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... wenn Mitarbeiter vom Kunden diskriminiert werden?
Hintergrund:
Wir beschäftigen in unserem Consulting-Unternehmen i.d. IT-Branche viele Nationalitäten. Es kam i.d. Vergangenheit durchaus vor (aber eher selten), dass bspw. einer der Mitarbeiter mit den Worten "ich hätte eigentlich einen Deutschen erwartet" vom Kunden begrüsst wurde.
Wenn diese Art der Vorfälle auch noch die absolute Ausnahme ist und der angesprochene Sachverhalt nicht notwendigerweise mit Nazis direkt zu tun hat, so würde ich doch gerne Meinungen und Ratschläge einholen.
Danke,
M.
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24.05.2012 ... "Nach den Rechten sehen"
Hamburg: Neonazis müssen am 2. Juni auf Kreuzung feiern +++ Ansehen von Israel ist bei Deutschen gesunken +++ “Kuttner ist eine Rassistin”
Hamburg: Neonazis müssen am 2. Juni auf Kreuzung feiern
Übernächstes Wochenende werden etwa 300 Neonazis in Hamburg erwartet, die ihren sogenannten "Tag der deutschen Zukunft" begehren möchten.Der braune Spuk ist als stationäre Kundgebung auf die Kreuzung Pappelallee / Ecke Hammer Straße in Wandsbek verlegt worden - den Neonazis schmeckt das nicht.(taz)
Ansehen von Israel ist bei Deutschen gesunken
Israels Ansehen bei den Deutschen hat sich in den vergangenen drei Jahren verschlechtert. Viele halten den Staat für "aggressiv". Die Folgen der Nazi-Zeit spielen offenbar keine Rolle mehr. (welt)
"Kuttner ist eine Rassistin"
Kuttner hatte bei einer Lesung in Hamburg über eine „Negerpuppe“ und deren „ekelerregenden Schlauchbootlippen“ gesprochen. Dabei ging es um eine Puppe, die sie als Kind geschenkt bekommen hatte. Kuttners Ex-Kollege Mola Adebisi meint : “Kuttner ist eine Rassistin. (publikative)
NSU: Becksteins Version
Kein anderer Innenminister war so intensiv mit der Mordserie der Neonazis befasst wie Günther Beckstein. In seiner Nachbarschaft wurde ein türkischer Blumenhändler erschossen. Jetzt muss der CSU-Politiker im Untersuchungsausschuss des Bundestags aussagen. Die Opposition wirft ihm vor, Ermittlungen im rechten Milieu verzögert zu haben. (sueddeutsche)
NSU 2: Dokumentiertes Desaster
Bei der Fahndung nach der Terrorgruppe NSU hat der Thüringer Verfassungsschutz die Tätigkeit der Strafverfolgungsbehören »massiv beeinträchtigt«. Das befindet die Schäfer-Kommission in ihrem Abschlussbericht.(jungle-world)
Spremberg: Spenden für Opfer des Neonazis- Angriffs
Der Verein Opferperspektive mit Sitz in Potsdam hat einen Spendenaufruf für die Opfer des brutalen Neonazi-Angriffs vom 12. Mai am Jugendclub "Erebos" in Spremberg-Trattendorf gestartet. (lr-online)
Radevormwald: Razzia gegen Neonazis
Nach der großen Aktion der Polizei am 25. April gegen die rechte Szene in Rade, kümmern sich fünf Kriminalbeamte einer Ermittlungskommission um die Auswertung der Ergebnisse. (rp-online)
Hundert rechte Medien auf dem Index
Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat 2011 insgesamt 95 rechtsextreme Tonträger sowie fünf Schriften und Bücher auf den Index gesetzt. (tagesspiegel)
Nienhagen: Widerstand gegen Nazi- Konzert
Im kleinen Harzort Nienhagen mit seinen 380 Einwohnern, aber auch in der Umgebung regt sich Widerstand gegen ein Skinhead-Konzert, das am Sonnabend stattfinden soll. Unter dem Titel "Bürger sagen Nein zu Nazi-Konzerten" haben sich Politiker, Kirchenvertreter, Lehrer und ein Bürgerbündnis in einem offenen Brief gegen die Veranstaltung ausgesprochen. (mz-web)
"Rassismus gehört in Berlin zum Alltag"
Selbstbewusst lebt der 22-jährige Bouba Kaba heute in Berlin. Dabei hat ihn die Stadt wenig tolerant und weltoffen empfangen. Aber er hat auch Orte der Stärkung gefunden. (zeit.de)
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Wer ist spontan? Praktikant/in ab 01. Juni gesucht
no-nazi.net - für Jugendliche

Wir suchen Dich! Ja, genau Dich! Im no-nazi.net kommen Menschen zusammen, die sich für Demokratie & Menschenrechte & gegen Nazis engagieren möchten. Gemeinsam entwickeln wir Aktionen, lustig oder ernsthaft, um unser Anliegen zu verbreiten. Für Menschen von 13 bis 18! (Wer älter ist, darf auf dem » Blog mitlesen).



