Wie sollen sich gut integrierte Muslime vor Vorurteilen schützen?

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Seit einigen Jahren (nicht erst seit Sarrazin) ist die deutsche Medienwelt mit Artikeln über die Integration der Muslime gepflastert. Wie kann man diesen brodelnden Hexenkessel, der überzukochen droht interpretieren? Nicht das ich Diskussionen aus dem Weg gehe, doch nähert sich meiner Meinung nach diese Art der Berichterstattung einer Massenhysterie. Wenn ich Morgens den PC anschmeisse und mir die neuesten Meldungen ansehe, ist der erste Artikel fast schon unvermeidlich einer über die Integration der Muslime. Wie kann man als Betroffener mit Kritik und Anregung umgehen, wenn man selbst keinen oder wenig Einfluss auf die Entwicklung hat und wie schützt man sich als gut integrierter Muslim praktizierend oder nicht, vor Vorurteilen und Verdächtigungen? Meiner Erfahrung nach ist es nicht so, dass gut integrierte Muslime von den herrschenden Vorurteilen aber auch eigenen Ängsten verschont bleiben, wie also argumentieren sie in vernünftiger Weise ohne ihr Selbstwertgefühl zu verlieren?

Zur Veranschaulichung der Berichterstattung habe ich einige wenige Artikel aus größeren Zeitungen herausgesucht, die allein in den letzten 24 Stunden erschienen sind. Dabei möchte ich die Diskutanten bitten ihre eigene Wahrnehmung zu prüfen, aber das ganze auch aus der Sicht der Muslime zu sehen.

Seehofer bringt Ludergeruch übers LandSüddeutsche 11.10.12

Der Sarrazin-Effekt: Deutschland wird islamfeindlichSüddeutsche 11.10.12

Türken bei deutschen Jugendlichen unbeliebtSüddeutsche 12.10.12

Union lässt sich Positionen vom Zeitgeist diktieren Welt Online 11.10.12

Für Westerwelle muss Integration "fordernd" sein Welt Online 11.10.12

Regierung will Integrationsverweigerer rannehmen Welt Online 12.10.12

ARD-Umfrage zeigt Zunahme der Islamfeindlichkeit Spiegel Online 11.10.12

Merkel redet Seehofers Provokation klein Spiegel Online 11.10.12

Das "Kartoffel-Problem" muss erforscht werden Der Tagesspiegel 11.10.12

„Diese pauschale Türken-Schelte nervt“ Focus Online 11.10.12

Neue Debatte über Zuwanderungn-tv.de 11.10.12

Streit um Zuwanderung entbrannt n-tv.de 12.10.12

Steinbach befeuert Debatte um Integration Der Westen 11.10.12

Semantischer Kulturkampf Frankfurter Rundschau 11.10.12

„Wohlfühl-Programm für den rechten Rand“ Frankfurter Rundschau 11.10.12

Kommentare

hallo bogo. ich habe deine artikelsammlung oben beginnend gelesen.
nur irgendwie komme zu einer ganz anderen einschätzung als du. zum einen deckt es sich sehr wohl mit meiner erfahrung das integrierte einwanderer nicht mehr als mohhamedaner wahrgenommen werden, sondern auch das es "vollintegrierten" herzlich egal ist was in den anatolischen bergen passiert, weil sie assimile(übrigens das schimpfwort von "echten" türken für vollintegrierte), also angepasst, sind.
und mal ehrlich kannst du einen türken vom griechen italiener oder brasilianer unterscheiden? also ich nicht.
folglich halte ich die problemstellung für bestenfalls akademisch existent.
das was du als massenhysterie zu erkennen glaubst, nenne ich eher psycho-hygiene. seit deutschland sich den luxus des gastarbeiters leistet, ist da nie ehrlich drüber gesprochen worden, jetzt 50 jahre später trauen sich leute den finger auf die wunde zu legen. und prompt kommen all diese apologeten aus ihren löchern gehüpft und dreschen auf alle diese volksverhetzer, brandredner, nestbeschmutzer, bräunlinge und wie man sie noch nennen mag, ein.
also nein das darf man aber nicht sagen, das ist aber politisch unkorrekt und wie diese refelxhaften exkurse noch verbalisiert werden können. der unterschied zu tumben ewiggestrigen ist, das es ganz normale leute sind die das "bedürfnis" haben endlich über die dinge zu reden die seit dekaden nur im klein klein der gremien oder am stammtisch adressiert worden sind.

natürlich bietet das die gefahr das ede braun morgenluft wittert, aber können wir es uns wirklich leisten so zu tun als wäre das alles propaganda?

ich glaube das dies der anfang eines lange überfälligen prozesses ist, in dem deutschland und seine einwohner beginnen gewisse positionen zu klären.
was mich dazu führt das es unnötig ist sich gegen derartige situationen mithilfe von sprachregelungen zu wappnen und sofort alarmiert loszurennen, weil jemand sagt wie er es sieht. für zielführender würde ich eine offene einstellung zum thema halten, die nicht sofort darin mündet tödlich beleidigt die rhetorische totschlagfloskelkiste zu öffnen um im vorrauseilenden gehorsam jede form von kritik an einwanderern mundtot zu machen. und das nur weil die extremen rechten kritik als munition missbrauchen werden.

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Vor Vorurteilen kann man sich wohl nicht schützen. Man kann nur im Verbund mit anderen versuchen, dagegen vorzugehen.

Insofern sollte man vielleicht die aktuelle Debatte auch nicht einfach nur eindimensional als Bedrohung empfinden. Sie ist eben auch eine Chance, für mehr Aufklärung zu sorgen und Vorurteile abzubauen.

Ghostrider

Anfang der 60er Jahre hatte der Schlagersänger Bill Ramsey mit seinem Hit "Die Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe" den Orient als das Märchen aus 1001 Nacht in die Herzen der Deutschen besungen. Daraus wurde sogar eine Welle der besonderen Art. Junge deutsche Frauen übten den Bauchtanz und während der Faschingszeit gaben sie sich gerne auf Maskenbälle als orientalische Schönheiten.

Heute leben Menschen aus dem Orient bei uns in Deutschland, und plötzlich ist schluß mit Lustig, oder?

Der sonst so furchtlose Deutsche, der seinen Urlaub in Ägypten, Tunesien, in der Türkei oder sonstwo im Orient verbringt, leidet hier in Deutschland plötzlich an Islamophobie?

In der Sprache der Jugendliche müßte ich jetzt sagen: "Ja gehts noch?"

Warum plötzlich diese Angst vor einer "fremden" Kultur?

Das Christentum und der Islam. Zwei große Religionen in der Welt.

Warum spreche ich das Christentum an? Weil die meisten Deutschen einer christlichen Glaubensgemeinschaft angehören.

