Frage

Wie würdet ihr die Ereignisse gestern in Dresden bewerten?

Bild von er nu wieder

Der Bericht heute auf der Startseite hat mich auf diese Frage gebracht. Es ist sehr schön zu hören, dass 10 000 Menschen gestern ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Geschichtsverfälschung gesetzt haben. Doch drei Passagen im Bericht haben mich dann doch ein wenig erschrocken. Dort heisst es: 1.)"So schieben sich immer wieder Passanten durch die rechtsextreme Menge, viele gucken überraschend ungerührt, die wenigsten empört". 2.)"Anwohner schauen aus den Fenster. Auf die Idee, ein Plakat aus dem Fenster zu hängen oder einfach nur mal "Nazis raus" zu rufen, kommt keiner."3.)"Allerdings reihen sich ab und zu doch ältere Passanten-Ehepaare in den grausigen Zug mit ein, und das passiert öfter, als das jemand mal etwas gegen die Rechtsextremen sagt.". Wie bewertet ihr die Proteste gegen den Nazi-Spuk in Dresden? Und: Wie ist es eurer Meinung nach möglich, in Zukunft noch mehr Leute für den Protest zu erreichen?

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erschienen am Sonntag, 15.02.2009, 15:04

Leser-Kommentare ()

  1. Bild von NochEinNickname

    In Naziforen redet man davon, dass Dresden "eine gute Aktion" gewesen ist. Das wäre für mich als Bewertung insofern interessant, dass hier ganz klar herauskommt, dass dies keine Trauerveranstaltung ist, sondern mehr eine typische nationalsozialistische Opferkultveranstaltung gewesen ist, mit der man propagandistisch punkten möchte.
    Und genau da sollte man ansetzen. Diese Veranstaltung wird von denen benutzt, um nach innen und auch nach aussen Stärke und Einigkeit zu beweisen und aber auch um Geschichte besetzen zu können. Und dagegen muss man inhaltlich vorgehen. Momentan verstehen sie es ja auch geschickt, die demokratischen Kräfte gegeneinander auszuspielen.
    Man muss sich vergewissern, dass hier Menschen ein "Mahnmal gegen Krieg, Hass und Gewalt" dafür vergewaltigen um Rache und Hass zu fördern. Denn nichts anderes ist der Slogan "Kein Vergeben, kein Vergessen" in letzter Konsequenz und diese Art des "Selektions-Gedenkens". Ebenso boykotieren sie gleichzeitig das Genken an NS-Opfer jedweder Art. Das muss herausgearbeitet werden und bei Gegenveranstaltungen gezeigt werden. Auch sollte man auf Militanz jedweder Art verzichten, welche in dem Gesamtkontext des Datums kontraproduktiv ist. Da sollte sich die sog. "militante Antifa" oder entsprechende Autonome auch mal innehalten und sich in Disziplin üben und ihre Handlungen hinterfragen ob die so produktiv sind.
    Lasst sie von mir aus marschieren, sorgt aber für eine Umgebung, die diesen Nazimarsch inhaltlich (!!!) ins Leere laufen läßt.
    Von mir aus sollen alle Kirchenglocken läuten oder es soll optisch eine Kulisse geschaffen werden, die deutlich macht, was man von diesen Menschen hält, dessen ideologische Vorbilder diesen Wahn von Gewalt und Krieg erst ins Rollen gebracht haben 1939. Dafür müssen die Dresdner das auch wollen und das kreativ. Die Nazis wollen immer, dafür sind sie fast schon sektenhaft fanatisch ohne Ende.
    Ansonsten wird das "Mahnmal gegen Krieg, Hass und Gewalt" eine Opferkultstelle für neuen Hass und Gewalt.

    Dazu dass viele Menschen eher "passiv" waren, kommentierte meine Mutter lakonisch, dass Dresden und Umgebung seit je her, dass "Tal der Ahnungslosen" gewesen ist. Sie kam aus der DDR und meinte dazu, die waren seit je her verschrien ohne Ende diesbezüglich.
    Ich kann mich noch an eine friedliche Gegendemo in Berlin zum 8. Mai erinnern, die eine Nazidemonstration gar nicht erst stattfinden lies, da die Berliner ihre Meinung dazu sehr vielfältig zur Geltung brachten.

    Was ich total albern fand, war diese ganze Diskussion zwischen eher Linken und eher Konservativen, ob die Angriffe auf Dresden richtig oder falsch waren oder diverser Demoformen und dass man sich da so dermaßen aufgehalten hat mit, dass diese Uneineigkeit den Nazis total in die Hände gespielt hat.
    Mir viel dazu eine Passage aus den Churchill Memoiren ein, in der es um die Russen ging. Die Briten wussten, dass Stalin alles andere als ein Idealpartner war. Aber dennoch ging man mit ihm zusammen um denjenigen zu bekämpfen, der sich anschickte Europa ins Verderben zu führen, denn das war die größere Gefahr derzeit gewesen.
    Ich glaube, bei diesen ganzen kleingeistigen Grabenkämpfen über für und wider vergessen dann einige sehr leicht, um was es dann im Großen geht, und lassen sich zu einfach auseinanderdividieren. Vielleicht sollte man da nächstes Mal sich ein wenig mehr zusammenreißen. Teilweise haben sich da einige verhalten wie im Kindergarten als wie in der Politik.
    Uneinigkeiten kann man doch danach immernoch klären, so sollte man meinen.

    Aber unter solchen Umständen und bei diesen Wetter rund 10000 Menschen zu bewegen, da mal ihre Meinung zu äußern, ist dann schon mal nicht schlecht für den Anfang. ;-)

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

    ---
    Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru

  2. Bild von bb50739

    Köln hat die Nazis völlig blockiert. Ein Beispiel, das man einüben kann und sollte. Wer die Demokratie abschaffen will und Artikel 1 bis 20 Grundgesetz durch Führerbefehle ersetzen will, gehört von Demokraten konsequent gebremst. Friedlich aber deutlich. Eindeutig. Ob das in Dresden geschah, war im Rheinland nicht klar genug zu erfahren.

  3. Bild von Jan1

    Ich glaube nicht, dass Pro Köln das Grundgesetz durch Führerbefehle ersetzen will. Wenn Sie andere Informationen haben, dann sollten Sie das hier belegen.

    Dass bei der 'Blockade' in Köln auch Recht gebrochen wurde, ist heute unstrittig:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/koeln...

    Gut, dass sich die Dresdner hier klüger verhalten haben. Man kann eindeutig Stellung gegen Neonazis beziehen und sich dennoch an Gesetze halten. Insofern war Dresden ein gutes Beispiel, übrigens auch ein Vorbild für Köln.

  4. Bild von Atze

    Hallo Leute,

    ergänzend zu NEN ließe sich vielleicht noch folgendes anmerken:

    1. Die Teilnehmerzahl der Nazi-Demo stagnierte, war vielleicht sogar leicht rückläufig. Damit sind sie weiterhin weit davon entfernt 5-stellige Demoteilnehmerzahlen auf die Beine zu bekommen und haben die Grenzen ihrer Mobilisierungsfähigkeit erreicht. Gut so.

    2. Erstmals(?) gelang es wohl, eine größere Anzahl von Gegendemonstranten zu mobilisieren. Ebenfalls sehr erfreulich.

    Beide Trends gehören weiterentwickelt :-).

  5. Bild von Ferry

    Ich musste heute erst in einem Forum, in dem ich moderiere, in einem Thema eben zu dieser Nazi-Demo lesen wie scheinbar tolerant doch viele gegenüber solchen Naziaufläufen sind, nach dem Motto "ist ja ihr gutes Recht, Versammlungs- und Meinungsfreiheit laut GG" usw.
    Was ich dabei schlimm fand daß sich viele gegen die Gegendemonstration der Anti-Nazis ausgesprochen haben, nach dem Motto "da kommen die Linken und dann gibt es wieder Randale".
    Auf der anderen Seite wurden die Rechte als friedlich hingestellt.
    Ist ja auch klar, solange es bei einer Demo keine Gegner gibt, gibt es auch niemanden gegen den man gewalttätig werden könnte.
    Scheinbar wissen viele nicht wirklich was Nationalsozialismus bedeutet und das es gilt die Nazis die bei solchen Demonstrationen ihre Ideologie offen zur Schau stellen kein Stück weit zu tolerieren.
    Wenn man also noch mehr Leute für Proteste gegen Nazidemos erreichen möchte muss massiv Aufklärung betrieben werden:
    Was sind Nazis, was beinhaltet deren Ideologie, was sind ihre Ziele.
    Auf der anderen Seite muss man ganz klar vermittelt werden daß die Menschen, die an einer Gegendemo teilnehmen, nicht grundsätzlich Randalierer und Chaoten sind, sondern das letztere in der Regel nur einen kleinen Teil solch einer Gegendemo dastellen, was ja auch die Berichte von der Demo in Dresden belegen.
    http://www.zeit.de/news/artikel/2009/02/15/27...

