Wie steht Ihr zu Burzum?

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"Entschuldigt bitte meinen Sprachstil, ist halt rheinisch und da ist man für alles offen. Es geht hier nicht darum ob man rechts ist oder nicht, sondern es geht rein um die Stellung zu der Band (Musiker) Burzum. Ich will hier nicht vorab Urteilen"

Nun zur eigentlichen Frage. Wat sacht ihr zu Burzum. Ich hab hier schon einiges in den Foren zu rechtsextremer Musik gelesen, dabei achtet Varg Vikernes extra darauf, dass politische themen nicht in die Musik mit einfließen. Zudem isser eine ziemlich unglaubwürdige Persönlichkeit, wenn man seinen Werdegang in der Musik verfolgt. Vom Okkultisten wandelte er sich zum Satanisten, von dort aus zum okkultistisch veranlagtem Nationalsozialisten (von wegen Arier seien per UFO auf die Erde gekommen- Nähres findet man wenn man sich mit der ideologie der Nazis auseinandersetzt-) Ich für meine Stücke halte sehr viel auf die Musik von Burzum weil diese die Musik des Black Metals stark beeinflusst hat und zum Beispiel die Spielart des DSBM (depressive / suicidal black metal) begründet hat. Ich stelle mich hier als Beispiel der Diskussion zur Verfügung. Jeder kann seinen Kommentar ablassen ohne dass ich ihn melde. Nur bitte bleibt fair und keine Beleidigungen.

Kommentare

Persönlich hab ich mal Burzum gehört, bis zu dem Moment, wo ich mitbekommen hatte, wie der drauf ist. Danach war für mich das Thema durch.

Für mich persönlich ist es schwer, Person und Musik zu trennen. Egal, was der musiklisch auf den Kasten hat, er ist ja nicht einfach so in den Knast gekommen. Das hat ja eine ernste Vorgeschichte gehabt. Und wenn er Freund Nationalsozialistischer Ideologien ist, dann ist er für mich nicht mal mehr Metaler. Nicht mal Black Metaler. Weil das eine mit dem anderen nicht mal ansatzweise was zu tun hat, auch wenn die sog. NSBMmer das immer so gerne von sich geben. Es ist Bullshit. Sämtliche Arten von Metal, Rock, Punk, Dark wave, Gothic wären unter Nazis entartet gewesen und gelten es teilweise immer noch. Man akzeptiert diese Musik nur um Nachwuchs rekrutieren zu können. Also sind die, so betrachtet, nicht mal true, sondern verdammt untrue. Tja, ich möchte sowas auch nicht mit dem Kauf einer Platte unterstützen. Daher war das Thema für mich recht schnell durch als ich es erfahren hatte. Mein Umfeld denkt da eigentlich ziemlich ähnlich. Irgendwo gibt es Grenzen. Die hat er, meines Erachtens - eindeutig und krass überschritten. Insofern für mich persönlich ein "geht gar nicht".

Mit freundlichen Grüßen
Olli

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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru

Ich Habs mir kurz angehört etwas kras ich fernstand kein Wort, weis nicht dies könnte zur Programmierung führen die reckt ins unter bewusst sein. Weis ich aber nicht.
Meine Meinung zu extremer Musik ist folgende,
dazu muss ich erst hin zu fügen das ich in der traditionellen Schwert Kunst aus gebildet bin.
Wo es fiel mit den Geist Seele und Körper zu tun hat.
Zurück zum Thema, es geht nicht darum was man hört, Niemand läuft Amok oder Wirt radikal auf Grund der Music oder spiele die er spielt.
Das Problem das zu einer Aggressivität führt ist das innere Denken oder Einstellung die einer hat.
Zum Beispiel:
Ein Mensch hört ein Satz wie: „Ale sollt ihr in der Höhle schmoren“
1 der eine lehnt das ab und geht weck.
2 einer der Jetzt dabei an einen Ausländer denkt programmiert sich das dazu führt das,
er immer wen er das Bild eines aus Leanders sieht automatisch, diesen Satz For seinen unter bewusst sein erhält.
3 der dritte hört es einfach nur so ohne eine Assoziation dafür zu haben.
Und so weiter….

Es kommt nicht die reckt auf die Musik an aller dienst ist es so dass Menschen sich zu Menschen hin gezogen fühlen die gleich sind gleiche Musik………………….
Und Menschen die schwach sind werden leicht Fon einer Gruppe mit gerissen.
Soma viele von der rechsechne in der Rhetorik und Manipulation aus gebildet sind..
Genauso wie bei Satanisten Sekten.
Das ist meine Meinung dazu
freund liche geüsse.

