Frage

Ungerechtfertigte Verdächtigungen.

Bild von Halodrian

Hallo erstmal,
ich möchte hier an dieser Seite zwei Sachen kritisieren.
Erstmal dass die Junge Freheit hier als rechtsextreme Zeitung aufgeführt wird.
Zweitens, dass die Republikaner als rechtsextreme Partei aufgeführt werden.

Ich selbst lese regelmäßig die Junge Freiheit, das ist konservativer Qualitätsjournalismus, das hat nichts, aber auch garnichts mit Rechtsextremismus zu tun. Kein ernstzunehmender Mensch kommt auf die Idee, diese Zeitung als Naziblatt zu sehen, tatsächlich hat diese Zeitung mit Extremismus sicher wesentlich weniger am Hut, als diese Seite hier.
Die Schlagzeilen der Bildzeitung sind bisweilen wesentlich hetzerischer, als alles was man in der Jungen Freiheit zu lesen bekommt.
Die Hetze gegen diese kleine Zeitung kommt wohl eher daher, dass die JF eine der wenigen Konzernunabhängigen Zeitungen in Deutschland ist.

Dann zu den Republikanern, die Republikaner waren eine völlig verfassungstreue CSU-Abspaltung, die Partei wurde aus Protest gegen Geldzahlungen an das Unrechtsregime DDR gegründet. Die Anfänge der Partei waren konservativ und völlig frei von rechtsextremen Einflüssen.
Mit Franz Schönhuber als Parteichef driftete die Partei zwar nach rechts ab und einige Extremisten schafften es sich festzusetzen. Diese haben die Partei aber inzwischen wieder verlassen, die Republikaner sind mit dem Vorsitzenden Rolf Schlierer eine Partei geworden, die voll und ganz demokratisch ist.
Ganz im Gegensatz zur Linken, diese wird nach wie vor vom Verfassungsschutz beobachtet. Nichtsdestotrotz ist die Linke als Partei in der Gesellschaft anerkannt und hoffähig, auch hier auf dieser Seite wird sie oft genug in eine Linie mit demokratischen Parteien gestellt.

Anstatt dass man die Republikaner als Möglichkeit begreift, eine demokratische Alternative zur NPD herzustellen,wird hier weiter von einer rechtsextremen Partei gesprochen, was eigentlich an Rufmord grenzt.
Solange der rechte Rand des Wählerspektrums nicht gebunden wird, stellt das eine große Chance für Extremisten wie die NPD dar. Indem man abe reine demokratische Rechtspartei etabliert, wird dieses Wählerspektrum gebunden, und die NPD damit dauerhaft Schachmatt gesetzt.

erschienen am Donnerstag, 26.08.2010, 23:17

Leser-Kommentare ()

  1. Bild von Ghostrider

    Ghostrider

    Bei diesem Thema denke ich, kann man sich wieder die Finger wund schreiben!

    "Ich möchte hier an dieser Stelle zwei Sachen kritisieren.
    Erstmal, dass die Junge Freiheit hier als rechtsextreme Zeitung aufgeführt wird.

    Zweitens, dass die Republikaner als rechtsextreme Partei aufgeführt werden."

    (...)

    Die Macher der Wochenzeitung "Junge Freiheit" sehen sich selbst nicht als rechtsextrem, weil sie gekonnt rechtsextreme Themen umschreiben, verniedlichen und/oder salonfähig aufbereiten.

    Häufiger Autor bei "Junge Freiheit" ist der Chefideologe der französischen neuen Rechte, Alain de Benoist.

    Kein Unbekannter in der rechten Szene. Im "Fred" Ethnopluralismus, habe ich in meinem Kommentar eine Kurzbiographie von Alain de Benoist dargestellt.

    Auch der extrem rechte Belgier Filip Dewinter kommt in diesem Blatt häufig zu Wort, und kann sich mit einer wahren Hetzkampagne gegen multikulturelle Ansichten so richtig auslassen.

    Zu behaupten, die Wochenzeitung "Junge Freiheit" sei nicht rechts angehaucht, angesichts der mitwirkenden Autoren, bedarf noch viel Überzeugungsarbeit, gelinde ausgedrückt.

    Es ist so, als würde ich jetzt sagen: "Mein Auto ist rot, aber ich möchte nicht, dass die Leute behaupten, ich hätte ein rotes Auto."

    Mehr über die "Junge Freiheit" kann man hier erfahren:

    http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/junge-...

    Nun, zu den Republikanern.

    Dr. Rolf Schlierer führt seit 1994 die "REP´s", als Bundesvorsitzenden.

    Rolf Schlierer wurde im Sommersemester 1974 bei der Gießener Burschenschaft "Germania" aktiv.
    Im gleichen Jahr schloss er sich, Angaben des späteren NPD Bundespressesprechers Karl-Heinz Sandbühler zufolge, der NPD Studierendenorganisation "Nationaldemokratischer Hochschulbund" (NHE), als Mitglied an.

    In den Jahren 1975/76 war er Vorsitzender des Hochschulpolitischen Ausschusses der "Deutschen Burschenschaft".

    Von 1982 - 1985 war er Pressereferent der Deutschen Burschenschaft.
    Von 1985 - 1989 engagierte sich Dr. Schlierer beim unionsnahen Studienzentrum Weikersheim.

    Zeitweilig war Schlierer Kuratoriumsmitglied dieses extrem rechten Vereins, der vom früheren baden- württembergischen Ministerpräsidenten und einstigen "NS Marinerichter" Hans Filbinger, 1979 gegründet wurde.

    Eine Kurzbiographie, sozusagen mit einer Vergangenheit, die nicht geleugnet werden kann.

    Mehr dazu hier:

    http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/di...

    Während die Partei selbst z.Zt. vom Verfassungsschutz nicht observiert wird, stehen einige Akteure unter Beobachtung.

    Aufgrund dieser erdrückenden Erkenntnissen, fällt es sehr schwer, die "REP´s" nicht als das zu bezeichnen, was sie wirklich sind.

    Wenn man sich mit seinen Argumenten und Ansichten stets im Grenzbereich zur Verbotszone aufhält, ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis der Verfassungsschutz und das mit Recht, wieder aktiv wird.

    Die "REP´s" können irgendwo auch nicht anders, weil sie vom rechten Wählerrand profitieren möchten.

    Deshalb sind die REP´s auch da angesiedelt, wo sie auch hingehören, nämlich weit rechts von der CDU.

    Selbst wenn rechte Themen nach der Rezeptur von Alain de Benoist philosophisch aufbereitet werden, bleiben sie rassistisch, pardon "völkisch" und fremdenfeindlich, oder soll ich sagen "nicht homogen"?

    Ghostrider

    Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!

  2. Bild von meerguckerin

    Uuups ,da sind sie wohl auf die falsche Seite geraten.
    1.ist diese Seite was Netz gegen Nazis schon sagt,ein Netzwerk gegen Nazis und rechte Gewalt.DVU .mag sich als "demokratisch"preisen .Da sie es natürlich optimal in der Öffendlichkeit verdecken kann.Es ist bekannt das sich DVU und NPD sich wohl zusammenschliessen wollen.So ist es etwas albern sich hier rümzupinseln,ihr habt eigene Netzwerke!

  3. Bild von Varnhagen

    Ghostrider schrieb:
    Zu behaupten, die Wochenzeitung "Junge Freiheit" sei nicht rechts angehaucht, angesichts der mitwirkenden Autoren, bedarf noch viel Überzeugungsarbeit, gelinde ausgedrückt.

    Hier zeigt sich, dass man klare kategorien bräuchte. Der OP verwehrt sich dagegen, die JF als "rechtsextrem" zu verunglimpfen und nicht gegen das Etikett rechts. "Rechts" ist genauso legitim wie "links".

    Zur JF:
    Ausgezeichnetes Blatt, lohnt allein schon deswegen regelmäßig zu studieren, da man eine vom Einheitsjournalismus abweichende Perspektive auf die Sicht der Dinge erhält. Sie ist daher wichtig für eine satisfaktionsfähige politische Rechte und daher auch für die KgR'ler gefährlich.
    Zu den REP's:
    Lächerlicher und toter Verein. Lohnt nicht ihnen die Stimme zu geben. Dann lieber enthalten.
    Warum sie allerdings trotz Löschung aus VS-Bericht immer noch als rechts-extrem betitelt werden erschließt sich mir nicht. Vielleicht wollen manche ihre liebgewonnenen Vorurteile nicht ziehen lassen.
    Beste Grüße

  4. Bild von kimmerle

    Guten Morgen!

    Wie man darauf kommt, die 'Junge Freiheit' wäre kein Blatt, das sehr rechtslastiges Gedankengut verbreiten würde, ist mir sehr schleierhaft. Die redaktionelle Besetzung alleine schon spricht Bände. Dies haben aber meine Vorschreiber schon zur Genüge getan.

    Das die Republikaner nicht mehr (!) vom Verfassungsschutz beobachtet werden hat mich zwar auf den ersten Blick erstaunt, auf den zweiten war es nicht mehr so verwunderlich: Nicht wenige der Parteifunktionäre sind zwischenzeitlich zur NPD gewechselt, die Republikaner in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwunden. Ich glaube, deren Auflösung ist nur eine Frage der Zeit.

    Aber eines stößt mir in der Diskussion schon auf:

    Der Nutzer 'Ghostwrider' zieht für seinen 'Beweis', dass die REP rechtsextrem sei, die burschenschaftliche Vergangenheit des Parteivorsitzenden Schlierer an.

    Grundsätzlich sind Studentenverbindungen aller Couleur unpolitisch. Burschenschaften fallen zu wenigen Veranstaltungen politisch auf. In aller Regel haben die Beschlüsse des Burschentags politischen Charakter. Im Großen und Ganzen war es das dann auch schon.

    Wenn man sich näher mit der Materie beschäftigt, dass es einige wenige Begebenheiten einiger weniger Bünde sind, die für eine rechtsextreme Beurteilung des Verbindungswesens herangezogen werden. Danach stellt sich dann idR noch heraus, dass es Einzelaktionen einzelner Mitglieder waren, die den Ausschlag gaben, aber nicht die Tolerierung durch den eigenen Bund erfahren haben.

    Es gibt in der BRD rund 1.000 Verbindungen, von denen namentlich maximal zehn mit wirklichen Vorfällen in Verbindung gebracht wurden. Das ist nicht sehr aussagekräftig.

    Was aber in der Tat stattgefunden hat, ist die Gründung mehrerer Studentenverbindungen seit Ende der 1980er Jahre mithilfe von Personen oder Organisationen des rechtsextremen Spektrums - so bspw. eine Hamburger Germania, die aber im Verbindungswesen nicht wirklich Fuß fassen konnten.

    Alleine die Mitgliedschaft oder das Engagement einer Person für eine Studentenverbindung oder deren Dachverband als 'Beweis' extremer Rechtslastigkeit heranzuziehen, ist in der Regel falsch.

    Gruß,
    Kimmerle

  5. Bild von Halodrian

    Also, ich hab nie bestritten dass die Republikaner und die Junge Freiheit rechts sind. Aber eben nicht rechtsextrem sondern gemäßigt rechts.

    Stimmt, auch Udo Voigt hat der Jungen Freiheit schon ein Interwiew gegeben. Aber auch Charlotte Knobloch vom Zentralrat der Juden wurde schon interwiewt. Nur weil man jemanden interwiewt teilt man nicht dessen Meinung.
    Ich kann mich noch an das Interwiew mit Holger Apfel im ARD erinnern, nach der Wahl in Sachsen.
    Wird der ARD deswegen auch zum "Volksempfänger" erklärt ?

    Ich halte die Junge Freiheit für eine ganz normale, konservative Wochenzeitung für ein niveauvolles Publikum, weniger für ein Parolenzettel von irgenwelchen Naziskinheads.

    Was die Burschenschaften angeht, was ist daran bitte schlecht ?
    Burschenschaften sind meistens freiheitlich orientiert, sie orientieren sich an der Revolution von 1848, in der ein einiger und demokratischer Nationalstaat erschaffen werden sollte, übrigens auch das Ideal, das unser Grundgesetz vertritt.

    Man kann die Studentenverbindungen als intellektuelle Vordenker der ersten demokratischen Bewegungen in Deutschland sehn, damit jetzt eine Verbindung zu den Nazis herzustellen, dem kann ich nicht ganz folgen. Wenns wegen dem Nationalstaatsgedanken ist, dann müsste man unser Grundgesetz ja auch als faschistisch ablehnen. Dann müsste man die Grünen zu Faschisten erklären, weil die Nazis auch Umweltschutz betrieben haben.