  6. Bild von M.d.A.

    Hallo an alle!

    Ich will mich dann auch mal in die Diskusition einschalten. Aber wo anfangen??

    an Ferry:
    Ich finde es schon interessant wie sie hier versuchen eine 4000 Mann starke, gewaltbereite Antifademonstration als nur einen kleinen Teil dar zustellen. Von diesem Personenkreis geht eine permanente Gewaltbereitschaft auf alles was anders ist als sie selber aus, diese Demo ist nicht ohne Grund, am Sonnabend, von der Polizei eingekesselt worden. Des weiter faziniert es mich immer wieder wie sogenannte Demokraten, dafür halte ich sie mal, es permanent schaffen anderen Personen ihre demokratischen Rechte abzuerkennen (Versammlungsfreiheit, Meinnungsfreiheit). Und jetzt kommen sie mir bitte nicht wieder mit dem "Agument" eine Demokratie muß ihre Feinde nicht tolerieren: Doch das muß sie !!! Das ist auch der größte Fehler daran. Wenn eine Demokratie anfängt ihrer Bevölkerung vor zuschreiben was sie zudenken, zutun und zulassen hat ist sie alles andere aber keine Demokratie mehr.

    Zu Dresden selber:
    Die einzigen Demonstrationen in diesem Wochenende die sich wenigstens einwenig mit dem Geschehen vor 64 Jahren auseinander haben waren die der "Rechten" ob nun Parteimäßig instumentalisiert oder nicht spielt für mich eine untergeordnete Rolle. Die Demo´s der "Linken (GehDenken)" waren nur da um gegen Rechts zu het... äh zu kämpfen kein Wort zu den Opfer von Dresden, kein Wort zu der sinnlosen Zerstörung dieser Stadt. Die zweite Demo ( No Paseran oder so) hat das gemacht was diese Personen immer machen Polizisten angreifen, Sachbeschädigung begehen und und und, sind halt reine Krawalltouristen (siehe Köln, G8 ect).

    zu den Bürgern Dresdens:
    Sie fragen sich warum diese nicht gegen dieses Spektakel tun? Nun vielleicht liegt es daran das in fast jeder Dresdener Familien Opfer dieses Feuersturms zubeklagen waren, vielleicht liegt es auch daran das sie wissen wie es in Dresden in diesen Tagen zuging und vielleicht haben sie es auch satt sich von zugereisten Politikern (Gysi, Roth, Tiefensee, Müntefering) und möchtegern Historikern jedes Jahr anhören zumüsssen das 1. alles garnicht so schlimm war und 2. die Bevölkerung ja eh selber Schuld war.

    So bin erstmal fertig jetzt können sie mich gern als Nazi titulieren ich kann damit leben!!!

    Schönen Gruß aus Sachsen

  7. Bild von Atze

    Hallo Ferry,

    solange die NPD nicht verboten ist, haben die Leute, die ihnen die Artikulationsmöglichkeiten des GG zubilligen, durchaus recht.
    Allerdings haben dieses Recht eben auch die Gegendemonstranten.

    Daher sollte man sich auch nicht in der Diskussion belangloser Details verzetteln, sondern das Hauptaugenmerk auf die von dir ja auch schon gestellten Fragen richten.

  8. Bild von Ghostrider

    Ghostrider
    Nach der Demo in Dresden gegen den Naziaufmarsch, kam es auf der Rückfahrt mit einem Reisebus der einen Autobahnparkplatz nähe Jena ansteuerte,zu einem Zwischenfall mit gewaltbereite Neonazis. Diese konnten Gott sei Dank von der Polizei festgenommen werden. Gewalt statt Argumente? Für die brutalste Form menschenverachtender Gesinnumg gibt es keine Rechtfertigung und somit auch keine Argumente. Deshalb können Nazis auch nicht argumentieren. Doch ohne Argumente und Diskusionen ist eine funktionierende Demokratie kaum vorstellbar. Schon deshalb haben verfassungsfeindliche braune Parteien in einer Demokratie nichts zu suchen. Oder soll etwa im Landesparlament in Zukunft ein Boxring aufgebaut werden, damit sich die Parlamentarier von NPD & Co schlagkräftig äußern können?
    ("Wir haben eine Gesetzesänderung durchgeboxt" oder so ähnlich.)

    Bei Nazigewalt bitte nicht wegsehen. Polizei anrufen, ein Handy macht dies möglich. Auch ein paar Fotos mit dem Handy können später für die Polizei sehr hilfreich sein. Sich selbst nicht in Gefahr bringen, also nicht übermütig werden. Der Situation entsprechend handeln. Parkende Autos, Fernsprechkabinen, Büsche,
    Bäume usw. bieten gute Möglichkeiten ungesehen zu handeln. Kennzeichen merken usw.

    Wer nichts tut und wegsieht hat später ein Problem mit seinem Gewissen!
    Ghostrider

    Ein Hackenkreuz im Kopf nimmt dem Hirn zuviel Platz weg!

  9. Bild von Ferry

    "Ich finde es schon interessant wie sie hier versuchen eine 4000 Mann starke, gewaltbereite Antifademonstration als nur einen kleinen Teil dar zustellen. "

    Wie kommen sie an diese Zahl von 4000 gewaltbereiten Antifademonstranten, haben sie dafür eine Quelle ?
    Ich würde doch darum bitten daß sie diese Behauptung belegen ! Waren sie dabei ?
    Ich hingegen konnte bisher nur folgendes finden:
    "Mehrere hundert Teilnehmer einer linken Demo hätten wegen der Trennung der Aufmärsche aggressiv auf die Polizeibeamten reagiert. Etwa 500 Demonstranten seien im Tagesverlauf "massiv gewalttätig" geworden."
    http://www.zeit.de/news/artikel/2009/02/15/27...
    Für mich doch ein kleiner Unterschied ob wir hier von 4000, oder 500 reden !!

    "Des weiter faziniert es mich immer wieder wie sogenannte Demokraten, dafür halte ich sie mal, es permanent schaffen anderen Personen ihre demokratischen Rechte abzuerkennen (Versammlungsfreiheit, Meinnungsfreiheit)."
    Bitte zitieren sie die Stellen meines Beitrags, in dem ich den Nazis ihre demokratischen Rechte aberkenne !!
    Ich habe auf die falsche Toleranz einer Nazidemo mit Berufung auf das GG hingewiesen, nicht mehr und nicht weniger. Was sie daraus interpretieren ist ihr Problem, ich ziehe mir den Schuh nicht an.

    "So bin erstmal fertig jetzt können sie mich gern als Nazi titulieren ich kann damit leben!!!"
    Also ich finde ihren gesamten Beitrag schon bedenklich, nehmen sie doch die Demo der Nazis geradezu in Schutz, und ziehen über die Absichten der Demo der "Linken" her. Woran haben sie eigentlich erkannt daß die alle links waren? Muss man zwangsläuufig "links" sein, um gegen den Nationalsozialismus zu sein ?
    Was ich aber doch sehr bedenklich finde ist die Tatsache, daß sie kein Problem damit haben wenn sie für einen Nazi hält.
    Also mich würde das doch sehr stören wenn ich keiner wäre :-)

    Hallo Atze,
    ich wollte wie gesagt den Nazis ihre Rechte nicht aberkennen, sondern nur auf diese falsche Toleranz hinweisen und belegen, womit diese begründet wird !

  10. Bild von Atze

    Hallo MdA,

    1. zumindest in den Fernsehberichten wurde von 2500 Autonomen berichtet.
    2. Bei der Demo der Rechten handelte es sich um eine NPD-Demo. Wir wollen das Kind doch beim Namen nennen.
    3. Solange nicht verboten, dürfen die natürlich demonstriueren.
    4. Falsch liegst du allerdings mit deiner Annahme, die Demokratie müsse sich ihren erklärten Feinden gegenüber völlig taten- und sanktionslos zeigen. Bei Erfüllung entsprechender Voraussetzungen hat sie die grundrechtlich verbriefte Möglichkeit, ihnen die legale Existenz zu entziehen :-).
    5. Vorher kann sich die Demokratie auch in zivilgesellschaftlichen Formen wie z.B. Gegendemonstrationen mit ihren Feinden auseinandersetzen.
    6. Die weit größere Zahl der Gegendemonstranten hat dies gestern in Dresden friedlich getan. Leider hast du das unter den Tisch fallen lassen.
    7. Die "sinnlose Zerstörung" Dresdens ist eine NS-Propagandaphrase. Militärstrategisch machte der Luftschlag gegen Dresden durchaus einen Sinn und hat fraglos zu einer dynamischen Verkürzung des Kriegsgeschehens, damit auch zu einer Vermeidung von noch mehr Kriegsopfern beigetragen.
    8. Die Dresdener Opfer sind Opfer eines mörderischen und vom Rassenwahn behrrschten Regimes, die gegen jede Vernunft und auch gegen das deutsche Volk einen Vernichtungskrieg führten. Anstatt das eigene Scheitern in Form einer bedingungslosen Kapitulation einzugestehen, wurden noch hunderttausende Deutsche mit in den persönlichen Untergangskampf einer zutiefst amoralischen Verbrecherclique hineingezogen.
    9. Jedes "Gedenken", jede "Trauer" um die Dresdener Opfer, die diese aus dem Zusammenhang ihres Zustandekommens herrausreißt, ist dem Grunde nach eigentlich eine Selbstanklage an Ignoranz, Borniertheit und historischer Zusammenhangsblindheit. Jede Überlassen, jede Zubilligung an die Enkel der wahren Täter ein Ausdruck vollständiger moralischer Verkommenheit.

