Die Massendeportationen von europäischen Roma aus Frankreich in ihre Heimatländer, erinnert eimal mehr an die Entrechtung dieser Volksgruppe mitten in Europa.
Nicht nur brutale, rassistisch bis rechtsextrem motivierte Übergriffe auf Angehörige der Volksgruppe Roma, wie z.B. in Ungarn, wo in den letzten zwei Jahren mindestens sieben Menschen Opfer von feigen Mordanschlägen wurden. In Italien gab es 2007 unberechtigte Ausweisungen, nachdem ein Roma in Verdacht stand eine Römerin vergewaltigt zu haben und 2008 ein Pogrom gegen Roma, nachdem eine junge Roma in Verdacht geraten war ein Kind entführen zu wollen, machten Einheimische Jagd auf Roma zündeten ihre Baracken und Wohnwagen an.
Rechtsextreme Übergriffe auf Romasiedlungen 2008 auch in Tschechien. Der aktuellste Fall, bei einem Amoklauf in der Slowakei löschte der Täter fast eine ganze Romafamilie aus, sein Motiv sehr wahrscheinlich Fremdenhass bzw. Verachtung der Minderheit Roma. In Deutschland ist diese Meldung dank Sarrazin weitestgehend untergegangen. So wie es allgemein schnell in Vergessenheit gerät, was Roma immer noch an Rassismus ertragen müssen.
Da wundert es auch nicht, dass Italien Sarkozys Vorgehen gegen Roma unterstützt, "Null Toleranz gegenüber kriminellen Ausländern" lautet Berlusconis Devise, Sarkozy indess schiebt alle gleichermaßen ab kriminell oder nicht. Zwar hat sich die EU-Kommission eingeschaltet und verurteilt dieses Vorgehen, doch so richtig gegen die Regierung Sarkozy, will man sich scheinbar nicht positionieren.
Wenn Sarkozy und Berlusconi dafür plädieren Massenweise abzuschieben, nehmen sie in Kauf das die Pogrome gegen Roma in ihren Herkunftsländern weitergehen, denn dort treffen sie auf eine Bevölkerung der es auch ohne Roma nicht besonders gut geht. Hinzu kommt aber auch, in welche Richtung führt es wenn Europäer in Europa entrechtet werden. Wie gefährlich ist der Rechtspopulismus in Europa und wann ist die nächste Minderheit an der Reihe?
Nicolas Sarkozy beruft sich auf geltendes EU-Recht, Zitat Zeit:
"Die Regierung rechtfertigt den Rücktransport der Roma mit einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 2004. Sie sieht vor, dass Unionsbürger nur dann das Recht auf einen mehr als dreimonatigen Aufenthalt in einem anderen EU-Land haben, wenn sie eine Arbeit nachweisen oder für sich und ihre Familie über ausreichend Geld verfügen. Zudem müssen alle Betroffenen einen umfassenden Krankenversicherungsschutz haben. Diese Voraussetzungen erfüllen die meisten nichtfranzösischen Roma nicht."
Ghostrider
Mitte der 80er Jahre hatte ich von der Feuerwehr, ein ausgemustertes Löschfahrzeug Marke Opel Blitz Bj 1954 gekauft.
Liebevoll restauriert und zum Wohnmobil umgebaut, fuhren wir auf Erkundungtour zu einem wunderschönen Campingplatz an einer Talsperre gelegen.
Das Vorzelt gerade aufgebaut, wurden wir von einem Konvoi der besonderen Art überrascht. Es waren Roma.
Gegenüber auf einem großen freien Platz bauten sie ihre Wagenburg auf.
Ich war schon immer ein guter Beobachter und mußte feststellen, dass unter den deutschen Dauercamper und Urlauber die sehr genau die Roma in Augenschein nahmen, sich Angst und Fassungslosigkeit verbreitete.
Es dauerte nicht lange, und ein Familienvater der Roma besuchte uns mit seinem Sohn. Er bewunderte den Oldie, und wir kamen ins Gespräch. Unser Sohn packte seine Gitarre aus und spielte mit dem Roma Jungen, der ihm noch ein paar Griffe beibrachte. Die Kinder hatten sich schnell angefreundet, und wir luden die Familie zum Grillen ein.
Die Gespräche vertieften sich, und es entstand eine sehr harmonische und freundschaftliche Atmosphäre.
Stattdessen wurden wir von der mit Vorurteilen behaftete Gesellschaft der deutschen Camper gemieden wie die Pest.
Trotzdem hatten wir zusammen mit den Roma sehr schöne Tage erlebt, und neue Erfahrungen gesammelt.
Auch später auf anderen Plätzen waren unsere Erfahrungen mit Roma ähnlich.
Mittlerweile bin ich 61 Jahre alt, und war viel unterwegs. Negative Erfahrungen mit Sinti und Roma hatten wir nie. Vielleicht weil wir sehr weltoffen eingestellt sind?
Vorurteile schaffen Berührungsängste, und diese erzeugen Fremdenfeindlichkeit.
(...)
"Zigeuner" wurden in unserem Ort gesichtet. in der darauf folgenden Nacht gab es gleich 2 Wohnungseinbrüche. Die Bevölkerung des Ortes hatte gleich die Täter gefunden: "Es waren die Zigeuner"! So ertönte es aus aller Munde der Leute.
Etwa 10 Tage später hatte die Polizei die wahren Täter geschnappt. Es waren deutsche Jugendliche aus dem Nachbarort.
So schnell entstehen Vorurteile!
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
"Die Massendeportationen von europäischen Roma aus Frankreich in ihre Heimatländer...."
Massendeportationen? Deine Ausdrucksweise lässt erkennen das du dies mit der NS-Zeit gleichsetzen willst,was völlig daneben ist.Wenn sie sich illegal in einem Land befinden hat das Land das Recht sie auszuweisen.Diese Ausweisung ist sehr komfortabel,sie bekommen den Flieger bezahlt und noch eine art Abfindung und können in ihre Heimat zurück.Das als Massendeportation zu bezeichnen ist sehr makaber.
Auch wenn sich die Situation der mobilen ethnischen Minderheiten in Frankreich und Italien bedenklich entwickelt, so halte ich nicht viel davon, ihre Situation als "rechtlos" oder "entrechtet" zu beschreiben. Geltendes Völkerrecht bietet Sarkozy die Möglichkeit sie bis 2014 (glaub ich) wieder in ihre Heimat abzuschieben. Fakt ist, es ist nicht Bestandteil der Menschenrechte Staatsbürgerrechte in Frankreich zu haben. Und solange sie dem franz. Ausländerrecht unterliegen und nicht Staatsbürger sind, müssen sie jederzeit damit rechnen, dass ihre Duldung abläuft und der Staat seine hoheitlichen Interessen wahrnimmt. Ferner glaube ich, dass Sarko die Situation nutzt, um sich als starker Mann für die franz. Rechte zu präsentieren. Denn mehr noch als bei uns geht die franz. Integration der Maghrebiner in die Hose. Doch den jungen Algeriern braucht Sarko nicht mit Polizei zu kommen, die fackeln sonst gleich wieder halb Frankreich ab. Dann doch lieber die Zigeuner. (Warum darf man das eigentlich nicht mehr sagen?)
Ihre Situation in Ungarn oder Rumänien kann ich nicht beurteilen, meine aber im Spiegel vor einigen Monaten ein Portait über die ungarische Rechte gelesen zu haben, in dem die Autoren die Anwürfe an die Roma/Sinti/et. al. nicht ausgeräumt, sondern bestätigt haben. Kann mich auch irren. War im Umfeld um deren Wahl. Stichwort Jobbik...
Beste grüße
Der Tagesspiegel titelt: "Menschenverachtend"
Was ist an der Einhaltung von Recht menschenverachtend? Warum ist "Law-and-Order" ein negativ konnotierter Begriff? Was ist falsch daran illegale Siedlungen illegaler Siedler zu räumen? Wenn Einhaltung von "Recht-und-Ordnung" rechte Politik ist, dann ist das armselig für linkes Politikverständnis. Wenn es Probleme mit Menschengruppen gibt, warum sollte der Staat nicht seine Mittel nutzen? Mitleid ist keine rechtliche Kategorie auch wenn man es im Einzelfall mit den Betroffenen empfindet.
Abschiebungen auf Grund drohender Gefahr im Herkunftsland auszusetzen ist kein probates Mittel. Für von Verfolgung bedrohte gibt es Asylregelungen. Wenn sie die Kriterien für Asyl nicht erfüllen, dann müssen sie schauen, dass sie ihr Leben in der Heimat einrichten ohne anzuecken oder woanders hin migrieren. Ich hab mir sagen lassen, dass der Berliner Senat 50.000€ an Zigeuner verschenkt, wenn Sie versprechen weiterzuziehen es dann aber doch nicht tun.
Kommt doch nach D. Hier ist schön...
Beste grüße
Kommt mir alles ein wenig seltsam vor. Da wurden jahrelang Fehler in der Politik gemacht und letztendlich läßt man es an den Schwächsten aus, die man finden kann und gibt ihnen die Schuld. Sehr verwerflich das Ganze.
In Ungarn wurde ja auch Wahlkampf zu Lasten von Juden und Sinte und Roma gemacht. Gab da wohl auch blutige Übergriffe.
Kommt für mich so rüber als ob da diverse Menschen aus der Geschichte nicht lernen können oder wollen.
In Frankreich regt sich da aber nun auch Widerstand oder?
Mit freundlichen Grüßen
Olli
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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
Ghostrider
Sinti und Roma sind in erster Linie Bürger Europas!
Auch diese Minderheit wurde vom Hitler Faschismus im 3. Reich verfolgt, und in den KZ Anlagen der Nazis umgebracht.