Die Texte von Burzum sind, so weit ich weiß, relativ unpolitisch. Die Botschaft, die Varg Vikernes außerhalb seiner Musik in Interviews etc. vermitteln möchte, spricht da schon eine ganz andere Sprache.
Ob man die Musik nun hört oder nicht, ist nicht nur Geschmacks-, sondern auch Einstellungssache, was ja aber beides auch individuell sehr unterschiedlich ist. Ich für meinen Teil kann diese Musik einfach nicht genießen, weil ich weiß, dass der Typ nicht nur ganz ekelhafte politische Ansichten vertritt, sondern zudem auch einen Riesenanteil an der Unterwanderung der gesamten BM-Szene hatte. Aber wie gesagt, ob einen das beim Hören der Musik stört oder nicht, kommt ja auf den Einzelnen an.
Fest steht jedoch auch: WENN man diese Musik hört, sollte man sich jeden Fall über deren Hintergrund bewusst sein, d. h. auf keinen Fall CDs, Songs oder Merchandise kaufen und vor allem die Musik nicht weiterverbreiten, ohne sicherzustellen, dass alle potenziellen neuen Hörer über Varg Vikernes Ansichten aufgeklärt sind. So viel Verantwortung sollte schon sein.
Meine Meinung.

MfG ifwt

Ich muss Spiro34 zumindest teilweise widersprechen, denn "das innere Denken oder Einstellung die einer hat" wird in den meisten Jugendkulturen ganz entscheidend von der jeweiligen Musikszene geprägt. Dabei sind weniger die Texte als der aggressive Charakter der Musik wesentlich. Die Texte können natürlich die Richtung vorgeben, in der sich die durch die Musik aufgebaute Aggression und kriminelle Energie äußern soll.
Varg Vikernes ist ein Mörder. Leider sitzen Mörder weder in Norwegen noch in Deutschland lebenslang hinter Gittern. In den 1990er Jahren gab es in Norwegen und anderswo zahlreiche Kirchenbrandstiftungen und andere Straftaten, die von antichristlichen Rockmusikern wie Vikernes sowie deren Anhängern verübt wurden. Ein konkretes Beispiel: Zwei 15jährige Mädchen legten als „Salut an Varg Vikernes” die Kirche von Salabacke (Schweden) in Schutt und Asche. Eine der beiden kam 1996 wegen Grabschändungen, Todesdrohungen und Gewalttätigkeit gegen Staatsbeamte abermals vor Gericht. Dass Vikernes, ein Mörder, Brandstifter, Einbrecher, Dieb und Grabschänder, trotzdem weiter seine menschenverachtende Musik verbreiten darf, ist wirklich ungeheuerlich.

Dass der "aggressive Charakter" einer Musikrichtung zu Aggression und Kriminalität führe, ist doch geradezu lächerlich und überhaupt nicht wissenschaftlich begründet. Ich kenne sehr viele Menschen, die "aggressive" Musik hören und vielleicht gerade deshalb so ziemlich die Entspanntesten und Tolerantesten in meiner Bekanntschaft sind (auch ich würde mich eher nicht als aggressiven Menschen bezeichnen, obwohl ich u. a. Death Metal, Black Metal und Hardcore Punk höre.
Und ja, Varg Vikernes ist ein Mörder. Dass er dafür jahrelang in den Bau gewandert ist, hat ihn aber nur noch mehr zu einer Ikone im NSBM-Lager werden lassen - eben die andere Seite der Medaille, die Sie hier nicht erwähnt haben.

Wieso "andere Seite der Medaille"? Das gehört ebenfalls zur Problematik, dass Straftaten von Musikern aggressiver Musikrichtungen deren Popularität noch fördern.

Die Wirkung aggressiver Musik ist durchaus wissenschaftlich begründet. Immerhin wird sogar auf diesen Netzseiten hier die Rolle der Musik für die Anwerbung rechtsextremen Nachwuchses hervorgehoben. Glauben Sie, das würde funktionieren, wenn man statt der CDs lediglich Broschüren mit denselben Texten verteilen würde?


Ich muss Spiro34 zumindest teilweise widersprechen, denn "das innere Denken oder Einstellung die einer hat" wird in den meisten Jugendkulturen ganz entscheidend von der jeweiligen Musikszene geprägt. Dabei sind weniger die Texte als der aggressive Charakter der Musik wesentlich.