  11. Bild von M.d.A.

    an Ghostrider:

    ne kleine Richtigstellung bei dem von ihnen erwähnten Vorfall wurde niemand festgenommen, es wurden 40 Personalien festgestellt das ist was anderes.
    [...]
    Liebe/r M.d.A., ein Teil Ihres Beitrags wurde editiert, da er off topic war. Bitte bleiben Sie beim Thema der Ausgangsfrage. Vielen Dank. // Moderator_VR

  12. Bild von Bogo

    Schon im Vorfeld kommentierte die Welt das demonstrative Gedenken und gab dem ganzen einen negativen Beigeschmack.
    http://www.welt.de/welt_print/article3149909/...
    Als ich mir heute Morgen, die verschiedenen Online Zeitungen vornahm und auch den Bericht beim NGN gelesen hatte, wollte sich dieser fade Beigeschmack nicht verflüchtigen.
    Es ging nicht um stilles Gedenken vs. demonstratives Gedenken, es ging darum Menschen für eine Sache zu mobilisieren und da zählt jedes Gedenken!
    Was aber nicht zählt, ganz sicher, ist das Gedenken, von Menschen denen es nur darauf ankommt, den Holocaust für ihre Zwecke zu missbrauchen. Auch wenn es in manch einer Strasse still war und wenn einige Linke sich daneben benahmen, alles was zählt sind die Menschen, die noch für ein gutes Ziel auf die Strasse gehen.
    Ich habe das Gefühl, dass die Presse, dass "Geh Denken" verrissen hat, warum auch immer, vielleicht sind die Schlagzeilen dann mehr Schlagzeile, als wenn man über etwas worüber alle berichten, negativ berichtet. Ich weiß nur egal ob still oder demonstrativ, solange soviele Menschen noch auf die Strasse gehen, bleibt uns die Demokratie erhalten.

    @NocheinNick, volle Zustimmung!

    @Jan,
    Die Pro Köln hat das bekommen was sie eingeplant hat, nicht mehr und nicht weniger!

  13. Bild von M.d.A.

    Hallo

    an Ferry:

    Ihre gewünschte Quelle:
    http://de.indymedia.org/2009/02/241877.shtml
    Ich gebe gern zu das vielleicht nur ein kleiner Teil auffällig geworden ist. Der Rest wäre es auch geworden wenn sie gekonnt hätten. Aber ich nehme meine Meinung gern zurück wenn es ihnen dann besser geht.
    Nein man muß nicht "links" sein um gegen Nazis zusein, ich behaupt aber das 80% der Beteiligten sich so nennen würden.
    Und das als Nazi tituliert zuwerden stört mich nicht weil, wir hier nur im Internet sind ich kenn sie nicht sie mich nicht, sie können mich auch gern als Linken bezeichnen das stört mich nicht im Geringsten außerdem warte ich eigendlich nur drauf das mich jemand wegen meiner Meinung hier so bezeichnet.

    an atze:
    zu 1. gleiche Quelle wie oben.
    zu 2. nur teilweise richtig, Sonnabend NPD, Freitag Freie Kräfte.
    zu 3. dito
    zu 4. Ich habe meinen Standpunkt dazu schon kund getan, für mich ist es dann keine Demokratie mehr aber egal.
    zu 5. Gebe ich ihnen Recht, man könnte sich auch an einen Tisch setzen aber das können oder wollen wohl beide Seiten nicht.
    zu 6. gut mein Fehler
    [...]
    zu 9. äh ohne Worte!

    Schönen Gruß aus Sachsen

    Liebe/r M.d.A., dieser Beitrag wurde ebenfalls editiert, da die von Ihnen gestellten Fragen zu sehr vom Ausgangsthema abwichen. Bitte halten Sie sich an das Thema der Fragestellung und machen sich mit unseren Diskussionsregeln vertraut. Vielen Dank. // Moderator_VR

  14. Bild von Ferry

    In ihrer Quelle ist die Rede von "4000 Antifaschisten", ich vermisse da ein "gewaltbereit", wie sie es zuerst geschrieben hatten...Vorurteile ?

    "Der Rest wäre es auch geworden wenn sie gekonnt hätten."

    Das sind aber nur reine Spekulationen die auf Vorurteilen beruhen, wo ich persönlich nicht viel drauf gebe.
    "Hätte könnte wäre" zählt nicht, was zählt sind Fakten !

    "ich behaupt aber das 80% der Beteiligten sich so nennen würden."

    Gut, wir müssen sicher nicht ausdiskutieren was "behaupten" bedeutet :-)

    "[...]außerdem warte ich eigendlich nur drauf das mich jemand wegen meiner Meinung hier so bezeichnet."

    Sie scheinen es also geradezu darauf anzulegen so bezeichnet zu werden...na denn.
    Das lässt zumindest an ihren Absichten im Netz gegen Nazis zweifeln, also jemand der sich aktiv an diesem Forum beteiligt, weil er gegen Nazis ist, hätte trotz der Anonymität des Internets ein Problem damit, wenn man ihn für einen Nazi hält...
    Sie scheinen also nicht gegen Nazis zu sein ?!!

  15. Bild von M.d.A.

    an Ferry:

    Keine Vorurteile das sind bestädigte Fakten. Aber ich merke schon das sie nicht an einer Diskusition interessiert sind sondern nur am Worte vertrehen. Klar kann ich nur "behaupten" das sich diese Leute als Links bezeichnen ich kann sie ja nicht alle fragen. Außerdem wer soll sonst dort gewesen sein? Aber egal. Obwohl einwenig muß ich ihnen dann doch Recht geben, mir geht es total auf den Keks dieses einteilen in rechts und links wer entscheidet was was ist? Also nochmal auf ihre Frage eingehend: nein man muß nicht links sein um gegen Nazis zu sein. Einigen wir uns auf ein gut bürgerliches Bündniss ok!

    Zu dem Rest sag ich nix, weil ich´s ja nur drauf anleg als Nazi bezeichnet zuwerden nicht war!

  16. Bild von Bogo

    Gewaltbereitschaft auszuschließen, wäre wie an Märchen zu glauben.
    Das es aber so brutal zugehen muss, dass jemand einen Schädelbruch erleidet, rückt die Gewaltbereitschaft in ein anderes Licht!

    http://www.mdr.de/thueringen/ost-thueringen/6...

    Hallo ferry, ich glaube ich bin schon zu lange hier und krieg schon nicht mehr mit, wenn ich manipuliert werden soll.
    Wir sollten uns öfter mal daran erinnern warum wir hier sind.

    Wenn im Zusammenhang mit Nazis von Demokratie geredet wird, überkommt mich ein Gefühl von Angst und das Gedenken erscheint mir um so wichtiger.

    Alle, die daraus eine Demokratiefrage drehen und uns weißmachen wollen, dass die Meinungsfreiheit nicht in Einklang zu bringen ist mit Demonstrationen die sich gegen Rechts richten, sollten sich mal fragen, was sie hätten, wenn Rechts die Macht hätte.
    Die Macht schreibe ich bewußt, denn eine Demokratie hat nur die Macht die das Volk ihm zugesteht, wenigstens bis zur nächsten Wahl!

    Gab es im dritten Reich Wahlen?

  17. Bild von Ferry

    "Keine Vorurteile das sind bestädigte Fakten."

    Ihre Argumentation ist recht schwach!
    Wo findet man diese bestätigten Fakten, das ein Antifaschist grundsätzlich gewaltbereit ist ?
    Was genau für Fakten, wer hat diese bestätigt ?
    Antifaschismus bedeutet erstmal nicht anderes als gegen Faschismus zu sein, ist klar ne ?
    Jetzt hinzugehen und aus einer, ich bleibe dabei, kleineren Gruppe gewaltbereiter Antifaschisten daraus zu schliessen, Antifa sei mit Gewaltbereitschaft gleichzusetzen, ist nun mal nichts anderes als ein Vorurteil, ich kann es ja nun mal nicht ändern...

