Was kann ich tun, wenn nebenan ein Nazi wohnt?

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In die Nachbarwohnung ist ein bekennender Neonazi eingezogen. Meine Ehefrau und ich machen uns große Sorgen. Was können wir tun? Welche Möglichkeiten haben wir, uns zu schützen? Können wir unseren Nachbarn unter Umständen wieder loswerden?

Lesen sie hier, was die Redaktion dazu sagt.

Kommentare

Ich rufe die Polizei, lasse den Nazi abführen und ziehe dann vor Gericht, wo ich dafür kämpfe, dass der Nazi auf immer und ewig eingesperrt wird.

Du lässt ihn in Ruhe, behandelst ihn wie jeden anderen Nachbar auch, denn schließlich ist er ja auch nur ein deutscher wie du, nur mit einer anderen Meinung. Man kann nicht überall einen Aufstand machen wo sich Nationale blicken lassen, daran muss man sich eben gewöhnen, weil es werden eh immer mehr.

Aber ich habe keine Lust zuzusehen, wie sich Nazis in Deutschland verbreiten. Hierbei spreche ich u.a. für Juden und Ausländer.

Wir hatten schon ähnliche Fragen. Auf jeden Fall funktioniert das 'Ich rufe die Polizei, lasse den Nazis abführen' so simpel nicht. Auch Nazigegner haben sich an die Regeln und Gesetze des Rechtsstaats zu halten.

Also: hat er konkret gegen Gesetze un geltendes Recht verstoßen, dann kann man gegen ihn vorgehen. Wenn nicht, dann begeben diejenigen, die als selbsternannte Blockwarte gegen ihn vorgehen wollen, sich selber ins Unrecht.

Hallo Jan,

das ist zwar irgendwo nicht völlig falsch, übersieht aber, dass ein bekennender Nazi immer auch ein aktiver Nazi ist und damit wahrscheinlichkeitstheoretisch ohnehin mit einem Bein im Gefängnis steht. Daher ist ein hohes Maß an Beobachtung geradezu ein ultimatives Gebot allgemeiner Kriminalitätsprävention und der polemische Blockwartevorwurf eher ein Aufruf zur Beihilfe...

Soeben wurde die "Karriere" des Kevin S., also jenes "heldenhaften" Nazis in Panorama durchleuchtet, der der Dreizehnjährigen! neulich in Hessen beinahe den Schädel eingeschlagen hätte.

Da hätte man mit einem Mehr an Zivilcourage im Vorfeld schon einiges unterbinden können, mehr jedenfalls als mit feigem Wegschauen.

Hallo Atze, das hatte ich aber genauso gesagt: wenn er ein aktiver Nazi ist und schon wegen Gewalttaten mit einem Bein im Gefängnis steht, dann dürfte er auch polizeitbekannt sein. Dann sollte man ein Auge auf ihn haben, aber sonstige Ermittlungen bitte der Polizei überlassen.
Wenn er bisher nicht im strafrechtlichen Sinne aufgefallen ist und sich 'normal' verhält, dann bleibe ich bei meinem Eingangsstatement: dann soll man ihn auch in Ruhe lassen wie jeden anderen Bürger auch.

Der 'Blockwartsvorwurf' war beileibe kein aufruf zur Beihilfe. Er ist nur ein Appell, bei aller Wachsamkeit die Spitzelei nicht zu übertreiben. Ich will einen gegen Extremismus wachsamen Staat, aber keinen Überwachungsstaat.

Kurz:
Wenn es gesichert ist, dass es ein Nazi ist, in jedem Fall mit den Nachbarn darüber Reden. Das klingt zwar nach "tratsch", aber allein das kann schon viel bewirken, und eventuell erfährt man dabei so einiges über die Sicht der Nachbarn...

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Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

Hallo,
wichtig wäre, antifaschistische Organisationen (örtliche Antifa, Bündnis gegen rechts etc.) zu informieren, die erstmal herausfinden können, wer der Mann ist und was er im Leben schon alles angestellt hat.
Dann kümmern sich (zumindest sollten sie das) solche Organisationen darum, den Rechtsextremist in der Wohngegend bekanntzumachen, falls dieser wirklich ein aktiver Spitzenkamerad ist.