Der aggressive Charakter einer Musik muss nicht wesentlich zu einen aggressiven Verhalten der Konsumenten führen.
Beispiel: Melt Banana
Da erfreut sich sogar ein älterer Herr im Anzug der Musik. Ebenso wird nicht gewaltätig aufgetreten. Die Fans sind alle glücklich. Die Art der Musik sagt wenig über das Verhalten der Konsumenten aus, nicht mal über das Verhalten der Musiker.

Desweiteren gab es mal ein Konzertfestival auf einen Kreuzfahrtschiff. Der Kapitätn hat sich sehr wohlwollend über die Metalfans geäußert, die, seiner Meinung nach, friedlicher waren als manche ältere Personen, die auf solchen Schiffen Urlaub machen.

Um nochmal zum Thema zu kommen. Das Handeln von Varg und seine Einstellung hat selbst innerhalb der Blackmetalszene zu heftigen Reaktionen geführt. Viele gingen damit nicht konform. Wie in jeder Gesellschaft gibt es aber auch in solchen Szenen Bekloppte. Varg ist bekloppt. Aber der größt Teil ist es nicht.

Was sicherlich für manche sehr schwache Persönlichkeiten prägend ist, ist das Verhalten der Protagonisten. Wenn einer Brandstifter ist, Mörder oder Nazi, dann denken manche, dass es so sein muss. Manche denken sogar, damit Profit zu machen. Siehe Nazis und Co., die das dann als NSBM vermarktet haben um Leute zu ködern.
Andere wissen aber, dass dies Schwachsinn ist. Der Urvater des Blackmetals Quorthon meinte in einem Interview, warum er diese Musik macht, dass er lediglich Mädchen beeindrucken wollte in jungen Jahren. Und zur Frage, wie er denn so darüber denke, das brutalste Album aller Zeiten erstellt zu haben, meinte er lakonisch sinngemäß, was man mit einer Flasche Vodka und ein paar verzerrte Gitarren alles doch anrichten kann.

Es kommt halt auch immer drauf an, wie man Musik reflektieren kann. Sei es als Musiker, sei es als Konsument und wie wichtig man sich dabei nimmt bzw. mit welcher Empathie man durchs Leben geht oder wie man auch selber sozialisiert ist.

Mit freundlichen Grüßen
Olli

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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru

Natürlich spielt die Musik in der neonazistischen Szene eine große Rolle, wenn es darum geht, Jugendliche zu ködern und in ihr Paralleluniversum zu integrieren. Dabei spielt die "Aggressivität" der Musik aber weniger eine entscheidende Rolle als das Rekrutierungspotenzial einer Szene: die Skinhead- bzw. Oi!-Jugendkultur wurde unterwandert, das selbe geschieht aktuell vereinzelt im Hip Hop und seit etwa 15 Jahren auch im Black und Pagan Metal, wobei hier explizit nur diese beiden Subgenres betroffen sind. Übrigens klingt ein Großteil der NS-Musik weder hart noch aggressiv - ein Beispiel sei Frank Rennicke, Liedermacher und zweimaliger Bundespräsidentschaftskandidat der NPD.
Des weiteren habe ich nicht geschrieben, dass Vikernes' Tat bzw. Haft seine Popularität gefördert hätte. Es hat ihn zu einer Symbolfigur in der NSBM-Szene (NSBM = National Socialistic Black Metal) werden lassen, von dem Gros der Black Metaller wird er aber eher zumeist für sein musikalisches Werk gewürdigt, als Person aber verachtet.

an NochEinNickname:

Es geht nicht um ein "muss", sondern um ein "kann" bzw. ein "tut es in vielen Fällen". Das ist schlimm genug. Ihrem Beispiel vom Kreuzfahrtschiff könnte ich eine Menge anderer Beispiele entgegenstellen. Manche Menschen sind ja auch betrunken recht harmlose Zeitgenossen, andere bekanntlich nicht.

an ifwt:
Ich vermute allerdings, dass Frank Rennicke weniger Jugendliche ködert als der Rechtsrock. Der aggressive Beat schaltet das Denken aus. Ich zitiere Jimi Hendrix: „Man hypnotisiert die Leute und bringt es so fertig, daß sie in ihren ursprünglichen Zustand zurückkehren, ... Und wenn man die Leute an ihrem schwächsten Punkt erwischt hat, kann man in ihr Unterbewußtsein alles predigen, was man will.” Mit "hypnotisieren" meint er nichts anderes als die Wirkung von Rockmusik.