    "Aber ich merke schon das sie nicht an einer Diskusition interessiert sind sondern nur am Worte vertrehen."
    So so, diskutiere ich hier nicht schon seit ein paar Beiträgen mit ihnen? Und wo verdrehe ich iher Worte, bitte sehr?
    Ich habe das Gefühl ihnen gehen die Argumente aus...

    "Außerdem wer soll sonst dort gewesen sein?"
    Der ganz normale Bürger, der daran interessiert ist daß sich der Nationalsozialismus nicht in Deutschland ausbreitet, und Naziaufmärsche nicht tolerieren kann und möchte !
    Dafür muss man nicht sonderlich politisch sein...
    Ausserdem haben die doch behauptet daß 80% der Gegendemonstranten links gewesen seien. Also müssten sie doch in der Lage sein die restlichen 20% selber zu zuordnen und sich ihre Frage selber beantworten können !
    (Jetzt mal die Richtigkeit ihrer prozentualen Angaben aussen vorgelassen)

    "nein man muß nicht links sein um gegen Nazis zu sein. Einigen wir uns auf ein gut bürgerliches Bündniss ok!"
    Na das ist doch mal eine Aussage. Ist das nicht sogar die Frage auf die von mir vorher zitierte Frage von ihnen ?

    "Zu dem Rest sag ich nix, weil ich´s ja nur drauf anleg als Nazi bezeichnet zuwerden nicht war!"

    Na entschuldigen sie mal, sie kommen hier daher gestoplert mit Aussagen wie "jetzt können sie mich gern als Nazi titulieren" und "außerdem warte ich eigendlich nur drauf das mich jemand wegen meiner Meinung hier so bezeichnet."
    Sie machen sich doch scheinbar keine Gedanken wie sie hier rüber kommen bzw. ihnen ist es egal, was soll man sonst aus ihren Aussagen schliessen?
    Ist es ihnen doch nicht egal was man von ihnen im "anonymen" Internet denkt ?

  18. Bild von Ferry

    "Wenn im Zusammenhang mit Nazis von Demokratie geredet wird, überkommt mich ein Gefühl von Angst und das Gedenken erscheint mir um so wichtiger."

    Hallo Bogo,
    da geht es mir genau so.
    Ich will nach wie vor den Nazis die Rechte eines demokratischen Staates nicht absprechen, bin aber schon zwiegespalten wenn gerade Antidemokraten wie Nazis auf demokratische Rechte pochen.
    Das sind Wiedersprüche, wie man sie nur von Nazis kennt.
    Nach wie vor finde ich es auch bedenklich daß Nazis sich nur die Rechte eigen machen die ihnen zu Gute kommen, alle anderen können sie ja doch nicht mit ihrer Ideologie vereinbaren.

    "Alle, die daraus eine Demokratiefrage drehen und uns weißmachen wollen, dass die Meinungsfreiheit nicht in Einklang zu bringen ist mit Demonstrationen die sich gegen Rechts richten, sollten sich mal fragen, was sie hätten, wenn Rechts die Macht hätte."
    Ich denke daß vielleicht einige, die daraus eine Demokratiefrage drehen, auch diejenigen sind die gerne hätten dass Rechts die Macht hat...
    Zumindest machen sie sich keine Gedanken darüber was wäre wenn wir so einen kleinen gescheitelten Führer hätten, dqaher wahrscheinlich auch die nette Toleranz gegenüber Naziaufmärschen...

  19. Bild von Ferry

    "Ist das nicht sogar die Frage auf die von mir vorher zitierte Frage von ihnen ?"

    Sorry, muss natürlich "...sogar die Antwort auf die..." heissen ^^

    Und noch an Bogo:
    Danke für den Link !
    So viel zum Thema das die Nazis nur friedlich "gedenken" wollten.
    Ich warte jetzt nur darauf daß jemand daher kommt und behauptet die rechtsextremen Gewalttäter wurden ja auch von den gewalttätigen Linken provoziert...

  20. Bild von M.d.A.

    Ok dann gehen mir eben die Argumente aus!!!!!!!! ;-)

    Ach eins noch am Rande ihre Harmlosen Antifa´s haben mir bis jetzt ein Auto und unzählige Reifen gekostet, aber die sind ja alle so harmlos ist klar! Und um am Ende nochmal die Kurve zum Thema Dresden zukriegen, Sie fragen sich warum den Normalbürger dieses ganze Theater am allerwertesten vorbei geht dann beschäftigen sie sich mal mit der wirtschaftlichen Lage im Osten. Die Leute haben schlicht weg wichtigeres zutun als auf solche Demos zulatzschen und sich von Politikern, die einmal im Jahr den Weg nach Dresden finden, anhören zumüssen endlich mal "Zivilcourage" zuzeigen - na toll.

    gute Nacht.

  21. Bild von Ferry

    "Ok dann gehen mir eben die Argumente aus!!!!!!!! ;-)"

    Ja, das Gefühl habe ich. Das sie jetzt hingehen und das auf ironische Weise bestätigen lässt mich daran zweifeln, daß sie Interesse an einer sachlich geführten Diskussion haben.

    " ihre Harmlosen Antifa´s haben mir bis jetzt ein Auto und unzählige Reifen gekostet, aber die sind ja alle so harmlos ist klar!"

    Nun, wer verdreht hier jetzt wem die Worte ?!
    Ich habe niemals bestritten daß es auch gewaltbereite Antifaschisten gibt, schere aber nun mal nicht alle über einen Kamm wie sie es tun.
    Wurden ihnen schon Reifen platt gestochen? Sowas geschieht meist gezielt, könnte es Gründe geben warum die Antifa sie auf dem Kieker hat?

    " Sie fragen sich warum den Normalbürger dieses ganze Theater am allerwertesten vorbei geht dann beschäftigen sie sich mal mit der wirtschaftlichen Lage im Osten. "

    Was hat das mit der wirtschaftlichen Lage zu tun, wenn man einmal im Jahr Flagge gegen Nazis zeigen kann ?
    Es gehört nicht viel dazu sich einer Gegendemo anzuschliessen, nur ein wenig Courage und Interesse.
    Was kann man denn genau an diesem Tag wichtigeres zu tun haben, als ein Zeichen gegen den Nationalsozialismus zu setzen?
    Es geht ja nicht darum jeden Tag auf die Strasse zu gehen, wer einmal Jahr dafür keine Zeit hat, hat auch kein Interesse daran.
    Hier muss ich mich dann wieder selber zitieren
    "Wenn man also noch mehr Leute für Proteste gegen Nazidemos erreichen möchte muss massiv Aufklärung betrieben werden:
    Was sind Nazis, was beinhaltet deren Ideologie, was sind ihre Ziele."

  22. Bild von NichtDieMama

    "Wenn man also noch mehr Leute für Proteste gegen Nazidemos erreichen möchte muss massiv Aufklärung betrieben werden:
    Was sind Nazis, was beinhaltet deren Ideologie, was sind ihre Ziele."

    Und dazu die wichtigste, die einzige Frage, die Menschen aus dem ehemaligen "Tal der Ahnungslosen" interessiert: "Warum bin ich selbst samt meiner Freiheiten überhaupt durch Nazis gefährdet?"

    Man sollte nicht vergessen, Nationalsozialisten werden in diesem Gebiet von einigen nicht als Nazis wahrgenommen, sondern quasi als "Reformsozialisten". Also schon als Nachfolger der DDR, die nur alles "etwas" besser machen möchten. Patriotismus war auch in der DDR nichts ungewöhnliches, trotz der "Internationale". Genau darin liegt deren Attraktivität, genau in diesem Gebiet.

    --
    Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

  23. Bild von Ferry

    Hallo NDM,

    vielen Dank für die Ergänzung! :-)

    Mir war auch nicht bewusst wie Nazis "in diesem Gebiet" wahrgenommen werden, umso wichtiger scheint hier also die Aufklärung zu sein....

  24. Bild von Jan1

    Hallo Ferry,
    dieses Aussage kann ja wohl nicht wahr sein:

    'Wurden ihnen schon Reifen platt gestochen? Sowas geschieht meist gezielt, könnte es Gründe geben warum die Antifa sie auf dem Kieker hat?'

    Also wer Opfer von linker Gewalt wird, ist Ihrer Ansicht nach letztlich selber schuld. Der muss ja ein verkappter Rechtsextremer sein, sonst wäre ihm das nicht passiert. Manchmal frage ich mich, wovor ich als Bürger mehr Angst haben muss: vor diesen unerträglichen neonazistischen Dumpfbacken oder vor selbsternannten linken Hilfssheriffs.

    Das führt dann schnell zu Zuständen wie in Berlin, wo das Abfackeln von Autos mittlerweile ein linker Volkssport geworden ist:

    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Jus...