    Der bayrische Verkehrsminister Ramsauer ist übrigens auch Burschenschafter.

  6. Bild von Halodrian

    (...)

    "DVU .mag sich als "demokratisch"preisen"

    Hier ist aber nicht von NPD oder DVU die Rede, sondern von den Republikanern, die vom Verfassungsschutz NICHT verdächtigt werden, die Leute vom Verfassungsschutz werden sich wohl ein bisschen besser auskennen als sie.

    "So ist es etwas albern sich hier rümzupinseln,ihr habt eigene Netzwerke!"

    Wen meinen sie mit 'ihr' ??!!

    Ich brauch mich hier nicht von ihnen beleidigen und in irgenein Eck stellen lassen. Ich bekenne mich zum Grundgesetz (...)

    Hallo, wir mussten Teile Ihres Beitrags löschen, weil sie gegen unsere Diskussionsregeln verstoßen haben. Moderator_JW

  7. Bild von Daisenberger Gert

    GD
    "Ich höre wohl die Botschaft, doch mir fehlt der Glaube."

    Wenn die "Republikaner" keine rechtslastige Partei sind, was sind sie dann? Von mir selbst kann ich auch behaupten, ich sei der Frömmste, der Klügste, der Edelste oder gar der Beste. Das wird mir aber keiner abkaufen. So ähnlich ist es mit den Aussagen des Kommentators "Halodrian". Es hat den Anschein, als melde sich der Wolf im Schafspelz zu Wort.

    Ich behaupte hingegen, dass die "Republikaner" am rechten Rand des Parteienspektrums angesiedelt sind. Eine solche Behauptung ist erlaubt und entspricht der verfassungsmäßig geschützten Meinungsfreiheit. Meine Meinung kann nicht ganz falsch sein, denn sie wird von einer großen Mehrheit mitgetragen.

  8. Bild von JohnDoe

    @Daisenberger Gert:
    "Ich behaupte hingegen, dass die "Republikaner" am rechten Rand des Parteienspektrums angesiedelt sind."

    Natürlich! Können Sie gerne behaupten, stimmt ja auch! Die Republikaner sind ja auch "rechts"! Aber rechtsextrem sind sie nicht, die Junge Freiheit ist übrigens auch nicht rechtsextrem.

    (...)

    "Rechts" heißt nicht "Rechtsradikal" - es bedeutet lediglich, dass man alte Werte vor dekadenter Liberalität bzw. Progressivität schützt. Denn die Begriffe "Fortschritt" und "Verbesserung", sind nicht zwangsläufig synonym zu einander - ferner ist Fortschritt nur gut, wenn er denn Verbesserung bringt.

    Progressivität um jeden Preis, bzw. Fortschritt um des Fortschritts willen, sind unglaublich negative Eigenschaften - nicht nur in der Politik.

    P.S.:
    Davon abgesehen, "Mehrheit" ist auch kein Synonym von "Richtigkeit".

    Hallo, wir haben einen Teil Ihres Beitrags gelöscht, weil er gegen unsere Diskussionsregeln verstoßen hat. Moderator_JW

  9. Bild von Dmitri

    Selbstverständlich sind die REPUBLIKANER am rechten Spektrum der Parteienlandschaft angesiedelt. Angesichts des Einheitsbreis, den uns die etablierten Parteien bieten (jeder kann mit jedem koalieren; ich warte auf die Koalition CDU mit LINKE) ist das aber auch keine große Kunst.

    Ob die REPUBLIKANER eine rechtsextreme Partei sind, vermag ich nicht zu beurteilen. Seit dem Abgang von Franz Schönhuber ist diese Gruppierung kaum mehr wahrnehmbar.

  10. Bild von Hochmeister

    "Meine Meinung kann nicht ganz falsch sein, denn sie wird von einer großen Mehrheit mitgetragen."

    Seit wann wird die Richtigkeit einer Aussage an der Anzahl der Befürworter festgelegt? Wenn eine Mehrheit einer Lüge erlegen ist,wird die Lüge nicht automatisch zur Wahrheit.

    @Halodrian: Volle Zustimmung.Ich lese auch sehr gern die Junge Freiheit und die Reps haben ein vernünftiges Parteiprogramm.

  11. Bild von Ghostrider

    Ghostrider

    @Hochmeister

    "Seit wann wird die Richtigkeit einer Aussage an der Anzahl der Befürworter festgelegt? Wenn eine Mehrheit einer Lüge erlegen ist, wird die Lüge nicht automatisch zur Wahrheit".

    (...)

    Demnach würde der Verfassungsschutz, der demokratische Journalismus und die Rundfunk und Fernsehmedien nur Lügen verbreiten!

    Anscheinend können nur "rechtsorientierte" Zeitschriften und rechte Foren im Internet die Wahrheit glaubhaft verbreiten.

    Eine Wahrheit also zwischen Traum und Alptraum!

    Diese Sichtweise bedarf allerdings noch einiges an Überzeugungsarbeit!

    Ghostrider

    Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!

  12. Bild von Buenaventura

    Da lachen ja die Hühner! Von der "Jungen Freiheit" weiß ich nichts, ich gehe aber mal davon aus, daß es dabei um eine sog. konservative Zeitung handelt, die ihren Rechtsradikalismus dahinter versteckt. Aber vielleicht hättest Du Halodrian früher mal auf die Rückseite der Zeitung "Der Republikaner" schauen sollen, dort wurde der selbe Kriegsverherrlichende Mist angepreist wie wir ihn heute im Katalog der "Deutschen Stimme" (NPD) finden. Und der ehemalige Parteivositzende Schönhuber? War er nicht freiwilliger in der Waffen SS, und beschreibt dies auch noch voller Romantik in seinem Buch "Ich war dabei"? Die Republikaner waren und sind rechtsradikale und pflegen seit jeher ausgezeichnete Beziehungen zu anderen rechten Gruppierunen wie Front National in Frankreich (Parteiführer Jean-Marie Le Penn ist eng mit Schönhuber befreundet!) oder Vlams Blok (Belgien). Also Schluß mit der Augenwischerei!

  13. Bild von Halodrian

    "als melde sich der Wolf im Schafspelz zu Wort."

    Erstmal sag ich nciht nur meine Privatmeinung, die Aussage dass die Republikaner keine Rechtsextremisten sind wird durch den Verfassungsschutz untermauert.
    Aber allein die Tatsache, dass ich auf eine ungerechte Verdächtigung hinweise genügt scheinbar, dass ich selber zum Verdächtigen, zum 'Wolf im Schafspelz' werde.

    Wenn man jede Kritik abschmettert ohne sich auch nur im Ansatz Gedanken darüber zu machen, dann ist das vieles, aber sicher nicht demokratisch.

    Dass der Verfassungsschutz die Republikaner für verfassungstreu hält ist eine Tatsache, da hilfts auch nichts wenn man hier drum herum redet.

    "Rechtsradikalismus dahinter versteckt"

    Denkst du Charlotte Knobloch würde einer rechtsradikalen Zeitung ein Interwiew geben ?

    "Du Halodrian früher mal auf die Rückseite der Zeitung "Der Republikaner" schauen sollen"

    Ich habe nie bestritten, dass die Republikaner zur Zeit Schönhubers diese Tendenzen hatten, Tatsache ist jedenfalls, dass das schon lange nicht mehr so ist, dementsprechend hat auch der Verfassungsschutz seine Meinung dazu geändert.

    Aber die Leute vom Verfassungsschutz sind wahrscheinlich alle hinterhältig geteuscht worden und die Menschheit bedarf jetzt deiner Aufklärung weil du als einziger Menshc schlau genug bist um die bösen Reps zu durchschauen ^^

    Schönhuber hat in seinem Buch nicht darüber romantisiert, sondern über die Beweggründe geredet, warum er und viele junge Männer in seienr Zeit dort eingetreten sind, dass das sehr oft keine ideologischen Gründe waren.
    Kurt Georg Kiesinger war übrigens auch NSDAP-Mitglied und trotzdem wurde niemand umgebracht als er Kanzler wurde.

  14. Bild von Halodrian

    Der Verfassungsschutz hält die Republikaner jedenfalls nicht für Rechtsextrem, behauptet jemand mehr darüber zu wissen, als Experten deren Job es ist, sich damit zu beschäftigen ?

  15. Bild von Hochmeister

    "Demnach würde der Verfassungsschutz, der demokratische Journalismus und die Rundfunk und Fernsehmedien nur Lügen verbreiten!
    Anscheinend können nur "rechtsorientierte" Zeitschriften und rechte Foren im Internet die Wahrheit glaubhaft verbreiten."

    Der Verfassungschutz beobachtet die Reps doch gar nicht mehr. Was verstehst du unter demokratischen Journalismus? Und wo behaupte ich diese würden nur Lügen verbreiten?
    Zählen für dich "Rechte Medien" nicht zum demokratischen Journalismus? Jedes Medium hat eine politische Einstellung,wirklich unparteiische Medien wirst du nicht finden.Jedes dieser Medien verbreitet Lügen und Halbwahrheiten,wie es auch Wahrheiten verbreitet.Da spielt es keine Rolle wo sie politisch angeordnet sind.
    Ein schwarz und ein weiß gibt es nicht,sondern nur viele Graustufen.

    "Da lachen ja die Hühner! Von der "Jungen Freiheit" weiß ich nichts, ich gehe aber mal davon aus, daß es dabei um eine sog. konservative Zeitung handelt, die ihren Rechtsradikalismus dahinter versteckt."

    Du gehst davon aus,aber wissen tust du nichts darüber? Wie kommst du dann darauf,das diese ihre Rechtsradikalismus versteckt???
    Wissen kommt nicht durch spekulieren.

  16. Bild von Bogo

    @Halodrian

    Mit dem Verfassungsschutz ist das so eine Sache, hier in NRW z.B. stehen Pro NRW und Pro Köln unter Beobachtung, die Pro Deutschland mit Hr. Rouhs als Vorsitzendem, der aber auch hier tätig ist, hingegen nicht.

    Es ist wohl eher eine Ermessenssache und wenn die Reps nicht unter Beobachtung stehen, was mir auch bekannt ist genau wie die DVU, so muss ich das hinnehmen. Zustimmung findet das aber nicht, bei mir jedenfalls.

    Allein bei der letzten Wahlwerbung der Reps hier in NRW zeigte sich welche Richtung man da eingeschlagen hat, bzw. weiter inne hat. Für mich unterscheiden sich Pro NRW und Republikaner in keiner Hinsicht, ich bin aber nicht der Verfassungsschutz und weiss nicht wo der kleine, aber feine Unterschied zu Pro NRW liegen soll.

    Das die DVU zu unrecht "nicht" beobachtet wird, zeigt ja der geplante Zusammenschluss mit der NPD.

    Den IST Zustand nehmen wir hin, aber das sich die Reps auf einem schmalen Grat bewegen darf man ja wohl behaupten.

    Im übrigen halte ich nichts von Parteien rechts neben der CSU oder der Union, die sind schon rechts genug. Eine Partei neben den Etablierten, zieht nur Extremisten an, so wie man es bei Pro NRW beobachten kann, zuletzt mit dem ehemaligen NPD Mitglied Andreas Molau gesegnet. Keiner kann mir erzählen, dass solche Menschen ihre Grundeinstellung tatsächlich ändern, sie suchen nur nach Wegen, ihre Meinung Salonfähig zu machen.

    "Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
    Mohandas Karamchand Gandhi

  17. Bild von Buenaventura

    @Bodo

    Genauso sieht´s aus! Ich möchte auch nicht wissen unter wievielen Jankern in der CSU ein braunes Herzlein pocht.
    Rassismus und Nationalismus ist nicht unbedingt an Parteien festzumachen. Nationalistische Tendenzen sehe ich fast überall und deshalb werde ich mir auch sparen die "Junge Freheit" zu lesen, habe schon genug von solchem Zeug durchgekaut, von "Nation Europa" bis sonstwohin. Mir reicht´s!