Natürlich hat Frank Rennicke eine andere Zielgruppe als z. B. Spleipnir. Das ist allerdings eher nebensächlich; schließlich ist der neonazistischen Szene relativ egal, welche Musik sie unterwandern - wichtig ist ihnen nur die Kompatibilität zu wichtigen Jugendkulturen, um dort sozial anerkannt zu werden und so Anhänger zu gewinnen.

Jimi Hendrix war wie viele Musiker bzw. deren Hörer in den 60er/70er Jahren praktisch die ganze Zeit auf Drogen, worauf wohl vielleicht auch die hypnotisierende Wirkung seiner Musik zurückzuführen ist. Aber gerade jene Hippie-Bewegung war im Grunde radikal pazifistisch eingestellt und lehnte jede Form der Gewalt ab. Schließlich vermitteln - wie Hendrix in dem Zitat auch nahelegt - die Texte und nicht der Rhytmus oder die Musik, die eher als Träger für den Inhalt gilt, die Botschaft. Die Musik an sich beeinflusst den Menschen selbstverständlich auch psychisch, dabei ist es dem Körper aber ziemlich gleichgültig, ob es sich nun um barockene Orgelmusik oder Rockmusik des 21. Jahrhunderts handelt - im Gehirn werden die selben Bereiche stimuliert, es werden ähnliche Hormone ausgeschüttet, der Herzschlag orientiert sich gegebenenfalls am Tempo.

Jedenfalls ist mir keine repräsentative soziologische, aus sicherer Quelle stammende Studie bekannt, die einen Zusammenhang zwischen subjektiv als aggressiv gedeuteten Rhythmen oder Melodien und körperlicher Gewaltanwendung bei Hörern aus dem selben sozialen Milieu beweisen würde.

"Das bestimmende inhaltliche Thema im Death Metal ist die Auseinandersetzung mit Gewaltphänomenen und stellt für die Gesellschaft nach wie vor eine Provokation dar. Von der Darstellung von Gewaltfantasien wird häufig automatisch auf die Befürwortung oder Verherrlichung von Gewalt geschlossen. Doch Hörer aggressiver Musik sind nicht automatisch aggressive Menschen, die aggressiv agieren - bei der Death Metal Szene ist das Gegenteil der Fall: Es handelt sich um eine besonders friedliebende Szene, die zwar eine Faszination für Gewaltphänomene in Texten und Bildern zeigt, jedoch nicht daran denkt, diese Gewaltfantasien in die Realität umzusetzen. Gewalt kommt lediglich in Form von ritualisierter Gewalt vor, beispielsweise beim Headbangen/Moshen (vgl. rituale) oder Pogo-Tanzen." (Zitat von der Seite jugendszenen.com zur Einstellung der Death Metal-Szene)

@Dr. Klaus Miehling
Ich denke mal, sie sollten schauen, wie Menschen sozialisiert sind, die bestimmte Art von Musiken hören. Labile Menschen neigen eher zu einer unreflektierten Betrachtung bestimmter Dinge, als insich stabile Menschen.
Rennicke ist, als Beispiel, wesentlich gefährlicher einzuschätzen als Hendrix. Wahrscheinlich sogar gefährlicher als Burzum. Rennicke stellt insbesondere die NS-Vergangenheit in einen komplett falschen Licht dar, und bringt seine Zuhörer mit Absicht auf eine falsche Pfärte. Damit ködert er seine Zuschauer. Er macht das auch mit kompletter Berechnung, da er ein bestimmtes Weltbild vermitteln möchte. Die Texte sprechen da eine eindeutige Sprache. Da darf man sich von seiner butterweichen Liedermachermucke nicht täuschen lassen.

Hendrix vermittelt mit seiner Musik ganz andere Werte bzw. Gefühle. Eher aus dem Affekt heraus. Spontan. Damit ist er in einer Linie mit Mozart oder andere klassische Komponisten, die Sex, Drugs & Rock'n'Roll gelebt haben. Wenn sie also Hendrix als gewalttätig titulieren wollen (oder als gefährlich), dann müssen sie den größten Teil der klassischen Musik bzw. Opern usw. als gewalttätig (oder gefährlich) titulieren, da selbst die moderne Popmusik von der klassischen Musik beeinflusst ist. Gerade die meisten Heavy Metal Musiker berufen sich sehr oft auf klassische Musik. Die Melodiebögen ähneln sich nicht rein zufällig. Insofern "hypnotisiert" Musik immer ab einen gewissen Zeitpunkt, wenn sie einen persönlich anspringt. Jetzt kommt aber der Unterschied in der Wirkung: Der eine verbindet mit der Musik etwas anderes als ein anderer. Die Gefühlswahrnehmungen sind da komplett subjektiv. Der eine hört Napalm Death um Aggressionen abzubauen, der andere weil er die Band als Partyband betrachtet.