  25. Bild von Charlie G

    Hallo Diskutanten,

    es scheint als ob sich Dresden zum
    Hauptkampfort von Rechten und Demokraten entwickelt.Den Mut der Dresdener Bürger finde ich herausragend und bespielhaft für unser Land.Leider bin ich von der
    Polizei enttäuscht, wie so oft wenn Rechte und die Polizei aufeinandertreffen.
    Ein Aggressiveres auftreten der Staatsmacht würde die Rechten sicher beeindrucken und ihnen viel von ihrem selbssicheren bis arroganten Auftreten nehmen.
    Gruß Charlie G.

  26. Bild von er nu wieder

    hallo allerseits,

    hier zunächst noch zwei ergänzungen zu meiner frage:

    1.) die taz spricht heute in ihrer online-ausgabe von einem "rekord aufmarsch" der rechtsextremen (in der print-ausgabe ist sogar vom "größten neonazi-aufmarsch aller zeiten" die rede): http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artik...

    angesichts der hohen zahl an nazis in dresden stellt sich mir wirklich die frage: wie kann man es schaffen,dass das nächste mal mehr leute kommen? wie kann man einen streit innerhab des bündnisses verhindern?

    2.) in berichten in linken internet-foren wird immer wieder geschildert, dass beim nazi-aufmarsch selbst zumindest zeitweise nur sehr wenig polizei anwesend war- das deckt sich auch mit den berichten, die ich in einem internetradio gehört habe. es kann natürlich sein, dass dies alles gerüchte und falschmeldungen sind (ich kann das selbst nicht einschätzen)- aber einige kommentatoren in den entsprechenden foren begründen ihr schweigen an der route der nazis auch damit, dass sie den nazis einfach ziemlich ungeschützt ausgeliefert gewesen wären, wenn diese aufgrund von zwischenrufen auf die gegendemonstranten losgegangen wären...der vorfall auf der rasstätte ich ja ein beispiel für die gewaltbereitschaft der nazis gegenüber politischen gegnern.

    so, das waren erst mal erste ergänzungen. antworten auf die kommentare kommen später- will den mods hier ja nicht allzu lange kommentare aufhalsen :-)

  27. Bild von Ferry

    Hallo Jan,

    worüber regen sie sich denn jetzt schon wieder so auf?
    Ich habe ihm lediglich eine Frage gestellt, deren Antwort noch aus steht, im weiteren Zuge hätte ich hinterfragt woher M.d.A. weiss daß "Linke" die Reifen zerstört haben.
    Das er ein verkappter Rechtsextremer sein muss haben sie gesagt, ich weiss es nicht, halte es aber nicht für ausgeschlossen.
    Es ist doch schon merkwürdig wenn einem angeblich die Aktionen der Antifa schon "unzählige" Reifen gekostet haben, finden sie nicht.
    Also warten sie doch mal bitte ab bis M.a.D. geantwortet hat, dann können sie mich gerne ggf. attackieren...

    Das Abstechen von Reifen dann hier mit einer Aktion aus dem Jahre 2007(!) im Vorfeld des damaligen G8-Gipfels zu vergleichen, und gar deswegen zu vermitteln wollen das Auto`s abfackeln mittlerweile "linker Volkssport" sein finde ich ein wenig daneben.

  28. Bild von Ferry

    Ach, und hören sie bitte auf mir Nachrichten zu schreiben.
    Wir können hier gerne Diskussionen im Forum führen, an einer Paralleldiskussion über den Nachrichtendienst habe ich weder Interesse, noch die Zeit dafür !

  29. Bild von Moderator_MO

    Liebe Benutzer, wir möchten Sie höflich darum bitten, beim ursprünglichen Thema der Diskussion zu bleiben. Alle weiteren Off-Topic-Beiträge werden gelöscht. Vielen Dank. // Moderator_MO

  30. Bild von Bogo

    Das ist ja meine Rede, von dem Negativbericht der Welt im Vorfeld!
    Stilles Gedenken gegen demonstratives Geh Denken!
    Hier provoziert man ein Gegeneinander, was nun auch noch erschaffen sein wollte und den Rechtsextremen Rückenwind gibt!

    http://www.welt.de/welt_print/article3149909/...

    Jetzt geht es in dieser Facon weiter und ich muss mich wundern, dass man die Demos nicht auf einen Nenner bringen will!
    Einhalt dem Vergessen, Einhalt den Revisionisten!Welche Form man dafür wählt, sei einem Selbst überlassen, nur nicht Gewalttätig!!!

    http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel...

  31. Bild von Bogo

    Nachtrag! Ein Schlachtfeld bitte schön, wer pisst hier wen an.
    Wir dürfen es uns selbst aussuchen, hauptsache wir sind Gegeneinander, mehr braucht es nicht um die Stimmung zu kippen!

    http://www.welt.de/welt_print/article3211479/...

  32. Bild von murmeli

    Die Fragen des Eintragsbeitrages sind relativ leicht zu beantworten.

    Jeder Mensch hat eine eigene Einstellung zu den Ereignissen der letzten Tage und diese Einstellung der entsprechenden Menschen sollte man zunächst auch erst einmal akzeptieren.

    Fast alle, die aus den neuen Bundesländern kommen, kennen noch jene grauenhaften kollektivistischen Aufzüge etwa am 1. Mai. Die meisten Leute verbanden überhaupt nichts mit den Demonstrationen, trotzdem wurden sie faktisch gezwungen, mitzumachen.

    Also heute einem Dresdener quasi vorzuschreiben, wie er sich zu verhalten hat, ihn quasi dazu verpflichten zu wollen, "Nazis raus!" zu rufen, entspricht sehr stark einem kollektivistischen Weltbild. Entweder Du bist für uns - oder Du bist gegen uns. Und ein solch simples Freund-Feind-Denken spiegelt sich leider auch in vielen Kommentaren hier wieder.

    Man sollte noch einmal daran erinnern, was das zentrale Anliegen in Dresden am 13. und 14. Februar sein sollte: das Gedenken an viele Tausende sinnlos getötete zivile Opfer. Die Historikerkommission hat noch einmal bestätigt, daß im Gegensatz dazu kaum 100 Soldaten bei den Luftangriffen ihr Leben ließen, die Kasernen und Verteidigungseinrichtungen der Stadt größtenteils unberührt blieben, während sichtlich erkennbare, besonders eng bebaute Altstadtgebiete gezielt dem Boden gleichgemacht wurden.

    Diesen Opfern zu gedenken, ist vollkommen legitim. Würde dies die Stadt in einer klaren und deutlichen Form machen, die JLO-Demos würden sich innerhalb weniger Jahre auflösen. So nutzen die Rechtsaußen hingegen genau die Lücke, die ihnen die anderen bieten.

  33. Bild von NichtDieMama

    @Ferry:

    Es ist nur ein Teil, der sie so sieht, nicht unbedingt die allgemeine Wahrnehmung in dieser Region. Im ehemaligen Tal der Ahnungslosen(Dort gab es kein Westfernsehen) scheint dies jedoch häufiger vorzukommen, als z.B. im Ruhrgebiet. Da scheint es für Nazis nach der Wende einfacher gewesen zu sein, sich lokal zu verankern. Bei der Kommunalwahl 2008 zeigte sich in Sachsen andeutungsweise ein entsprechendes Ost/West-Gefälle. Insbesondere südlich von Dresden (Sächsische Schweiz) hatte die NPD viele Stimmen bekommen.

    Man kann das natürlich nicht direkt in einen Zusammenhang bringen, ich glaube, ein solcher Zusammenhang wirkt auch arg konstruiert, da die Mehrheit der Bevölkerung dort eben nicht die NPD wählt, sondern vor allem CDU und LINKE, und speziell in Dresden geht es noch viel liberaler her(gute Ergebnisse für B90/Grüne und FDP), allerdings auch mit 4% für die NPD. Ich kann mir dennoch durchaus vorstellen, dass es zumindest zum Teil mit der relativ großen Akzeptanz, die Neonazis/NPD in der Region erfahren, zu tun haben könnte. Andererseits sollte man auch nicht vergessen, dass dieses Ereignis in DDR-Zeiten zur anti-westlichen Propaganda genutzt wurde. Dies macht heute in dieser Form nur noch die NPD, allerdings mit schwindelerregenden Zahlen aus der Göbbelschen Propaganda-Abteilung, und versucht dadurch Zustimmung oder zumindest Toleranz zu erlangen, was bei einigen Dresdenern ganz offenkundig funktioniert hat. Ihnen wurde praktisch angeboten, sich als Teil einer reinen(!) Opferstadt zu sehen, und (West)Alliiertenbashing zu betreiben, wie zu guten alten DDR-Zeiten, und nahmen an. Die Zahlen und das Drumherum scheinen da eher zweitrangig. Hauptsache Opfer, dann sind die Täter nämlich andere, und zwar "die Kapitalistenstaaten".