  18. Bild von Buenaventura

    So, habe nun doch kurz auf die Homepage der angeblich nicht rechtsextremen "Junge Freiheit" geschaut und sofort ist mir ein Bericht aufgefallen, in dem diese "nicht" rechtsextreme Zeitung beweint, daß DEUTSCHE Straßennamen geändert werden (z.B.
    eine Straße die nach Paul von Hindenburg genannt wurde, der ja bekanntlicherweise dem Führer auf den Thron geholfen hat) und wünscht sich nun wohl Protest der Bürger gegen dieses Vorgehen.
    Entschuldigung, aber mir kommt´s hoch!
    Schluß mit dem Militarismus.
    Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!

  19. Bild von Ghostrider

    Ghostrider

    @Hochmeister

    "Zählen für Dich "Rechte Medien" nicht zum demokratischen Journalismus?"

    (...)

    Vom Bauchgefühl her ein klares Nein! Rechte Medien zählen nicht zum demokratischen Journalismus!

    Von der Gesetzeskonformität her, Ausgabe für Ausgabe eine schmale Gratwanderung zwischen noch erlaubt und Grenze überschritten!

    Deshalb wird diesbezüglich viel Text juristisch auf die Goldwaage gelegt um dem Verlag evtl. Ärger zu ersparen.

    Da sind Leute wie Alain de Benoist, der rechtsphilosophische Verpackungskünstler im rechten Spektrum natürlich willkommen. Denn wie eine hinterlistige Schlange windet er sich wie kaum ein anderer um die bösen Worte herum, bis diese juristisch so geglättet sind, dass man sie als salonfähig und Gesetzeskonform verkaufen kann.

    Aber an der Ideologie hat sich deshalb noch lange nichts geändert.

    Seit über 25 Jahren beschäftige ich mich mit Rechtsextremismus. Schon in den 80er Jahren war ich schon fast ein treuer Leser der Nationalzeitung und andere Schriften von DVU & Co. Ich tat das nicht öffentlich in der Trambahn oder im Zug, wollte mich nicht dafür schämen müssen.

    Und in den letzten 20 Jahren ist der Schreibstil zwar salonfähiger geworden, dennoch ändert das nichts an der rechtspopulistischen Ideologie, dass diese Blätter ihren Lesern auch vermitteln wollen.

    Also Zeitungen, die sich weit rechts von der CDU angesiedelt haben, für Leser, die sich weit rechts von der CDU positionieren, um es gelinde auszudrücken.

    Ghostrider

    Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!

  20. Bild von Halodrian

    "weiss nicht wo der kleine, aber feine Unterschied zu Pro NRW liegen soll."

    Naja, ProNRW hat viele ehemalige NPD-Funktionäre, die Republikaner sind zwar rechts, haben aber kaum mehr etwas mit Extremisten zu tun, die Partei selber hat sich inzwischen als rechtskonservativ positioniert.

    "Ich möchte auch nicht wissen unter wievielen Jankern in der CSU ein braunes Herzlein pocht."

    Ich möchte wissen, in wie vielen menschen die nicht meiner Meinugn sind, ein braunes Herz pocht.
    Einfach jeden Andersdenkenden zum Faschist zu erklären ist ein bisschen einfach.

    Definiere Rassismus, definiere Nationalismus.

    Nationalismus darf nicht mit Chauvinismus verwechselt werden, ich kann an einem gemäßigtem Nationalismus nichts schlechtes erkennen.

    Zu Paul von Hindenbug, Hindenburg hat Hitler deswegen den Weg zur Macht geebnet, weil er gestorben ist -.-

    Er musste Hitler zum Reichskanzler ernennen, da dieser die stärkste Partei hinter sich hatte.
    Hindenburg jetzt zum Nazi zu erklären ist grotesk, die Junge Freiheit jetzt zur Nazizeitung zu erklären, weil sie das kritisiert, ist noch viel grotesker.

    Werfen wir einen Blick auf die Seite der JF.
    Gleich am Anfang sieht man eine Werbeanzeige mit Stauffenberg, der einen Attentat auf Hitler durchführen wollte.

    Unf bevor jetzt jemand das Gegenteil behauptet, Stauffenberg war KEIN Faschist.

    "Entschuldigung, aber mir kommt´s hoch!"

    Tun sie sich keinen Zwang an ^^

    @Bogo.. Was halten sie von Parteien, links der SPD ?

  21. Bild von Hochmeister

    "Im übrigen halte ich nichts von Parteien rechts neben der CSU oder der Union, die sind schon rechts genug. "

    Wenn die Union für dich schon "rechts genug" ist,dann hat ja eine Mehrheit eine rechte Partei gewählt und diese stellt die Regierung.Bereitet dir das da nicht schlaflose Nächte?
    Leider ist die Union auf starken Linkskurs,nur noch der Wähler denkt diese Parteien vertreten Deutsche Werte.Dem ist leider nicht mehr so.Darum es nötig ist,rechts der Union eine rechts-konservative Partei ins Leben zu rufen,die die Union ersetzt.Und das wird kommen.

    "So, habe nun doch kurz auf die Homepage der angeblich nicht rechtsextremen "Junge Freiheit" geschaut und sofort ist mir ein Bericht aufgefallen, in dem diese "nicht" rechtsextreme Zeitung beweint, daß DEUTSCHE Straßennamen geändert werden (z.B.
    eine Straße die nach Paul von Hindenburg genannt wurde, der ja bekanntlicherweise dem Führer auf den Thron geholfen hat) und wünscht sich nun wohl Protest der Bürger gegen dieses Vorgehen."

    Und das ist jetzt nen rechtsextremes Thema? Oh je.Hindenburg war zum Beispiel im 1.Weltkrieg der Retter von Ostpreußen,wo die Russen einfielen.Für diese Tat sollte er gewürdigt werden.Er half nicht Hitler auf den Thron,sondern es blieb ihm als Reichspräsident in einer Demokratie nichts anderes übrig,als der damals stärksten Partei die Macht zu überlassen.Er verachtete Hitler sogar und nannte ihn einen "böhmischen Gefreiten".Was Hitler aus seiner Macht machte,erlebte Hindenburg nicht mehr,denn da war er schon verstorben.
    Also erst informieren,dann meckern.
    Ausserdem will man viele Straßen umbennennen die nach Städten aus Deutschlands Osten benannt sind.

    "Entschuldigung, aber mir kommt´s hoch!
    Schluß mit dem Militarismus.
    Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!"

    Und warum sind noch sehr viele Straßen nach Kommunisten benannt?Wie diese wüteten sollte jedem bekannt sein.Es gibt ja sogar eine Ilja-Ehrenburg-Straße.Einen bekannten Deutschen-Hasser der zu Mord und Gewalt gegen jeden Deutschen aufrief.Das ist verbrecherisch und rassistisch.

    Da kommt es mir hoch.
    Nie wieder Kommunismus.
    Nie wieder Sozialismus.
    Nie wieder Unfreiheit.
    Ist das jetzt rechtsextrem??? (0:

  22. Bild von Bogo

    @Halodrian

    Was halten sie von Parteien, links der SPD ?

    Weiter Links braucht es meiner Meinung nach nicht. Auch wenn die Linke mir als Migrantin weniger schadet als die NPD, ist es für mich persönlich schwierig die Linke einzuordnen. Mit ihrem Programm kommt sie mir in Teilen weit entgegen, aber es gibt da doch einige Aspekte die ich für mich nicht vereinbaren kann. Außerdem geht es mir um das Gemeinwohl und beides ob Rechts neben der Union oder Links neben der SPD schließt einen Teil der Bevölkerung aus.

    @Hochmeister

    Bereitet dir das da nicht schlaflose Nächte?

    Anscheinend bereitet ihnen dieser Aspekt schlaflose Nächte, solange keine Minderheiten an den Pranger gestellt werden kann ich auch mit der CDU leben, denn die SPD hat in ihrer letzten Regierungsperiode sehr eindeutig demonstriert, was man z.B. in der Wirtschaftspolitik alles falsch machen kann.

    Ich komme aus NRW und das die Union hier abgewählt wurde, wenn auch nur knapp, lag eindeutig an dem rechtsgerichteten CDU Vorsitzenden Röttgers. Mir soll es recht sein, aber ich finde unser damaliger Integrationsminister Laschet hat sehr gute Arbeit geleistet, dieser Linkstrend in der Union wie sie ihn nennen, war nicht zu meinem Schaden.

    "Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
    Mohandas Karamchand Gandhi

  23. Bild von Hochmeister

    "Anscheinend bereitet ihnen dieser Aspekt schlaflose Nächte, solange keine Minderheiten an den Pranger gestellt werden kann ich auch mit der CDU leben, denn die SPD hat in ihrer letzten Regierungsperiode sehr eindeutig demonstriert, was man z.B. in der Wirtschaftspolitik alles falsch machen kann."

    Ja das bereitet es mir,denn ich mache mir sorgen um meine Heimat und mein Volk.Und wie weit die Politik und die Medien sich vom Volk entfernt haben,zeigt das Thema Sarrazin.
    Die SPD und die CDU unterscheiden sich nur noch namentlich,ansonsten sind sie weitesgehend identisch,also links der Mitte.

    "Ich komme aus NRW und das die Union hier abgewählt wurde, wenn auch nur knapp, lag eindeutig an dem rechtsgerichteten CDU Vorsitzenden Röttgers. Mir soll es recht sein, aber ich finde unser damaliger Integrationsminister Laschet hat sehr gute Arbeit geleistet, dieser Linkstrend in der Union wie sie ihn nennen, war nicht zu meinem Schaden."

    Rüttgers rechtsgerichtet? Das ist mir neu.Ich denke eher das die CDU abgewählt wurde,weil sie unter Merkel keine Standpunkte mehr hat un sich den linken Parteien anbiedert um mit ihnen später koalieren zu können.
    In meinem Bundesland Thüringen konnte sich die CDU nur knapp durch die SPD an der Macht halten.Hier kenne ich viele die die CDU nicht mehr wählten,weil diese ihre rechts-konservative Ausrichtung verloren haben.
    Laschet ist ein gutes Beispiel für den Linkstrend der CDU.So ein Politiker wäre wohl besser bei den Grünen oder der Linkspartei aufgehoben.
    Wobei ich einen Minister für Integration sowieso für überflüssig halte,da die Integration sache der Einwanderer ist,wobei Assimilation langläufig sinnvoller wäre.

  24. Bild von murmeli

    Für mich ist im Hinblick auf die "Junge Freiheit" insbesondere ein Ereignis besonders in Erinnerung geblieben: der Brand der Druckerei in Weimar im Jahr 1994, in der die Zeitung damals produziert wurde, Bis heute nicht ermittelte Täter haben damals zunächst die Beschäftigten mit Waffengewalt dazu gezwungen, ihnen die Listen der Abonnenten auszuhändigen, abschließend setzten sie das Gebäude in Brand. Auf diese Weise entstand weit mehr als ein immenser Sachschaden.

    Vorausgegangen war eine jahrelange Kampagne gegen den Vertrieb der angeblichen "Nazi-Zeitung" JF an den Kiosken. Deren Besitzer wurden bedroht, wenn sie Exemplare die JF - neben hunderten von anderen Zeitungen und Zeitschriften - offen in ihren Geschäften auslegten. Ständer, an denen die JF angebracht war, wurden umgeworfen, Zeitungen zerrissen oder auf andere Art und Weise unverkäuflich gemacht.

    Warum schreibe ich das überhaupt? Weil es jahrelang prägend war für die Art und Weise der Auseinandersetzungen über die JF. Mit einer bloßen Kritik hatte das meiste gar nichts mehr zu tun, sondern es war vielmehr eine absolut hysterische Debatte, die sich von Woche zu Woche steigerte und schließlich zu den obigen Resultaten führte.

    Leider gibt es auch heute noch gesellschaftliche Gruppen, die lieber auf pauschale Anti-Rechts-Reflexe setzen (wobei sich eben die Frage stellt, ob das, was sie damit verbinden, auch tatsächlich immer so "rechts" ist), als auf eine sachliche Auseinandersetzung, die selbstverständlich auch sehr kritisch geführt werden kann.

    Man muß die JF nicht mögen. Aber man sollte wenigstens respektieren, daß innerhalb eines pluralistischen Meinungsmarktes der JF ebenso ein Platz zusteht, wie allen anderen nicht-extremistischen Erzeugnissen.

  25. Bild von Der Sizilianer

    "Experten weisen der JF eine Scharnierfunktion zwischen dem rechtskonservativen und dem rechtsextremen Spektrum zu. Angekreidet wurde und wird der JF vor allem, dass sie auch Vertretern der extremen Rechten ein Podium bietet."
    (Quelle: http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/junge-...)