Studiert man die Bibel und den Koran, wird man feststellen, dass beide religiöse Weltanschauungen viele Gemeinsamkeiten haben. Beide weisen den Weg für den Gläubigen, ein besserer Mensch zu sein.
Wer also nach der Bibel lebt, oder nach dem Koran, kann eigentlich auch kein schlechter Mensch sein.
Sollte man meinen. Soweit sogut.

Was aber haben die Menschen selbst aus diesen Religionen gemacht?

Eine gewaltbereite Minderheit hat den Islam zu terroristischen Zwecken mißbraucht. Auch Ehrenmorde und Steinigungen wie wir sie noch aus der Antike kennen, werfen in unserer Zeit dunkle Schatten voraus.

Wenn ich hier sachlich diskutiern möchte, so muß ich das auch offen zugeben.

Aber auch das Christentum hat eine dunkle Phase der Kirchengeschichte zwischen dem 12. und dem 18. Jahrhundert zu beklagen.
Diese Phasen hatten auch Namen.

Die Inquisition und die Kreuzritter Feldzüge. Völker wurden ihres Goldes beraubt und viele Menschen wurden auf dem Scheiterhaufen bei lebendigem Leibe verbrannt, nachdem man sie vorher bestialisch gefoltert hatte.

-------DU SOLLST NICHT TÖTEN-------

Das alles also im Namen Gottes!

Wer frei von Sünden ist, werfe den ersten Stein!

Trotz dieser Tatsachen gibt es heutzutage herzensgute Christen und genauso liebevolle Muslemen.

Nicht die Religionen sind gefährlich, sondern der Fanatismus und die Hysterie. Und das bezieht sich nicht nur auf Religionen.

Es besteht in Deutschland keinen Grund für Hysterie und Islamophobie.

Es ist das schändliche Werk rechtsextremer Volksverhetzer!

Das Werk von Verschwörungstheoretikern, die einen gesellschaftlichen Flächenbrand auslösen wollen.

Menschenhasser also, die sich wahrscheinlich selbst nicht leiden können.

Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit Muslemen in Deutschland gesammelt. Habe sehr herzliche Gastfreundschaften erlebt.
Und wenn ein Musleme in Deutschland kein Deutsch sprechen kann, na und, dafür kann ich kein Arabisch. Gleicht sich wieder irgendwo aus, oder? ;-))

Ghostrider

Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!

Ein nicht ganz unerheblicher Teil der Muslime(Bevor es Kritik hagelt, ich rede NICHT von allen Muslimen, es gibt hervorragend integrierte und freundlcihe muslimische Zeitgenossen) bestätigt sämtliche Vorurteile.
Mit deren Verhalten würde sich auch die Meinung der Mehrheitsbevölkerung ändern.

Die öffentliche Meinung über den Islam wird geprägt durch eine Flut negativer Nachrichten, die mit dem Islam verbunden sind. Terroranschläge, Steinigung von Frauen wie im Iran, Verfolgung von Christen in vielen islamischen Ländern und die Unterdrückung von Frauen sind fast täglich in Presse und tv zu hören und zu sehen.
Tatsächlich entsprechen die Mehrzahl der islamischen Länder nicht dem, was wir unter Demokratie und Menschenrechten verstehen.
Dieser Meldungen implizieren, dass die Moslems auch bei uns ähnliche Regime errichten würden, wenn man sie denn liesse. Daraus erwächst ein grosser Teil der Ablehnung, auf die er bei uns stösst.
Leider distanzieren sich die deutschen Islamverbände nicht ausreichend deutlich von diesen Missständen und zeichnen deshalb ein mehr als undeutliches Bild des Islam und seiner Zielrichtung.
Dazu kommt, dass den wenigsten Bürgern die unterschiedlichen Richtungen im Islam bekannt sind, die sich zum Teil gravierend unterscheiden, sowohl in der Auslegung des Koran als auch in der Auslegung der Lebensregeln, die der Islam vorschreibt. Und so werden radikale Wahabiten mit den moderaten Alewiten in einen Topf geworfen.
Es wäre Aufgabe der Islamverbände selbst, für mehr Aufklärung zu sorgen, um Ängste der Bürger abzubauen. Dies geschieht leider viel zu wenig oder gar nicht.
Auch die jetzt aufgeflammte Debatte hat dazu nicht geführt, sondern bei den Moslems eher zu einer Wagenburgmentalität erzeugt, die nicht hilfreich ist.
Gerade die anstehende Steinigung einer Frau im Iran wäre eine gute Gelegenheit für die Islamverbände, sich zum Anwalt dieser bedrohten Fau zu machen und öffentlich ihre Begnadigung zu fordern. Gleiches gilt für ähnliche Fälle.
Eine allgemeine Beteuerung, man stehe zum Grundgesetz, genügt nicht, um das Image zu verbessern.
Da muss mehr kommen.

Zwei Gedanken dazu, bevor es ins Bett geht, morgen vielleicht mehr:

Meiner Meinung nach ist die Islamdebatte nur vorgeschoben. Die meisten Menschen haben keine Probleme mit indonesischen Krankenschwestern, pakistanischen Taxifahrern oder iranischen Ärzten. Womit aber viele Menschen seit Jahren ein Problem haben sind Türken und insbesondere "Araber". Um jetzt aber nicht den Anschein zu erwecken Ausländerfeind zu sein, weil man dann nicht mehr Gehör findet, versuchte man die Kritik über die Religionsschiene zu fahren, weil das ja viel aufgeklärter und fortschrittlicher daher kommt. Die Islamdebatte geht nämlich am Kern der Sache vorbei. Auch wenn es viele gute Gründe, nicht zuletzt historische, gibt, dem Islam kritisch gegenüber zu stehen, so sind doch die, gegen die sich die Kritik eigentlich ursprünglich richtet nur selten praktizierend Moslems. Es sind zumeist kriminelle Banden und männliche Teens bis Mitt-20er, die dann von der Presse verharmlosend als "Jugendliche" beschrieben werden, die den Frieden im Land gefährden.
Ich komm zum Beispiel aus einer Stadt mit großer muslimischer Bevölkerung. Das Problem ist, dass ich als großer, starker Kerl, der deutlich aus der Masse herausragt, mich in gewissen Gegenden nicht mehr blicken lassen kann, weil Gruppen von Hänflingen meinen sich aus meinem Kopf eine Trophäe basteln zu können. Das Kalkül jener ist, dass sie es jemand der zwei Köpfe größer ist als sie und 50kg schwerer, mal richtig ordentlich besorgen wollen. Nachdem ich das zweimal mitgemacht hab, hab ich da jetzt keine große Lust mehr drauf und weite Teile, schöne Teile, meiner Heimatstadt, sind zur no-go-area für mich geworden. Anderen gehts genauso. Und wenn es keine Moslems mehr in D gäbe, dann gäbe es auch diese Raufbolde nicht mehr in Deutschland. Millionen verjagen, um (hundert-?)tausende los zu werden.
Was kann ein integrierter Moslem tun? Sich nicht mit diesen Idioten in einen Topf werfen lassen. Bloß weil die eigenen Kinder aufgrund passenden Phänotyps weniger bis keine Probleme mit vormals genannten haben, heißts ja nicht, dass es nicht auch ihr Problem wär. Weil wenige sich daneben benehmen, müssen alle drunter leiden. Ist ja auch verständlich. Wenn ich auf der Straße unterwegs bin, kann ich ja nicht sehn, (...) auf dem Weg zum Quantenphysikkurs ist, oder sich nach erfolgreichem Raubzug nur kurz die Sonne auf den Pelz brennen lässt, bevor es weiter geht. Und um Angst zu empfinden reicht eine schlechte Erfahrung aus. Ein Beispiel, meine Mutter: Jahrelang (auch heute noch) Linkspartei-PDS Wählerin, weltoffen, tolerant, sozial. Eines Tages ist sie auf dem Weg nach Hause von der Arbeit, als ein Junge zwei Sitze weiter in der S-Bahn von einem "Südländer" im vorbeigehen mehrfach "gemessert" wurde. Seitdem kann es passieren, dass in bestimmten Themenfeldern Äußerungen von ihr zu hören sind, die vom NPD Kreisverband stammen könnten.
Wie könnten integrierte Migranten nun wirken?!
Geht in die Migranteverbände und sorgt, dafür, dass sie sich aktiv an der Lösung der Probleme beteiligen. Wann immer ein Unglück passiert, bei dem ein junger Deutscher zu schaden kommt, wird beschwichtigt, die Situation schön geredet, wenn es zu Kritik kommt, die höchsten Stufen der Empörungspyramide erklommen, wenn einer was falsches sagt. Das hilft aber nicht weiter. Migrantenverbände, die Probleme ignorieren oder aus der Welt zu faseln versuchen helfen nicht weiter sondern sind ein Teil des Problems. Leute, wie Kenan Kolat oder der Herr Mazyek werden von vielen nicht mehr Ernst genommen, wenn sie ihr Empörungsgeheul vom Stapel lassen. "Türkenlobby" heißt es dann, "Natürlich, woll'n die nicht über Probleme reden. Könnte ja ihre Unterwanderungspläne untergraben!"

Auf der Islamkonferenz sollten solche Probleme eigentlich gelöst werden, das Problem war nur, die Politik fand keinen Ansprechpartner, der bereit gewesen wäre mit ihr zu kooperieren.
Den rest später oder vielleicht morgen..

Beste Grüße

Hallo, wir mussten einen Teil Ihres Beitrags löschen, da er gegen unsere Diskussionsregeln verstoßen hat. Nur kurz der Hinweis: Wir sind hier an einer sachlichen Diskussion interessiert. Moderator_JW

Hallo, wir haben Ihren Beitrag gelsöcht, weil er off-topic war. Moderator_JW

Ich empfinde es als eine Frechheit hier die Situation so darstellen zu wollen, als seien die Musilme im allgmeinen selber daran Schuld, dass in Deutschland eine Islamophobie gegenwärtig ist.

Über die versäumte Integrationspolitik und das Problem der Gastarbeitermentalität wurde fast nichts geschrieben. Wenn wir diese Aspekte miteinbeziehen, ergibt sich schon auch ein ausgeglicheneres Bild der Entwicklung des "Islam-Problems". Aus vielen Koranschule weiß ich, dass nicht die Koranschulen unkooperativ sind, im Gegenteil, die Koranschulen werden entweder beobachtet oder schlichtweg ignoriert.

Der Islam ist dem Durchschnittsdeutschen unbekannt, doch er denkt er kennt den Islam durch die Medien.

Ich frage, wer von euch war schon mal in einer Moschee, oder hat mit einem türkischen Imam gesprochen, bzw, mal einer Predigt zugehört?

Ich bin mir sicher, dass in der Stadt in der ihr wohnt eine Moschee ist. Der Islam ist eigentlich so nahe und doch so fremd.

Doch um auf die eigentlich Frage zu kommen:

Ich denke man kann sich nicht gegen ein Vorurteil schützen. Man kann zeigen, dass man selber nicht in das Vorurteilsmuster passt.

Einstein sagte:
Es ist leichter ein Atom zu zerstören, als ein Vorurteil.

"Über die versäumte Integrationspolitik und das Problem der Gastarbeitermentalität wurde fast nichts geschrieben."

Integration sollte immer und allein vom Einwanderer kommen,nicht vom Gastgeber.Noch dazu können sich die meisten nichtmuslimische Einwanderer komischerweise integrieren und assimilieren.Also liegt es weniger an der Politik.Diese ist eher für die maßlose Zuwanderung verantwortlich.

(...)

Hallo, wir mussten einen Teil Ihres Beitrags löschen, da er gegen unsere Diskussionsregeln verstoßen hat. Moderator_JW

Hallo, wir möchten die Nutzer bitten auf das eigentliche Thema: "Wie sollen sich gut integrierte Muslime vor Vorurteilen schützen?" zurückzukommen. Off-topic-Beiträge werden wir in Zukunft löschen. Moderator_JW

Wie gesagt, am besten schützt man sich gegen Vorurteile und solch alberne Sprüche wie "Integration sollte immer und allein vom Einwanderer kommen,nicht vom Gastgeber" durch offensive Auseinandersetzung.

Hochmeister, würdest du deinen Spruch Ernst nehmen, hieße das: keinen Whisky, keinen Wodka, keinen Genever, keinen Cognac, keine Pizza, keine Pasta, keine Döner, kein Ayran, kein chinesisches Essen, weg mit den Baseballcaps, schmeißt die Jeans fort, verbietet den Bauchtanz, indiziert die Wasserpfeifen, Schachbretter zu Streichhölzern etc...

@Hochmeister,

Integration sollte immer und allein vom Einwanderer kommen,nicht vom Gastgeber.

Erst einmal, ich bin kein Gast mehr und frage sie nicht wieviel mehr Integration oder Assimilation sie von mir fordern. Ich fragte, wie man sich gegen Vorurteile schützen kann, wenn das was sie verlangen schon vollzogen ist, aber von der Gesellschaft nicht anerkannt wird.

Es ist Übrigens ein Geben und Nehmen, wenn sie mir aufgrund ihrer Vorurteile keinen Job geben oder keine Wohnung, wollen sie garnicht das ich mich integriere oder assimiliere.