    Im offiziellen Gedenken eingebunden auch daran zu erinnern, wie dieser Krieg und der seinerzeit vorhandene Hass auf Deutschland - auch auf Dresden - entstanden ist, um das Ereignis zu erklären - nicht zu rechtfertigen! - scheint manche wirklich zu stören. Nicht nur im Lager der Nazis. Das ist schade.

    --
    Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

  34. Bild von normaler_bürger

    Gestern Wunsiedel (angebliches Gedenken an Heß), heute Dresden (angebliche Trauer um die zivilen Opfer), morgen Bad Nenndorf (angebliches Gedenken an die Opfer im Wincklerbad).

    Dieser Problematik sollten sich alle Verantwortlichen stellen, sonst dürfen wir wohl noch einige Jahre diesem munteren "Bäumchen wechsele dich" der Nazis hinterher laufen. Es gibt während und nach Beendigung der Nazizeit mehr als genug Anlässe für heutige Nazis irgendetwas oder irgendjemanden "zu betrauern oder seiner angeblich zu Gedenken". Dabei sind die modernen Nazis wenig wählerisch, Hauptsache sie können den Anlass nutzen um die demokratische Bevölkerung einzuschüchtern und zu terrorisieren. Das ist die Motivation und das eigentliche Ziel, wie man den Kommentaren auf einschlägigen Webseiten deutlich entnehmen kann.

    Wir können diese Spirale jetzt weiterhin mitmachen, oder aber wir erforschen die Ursachen und fangen endlich an, diese mit wirksamen Strategien zu bekämpfen!

  35. Bild von bernoi

    Ich bin seit meiner Geburt Dresdener, arbeite und lebe hier schon fast 38 Jahre. Bin jetzt mit einer vietnamesischen Frau zusammen und wir haben ein mixed Baby. Meine Frau war am Sonntag im italienischen Eiscafe in der Altmarktgalerie arbeiten und ich drehte hier vor der Haustür und den Polizistenaufgebot mit dem Kinderwagen eine Runde, kurz bevor die Nazis ausgerechnet vor meiner Haustüre vorbeimarschierten. Ich bin gewiss nicht feige, wenn ich nicht "Nazis raus" gerufen habe. Denn ich lebe mit vielen Freunden, vor allem Vietnamesen multikulturell täglich zusammen und ich habe meine Familie vor dumpfen Alltagsrassismus und vor dumpfer Gewalt zu schützen. Ich habe den gespenstischen Trauerzug der Nazis nicht mit Puhrufen provoziert, denn es gibt genug Nazis, welche sich meine Adresse merken, eines Tages zurückkommen und meine multikulturelle Familie zusammenschlagen. ich engagiere mich beruflich sozialpädagogisch mit Jugendlichen für Toleranz. Doch so wie die Nazis im Demonstrationszug voller Menschenhass in den Köpfen vorbeimarschierten, hat man wirklich Angst,eines Tages sinnloses Opfer von dumpfen Ausländerhass zu werden. ich bin nicht feige, sondern es war in der Hinsicht ein Selbstschutz. Wer Nazis provoziert und dann Opfer wird, weil er zusammengeschlagen wird, erfährt null Opferhilfe von unserem Staat, hingegen die Justiz immer wieder zu milde Strafen für Körperverletzung und Totschlag verhängt. Die Gelder für die massiven Polizeieinsätze könnten sinnvoll in soziale Projekte gesteckt werden. Und die Wahrheit ist, dass mindestens 10 % der Wähler in Sachsen ausländerfeindlich sind und sowieso wieder ihr Kreuz bei der NPD dieses Jahr zur Landtagswahl setzt. Es stimmt, vielen Menschen ist die Politik egal und andere engagieren sich für Demokratie und Toleranz und wieder andere begrüssen im "stillen" die Nazis. Es gibt genügend Beispiele für deutsche Verkäuferinnen, welche meine vietnamesische Frau alltagsrassistisch beleidigt haben und es gibt auch deutsche Verkäuferinnen welche sehr ausländerfreundlich sind.

  36. Bild von didi63

    Traurig, traurig und nochmals traurig. Bei 6000 Nazis nur so wenig Gegendemonstranten. Für mich als Wessi unbegreifbar.

  37. Bild von bernoi

    Mit Gegendemonstrationen allein beseitigt man nicht das gesamtgesellschaftliche Problem: Alltagsrassismus. Ja es ist traurig und es gibt genug Menschen vom hart4-ler bis hin zum Bauarbeiter und rechtsanwalt und Arzt, welche auch dieses Jahr im stillen der NPD ihr Wahlkreuz verleihen. Alltagsrassismus und Nationalsozialismus sind salonfähig. Unsere Demokratie hat da so einiges auszuhalten, sei es Gewalttäter aus dem linken Spektrum, rechten Spektrum oder Hooligans. Wer nicht arbeitslos werden will geht zur Polizei. Es kommt noch schlimmer, wenn die Wirtschaft in Deutschland den bach runter geht.

  38. Bild von bernoi

    Es erfordert bei weitem nicht so viel Mut zu einer einmaligen Gegendemonstration zu gehen, als täglich mit einer ausländischen Frau hier zusammenzuleben und man täglich Angst hat, weil meine Frau FIDSCHI ist, dann auch wegen ihrer "Schlitzaugen" von Nazis zusammengeschlagen zu werden. Meine Frau und ich sind schon einmal einem fremdenfeindlichen Anschlag in Dresden am hellerlichten Tage nur knapp entkommen, wir sollten mit dem Auto überfahren werden von darin sitzenden lachenden "kahlrasierten" jungen Mitmenschen.

  39. Bild von M.d.A.

    Guten Abend

    an Jan1:
    Danke für ihre Unterstützung, mir kamen beim lesen der Zeilen ähnliche Gedanke, aber ich möchte dem Schreiber da keine Absicht unterstellen.

    an Ferry:
    Woher ich weis das es Linke waren wollen sie wissen? Von der Polizei! Wir haben nämlich in meiner Heimatstadt ein ziemlich "aktives" AJZ inklusive Drogenhandel, Sachbeschädigung und Körperverletzungen. Es gab allein in 2008 drei abgebrannte Autos und das in einer Stadt von nicht mal 7000 Einwohner das find ich schon etwas viel. Aber darum gehts ja nicht also zurück zum Thema.

    Zitat von murmeli:
    "Diesen Opfern zu gedenken, ist vollkommen legitim. Würde dies die Stadt in einer klaren und deutlichen Form machen, die JLO-Demos würden sich innerhalb weniger Jahre auflösen. So nutzen die Rechtsaußen hingegen genau die Lücke, die ihnen die anderen bieten."
    Genau das wollte ich in meinem ersten Post auch ausdrücken (ist mir wohl nicht so geglückt). Wenn es ein würdevolles Gedenken in Dresden geben würde, würde man den Rechten jeglichen Boden unter den Füßen entziehen. Aber das wurde nicht gemacht auf der einen Seite (Geh Denken) wurde "nur" gegen Rechts gehetzt und nebenbei noch Wahlkampf geführt. Und die anderen Seite (NO Pasaran) hat sich mit Parolen wie "nie wieder Deutschland" oder "Bomber Harris do it again" selber disqualifiziert. Mit solchen Leuten kann es keinerlei Zusammenarbeit auf Bürgerlicher Seite geben.

    Schönen Gruß aus Sachsen

  40. Bild von furry

    Hi,
    eins vorweg, es ist erfreulich dass einige (wenige) ebenfalls der Meinung sind dass eine leichtfertige Tabuisierung problematischer Themen den Rechten eher in die Hände spielt als wirklich zu helfen - auch hier ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema notwenig und keine vorschnelle Vorverurteilung so wie es hier oft zu beobachten ist - ein sofortiger 'Anti-Nazi-Reflex' bei einer anderen Sicht auf die Dinge...

    Was ich allerdings wiederrum schade finde ist dass 'ignorieren' gleichgesetzt wird mit 'tolerieren'... hier wird den Dresdnern sicherlich Unrecht getan und auch den Älteren Bürgern welche wirklich den Opfern gedenken woll(t)en und leider, aus Mangel an einer Alternative, auf Demonstrationen der Rechten angewiesen sind um 'öffentlich gedenken' zu können - hier sei vor allem die menschenverachtende Aussage und die Tatsachenverdrehung durch den Nutzer 'Atze' erwähnt!

    Ferry,

    Was ich dabei schlimm fand daß sich viele gegen die Gegendemonstration der Anti-Nazis ausgesprochen haben, nach dem Motto "da kommen die Linken und dann gibt es wieder Randale". Auf der anderen Seite wurden die Rechte als friedlich hingestellt...

