eigene Leben haben kann.
Heute birgt es für Menschen große Gefahren, rechtsextreme Gedanken nach Außen zu tragen - und dies ist in gewisser Hinsicht auch gut so. Allerdings wäre es mehr als eine Überlegung wert, rechtsextreme Ideen auch zu entzaubern. Und dazu genügen meist schon ein oder zwei Diskussions-Stunden, um Menschen aus der Traumwelt der rechtsextremen Szene auf den Boden der Wirklichkeit zurückzuholen.
In unseren Schulen sollte den wirtschaftlichen und politischen Aspekten kurz nach dem Ende des 1. Weltkrieges ebenso Rechnung getragen werden, wie auch den später folgenden wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen auf die deutsche Zivilgesellschaft, dessen Verwerfungen und Ursachen allesamt dem 1. Weltkrieg zugrunde liegen.
Leider wird es oftmals sträflichst vernachlässigt, diese Geschichtsentscheidenden Umstände näher in den Fokus des Interesses zu rücken.
Womit sich der Kreis wieder schließt, und wir wieder am Anfang unserer Frage stehen:
"Wie zerstreut man bei Menschen rechtsextreme Gedanken?"
Hallo!
Es ist immer leicht gesagt, dass man die Leute einfach mit der Geschichte konfrontiert und Sie damit zum nachdenken anregt.
Aber was ist wenn das alles nichts mehr hilft?
Mein letzter Versuch sah so aus:
Ich habe jemanden den Film "nazi concentration camps" ans Herz gelegt, der sah sich den Film an und reagiert nicht drauf und hält immer noch an seiner Einstellung fest.
Er schickt mir sogar darauf hin eine Karikatur: Heuschrecken fliegen auf einen ausgerollten roten Teppich, den Merkel und Kohl ausrollen.
Was macht man in so einem Fall am besten, ohne ihn zu ignorieren?
corerc8888
Erst einmal finde ich, dass man vermeintlich "rechtsextremes" "Gedankengut" bei den "Nazis" (-.-) gar nicht zerstreuen brauch.Ich geh doch auch nicht zu einem Jungen hin, der einen Antifa-Sticker an seiner Kleidung hat und versuche ihn zu ueberzeugen, dass er eine gewaltbereite, kriminelle Organisation unterstuetzt, die sogar direkt am Anfang auf ihrer Seite, zu Straftaten aufruft.Und wenn ihr wirklich so einem boesen "Nazi" sein "Gedankengut" austreiben wollt, als Gesinnungspolizei, dann redet doch einfach mal vernuenftig mit einem Rechten, der jetzt nicht gerade von der Hauptschule kommt und schnell werdet ihr merken, dass der gar nicht so dumm ist, und dass viele seiner Gedankengaenge evtl. berechtigt sind.
"Heute birgt es für Menschen große Gefahren, rechtsextreme Gedanken nach Außen zu tragen [...]"
Können Sie mir das bitte genauer erklären?
is doch klar, wenn jemand seine Meinung sagt, ist er als Nazi abgestempelt und davor hat jeder Angst.Man sieht doch was Organisationen wie Antifa mit Leuten machen, die ihre alternative politische Meinung kundgeben.
Zu der Formmlierung "Böser Nazi".
Gibt es den auch gute Nazi´s?
"is doch klar, wenn jemand seine Meinung sagt, ist er als Nazi abgestempelt und davor hat jeder Angst."
Ist mir nicht ganz klar. Ich wurde wegen meiner Meinungsäußerungen noch nie als Nazi abgestempelt. Wie muss ich das jetzt verstehen?
Zu JesuDod
Es ist vollkommen in Ordnung, wenn jemand eine konservative Weltanschauung vertritt. Es wird nur dann ei Problem, wenn es nicht mehr denn heutigen Realitäten entspricht. Das vernünftige redenmit einem Rechtsextremen scheitert meistens schon daran, daß diese Leute garnicht in der Lage sind eine Alternative zu dem bestehendem System zu liefern, daß auch machbar wäre ohne das bestimmte Mitglieder unserer bestehenden Bevölkerung ausgegrenzt oder Verallgemeinerungen ausgesetzt werden.