Jetzt schreiben Sie:
Manche Menschen sind ja auch betrunken recht harmlose Zeitgenossen, andere bekanntlich nicht.
Damit sagen Sie nichts anderes, als dass nicht die Musik (oder der Alkohol) das Problem ist, sondern was der Konsument (der die Musik hört oder den Alkohol konsumiert) draus macht. Der größte Teil der Menschen kann damit vernünftig umgehen, der kleinste Teil nicht. Jetzt ist die Frage, was ist wirklich böse: Der Alkohol oder die Art der Musik oder derjenige, der damit nicht umgehen kann?
Hitler hat sehr gerne Wagner gehört. Damit müsste nach ihrer Wahrnehmung die klassische Musik komplett gewaltverherrlichend sein oder dazu führen, dass Menschen zu Massenmördern mutieren (oder mutieren können). Die Frage wäre nun, liegt das an der Musik oder am geistigen Zustand des Zuhörers. Kaum einer würde hingehen und die klassische Musik in Frage stellen. Bei populärer Musik geschieht das aber sehr oft. Sehr fragwürdig.

Zu Burzum nochmal angemerkt: Hatte letztens aufgegabelt, dass er auch dadurch in der Szene einen Ruf durch seine Werke erfährt, da er stilistisch sehr eigen seine Werke in "lowfi" produziert hatte. Was dem Ganzen wohl eine eigene persönliche Note gegeben hat. Er hat sich dadurch sehr stark abgrenzen können gegenüber den üblichen Einerlei, der in dieser Zeit vorhanden war.
Das wäre die eine Seite der Medaille. Diese sollte aber die andere negative Seite nicht aufheben dürfen. Die Taten werden dadurch nicht besser. Letztendlich muss man das wohl immer zusammen betrachten oder wenigstens im Hinterkopf behalten, wenn man sich Burzum nähert.

Mit freundlichen Grüßen
Olli

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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru

Als ich das erste Mal Burzum hörte war ich hin und weg!Die Musik klang absolut böse,depressiv und kraftvoll zugleich.Und genau das macht die Musik meiner Meinung nach aus.Musik ist eben eine Kunstform die Emotionen auslöst.Solange man sie zum Aggressionsabau nutzt ist es völlig O.K.!Und die meisten tun dies auch.Menschen die ein offensichtliches Problem damit haben ihre Aggressionen nicht unter Kontrolle zu haben stehen meistens auf Popmusik ala Söhne Mannheims etc.Auch bei Leuten die zuhause Frau und Kind verprügeln wird man nicht allzuviel Metalmusik im CD-Regal finden.Dort tummeln sich dann eher "lustige Volksmusikanten" oder die aktuellen Ballermannhits.Man muß ja nur mal die Leute in der nächsten CD-Abteilung beobachten wer vor welchen Regalen steht und wem man Gewalt zutrauen würde.Es kann ja auch kein Zufall sein das es auf Blackmetalkonzerten so gut wie keine Gewalttaten gibt und im Vergleich zu Großraumdiskotheken(POP-Musik)alle 10min. gestresste Securityleute an einen vorbeiflitzen!Auch die Tatsache das es Leute gibt die Musik nach dem Privatleben des jeweiligen Machers abhängig machen finde ich auch albern.

@Lifelover

Wie ich hier schon mehrmals angemerkt habe: Wir brauchen eine Art Kulturministerium wie in der DDR. Dann würden derartige musikalische Werke überhaupt nicht erscheinen.

ich were zumindest schon einmal vorsictig wenn jemand satanist war ist die sind meistens nicht ganz richtig im kopf. von solchen typen und ihrer musik besser die finger lassen.