    So ähnlich würde ich persönlich auch "Die Republikaner" einschätzen und bewerten: Sowohl die "Junge Freiheit" als auch die REPs bewegen sich spektrenübergreifend zwischen "rechts" und "rechtsextrem". Gefährlich finde ich an beiden insbesondere, dass sie - nicht NUR, aber eben AUCH - auf diese Weise amenschenfeindliche Denkmuster salonfähig in gemäßigtere Sprache "verpacken" und im "seriösen Anzug-und-Krawatten"-Stil verbreiten...

    Dass der Verfassungsschutz derzeit die REPs ausnahmsweise mal nicht beobachtet, ist dabei für mich überhaupt kein Bewertungsmaßstab und macht mir kein Kopfzerbrechen: Der Verfassungsschutz beobachtet immer nur die aktuell nach bestimmten Definitionen als sogenannte "Extremisten" klassifizierte Gruppierungen - und nicht ALLE Menschen in der Bundesrepublik, die menschenfeindlich denken und handeln.

    Sonst hätte er auch wirklich verdammt viel zu tun, denn menschenfeindliche Positionen - Rassismus, Antisemitismus, Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie etc. - finden sich nun mal nicht nur bei gestandenen, organisierten Neonazis und anderen "Rechtsextremen" (dort finden sie sich "nur" extrem häufig und extrem geballt)! Das haben zahlreiche wissenschaftliche Studien in den letzten Jahren immer wieder bewiesen...
    von daher finde ich es auch nicht richtig, allein dem Verfassungsschutz die Entscheidung darüber zu überlassen, wer eine Bedrohung für die Demokratie darstellt und wer nicht. Wir müssen uns meines Erachtens schon noch selber die Mühe machen, genauer hinzuschauen ... wäre es anders, bräuchten wir ja auch nicht mehr auf dieser Seite über irgendetwas diskutieren, sondern müssten zukünfig einfach nur noch den Verfassungsschutzbericht lesen - oder?!?

  26. Bild von Buenaventura

    @Hochmeister

    Ich habe nie behauptet, daß Hindenburg ein Nazi war...! Aber das waren Bismark, Rommel und viele andere auch nicht. Deshalb wurden ja auch Bundeswehrkasernen nach diesen "korrekten" Militaristen benannt. Ich entschuldige mich vielmals dafür, daß ich eine Abneigung gegen diesen ganzen Soldatenkram mit "Tschingderassassa" entwickelt habe. Was hat es je gebracht? Und immer wieder machen alle mit. Du führst Hindenburgs Kriegsverdienste an? Wie traurig... Seit jeher standen sich verblendete auf beiden Seiten gegenüber und jeder glaubte im Recht zu sein. Wenn Dich die Geschichte stolz macht, häng Dir ruhig ein Bild in die Stube - ich verurteile nicht Dich persönlich, aber Du bist auf dem Holzweg.
    Du nennst Ilja Ehrenburg als Hetzer und Bluthund. Ich maße mir da kein Urteil an, aber soll ich jetzt die deutschen Täter aufführen, von Himmler bis Mengele?
    Sorry, dieses Spiel ist mir zu dumm, das mache ich nicht mit.
    Du änderst meine Aussagen (Nie wieder Krieg), die eigentlich jeden denkenden Menschen als positiv einleuchten müssten, in; Nie wieder Kommunismus, nie wieder Sozialismus, nie wieder Unfreiheit und probierst mich in eine bestimmte Ecke reinzudrängen. Das kann nicht klappen, weil Du mich, und damit auch meine Einstellung zu Kommunismus etc. nicht kennen kannst! Aber ich glaube Deine Meinung über Sozialismus bezieht sich hauptsächlich auf Länder des ehemaligen Ostblocks. So pauschal kann man aber über eine Idee, die sich unter den Arbeitern weltweit verbreitet hat, nicht urteilen.
    Sie ist ja nicht aus Langeweile, sondern aus den geschichtlichen Gegebenheiten (Ausbeutung, Hunger und Krieg) entstanden.
    Zu guter Letz, finde ich es absolut unangebracht, daß hier Voll- oder Halbrechte um Verständinis buhlen, sie wären ja gar nicht so....
    Die Seite heißt "Netz gegen Nazis" und nicht "Nicht alle Nationalisten sind Nazis"! Die Abneigungen gegen Reps, CSU etc. kommen nicht von Ungefähr, sondern weil sie durchweg unglaubwürdig sind.

  27. Bild von Bogo

    @Hochmeister
    Ja das bereitet es mir,denn ich mache mir sorgen um meine Heimat und mein Volk.

    Ähhhm...wir sind auch das Volk und die meisten von uns haben nur diese eine Heimat. Wenn sie die Politik nur danach bewerten, wie sie mit Ausländern und der Unterschicht umgeht, ist das ein bisschen zu kurz gedacht. Ich würde doch lieber oben ansetzen, denn ganz unten gibt es keinen Spielraum.

    Rüttgers rechtsgerichtet? Das ist mir neu.Ich denke eher das die CDU abgewählt wurde,weil sie unter Merkel keine Standpunkte mehr hat un sich den linken Parteien anbiedert um mit ihnen später koalieren zu können.

    Rüttgers Rumänen und Inder, damit hat er sich keinen Gefallen getan, so kurz vor den Wahlen. Die große Koalition war meines Erachtens nicht besonders Gehaltvoll und es war sehr deutlich, dass man diese nur mit krampfartigen Bauchschmerzen einging. SPD und CDU, dass passte einfach nicht, war vielleicht beruhigend für beide Seiten, jeder zweite Wähler hatte seinen Kandidaten in der Regierung, aber die Politiker stolperten jeweils über die eigenen Ziele und die jeweiligen Parteiprogramme.

    Laschet passt auch meiner Meinung nach besser woanders hin, nämlich in die SPD, schade das die SPD nicht so einen Politiker hervorgebracht hat, dann könnte ich sie mit gutem Gewissen wählen. Ich denke, dass Versagen beider großen Parteien, hat den Grünen diesen bis vor ein paar Jahren unvorstellbaren Wählerzuwachs gebracht. Gut auch das die FDP endlich mal regieren durfte und alles vermasselt hat, so werden wir nach der nächsten Wahl wieder vor ihr verschont.

    Wobei ich einen Minister für Integration sowieso für überflüssig halte,da die Integration sache der Einwanderer ist,wobei Assimilation langläufig sinnvoller wäre.

    Ich halte ihn für wichtig, wenn sie die Einwanderer für ein Problem halten, was sie scheinbar tun, brauchen wir auch einen Integrationsminister. In Deutschland gibt es für jedes Problem von Relevanz einen Minister, Arbeitsminister, Gesundheitsminister, Umwelt, Aggrar usw.
    Wenn ich ein Problem darstelle, brauche ich einen Ansprechpartner der mir die Richtung weist. Integration geht meist schleichend in Assimilation über (langfristig), eigentlich müßig darüber zu reden, drei Generation weiter wird man sich fragen worüber wir eigentlich gestritten haben. Das ganze wird natürlich hinfällig, wenn sie andere politische Ziele verfolgen, wie z.B. Ausweisungen von ineffizienten Volksgruppen.

    "Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
    Mohandas Karamchand Gandhi

  28. Bild von Hochmeister

    "Ich habe nie behauptet, daß Hindenburg ein Nazi war...! Aber das waren Bismark, Rommel und viele andere auch nicht. Deshalb wurden ja auch Bundeswehrkasernen nach diesen "korrekten" Militaristen benannt. Ich entschuldige mich vielmals dafür, daß ich eine Abneigung gegen diesen ganzen Soldatenkram mit "Tschingderassassa" entwickelt habe. Was hat es je gebracht? Und immer wieder machen alle mit."

    Du erzählst was davon,das er Hitler auf dem Thton gehoben haben soll und das die JF eine rechtsextremistische Zeitung sein soll,weil sie gegen die Umbennung von Hindenburgstraßen ist.
    Mh komisch,Kasernen des des Deutschen Militärs,also Bundeswehr, benannt nach ehemaligen Soldaten.Nach wem sollen sie denn sonst benannt werden? Nach Pazifisten?
    Deine Abneigung in allen Ehren,aber das muss doch nicht jeder so sehen und nur weil du ne Abneigung hast müssen ja nicht Kasernen und Straßen umbenannt werden noch waren diese Herren Rechtsextremisten und noch weniger ist die JF annähernd rechtsextremistisch.
    Was es gebracht hat? Bismarck z.B. hat Deutschland vereint,auch durch Krieg.Hindenburg hat in schlechten Zeiten Ostpreußen gerettet und Rommel hat einen fairen Kampf in Nordafrika gefochten und alle Alliierten Gegner zollen ihm Respekt.
    Also ich mag das Militär und auch die Bundeswehr,wo ich jahrelang diente.

    "Seit jeher standen sich verblendete auf beiden Seiten gegenüber und jeder glaubte im Recht zu sein. Wenn Dich die Geschichte stolz macht, häng Dir ruhig ein Bild in die Stube - ich verurteile nicht Dich persönlich, aber Du bist auf dem Holzweg."

    Das war nen General.Der hat weder den Krieg begonnen noch war er froh in ihm zu kämpfen.Er wurde zu hilfe gerufen wo die Gefahr bestand das Deutschlands Osten von den Russen erobert zu werden.
    Also ich finde Geschichte interessant und Bilder hab ich auch von ihm,mich interessieren aber mehr die Bücher darüber.
    Und warum sollte ich auf dem Holzweg sein? Bist du auf dem richtigen Weg? Welcher soll das sein?

    "Du nennst Ilja Ehrenburg als Hetzer und Bluthund. Ich maße mir da kein Urteil an, aber soll ich jetzt die deutschen Täter aufführen, von Himmler bis Mengele?"

    Wo gibt es in Deutschland Himmler und Mengele Straßen? Eine Ilja-Ehrenburg-straße gibt es,und zwar bei dem volk GEGEN das er gehetzt hat.Das wäre in etwa so,als wenn es eine Goebbels-Straße in Russland gäbe.
    Und seit wann rechtfertigen die einen Täter andere Täter?

    "Sorry, dieses Spiel ist mir zu dumm, das mache ich nicht mit.
    Du änderst meine Aussagen (Nie wieder Krieg), die eigentlich jeden denkenden Menschen als positiv einleuchten müssten, in; Nie wieder Kommunismus, nie wieder Sozialismus, nie wieder Unfreiheit und probierst mich in eine bestimmte Ecke reinzudrängen."

    Wenn das jeder Mensch denken würde,gäbe es heute keinen Krieg mehr.Aber solange es Menschen gibt,gibt es Krieg.Mein nie wieder Kommunismus usw war nur eine Ergänzung zu deinem nie wieder Faschismus,weil es mir zu einseitig war.
    In die Ecke drängst du dich durch deine aussagen selber.Siehe JF wäre rechtsextremistisch.

    "Aber ich glaube Deine Meinung über Sozialismus bezieht sich hauptsächlich auf Länder des ehemaligen Ostblocks. So pauschal kann man aber über eine Idee, die sich unter den Arbeitern weltweit verbreitet hat, nicht urteilen.
    Sie ist ja nicht aus Langeweile, sondern aus den geschichtlichen Gegebenheiten (Ausbeutung, Hunger und Krieg) entstanden."

    Nein es bezieht sich auf alle kommunistisch/sozialistischen Länder,auch china,Kambodscha,Vietnam,Nordkorea usw.
    Der Kommunismus brachte Krieg,Hunger und Ausbeutung und nicht andersrum.Umsonst starben durch ihn nicht 100 mio Menschen weltweit.Siehe Sowjetunion der 20er und 30er Jahre,Millionen Tote durch Hungerkatastrophen,Bürgerkrieg,Krieg gegen Polen 1921 und Verschleppung und Zwangsarbeit und Massenerschießungen.Ein ähnliches Bild in China,Kambodscha,Nordkorea usw.

    "Zu guter Letz, finde ich es absolut unangebracht, daß hier Voll- oder Halbrechte um Verständinis buhlen, sie wären ja gar nicht so...."

    Was sind bitte Voll- und Halbrechte? Gibt es auch dreiviertel- und 3/8-Rechte???
    Entweder man ist rechts oder nicht.Und davon gibt es gemäßigt bis radikale Formen,genau wie bei links auch.Oder ist dir schonmal nen Halblinker begegnet?