Das sich andere Zuwanderer besser integrieren, mag ihre Meinung sein. Ich sehe das nicht so, in meinem Umfeld bewegen sich Gläubige und weniger gläubige Muslime, 99% sind in diese Gesellschaft integriert. Ich kenne mindestens genausoviele Ex Jugoslawen, bei denen kann man das gleiche behaupten. Auch wenn die Grade der Integration unterschiedlich sind, schaffen es alle mit der Mehrheitsgesellschaft auszukommen. Der Unterschied ist aber zur Zeit, dass sich die Muslime ziemlich tief ducken müssen um hier ja nicht aufzufallen.

Da ich mit beiden Kulturen konfrontiert bin, kann ich diesen Unterschied ganz deutlich spüren. Ich werde als Serbin besser angenommen, als Frau eines Moslems aber wieder abgelehnt. Ganz zu schweigen von den Kinder, die als Deutsche garnicht wahrgenommen werden, obwohl sie die egentlich assimilierten bei uns sind. Den Kindern geht es mächtig auf den Keks einfach in eine Schublade gesteckt zu werden und das rächt sich, weil sie sich dann von der Mehrheitsgesellschaft abgelehnt fühlen und ihr irgendwann den Rücken kehren.

"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi

Ghostrider

Vorurteile zeugen von einem hohen Maß an Nichtwissen. Wir bilden uns eine Meinung aus Fragmente von Informationen, aus Medien und vom "Höhren" und "Sagen". Und jeder dichtet aus seiner Fantasiewelt noch was dazu.

Diese so entstandene sehr fragwürdige Meinung, wird vehement verteidigt, auch wenn diese als falsch widerlegt wurde.

Vorurteile haben den Antisemitismus geprägt, und heutzutage ist es der Antiislamismus.

Hier etwas wissenswertes zum Islam in sehr verständlicher Form dargestellt:

http://www.helles-koepfchen.de/artikel/1629.html

Vorurteile und Ängste sind daher auch völlig unbegründet.

Es sind die Hetzkampagnen rechter Stimmungsmacher in unserem Lande.

Rechte Verschwörungstheoretiker, die von einer Parallelgesellschaft warnen, obwohl sie selber seit Jahrzehnten in ihrer eigenen Parallelwelt leben.

Was wäre aber Deutschland ohne Migranten?

Ein Land mit z.Zt. 65 Mill. Einwohner. Davon ca. 20 Mill. Rentner, und ein dramatischer Rückgang der Geburtenrate.

Wo stünde Deutschland ohne Migranten in 20-30 Jahren?

Deutschland hätte nur noch 30-40 Mill. Einwohner! Dadurch wären wir wirtschaftlich handlungsunfähig.
Es käme der Zusammenbruch unserer Sozialsysteme. Großkonzerne würden sich ins Ausland verlagern.
Kaum noch Schulen, kaum Bildung und minsestens 10-15 Mill. Arbeitslose ohne soziale Unterstützung.

ABER DEUTSCHLAND WÄRE ZU 100% DEUTSCH!

Dafür könnte sich Deutschland im wahrsten Sinne des Wortes abschreiben.

Ghostrider

Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!

Hallo, wir haben Ihren Beitrag gelöscht, weil er off-topic war und gegen unsere Diskussionsregeln verstoßen hat. Moderator_JW

"

Wie gesagt, am besten schützt man sich gegen Vorurteile und solch alberne Sprüche wie "Integration sollte immer und allein vom Einwanderer kommen,nicht vom Gastgeber" durch offensive Auseinandersetzung."

Erklär mir erstmal was daran albern sein soll,ausser das es gegen deine Meinung spricht!!!

"Hochmeister, würdest du deinen Spruch Ernst nehmen, hieße das: keinen Whisky, keinen Wodka, keinen Genever, keinen Cognac, keine Pizza, keine Pasta, keine Döner, kein Ayran, kein chinesisches Essen, weg mit den Baseballcaps, schmeißt die Jeans fort, verbietet den Bauchtanz, indiziert die Wasserpfeifen, Schachbretter zu Streichhölzern etc..."

Den zusammenhang versteh ich nicht ganz.Was haben Produkte mit Integration zutun? Im Übrigen wurde die Jeans von einem Deutschen erfunden.(0:

Hallo, wir haben Ihren Beitrag gelöscht, weil er off-topic war. Moderator_JW

Ghostrider

@Hochmeister

Jeder Deutsche kann und sollte dazu beitragen, dass Migranten sich hier besser integrieren können!

Das gebietet der Anstand. Schließlich sind wir die Gastgeber!

"Im Übrigen wurde die Jeans von einem Deutschen erfunden."

(...)

Ja, der Deutsche hieß Levi Srauss und war amerikanischer Industrieller;-))

Ghostrider

Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!

Seit einigen Jahren (nicht erst seit Sarrazin) ist die deutsche Medienwelt mit Artikeln über die Integration der Muslime gepflastert. Wie kann man diesen brodelnden Hexenkessel, der überzukochen droht interpretieren? Nicht das ich Diskussionen aus dem Weg gehe, doch nähert sich meiner Meinung nach diese Art der Berichterstattung einer Massenhysterie

Die öffentliche Diskussion hat erst mit dem Buch von Sarrazin begonnen. Davor wurden Probleme im Zusammenhang mit der Zuwanderung aus muslimischen Ländern unter den Teppich gekehrt oder fielen der Political Correctness zum Opfer.

Das Verdienst Sarrazins besteht darin, dass er wissenschaftlich argumentiert. Seinen Thesen liegen Statistiken von Destatis zugrunde. Die Ergebnisse dieser Behörde wird niemand anzweifeln. Des weiteren zeigt Sarrazin Entwicklungen auf. "Deutschland in 100 Jahren" bildet das Schlusskapitel seines Werks.

Wahrscheinlich haben Politiker wie Seehofer, Bouffier und einige andere endlich verstanden, wohin die Reise geht. Daher diese Diskussion. Ich kann nur hoffen, daß die Diskussion anhält bis alle Probleme gelöst sind und ein neues, erheblich restriktiveres Zuwanderungsrecht geschaffen wird.

Von wegen:
"Integration muss immer vom Einwanderer her kommen".
Da muss ich schmunzeln. Es gibt nicht wenige Fälle und Aussagen, dass selbst Menschen, die perfekt die Sprache können, einen gutbezahlten Job haben, gesellschaftlich bestens integriert sind, immernoch auf Ablehnung stoßen, da sie einigen Eingeborenen nicht koscher erscheinen. Da zelebrieren dann einige ihre Vorurteile so sehr, dass eine Integration schlichtweg nicht mehr möglich ist, egal was man macht.
Insofern muss da von der anderen Seite auch was kommen, auch wenn man es nicht wahrhaben möchte. Zu einer Partnerschaft gehören immer zwei.