Wachsam sollte mensch auf jeden Fall sein, besonders wenn er abends seine "Freunde" zu einem oder zwei Bier einlädt, und sie danach etwas angetrunken durch die Wohngegend ziehen. Da ist die Gefahr für nicht nationale Mitbürger besonders groß.
Falls es zu einem Übergriff kommt, dann soll mensch sofort einschreiten, um die möglichen Opfer zu schützen, wobei dies nicht immer sehr einfach ist.

Mit rebellischem Gruß
Pippi

[...]
warum koennt ihr nicht einfach normal mit vermeintlichen "nazis" leben?ich wuerde auch gerne mal wissen, woher du wissen willst, dass er so ein boeser "nazi" ist.
noch zu atze, wie kommt ihr auf die idee, dass alle vermeintlichen "nazis" mit einem bein im gefaengis stehen? es gibt vereinzelt vorfaelle, die von medien hochgepuscht werden.ich persoenlich haette mehr angst damit, wenn so ne punk wg oder so bei mir nebenan einziehen wuerde.

Liebe/r keke123, ein Teil Ihres Beitrags wurde editiert, da er off-topic war. Bitte bleiben Sie beim Thema. Vielen Dank. // Moderator_VR

grad ers gepeilt, dass die redaktion war die die frage gestellt hat, aber trotzdem passt mein beitrag, bis auf "woher willst du wissen dass er ein nazi ist" sry manchmal les ich zu schnell

Wie ich solches Abdriften zu Grundsatzfragen "liebe", wenn es um konkrete Problemstellungen geht...

"es gibt vereinzelt vorfaelle, die von medien hochgepuscht werden"

Stimmt, und es gibt mehrheitlich Vorfälle, die in den Medien überhaupt nicht erwähnt werden:

http://de.youtube.com/watch?v=MFwd5-8KpSM
http://www.tagesschau.de/inland/rechtsextreme...

Nazis stehen aus Ideologischen Gründen mit einem Bein im Gefängnis, weil die Ideologie Gewalt als "rethorisches Mittel" ausdrücklich zulässt, ja sogar heroisiert.

Daher ist es durchaus verständlich, wenn es einem gewöhnlichen, friedliebenden Menschen - gelinde gesagt - unangenehm ist, wenn ein Nazi in der Nähe ist.

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Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

Na klar, nicht alles passt zusammen. Ich möchte auch in meiner Nachbarschaft nur Leute haben, die mir gefallen. aber solange mich unerwünschte Nachbarn nicht stören und sich in der Hausgemeinschaft nichts zuschulde kommen lassen, ist es dann an mir, diese Umgebung zu verlassen und woanders hinzuziehen. Das gilt auch dann, wenn dieser Nachbar einer Partei angehört, die mir nicht gefällt.

Liebe/r Heidelbeere, wir haben Ihren Kommentar gelöscht, weil er nicht unseren Diskussionsregeln entsprach. // Moderator_NE

@Jan1:

Es geht in diesem konkreten Fall doch um einen bekennenden Neonazi, der neu in die Gegend gezogen ist, und durch seine schiere Anwesenheit den Nachbarschaftsfrieden stört.

Ich habe eine solche Situation selbst erlebt. Ein neu hinzugezogener, der täglich sein Lügenmund gegen die (seit 30 Jahren hier lebenden) ach-so-bösen, integrationsunwilligen, Türkischen Nachbarn aufgerissen hatte("putzt nicht richtig", "stinkt", "ungewaschene Haare unter dem Kopftuch", usw.). Es hatte keine 4 Monate gedauert, und er war raus. Das interessante dabei ist: Es waren die Alteingesessenen Ü-60er, die dabei am aktivsten die Wohngegend vor dem Rassisten verteidigten.

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Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

Es wurde in der Eingangsfrage nicht vermerkt, ob dieser Mann den den Hausfrieden stört (andere Mieter belästigt oder beleidigt) oder nicht. Wenn er das tut, dann muss man gegen ihn wie gegen jeden anderen Störenfried vorgehen. Wenn nicht, dann muss man ihn in Ruhe lassen. In dem Fall, muss die andere Partei, die den Mann nicht ertragen will, ausziehen.