Schon vergessen?
Es ist beschämend, angesichts der deutschen Vergangenheit, diesen Menschen fremdenfeindlich zu begegnen.
Wer gibt uns das Recht, bei diesen Leuten, deren Großeltern die Nazis getötet haben, auch noch über eine Abschiebung nachzudenken?
Haben also Sinti und Roma nicht schon genug Leid erfahren?
Abschiebung scheint ein beliebtes Instrument der Rechtspopulisten zu sein.
Was kommt als nächstes?
Die Juden? Oder die Migranten?
Wollen etwa diese Leute dort wieder ansetzen, wo Hitler 1945 aufhören mußte?
Ist es jetzt wieder soweit?
Hat man in Deutschland wirklich nichts dazu gelernt?
In Grund und Boden sollten sich diese Leute und ihre Sympathisanten schämen.
Was Sarkozy in Frankreich betrifft, nun er ist bei seinem Volk nicht sehr beliebt. Er möchte damit seine inzwischen rostige Krone wieder aufpolieren. Außerdem ist Sarkozy ungarischer Abstammung.
Ungarn ist ja für seine rechtsextremistische Plattformen bekannt.
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
@Bogo
Ich kann Sie beruhigen. Die überwiegende Mehrzahl aller Franzosen steht hinter Sarkozy in seinem Vorgehen gegenüber den Sinti und Roma aus Südosteuropa. Und der Auslöser für die Ausweisungen waren ja massive kriminelle Aktivitäten, wie der Überfall auf eine Polizeikaserne. Außerdem wurden nur Personen ohne Aufenthaltserlaubnis ausgewiesen.
Selbstverständlich kann man nicht eine gesamte Volksgruppe über einen Kamm scheren, so wie das die Nazis getan haben. Die negativen Erfahrungen, wie versuchter Trickbetrug, agressives Betteln, Diebstahl im Zusammenhang mit Sinti und Roma hat aber wohl schon fast jeder gemacht.
Wir haben Ihren Kommentar bearbeitet, weil er herabsetzendes Vokabular enthielt. Bitte beachten Sie unsere Moderationsregeln. Moderation_GG
Wir möchten Sie bitten, nicht von "Zigeunern" zu sprechen, weil dies von den Betroffenen in der Regel als Herabsetzung verstanden wird.
http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/warum-...
Sinti und Roma darf man nicht sagen, weil das nur die beiden Hauptstämme von ihnen sind. Die anderen Stämem fühlen sich dann diskriminiert.
Zigeuner wird angeblich als herabsetzend verstanden.
Mobile ethnische Minderheit oder Rotationseuropäer grenzen an Lächerlichkeit.
Das Problem bei dieser nichtsesshaften Minderheit ist, dass sie eigentlich kein land hat.
Sie sind in Frankreich sehr unbeliebt und werden nach Rumänien abgeschoben. Da sind sie noch unbeliebter, deswegen werden sie nach ungarn abgeschoben. Dort sind sie noch viel unbeliebter und dann werden sie wieder woanders hingeschoben.
Niemand will sie, aber sie sind trotzdem da, das ist das Problem.
Die östlichen Länder werden sich bei Sarkozy schön bedanken.
Ich wäre ja dafür, daß alle 10-12 Millionen Sinti, Roma oder wie sie sich auch nennen, in der BRD eine Heimstatt finden sollten.
Bei unserer unrühmlichen Vergangenheit ist dies das Mindeste, was wir für diese Leute tun können.
"Sinti und Roma sind in erster Linie Bürger Europas!"
Bürger Europas? Europa ist ein Kontinent ohne zentrale Verwaltung,Regierung oder Befugnisse usw.Da ist wahrscheinlich jeder Bürger Europas,der mal in Europa zu Besuch war.
Sehr schwammiges Argument.
"Auch diese Minderheit wurde vom Hitler Faschismus im 3. Reich verfolgt, und in den KZ Anlagen der Nazis umgebracht."
Was hat das mit der heutigen Situation in Frankreich zutun? Nichts.
"Es ist beschämend, angesichts der deutschen Vergangenheit, diesen Menschen fremdenfeindlich zu begegnen."
Deutsche Vergangenheit? Darf ich erinnern das viele von ihnen aus Nichtdeutschen Ländern in die Lager deportiert wurden und sie von diesen Ländern gern und bewusst dort hin geschickt wurden und auch viele Helfer die sie vor Ort zusammen trieben, in den KZ bewachten und auch ermordeten keine Deutschen waren??? Es ist keine Deutsche Vergangenheit,sondern eine europäische Vergangenheit.So und jetzt wieder zurück zum Thema und zur Gegenwart.Denn das hat mit der Vergangenheit nichts zutun.
"Wer gibt uns das Recht, bei diesen Leuten, deren Großeltern die Nazis getötet haben, auch noch über eine Abschiebung nachzudenken?"
Was hat Frankreich damit zutun und was hat die BRD mit den Nazis und deren Verbrechen zutun? Und wenn sie sich nicht an allgemein gültige Regeln halten,warum sollte man sie nicht abschieben dürfen? Wahrscheinlich hat jedes Volk der Erde eine schlechte Zeit durch,aber deswegen kann man darauf keine Rücksischt nehmen,sonst dürfte ja nie jemand abgeschoben werden.
"Haben also Sinti und Roma nicht schon genug Leid erfahren?"
Das haben andere Völker in der Geschichte auch,einschließlich der Deutschen.Aber wenn sie sich nicht an Regeln halten,kann man sie Trotzdem abschieben.Es Spricht nichts dagegen.
"Abschiebung scheint ein beliebtes Instrument der Rechtspopulisten zu sein.
Was kommt als nächstes?
Die Juden? Oder die Migranten?
Wollen etwa diese Leute dort wieder ansetzen, wo Hitler 1945 aufhören mußte?
Ist es jetzt wieder soweit?
Hat man in Deutschland wirklich nichts dazu gelernt?
In Grund und Boden sollten sich diese Leute und ihre Sympathisanten schämen."
Was hat das mit Rechts zutun? Und Populistisch sind eh alle Parteien und politischen Richtungen.
Es ist in erster Linie ein Mittel des Staates gegen Menschen,die sich nicht anpassen können oder illegal im Land sind.Und bitte komm in der Gegenwart an.Das Gleichsetzen von heute mit der Vergangheit ist ein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen.Absolut unpassen,geschmacklos und auch als Totschlagsargument zieht es nicht mehr.
"Was Sarkozy in Frankreich betrifft, nun er ist bei seinem Volk nicht sehr beliebt. Er möchte damit seine inzwischen rostige Krone wieder aufpolieren. Außerdem ist Sarkozy ungarischer Abstammung.
Ungarn ist ja für seine rechtsextremistische Plattformen bekannt."
Also finden die Franzosen es ja gut,wenn er sowas tut,sonst würde er ja nicht in der Wählergunst steigen.
Und was hast du dagegen das er geborener Ungar ist? Sind ungarn schlechtere Menschen?
Rechts- und Linksextremistische Plattformen gibt es in jedem Land,nicht nur in Ungarn.
@JohnDoe
Die Roma haben ein Anrecht auf Einzelfallprüfung, geltendes EU Recht.
So sauber wie sie es beschreiben, laufen diese Abschiebungen nicht ab. Seit Beginn des Jahres 8000 Roma, dass sind für mich Massendeportationen, vor allem wenn man die Umstände der Räumungen betrachtet, die Menschen werden zusammengefercht und in Männlein, Weiblein, Kind getrennt, danach ihr Hab und Gut niedergewalzt.
In den Herkunftsländern der Roma, findet das statt, was meine Befürchtungen bestätigt, die Roma werden weiter diskriminiert.
In Rumänienwurden Roma-Häuser bei Tirgu Mureş zerstört und die Bewohner vertrieben, ohne ihnen Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen. Die Beamten sagten: Wenn die Franzosen das tun, dürfen wird das auch."
@dmitri
Ihren Sarkasmus zum Umgang mit Menschenleben, finde ich wenig angebracht.
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
"Bei unserer unrühmlichen Vergangenheit ist dies das Mindeste, was wir für diese Leute tun können."
Ist das ironisch gemeint ?
Ich kenn nämlich genug Leute die sowas ernst meinen würden.
Wenn Sarkozy nichts gegen die mobile ethnische Minderheit tut, dann wählen die Franzosen Le Pen, der kümmert sich dann um einiges härter darum, da bin ich mir sicher.
Ghostrider
@Hochmeister
"Bürger Europas? Europa ist ein Kontinent ohne zentrale Verwaltung, Regierung oder Befugnisse usw".
(...)
Aber mit einem Sitz der europäischen Union in Brüssel und Luxemburg. Mit EU Richtlinien, Europa Abgeordnete, Europa Parlamente und einem europäischen Gerichtshof.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,...
"Deutsche Vergangenheit? Darf ich erinnern, dass viele von ihnen aus Nichtdeutschen Ländern in die Lager deportiert wurden".
(...)
Weil die deutsche Wehrmacht nahezu ganz Europa besetzte, und dort Juden, sowie Sinti und Roma verfolgten und in die Massenvernichtungslager deportierten.
http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/holocaust/sin...
"...und auch viele Helfer die sie vor Ort zusammen trieben, in den KZ bewachten und auch ermordeten, keine Deutsche waren."
(...)
Die Leute, die Sie ansprechen standen unter der Befehlsgewalt der Waffen SS und der Lagerkommandatur. Bei Befehlsverweigerung wurden diese Leute per Genickschuss von der SS getötet.
So konnte die SS später behaupten, sie habe mit der Massenvernichtung nichts am Hut. (Was für eine Ehre!!)