Und wenn dazu noch die Sprüche von Seehofer, Westerwelle, Sarrazin und Co. kommen, kann man verstehen, dass wir mittlerweile eher ein Auswandererland sind als ein Einwandererland, da die meisten mit Niveau und Verstand eher das Weite suchen als sich diesen Mumpitz anzutun. Das sind dann nicht nur Einwanderer sondern auch Eingeborene und zwar all die, die wir als "Fachkräfte" so sehr missen derzeit.

Wie man sich vor Vorurteilen schützen kann? Die Frage ist dann wahrscheinlich eher, wie man sich vor Idiotentum schützen kann.
Da haben die Ärzte mal ein passendes Lied dazu gemacht:
Die Ärzte - Lasse Reden

Und sehr wichtig: Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich sehr ungeniert.
Vielleicht müssen mal Einwanderer damit anfangen, mit diesen Vorurteilen und Unterstellungen offensiv zu spielen. Es meinte mal jemand, dass Kopftuch zu tragen ist heute der neue Punk. Vielleicht sollte man das echt mal überspitzt karrikieren und dies so übertreiben, dass vielleicht der ein oder andere merkt, dass er mit seinen Vorurteilen auf den Holzweg ist oder merkt, dass er damit nicht besser ist als irgendein Fundamentalist, den er in irgendetwas zu sehen glaubt.
Die einen führen einen Heiligen Krieg gegen Ungläubige, die anderen führen einen heiligen Krieg gegen alles was für sie islamisch-fundamentalistisch ist. Für mich persönlich unterscheiden sich diese Gruppen nur marginal von ihrer Wirkung auf normaldenkende Menschen. Jeder seriöse Lösungsansatz wird von beiden unterbunden. Merkt man auch an der derzeitigen "Debatte". Von außen betrachtet mutet das derzeit ziemlich albern oder lachhaft an, was da alles so von sich gegeben wird. Der letzte Korken war, dass man auch mal den Nutzwert von Menschen betrachten sollte, die hier leben. Ich glaube, Westerwelle war das.
Sorry, wer sowas von sich gibt, dessen "Nutzwert" kann auch nicht wirklich hoch sein.

@Bogo
Ich glaube, Du bist "deutscher" als mancher, der Dir mit Vorurteilen begegnet. Der kann zwar irgendwas dichten aber mitnichten denken. Da haste schon mal einen Vorteil ihm gegenüber. Sprachlich biste wahrscheinlich auch diesen Leuten zumeist besser bewandert und da Goethe wohl mal gesagt hat, dass der Deutsche eher ein Weltenbürger ist als ein Nationalbürger, dürfteste da wohl auch eher ins Konzept passen als manche Vorurteilbelasteten. Sind bestimmt auch alle neidisch auf Dich. ;-)

Mit freundlichen Grüßen
Olli

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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru

@Hochmeister,

Erklär mir erstmal was daran albern sein soll,ausser das es gegen deine Meinung spricht!!!

Durch offensive Auseinandersetzung schreiben sie, wollen sich aber nicht mit mir auseinandersetzen. Es widerspricht sich, wenn sie mir im gleichen Atemzug bekunden das ich selbst für meine Integration zuständig bin. Wenn ich gegen Wände rede, nutzt mir eine offensive Auseinandersetzung garnichts.

Ausserdem verdrehen sie die von ihnen gemachte Aussage nach gutdünken, jetzt ist ihr oben getätigter Satz plötzlich nur ein Beispiel wogegen ich mit einer offensiven Auseinandersetzung ankäme und was wird er im nächsten Post? Ich habe das Gefühl sie wollen präsent sein, setzen sich aber nicht wirklich mit dem Thema auseinander. Schade eigentlich, denn Grundvoraussetzung für Integration ist auch, dass sie zuhören und wenigstens teilweise versuchen, sich in die Position des anderen zu versetzen. Vielleicht findet sich dann irgendwo ein gemeinsamer Punkt wo man ansetzen könnte, für eine bessere Verständigung

"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi

"Durch offensive Auseinandersetzung schreiben sie, wollen sich aber nicht mit mir auseinandersetzen."

Wie es bereits schon einigen aufgefallen ist,hab ich das des öfteren versucht,aber meine Beiträge werden oft gelöscht.Also wenn du mit mir richtig diskutieren willst,dann woanders oder per persönlicher Nachricht hier.

"Ich habe das Gefühl sie wollen präsent sein, setzen sich aber nicht wirklich mit dem Thema auseinander. "

Das glaub ich weniger.

"Schade eigentlich, denn Grundvoraussetzung für Integration ist auch, dass sie zuhören und wenigstens teilweise versuchen, sich in die Position des anderen zu versetzen. Vielleicht findet sich dann irgendwo ein gemeinsamer Punkt wo man ansetzen könnte, für eine bessere Verständigung"

Ich versetz mich in die Situation,was ich machen würde wenn ich in ein anderes Land ziehe.Zuerst und schon in der Heimat die Sprache lernen und mich mit der Kultur und Lebensweise des Landes auseinander zu setzen und nicht die andere Kultur,durch mein Auftreten zu verunsichern.Noch dazu würde ich nur auswandern,wenn ich dem Gastgeberland nicht auf der Tasche liege und hier schon vorher für nen sicheren Job in der Ferne sorgen.Darum kann ich nicht verstehen,wie man vom Gastgeberland finanzielle Unterstützung fordert kann,und möchte das die Gastgeber sich mir anpassen und Sprachkurse vom Gastgeberland finaziert werden oder gar das diese Dokumente in meiner Sprache drucken.Ich allein als Einwanderer bin in der Bringschuld und Aktzeptanz kann ich nur erwarten,wenn ich mich ihnen anpasse.Entweder ich gehe in der dortigen Kultur auf oder ich bleibe zuhause.

Vorurteile haben die Eigenart, sich auf Gerüchte und Unwahrheiten zu stützen, und diese zu pauschalisieren.

Wenn also selbst die Wahrheit nicht mehr gegen Vorurteile ankommt(Siehe Sarrazins Spinnerei und seine Jünger, die jeden Mist fressen würden, der ihre Vorurteile bestätigt), dann kann die konsequente Ausgrenzung wirken.

Man sollte sich vielleicht einmal daran erinnern, welche Mittel es waren, die den Nationalsozialismus nach seiner Niederlage eindämmen konnten. Nie funktionierte es, indem die angefeindeten Gruppen ihren Feinden Recht gaben. Ganz im Gegenteil.

Der "gut integrierte Ausländer" hat überhaupt keine Möglichkeiten, sich vor den Vorurteilen der Nazis und Sarrazin-Fans zu schützen. Ihm werden immer die Taten von Bin Laden angelastet werden, und er wird immer vorgehalten bekommen, seine Frauen zu unterdrücken und durch seine pure Anwesenheit "den Deutschen Volkscharakter" vernichten zu wollen. Diese durch Nazis bis zu Vernichtungsabsichten hin perpetuierte Idee des Volkscharakters, des "Volksganzen" hat in Deutschland leider überlebt.