Die Politik hat doch schon längst eine ultimative Lösung für Probleme gefunden, anstatt diesem Nachbarn nachzuspionieren, Rufmord zu betreiben und diesen zu mobben machen Sie doch ganz einfach das was von den Grünen und den Linken empfohlen wird - das MUSS ja richtig sein!

Köln Grüne Stadtverordnete Dr. Nargess Eskandari-Grünberg: „Wenn Ihnen das nicht passt, dann ziehen Sie doch weg!“

Lieber Benutzer, wir möchten Sie höflich darum bitten, sachlich zu bleiben. Vielen Dank. // Moderator_MO

Wie man sieht war es im Fall von NichtDieMama garnicht nötig, da ist ja der Ausländerfeind weggezogen.
Keiner der Parteien, scheint sich die Mühe gemacht zu haben, sich in Toleranz zu üben.
Wobei ich die Alteingesessenen verstehen kann, denn die hatten ja keine Probleme mit ihren ausländischen Nachbarn.
Also kann man nur dem Auländerfeind den Vorwurf der Intoleraz machen, denn er hat sich nicht die Mühe gemacht seine ausländischen Nachbarn auf Geruchsbelästigung oder sonstige Missstände zu überprüfen.
Man hätte nun daher gehen können und versuchen, den Ausländerfeind zu verstehen, hätte man die Möglichkeit gehabt ihn von seinen Vorurteilen zu befreien?
Schön wäre es ja, aber er hat es anscheinend nicht gewollt und die Konsequenzen gezogen.
Hätte ich wahrscheinlich auch gemacht im umgekehrten Fall.
So entstehen übrigens Ghettos.
Warum sollen wir uns die Mühe machen, den anderen und seine Kultur zu verstehen, geht doch einfacher, wir gehen zu unser Gleichen und die Sache hat sich, bis auf weiteres.
Denn von da aus kann man ja immer noch etwas gegen das Unbekannte unternehmen.
Übrigens möchte ich betonen das ich mich heute in Sarkasmus übe, dass macht die Sache manchmal leichter zu ertragen.

@Jan du redest immer davon das man den Nazi akzeptieren soll solange er nichts tut und nicht sich nicht auffällig verhällt aber meiner meinung nach kann man rechtsextremismus einfach nicht aktzeptieren. Diese Leute gehören nun mal niergendwo hin sie tolerieren keine ausländer aber selbst erheben sie den anspruch darauf toleriert zu werden.
Meine Meinugn ist das man die örtliche Antifa kontaktiert und sich dort Unterstützung sucht:
Denn wie in einem Lied von Betontod seh schön gesagt:"Denn stillstand hat noch nie etwas bewegt"
Lets fight, white pride!!!!!!

Lieber Benutzer, dieser Beitrag wurde gelöscht, da er leider nicht unseren Diskussionsregeln entsprach. Bitte bleiben Sie sachlich. Vielen Dank. // Moderator_MO

Kein Raum für solches (fascho-)Gedankengut! Tollerieren und nichts tun ist kontraproduktiv!Ein bekennender Nazi verstösst automatisch gegen das Gesetz da er sich optisch und/oder verbal eindeutiger Mittel bedienen muss, um als solcher erkennbar zu sein. Sonst ist er eben kein bekennender oder eindeutig identifizierbarer Nazi.
Kein Raum für Nazis!
Sich damit abfinden heisst akzeptieren. Überlegt euch, was ihr damit akzeptiert!

Bin selber in der gleichen Situation, und zieh jetzt weg, da ich erstaunlicherweise erfahren musste, dass er nicht irgendeiner sondern ein bekannter und eingetragener Nazi ist, der mittlerweile schon Brandstiftung und weiteres im Haus begangen hat(wovon die Polizei auch weiss). Gegen ihn wird aber nicht vorgegangen, da die Deutschen, die seine Mittäterschaft bezeugen könnten, nicht dazu bereit wären aus Angst vor der Naziszene. Traurig!