    "Die Seite heißt "Netz gegen Nazis" und nicht "Nicht alle Nationalisten sind Nazis"! Die Abneigungen gegen Reps, CSU etc. kommen nicht von Ungefähr, sondern weil sie durchweg unglaubwürdig sind."

    So heißt die Seite und sie sollte sich auch bitte nur gegen wirkliche Nazis richten und nicht gegen Menschen die nur eine andere Meinung haben als du und die du dann als Nazis ansiehst.
    Abneigung gegen die CSU? Dafür hat sie aber noch recht viele Wähler.So unglaubwürdig kann sie da nicht sein.

  29. Bild von Varnhagen

    In einigen Punkten abweichende Meinung, doch im Grunde ein sehr guter Kommentar. @Hochmeister

  30. Bild von Hacho

    @Holdrian
    Sie schreiben:
    "Anstatt dass man die Republikaner als Möglichkeit begreift, eine demokratische Alternative zur NPD herzustellen,wird hier weiter von einer rechtsextremen Partei gesprochen, was eigentlich an Rufmord grenzt."

    Ich habe eine Frage an Sie: Wie sieht denn eine demokratische Alternative zur NPD aus? Meines Erachtens kann eine völkische Einstellung nicht demokratisch sein. Vor allem widerspricht sie den Menschenrechten.

  31. Bild von Daisenberger Gert

    GD
    "als melde sich der Wolf im Schafspelz zu Wort."

    Wer eine rechtsextreme Partei preist wie saures Bier, der muss einen besonderen Bezug zu ihr haben. Der abstrakte unparteiische "Gerechtigkeitssinn" kann hier nicht allein ausschlaggebend gewesen sein.

    Mit dem Argument, Herr Schönhuber ist nicht mehr da, können sich die Repblikaner nicht reinwaschen. Herr Schönhuber hat schließlich nicht allein rechtsextrem agiert. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Mir ist nichts bekannt, dass alle seine Mitstreiter öffentlich widerrufen hätten. Der völlige Austausch der Anhängerschaft der Republikaner hat sicher auch nicht stattgefunden. Eine latente Gefahr geht deshalb von den Republikanern nach wie vor aus, auch wenn noch so wortreich das Gegenteil behauptet wird. Die Beweise sind nicht mitgeliefert worden.

    Ich befürchte, dass sich Bild der Republikaner künftig radikal negativ verändern wird. Um nicht in der Versenkung zu verschwinden, werde sich die Republikaner mehr und mehr den anderen rechtsextremen Parteien angleichen (leider). Schon allein die "Falken" der Partei werden den Schmuse- und Zickzackkurs der Parteiführung nicht mehr mitmachen oder sie wandern zu anderen rechtsextremen Parteien ab. Da muss man kein Prophet sein.

    JohnDoe, 31.08.2010, um 03:40 Uhr

    Davon abgesehen, "Mehrheit" ist auch kein Synonym von "Richtigkeit".

    Es ist nicht die vorgenannte "Mehrheit", die ich meine. Mir liegt ein ganz anderer Mehrheitsbegriff am Herzen.

    Mehrheiten, die durch allgemeine und demokratische Wahlen im Sinne unseres Grundgesetzes zustande kommen, kann ein echter Demokrat wohl kaum in Frage stellen.

  32. Bild von Der Sizilianer

    Präziser heißt diese Seite "Netz gegen Nazis - Mit Rat und Tat gegen Rechtsextremismus". Daraus folgere ich für mich: Es soll auf dieser Seite nicht NUR um bzw. gegen Nazis gehen, sondern AUCH um bzw. gegen Rechtsextremismus allgemein. Zwar ist jeder Nazi extrem Rechts, aber nicht jeder extrem Rechte ist auch ein Nazi: Man kann z. B. antisemitisch denken und trotzdem aus ganz verschiedenen Gründen gegen Nationalsozialisten sein. Siehe z. B. den Herrn von Stauffenberg - ein Nazi-Gegner zumindest in späteren Kriegsjahren, aber sicherlich auch kein Freund der Weimarer Republik (also kein Demokrat) und durchaus offen für antisemitisches Denken:

    "Die Bevölkerung ist ein unglaublicher Pöbel, sehr viele Juden und sehr viel Mischvolk. Ein Volk, welches sich nur unter der Knute wohlfühlt. Die Tausenden von Gefangenen werden unserer Landwirtschaft recht gut tun. In Deutschland sind sie sicher gut zu gebrauchen, arbeitsam, willig und genügsam."

    Auch Paul von Hindenburg wird dadurch, dass es ihm als Generalfeldmarschall "natürlich" völlig unvorstellbar war, vor einem "böhmischen Gefreiten" quasi "das Knie zu beugen", nicht automatisch zum Antifaschisten: Militärischer und adeliger Standesdünkel machen noch keinen Nazi-Gegner! Sicherlich war Hindenburg aber auch kein Nazi - ich denke, sowohl von Hindenburg als auch von Stauffenberg gehörten mit ihrer adelig-feudalistischen Sozialisation und Erziehung eher ins Deutsche Kaiserreich als in die Weimarer Republik. Sie passen für mich auch besser zu Wilhelm II., dem letzten deutschen Kaiser:

    "Die Presse, die Juden und Mücken sind eine Pest, von der sich die Menschheit so oder so befreien muß - I believe the best would be gas."

    Sicherlich war Kaiser Wilhelm II. kein Nazi - allein der Gedanke wäre lächerlich. Ebenso wie der Gedanke, er könne Demokrat gewesen sein.

    Warum sich in einer heutigen Demokratie aber noch irgendjemand positiv auf solche Nicht- und Antidemokraten beziehen muss oder meint, irgendetwas nach solchen Leuten benennen oder gar Denkmäler errichten zu müssen, bleibt mir vollkommen schleierhaft. Eine Demokratie sollte Demokratinnen und Demokraten ehren! Wenn ich unter vielen Blinden einen Einäugigen habe - wie z. B. den Herrn von Stauffenberg -, dann kann und darf ich ihn - bei allem Respekt für seinen großen Mut im Bezug auf das Attentat gegen Hitler - als das sehen und bezeichnen, was er war: Ein Einäugiger unter vielen, vielen Blinden - und nicht die demokratische, sagenhafte Lichtgestalt, als die er uns heute gerne verkauft wird …

    … und wenn ich sowohl in der "Jungen Freiheit" als auch bei den "Republikanern" gehäuft Denkweisen antreffen kann, die für mich zur extremen Rechten dazugehören und sie ausmachen (auch wenn ich sie nicht NUR dort finde!) - Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie, Autoritätsdenken etc. pp. -, und wenn ich zudem gleichzeitig (zumindest bei der "Jungen Freiheit") seit Jahren immer wieder feststellen muss, dass Personen, die für mich eindeutig zur extremen Rechten (und teilweise sogar zu den Nazis) zu zählen sind, immer wieder und wieder eine Plattform geboten wird und auch nicht der LEISESTE erkennbare Versuch unternommen wird, sich von solchen Leuten konsequent abzugrenzen: Wieso sollte ich diese Zeitung, diese Partei zum demokratischen Spektrum hinzuzählen?!? Für mich zählen beide weiterhin zum "Scharnierspektrum" zwischen rechts(konservativ) und rechtsextrem (siehe mein Beitrag weiter oben), und die Tatsache, dass die "Junge Freiheit" bis heute diese genannten Abgrenzungsversuche nicht unternimmt, macht mich noch skeptischer: Vielleicht mag mir jemand der JF-Freunde auf dieser Seite dieses Rätsel lösen? Wieso hat die JF so Probleme damit sich eindeutig und dauerhaft von der extremen Rechten abzugrenzen?!?

    Und da dies nun weiß der Teufel schon ein sehr altes Problem darstellt: Ist es da unberechtigt, auf den Gedanken zu kommen, dass die JF diese eindeutige Abgrenzung vielleicht gar nicht will?!? Will die "Junge Freiheit" nicht vielleicht die EROSION, das Aufweichen, das Verwischen der Grenzen zwischen rechts(konservativ) und rechtsextrem?!? Und würde sie das nicht sehr gefährlich für die demokratische Kultur in diesem Land machen - und ebenso bekämpfenswert wie Nazis?!? Auch, wenn die JF sicherlich kein Naziblatt ist - eine Speerspitze der Demokratie ist sie allerdings ganz sicher auch nicht.

    Und den "Republikanern" würde ich die Grund- und Menschenrechte der Bürgerinnen und Bürger in diesem Land derzeit auch nicht anvertrauen wollen. Da muss schon noch einiges mehr passieren, als dass der Verfassungsschutz diese Partei aus seiner Berichterstattung streicht.

  33. Bild von Dmitri

    Wir hatten die gleiche Diskussion wie hier über die JUNGE FREIHEIT bereits in einem anderen Tread. Dort ging es um das Wochenmagazin ZUERST, das ebenfalls am rechten Spektrum angesiedelt ist.

    Und hier wie dort gelten die gleichen Feststellungen: wenn die grossen überregionalen Zeitungen und Magazine austauschbar werden und im wesentlichen nur noch regierungsnahe Verlautbarungen abdrucken, suchen sich die Interessierten eben eine Alternative. Das ist am rechten Rand eben ZUERST oder die JF; wenn man eher links orientiert ist steigt man auf die JUNGE WELT oder NEUES DEUTSCHLAND um.

    Diese Nivellierung des Journalismus beobachtet man nicht nur bei der Berichterstattung über die sogenannte "Rechte Szene" sondern auch bei anderen Themen. Bei "Schweinegrippe" oder "Klimaerwärmung" trifft man bundesweit praktisch nur auf eine Meinung obwohl diese Themen längst falsifiziert oder als plumpe Fälschung entlarvt wurden.

    Ich glaube hierin liegt auch die Erklärung für den Erfolg des Internets und den Niedergang der Auflagezahlen der großen Blätter.

  34. Bild von Dmitri

    @Daisenberger

    Eine latente Gefahr geht deshalb von den Republikanern nach wie vor aus, auch wenn noch so wortreich das Gegenteil behauptet wird. Die Beweise sind nicht mitgeliefert worden.

    Welche Gefahr soll das sein? Wenn die Republikaner eine verfassungswidrige Partei wäre, wäre sie verboten.

    Es ist nicht Sache der Republikaner irgendetwas beweisen zu müssen.

  35. Bild von Hochmeister

    @Der Sizilianer:

    Nach ihrer Auffassung würde es ja bedeuten das Antisemiten automatisch rechtsextrem wären.Dem ist nicht so,Antisemitismus findet man in allen politischen Richtung.Oft natürlich auf rechts- aber auch linksextremer Seite.
    Und zu Herrn Stauffenberg.Dieser war kein Rechtsextremist,sondern ein Monarchist.Viele der Monarchisten sah am Anfang im Nationalsozialismus eine Chance um die alten Verhältnisse von vor 1918 wieder ansatzweise herzustellen.Das die Nazis das aber nie wollten,merkte man dann auch sehr bald.Und daher rührt dann der Widerstand von vielen Monarchisten.
    Das diese nie eine Demokratie wollten,schon gar nicht die Weimarer,ist logisch wenn man die Zeit von 1919-1933 betrachten (Wirtschaft,Militär,Aussen- und Innenpolitik,Gesellschaft usw),und mit der von 1871-1914/18 vergleicht.Deswegen waren es ja Monarchisten und keine Demokraten.Sie wollten ja auch das Österreich,Sudetenland,Elsass-Lothringen,Westpreussen usw bei Deutschland bleibt und nicht wieder die Grenzen von 1937.
    Also weniger die Situation aus unserer Sicht und Zeit betrachten und sich mehr in die damalige Zeit rein versetzten,dann kann man ihr handeln und denken verstehen.So auch beim Thema Antisemitismus,der,aus damaliger Sicht und Zeit "normal" war und von einer breiten Schicht vertreten wurde.Deswegen wollte man aber deswegen keine Massenvernichtung oder ähnliches.
    Und Polen war aus damaliger Sicht,durch die letzten Jahrzehnte, nicht sehr beliebt.