    Ihre 'Frage' ist relativ einfach zu beantworten: (Chaoten posieren vor einem umgestürzten Polizeiauto) ...hier zeigt sich wieder dass Gegen-Demonstationen nicht selten auch Anlaufpunkt für gewaltbereite Chaoten sind und Gewalt nicht zwingend einen 'Gegner' benötigt, Chaoten welche einfach nur 'Spass' haben wollen. So lange sich nicht wirkliche Nazi-Gegner und vor allem die Politik von solchen Individuen distanzieren und deren 'Dieste' nicht auch noch dankbar entgegennehmen wird sich das 'Bild' vom 'linken Chaoten = ANTIFA' nicht ändern!

    Scheinbar wissen viele nicht wirklich was Nationalsozialismus bedeutet

    Hier muss ich Ihnen Recht geben - auch hier bei NGN beschränkt sich das Wissen vieler zum Thema Nationalsozialismus auf die Punkte '2.Weltkrieg' und 'Holocaust', ein Defizit unseres Bildungssystems!

    Wenn Sie kritisieren dass ALLE Gegendemonstranten durch die ca 500 Chaoten als gewaltbereiten Antifademonstranten betitelt werden so sollten Sie darüber nachdenken wie groß die Zahl der wirklichen Nazis bei der eigentlichen Demonstration war - in der BilderGalerie hier bei NGN kann ich allerdings nur einen kleinen Teil erkennen - immer wieder die gleichen Personen!?!?

    Muss man zwangsläufig 'rechts' sein (bzw sich als NAZI beschimfen lassen) um der Opfer von Dresden zu gedenken?

    Dass Sie sich bei 'Nichtdiemama' bedanken für seinen Beitrag 'Reformsozialisten' läßt mich schmunzeln denn als ich vor einigen Wochen versucht habe die rechten Wahlergebniss in diesem Gebiet mit meinen Worten (aber dem gleichen Inhalt) zu erklären habe ich von IHNEN dafür Kritik kassiert... schon seltsam!

    Charlie-g & er-nu-wieder
    Sie sollten nicht den Verschwörungstheorien in (linken) Internetforen zuviel Glauben schenken - die Rechten wissen genau wie sich sich 'unter Beobachtung' (also bei Aufmärschen und Demonstrationen zu verhalten haben - hier gibt man sich betont geordnet und friedlich oder wann sind 'rechte Chaoten' das letzte mal randalierend durch ein deutsche Innenstadt gezogen und haben sich Straßenschlachten mit der Polizei geliefert? Auch in Dresden hatten die Beamtem mehr damit zu tun die 'Gegendemonstranten' friedlich zu halten!

    Bernoi,
    Warum gehen sie mit Ihren 'Geschichten' nicht an die öffentlichkeit sondern geben sie anonym in einem Forum weiter?

    Offtopic:
    bevor es zu Fragen (und Unterstellungen) kommt: ich war im Urlaub und bin in den letzten vier Wochen nur mit einem Rucksack 'bewaffnet' in LAOS unterwegs gewesen - so lernt man anderen Kulturen kennen und zu verstehen und nicht nur um die Berichte Dritter!!!

  41. Bild von NichtDieMama

    "Wenn es ein würdevolles Gedenken in Dresden geben würde"

    Es GAB ein würdevolles Gedenken. Egal, wie pompös es sein würde (und damit zum Heldengedenken mutieren würde), Nazis würden trotzdem ihren Gedankenschrott veranstalten.

    2.500 Menschen an der Frauenkirche. Ich denke, dass die Mehrzahl dieser 2.500 auch Dresdener waren. Auf dem Naziaufmarsch dürften es wohl um die 50-100 Dresdener Nazis gewesen sein (keine Ahnung, wie viele es da wirklich gibt), und auf GehDenken waren sicherlich ebenfalls recht viele Dresdener.

    Das echte (innerdresdener) Gedenken verschweigst du uns hier anscheinend(ich will das Gegenteil hoffen) mit voller Absicht, da es ja angesichts des Medienfokus auf die GehDenken-Demo eher in den Hintergrund gerückt war. Stattdessen stellst du nur den Glatzenaufmarsch, den Blac Block, und die demokratische Gegendemo dar. Isoliert betrachtet macht dies den Eindruck, als sei der Naziaufmarsch das eigentliche Gedenken gewesen. Das ist natürlich Nonsens. Der Naziaufmarsch glich praktisch einem Heldengedenken nach NS-Vorbild. Ein solches "Gedenken" kann nicht zum Vorbild genommen werden.

    --
    Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

  42. Bild von furry

    Nichtdiemama,
    Ihre Frage war zwar nicht an mich gerichtet aber ich beantworte Sie gerne:

    Ein 'stilles' und fast 'geheimes Gedenken' an einem zwar symbolträchtigem aber nicht zentralen Platz (nichts anderes ist die Frauenkirche) bei der sich Parteien durch Anwesenheit und Politiker durch Kranzniederlegungen und 'starke Worte' profilieren wollen... definitiv KEIN würdevolles Gedenken!

  43. Bild von NichtDieMama

    @bernoi:

    "Es erfordert bei weitem nicht so viel Mut zu einer einmaligen Gegendemonstration zu gehen, als täglich mit einer ausländischen Frau hier zusammenzuleben "

    Es ist tatsächlich etwas sicherer, in völlig fremden Städten gegen Nazis zu demonstrieren. Dieses Wochenende hatte uns gezeigt, dass Nazis eben gerade zu solchen Anlässen gewaltbereiter sind, als sämtliche anderen(auch die autonomen) Probanden, und aufs äußerste gewalttätig werden, wenn man eine andere Meinung hat.

    Zur Situation in Dresden:
    Ich habe kurzzeitig ebenfalls in Dresden gelebt, und glaub mir, auch als Wessi wird man Opfer von Vorurteilen der ehemals sozialistischen Propaganda, im Osten, insbesondere in Sachsen sei das "bessere Deutschland". Man bekommt teilweise einen Eindruck davon, wie sich Vietnamesen im Osten oder Türken im Westen fühlen müssen. Ich habe Dresden ruck-zuck wieder den Rücken gekehrt.

    --
    Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

  44. Bild von bernoi

    Es gibt nirgends auf der Welt einen "rassismusfreien" Staat. Ich bin zwar mit einer Vietnamesin zusammen und stelle mich dem Alltagsrassismus, ich finde es aber noch mutiger, wenn im rassitsich gewordenen Deutschland farbige Ausländer ihr Leben "meistern" und einige wurden ja schon regelrecht gejagt und totgetreten. Um gänzlich rassismusfrei leben zu können, empfiehlt sich nur eine Flucht zum Mond. Das braune Unkraut wächst leider immer wieder nach. Ich bete täglich für meine Familie (vietnam. Frau und Baby)dass wir nicht noch einmal angegriffen werden. Und nur wegen den neuen und alten Nazis lasse ich mir nicht verbieten, mit einer Ausländerin nicht zur arischen rassenerhaltung beitragen zu können. Ich muss mir aber hier in Deutschland schon genau überlegen, wenn ich eine neue Arbeitsstelle suche, wo ich hinziehen kann. Es gibt traurigerweise genug No go Areas, wo man als Ausländer tätlich angegriffen wird, es sind viele "dörfliche" Gebiete in Mecklenburg, in Brandenburg und Sachsen Anhalt, z.B. darf man als Ausländer auch nicht in Berlin Prenzlauer Berg, Mahrzahn wohnen da es dort von Nazis wimmelt, genauso wie in Sachsen bei Bautzen, Kamenz,Görlitz, in Riesa, Oschatz usw.... Normalerweise geht es in Dresden noch relativ friedlich ab, meine Frau sollte aber niemals allein im dunkeln unterwegs sein und sich von Nazis auch nicht provozieren lassen. Doch es wurden auch schon ausländische Frauen mit Kinderwagen am hellerlichten Tage fremdenfeindlich angegriffen !!! Also richtig "hirnlos" und "menschenverachtend". Ich lasse mir mein Leben von Nazis nicht vorschreiben, denn mit steifem Arm kann man nicht arbeiten, nicht schreiben und keine Frau gefühlvoll umarmen.
    Leider versucht man den 13. Februar und Naziaufmarsch in Dresden dieses Jahr politisch zu instrumentalisieren, CDU, LINKE; SPD wegen der Landtags-und Bundestagswahlen. Die wahren Opfer (meine Oma, meine Eltern sind traumatisert von den Bombenangriffen) und wollen weder von den Nazis noch von Gegendemonstrationen etwas wissen und gehen an diesem Tag gemütlich shoppen, bleiben zu Hause oder entfliehen dem Chaos der Stadt. Ansonsten kann ich jedem raten an anderen Tagen Dresden und die Sächsische Schweiz zu besuchen, denn es ist eine schöne Stadt und Natur. Diese ganze beschissene Politisierung verschreckt ausländische Touristen. Diese Stadt hat Nazis satt und diese ganze schlechte Presse. Hier wählen aus Frust und Überzeugung 10 % die Nazis in den Landtag, 90% sind multikulturell eingestellt und weltoffen !!!