Ich denke die Situation, wie anfangs beschrieben, hat (leider) klar den Vorteil, daß man weiss wer hier als Nachbar eingezogen ist.
Solang kein erkennbarer Verstoß (Pöbelei, Hetze, Gebrauch von Symbolen etc...) vorliegt wird es schwierig gegen ihn etwas zu unternehmen. Eine Anzeige bei der Polizei braucht, so glaube ich, nachweisebare Fakten. Bitte korrigiert mich, wenn ich hier falsch liege.
Ein Schritt, den man auf jeden Fall versuchen sollte, ist den Vermieter zu informieren, bzw. von ihm Erkundungen einzuholen. Denn er ist es vordergründig, der das Mietverhältnis aufkündigen kann.
Ich denke die Antifa als Anlaufstelle ist immer eine Option. Und dies besonders bevor ein Nazi als Nachbar Probleme bereitet.
Für das Allgemeinwohl sollte man in jedem Fall so viel Leute wie möglich (auch weitere Nachbarn) darüber informieren. Die Geschlossenheit vieler bringt hier in jedem Fall einen klaren Vorteil vor dem Alleingang. Ob mit oder ohne Antifa soll jeder für sich selbst entscheiden.

Also man kann es auch übertreiben.

Leben und leben lassen.
Wenn er allerdings eine Straftat begeht und sei es auch nur indizierte Musik zu hören, würde ich die Polizei verständigen.
Aber ich denke kaum, dass die Polizei auch nur einen Finger krümmen wird, wenn man sie mit Dingen belästigt wie "Neben mir wohnt einer von dem ich glaube der ist rechts". Das allein ist kein Straftatbestand und die Polizei hat gewiss besseres zu tun.

Ich würde ihn wie jeden anderen Nachbarn auch behandeln und es eventuelle mal -wenn auch nur aus Interesse- auf ein Gespräch ankommen lassen.

Aber wie gesagt, sobald er ein Gesetz übertritt würde ich ihn der Polizei melden. (Wie man es bei jedem anderen Menschen auch tun sollte, wenn man mitkriegt dass dieser straffällig wird).

genauso sehe ich das auch. Solche diskusionen, bei denen man selber intolleranter reagiert, als die nazis selber lassen die größe der rechten gemeinschaft nur wachsen. denn die menschen finden sich nicht damit ab, wenn sie (oft unberechtigterweise) bestraft werden. die gemeinschaft der nazis wird so nur noch größer und am ende kommen wir wieder da an, wo wir 33 waren und dann seid auch ihr schuld daran.

Kein Platz den bekennenden Nazis geben, wenn alle sich von der Hausgemeinschaft zusammen tun würden, dürfte es doch wohl kein Problem sein, diesen zu bewegen, sich eine neue Wohnung zu suchen. Wer mit diesen Ideologen unter einem Dach wohnt, macht sich mitschuldig. Wehret den Anfängen! Eigentlich sollte der Vermieter diesen vor die Tür setzen, was bedeuten könnte, das der Vermieter auch ein Sympatisant ist.

tja was tun liebe leser....es ist nunmal so das laut deutschem grundgesetz niemand aufgrund seiner weltanschauung vervolgt, oder gar defamiert werden darf....und somit würde man sich auch strafbar machen wenn man überall rumläuft und "ja da drüben wohnt ein scheiß nazi....und und und..." da dies den straftatbestand der defamierung erfüllen würde........leute meckern hilft nix, so steht es im gesetz geschrieben....!!!
Solange sich der nazinachbar keiner gesetzesübertretung schuldig macht kann man ihm nix.
Hmmm...und was die antifa anbelangt......kein schlechter ansatz, nur das die leute nicht weniger extrem sind und genausowenig vor gewalt zurückschrecken wie die braunen, nur das sie halt keinen rechten hintergrund für ihr handeln haben, aber extremisten sind sie auch.