Neues von "Mut gegen rechte Gewalt"
Neues von Publikative.org
Zur Mordserie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU)











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Kommentare
normaler_bürger
18. März 2009 - 18:02
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Für ein Unternehmen ist
Für ein Unternehmen ist dies natürlich eine recht schwierige Situation. Einerseits ist man auf Kunden und einen guten Ruf angewiesen, andererseits ist man seinen Mitarbeitern verpflichtet.
Aber man sollte sich als Unternehmer ruhig ganz klar gegen Vorurteile und Rechtsextremismus positionieren. Auch wenn das vielleicht nicht gerade im Trend liegt. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, dass Unternehmer Zivilcourage beweisen und sich freundlich aber bestimmt gegenüber solchen Kunden durchsetzen. So etwas sollte in einer Demokratie möglich sein und ist in Zeiten einer Wirtschaftskrise vielleicht wichtiger als es manchem bewusst ist.
Vielleicht sollten Sie sich in Zukunft gemeinsam mit Ihren Mitarbeiter ganz bewusst an Aktionen für Vielfalt und Akzeptanz beteiligen. Es wäre doch sehr schön wenn man der Öffentlichkeit einmal die positiven Seiten der Vielfalt zeigen könnte. Wenn diese Beispiele dann auch noch aus der Wirtschaft stammen, dann hat das sicher ein ganz besonderes Gewicht.
Solch ein Engagement würde sicher auch zum Zusammenhalt und zum Selbstbewusstsein der Mitarbeiter betragen. Und durch den Austausch zwischen den unterschiedlichen Akteuren in diesem Bereich, werden Sie für sich einen ganz eigenen Weg finden, der es Ihnen ermöglicht in Zukunft auf solche Kundenäußerungen angemessen und ohne Imageverlust für Ihr Unternehmen zu reagieren. Ich weiß, für Menschen, die das erste Mal direkt mit diesem Problem in Berührung kommen ist es immer schwer zu begreifen, dass es hier keine schnelle oder womöglich einfache Antwort gibt. Das passt zwar so ganz und gar nicht zur Arbeitsweise eines IT-Unternehmens aber aus der Erfahrung kann ich Ihnen versichern, dass dies nicht nur Nachteile – wie man Anfangs vermuten würde (Zeit ist schließlich Geld) – für das Unternehmen hat. Man kann nicht nur jede Menge lernen, nein man findet u.U. auch Kunden, die man vorher vielleicht gar nicht angesprochen hätte. Solche Kontakte erweisen sich in schwierigen Zeiten oft als Beständiger und Zuverlässiger.
Fragen Sie doch Ihre Mitarbeiter einmal, was sie bei der Zusammenarbeit mit Kollegen vieler unterschiedlicher Nationalitäten alles als Positiv wahrnehmen.
So manche Antwort dürfte Sie überraschen. ;-)
Ich weiß zum Beispiel dass die Erfahrung, dass am Arbeitsplatz viele unterschiedliche Sprachen gesprochen werden, immer wieder einen tiefen Eindruck auf Mitarbeiter hinterlässt. Viele tun sich auch schwer die vorherrschenden Ängste und Vorurteile in der Bevölkerung nachzuvollziehen, weil Vielfalt für sie inzwischen die Normalität ist und sie nicht mehr darauf verzichten möchten.
Bogo
18. März 2009 - 20:52
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Ich hätte einen
Ich hätte einen Deutschen erwartet ist wirklich noch harmlos!
Mir ist es tatsächlich schon passiert, dass sich Kunden nicht von mir bedienen lassen wollten.