@normaler_User
Sie reißen folgende Worte von mir aus dem Zusammenhang, und möchten hierzu eine genauere Erklärung.
"Heute birgt es für Menschen große Gefahren, rechtsextreme Gedanken nach Außen zu tragen [...]"
User "normaler_User", ich könnte Ihnen erklären, dass es nicht die feine englische Art ist, Schlüssel bildende Sätze aus dem Gesamtzusammenhang zu reißen, und diesen somit eine völlig andere, oder zumindest zweideutige Bedeutung zukommen zu lassen.
Da ich aber so freundlich bin Ihnen einen derart plumpen Versuch nicht zu unterstellen, erhalten Sie auch eine direkte Antwort auf Ihre Frage.
"Früher, zur Zeit der Nationalsozialisten, hat es keine Gefahren gegeben, Rassismus, Faschismus, und Nationalismus frei auszuleben bzw. nach Außen zu tragen. Dunkle Zeiten für Demokraten und Menschen die in Moral und Anstand grundlegende Tugenden der Gesellschaft sahen.
Wir leben nun seit über 60 Jahren in Frieden, Freiheit, und Demokratie. Kein vernünftiger Bundesbürger würde auch nur eine dieser Errungenschaften über Bord werfen wollen für nationalistische, faschistische, rassistische Ideen."
Mfg
Condor
@Condor
Danke für Ihre Antwort.
Nun, auch wenn ich Ihren Satz in der Gesamtheit nehme, könnte er eindeutig zweideutig sein. ;-)
"Heute birgt es für Menschen große Gefahren, rechtsextreme Gedanken nach Außen zu tragen - und dies ist in gewisser Hinsicht auch gut so."
Warum haben Sie Ihre Antwort in Anführungszeichen geschrieben? Handelt es sich um ein Zitat?
Ja, es handelt sich um (m)ein Zitat. ;-)
Weshalb ich Antworten oft in Anführungszeichen setze?
Antwort: "Das ist meiner eigenwilligen Schreibkultur geschuldet."
Das sollten Sie aber nicht weiter beachten - außer ich setze nur einzelne Wörter in Anführungszeichen.
Zweideutigkeit ist leider stets ein Problem, wenn man einfach so losschreibt, in der Erwartung, das Gegenüber wird es schon richtig auffassen.
Ich hoffe, Sie mit meinen Ausführungen nicht gelangweilt zu haben.
Also zurück zum Thread-Thema.
Es ist absolut menschlich und natürlich, Ideologien abzulehnen, die gewalttätig sind und andere Menschen benachteiligen.
Deshalb werden Nazis zurecht von den meisten Mitmenschen ausgeschlossen.
Dass diese Gruppe sich erdreistet, eine menschliche Toleranz für sich einzufordern, ist nicht nur unverschämt, sondern auch noch absolut lächerlich.
Nun zur Ausgangsfrage:
Wie zerstreut man rechte Gedanken?
Nun, da alle Menschen unterschiedlich sind, gibt es auch unterschiedliche Wege, an deren Vernunft zu appellieren.
Ich würde sagen, einer der Hauptgründe für die Betroffenen, sich von der gleichgeschalteten Ideologie zu lösen, ist das eigene Gewissen.
Man sollte sich zum Beispiel mal ganz im Stillen fragen, ob man Fremde wirklich "hasst".
Desweiteren gibt es einen berühmt gewordenen Fall aus dem zweiten Weltkrieg, indem sich ein junger Offizier namens Rosen weigert, auf den Feind zu schießen.
Trotz des drohenden Todesurteils hält Rosen an seinem Entschluss fest und erklärt,
dass er bis zu eben jenem Zeitpunkt ein "geliehenes Gewissen" hatte, doch nun sein eigenes Gewissen schlagen hört und es nicht mehr unterdrücken kann.