Straftaten schön und gut und das ist ja eigentlich auch richtig. Ich weiß aber, dass das nicht so einfach ist, darauf zu warten bis der Nachbar endlich eine Straftat begaht. Hier wohnt auch jemand, der meiner Meinung nach rechts einzuordnen ist und wir hatten das Glück, dass er seinen Rechtsrock immer auf der Terasse gehört hat und schön laut aufgedreht hat, dass die Polizei mal vorbeikam. Dann war auch erstmal eine ganze Zeit lang Ruhe. Generell äußert er sich auch nicht anders rechts außer über die Musik, keine Leute, die schon ziemlich merküwrdig aussehen gehen da ein und aus usw.
Ja entschuldigung das ist ziemlich oberflächlich und veraltet, Nazis am Aussehen erkennen zu wollen.
Wenn wir nun aber in einem mehrstöckigen Haus wohnen würden und er direkt über oder neben uns, wüsst ich auch nicht ob ich mich da beherrschen könnte und nicht vielleicht mal den Mülleimer vor seiner Tür auszuleeren. Klar das ist auch nicht ganz astrein, aber manchmal klappt es ja wirklich, dass er durch solche "Kleine Jungs Streiche" auszieht. Man muss nur eben aufpassen, dass er einen dabei nicht sieht, sonst hat man selbst ein sehr großes Problem.
Naja aber ich neige auch manchmal dazu überzureagieren...
Wäre ich ein wenig besonnener, wäre mal mit ihm/ihr zu reden wohl doch die bessere Lösung.

Ist der bekennende Nazi-Nachbar gefährlich? Womöglich JA! Viel schlimmer ist aber die Masse der nicht bekennenden und die ist mit Sicherheit nicht klein. Nach aussen hin wird der schöne Schein gewahrt, aber das Gedankengut sieht da schon ganz anders aus, auch wenn nicht gleich bei der nächsten Landtags- oder Bundestagswahl rechts gewählt wird. Da sind die Skrupel dann doch grösser. Ja "Heidelbeere": In Ruhe lassen, ist eine Möglichkeit, aber er lässt ja auch nicht die Deutschen (egal welchen Ursprungs) in Ruhe, die genauso das Recht haben, in Ruhe gelassen zu werden. Da fällt nämlich umgekehrt das in Ruhe lassen auch nicht leicht. "In Ruhe lassen" heisst auch wegschauen und das hat vor 76 Jahren schon einmal verheerende Folgen gehabt. Sie als "Nationale" zu bezeichnen, finde ich allerdings schon seltsam und lässt mich so einiges vermuten. Ich habe ebenfalls Nationalbewusstsein, ohne ein Nazi zu sein.

Du solltest ihn inruhe lassen.
Auch wenn ich gegen Rechtsetrexismus bin, denke ich, dass auch keine Lösung ist, jemanden nur wegen seiner politischen Richtung zu verurteilen. Dann bist auch nicht besser als die ganzen anderen Rechtsradikale.
Wenn er gewaltätig wird, solltest du zur Polizei gehen.

Erzähle allen Nachbarn von seiner ideologischen Einstellung. Mach etwas, nur nimm es nicht so hin. Wer Sie toleriert macht sich mit schuldig. Ansonsten musst du dich nicht wundern, wenn noch mehr Nazis zu Euch ziehen, weil Sie ja in Ruhe gelassen werden.

Lieber Benutzer, bitte halten Sie sich an die Diskussionsregeln. Wir diskutieren hier nicht über scheinbar verwandte Themen. Vielen Dank. // Moderator_MO

@Jan1

Warum benutzen Sie den Ausdruck "Blockwarte"?

Quelle: Wikipedia - Blockleiter
"Der Ausdruck Blockwart wurde in der Zeit des Nationalsozialismus von der Bevölkerung zumeist als Sammelbegriff für rangniedrige Funktionäre der NSDAP wie auch ihrer Nebenorganisationen benutzt."

@all
Die Tipps der Redaktion finde ich sehr hilfreich. Aus Erfahrung (Lokales Bündnis gegen Rechtsextremismus) weiß ich, dass bei der Aufklärung über den rechtsextremen Hintergrund einer Person aus dem Umfeld, immer wieder die gleiche Frage gestellt wird: "Wie kann ich meine Familie, meine Kinder vor rechtsextremer Gewalt schützen?"