Wenn man bedenkt, dass heutzutage Holocaust Leugner ihre Argumente auf solche Fundamente aufbauen! Widerlich!!
http://www.sinti-roma-bayern.de/Chronologie-d...
"Was hat Frankreich damit zu tun und was hat die BRD mit den Nazis und deren Verbrechen zu tun?"
(...)
Erst der rechtsgerichtete Maréchal Petain, Freund und Bewunderer von Adolf Hitler ebnete den Weg für den Einmarsch der Nazi Truppen in Frankreich. Petain und sein "Helfersyndrom" in Sachen Deportationen von Juden, sowie Sinti und Roma, setzte auf das Denonziantentum in der französische Bevölkerung. Doch sehr schnell machte sich Widerstand bei den Franzosen breit "La Résistance". Aber das ist ein anderes Thema.
Sarkozy will mit dieser Aktion sein schwer angeschlagenes Image bei der Bevölkerung aufpolieren.
Aber gerade bei den Intellektuellen Schichten der französischen Bevölkerung macht sich Kritik und Widerstand an die Vorgehensweise von Sarkozy breit.
http://www.zeit.de/politik/2010-08/abgestempe...
"Was hat das mit Rechts zutun?"
(...)
Sehr viel!
Wenn Sarkozy sich den Stammtischparolen der Bistro´s, die mit jedem Glas Rotwein schärfer oder auch schläfriger werden annimmt, und somit einer Minderheit in Frankreich nach dem Munde redet, in der Hoffnung auf einen künftigen Wahlerfolg, darf dabei nicht die Rechnung ohne den Wirt machen. Er könnte schneller ins politische Abseits gelangen, als ihm lieb ist.
Ich kenne Frankreich, habe meine halbe Kindheit und Jugend dort verbracht.
Sinti und Roma sind in Frankreich eine so kleine Minderheit, dass man sie dort kaum wahrnimmt. Bisher hatte sich kaum ein Franzose von ihnen gestört gefühlt.
Ich sehe vielmehr die Gefahr, dass rassistische Töne in Europa lauter werden, weil man die Finanzkrise und die damit verbundene Arbeitslosigkeit den Minderheiten wie z.B. Juden, Migranten sowie Sinti und Roma zuschreiben möchte.
Ein Irrglaube also, der zum Politikum aufgebauscht werden soll!
"Was hat Deutschland damit zu tun?"
(...)
Deutschland muß sich wegen seiner geschichtlichen Vergangenheit bezüglich des jüdischen Volkes und der Sinti und Roma, sehr scharf vom Rechtspopulismus distanzieren.
Was sich z.Zt. in Frankreich in Bezug auf Sinti und Roma abspielt, darf auf deutschem Boden nicht zum Politikum werden.
Die Würde des Menschen ist unantastbar, und im Grundgesetz verankert!
"Was hast du dagegen, das er geborener Ungar ist? Sind Ungar schlechtere Menschen?"
(...)
http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/rechts...
http://npd-blog.info/2010/09/05/ungarn-neonaz...
Soviel zu Ungarn.
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
Genau, wir müssen dem staatlich geförderten Rassismus und den Deportationen der Sinti und Roma natürlich taten- und widerspruchslos zusehen, weil die Französinnen und Franzosen vielleicht sonst die Faschisten wählen ... wenn die Menschen in Frankreich irgendwann tatsächlich massenhaft so wählen sollten - gut, dann werden wir evtl. halt wieder alliierte Armeen brauchen, die dieser Ideologie der Vernichtung die Stirn bieten ... und ja: Ich würde es als meine persönliche Verantwortung vor der Geschichte begreifen, mich diesen alliierten Truppen anzuschließen ... bis dahin finde ich es wirklich sehr erstaunlich, wie sehr hier manche Leute, die sonst ganz wild auf deutsche Vergangenheit und ihre Glorifizierung bis in die Gegenwart hinein sind (Hindenburg etc.), partout nicht von der Bedeutung des deutschen Nationalsozialismus für die Gegenwart reden wollen, sondern das einfach als "gegessen" Abhaken ... schauen wir doch einmal mal aus unseren Fenstern: Es sind diese Straßen, durch die die SA marschiert sind. Da irgendwo sind auch Wohnhäuser, Schulen, Firmen - vielleicht auch in unserer Straße - aus denen Juden, Sinti und Roma, Behinderte, politische Gegner, Homosexuelle und und und z. T. am hellichsten Tage vor aller Augen abgeholt und in Todeslager deportiert worden sind ... das zurückgebliebene Eigentum hat man sich auf die eine oder andere Weise gierig unter den Nagel gerissen ... die "Leonhard Tietz AG" heißt heute z. B. "Kaufhof" ...
Es ist der deutsche Nationalsozialismus gewesen, der den 2. Weltkrieg angezettelt hat - im Wunsch nach Weltherrschaft im Zeichen einer mörderischen Rassenideologie. Der Faschismus allgemein ist in der Tat kein deutsches, sondern ein europäisches Phänomen. Und deshalb stehen ganz besonders die europäischen Länder - unter anderem Frankreich - in der historischen Verantwortung, zu beweisen, dass die heutigen europäischen Demokratien wirklich etwas aus der Ära des Faschismus und Nationalsozialismus gelernt haben: Menschenfreundlichkeit, Schutz vor politischer (rassistischer, antisemitischer etc.) Verfolgung für alle, die ihn benötigen, Achtung der Menschenwürde jedes Einzelnen u.a.m.
Das mindeste, was es insbesondere für die Menschen in Deutschland - aber auch für die Menschen in vielen anderen europäischen Ländern - aus der Vergangenheit zu lernen gibt, ist doch, dass sich etwas Vergleichbares niemals wiederholen darf! Auschwitz und Co. dürfen nie wieder sein! Insofern hat es verdammt viel mit der Vergangenheit - nicht nur, aber insbesondere auch der deutschen! - zu tun, wenn heute Menschen SEHENDEN AUGES durch europäische Staaten in Gegenden abgeschoben werden, wo ihnen rassistische Diskriminierung, Verfolgung, Pogrom und Mord drohen, wenn z. T. schwerkranke Menschen in Gegenden abgeschoben werden, wo sie keine adäquate medizinische Versorgung erhalten (und somit zum sicheren Tod verurteilt werden), wenn Menschen auf bleiverseuchte Müllkippen abgeschoben werden (vgl. z. B. http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/...) ... usw. usw. usw. ... und wenn es dann - mal wieder!! - Menschen aus einer gesellschaftlichen Gruppierung trifft, die schon in der Ära des Faschismus und Nationalsozialismus ihre hunderttausendfache Ermordung zu verzeichnen hatten, dann darf man durchaus schon noch ein wenig sensibel reagieren finde ich ... in Frankreich scheinen auch durchaus viele Leute noch genügend Sensibilität zu besitzen - wäre schön, wenn auch in Deutschland mal über 100.000 Menschen für die Sinti und Roma auf die Straße gingen ...
@Bodo, @Ghostrider: Vielen, vielen Dank für Ihre Beiträge in diesem Thread. Es freut mich immer wieder, Menschen zu sehen, die mit offenen Augen und Sinn für Humanität durch die Welt gehen - und nicht bei einem stumpfen "Was geht mich das alles an?!?" stehenbleiben.
Ghostrider
@Halodrian
"Ist das ironisch gemeint?
Ich kenne nämlich genug Leute die sowas ernst meinen würden!"
(...)
Und es gibt in unserem Lande genug Leute, die das, was Sarkozy in Frankreich veranstaltet, für Deutschland befürworten würden.
Sie geben sich hier im Forum als gemäßigter Konservativer, schwerpunktmäßig als Kämpfer für den Erhalt der deutschen Kultur, und der deutschen Wertigkeit, und distanzieren sich explizid vom Rechtsextremismus, wenn ich Ihre Kommentare richtig verstanden habe.
Ist das in Ihren Augen also richtig, was Sarkozy in Frankreich gegen Sinti und Roma dort unternimmt?
Wünschen Sie sich auch in Deutschland eine solche Vorgehensweise gegen die hier in Deutschland lebenden Sinti und Roma?
Wenn Sie das bejaen, dann gleich meine Frage:
Sehen Sie die deutsche Kultur und Wertigkeit durch die Anwesenheit der Sinti und Roma gefährdet?
Wenn ja, inwiefern?
Wenn Sie das alles bejaen, wie weit wäre also Ihre konservative Einstellung vom Rechtsextremismus entfernt?
Ist es also kein Rassismus, wenn man bestimmte Personengruppen wie z.B. die Sinti und Roma von der Gesellschaft ausschließt?
Angesichts der unrühmlichen deutschen Vergangenheit gerade in Bezug auf Sinti und Roma, sollte man in Deutschland mit gutem Beispiel voran, Akzente der Toleranz und Vesöhnung in Europa deutlich machen, indem Sinti und Roma unseren besonderen Schutz erhalten als Geste der Wiedergutmachung!
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
@Ghostrider.
Die SS war aber keine Truppe die nur aus Deutschen bestanden hat.
Es gibt genügend Franzosen, Flamen, Walonnen, Ungarn, Litauer, sehr viele Letten, Skandinavier und sogar Kosovaren die in der SS waren.
In Lettland werden die SS-Soldaten sogar als Wiederstandskämpfer gegen den Bolschewismus verehrt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Lettische_SS-Ver...
Gegen Ende des Krieges waren in fast der Hälfte der SS-Verbände die Deutschen eine Minderheit.
Das ganze war kein rein deutsches Programm, sondern ein gesamteuropäisches Projekt.