Rosen ließ sich lieber selbt erschießen, als sein Gewehr noch einmal auf einen anderen Menschen zu richten.
Diese Erkenntnis sollte uns heute zu Denken geben. Möchte ich mir wirklich ein geliehenes Gewissen zulegen?
Meine eigenen Ansichten und Gefühle verraten?
Jeden gleichgeschalteten Neo-Nazi betrifft das.
Wollen diese Menschen wirklich Kinder verletzen, weil sie ein "falsches" Zeltlager besucht haben oder auf dem Spielplatz einen jungen Menschen als "Negerbaby" beschimpfen?
Wollen sie das wirklich?
Sind das die letzten Worte eines MENSCHEN?
Nein, Sie langweilen mich nicht.
In der Zweideutigkeit, die entstehen kann, wenn man einfach so drauf los schreibt, liegt auch das Problem. Echte Nazis nutzen dies um damit ihre menschenverachtende Ideologie zu transportieren. Mit dem Ziel, durch Verwässerung ihre Parolen in der Mitte der Gesellschaft möglichst fest zu verankern. Worte und Parolen sollen - durch ständige Wiederholung - den Weg in den ganz alltäglichen Sprachgebrauch finden. Damit möchten die Nazis erreichen, dass gerade die Jugend, diese Worte dann als Teil der Normalität betrachtet. Deshalb halte ich klare und eindeutige Sprache im Kampf gegen Rechtsextremismus für absolut unverzichtbar. Beim gesprochenen Wort ist dies sicher im Eifer des Gefechts nicht immer möglich, aber beim geschriebenen Wort sollte man sich die Zeit für Sorgfalt nehmen.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, möchten Sie deutlich mehr Aufklärung in Schulen. Ich bin ebenfalls dafür, dass man die Zusammenhänge in der Geschichte im Unterricht deutlicher hervorheben sollte. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte man aber erst einmal klären, was in den Schulen genau unterrichtet wird und wie man diesen Unterricht ggf. sinnvoll ergänzen kann. Ich bin aktiv in einem Bündnis gegen Rechtsextremismus und da liegt unser Augenmerk ganz besonders bei den Schulen. Es gibt eine ganze Reihe sinnvoller Möglichkeiten das Thema Rechtsextremismus in den Schulen zu vertiefen. Dies ist zwar manchmal mit einigem Organisationsaufwand und viel persönlichem Einsatz verbunden, aber ich kann aus Erfahrungen sagen, dass sich dieser Einsatz absolut lohnt!
@corerc
Bewußtseinsbildung schafft man leider Gottes nicht in ein oder zwei Stunden.
Es ist löblich, dass Sie hin und wieder den Versuch unternehmen die Widersinnigkeit des rechten Denkens hervorzuheben, indem Sie Menschen mit Geschichte konfrontieren.
Meist ist es ein schwieriger Spagat, den man da zu bewältigen hat.
Beispiel: Die Knoppsche Dokumentation über die DDR.
In einer Umfrage unter ehemaligen Ostbürgern schneidet diese Doku sehr schlecht ab. Was im Westen Akzeptanz findet, wird im Osten als Übertreibung und einseitige Berichterstattung empfunden -dies nur als Beispiel, um aufzuzeigen, dass weniger Oberlehrertum oft mehr Nachhaltigkeit beim Bürger hinterläßt.
Die ORF-Doku-Serie des Österreichers Hugo Portisch über die Hitler-Zeit ist hier als federführendes Beispiel für gelungene Aufklärung zu nennen. Sie findet obendrein noch die volle Akzeptanz in der gesamten Bevölkerung, ohne dabei zu vergessen all die Schrecken der Nazizeit aufzuzeigen.
Fazit: "Es kommt auch sehr auf das WIE der Aufklärung an."