Ich war zu der Zeit noch sehr Jung und eine deutsche Kollegin, hat den Kunden dann übernommen, man will ihn ja nicht verlieren.
Anderen dunkelhäutigen Mitarbeitern ist es noch öfter passiert als mir und wie das auf das eigene Selbstbewußtsein wirkt, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.
Nun denn, es gibt sicher viele Ratschläge die man geben könnte und ich habe mir vorgestellt, was ich tun würde um von Beginn an klar zu stellen, dass Rassismus weder an Kunden noch an Mitarbeitern geduldet wird.
Mir ist da eine Initiative eines Bündnisses eingefallen, wo man ein Schild mit einem Text gegen Rassismus ordern kann.
"Vier Schrauben gegen Rassismus" heißt die Initiative und vergibt diese Schilder kostenlos an Vereine, mit der Auflage, dass diese gut sichtbar am Eingang angebracht werden und ein Foto von der Montage des Schildes gemacht so wie dem Initiator übergeben wird.
Nun weiß ich nicht, ob es soetwas auch für Firmen gibt, aber ich denke, auch fragen kostet nichts.
Oder ich sehe in ihrem Profil, dass sie sich engagieren, wie wäre es wenn sie Initiator einer solchen Aktion, für Arbeitgeber werden würden? ;-)
Hab es mal rausgesucht, ist Fussball gegen Rechts.
http://www.duerener-buendnis.de/2009/neue-akt...
Kunert Dennis
19. März 2009 - 1:12
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Solche Kunden sollten Sie
Solche Kunden sollten Sie des ladens verweisen und nicht bedienen, das ist doch das mindeste. Vielleicht sollten Sie aber auch die Polizei rufen um sie anzuzeigen.
Matthias Bohnen
19. März 2009 - 10:32
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Vielen Dank für die
Vielen Dank für die Anregungen. Ich denke eine Kombimation aus beiden Vorschlägen ist der für uns einzuschlagende Weg.
Die Mitarbeiter werde ich bitten, ein paar Statements zur Zusammenarbeit mit ausländischen Kollegen abzugeben und diese werde ich im Rahmen unseres ohnehin schon vorhandenen Newsletters an alle Kunden publizieren.
Die Idee mit dem Schild ist gut doch bei unserer Sichtbarkeit im Markt und unserer Größe werden wir als Initiator einer solchen Aktion wohl kaum ernstgenommen, doch würde ich gerne auf diese Initiative hier verweisen und sie auch nennen. An die Betreiber: Ist es erlaubt, zu verlinken?
Grüsse und Dank
Matthias
Lieber Matthias Bohnen,
Verlinkungen sind natürlich erlaubt. Material dafür gibt es hier.
Moderator_MH
Bogo
19. März 2009 - 13:37
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Hallo Matthias, Es gibt
Hallo Matthias,
Es gibt da noch die Initiative "Handeln statt wegsehen" die habe ich vollkommen vergessen.
Die Initiative gründete sich im letzten Jahr und ist speziell auf Arbeitgeber ausgerichtet.
Dort können sie Infomaterial ordern und evtl. Broschüren in ihrem Betrieb auslegen!
http://www.handeln-statt-wegsehen.de/?Die_Ini...
NichtDieMama
19. März 2009 - 18:22
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Als Ergänzung halte ich
Als Ergänzung halte ich auch die Idee für angenehm, die Arbeit eines einschlägigen Vereins o.ä. durch eine Spende zu unterstützen. Ich glaube, dass dies zumindest in Teilen sogar steuerlich absetzbar ist, und dass man auch eine nicht berechnete Dienstleistung als Spende deklarieren kann.
Einige Initiativen findet man hier:
http://www.bpb.de/themen/Q9IP4X,0,Initiativen...
oder hier:
http://www.buendnis-toleranz.de/cms/ziel/3832...
Falls mehrere Vereine in Betracht kommen, kann ja in einem innerbetrieblichen Wahlverfahren eines ausgewählt werden, welches den Mitarbeitern besonders zusagt.
Kunden über ein solches Engagement zu informieren kann dem Unternehmen möglicherweise auch ein Imageplus aufgrund sozialen Engagements bescheren.
Hier nähere Hinweise und Tipps zum Prinzip des Ethischen Unternehmertum:
http://www.mittelstandswiki.de/Ethisches_Unte...