Zu den Ungarn...Aha, weil jetzt in Ungarn die Neonazis recht stark sind, sind deswegen automatisch alle Ungarn Faschisten, Verbrecher, Narren die nichts aus der Geschichte gelernt haben, schlechte Menschen, oder was ?!
Bei anderen Volksgruppen, den Roma zum Beispiel, da wäre man sofort wieder ein Polemiker wenn man auf hohe Kriminalität und Arbeitslosigkeit hinweist.
@Sizilianer
Das einzige was ich unangebracht finde ist, dass man sofort mit irgendwelchen NS-vergleichen kommt, nur weil Frankreich ein paar illegale Einwanderer abschiebt.
Sicher, die Vorfahren der heutigen Roma hatten es schwer, aber das gibt doch deren Nachfahren kein recht auf eine Bevorzugung.
Wenn die Vorfahren eines Roma von Faschisten umgebracht worden sind, dann ist das sicher shclimm, aber deswegen kann er doch nicht erwarten, dass er sich nicht an die Gesetze eines Landes halten muss.
Diese permanenten NS-Vergleiche sind sowiso idiotisch, das ist nicht nur eine Verhöhnung für die Opfer, wenn man ihre Leiden instrumentalisiert, um seiner Meinung mehr Aussagekraft zu verleihen, das Beleidigt auch die, die mit Faschisten verglichen werden.
Ich denke niemand fürchtet die Rückkehr des Faschismus, nur weil Sarkozy ein paar nicht-Sesshafte nach Rumänien abschieben lässt..
@Sizilianer
Du willst den Krieg gegen Frankreich wenn dort eine rechte Partei an die Macht kommt und dich heldenhaft den Truppen anschliessen? ...Ich zweifele deine demokratische Grundeinstellung stark an (um es milde auszudrücken) und kann nicht nachvollziehen das derartiges veröffentlicht wird.
@Halodrian: "Das einzige was ich unangebracht finde ist, dass man sofort mit irgendwelchen NS-vergleichen kommt, nur weil Frankreich ein paar illegale Einwanderer abschiebt."
Schauen Sie sich bitte die Ausgangsfrage von Bodo und meinen Wortbeitrag dazu noch einmal an. Weder ihm noch mir ging es meines Erachtens allein um die Situation in Frankreich, sondern eher um einen - wenn auch groben - Versuch einer europäischen Perspektive auf das Problem "Rassistische Verfolgung von Roma" (und Sinti) inklusive Diskriminierung, Pogrom, Mord aus Rassenhaß. Wir können z. B. gerne auch über die aktuell drohenden Abschiebungen der Roma aus Deutschland in den Kosovo reden … mit schlimmen Folgen für die bereits Abgeschobenen (vgl. z. B. eine aktuelle UNICEF-Studie)
Bisher sind übrigens fast 10.000 Menschen aus Frankreich abgeschoben worden - für mich sind das nicht "ein paar" .
"Sicher, die Vorfahren der heutigen Roma hatten es schwer, aber das gibt doch deren Nachfahren kein recht auf eine Bevorzugung. Wenn die Vorfahren eines Roma von Faschisten umgebracht worden sind, dann ist das sicher shclimm, aber deswegen kann er doch nicht erwarten, dass er sich nicht an die Gesetze eines Landes halten muss."
Ich sehe keine Bevorzugung, ich sehe Diskriminierung. Und offenbar scheint es ja noch nicht ganz raus, ob nicht vielleicht der französische Staat gegen geltendes europäisches Recht verstoßen hat. Auch der muß sich an Gesetze halten … was halten Sie von der folgenden Idee: Sollte sich herausstellen, dass hier gegen Gesetze verstoßen wurde, sollte sich die EU vielleicht ein nettes Plätzchen für die verantwortlichen Menschen aus Politik und Verwaltung überlegen, das man dann mal mir nichts dir nichts wuppdich zu ihrer "Heimat" erklärt, wohin man diese Intensivstraftäter (immerhin mehrere tausend Einzelstraftaten!) dann - ganz human natürlich und "freiwillig" und Bewilligung eines kleinen Obolus - abschiebt …
"Diese permanenten NS-Vergleiche sind sowiso idiotisch, das ist nicht nur eine Verhöhnung für die Opfer, wenn man ihre Leiden instrumentalisiert, um seiner Meinung mehr Aussagekraft zu verleihen, das Beleidigt auch die, die mit Faschisten verglichen werden."
Ich habe nie behauptet, die französische Regierung bestünde aus Faschisten. Doch meines Erachtens verhält sie sich mit ihrer derzeitigen Politik gegenüber den Roma rassistisch und missachtet Menschenrecht. Ein UN-Ausschuß für Menschenrechte sieht das übrigens auch so.
Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" der Vereinten Nationen wurde am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Paris (!) verabschiedet. Glauben Sie, dieses Datum war ein Zufall?
Ganz sicher nicht: Die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" - die z. B. auch einen wesentlichen Pfeiler des bundesdeutschen Grundgesetzes bildet - war AUCH eine Antwort auf die Ära des Faschismus und Nationalsozialismus in Europa. Die "permanenten NS-Vergleiche" sind deshalb nicht "idiotisch" und keine "Verhöhnung der Opfer", sondern einfaches Resultat des Bewusstseins, dass sowohl die Grund- als auch die Menschenrechte in der Bundesrepublik nicht aus sich heraus entstanden sind und verständlich werden, sondern NUR im Spiegel der Geschichte: Und da bildet - gerade in Deutschland - die Zeit des NS einen sehr wichtigen "Spiegel".
"Ich denke niemand fürchtet die Rückkehr des Faschismus, nur weil Sarkozy ein paar nicht-Sesshafte nach Rumänien abschieben lässt.."
Ich denke, dass SIE es in IHREM Beitrag waren, der die "Rückkehr des Faschismus" - "dann wählen die Franzosen Le Pen, der kümmert sich dann um einiges härter darum, da bin ich mir sicher" - prophezeite für den Fall, dass Sarkozy die Roma NICHT abschiebt. ICH befürchte in keinem der beiden Fälle, dass der Faschismus in Frankreich zurückkehrt, zumindest aktuell nicht.
Mein Statement zu Le Pen war eher polemisch gemeint in dem Sinne, dass ich sagen wollte: Sie übertreiben. Und deswegen übertreibe ich zurück.
Aber die Angst vor einem potentiellen Faschismus kann für mich kein Argument sein, rassistische Politik zu unterstützen. Da gehe ich nicht mit.
In diesem Zusammenhang vielleicht dann auch @Cantona7:
Für mich geht leider aus ihrem Statement nicht genau hervor, was Sie an meiner Äußerung stört. Ich will trotzdem versuchen, mich zu erklären, auch auf die Gefahr hin, dass ich vielleicht nicht "des Pudels Kern" treffe … weder sehe ich mich als "Held" noch bin ich ein begeisterter Kriegsbefürworter - eher im Gegenteil. Aber sowohl mein bisher gesammeltes Wissen über historischen Faschismus/NS als auch über Neo-Faschismus und Neo-Nazis hat bei mir den Eindruck stark gefestigt, dass Faschismus und Nationalsozialismus an der Macht aufgrund ihrer extremen Weltsicht - einer Ideologie aus Rassenhaß und Vernichtungswahn - IMMER (unter anderem) zu Diskriminierung und Verfolgung von Minderheiten und Andersdenkenden einerseits, imperialistischen Großmachtbestrebungen (und damit Angriffskrieg) andererseits führen. Von daher fragt sich für mich: Angenommen ein neues "4. Reich" entstünde irgendwo in Europa - was lehrt uns die Geschichte, wie Demokratien dem Faschismus und Nationalsozialismus beikommen könnten?!?
Die britische "Appeasement-Politik" der 30er Jahre war es nicht - sie beflügelte meines Erachtens die Nazis nur noch mehr in ihrem Wahn nach einer "arischen Weltherrschaft". Erst durch den gemeinsamen bewaffneten Kampf der alliierten Truppen (Amerika, Frankreich, England, Sowjetunion) gelang es, den Faschismus an der Macht wieder zu entmachten.
Ich kann daher nicht erkennen, wieso der bewaffnete Kampf gegen ein faschistisches/nationalsozialistisches Regime oder gegen den fortgeschrittenen Versuch, ein solches zu errichten, undemokratisch sein soll? Bezogen auf Deutschland gibt es sogar - auch aufgrund der Erfahrungen aus dem Nationalsozialismus - ein explizit im Grundgesetz verankertes Widerstandsrecht (unter bestimmten Bedingungen) gegen JEDEN, der versucht, die bundesdeutsche Demokratie zu beseitigen:
"Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist." (Art. 20 Abs. 4)
Ich persönlich würde FÜR MICH dann noch einen Schritt weiter gehen wollen und aus meinem grundgesetzlich verbrieften Recht - aus persönlicher Überzeugung - eine demokratische Selbstverpflichtung machen.
Also
@Ghostrider.
"Ist das in Ihren Augen also richtig, was Sarkozy in Frankreich gegen Sinti und Roma dort unternimmt?"
Es entspricht jedenfalls den Gesetzen dieses Landes. Wie groß die Zahl der Roma ist, und ob und wie viele Probleme sie in Frankreich machen, und ob da eine Abschiebung gerechtfertigt wäre, weiß ich nicht. Dazu bin ich zu schlecht über die Situation in Frankreich informiert.
Gegenwärtig gibt es in Deutschland sehr wenig Sinti und Roma. Allein deswegen wäre es unnötig so eine Aktion zu starten.
Ob ich es mir wünschen würde, wenn mehrere da wären, das hängt dann ganz vom Verhalten der Roma ab.