Nazis werden nur so lange nicht als Bedrohung empfunden, solange sie sich nicht im direkten Umfeld bewegen. Hat man aber einen bekennenden Nazi als Nachbarn, ändert sich dies meist schlagartig. Deshalb sind zusätzliche Tipps wie man ggf. mit Drohungen umgehen kann an dieser Stelle vielleicht auch ganz hilfreich:
MUT gegen rechte Gewalt - Was tun wenn Neonazis drohen?

Was tun, wenn er Neonazi in die Nachbarschaft zieht...
Sicher, man guckt das man möglichst breite Front gegen ihn macht, ihn zu diskreditieren, ihn bespitzeln was er macht und zu guter letzt, man guckt das das mietverhältnis ausserordentlich gekündigt wird - alles aufgrund einer missliebigen Meinung - dieses in einer Demokratie, die es Menschen im Grunde anheim stellt, zu denken, zu tragen, zu lesen und zu hören was er möchte - solange die Freiheit eines anderen nicht beschnitten wird.
Was ist hier der Unterschied zu 1933?
Kauft nicht bei Neonazis
Neonazis sind hier unerwünscht
Dieses Haus ist nur für Leute, die nicht so denken wie Neonazis.

Solange sich Nationaldenkende sich an geltendes Recht halten, ist es unrelevant wie er in seiner Wohnung lebt, welchen Umgang er pflegt und welche Suppe er zum Mittag in sich hereinschaufelt, da es sein Recht auf Freiheit ist, die grungesetzlich verankert ist und wo man sich diese Tage rühmlich mit feiert... (Das wir ein demokratischer Staat sind)
Wenn man sich subjektiv bedroht fühlt, gibt einem nicht das Recht sich sein soziales Umfeld so zu gestalten wie es ihm beliebt. Tritt eine objektive Bedrohung ein, dann gibt es rechtsstaatliche Mittel, dieser Bedrohung entgegen zu treten... (Subjektiv fühlen sich auch alle Paranoiden bedroht, gibt denen auch nicht das Recht, alle seine Angstobjekte aus seinem Umfeld zu entfernen...
Auch ich habe mißliebige Nachbarn, aber ich arrangiere mich mit denen auf eine rein oberflächliche Kommunikationsebene und der Rest besteht aus friedliche Ignoranz... So was nennt man dann tolera und ist der Grundpfeiler der viel gepriesenen Toleranz, wovon meist im linken Lager nicht allzuviel von zu spüren ist...
Deswegen beende ich diesen Kommentar mit einem Zitat des italienischen sozialisten Silone Ignazio "Der neue Faschismus wird nicht sagen; Ich bin der Faschismus. Er wird sagen; Ich bin der Antifaschismus. "

@derpapa,
Vielleicht lesen sie erstmal, was für ein Geschenk das Grundgesetz uns ist, wo aber der Meinungsfreiheit Grenzen gesetzt sind!

http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/debatte...

@ Bogo
Ich kenne das GG und ich weiß was es beinhaltet und kenne auch die Auslegungsweise...
Das man seine Meinungsfreiheit in dem Moment Grenzen gesetzt bekommt, wenn man die persönliche Freiheit eines anderen beschneidet oder herabsetzt klingt und ist wohlmeintlich logisch und nicht diskutabel, aber hier ging es nicht um die Ehrverletzung, Herabsetzung, Entwürdigung von Menschen, die sich durch einen Zuzug eines Andersdenkenden darstellen- denn würde man dieses anheim stellen, das durch die bloße Präsenz eines Andersdenkenden sich in seiner personellen Konstitution herabgesetzt fühlt, dann muss derjenige ein ziemliches Problem mit sich selbst haben, dass er den Andersdenkenden so mächtig stilisiert, das seine Anwesenheit so psychisch tragende Folgen innehaben, dass man dadurch seine Freiheit begrenzt/gefährdet sieht. Anders wäre es nicht zu erklären.
Das Grundgesetz garantiert eine persönliche und eine Meinungsfreiheit, die man für sich soweit in Anspruch nehmen kann, sofern sie die oben genannten Beschneidungen nicht anrühren. Das heisst links wie rechts, oben wie unten und berührt auch radikale und extreme Denkungsweisen...