Mfg
Condor
Ein Überzeugungsversuch mit historischem Hintergrund zieht (falls überhaupt) auch nur bei Nationalisten, die BEREIT sind, sich darauf einzulassen. Je nach Örtlichkeit und Grundstimmung (und Alkoholpegel) können Diskussionen schnell nonverbal entarten (Eigenerfahrung). Dem gegenüber steht die Einschätzung von u.a. Verfassungsschutz, daß ein erheblicher Anteil des braunen Fußvolks auf politische und historische Hintergründe sch...en, und völlig zufrieden damit sind, ihre Identitätsprobleme mit Schlagworten und Schlägen zu kompensieren. Ich verstehe vielleicht auch ansatzweise die Trotzhaltung, mit der gekontert wird, sobald ein Neonazi kritisch auf seine angenehm vereinfachte und unrealistische Wahrnehmung angesprochen wird. Ich selbst kenne diese Trotzhaltung noch aus der Zeit meiner Pubertät, als Fahndungsplakate der RAF für mich noch Ikonen waren.
Der Underdog, der an jeder Straßenecke Feinde wittert, wird sich durch Kritik eher tiefer in seinen Blödsinn einbuddeln; und da ich davon überzeugt bin, daß Neonazi sein eine mehr "gefühlte" Angelegenheit denn eine theoretisch fundierte Angelegenheit ist, muß demnach der Denkanstoß vielleicht weg von den Fakten hin zur Beziehungsebene geführt werden.
Mein Vater war selbst jahrelang -gepusht durch seinen Freundeskreis- "Thekennazi": immer schön das Maul aufreißen, aber sonst politisch unorganisiert bleiben...bis er sich eines Tages mit einem türkischen Arbeitskollegen anfreundete. KEINE meiner Diskussionen hätte bei ihm diesen Schalter umlegen können.
Für mich ist das Problem Nationalismus eine Angelegenheit der Gesellschaft in puncto Vermittlung von Werten, Anerkennung und soz. Kompetenzen. Leider. Das macht`s schwieriger, unberechenbarer. Und ich bleibe Euch leider immer noch ein passendes Überzeugungsrezept schuldig... Zuviele Hintergründe, zuviele Möglichkeiten, es bleibt nur, die jeweilige Situation richtig einzuschätzen. Und was deutsche Geschichte angeht, bringt man mit abstoßenden Bildern einige dieser Flachhirne eher zum schmunzeln...
Optimismus ist nur Mangel an Information.
Hi,
es ist irrsinnig zu glauben es wäre möglich "rechtsextreme Gedanken" (nachträglich) zu zerstreuen!
aber mal langsam:
"Rechts" als politische Einstellung ist zuerst einmal etwas (auch wenn es viele nicht glauben) ganz normales... schaut euch in der Welt um! In den meisten Ländern gehen Familie, Gemeinschaft usw vor allem anderen - das nennt sich dann Nationalstolz! Schon in einen PKW-Aufkleber wie z.B. "Ich bin stolz eine 'Bayer' zu sein!" oder Äußerungen "seine Heinmatstadt als 'die Beste' zu bezeichen" kann ich ein wenig Nationalstolz erkennen.
Gefährlich wird das ganze erst wenn es so ausartet und extrem wird oder noch weiter geht wie unter dem Nationalsozialismus... und hier muss man ansetzen:
WIE KAM ES DAZU DASS SICH EIN (NORMALER) NATIONALSTOLZ ZUM NATIONALSOZIALISMUS ENTWICKELN KONNTE?
Oedem hast es schon richtig angedeutet - es müssen die richtigen Werte vermittelt werden... aber der Staat muss auch selbst zu diesen Werten stehen, diese Werte verteidigen!
Wenn man sich Personen mit sehr starker rechtsextremer Tendez genau betrachtet dann ist dort meistens irgendwo ein Problem - oft fühlt sich diese Person unverstanden, im Stich gelassen oder ungerecht behandelt:
Beispiel gefällig?
Betrachten wir zb mal die großen Wahlerfolge der NPD in Sachsen dann fällt auf dass vor allem in den Kreisen der Grenze entlang die NPD starken Zulauf hatte - die Menschen dort fühlen sich vom Staat im Stich gelassen. Sie sind der Meinung dass sich Politiker durch die Bildung der EU und des Schengenabkommens profilieren aber dabei die Sicherheit und die Interessen des "kleinen Mannes" außer acht lassen. [...]