Wenn jegliche Anpassung verweigert werden würde, nicht mal der Versuch unternommen werden würde, eine Arbeit und ein festes Einkommen zu bekommen, wenn sie ihre Probleme auf die Allgemeinheit abwälzen, dann wäre ich für die Abschiebung der entsprechenden Personen.
Wenn sie sesshaft werden würden, einer Arbeit nachgehen, die Sprache beherrschen, für eine gute Ausbildung ihrer Kinder sorgen und verantwortungsbewusste Mitbürger werden würden, dann wäre eigentlich nichts gegen eine Aufenthaltsberechtigung einzuwenden.
Ich sehe die deutsche Kultur momentan nicht durch die Anwesenheit von Roma bedroht, da kaum welche anwesend sind. Wie es wäre, wenn mehrere kommen würden, dann hängt das ganz von ihrer Zahl und ihrem verhalten ab.
Ich selber stand jedenfalls der Freizügigkeit im Schengenraum zumindest im Hinblick auf Osteuropa schon von Anfang an skeptisch gegenüber.
"Bisher sind übrigens fast 10.000 Menschen aus Frankreich abgeschoben worden - für mich sind das nicht "ein paar" ."
Bei über 50Millionen Einwohner in Frankreich, ist das nicht unbedingt eine Masse. Es ist falsch da von einer Deportation zu sprechen.
Die Situation im Kosovo und in Osteuropa ist sicherlich nicht gerade die nicht-Sesshafte-freundlichste, aber ich würde da nicht von rassistischer Verfolgung und Pogromstimmung reden.
Es gibt ein gewisses Gegeneinander zwischend en ethnischen Gruppen, sowas gibt es in Deutschland auch. Es werden in Deutschland Ausländer verprügelt, weils ie Ausländer sind, und es werden in Deutschland auch sehr oft Deutsche verprügelt, weil sie Deutsche sind.
Sowas gibt es überall. Deswegen werden in Deutschland auch keine Deutschen rassistisch verfolgt, es ist bei uns auch kein Deutscher einer Pogromstimmung ausgesetzt, auch wenn es zwischen Deutschen und Ausländern oft zu Zwistigkeiten kommt.
Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass die nächsten Jahre Roma irgendwie systemathsich ermordet werden.
"Ich sehe keine Bevorzugung, ich sehe Diskriminierung."
Ich hab nur gesagt, wenn Frankreich illegal in Frankreich lebende Menschen abschieben will, dann ist die Verfolgung in früheren Zeiten kein Argument dafür, dass man jetzt nach einer Ausnahme schreit.
"ob nicht vielleicht der französische Staat gegen geltendes europäisches Recht verstoßen hat."
Der französische Staat hat in Frankreich mehr zu sagen, als die europäische Union.
Die Gesetze der Nationalstaaten haben schwerer zu wiegen, als die Gesetze der Eu, das gebietet einem die Demokratie, das Subsidaritätsprinzip und der gesunde Menschenverstand.
Unser Präsident heißt nicht van Roumpy, das wird hoffentlich auch immer so bleiben. Ich will nicht, dass eine Zentralmacht in Brüssel den Staaten vorschreiben kann, was sie zu tun haben.
"einfaches Resultat des Bewusstseins, dass sowohl die Grund- als auch die Menschenrechte in der Bundesrepublik nicht aus sich heraus entstanden sind"
Das mein ich doch garnicht, mir ist schon klar, dass die Bundesrepublik und das Grundgesetz bewusst als Gegenentwurf des Faschismus gedacht ist. Mir ist auch klar, dass die Geschichte nicht vergessen werden darf, aber was mir stinkt, ist es, dass Tabus aufgebaut werden und jeder der das Tabu bricht, wird mit der Nazikeule weggeprügelt.
Abschiebungen werden mit Deportationen verglichen, die Ausenpolitik in Afghanistan mit den Eroberungszügren Hitlers(Ich bin gegen den Afghanistaneinsatz, aber der Vergleich ist an Lächerlichkeit nicht zu überbieten), Asylantenheime in denen schlechte Zustände herrschen, werden mit KZs verglichen(Was die Überlebenden sich da wohl denken würden, die sind sicher nicht erfreut).
Das alles hat nichts mehr mit Gedenken oder dergleichen zu tun, das ist einfach nur noch Blödsinn. Die Naziherrschaft und das Leiden der Überlebenden werden zum Kraftausdruck degradiert, der jeden um die Ohren gehaut wird, der eine Meinung hat, die einem nicht passt.
Einer der sich über eine Verspätung der Bahn aufgeregt hat, hat mal in einem Beschwerdebrief geschrieben "ich dachte die Zeiten in denen Leute in Deutschland in Zügen festgehalten wurden sind vorbei"
Sowas ist einfach idiotisch, der Nazihintergedanke ist immer und überall, allgegenwärtig, jeder Blödsinn wird damit verglichen.
Das mein ich mit idiotisch.
Ich denke, dass SIE es in IHREM Beitrag waren, der die "Rückkehr des Faschismus"
Das mein ich nicht, der kommt so schnell nicht zurück.
Ich wunder mich nur wie naiv manche Politiker sind, erst wird der Zündstoff geschaffen, der Rechtsextremen den Aufschwung sichert, dann wundern sich aber alle und sind empört.
Erst gibt es eine Masseneinwanderung, ohne auch nur ansatzweise ein Vernünftiges Konzept für Beschäftigung und Integration der Zuwanderer zu haben, dann wundert sich die ganze politische Klasse, warum 90% der Deutschen Sarrazin recht geben.(Übrigens, da hier sehr viele ethnische Deutsche dem wiedersprechen, die 'Migranten' aber 18% der Bevölkerung ausmachen, stimmt dann wohl ein nicht ganz unerheblicher Teil der Migranten selber, Sarrazins Thesen zu.)
Erst werden durch Unfähigkeit die Probleme geschaffen, dann wundetr man sich wenn das Unmut erzeugt.
Sarkozy will den Eindruck erwecken, dass er die Ängste der Bevölkerung ernst nimmt. Wenn er es macht, empören sich alle, wenn ers nicht macht, dann Empören sich alle, wennd ie Franzosen Le Pen wählen.
Außerdem glaub ich dass der Front National in Frankreich gemäßigter wird, Öe Pen sagt jetzt auch, dass er sich um die Immigranten kümmern wird.
Angenommen ein neues "4. Reich"
Der Bgeriff des vierten Reiches kommt übrigens aus dem Wiederstand gegen Hitler.
Hitlers Gegner, die das dritte Reich ablehnten, wollten Deutschland von der Hitlerdiktatur befreihen, sprich einen neuen Staat schaffen. Das wurde als das zu planende vierte Reich gesehn.
Bitte kommen Sie zum eigentlichen Thema des Threads zurück. Danke.
Die Moderation
Der Sachverhalt ist relativ einfach:
Jeder EU Bürger hat ein unbegrenztes Aufenthaltsrecht sofern folgende Voraussetzungen vorliegen:
1. Eine gesicherte Einkunftsquelle (Arbeit oder Kapitaleinkünfte).
2. Eine Krankenversicherung.
3. Die Staatsbürgerschaft eines EU-Landes.
In allen anderen Fällen ist eine Ausweisung rechtmäßig. Und das gilt nicht nur für "Sinti und Roma", sondern für alle Bevölkerungsgruppen.
Es gibt keine Wiedereingliederungprogramme, dass Recht auf Freizügigkeit wird den Roma mit Ausreiseprämien abgekauft. Die nationale Umsetzung der EU-Freizügigkeitrichtlinien in Frankreich sehen keine Einzelfallprüfung vor, was aus Sicht der EU Kommission ein Versäumnis darstellt.
Zum Pariser Gipfeltreffen, dem sogenannten Einwanderungsgipfel ist kein osteuropäisches Land eingeladen worden, weder Rumänien, Bulgarien, noch die anderen europäischen Heimatländer der meisten Roma.
Hinzu kommt das ein internes Papier die französische Regierung schwer belastet. In einem Rundschreiben ordnet Innenminister Hortefeux an:
"300 illegale Siedlungen müssen innerhalb von drei Monaten geräumt werden, Priorität haben dabei Roma-Lager."
Das klingt so ziemlich nach ethnischen Säuberungen und ist definitiv kein relativ einfacher Sachverhalt.
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
@Sizilianer
wenn die Menschen in Frankreich irgendwann tatsächlich massenhaft so wählen sollten - gut, dann werden wir evtl. halt wieder alliierte Armeen brauchen, die dieser Ideologie der Vernichtung die Stirn bieten ... und ja: Ich würde es als meine persönliche Verantwortung vor der Geschichte begreifen, mich diesen alliierten Truppen anzuschließen
Diese Aussage ist nicht nur undemokratisch (...). Ich finde es sehr widersprüchlich sich auf der einen Seite als den Erfinder der Humanität und Gutmenschlichkeit darzustellen, und auf der anderen Seite nach Krieg (Tötung) gegen Andersdenkende zu schreien.
(...) hier wird eine Grenze überschritten.
Bitte beachten Sie die Moderationsregeln. Danke.
Die Moderation
@Bogo
Hinzu kommt das ein internes Papier die französische Regierung schwer belastet. In einem Rundschreiben ordnet Innenminister Hortefeux an:
"300 illegale Siedlungen müssen innerhalb von drei Monaten geräumt werden, Priorität haben dabei Roma-Lager."
Was ist daran auszusetzen wenn illegale Siedlungen geräumt werden? Schliesslich hat wohl auch die französische Regierung einen Amtseid geschworen ihrem Volk zu dienen. Immerhin wurden aus diesen Lagern heraus schwere Straftaten begangen (Überfall auf Polizeistation).
