Hallo!
Ich habe vor einigen Tagen in einer regionalen Tageszeitung einen erschreckenden Leserbrief gelesen und weiß jetzt nicht genau, wie ich damit umgehen soll.
Hier der Leserbrief:
http://www.morgenweb.de/meinung/leserbriefe/s...
Es würde mich freuen eure Meinung dazu zu hören.
Viele liebe Grüße,
Buntstift10
Hallo Buntstift! Ja, der Brief enthält nun mehr als eindeutige rechtsextreme Argumentationen- schlägt er sich doch auf die SEite der Holocaustleugner Mahler und CO. Diese Argumentation findet sich so auch auf jedem rechtsextremen Internetportal, dass sich mit dem Thema beschäftigt. Ich würde mich also in erster Linie bei der Zeitungsredaktion beschweren, dass sie solche offen rechtsextremen Briefe überhaupt veröffentlicht!Schreibe doch einfach einen BRief an die Redaktion der Zeitung un bitte darum, diesen auch als Leserbrief zu veröffentlichhen.
Ghostrider
Hallo Buntstift,
zunächst ein dickes Lob für Deine Aufmerksamkeit beim Blick nach "Rechts".
Wie "er nu wieder" schon klar und richtig erkannt hat, handelt es sich hier um eine eindeutige rechtsextreme Argumentation, besonders hinsichtlich bekannter Namen die hier auftauchen.
Wiedermal ein Beweis für das, was ich in meinen Kommentaren hier bei NgN unter "..ist ein europaweiter Verbot rechtsextremer Parteien sinnvoll!", geschrieben habe.
Wie kann ich einerseits die Meinungsfreiheit und die Menscherechte in China kritisieren, und selbst eine menschenverachtende Diktatur in Wort und Schrift befürworten?
Ich finde, dass unsere demokratische Ordnung noch viel zu großzügig in Sachen Meinungsfreiheit mit Rechtsextremen umgeht. Zwar wurden mittlerweile ein paar "Rechte" umtriebige Haufen verboten, aber angesichts der zunehmenden Gewalt in der "Rechten" Szene die inzwischen schwere Straftatbestände erfüllen, ist das bei weiten noch viel zu wenig.
Eine entsprechende Beschwerde bei der Zeitungsredaktion wäre sehr sinnvoll.
Ghostrider
Ein Hackenkreuz im Hirn erschwert das Denkvermögen!
Was mir noch dazu einfällt: Der Brief ist eigentlich ein "schönes" Beispiel dafür, was Neonazis meinen, wenn sie von Meinungdfreiheit reden: Sie möchten den Holocsust leugnen, den NS verherrlichen und die NS-Opfer beleidigen!
@Buntstift: Vielleicht findest du ja noch ein paar Mitstreiter (Freunde,Verwandte..)die sich ebenfalls an dem Brief stören und an die Redaktion schreiben möchten.
Danke für eure Beiträge!
Eine gute Nachricht: Es gibt zwei mutige Bürger die sich gegen den braunen Mist stellen und, wie ich finde, zwei sehr intelligente Antwortbriefe schreiben:
http://www.morgenweb.de/meinung/leserbriefe/s...
Trotzdem glaube ich, dass man weiterhin einige Leserbriefe, die in dieser Zeitung erscheinen im Auge behalten sollte, da hier leider vermehrt rechtes "Gedankengut" verbreitet wird.
Hier schwingt z.B. auch schon ein klar zu erkennender Unterton mit:
http://www.morgenweb.de/meinung/leserbriefe/s...
Ich habe in dieser Zeitung auch schon Leserbriefe gelesen, in denen behauptet wurde nicht Deutschland, sondern Polen sei Schuld am 2. Weltkrieg und dass der Prozess gegen Demjanjuk eine Farce wäre...
Der Chefredakteur der Zeitung sagte mir auf Nachfrage, er sei der Meinung, dass man solche Briefe, solange sie nicht beleidigend sind, veröffentlichen solle, da sich die Verfasser so selbst diffamieren würde, denn er glaube fest an die Intelligenz der übrigen Leser.
Ich weiß nicht genau, was ich von dieser Sichtweise halten soll.
Viele Grüße,
Buntstift
Das Problem bei solchen Briefen/Kommentaren ist, dass sie sehr oft "Stammtischmeinung" sind und eine sachliche Auseinandersetzung selten Erfolg hat, da immer versucht wird, emotional zu "diskutieren", wenn überhaupt.
Das andere Problem ist, dass solche Briefe oder Kommentare sehr oft den Eindruck vermitteln wollen, dass der größte Teil der Menschen so denkt. Das stimmt natürlich nicht.
Man sollte solche Sachen, so abstrus sie auch sein mögen, sicherlich nicht ungefragt im Raum stehen lassen, da sich sonst das irgendwo festsetzt, selbst wenn es nicht richtig ist.
Der Redakteur hat sicherlich recht, dass jeder aufgeklärte Leser das einordnen kann. Die Frage wäre aber, wie kommt das bei den anderen an?
Da kann man nur hoffen, dass in diesem speziellen Fall es genügend aufgeklärte Leserinnen und Leser gibt, die sich dem entgegenstellen wollen.
Mit freundlichen Grüßen
Olli
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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
Zur Not lässt sich ein solcher Leserbrief bzw. die entsprechende Ausgabe der Zeitung auch mal an den Presserat zur Prüfung weiterleiten. Die Chefredakteure sind nämlich auch für das Blatt und den Inhalt verantwortlich, auch für den Inhalt in abgedruckten Leserbriefen ...
Und wie diese Leserbriefschreiber es auch wenden wollen, sie sagen zwar "Meinungsfreiheit" meinen aber "Hetzfreiheit".
Der Leserbrief ist juristisch nicht zu beanstanden. Auch wenn einem der Inhalt nicht paßt greift hier der verfassungsrechtliche Grundsatz der Meinungsfreiheit. Und schließlich ist es ja positiv, daß wir in einer Demokratie leben.
Ich bin´s nochmal:
Ich glaube langsam der Chefredakteur behält recht und die rechten Einzeller führen sich selbst vor.
Schaut mal, wie hier ein "braunes Denkschema" bestritten wird:
http://www.morgenweb.de/meinung/leserbriefe/s...
Am meisten aber freut mich die Anmerkung der Redaktion. Hier zeigt sich, dass die Vorgestrigen doch keine Chance gegen aufgeklärte, verantwortungsbewusste Bürger haben.
Viele bunte Grüße,
Buntstift