Ähnlich verhält es sich mit Jugendlichen die oft stark zu gewaltätigem Extremismus neigen weil sie einen Schuldigen oder einen Grund suchen, z.b. wenn Sie in einer schwierigen familären Situation sind oder keinen Ausbildungsplatz finden!
Wer hier versucht mit Schock-Infos über das dritte Reich die Leute zum umdenken zu bewegen beißt auf Granit und zeigt eigentlich nur dass er nicht nachgedacht hat! Die betroffenen Personen nutzen zwar u.U. Parolen aus dieser Zeit oder Symbole und Ansichten aber identifizieren sich nicht mit Faschismus!
Nochmal, es ist irrsinnig zu glauben es wäre möglich "extreme Gedanken" (nachträglich) zu zerstreuen, der Staat muss ansetzen bevor sich extremes Gedankengut bilden kann!
Liebe/r furry, Teile Ihres Beitrags wurden editiert, da sie zu weit vom eigentlichen Thema wegführten. Bitte bleiben Sie beim Thema. Vielen Dank. // Moderator_VR
Ich finde man kann menschen nicht mit aller gewalt davon abbringen klar kann es sein das man manche rechten leute davon abbringen kann aber dies funktioniert nicht immer!! Es gibt welche bei denen das nie etwas bringen wird!! Also lasst sie einfach in ruhe!!!
140 Menschen starben seit 1990 durch rassistische und rechtsextreme Gewalt.
MUT: Mehr als 135 Todesopfer rechtsextremer Gewalt seit 1990
Wir sollten Nazis niemals in Ruhe lassen, sondern ihnen wo immer sie in Erscheinung treten durch friedlichen Widerstand zu verstehen geben, dass sie in unserer Gesellschaft nicht willkommen sind.
Wer unsere Kinder im Schlaf überfällt mit der Absicht sie zu töten, darf nicht darauf hoffen, dass wir wegsehen oder den Kopf in den Sand stecken!
Hallo normalerbuerger,
auch wenn die von "mut-gegen-rechte-gewalt.de" genannten Zahlen von 135 Fällen in der Zeit seit 1990 erschütternd sind so sollten Sie die Schilderungen in dieser Statistik auch lesen. Die meisten der genannten Taten sind zwar von erkennbaren Rechtsextremen oder Neonazis durchgeführt werden aber der Vorwurf "rechtsextreme und rechtsextreme-rassistische Gewalt" ist nicht immer gegeben. Andere der genannten Fälle konnten nicht aufgeklärt werdem aber aufgrund der "Handschrift" einfach der rechtsextremen Szene zugegordnet.
Rechnet man nur die Fälle zusammen welche wirklich aufgrund bewusstem rechtsextremen Gedankengut, Rassismus und ermitteltem Täter das Kriterium "rechtsextreme und rechtsextreme-rassistische Gewalt" dann bleiben 88 Fälle übrig... 88,immernoch eine erschütternde Zahl und ich will das ganze auch nicht relativieren aber Sie sollten einmal darüber nachdenken wie sehr sich Menschen von ungeprüften Statistiken manimulieren lassen!
Das sind Fakten!
Liebe Diskussionsteilnehmer, wir möchten Sie an dieser Stelle darum bitten, die Ausgangsfrage in den Fokus ihrer Diskussionsbeiträge zu stellen um dieser weiterhin veröffentlichen zu können. Vielen Dank // Moderator_BJ
Wir brauchen doch jetzt nicht wieder die Beweisführung anzutreten, ob das viele oder wenige Fälle sind, man kann es ja auch so sehen, dass viele Taten von Rechtsextremen, gar nicht erst angezeigt werden, also haben wir sogar eine Dunkelziffer.
Was man tun kann, um jemanden zu überzeugen, hängt auch davon ab, wie tief der jenige schon in der Szene verankert ist.