  45. Bild von Atze

    Hallo furry,

    es gibt viele Möglichkeiten, der Kriegstoten, auch denen aus der eigenen Familie, würdevoll zu gedenken - mitmarschieren auf einer Hass- und Hetzkundgebung der politischen Enkel jener faschistischen Verbrecherclique, die diese Kriegstoten zu verantworten hat, gehört definitiv nicht dazu. Dort schimmert unschwer erkennbar hinter der aufgesetzten Trauermine die selbstgerechte, gleichermaßen selbstmitleidige wie mitleidslose und hässliche Fratze der NS-Barbarei hindurch. Und ich wiederhole mich gerne:
    8. Die Dresdener Opfer sind Opfer eines mörderischen und vom Rassenwahn behrrschten Regimes, die gegen jede Vernunft und auch gegen das deutsche Volk einen Vernichtungskrieg führten. Anstatt das eigene Scheitern in Form einer bedingungslosen Kapitulation einzugestehen, wurden noch hunderttausende Deutsche mit in den persönlichen Untergangskampf einer zutiefst amoralischen Verbrecherclique hineingezogen.
    9. Jedes "Gedenken", jede "Trauer" um die Dresdener Opfer, die diese aus dem Zusammenhang ihres Zustandekommens herausreißt, ist dem Grunde nach eigentlich eine Selbstanklage an Ignoranz, Borniertheit und historischer Zusammenhangsblindheit. Jedes Überlassen, jede Zubilligung an die Enkel der wahren Täter ein Ausdruck vollständiger moralischer Verkommenheit.

  46. Bild von Bogo

    @bernoi,
    Gemütlich shoppen, während die 6000 Nazis sich in der Innenstadt versammeln?

  47. Bild von normaler_bürger

    Moderne Nazis instrumentalisieren Menschen, Orte und Ereignisse egal wo. Wichtig ist ihnen dabei nur, dass diese für den Transport ihrer Ideologie nützlich sein können. Verlieren sie durch demokratischen Widerstand einen Ort, suchen sie sich den nächsten und das ganze fängt von vorn an.

    Man kann sicher auch nicht sagen, das im Westen "besser" demonstriert wird als im Osten (oder umgekehrt). Für Dresden wurde bundesweit mobilisiert und es haben sowohl Ossis wie auch Wessis an der Gegendemonstration teilgenommen. So sollte es ja wohl auch sein.

    Aufmärsche sind kein Problem einer Region, sondern sie finden jedes Wochenende irgendwo in der Bundesrepublik statt. Keine Region und kein Bundesland sind besser oder schlechter geeignet um das mal so salopp auszudrücken. Nazis kommen und gehen. Wird ihnen der Widerstand an einer Stelle zu groß, gehen sie einfach irgendwo anders hin und behaupten, da wären sie viel willkommener. Auch wenn das in Wahrheit gar nicht stimmt. Es interessiert sie nicht, denn sie wissen, dass die einfache Behauptung inzwischen ausreicht. Dreistheit siegt. In dem Fall leider richtig.

    "Alles bleibt still" und "Ausschweifende Selbstfeier in der Menschenleere" sollte einem sicher zu denken geben, aber der erhobene Zeigefinger in Richtung der Zivilbevölkerung allein, ist ungerecht und hilft niemandem. Es ist Aufgabe der Organisationen und der Wissenschaftler herauszufinden, was an dem Modell "Gegendemonstration" nicht funktioniert und es wäre schön, wenn sich jetzt einige angesprochen fühlen würden und sich dieser Verantwortung endlich einmal stellen würden!

    Denn wenn nach 19 Jahren intensiver Arbeit zum Thema "Kampf gegen den Rechtsextremismus" nicht viel mehr dabei herauskommt, als mahnende Worte und ein erhobener Zeigefinger, dann liebe Organisationen und liebe Wissenschaftler, dann kann da irgend etwas nicht ganz richtig sein. Denn das hätte auch jeder Otto Normalverbraucher ohne Studium, ohne Spenden und ohne staatliche Finanzierung bereits vor 19 Jahren so formulieren können. Also bitte keine Rückdelegation an die Zivilgesellschaft mehr. Fakten, die uns helfen können sind gefragt!!

  48. Bild von bernoi

    Politisch gesehen haben unsere Gesellschaften DDR und BRD in der Integrationspolitik versagt. Ausländer durften dafür herhalten als billige Arbeitnehmer die DDR wirtschaftlich zu stützen und die BRD nach dem Kriege in ein Wirtschaftswunder zu bringen. In der BRD vorrangig die Türken in der DDR vorrangig die Vietnamesen. Und die Gastarbeiter in West und in Ost wurden dafür nach der Arbeit fein säuberlich von den deutschen Mitbürgern getrennt, damit kein Ärger entsteht. Kommen jetzt Hartz4 und Jugendarbeitslosigkeit, Langzeitarbeitslosigkeit bei Ost und Westbürgern dazu schon läuft die Mehrheit der frustrierten deutschen Bürger den platten Parolen hinterher, die Ausländer sind schuld und die müssen verjagt und abgebrannt werden. Dazu kommen in der DDR die Neugierde auf Hitlers "heile" Welt, die Autobahnen und Wirtschaftsentwicklung der 30-er Jahre... Und bei meinen Jugendlichen, die ich sozialpädagogisch betreue, ist es Gruppendruck, Langeweile & Alkohol (Ausländer klatschen)und ein gewisses Interesse an alles was verboten ist, ist auch wieder interessant und dazu kommt das lasche Jugendstrafrecht, für schwere Körperverletzung bissel Bewährung und Sozialstunden und da braucht doch keiner irgendetwas befürchten, da macht es doch noch mehr Spass jemanden bewusstlos und totzuschlagen. Schönen Gruss aus einer morallos gewordenen deutschen Gesellschaft, in der gleichermassen Ausländer und Inländer immer mehr gewalttätig werden und uns stinknormalen Steuerzahlern auf die Füsse fallen. Generation X, entweder Gewalt und Randale oder Komasaufen oder Drogen ? Und in den Medien findet man kaum noch Nachrichten über sozial-friedensengagierte Jugendliche bzw. junge Erwachsene.

  49. Bild von NichtDieMama

    "Denn wenn nach 19 Jahren intensiver Arbeit zum Thema "Kampf gegen den Rechtsextremismus" nicht viel mehr dabei herauskommt, als mahnende Worte und ein erhobener Zeigefinger, dann liebe Organisationen und liebe Wissenschaftler, dann kann da irgend etwas nicht ganz richtig sein."

    Das unterstreiche ich mal. Denn Masse allein reicht nicht, wie man an diesem Beispiel sieht. Es waren mehr Gegendemonstranten da, denn je, aber es waren auch mehr Nazis da, denn je. Wer ist Sieger? Beide. Das ist die Niederlage!

    Neben der Quantität ist also die Qualität wichtig. Was sagt eine Demo aus? Was muss sie in diesem Fall aussagen, abgesehen vom inhaltlich korrekten "Nazi doof"?

    Diese Frage ist durchaus interessant in diesem Zusammenhang, und ich weiß auch noch keine Antwort.

    --
    Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

  50. Bild von furry

    Atze,
    Ignoranz, Borniertheit und historischer Zusammenhangsblindheit ist es wenn man jedes Unrecht im zweiten Weltkrieg dem NS-Regime zuschreibt oder Unrecht der 'Gegenseite' durch NS-Verbrechen relativiert!

    Die Bombenopfer von Dresden (und anderen deutschen Städten) sind keine Kriegstoten sondern die Opfer einer menschenverachtenden Zermürbungstaktik zu einer Zeit als der Krieg schon entschieden war! Wie können sie es einer bis ins innere erschütterten Gesellschaft vorwerfen wenn sich diese, geprägt von Propaganda und Greulgeschichten der Flüchtlingsströme - ums bloße Überleben kämpfend, nicht organisiert gegen die Führungselite wendet?

    Das was Sie tun ist es was Sie selbst kritisieren - Sie reißen die Dresdener Opfer aus dem Zusammenhang ihres Zustandekommens!

    bernoi,
    Ihr letzter Beitrag (22:02) und Ihre Ansicht der Dinge ist sehr interessant und würde sicher auch der Diskussion Die konkreten (!) Ursachen von Rechtsradikalismus neue Impulse geben!

    Bogo & Nichtdiemama,
    6000 Demonstrationsteilnehmer bedeuten nicht zwangsläufig 6000 Nazis... wie schon selbst bei NGN geschrieben waren auch einige dabei die wirklich nur Gedenken wollten und von dem NPD-Hintergrund nichts mitbekommen haben... klingt vielleicht seltsam aber fragen sie doch einfach mal eine 70jähre 'Durchschnits-Ost-Oma' was für eine Partei die NPD ist und wofür diese steht!!!

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