    Wer spricht denn von Antifaschismus? Man muss zwischen Faschismus und Nationalsozialismus differenzieren.Der deutsche Nationalsozialismus war im Prinzip kein Faschismus sondern hatte eher Gemeinsamkeiten mit dem Kommunismus/Stalinismus.
    Vom Militär und dem Adel kam später aber der nennenswerteste und erfolgreichste Widerstand gegen den Nationalsozialismus.Von Demokraten,Kommunisten und anderen war da wenig zu erwarten.
    Und ja,du hast vollkommen Recht,Stauffenberg und Hindenburg waren dem Deutschnationalen/Monarchistischen Flügel zuzurechnen und wenig interessiert die Weimarer Republik zu erhalten oder wiederzuerrichten.Eben wegen der Schwäche der Demokratie zwischen den Kriegen.
    Und Kaiser Wilhelm hat viel Blödsinn erzählt,aber seine Sprüche waren eher dem Zeitgeist geschuldet,denn jüdischen Deutschen ging es im Kaiserreich sehr gut und haben sehr viel zum Aufstieg zu dieser Zeit beigetragen und sie erlebten im Gegensatz zu früheren Jahrzehnten sehr viel Freiheit und Anerkennung.
    Und der Kaiser ein Demokrat? Das wäre wie ein Pabst der Anteist ist.(0:

    Warum muss man Menschen in Demokraten und Nichtdemokraten unterscheiden?Gerade wenn sie in einer Zeit gelebt und gewirkt haben,in der Demokratie nicht vorhanden oder gescheitert war? Man sollte historische Personen immer mit ihrer Zeit betrachten und auch ihre Taten nicht an der heutigen Zeit messen.Ein Bismarck war auch nie Demokrat,er hat es aber geschafft die vielen Deutschen Kleinstaaten zu vereinen,zumindest die meisten und diesen Staat durch Bündnisse und Nichtangriffspakte zu schützen und zu erhalten.Wäre er zu seiner Zeit Demokrat gewesen,wäre er nie Reichskanzler geworden und hätte nie das erreichen können was er erreicht hat.
    Welche Demokraten von vor 45 sind den erwähnenswert oder haben herausragendes geleistet? Es waren sicher nicht sehr viele.Und auch heut gibt es noch Ernst-Thälmann-Straßen,Georg-Elser-straßen oder auch Rosa-Luxemburg-Plätze, oder auch nach Nietzsche,Goethe oder Schiller sind Straßen benannt,ohne das sie allesamt je Demokraten waren.
    Straßen nach demokratischen Lichtgestalten von vor 45 zu bennen,würde bedeuten das unsere Straßen wohl fast alle namenlos bleiben würden.

    Wie du sagst,DU selbst zählst sie zum rechtsextremen Spektrum,die Wirklichkeit sieht aber anders aus.Die SPD hatte in den 50er/60er Jahren ein Wahlplakat wo Deutschland in den Grenzen von 1937 drauf war,also mit Schlesien,Pommern,Ostpreußen usw.War die SPD da damals auch rechtsextrem?Oder haben sich eher die Ansichten was Extrem war und ist völlig geändert?Was früher in der BRD als mitte/libertär galt,sehen manche heut als rechtsextrem an.Und viele die sich sehr links von der Mitte entfernt haben,sehen das Spektrum rechts von ihnen als Gefahr an.
    Und eine JF bietet vielen Personen ein Interview an,auch Personen des Widerstands,des Zentralrats der Juden,des linken Spektrums und vielen anderen? Macht sowas eine rechtsextreme Zeitung oder ist sie eher offener für aller Art Meinungen? Was man von den vielen anderen Zeitungen,die sich selbst als demokratisch ansehen,nicht behaupten kann.Siehe Sarrazin und wie viele Medien gegen ihn hetzen anstatt ihn zum Interview zu bitten.Demokratie bedeutet auch andere Meinungen zuzulassen und sich mit ihnen auseinander zu setzen.
    Und Zeitungen sollen sich abgrenzen? Sie sollen in aller erster Linie berichten und weniger Meinung verbreiten.
    Für mich ist diese Zeitung demokratischer als TAZ,Stern oder Bild.

    Scharnierfunktion? Komischer Begriff um eine Zeitung zu denunzieren.Hat die TAZ auch eine Scharnierfunktion zum Linksextremismus? Die Junge Welt wäre dann schon die Tür nach dem Schanier oder?
    Warum sollte sie sich von den extremen Rechten abgrenzen? Es ist eine Zeitung und ab wann fängt extrem Rechts an und wo hört es auf? Und das ewige distanzieren und abgrenzen ist sowieso ein Unding der heutigen Zeit.Eine Zeitung,die bilden und informieren will sollte jeden zu wort kommen lassen ohne zu werten.Das haben andere Medien noch nicht erkannt.Demokratie funktioniert nur so.

    Dann definiere mal die Grenzen.Die sind nie eindeutig.Irgendwo geht gemäßigt immer zu extrem oder radikal über,links wie rechts.Und auch rechtsextreme müssen noch keine Nazis sein.Und warum muß man immer Einseitig nur Rechtsextreme Tendenzen bekämpfen? Linksextreme sind genauso eine Gefahr für die Demokratie.Wird es nicht Zeit für ein Kampf gegen Linksextremismus,auch in den Medien?

    Die Republikaner sind sehr unbedeutend.Einigen anderen Parteien,die sich demokratisch nennen oder auch Volksparteien,möchte ich persönlich auch nicht das Wohl dieses Landes anvertrauen.Aber deswegen sind die Republikaner nicht besser oder schlechter als diese.

  36. Bild von murmeli

    @ DS

    Mich würden im Zusammenhang mit Deinem letzten Beitrag folgende Frage interessieren:

    1. Welche Parteien / Organisationen / Zeitungen stellen für Dich (im Gegensatz zur JF) "eine Speerspitze der Demokratie" dar?

    2. Wer ist für Dich genau extrem rechts und wer ist für Dich im Gegensatz dazu einfach nur rechts oder rechtskonservativ? An welcher Stelle verläuft Deiner Meinung nach die Trennlinie?

    3. Wen würdest Du umgekehrt als extrem links und andererseits nur als links bezeichnen? Und wo liegt hier für Dich die Trennlinie?

    Ich frage deswegen, weil ich in einer größeren Anzahl von Gesprächen festgestellt habe, daß eine Verständigung oft nur dann möglich ist, wenn man sich über diese Ausgangsfragen zumindest eine ansatzweise Einigkeit besteht. Ansonsten stochert man oft im Nebel.

  37. Bild von Moderation_GG

    Liebe Diskutanten und Diskutantinnen, kehren Sie bitte zur Ausgangsfrage zurück.
    Die Moderation

  38. Bild von Atze

    Hallo Leute,

    schöne Beiträge von Sizilianer und Daisenberger!

    Zu den Reps: Weit vor allem anderen sind die aktuell vorallem eins: praktisch völlig bedeutungslos und unerfolgreich. Falsch sind sie auch dem Threaderöffner nach nicht als rechtsextrem verdächtigt, da die auch diesem zufolge ja phasenweise solche Figuren in ihren Reihen beherbergten. Sind die nun alle fort? Oder tummeln sich unter den letzten Dutzend Aktivisten doch noch welche herum? Wen interessiert das?
    Die JF wiederum fischt im Bermudadreieck aus Rechtspopulismus, Rechtskonservatismus und Neonazismus.

  39. Bild von Daisenberger Gert

    GD
    Dmitri, 09.09.2010, um 17:45 Uhr

    Es ist schon Aufgabe der Republikaner, ihre Wählbarkeit dem Wähler darzustellen und zu erläutern. Sie haben insbesondere glaubhaft den Beweis zu erbringen, dass sich die Partei der Republikaner im Rahmen unseres Grundgesetzes bewegt. Es kann doch nicht Aufgabe des Wählers sein, herauszufinden, ob irgend ein "Geheimbund" nach den Vorstellungen unsere Verfassung wählbar ist oder nicht. Der Wähler will schließlich nicht die Katze im Sack kaufen.

    Wenn eine Partei nicht als verboten gilt, ist das noch lange kein Indiz für die Verfassungstreue dieser Partei.
    NPD und DVU sind derzeit noch nicht verboten. Kein Mensch würde aber auf die Idee kommen, es handle sich hier um keine rechtsradikalen Parteien.

    Es ist also Aufgabe jeder Partei dem Wähler glaubhaft und plausibel Programme und Ziele der Partei offenzulegen. Nur so kann sich ein Wähler ein abschließendes Urteil bilden.

  40. Bild von Der Sizilianer

    @Dmitri: "Wenn die Republikaner eine verfassungswidrige Partei wäre, wäre sie verboten."

    Falsch. Die NPD z. B. ist auch eine verfassungswidrige (bzw. verfassungsfeindliche) Partei und ist trotzdem nicht verboten.

    "Es ist nicht Sache der Republikaner irgendetwas beweisen zu müssen."

    Doch. Wenn die "Republikaner" von der demokratischen Gesellschaft als "demokratisch" anerkannt werden wollen, sind sie diesbezüglich - nach Jahren und Jahren der Fremdenfeindlichkeit, der Agitation gegen die Demokratie und der Zusammenarbeit mit anderen extremen Rechten - meines Erachtens in einer "Bringschuld". Die demokratische Gesellschaft braucht die "Republikaner" nicht. Aber die "Republikaner" brauchen bzw. wünschen - zumindest in Teilen - die Anerkennung der demokratischen Gesellschaft.

    @Hochmeister: Die Diskussion mit Ihnen kreist um sehr, sehr viele Themen und ist für mich sehr spannend. Ich habe allerdings den Eindruck, dass wir damit evtl. die Geduld der anderen Forumsteilnehmerinnen und -teilnehmer sowie der Moderation strapazieren. Gerne diskutiere ich aber mit ihnen über alle diese Themen über "Private Nachrichten" weiter, so Sie dies wünschen (und wir beim SIE bleiben) - es wird Sie sicherlich nicht überraschen, dass ich in vielen Punkten nicht Ihrer Meinung bin - ich bin z. B. schon sehr gespannt, wie sie die These begründen, der "deutsche Nationalsozialismus war im Prinzip kein Faschismus sondern hatte eher Gemeinsamkeiten mit dem Kommunismus/Stalinismus"

    … hier in diesem Tread können wir natürlich gerne weiter über die "Republikaner" und die "Junge Freiheit" diskutieren, wobei sie ja anscheinend die Diskussion über die JF bevorzugen.

    "Und eine JF bietet vielen Personen ein Interview an, auch Personen des Widerstands,des Zentralrats der Juden,des linken Spektrums und vielen anderen? Macht sowas eine rechtsextreme Zeitung…?"
    Nein. Aber eine Zeitung, die meines Erachtens gezielt daran arbeitet, die Grenze zwischen extrem Rechts und rechtskonservativ aufzuweichen und erodieren zu lassen - die macht so was.

    "Scharnierfunktion? Komischer Begriff um eine Zeitung zu denunzieren."
    Ich denunziere nicht - mit der Bezeichnung "Scharnier" zitiere ich einen anerkannten Experten auf dem Gebiet der extremen Rechten, Prof. Dr. Gessenharter. Wenn ihnen die Analogie, das Bild nicht gefällt: Wir können gerne in Zukunft vom "Brückenspektrum" (Pfahl-Traughber) zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus sprechen, wenn ihnen diese Begrifflichkeit lieber ist. Wir könnten evtl. auch von "Grauzone" und "Übergangsfeld" reden - mir persönlich gefällt auch die bildliche Formulierung von Atze, die JF fische "im Bermudadreieck aus Rechtspopulismus, Rechtskonservatismus und Neonazismus." Ich bin da völlig offen.

    Wenig offen bin ich dagegen, wenn JEDES MAL, wenn irgendwo über Rechtsextremismus, Faschismus, Nationalsozialismus diskutiert wird, gleich von rechter Seite die Forderung auftaucht, man müsse jetzt auch endlich über Linksextremismus diskutieren. Das sehe ich nicht so: Die anderen Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer sind hier keinesfalls in einer Bringschuld. Das hier ist eine Seite zum Thema Nazis und andere extreme Rechte - wer über Linksextreme diskutieren möchte, kann das auf anderen Seiten tun - oder z. B. auf dieser Seite im Tread "Gegen Extremismus allgemein!".

    "Warum sollte sie sich von den extremen Rechten abgrenzen?"
    Warum ich die scharfe Abgrenzung zur extremen Rechten wichtig finde, hatte ich bereits mehrfach gesagt.