Aufklären und wenn es ihnen wirklich so wichtig ist, machen sie das automatisch.
Ich für meinen Teil rede fast Täglich mit Menschen über Rassismus und die Folgen und viele sind entsetzt das es doch ein größeres Ausmass von Rassismus gibt als auch ich mir früher denken konnte.
Mich als Migrantin hat es nicht so oft erwischt, vielleicht wegen meiner Sprachkenntnisse oder weil ich nicht ganz so Ausländisch aussehe.
Wenn ich aber mit Fauen unterwegs bin, die das Kopftuch tragen, dann passieren einem die kuriosesten Dinge, bis hin zu dem Ausspruch:"Euch hätte Hitler vergast."
Ich habe da die Taktik gewählt, auf diese Leute ganz freundlich zu zugehen und sie in ein Gespräch über diese Thematik zu verwickeln und es funktioniert, sie fangen dann an sich heraus zu reden und schämen sich am Ende für ihre Worte.
Ob sie Ausländer dann mehr mögen, vermag ich nicht zu sagen, aber das nächste Mal überlegen sie sich wohl, ob sie ohne nach zu denken, drauf los plappern.
Somit kann man auch als Einzelner, sehr viel tun.
Meine Tochter hat diese Taktik für sich übernommen und leistet jeden Tag in der Schule ihren eigenen Einsatz gegen Rassismus.
Auch bei ausländischen Jugendlichen, denen oft gar nicht bewußt ist, dass sie selbst Rassistisch eingestellt sind.
Erst einmal bin ich davon überzeugt, dass sowohl MUT als auch die Amadeu Antonio Stiftung diese Statistik mit der größten Sorgfalt erarbeitet haben!
Wenn Sie Zweifel daran haben, bin ich der falsche Ansprechpartner. Sie sollten sich mit Ihrem Anliegen also entweder an MUT oder an die Amadeu Antonio Stiftung wenden.
Die Zahl 88 in diesem Zusammenhang ins Spiel zu bringen, bedarf wohl keiner weiteren Kommentierung! :-((
Im Übrigen denke ich eher daran, mit welchen Mitteln die neuen Nazis manipulieren möchten. Deshalb werde ich mein Engagement fortsetzen und auch weiterhin alles daran setzen, dass Menschen darüber aufgeklärt werden. Ebenso werde mich auch weiterhin aktiv dafür einsetzen, dass mich möglichst viele Menschen dabei unterstützen.
Hallo normalerbuerger,
doch, es bedarf einer Kommentierung!
Anstatt sich über dümmliche Codes wie '88' Gedanken zu machen und hinter jeder Verwendung gleich etwas "rechtes" zusehen sollten Sie einmal ihren Verstand einschalten und Zahlen nicht nur nachplappern sondern auch mal überprüfen - es handelt sich dabei keinesfalls um 'Nazi-Manipulation' sondern um eine Aussage welche das Magazin 'STERN' veröffentlich hat und welche selbst von der "Bundeszentrale für politische Bildung" wiedergegeben wird!
LINK
Aber wie so oft:
es ist ja bequemer nicht selbst nachdenken zu müssen! Das nachdenken haben sich viele Deutsche in der Zeit zwischen 1931-1945 auch gespart...
Nachtrag:
Hallo normalerbuerger,
ihr Satz "Erst einmal bin ich davon überzeugt..." zeigt dass Sie zu bequem sind denn sonst hätten Sie "Ich habe mich davon überzeugt..." geschrieben!
In Wunsiedel habe ich die Wanderausstellung Opfer rechter Gewalt besucht und habe mich von den Zahlen selbst überzeugen können. Wunsiedel liegt etwas über 500km von meinem Wohnort entfernt aber ich habe es mir trotzdem nicht nehmen lassen, am diesjährigen Tag der Demokratie teil zu nehmen.