Im Zentrum der Kritik können daher nicht Zuwanderer stehen, sondern diejenigen Menschen, die solche gegen Zuwanderer gerichteten Vorurteile kultivieren und rechtfertigen.

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Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

Ich versetz mich in die Situation,was ich machen würde wenn ich in ein anderes Land ziehe.Zuerst und schon in der Heimat die Sprache lernen und mich mit der Kultur und Lebensweise des Landes auseinander zu setzen und nicht die andere Kultur,durch mein Auftreten zu verunsichern.

Sie weichen wieder vom Thema ab, es geht doch nicht darum wie sie die Leute wahrnehmen, sondern warum die Muslime selbst nach gelungener Integration weiter auf Ablehnung stoßen. Da gibt es ein paar Beispiele aus der letzten Zeit, die das deutlich hervorheben z.B. die Diskussion um die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan. Erst wirft man muslimischen Migranten vor, sie seien in der Elite nicht präsent genug, kaum sind sie es, werden sie sofort wieder in die Rechtfertigungsecke gedrückt. Ich bin auch gegen Kreuze und Kopftücher in den Schulen, dass könnte jeder Deutsche ungestraft sagen, einer mit muslimischer Herkunft aber nicht.

NichtDieMama hat da wieder ins Schwarze getroffen, schlimmer sind die Ergüsse von Intelektuellen wie Giordano, Kelek oder Broder. Können sie sich vorstellen jemanden ernst zu nehmen, der da so Dinge sagt wie:"Wenn der muslimische Mann sich nicht bei der Frau entleeren kann…dann muss halt mal ein Tier oder etwas anderes herhalten.
Dafür bekommt Mensch heutzutage den «Freiheitspreis», danke auch.

Giordano ist dagegen ein Lämmchen, doch mit der Menschenwürde nimmt er es bei Muslimen dann auch nicht so genau. 25. Mai 2007
„Auf dem Weg hierher“, so sagte unlängst der Schriftsteller Ralph Giordano bei einem Interview-Termin, „musste ich einen Anblick ertragen, der meine Ästhetik beschädigt hat - eine von oben bis unten verhüllte Frau, ein menschlicher Pinguin.“

Broder der sprengt den Rahmen, aber sicher können sie sich vorstellen, dass manch ein Spruch von ihm, dem Muslim durch Mark und Bein gehen muss.

Und Sarrazin, mit seinen Kopftuchmädchen der keinen einzigen Satz ohne äh,äh, also, also Zustande bringt hält uns hier unten für Minderbelichtet.

Ich erwarte nicht das Rechtsextreme uns Migranten lieben und das die den Sprüchen applaudieren erstaunt mich nicht, doch Menschen mit normalem Verstand, (da gehe ich mal davon aus das 80% der Bevökerung normal ticken) sollten solchen Leuten nicht vorbebehaltslos applaudieren. Welche Ambitionen Rechtsextreme haben ist nicht schwer zu erraten, aber was treibt Intellektuelle an, sich derartig zu artikulieren? Hochangesehene Menschen, die von sich behaupten aufgeklärt zu sein und uns intellektuell überlegen, deren Meinung nicht nur bei Intellektuellen schwer wiegt, sondern auch beim Volk. Müssen die sich nicht ihrer Verantwortung bewusst sein, müssen sie nicht ihre Stellung nutzen um ein friedliches Miteinander zu ermöglichen?

Die Muslime können sich noch so sehr plagen, ein Wort der Keleks, Sarrazins und Giordanos reicht, schon sind sie wieder der dumme Anatole, der nichts besser kann als sich über Schafen zu ergießen. Mir wird schlecht bei dieser würdelosen Debatte, ich bin froh das über die Diskussion nicht alle den Kopf verlieren und wenigsten ein paar Politiker nicht vergessen haben was Anstand bedeutet.

"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi

"Sie weichen wieder vom Thema ab, es geht doch nicht darum wie sie die Leute wahrnehmen, sondern warum die Muslime selbst nach gelungener Integration weiter auf Ablehnung stoßen."

Weil nicht jeder Integration als Endziel der Einwanderung sieht.Ich persönliche finde,das Einwanderung nur nutzvoll und sinnvoll ist,wenn sich die Einwanderer assimilieren.Bei muslimischen Einwanderern sicherlich sehr sehr schwer,da diese sich auch so schwer anpassen können.Darum beschränkte sich die Einwanderung früher Jahrhunderte in Deutschland auf unsere europäischen Nachbarländer mit ähnlicher Kultur,Herkunft und Glauben.

"Ich erwarte nicht das Rechtsextreme uns Migranten lieben und das die den Sprüchen applaudieren erstaunt mich nicht, doch Menschen mit normalem Verstand, (da gehe ich mal davon aus das 80% der Bevökerung normal ticken) sollten solchen Leuten nicht vorbebehaltslos applaudieren. Welche Ambitionen Rechtsextreme haben ist nicht schwer zu erraten, aber was treibt Intellektuelle an, sich derartig zu artikulieren? Hochangesehene Menschen, die von sich behaupten aufgeklärt zu sein und uns intellektuell überlegen, deren Meinung nicht nur bei Intellektuellen schwer wiegt, sondern auch beim Volk."

Sarrazin hat aber hohe Zustimmung vorallem durch Menschen mit normalen Verstand bekommen.Das liegt daran,das die normale Bevölkerung,die nicht rechtsextrem ist,selbst ihre neagtiven Erfahrungen gemacht haben.Das bedeutet nicht das diese alle Thesen von ihm zustimmen,sondern nur der Kernaussage.Schließlich gibt es ja auch viel positives über Einwanderer zu berichten.Deswegen gibt es auch nicht den "Migrant" sondern viele verschiedene,aus verschiedenen Ländern und mit verschiedener Motivation.Die bekannten Probleme sind eben häufiger und deutlicher bei Einwanderern aus nichtchristlichen und nichteuropäischen Ländern zu finden.

"Mir wird schlecht bei dieser würdelosen Debatte, ich bin froh das über die Diskussion nicht alle den Kopf verlieren und wenigsten ein paar Politiker nicht vergessen haben was Anstand bedeutet."

Den Politikern geht es nicht um Anstand.Die wenigstens kommen in ihrem abgeschotteten Leben mit Migranten in Berührung,ausser wenn es mal einer dieser in die Politik geschafft hat.Den ihr anliegen ist nur Wählerstimmen im Zuwandererlager,das immer größer wird, zu gewinnen.Bei einem Seehofer ist es ähnlich,nur dieser will Wählerstimmen beim einfachen Bürger bekommen.Den interessiert es nicht,wer wo und wie einwandert.