    "Und das ewige distanzieren und abgrenzen ist sowieso ein Unding der heutigen Zeit.Eine Zeitung,die bilden und informieren will sollte jeden zu wort kommen lassen ohne zu werten.Das haben andere Medien noch nicht erkannt.Demokratie funktioniert nur so."
    Demokratie funktioniert meines Erachtens sehr gut ohne die extreme Rechte bzw. in scharfer Abgrenzung zu ihr. Die Diskussionsregeln für diese Seite beispielsweise lauten unter Punkt 1: "Netz gegen Nazis ist ein Informations- und Ratgeberportal, das sich mit Rechtsextremismus und Strategien gegen Neonazis beschäftigt. Wir erwarten von den Nutzern, dass sie rechtsextreme Ideologien ablehnen." Ist "Netz gegen Nazis" demzufolge also in Ihren Augen keine demokratische Seite, kein demokratisches Diskussionsforum?
    Wenn es für SIE in Ordnung geht, extremen Rechten eine öffentliche Plattform zu bieten und sie dadurch "salonfähig" zu machen … ich finde es extrem … gefährlich.

    "Dann definiere mal die Grenzen.Die sind nie eindeutig.Irgendwo geht gemäßigt immer zu extrem oder radikal über,links wie rechts."
    Richtig. Die sind wirklich nie eindeutig und glasklar zu bestimmen, sondern verhärten oder verschieben sich im Rahmen von gesellschaftlichen Diskursen (von denen unsere Diskussion hier ein Teil ist - und u.a. deswegen diskutieren wir ja hier). Und richtig: Es gibt Grenzbereiche, Grauzonen, Brückenspektren, Übergangsfelder, "Scharniere", "Bermudadreiecke". Und da finden wir meines Erachtens u.a. auch die "Junge Freiheit" wieder.
    Und bitte Duzen Sie mich nicht einfach ungefragt.

    "Und auch rechtsextreme müssen noch keine Nazis sein."
    Meine Worte (s.o.). Endlich sind wir mal einer Meinung.

    @murmeli: Sie haben meine volle Zustimmung in dem Punkt, dass "Verständigung oft nur dann möglich ist, wenn … über diese Ausgangsfragen zumindest eine ansatzweise Einigkeit besteht. Ansonsten stochert man oft im Nebel."
    Aber auch hier befürchte ich, dass wir hier ein zu großes Fass auf Kosten der anderen Forumsteilnehmerinnen und -teilnehmer in diesem Tread aufmachen und evtl. die Diskussion sprengen würden … ich würde mich aber freuen, diese Fragen mit Ihnen über "Private Nachrichten" zu diskutieren … oder wir bemühen uns um einen eigenen Tread zu diesen Themen?!? Was meinen Sie?

    Ich warte übrigens noch auf eine adäquate Antwort auf meine letzte Frage: "Vielleicht mag mir jemand der JF-Freunde auf dieser Seite dieses Rätsel lösen? Wieso hat die JF so Probleme damit sich eindeutig und dauerhaft von der extremen Rechten abzugrenzen?!?"

  41. Bild von Dmitri

    @Sizilianer, Daisenberger Gert

    Wenn Sie der Meinung sind, daß die Republikaner eine Organisation mit verfassungsfeindlichen
    Zielen ist, steht es Ihnen doch frei einen Verbotsantrag einzubringen.

    Übrigens gelingt es den Republikanern doch wohl sehr schlecht die Wähler von ihrem Programm zu überzeugen. Das zeigen die Wahlergebnisse. Hier wird im "Kampf gegen Rechts" mal wieder eine Mücke zum Elefanten gemacht.

  42. Bild von Daisenberger Gert

    GD
    Dmitri, 12.09.2010, um 10:37 Uh

    Sie beklagen,man könne den Wähler nicht von dem Programm der Republikaner überzeugen. Woran liegt das?

    Die Frage ist leicht zu beantworten. Dem Wähler behagt die politische Zielsetzung der Republikaner nicht. Sie sollten den Wähler nicht für dumm verkaufen. Es ist schon anmaßend, wenn von den Republikanern behauptet wird, der Wähler sei der Sündenbock für ein allgemein unverständliche Politik der Republikaner. Der Wähler ist vielmehr der Souverän, der ausschließlich und allein durch Wahlen im Sinne des Grundgesetzes über die politischen Geschicke Deutschlands zu bestimmen hat.

    Nehmen sie es dem Wähler nicht übel, wenn er die verfehlte Politik der Republikaner nicht haben möchte.

  43. Bild von Ghostrider

    Ghostrider

    Ich behaupte (...), dass alle Parteien, die sich rechts von der CDU befinden, verfassungsfeindliche Ideologien vertreten.

    Von gemäßigt bis "Hardcore" ist es nur eine schmale Gratwanderung.

    Sarrazin mit seinen widerlegbaren Thesen gießt nur Öl in das vorhandene rechtsextreme Feuer, dass jetzt zusätzlich die Atmosphäre zwischen Deutsche und Migranten verpestet.

    Unsere Regierung möchte z.Zt. diese Parteien nicht verbieten, weil man sonst befürchten muß, dass der Rechtsextremismus in den Untergrund abwandert.

    So kann man wenigstens von Pro bis NPD, diese Gruppierungen vom Verfassungsschutz besser überwachen lassen.

    Das ist auch der einzige Grund, weshalb solche Parteien überhaupt noch existieren.

    Fremdenfeindliche Einstellungen vergiften nicht nur das Klima in Deutschland, sondern verstößt gegen die demokratisch festgesetzten Menschenrechte in Deutschland.

    In eine Demokratie gibt es keinen Platz für menschenverachtende Ideologien.

    Im Grundgesetz steht:
    "Die Würde des Menschen ist unantastbar", und nicht die Würde des deutschen Menschen ist unantastbar.

    Ein kleiner aber feiner Unterschied.

    Ghostrider

    Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!

  44. Bild von Dmitri

    @Daisenberger. Gert

    Sie beklagen,man könne den Wähler nicht von dem Programm der Republikaner überzeugen. Woran liegt das?

    Ich beklage das überhaupt nicht denn ich bin weder Wähler noch Anhänger dieser Partei.

    Was ich beklage sind unhaltbare Vorwürfe wie "Verfassungsfeindlichkeit", die offensichtlich juristisch nicht haltbar sind. Anderenfalls wäre diese Partei verboten.

    Nicht alles, was mir nicht gefällt, ist verfassungsfeindlich.

  45. Bild von Hochmeister

    "Ich behaupte (...), dass alle Parteien, die sich rechts von der CDU befinden, verfassungsfeindliche Ideologien vertreten."

    Ich behaupte,das alle Parteien,die sich links von der SPD befinden, verfassungsfeindliche Ideologien vertreten.Aber behaupten kann man viel.
    Die CSU ist übrigens rechts der CDU.Noch dazu sich die CDU "Partei der Mitte" nennt,also gemäßigt rechte Wähler,also auch Rechtskonservative und Rechtsliberale gar nicht (mehr)erreichen will.Aber eine Parteienlandschaft die nur noch Mitte,Links und Linksextrem zu lässt,wird starke Probleme haben,eine Mehrheit zu erreichen.Die Nichtwähler werden dadurch immer mehr werden.Am Ende wählt nur noch eine Minderheit für eine Mehrheit.Das Gleichgewicht zwischen Rechts und Links ist dadurch stark gestört und Rechtsextreme Parteien werden somit regen zulauf bekommen.Und die sind wirklich verfassungsfeindlich.

    "Von gemäßigt bis "Hardcore" ist es nur eine schmale Gratwanderung."

    Dazwischen ist noch eine breites Spektrum,aber ja,eine klare Grenze gibt es nicht,egal ob bei Links oder Rechts.

    "Sarrazin mit seinen widerlegbaren Thesen gießt nur Öl in das vorhandene rechtsextreme Feuer, dass jetzt zusätzlich die Atmosphäre zwischen Deutsche und Migranten verpestet."

    Widerlegbare Thesen kann ich kaum erkennen.Er zeigt er die Kluft zwischen Politik und Bürger und das es ernste Probleme im Land gibt,das die Politik nicht ansprechen möchte,da sie es hauptsächlich verursacht hat.
    Und in rechtsextremes Feuer gießt er gar nichts,da rechtsextreme gegen alle Ausländer sind,Sarrazin absolut nicht,er sogar die Einwanderung begrüßt,Rechtsextreme gegen Juden sind,Sarrazin sogar für eine Einwanderung osteuropäischer Juden.Wer darin rechtsextreme Thesen sieht,hast sich mit seinen und wirklichen rechtsextremen Thesen noch nicht befasst.

    "Unsere Regierung möchte z.Zt. diese Parteien nicht verbieten, weil man sonst befürchten muß, dass der Rechtsextremismus in den Untergrund abwandert."

    Das ist bei der NPD und DVU der fall,bei keiner anderen sonst.Noch dazu möchten viele Linke und Linksextreme diese Parteien nicht verbieten,denn durch die Existenz der NPD versiegt der Geldfluss durch den unsäglichen "Kampf gegen Rechts" nicht.Ausserdem stellt die NPD absolut keine Gefahr da,allein schon wegen ihrer geringen Größe und ihre geringe Anhängerschaft.

    "So kann man wenigstens von Pro bis NPD, diese Gruppierungen vom Verfassungsschutz besser überwachen lassen."

    Auch die Linke wird vom Verfassungsschutz beobachtet und diese stellt wohl eher eine größere Gefahr dar,denn sie hat eine größere Wählerschaft und ist direkter Nachfolger der SED,die 40 Jahre eine Diktatur in der Mitte Deutschlands leitete.

    "Fremdenfeindliche Einstellungen vergiften nicht nur das Klima in Deutschland, sondern verstößt gegen die demokratisch festgesetzten Menschenrechte in Deutschland."

    Fremdenfeindlichkeit kann ich nur bei der NPD erkennen,maximal noch bei der DVU.Dann hört es aber schon auf.Der rest trägt eher zur Meinungsvielfalt in einer Demokratie bei.

    "In eine Demokratie gibt es keinen Platz für menschenverachtende Ideologien."

    Dazu müsste man erst definieren wann es eine menschenverachtende Ideologie ist.Islamkritik ist z.B. nicht menschenverachtend,Kritik an die Unintegrierbarkeit einiger Ausländergruppen oder Kritik an der zuwanderung auch noch nicht.All das muß eine Demokratie ertragen können,ansonsten sollte sie sich fragen,wie demokratisch der staat wirklich ist.

    "Im Grundgesetz steht:
    "Die Würde des Menschen ist unantastbar", und nicht die Würde des deutschen Menschen ist unantastbar.
    Ein kleiner aber feiner Unterschied."

    Dieser Begriff ist dehnbar wie Kaugummi und sehr allgemein gehalten.Was ist Würde und in wieweit wird sie durch andere Gesetze schon angetastet?

  46. Bild von Der Sizilianer

    @Dimitri:

    Vor nicht allzu langer Zeit, am 18.07.10, schrieben Sie @ Ghostrider im Thread "Ist es für euch wichtig zwischen Rechts, Extremismus und Neo Nazis zu unterscheiden?"

    "Es ist doch hinlänglich bekannt, dass einige Funktionäre der NPD mit dem Verfassungsschutz zusammenarbeiten. Aus diesem Grund, und weil der Verfassungsschutz nicht die Identität dieser Personen preisgeben wollte, hat das Verfassungsgericht ja auch ein Verbotsverfahren gegen die NPD abgelehnt."

    Sie wissen also, dass es ein Verbotsverfahren gegen die NPD gab - Sie wissen, dass dieses Verfahren scheiterte, die NPD also nach wie vor nicht verboten ist - Sie halten die NPD - so habe ich den Eindruck - trotzdem nach wie vor für eine verfassungswidrige bzw. verfassungsfeindliche Partei.

    Dann schreiben Sie in diesem Thread hier ein paar Wochen später, am 09.09.10 @ Daisenberger:

    "Wenn die Republikaner eine verfassungswidrige Partei wäre, wäre sie verboten."

    Dann weisen Daisenberger und ich Sie unabhängig voneinander darauf hin, dass Ihre Aussage falsch ist und Verfassungsfeindlichkeit nicht automatisch zu einem Verbot führt - und begründen dies (u.a.) anhand des Beispiels NPD.

    Und Sie beharren nach wie vor auf Ihrer Aussage, dass Verfassungswidrigkeit prinzipiell zu einem Verbot führen würde?!?

    Wie bitte geht DAS zusammen?!?