Und wenn hier nur Roma-Lager erwähnt werden ist das wohl nur ein Versehen. Ich bin mir sicher, daß auch Sinti-Lager gemeint waren.
@Dmitri
Lieber Dmitri, wenn nun ein entfernter Cousin von mir eine Straftat begeht, dann weisen sie mich aus? Meine ganze Sippschaft und den Rest der Volksgruppe der ich angehöre? Diese Logik leuchtet mir nicht ein.
Das auch die Sinti gemeint sind kann gut möglich sein, ändert aber nichts an der Tatsache das eine ganze Volksgruppe in Sippenhaft genommen wird.
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
@Cantona7: Wenn nicht Menschen in anderen Ländern zu den Waffen gegriffen hätten und die deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten in die Knie gezwungen - und dabei auch Menschen getötet! - hätten, gäbe es heute sehr wahrscheinlich in ganz Europa keine einzige Demokratie, sondern nur Faschismus. Das ist zwar traurig, aber nichts desto trotz historischer Fakt - und kein "Kriegsgeschrei". Ich persönlich glaube nicht, dass nur Pazifistinnen und Pazifisten Demokratinnen und Demokraten sein können.
@Halodrian: Der Begriff "4. Reich" ist HEUTE ein Begriff, den Neo-Nazis gebrauchen, um einen "neuen" Nationalsozialismus zu beschwören ... vgl. z. B. hier.
Sie glauben nicht an rassistische Verfolgung und eine Pogromstimmung gegen Roma in Europa?
Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte sieht das anders:
"Roma seien in Ungarn "tödlichen Angriffen", in der Slowakei "schweren Misshandlungen durch die Polizei" und in Italien "erniedrigender Behandlung" ausgesetzt. In Bulgarien werde die ethnische Minderheit aus dem Gesundheitssystem und in der Tschechischen Republik aus dem Bildungssystem ausgeschlossen. "Gewaltsame Vertreibungen, direkte oder indirekte Diskriminierung" von Roma gebe es in 17 europäischen Ländern, darunter Finnland, Frankreich, Schweden und Großbritannien. (…) Das sieht auch das Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung (Ezaf) in Hamburg so. Dessen Direktor Marko Knudsen spricht gar von einer "neuen Pogromstimmung". Es sei erschreckend, dass "kein Land sich seiner historischen Verantwortung stellt" und die Roma wirksam schütze."
Quelle: http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/...
Ich denke, dass der Boom rechtspopulistischer und neofaschistischer Parteien in vielen Ländern Europas (FPÖ, Vlaams Belang, PVV, Front National, Popolo della Liberta, DVP, Jobbik etc. pp.) zumindest mitverantwortlich für diese Gewalt und Diskriminierung von Roma quer durch Europa ist … ich sehe hier sowohl ein Indiz als auch einen Motor (von mehreren) für ein tendenziell menschenfeindlicheres Gesellschaftsklima - im Zuge kapitalistischer Wirtschaftskrisen wird der Druck auf viele Menschen größer - Sündenböcke werden gesucht und gefunden … natürlich: Warum nicht die vorschieben, die sowieso schon immer "verdächtig" waren?!?
Halodrian hat wahrscheinlich in dem Punkt recht, dass wir von SYSTEMATISCHEN Ermordungen im Stil des NS durchaus - hoffentlich - in den nächsten Jahren verschont bleiben. Das ist allerdings in meinen Augen noch lange kein Grund, die Probleme, die Roma offensichtlich mit einem europaweit zunehmenden Rassismus bekommen, nicht deutlich zu benennen und zu überlegen, was dagegen sinnvoll getan werden kann und muss … es mag (noch) nicht systematisch sein, aber es werden aktuell in sehr vielen Ländern Europas viele Roma rassistisch verfolgt, diskriminiert, angegriffen, ermordet - siehe z. B. das einleitende Statement von Bogo und die dortigen Links.
"Wenn nicht Menschen in anderen Ländern zu den Waffen gegriffen hätten und die deutsche Wehrmacht und ihre Verbündeten in die Knie gezwungen - und dabei auch Menschen getötet! - hätten, gäbe es heute sehr wahrscheinlich in ganz Europa keine einzige Demokratie, sondern nur Faschismus. Das ist zwar traurig, aber nichts desto trotz historischer Fakt - und kein "Kriegsgeschrei". Ich persönlich glaube nicht, dass nur Pazifistinnen und Pazifisten Demokratinnen und Demokraten sein können."
Wenn dann haben Staaten ihren Bürgern befohlen zu den Waffen zu greifen,denn von selbst taten sie es wohl kaum.Noch dazu haten die Gegner Deutschlands nie die Vernichtung des Faschimus zum ziel,sondern allein die Vernichtung Deutschlands.Oder meinst du die Sowjetunion wollte Demokratie verbreiten? Oder waren Ungarn,Tscheoslowakei,DDR,Polen,Rumänien usw nach 45 demokratisch?Oder was meinst du wieviele Staaten vor dem 2.WK faschistisch waren? Z.B. Österreich bis 38,Polen bis 39 und viele mehr.
@Bogo
Das auch die Sinti gemeint sind kann gut möglich sein, ändert aber nichts an der Tatsache das eine ganze Volksgruppe in Sippenhaft genommen wird.
Nein das ist eben nicht so!
Nach meinem Kenntnisstand werden nur solche Personen ausgewiesen, die sich illegal in Frankreich aufenthalten. Die Kriterien haben wir oben geklärt.
Die Abschiebung erfolgt in ein anderes EU-Land (Rumänien, Bulgarien), in dem die Standards für Menschenrechte aufgrund der EU-Mitgliedschaft hoch sind.
Also wo ist das Problem?
@Dmitri
Standards für Menschenrechte aufgrund der EU-Mitgliedschaft hoch.
Meinen sie solche hohen Standards für Menschenrechte?
Rumänien, Roma-Armenküche in Tirgu-Mures
Leben in der Giftzone: Roma in Miercurea Ciuc, Rumänien
Bulgarien, Roma am Rande der Gesellschaft
Es gibt ein Leben jenseits des Ghettos, aber das können Rumänien und Bulgarien nicht allein stemmen. Europa steht in der Pflicht auch wenn es einigen nicht gefallen mag, die Probleme sind nur gemeinsam zu lösen. Sarkozys Regierung macht es sich einfach und lässt abschieben ohne Notplan. Die Menschen werden einfach am Strassenrand abgesetzt und müssen zusehen, wie sie jetzt klarkommen. Hilfe seitens der Regierungen haben sie nicht zu erwarten, eher weitere Diskriminierung seitens der rumänischen Bevölkerung, die sich zu Unrecht mit den Roma verwechselt fühlt und eine Namensänderung verlangt, angeblich werde sonst das Image des Landes besudelt.
Gemeinsam Handeln gilt auch für uns als Europäer, wir sind genauso in der Pflicht wie Frankreich, denn lautstark wird in Deutschland die rigorose Ausweisung von Roma aus Frankreich kritisiert. Dabei geht man hier mit der Minderheit kaum besser um.
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
@Bogo
Hilfe seitens der Regierungen haben sie nicht zu erwarten, eher weitere Diskriminierung seitens der rumänischen Bevölkerung, die sich zu Unrecht mit den Roma verwechselt fühlt und eine Namensänderung verlangt, angeblich werde sonst das Image des Landes besudelt.
Das kommt von dieser krampfhaften Vermeidung der Bezeichnung "Zigeuner". Andererseits habe ich dafür aber auch ein gewisses Verständnis. Irgendwo habe ich gelesen, daß "Zigeuner" soviel wie "ziehender Gauner" heißt.
Wie Sie richtig feststellen sind die Probleme nur gemeinsam zu lösen. Das bedeutet Anstrengungen seitens der rumänischen Regierung und der Sinti und Roma. Um den Elend zu entfliehen ist die Beachtung der Schulpflicht, Geburtenkontrolle und einige weitere Verhaltensänderungen notwendig.
Dem französischen Volk ist es nicht zuzumuten für die Versäumnisse einer Volksgruppe und einer fremden Regierung finanziell einzustehen.
@Dmitri
Einmal Kindgerecht, so das sie es auch an die nächste Generation weiterreichen können.
"Zigeuner" oder "Sinti und Roma"?
Und einmal für sie höchstpersönlich, damit wir dieses leidliche "warum den Roma und nicht Zigeuner" endlich aus der Welt schaffen können.
Stellen wir uns vor die Bayern wären die Sinti und die Roma wären Deutsche, so in etwa stellt sich der Unterschied dar.
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
@Bogo
Vielen Dank für ihre Belehrung. Aber wenn Sie in Wikipedia unter dem Begriff "Zigeuner" nachsehen, wird auch meine Annahme bestätigt.
@Hochmeister:
Traurig. Wie oft muss ich Sie noch bitten, mich nicht ungefragt zu duzen?!? DIE Konservativen, die ich persönlich kenne (und schätze), zeichnen sich durch die Bank z. B. durch ihre höflichen Umgangsformen aus … die positionieren sich allerdings selbst auch durch die Bank in der gesellschaftlichen "Mitte" - vielleicht liegt es daran …
"Wenn dann haben Staaten ihren Bürgern befohlen zu den Waffen zu greifen,denn von selbst taten sie es wohl kaum."
Ich denke zum Teil so, zum Teil wurde da aber auch freiwillig zu den Waffen gegriffen. Und selbst wenn: An der Tatsache, dass wir heute ohne die alliierte Intervention wahrscheinlich keine einzige Demokratie in Europa hätten, sondern nur Faschismus, ändert das nichts.