Der Bericht zu dem Sie verlinkt haben ist aus dem Jahre 2006. (19. Dezember 2006) Aber Sie haben völlig recht, das der Stern diese Zahlen damals veröffentlicht hat, habe ich in der Tat nicht gewusst. Somit haben Sie recht, die von Ihnen genannte Zahl verliert an Bedeutung wenn Sie sich auf diesen Artikel berufen.
Der Grund warum ich nicht an der Arbeit von MUT und der Amadeu Antonio Stiftung zweifle liegt nicht darin begründet, das ich zu bequem bin mir ein eigenes Bild zu machen, sondern liegt viel mehr an der Tatsache, dass ich seit fast 2 Jahren in Abständen immer wieder mit Mitarbeitern von MUT kommuniziere und mir deshalb ein gutes Bild machen kann.
Hallo normalerbuerger,
ich glaube nicht dass die Zahlen dadurch an Bedeutung verlieren aber bei genauerer Betrachtung drängt sich der Eindruck förmlich auf dass sich Stiftungen und Projekte (jeglicher Art), welche auf eine Fremdförderung angewiesen sind, dazu neigen alles was sich in anbietet in solchen Statisitken zu verwenden.
zB. wenn es zu einer Messerstecherei unter NeoNazis kommt ist das dann wirklich ein Fall für diese Studie?
Nicht die Zahlen, sondern ihre angegebene Zahl (88) verliert an Bedeutung. Wenn Sie sich auf den Artikel des Sterns beziehen, dann gehe ich davon aus, dass Sie diese Zahl nicht als Code verwendet haben. Die Opfer verlieren ganz sicher nicht an Bedeutung.
Wenn Sie über die Ausarbeitung und Sorgfaltspflicht beim Erstellen einer Studie diskutieren möchten, dann fragen Sie einfach bei der Stiftung nach. Warum teilen Sie denen eigentlich nicht Ihre Kritik mit?
Hier geht es nur um das Thema: Wie zerstreut man bei Menschen rechtsextreme Gedanken?
Sicher nicht in dem man die Arbeit anerkannter Institutionen in den Dreck zieht!
Liebe Benutzer, wir möchten Sie höflich darum bitten, beim ursprünglichen Thema der Diskussion zu bleiben. Vielen Dank. // Moderator_MO
Hallo normalerbuerger,
es geht nicht um das "in den Dreck" ziehen von Institutionen sondern um das bilden einer eigenen Meinung - DAS ist erste Bürgerpflicht!
Weiterhin sind diskutierbare Studien wie diese eher kontraproduktiv wenn es darum geht rechtsextreme Gedanken zu zerstreuen (Ausgangspunkt der Frage) und ich mir sicher dass die von Ihnen benannten Stiftungen und Projekte die "alternativen Zählweisen" auch kennen!
@ödem
Ich stimme Ihnen voll und ganz zu.
Allerdings ging es mir nicht darum, Aufklärung und Diskussion unter kriminell agierenden jugendlichen Gruppierungen zu betreiben. Hier hilft es wahrlich wenig, sich einer Meute Leuten zu stellen, die längst den Weg der Gewalt gewählt haben. Dort hilft dann nur staatliches Vorgehen, wo Spitzel- und Informantentum das Problem mit Gewalttätigen vor Ort eingrenzt.
Die Kontrolle der Szene ist in diesen Fällen dann eindeutig wichtiger.
Um zur Eingangsfrage des Threads zurückzukehren:
Um die Menschen muß es uns gehen, zu denen man noch einen Zugang finden kann.
Und hier gilt es die Balance zu wahren zwischen Diskussion und sanfter Aufklärungsarbeit.
Die heute oftmals brachial vorgetragenen Medienkampagnen durch Politik und Massenmedien, sollten einer Art Informationsdienstleistung weichen. In Zeiten von Irak- und Afghanistan-Krieg wirken US-amerikanische Anti-Nazi-Aufklärungsfilme nicht mehr in dem Maße wie noch vor der Guantanamo-Zeit US-Amerikas.
Sie kennen ja das Sprichtwort vom Bock der den Gärtner spielt...