    Und die Frage, ob die "Republikaner" JURISTISCH haltbar als verfassungsfeindlich bezeichnet werden können, hat hier in diesem Thread - außer Ihnen - meines Wissens nach niemand diskutiert. Bislang ging es in der Diskussion - bitte korrigieren Sie mich, wenn ich da was nicht mitbekommen haben sollte - doch an keiner Stelle um die Frage, ob die "Republikaner" oder die "Junge Freiheit" aufgrund von Verfassungsfeindlichkeit mit juristischen Mitteln verboten werden könnten und sollten, sondern vor allem um die Frage, ob die "Republikaner" und die "Junge Freiheit" als rechtsextrem bezeichnet werden können oder nicht?!?

    Ansonsten schließen ich mich Ghostrider an: Wie Ghostrider völlig richtig anmerkt, wird nicht jede verfassungsfeindliche (Splitter-)Gruppierung automatisch mit einem Verbotsverfahren konfrontiert … lesen Sie doch z. B. mal, welche Gruppierungen so alle im Verfassungsschutzbericht - z. T. seit Jahren - auftauchen! Die wenigsten davon sind bisher mit einem Verbotsverfahren konfrontiert gewesen, auch wenn da sicherlich verfassungsfeindliche Gruppierungen zu finden sind ...

    Ich warte noch auf eine adäquate Antwort auf meine letzte Frage: "Vielleicht mag mir jemand der JF-Freunde auf dieser Seite dieses Rätsel lösen? Wieso hat die JF so Probleme damit sich eindeutig und dauerhaft von der extremen Rechten abzugrenzen?!?"

    Und mit "eindeutig und dauerhaft" beziehe ich mich auf mein Statement weiter oben:
    … und wenn ich sowohl in der "Jungen Freiheit" als auch bei den "Republikanern" gehäuft Denkweisen antreffen kann, die für mich zur extremen Rechten dazugehören und sie ausmachen (auch wenn ich sie nicht NUR dort finde!) - Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Homophobie, Autoritätsdenken etc. pp. -, und wenn ich zudem gleichzeitig (zumindest bei der "Jungen Freiheit") seit Jahren immer wieder feststellen muss, dass Personen, die für mich eindeutig zur extremen Rechten (und teilweise sogar zu den Nazis) zu zählen sind, immer wieder und wieder eine Plattform geboten wird und auch nicht der LEISESTE erkennbare Versuch unternommen wird, sich von solchen Leuten konsequent abzugrenzen: Wieso sollte ich diese Zeitung, diese Partei zum demokratischen Spektrum hinzuzählen?!?

  47. Bild von Dmitri

    @Sizilianer

    Ansonsten schließen ich mich Ghostrider an: Wie Ghostrider völlig richtig anmerkt, wird nicht jede verfassungsfeindliche (Splitter-)Gruppierung automatisch mit einem Verbotsverfahren konfrontiert … lesen Sie doch z. B. mal, welche Gruppierungen so alle im Verfassungsschutzbericht - z. T. seit Jahren - auftauchen! Die wenigsten davon sind bisher mit einem Verbotsverfahren konfrontiert gewesen, auch wenn da sicherlich verfassungsfeindliche Gruppierungen zu finden sind ...

    Das ist so nicht ganz richtig. In der letzten Zeit wurden einige rechtsextreme Organisationen verboten. Denken Sie an die NPD-nahe HDJ oder - vor einigen Jahren - die FAP.

    Ich kann Ihnen nicht sagen, ob die Republikaner verfassungsfeindliche oder schlicht und einfach konservative Ziele verfolgen. Ich habe mich mit dieser Partei nicht befaßt, weil sie einfach zu unbedeutend ist.

    Im Programm der NPD gibt es Punkte, die mir als Nichtjuristen verfassungsfeindlich erscheinen. Als Beispiel: Forderung nach Todesstrafe.

    Leider ist mir nicht bekannt, ob jeder "Normalbürger" einen Antrag auf Verbot einer Organisation beantragen kann oder ob dafür ein bestimmtes juristisches Procedere erforderlich ist. Wie ich aber oben bereits dargelegt habe, geht es bei der NPD meiner Meinung nach auch um politische Gründe. Dieser politisch völlig unbedeutende Sauhaufen dienst als Vorzeigeobjekt im "Kampf gegen Rechts". Und der "Kampf gegen Rechts" wiederum dient meiner Meinung nach dazu von den großen Problemen in der BRD abzulenken (gescheiterte Integration, Demographie, Finanzkrise).

  48. Bild von Hochmeister

    ""Vielleicht mag mir jemand der JF-Freunde auf dieser Seite dieses Rätsel lösen? Wieso hat die JF so Probleme damit sich eindeutig und dauerhaft von der extremen Rechten abzugrenzen?!?""

    Dazu müsste man erstmal klären,was rechtsextrem ist,wie es sich äußert und wie sich andere vermeindlich gegen Rechtsextremismus abgrenzen.
    Persönlich sehen einige,die links denken,in konservativen Themen schon rechtsextreme Themen oder nähe zum Rechtsextremismus.Das ist aber eher eine persönliche Einschätzung.Ich persönlich kann keine rechtsextremen Themen in der JF erkennen,noch sehe ich keinen Grund sich vom Rechtsextremismus abzugrenzen.Ausserdem wie sollte eine Abgrenzung aussehen???

  49. Bild von murmeli

    @ Sizilianer

    Du schreibst oben im Hinblick auf die Frage nach den Grenzen zwischen extrem Rechts und rechts bzw. rechtskonservativ:

    "Die sind wirklich nie eindeutig und glasklar zu bestimmen, sondern verhärten oder verschieben sich im Rahmen von gesellschaftlichen Diskursen."

    Andererseits berufst Du auf die These von Gesserharter und Pfahl-Traughber, daß die JF eine "Scharnier- bzw. "Brückenfunktion zwischen Konservatismus und Rechtsextremismus" einnehme.

    Eine solche These wäre aber nur dann sinnvoll bzw. operationalisierbar, wenn sich tatsächlich feststellen ließe, daß ein Teil der Inhalte eindeutig konservativer Natur und ein anderer Teil der Inhalte rechtsextremer Natur wäre. Wenn dies nun allerdings - wie Du wiederum oben schreibst - gar nicht konkret nachprüfbar bzw, belegbar ist, da die Grenzen gar nicht eindeutig zu bestimmen sind, steht damit automatisch auch die These auf sehr wackeligen Beinen.

    Aus guten Gründen ist es daher sinnvoll, zunächst einmal generell zu definieren, was generell unter politischem Extremismus zu verstehen ist, bevor man sich dann an den Einzeldefinitionen von Rechtsextremismus, Linksextremismus usw. abarbeitet. Denn genau darin liegt doch der eigentliche Kern, weshalb man in politischer Hinsicht etwas als extrem bezeichnet. Genau aus diesem Grund hatte ich in meinem letzten Beitrag auch die entsprechenden Fragen an Dich gestellt.

    Es ist unumstritten, daß die Definition politischer Extremismus zunächst einmal eine Definition des Verfassungsschutzes darstellte, um damit auf das Gefahrenpotential durch Kräfte aufmerksam zu machen, welche ganz oder in Teilen in elementaren Punkten die (west-)deutsche Demokratie bedrohten. Die Politikwissenschaft - insbesondere diejenige, die sich selbst als besonders "fortschrittlich" betrachtete - lehnte die Verwendung des Begriffes dagegen lange Zeit als vermeintlich unwissenschaftliche Kampfformeln aus der Zeit des Kalten Krieges ab. Erst in den letzten beiden Jahrzehnten hat sich dies schrittweise geändert. Mittlerweile ist es interessanterweise oft so, daß von den gleichen Wissenschaftlern der Begriff Rechtsextremismus als vollkommen legitim erachtet wird, die auf der anderen Seite den Begriff Linksextremismus als solchen immer noch kategorisch ablehnen. Und in den letzten Jahren? Es vergeht kein Tag, in dem der Begriff Rechtsextremismus nicht tausendfach in den Medien und im Internet Verwendung findet, in geradezu inflationärer Weise. Ich bezweifele ernsthaft, daß sich 95 Prozent derjenigen, die ihn in dieser Weise gebrauchen, sich über den genauen Inhalt bzw. die Bedeutung überhaupt noch Gedanken machen.

    Was will ich damit sagen? Ich denke, daß mittlerweile massiver Mißbrauch mit den Begriffen Rechts- und Linksextremismus getrieben wird. Und offensichtlich steckt da auch sehr viel gezieltes politisches Kalkül dahinter. Was noch vor dreißig Jahren als konservativ oder rechts galt, wird heute ganz schnell in die extreme Ecke gedrückt. Dabei werden auf diesem Wege die Begriffe nicht klarer, sondern viel eher schwammiger und beliebiger, letztlich mutieren sie zu reinen Kampfbegriffen- bzw. - definitionen. Natürlich gibt es das Phänomen auch umgekehrt, aber längst nicht in diesem Maße.

    Um so wichtiger wäre es, die Dinge wieder aus der Ebene der Schwammigkeit und Beliebigkeit zu holen und sie wirklich exakt zu definieren. Die bloße Behauptung einer "Brücken"- bzw. "Scharnierfunktion" (siehe oben) führt da nicht besonders weiter, es ginge nur über eine genaue Definition, was rechts und was rechtsextrem ist und wo genau aus der Sicht der jeweiligen Autoren die Grenze besteht, anders geht es nicht.

  50. Bild von Ghostrider

    Ghostrider

    Wenn ich behaupte, dass alle Parteien, die sich politisch rechts von der CDU befinden auch rechte Ideologien vertreten, so habe ich meine Gründe dafür.

    Seit gut 25 Jahren befasse ich mich mit Rechtsextremismus, und hatte auch hilfreiche Kontakte zu sehr bekannten Namen aus der Szene für meine Arbeit.

    Es waren Leute aus der NPD, aus der inzwischen verbotenen FAP, der DVU und der Nationalen Sammlung, eine Untergruppierung der FAP, damals von Innenminister Zimmermann verboten. Diese Gruppierung hatte auch gute Kontakte zum Vlaams Blok. Heute Vlaams Belang.

    Und damals gab es noch kein Internet!

    Bei Interview´s mit Leuten vom "Stern" und "Spiegel" gaben sie sich bewußt kämpferich in Sachen Ausländerpolitik, Überfremdung, soziale Brennpunkte und Vernachlässigung deutscher Werte ect.

    Der sonst übliche Hitlergruß, die SA Lieder und die schlechten "Judenwitze" blieben außen vor. Zumindest bis die Presse Leute weg waren.

    Nach dem Verbot der FAP und der Nationalen Sammlung suchten die Aktivisten einen neuen Wirkungskreis. Und diesen fanden sie auch.
    Manche gingen zurück zur NPD, andere zu den REP´s. Der eine oder andere zur DVU. Die PRO´s gab es damals noch nicht.

    Aber interessant ist es, wenn unter den gemäßigten Rechten heutzutage Namen auftauchen, deren Vergangenheit man kennt, und die alles andere war, als gemäßigt "Rechts".

    @Der Sizilianer

    Ihre Frage, weshalb es die JF so schwer hat, sich vom rechten Rand zu distanzieren, kann ich Ihnen beantworten.

    Weil sie sonst auf einen großen Teil ihrer Leserschaft verzichten müßte.

    Diese Zeitung zielt auf das intellektuelle Publikum von "Rechts" bis "Rechtsaußen"!
    Mehr dazu hier:

    http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/service...

    Ich kann doch heutzutage nur erfolgreich Wahlkampf betreiben, wenn ich dem Bürger nach dem Munde rede.
    Wenn ich die Konservativen ansprechen und gleichzeitig nicht auf die Stimmen vom rechten bis extrem rechten Wähler verzichten möchte (oder kann), muß ich diesen Leuten nach dem Munde reden.

    Thilo Sarrazin bietet hier sogar eine Steilvorlage und Alain de Benoist die philosophische Verpackung, um verfassungsrechtliche Bedenken auszuschalten. Jetzt stimmt das Konzept, und ich gehe auf Stimmenfang.

    Wenn ich lese, dass NPD Leute Bon Bons Tüten an Kinder in Schulen und Kitas verteilen, die von Politik keine Ahnung haben, so hat das einen tieferen Sinn.

    Wie kann der nette Mann, der Süßigkeiten verteilt, in Wahrheit ein böser "Brauner" sein, werden vielleicht viele Mütter denken!

    Kinderschänder machen das auch!
    Tut mir Leid für diesen Vergleich, ist aber so.

    Ghostrider

    Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!

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