Es gibt also vielfältige Möglichkeiten für ein Unternehmen, zu bestimmten sozialen Themen (eben auch Diskriminierung) Position zu beziehen. Dies wirkt dann ebenso nach innen, wie auch nach außen.
--
Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.
Matthias Bohnen
20. März 2009 - 20:54
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So, die ersten Schritte
So, die ersten Schritte sind getan. Viele der Anregungen haben wir diskutiert und teilweise auch umgesetzt (bspw. auf unserer Webseite klar Stellung bezogen und mit dieser Initiative verlinkt und wir werden unsere Kunden über die 0-Toleranz-Politik unsererseits im Rahmen unseres Newsletters informieren).
Wir werden hier am Ball bleiben und sicherlich auch mit Hilfe der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung weiter recherchieren.
Finanziell gesehen kann man sicherlich spenden, unerheblich, ob man das steuerlich absetzen kann. Persönliches, aktives Engagement finde ich besser und ich werde sehen, ob ich die Mitarbeiter hier nicht motivieren kann.
Anonym
1. April 2009 - 1:38
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Es wird leider oft zu
Es wird leider oft zu häufig Ängste der Menschen mit Narzismus verglichen.
Ich denke in diesen Falle reicht wenn man das übergeht und seine Fähigkeiten unter Beweis stellt.
Keiner weis was die Kundin schon für erfahrungen gemacht hat und so sollte man das auch einfach übergehen.
Ich sehe darin jetzt auch keine beleidigung an den Mitarbeiter. Oder dringendes rechtweisung der Kundin.
Durch die Qualität wird eine Firma beurteilt!
Die 0 Toleranz ist leider nur eine einseitige Sache und viel zu übertrieben.
Hingegen wenn man mit Hitlergruss und oder auch noch demetiert das jemals verbrechen gegen die Menschheit begangen worden ist finde ich das unter 0 Toleranz sehr woll fallen muss.
normaler_bürger
3. April 2009 - 12:40
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@Anonym Warum sollte
@Anonym
Warum sollte man ein solches Verhalten übergehen? Wenn ich bereits Kunde bin und die Firma ein weiteres Mal beauftrage, dann hat sie mein Vertrauen bereits. Mit anderen Worten, sie hat ihre Fähigkeiten bereits unter Beweis gestellt.
Egal welche Erfahrungen die Kundin oder der Kunde in der Vergangenheit gemacht hat, es ist kein Grund dafür die Allgemeinheit verantwortlich zu machen. Wenn ein Kunde mit den Leistungen eines Mitarbeiters nicht einverstanden ist, dann hat er jederzeit die Möglichkeit, dies dem Chef des Mitarbeiters mitzuteilen und um Verbesserung zu bitten. Unabhängig davon, welche Nationalität der Mitarbeiter hat.
Sie haben Recht, es gibt viele Ängste, die Menschen aus den unterschiedlichsten Gründen haben können. Aber warum sollten die Menschen nicht auch einmal dazu angehalten werden, sich mit ihren eigenen Ängsten aktiv auseinanderzusetzen? Wenn Sie Flugangst haben, machen Sie dann die Flugbegleiterin oder das Flughafenpersonal dafür verantwortlich? Wohl kaum. Also warum sollte der Mitarbeiter eines IT Unternehmens dafür verantwortlich sein, dass Sie z.B. Angst vor Türken haben, weil Sie mal schlechte Erfahrungen gemacht haben? Wenn alle so denken würden, dann hätte es wohl nach dem 2. Weltkrieg keine Versöhnung mit Deutschland gegeben.
Ebenso wie es Trainings gegen Flugangst gibt, ebenso kann man lernen seine Ängste bezüglich Menschen anderer Nationen abzubauen. Vorausgesetzt man möchte das überhaupt. Zuweilen scheint es für einige sehr viel bequemer zu sein, andere verantwortlich zu machen, statt sich eigenen Schwächen einzugestehen. Manche begreifen das vielleicht erst, wenn sie an eine Grenze stoßen, die sie nicht so ohne weiteres zu ihren Bedingungen beugen können. Solche Grenzen müssen nicht immer nur etwas Negatives sein. Der eine oder andere, der auf diese Weise quasi sanft gezwungen wird sich anderes auszurichten, wird vielleicht überrascht feststellen, dass in Wahrheit sehr viel mehr in ihm steckt, als er sich selbst zugetraut hätte.