Ghostrider

Da muß ich Bogo in allen Punkten Recht geben.

Durch die heißen Diskussionen und Debatten der letzten Wochen über die Zuwanderungspolitik, von Sarrazin & CO ausgelöst, haben nicht alle Politiker den Kopf verloren.

Politiker wie z.B. Johannes Vogel (FDP), Ursula von der Leyen (CDU) und Wirtschaftsminister Brüderle, um nur einige zu benennen, haben sich klar für die Zuwanderung von Fachkräften ausgesprochen.

http://www.fdp-fraktion.de/Wir-brauchen-mehr-...

http://www.morgenweb.de/nachrichten/dritte_se...

http://www.bild.de/BILD/politik/2010/07/31/wi...

Deutschland ohne Zuwanderer, kann sich in den nächsten Jahrzehnten abschreiben. Die Gründe dafür habe ich schon weiter oben im Thread erwähnt.

Wir müßen akzeptieren, dass sich Deutschland dem Wandel der Zeit anpassen muß, um wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben.
Konservative Ansichten und Fremdenfeindlichkeiten blockieren nur die Zukunft unseres Landes.

Dabei spielt es keine Rolle, ob eine Muslemin ein Kopftuch trägt, oder in einem Klassenzimmer ein Kreuz hängt. Das ist Peanuts. Das ist etwa so, als würde in Holland ein Fahrrad umfallen.

Deutschland muß auch in Zukunft seine Position als wichtige Wirtschaftmacht neben den USA in einer zunehmend globalisierenden Welt festigen und ausbauen.

Das ist der Weg in die Zukunft, und nicht das ewiggestrige Gesülze der patriotischen Trotzköpfe in unserer Gesellschaft.

Die Kaiser und Preußen Romantik ist definitiv out!

Der Weg in die Vergangenheit, wird nie die Zukunft weisen!

Ghostrider

Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!

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@Hochmeister

Ein respektvoller Umgang der Politik mit islamischen Ländern und Einwanderern in den Westen ist doch genau das richtige um zu erreichen, dass die Herkunftsländer der Muslime mit der Zeit in ihr Raster passen. Das was sie ja eigentlich wollen, die westlichen Werte auch in der muslimischen Gesellschaft zu verankern, erreichen sie nur mit einem respektvollen Umgang mit den Menschen.

Warum ist die Türkei so aufgeblüht? Weil nach und nach der Hauch des Westens mit den Rückwanderern in das Land kam. Nun überflügelt die Türkei wirtschaftlich sogar einige EU Länder und die Befürchtungen, dass Erdogan das Land islamisieren wolle, erfüllten sich in keinster Weise. Er hat das Land modernisiert, erheblich demokratisiert und wirtschaftlich nach vorn gebracht.

Damit ist die Türkei ein leuchtendes Vorbild für andere islamische Länder, die wie z.B. Syrien oder Jordanien diesem Beispiel gern folgen. Wenn all diese Länder sich demokratisieren, säkulare Staatsgefüge errichten, welchen Grund hätten die Muslime dann noch ihre Länder zu verlassen?

Sehen sie es doch mal positiv, die jetzt hier sind, nutzen ihrer Vorstellung von weniger Einwanderung aus dem islamischen Kreis und sie haben gleichzeitig daran mitgewirkt, dass Menschenrechte auch dort geachtet werden, wo man sie bisher mit Füßen tritt. Geben sie aber diesen Menschen zu verstehen, dass ihnen ihr Schicksal schnuppe ist und sie nur ihres gleichen unterstützen, werden die Menschen von ihren westlichen Werten ziemlich wenig halten.

Wenn das kein Grund ist den Muslimen Respektvoll zu begegnen, dann weiss ich auch nicht weiter.

Noch kurz zur Rede des Ministerpräsidenten. Ich denke es war genau richtig was er gesagt hat und das er es ausgerechnet der Regierung sagen konnte, der man bisher nicht das Vertrauen geschenkt hat, was sie verdient, macht diesen Schritt vollkommen. Nicht die Muslime hier in Europa sind verantwortlich für Christenvervolgung und der Rechtfertigung dieses Umstands, es ist Sache der Politik dort Zeichen zu setzen, wo andere Regierungen dafür verantwortlich sind. Was die Türkei jetzt daraus macht und türkische Einwanderer in der EU, ist nach Güls Aufruf an die Muslime sich besser zu integrieren hoffentlich auch der nächste Schritt und bringt damit den ersehnten Frieden für viele unterdrückte Minderheiten. Das nenne ich kluges Vorgehen und wer jetzt Ministerpräsident Wulff für sein Handeln ächtet, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen.

Ich bin zufrieden, woll. :-)))

"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi

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Liebe Bogo,

neulich sagte jemand Integration ist keine Einbahnstraße und diese Ansicht vertrete ich auch.

Vorurteile dienen den Menschen wohl in erster Linie dazu andere Menschen schnell "einordnen" zu können. Grundsätzlich haben sie wahrscheinlich die Aufgabe schnell beurteilen zu können, kann ich vertrauen oder geht vom anderen möglicherweise eine Gefahr für mich aus. Leider verfestigen sich diese Muster zuweilen innerhalb einer Gesellschaft und dann beginnt es für die Gesellschaft insgesamt schwierig zu werden.

Aber wie schützt man sich davor? Eine gute aber gleichzeitig sehr komplexe Frage. Wenn man permanent die Ablehnung / Zurückhaltung anderer Menschen der eigenen Person gegenüber erfährt und erlebt hilft es denkbar wenig, den Rat auszusprechen dieses Verhalten nicht an sich heranzulassen, sprich sich ein sogenanntes dickes Fell zuzulegen. Die eigene Sicht der Dinge darzustellen halte ich hingegen für eine gute Herangehensweise, denn nur Einblicke in die eigene Lebenswirklichkeit gibt anderen die Möglichkeit die eigene Sichtweise einmal neu zu überdenken.

Ich habe in den letzten Wochen die Integrationsdebatte auch ein wenig intensiver verfolgt und dabei festgestellt, dass sie scheinbar auch zunehmend enger mit dem Ruf nach mehr Fachkräften verbunden zu sein scheint. Wenn Menschen die eigene Existenz bzw. die eigenen Chancen zugunsten anderen Menschen schwinden sehen, dann scheint Kritik besonders an einzelnen Teilen der Gesellschaft im besonderen Maße zuzunehmen. Eine menschliche Eigenschaft: Die Suche nach einem Schuldigen beginnt.