Diesen Kommentaren kann ich mich leider nicht anschließen, außer einem (Lücke).
Black Metal ist eine Kunstform mit kulturell, religiösen und politischen Bezügen, viel mehr als die anderen Metal&Rockrichtungen und daher schon viel hochwertiger einzustufen (progressiv) als z.B. die übliche Disco-Plärre.
In der Kunst kann man kulturelle, politische Fehlentwicklungen der Gesellschaft viel besser darstellen.
So der z.B. erwähnte J. Hendrix, der zum Woodstock-Festival aus Protest zum Vietnam-Krieg mit seiner kreischenden Gitarre dermaßen die eingespielte amerik. Nationalhymne verunstaltet hat, wie Immidierung von Bomben-holo udgl.
Genauso beim Black Metal, er führt die religiöse Fehlentwicklung auf, z.B. die Darstellung der Synagoge Satans auf den heiligen Stuhl oder aufzeigen von Zwischengöttern wie Baal oder Marduk. Es führt doch nur den drastischen Sitten-u. Werteverfall der heutigen Zeit auf oder verweist noch auf uralte Traditionen, eher im Pagan Metal.
Ich würde Lifelover empfehlen sich weiterhin mit hochwertigen Metal zu beschäftigen, zumal BURZUM relativ harmlos ist. (m.E. vielleicht noch besser Inquisition, Marduk, Setherial, Nile, 1349, ABSU, Absort usw.) Wem das zu heftig ist, kann sich auf grichischen BM spezialisieren, der sehr melodisch ist und auf die gr. Mystik eingeht.(Rotting Christ, Kafir, Zemial, Varathron, Agatus)

Also der Black Metal an sich ist eine äußerst extreme Form der Musik. So wie er momentan am verbreitetsten ist, ist er in Norwegen entstanden. Er wird als BM 2. Welle bezeichnet. Die erste Welle sind Bands wie Venom oder Mercyful Fate. Also zumindest Venom hat ihre Texte nie ganz ernst genommen. Allerdings hat sich im Laufe der Zeit vor allem in Deutschland und den USA eine Bewegung entwicken die man als Thrash Metal bezeichnet (USA=Bay Area Thrash und Deutschland=Teutonischer Thrash) Bands wie Sodom haben dann in Norwegen unter den Freunden der Extremen Musik für viel aufsehen gesorgt. Insbesondere Sodom die sich auch Aktiv gegen jeglichen Rassismus engagieren werden von den meisten Black Metal Bands aus Norwegen angeführt. Das Album Witching Metal ist quasi der anstoß gewesen noch weiter zu gehen und noch extremer zu werden. Hinzu kommt, dass die Gesellschaft in Norwegen äußerst "christlich" veranlagt ist. so wurde zum Beispiel der Film Das Leben des Brian in Norwegen verboten, weil dieser zu gotteslästerich sei. Eine solche extreme einstellung öffnete vor allem Jugendlichen mit ihrem aufrührerischem Gedankengut Tür und Tor bei ähnlcih Gesinnten. Die BM-Szene damals war vollgestopft mit extremen Persönlichkeiten. Als Auswüchse wurden zum Beispiel unzählige von Norwegischen Stabskirchen in Brand gesteckt. Letztendlich gab es auch einige Morde. Ich finde allerdings die Musikeinstellung (den Menschen als vernichtungswertes Wesen zu betrachten, ohne Unterschiede) als weniger bedenklich als die Einstellung zum Beispiel im Reggae der Rastafarianbewegung wo eindeutig zu Lynchmorden an Homosexuellen aufgerufen wird. Außerdem wird der Black Metal eher als Kunstform angesehen und in der Kunst sind die extremsten und verrücktesten Leute aktiv. Der Kunstkenner vollziehn ja auch nicht Zerstückelungen von Frauen wie es bei dem Surrealisten Man Ray der Fall war nach. Ich empfinde Black Metal als eine Form der Kunst, die sich auf Extreme beruft. Von daher kann man auch Burzum als Kunst ansehen. Man kann sich nicht mit der Person dahinter identifizieren aber die Kunst an sich gutheißen.

@ Lifelover
(Nur für eingefleischte Black-Metaler)
Black-Matal Open Air am 17.05. - 19.05.12 in Göllnitz (Gewerbegebiet Baumarkt)
Das liegt etwa 10 km westlich von Altenburg
u.a. mit Inquisition (Kolumbien), Deströyer 666 (Austral.), Eternity,
Horna (Finnl.), Denial of God (Dänem.), Svartidaudi (Island) u. weiteren 15 Bands.
Leider soll auch Nachtfrost eintreten.
Deathkult OA 2012