Jenachdem was das für ein Kaliber ist, soll der da erstmal einziehen. Ich persönlich würde erstmal versuchen, Infos zu bekommen, wie aktiv der wirklich ist, was wirklich hinter dem steckt. Mit anderen Nachbarn in Kontakt bleiben und schauen, was die darüber denken.

Bei zu lauter Musik u.ä. Polizei verständigen, das übliche halt.
Auch interessant könnte sein, wer da ein und aus verkehrt. Bei diversen Schlägertypen müsste man schauen, wie das mit Kinder usw. vereinbar ist.
Wenn da Bedrohungspotenzial entsteht, müsste man sich wohl rechtlich beraten lassen.

Ansonsten ihn ein nettes, mitleidiges Lächeln schenken. Und falls diese Person dann mit Phrasen wie "Der neue Faschismus wird nicht sagen; Ich bin der Faschismus. Er wird sagen; Ich bin der Antifaschismus. " ankommt, dann lächeln und irgendwas sagen wie "Das ist Blödsinn, nimm das Leben nicht so schwer. Schalömchen noch"
Manchmal hilft auch sowas. ;-)

Und wenn man mit den anderen Nachbarn gut befreundet ist, könnte man sich auch mal ein wenig lauter über Nazis und Co amüsieren, wie bekloppt die sind, was die so für absurde Gedankenwelten haben, wie bescheuert damals Hitler und co. waren, dass die zurecht verloren haben, und man es nicht verstehen kann, wie man als normaldenkener Mensch sowas hinterher laufen kann usw. usf.. Das kann auch unterhaltsam sein.*g*...;-)

Mit freundlichen Grüßen
Olli

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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru

Wir haben hier in Hamburg Wandsbek ne Menge Nazis, einen direkt über uns. Die Polizei habe ich inzwischen 6 mal gerufen. Der Vermieter reagiert mit "Drohbriefchen", viel ist dabei nicht rausgekommen. Gestern ist die Situation eskaliert, die Nazimucke war so laut, dass ich jedes Wort der gegrölten Parolen verstand. Der Polizei hat der Idiot die Tür natürlich nicht aufgemacht, Ich habe das Aktenzeichen eingeholt und werde am Montag erneut den Vermieter informieren. Vielleicht klappts diesmal, der Typ hat meinen Freund bedroht, herumgespuckt (!?), hoffe, dass der Vermieter diesmal reagiert, sonst werde ich mich damit an die Zeitung wenden, falls das was bringt oder den Vermieter unter Druck setzt. Bei uns im Haus wohnen 11 Personen mit Migrationshintergrund aber keiner reagiert, weil sie Angst vor Problemen haben. Oh man...

Ich muss meinen letzten Satz zurücknehmen, ich habe mir richtig viel Zeit genommen und mit allen Nachbarn gesprochen. Jeder, mit dem ich geredet habe, hat danach die Beschwerde mitunterschrieben. Ich bin stolz auf meine Nachbarn! Eine Räumungsklage durchzukriegen ist sicherlich schwer, aber gemeinsam können wir hoffentlich Druck auf den Vermieter ausüben und dem Nazi zeigen, dass keiner ihn hier haben will. Danke für die Tipps der Redaktion!

Komm mit ihm ins gespräch, rede mit ihm über irgendwas und gehe langsam aber sicher auf das thema Zweiter Weltktieg ein. Warum? ganz einfach, er wird sich im Laufe des Gesprächs nicht lumpen lassen den Holocaust zu leugnen oder zu revidieren, wichtig das du von anfang an einen Augenzeugen dabei hast oder wenn es vor Gericht Rechtlich relevant ist das Gespräch heimlich aufnimst, auf einem MP3 Player oder so.
Sollte er dann mit der Holo-Leignung ankommen kannst du ja eine anzeige erstatten, denn schließlich hast du ja einen Augenzeugen/Aufnahme von dem gespräch.
Der NAZI wird verunsichert sein wem er im Haus trauen kann und wem nicht, ich denke er würde sich dort nicht mehr wohl fühlen und nach einiger Zeit wegziehen.