"Noch dazu haten die Gegner Deutschlands nie die Vernichtung des Faschimus zum ziel,sondern allein die Vernichtung Deutschlands."
Armes, armes, armes Deutschland. War ja nie Täter, sondern immer, immer Opfer: Sogar von den bösen bösen Alliierten … was Sie, Hochmeister, hier betreiben, nennt man den Versuch der Täter-Opfer-Umkehr … was kommt als nächstes? Leugnung der deutschen Kriegsschuld? Leugnung oder Relativierung des Holocaust? Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll …
"Oder meinst du die Sowjetunion wollte Demokratie verbreiten? Oder waren Ungarn,Tscheoslowakei,DDR,Polen,Rumänien usw nach 45 demokratisch?"
Nein. Meine ich nicht. Bitte nicht ungefragt duzen.
"Oder was meinst du wieviele Staaten vor dem 2.WK faschistisch waren? Z.B. Österreich bis 38,Polen bis 39 und viele mehr."
Klar, natürlich. Polen bis 39 ein faschistischer Staat. Was kommt als nächstes? Vielleicht die Täter-Opfer-Umkehrbehauptung, dass "harmlose und unschuldige" NS-Regime wäre 1939 vom "faschistischen" Polen angegriffen worden und Polen wäre der eigentliche Verursacher des zweiten Weltkrieges?!? … lieber Hochmeister, ich finde Ihre hier vertretenen Standpunkte gerade recht extrem …
@Frankreich:
Ich hoffe, die "Law and order"-Fraktion in diesem Thread ist genauso bereit, sich für die Abschiebung Sarkozys nach Ungarn einzusetzen, wenn es tatsächlich herausstellen sollte, dass er gegen europäisches Recht verstoßen haben sollte … gegen die eigenen Grundwerte der französischen Nation - Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit - haben er und sein Helfershelferinnen auf jeden Fall bereits klar verstoßen … nach französischem Recht mag Sarkozy FORMALJURISTISCH zu den Abschiebungen berechtigt sein- moralisch hat er in meinen Augen komplett versagt … es ist und bleibt ein Skandal, Skandal, Skandal, und es wird nicht besser dadurch, dass die ganze Geschichte - zumindest auf nationaler Ebene - juristisch einwandfrei abläuft ...
und wenn dann tatsächlich aus Frankreich abgeschobene Roma in Osteuropa Opfer von gewalttätigen Ausschreitungen oder von Verfrachtungen auf Giftmülldeponien geworden sind, hoffe ich, dass irgendwelche mutigen Journalistinnen und Journalisten Sarkozy die Fotos der Gestorbenen und Ermordeten vorlegt und ihn fragt, ob er sich nicht vielleicht doch ein kleines wenig mitverantwortlich fühlt …
@Europa:
… was mich zum eigentlichen Thema dieses Threads zurückführt, dem Zusammenhang zwischen einem Erstarken des Rechtspopulismus in Europa einerseits und der Frage, ob dies eine Gefahr für die europäischen Roma bedeutet.
Das wir im 21. Jahrhundert bezüglich des Umgangs mit den Roma in Europa vor einer Situation stehen, die viele nicht mehr für möglich gehalten hätten, hat sicherlich mit dem Erstarken des Rechtspopulismus in Europa zu tun. Es geht ja nicht nur um Frankreich, und auch dort ja nicht nur um die aktuellen Abschiebungen: Vor einem Jahr beispielsweise erfuhr die Öffentlichkeit, dass Roma von der französischen Polizei mit Stempeln markiert werden …
Sowohl in Frankreich als auch in vielen anderen europäischen Ländern wirkt sich dieser Rechtsruck äußerst negativ für die Roma aus … meines Erachtens ein deutliches Zeichen dafür, dass mit dem Erfolg des Rechtspopulismus schon jetzt eine Schwächung der Bedeutung von Menschenrechten (und damit auch von Demokratie) in Europa einhergeht:
"Der Umgang mit Minderheiten in einer Gesellschaft zeigt auf, in welchem Maß Stützfeiler einer Demokratie wie Menschenrechte und Toleranz in ihr verwirklicht wurden. Daran gemessen fällt die Bilanz, was den Umgang der meisten europäischen Regierungen mit den Roma angeht, verheerend aus.
Deutschland bildet dabei keine Ausnahme, auch wenn hier die Abschiebungen rechtlich geordnet, reibungslos und "sauber" verlaufen - Umstände, die den Skandal umso bedrückender erscheinen lassen."
(Quelle: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-0...)
"Traurig. Wie oft muss ich Sie noch bitten, mich nicht ungefragt zu duzen?!? DIE Konservativen, die ich persönlich kenne (und schätze), zeichnen sich durch die Bank z. B. durch ihre höflichen Umgangsformen aus … die positionieren sich allerdings selbst auch durch die Bank in der gesellschaftlichen "Mitte" - vielleicht liegt es daran "
Im internet duzt man sich,das hat nichts mit höflichen Umgangsformen zutun.Ich beschwer mich auch nicht das du mich siezt.
Wo die gesellschaftliche Mitte ist und wo sie aufhört,darfst du gern definieren.Politische Parteien und Ausrichtungen werden im allgemeinen links oder rechts eingeordnet,somit ist eine Mitte jeweils auch links oder rechts.Eine Mitte die nicht rechts und links ist,wie es Frau Merkel gern hätte um Wähler zu locken,gibt es nicht.Also,da ich nicht links oder unpolitisch bin,bin ich rechts.Warum manche damit ein Problem haben,erschließt sich mir nicht.
(...)
Hallo, wir mussten einen Teil Ihres Beitrags löschen, weil er off-topic war. Moderator_JW
Ghostrider
@Dmitri
"Irgendwo habe ich gelesen, dass "Zigeuner" soviel wie "ziehender Gauner" heißt."
(...)
Was für ein bildungsfremder "Brüller"!!!
(man beachte die Pointe!)
Darüber lachen können nur Leute, die Lichtjahre von der Menschlichkeit entfernt leben!
Das Wort Zigeuner stammt aus dem altgriechischen "Athinganos". Daraus wurde abgeleitet Ziganos Spanisch, Zigano Italienisch und Zigane Französisch.
Ursprünglich kamen Sinti und Roma aus Indien.
Sinti vermutlich aus der indischen Provinz Sind, Roma aus dem indischen Punjab.
Gerade in Deutschland, wo sich der Massenmord durch die Nazis auch auf Sinti und Roma richtete, ist es menschenverachtend und taktlos, Witze über diese Menschen zu schreiben!!!
Kaum zu glauben, dass man inzwischen im 21. Jahrhundert lebt!
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
@Ghostrider
Nochmal, da Sie meinen Hinweis oben offenbar übersehen haben
"Im Deutschen wurde Zigeuner volksetymologisch und fälschlich zu "Zieh-Gäuner", also "(umher-)ziehende Gauner" umgedeutet. Auch deswegen wird die Bezeichnung heute vielfach als negativ belastet abgelehnt."
Quelle: Wikipedia
Ghostrider
Hier eine Passage aus meinem Kommentar bezüglich Sarkozy und die Abschiebung der Sinti und Roma aus Frankreich.
"Wenn Sarkozy sich den Stammtischparolen der Biastro´s, die mit jedem Glas Rotwein schärfer oder schläfriger werden annimmt, und somit einer Minderheit nach dem Munde redet, in der Hoffnung auf einen künftigen Wahlerfolg, darf dabei nicht die Rechnung ohne den Wirt machen. Er könnte schneller ins politische Abseits gelangen, als ihm lieb ist."
Das die Umfragewerte von Monsieur le Président schlecht sind, ist hinlänglich bekannt. Der Versuch, seinen politischen Kurs nach "Rechts" zu orientieren, um damit seine Umfragewerte zu verbessern, dürfte wohl in die Hosen gegangen sein.
Die Rechnung hat Sarkozy im wahrsten Sinne des Wortes, ohne den Wirt gemacht.
Hier ein interessanter Beitrag:
http://www.tagesspiegel.de/meinung/nicolas-sa...
34%, Tendenz noch weiter sinkend, so grottenschlechte Umfragewerte hatte seither noch kein französischer Staatspräsident!
Ein klarer Beweis, dass ein auf Menschenverachtung basierender Rechtspopulismus in der demokratischen Gesellschaftsordnung eines zukunftsorientierten Europa keinen Platz hat.
Erst wenn die letzten "rassistischen" Vorurteile aus dem Weg geräumt sind, können wir Menschen den künftigen Anforderungen der Globalisierung erfolgreich begegnen, und alle von der Zukunft profitieren.
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
@Ghostrider
34%, Tendenz noch weiter sinkend, so grottenschlechte Umfragewerte hatte seither noch kein französischer Staatspräsident!
Ein klarer Beweis, dass ein auf Menschenverachtung basierender Rechtspopulismus in der demokratischen Gesellschaftsordnung eines zukunftsorientierten Europa keinen Platz hat.
Ich bin mir aber sicher, daß dafür die Heraufsetzung des Rentenalters von 60 auf 62 Jahre ursächlich ist. Bei der Behandlung der "Roma" steht die Mehrheit der Franzosen laut Umfragen nämlich hinter ihrem Präsidenten.
Dazu ist in der ZEIT ein Artikel erschienen:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-08/fr...
Ghostrider
@Dmitri
Es leben in Frankreich z.Zt. ca, 8 500 Roma. Also eine extrem kleine Minderheit, in einem Land, dass flächenmäßig etwa die Größe von Deutschland hat und mit ca, 50 Mill. Einwohner auch nicht überbevölkert ist.
Wenn Sie als Tourist Frankreich bereisen, werden Sie kaum welche erblicken.