In diesem Fall trifft es besonders die Türken. Diese Debatte, dass türkische Mitmenschen als besonders schwer zu integrieren gelten ist nicht neu. Ich kann mich daran erinnern, dass eine solche Debatte, als ich Kind war auch schon einmal aufgeflammt ist. Erst holte man die sogenannten Gastarbeiter ins Land aber plötzlich stiegen die Arbeitslosenzahlen und man wollte diese Gäste am liebsten wieder loswerden. So kam es mir zumindest vor und ich fand dieses Verhalten sehr erschreckend, denn ich habe mir die Frage gestellt, welche Bedingungen wohl erfüllt sein müssten, damit die Gesellschaft mich irgendwann einmal am liebsten wieder los werden möchte, weil sie glaubt mich nicht mehr gebrauchen zu können. Für ein Kind keine vertraueneinflössenden Zukunftsaussichten. Auch wenn das inzwischen eine lange Zeit her ist, so mag ich eine sehr einseitig geführte Debatte auch heute noch nicht. Denn soziales Handeln lernt der Mensch immer! am Modell, das bedeutet wir lernen alle immer mit! und voneinander!. Also nicht nur die Zuwanderer lernen, auch die Menschen die schon länger hier leben, würden sich selber vieler Chancen berauben, wenn sie ausschließlich einseitige Anpassung erwarten würden.

Aber in dieser ganzen derzeitigen Debatte stellt sich mir noch eine ganz entscheidende Frage. Wenn ich das richtig sehe, dann geht es ja - zumindest indirekt - auch um Arbeitsplätze. Die Wirtschaft beklagt nicht genügend Fachkräfte zur Verfügung zu haben und beschreibt ein Bild, das den Eindruck vermittelt, als ob die Unternehmen ganz Deutschland nach entsprechenden Fachkräften abgesucht hätten und in keinem Winkel dieses Landes fündig geworden wären. Wie aber könnte das auf die hier lebenden Menschen wirken? Nun, ich würde behaupten es könnte allgemein der Eindruck entstehen, als ob wir alle samt - egal ob Mensch mit oder ohne interkulturellen Hintergrund! - für diese unsere Wirtschaft ungenügend wären. Und dieses Werturteil betrifft nicht nur uns, nein unsere Kinder werden gleich mit in diese Analyse eingeschlossen. Hm, es soll in ganz Deutschland nicht ausreichend Potential vorhanden sein um zumindest einen gewissen Teil des wirtschaftlichen Bedarfes zu decken? Das wage ich zu bezweifeln. Und ich bin sicher, dass es so auch keinesfalls gemeint ist. Leider könnte es aber durchaus so aufgefasst werden.

Auch aus diesem Grund halte ich die Debatte für zu einseitig, denn wenn dieses Bild noch länger so vermittelt wird, dann bleibt wohl auch die tatsächlich dringend benötigte Zuwanderung aus. Denn auch diese Menschen werden wohl befürchten müssen in Deutschland gegen die gleichen Vorurteile ankämpfen zu müssen, wie es die Menschen mit interkulturellem Hintergrund seit Jahren bei uns erleben. Vielleicht wäre mehr Wertschätzung - besonders von Seiten der Wirtschaft! - gegenüber den hier lebenden und arbeitenden Menschen auch ein Schritt um ein respektvolles Zusammenleben entsprechend zu fördern.

Am Ende des Tages sitzen wir alle in einem Boot, denn wir haben nur diese eine Erde auf der wir leben können. Außerdem glaube ich das es ist schon lange nicht mehr notwendig ist, dass wir uns das Leben gegenseitig unnötig schwer machen.

Wie sagte Einstein einmal? Es gibt zwei Dinge die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit. Wobei er sich beim Universum offenbar nicht ganz sicher war...;-)

Liebe Bogo, lass dich bitte nicht entmutigen. Alles wird wieder gut! Denn Gott und Allah sei Dank sind die Menschen am Ende des Tages doch lernfähig. Und mit anstatt übereinander zu reden, finde ich einen guten und hoffnungsvollen Anfang, meinst du nicht?

P.S.: Ich hoffe sehr, dass ich jetzt nicht zuviel offtopic produziert habe.
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Alle haben gesagt das geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste und tat es.

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denn wenn dieses Bild noch länger so vermittelt wird, dann bleibt wohl auch die tatsächlich dringend benötigte Zuwanderung aus

Nicht nur die bleibt aus, die vorhandenen Potentiale wandern auch noch ab. Ist zwar schon Realität, aber es wird nur belächelt und keiner ist sich des Ernstes der Lage bewusst. Nachdem Deutschland seine Einwanderer gut ausgebildet hat, kehren die uns den Rücken und das ist für mich ziemlich nachvollziehbar, ich habe schließlich zwei Kinder, die schon mit dem Gedanken einer "Rückkehr" spielen. Das was wir uns nicht vorstellen konnten, verwirklichen unsere in Deutschland geborenen Kinder.

Am Ende des Tages sitzen wir alle in einem Boot, denn wir haben nur diese eine Erde auf der wir leben können.

Ihr Wort in Gottes/ Allahs oder sonstigen Ohren, für manche scheint das Ende eher wie beim Untergang der Titanik, nur für Priviligierte erkaufbar.

"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi

Wenn die Leute schon Generationen lang in Deutschland leben, gehören sie bereits zu Deutschland und sind keine Ausländer mehr.

"ich habe schließlich zwei Kinder, die schon mit dem Gedanken einer "Rückkehr" spielen."

Muss nicht an Deutschland liegen, Blut ist eben einfach dicker als Wasser.

@Der Kaiser,
Welches Blut? Unseres ist da ziemlich gemischt, Österreich, Kroatien, Slowenien, Serbien, Türkei, Georgien, Lazistan und das Wasser Deutschland. ;-)

Ziemlicher Trugschluß ihre Blut und Wasser Theorie. Man geht dahin, wo man sich geborgen und Willkommen fühlt, oder dahin, wo man beruflichen Erfolg wittert. Die Türkei ist nun mal wirtschaftlich gesehen, im Moment die bessere Alternative. Da kann man als Deutscher einiges in die Gänge bringen. Ex-Jugoslawien oder Österreich gefallen uns weniger, da gibt es nämlich zu viele Menschen mit Blut und Wasser Theorien. Ist aber verständlich, Serbien war ein Vielvölkerstaat und ist es nach dem verheerenden Krieg nicht mehr, Österreich ist zwar bunt aber meines Wissens kein Vielvölkerstaat. Mit über 80 Nationalitäten, bietet sich die Türkei gradezu an, diese noch mit unserer zu berreichern. ;-)

In Wahrheit geht es ja um die Zukunft, wenn man die Vergangenheit nicht sinnlos auf sich beruhen lässt.
Willy Brandt

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Ghostrider

Auch das gespendete Blut eines Menschen mit Migrationshintergrund, oder das von einem Juden, oder gar das Blut eines Menschen mit dunkler Hautfarbe, kann sofern die Blutgruppe stimmt, einem Deutschen das Leben retten.

Zumindest sehen das viele Notärzte so!

Ghostrider

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