Wie ich auch weiter oben schon erwähnt hatte, haben sich bislang die Franzosen auch kaum über diese Minderheit beschwert.
Also 8 500 Roma verteilt auf das ganze Land ist gleich 0,nichts!
Es ist vielmehr eine politische Farce von Sarkozy der jetzt bei den Nationalisten auf Stimmenfang geht.
Seine Regierung hat schon lange die absolute Mehrheit verloren, und ist daher auch nicht besonders handlungsfähig.
Schlimmer noch, die Leute aus den eigenen Reihen nehmen Sarkozy nicht ernst.
Da wird das Schlammbad bei den Rechten an seiner politisch verfahrenen Situation auch nichts ändern.
Im Schlamm kann man sich bekannterweise auch schlecht bewegen.
http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.as...
http://www.euractiv.com/de/zukunft-eu/roma-ko...
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
@Ghostrider
Ich glaube sie verwechseln da etwas. Nach meinen Informationen wurden ca. 8.000 "Roma" aus Frankreich nach Rumänien und Bulgarien abgeschoben. Die Gesamtzahl dürfte aber weit höher liegen. Schliesslich hält sich ja nicht jeder aus dieser Volksgruppe illegal in Frankreich auf.
Ghostrider
@Dmitri
Sie haben anscheinend den vom mir eingeblendeten Link der Wiener Zeitung nicht gelesen. Demnach wird die Gesamtzahl der in Frankreich lebenden Roma auf 8 500 Personen geschätzt.
Auf das gesamte Land bezogen, eine extreme Minderheit.
Allein aus diesem Grunde ist es nicht nachvollziehbar, dass Sorkozy so eine Welle daraus macht.
Es ist einfach nur menschenverachtend!
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
"Ein klarer Beweis, dass ein auf Menschenverachtung basierender Rechtspopulismus in der demokratischen Gesellschaftsordnung eines zukunftsorientierten Europa keinen Platz hat."
Dazu müsste man Rechtspopulismus definieren.Aber Rechte Parteien sind in Europa im Aufwind.Und das ist die Zukunft.Und es ist Teil der demokratischen Gesellschaftsordnung und nicht mal annähernd menschenverachtend.
"Erst wenn die letzten "rassistischen" Vorurteile aus dem Weg geräumt sind, können wir Menschen den künftigen Anforderungen der Globalisierung erfolgreich begegnen, und alle von der Zukunft profitieren."
Vielleicht wollen die Menschen in Europa keine Globalisierung.Erkennbar an der Einführung des Euro und der europäischen Verfassung,interessiert es die EU nicht,was die Menschen wollen.Und das sich Sarkozy beim Thema Roma gegen die EU stellt,macht ihn noch beliebter in Frankreich.
Ghostrider
@Hochmeister
"Dazu müßte man Rechtspopulismus definieren."
(...)
Braucht man nicht. Der Rechtspopulismus definiert sich schon selbst nach den Hasstiraden und Stammtischparolen einer fremdenfeindlichen unzufriedenen Minderheit.
Wenn Europa seine Programme zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit im Griff hat, und wir sind auf dem besten Weg dorthin, sind rechte Parteien Geschichte.
Und wenn Sarkozy seinen rechten Tripp beibehält, ist er spätestens bei den nächsten Wahlen in Frankreich auch Geschichte.
Seine Beliebtheit ist in der letzen Woche um weitere % Punkte gesunken.
Soviel zum Aufwind in der rechten Liga!
(...)
"Vielleicht wollen die Menschen in Europa keine Globalisierung. Erkennbar an die Einführung des €."
(...)
Die überwiegende Mehrheit der Menschen in Europa steht der Globalisierung sehr positiv gegenüber. Die Globalisierung hat in Europa viele neue Arbeitsplätze geschaffen, und wird noch mehr berufliche Möglichkeiten schaffen.
Schon jetzt arbeiten viele Deutsche in deutsche Firmen im Ausland.
Dank Globalisierung!
Gerne hätte ich diese berufliche Möglichkeiten in meiner Jugend genutzt. Gab es aber damals so gut wie nicht.
Der Euro ist ein Segen für Europa.
Spätestens wenn man oft innerhalb von Europa unterwegs ist, und an den Grenzen kein Geld tauschen muß, lernt man den Euro zu lieben.
Auch in den USA hat man dank dem starken Euro mehr von seinem Geld.
Natürlich kann man mit dem Euro keine Leute überzeugen, die lieber die "Reichsmark" wieder einführen möchten.
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
Hallo, wir möchten die Nutzer bitten, auf das eigentliche Thema des Diskussion zurück zu kommen. Moderator_JW
@Ghostrider
Sie haben anscheinend den vom mir eingeblendeten Link der Wiener Zeitung nicht gelesen. Demnach wird die Gesamtzahl der in Frankreich lebenden Roma auf 8 500 Personen geschätzt.
Selbstverständlich habe ich den Artikel in der Wiener Zeitung gelesen. Allerding zweifle ich die Zahlen, die dort genannt werden, an.
Die Zahl der "Sinti und Roma" wird weltweit auf 12 Millionen geschätzt. Daß davon nur etwa 8.500 in Frankreich leben sollen halte ich nicht für plausibel. Auch wenn es sich nur um "Roma" handeln sollte. Allein in der BRD sollen nach seriösen Quellen etwa 40.000 Roma leben.
http://www.aufenthaltstitel.de/stichwort/roma...
Leider übernehmen heutzutage viele Journalisten Daten unüberprüft aus Wikipedia.
Zu Sarkozy kann ich nur wiederum feststellen, daß er auf der wiedererstarkten konservativen Welle reitet. Der Artikel in der ZEIT stellt das anschaulich dar. Man sieht ja den politischen Wandel z.B. in den Niederlanden, Schweden und Dänemark. Aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund sind die Roma in Frankreich anscheinend nicht sehr beliebt. Und die schlechten Umfragewerte Sarkozys resultieren aus der geplanten Erhöhung des Renteneintrittsalters.
Hallo Dimitri,
ich meine mal eine Zahl von ca. 16.000 Roma insgesamt für Frankreich aufgeschnappt zu haben. Das wären zwar doppelt soviele wie nach Ghostwriters Quelle, aber als manifestes Problem für Frankreich immer noch eine ausgesprochen geringfügige Größe.
Sarkozys miese Umfragewerte werden sicherlich eher mit sozial- und wirtschaftspolitischen Problemen zu tun haben.
Umso abstoßender sein Versuch, sich mit Anbiederei an rassistische Ressentiments aus dem Umfragetief zu ziehen. Da nun aber auch die Franzosen nicht blöd sind, werden sie dieses Spiel natürlich durchschauen und im Ergebnis dürfte sich für Sarkozy einen heftigen Bumerang-Effekt geben: rechts- und rassismuslastige Teile seiner Wählerklientel gehen womöglich gleich zum Original, eher liberalere Teile orientieren sich angewidert ebenfalls neu. Zukünftig wird der sicherlich viel mehr Zeit für seine schöne Frau haben... :-)
@Dmitri:
"Zu Sarkozy kann ich nur wiederum feststellen, daß er auf der wiedererstarkten konservativen Welle reitet. (…) Man sieht ja den politischen Wandel z.B. in den Niederlanden, Schweden und Dänemark."
Welche Partei(en), welche Personen sind in Ihren Augen Trägerinnen und Träger dieser "wiedererstarkten konservativen Welle" in den Niederlanden, Schweden und Dänemark, die Sie ausmachen? Ich bin neugierig, was bzw. wer da in Ihren Augen "konservativ" ist …
Auch wäre ich neugierig, zu erfahren, was Sie über die Ausgangsfrage dieses Threads von Bogo denken: Stellt der aktuell zunehmende Rechtspopulismus in Europa eine Gefahr für europäische Roma dar? Bisher beschränken Sie sich ja durch die Bank in Ihren Diskussionsbeiträgen auf die aktuellen Geschehnisse in Frankreich und die dortigen Abschiebungen …
Nun sieht es ja tatsächlich so aus, als ob Polizeibehörden in Frankreich (sicherlich nicht ohne Wissen vorgesetzter Stellen in Politik und Verwaltung) illegal eine Sonderkartei u.a. über Roma angelegt haben - ein Vorgehen, das aus gutem Grund gegen die Verfassung Frankreichs verstößt und (wieder einmal) geeignet ist, ungute Assoziationen an jüngere deutsche und europäische Geschichte auszulösen …
(Quelle: http://www.op-online.de/nachrichten/politik/i...)
… also liebe Vertreterinnen und Vertreter von "Law and order" in diesem Forumthread: Wo bitte bleibt jetzt Ihr Protest gegen diesen eklatanten Rechtsverstoß gegen französisches Recht von französischer Polizei, Verwaltung, Politik?!?
Aber das nur am Rande: Meines Erachtens kann man weder der eigentlichen Frage dieses Threads noch dem zugrundeliegenden Problem gerecht werden, wenn man sich ein einzelnes EU-Land wie Frankreich "rauspickt" und vergleichbare Entwicklungen, die aktuell in vielen Ländern Europas stattfinden, rechts liegen lässt - denn:
"`Es gibt einen allgemeinen Trend in Europa beim Umgang mit den Roma: Man nimmt sie als ganze Gemeinschaft ins Visier und schafft sie fort.´"
So ein Statement von Amnesty International.
Deswegen fände ich es gut, lieber Dmitri wenn Sie - und gerne natürlich auch alle anderen Mitdiskutantinnen und -diskutanten in diesem Thread - bereit wären, Ihre Einschätzungen zur Situation in Frankreich um eine `europäische Perspektive´ i. S. der o.g. Fragestellung von Bogo zu ergänzen.
Vielen Dank.