Letztens im Politikunterricht haben wir das Thema Rechtsextremismus im zweiten Weltkrieg und danach behandelt. Unsere Referendarin kam dann auf einmal mit der Aufgabenstellung, wir sollten uns jeder ein Synonym für uns überlegen, Werbeflyer der NPD lesen und dann Mitschüler, die gegen die NPD sind, von unserem Wahlprogramm überzeugen. Ich sehe ein, dass es vielleicht eine mögliche Methode ist, auf diese Weise die Ziele der NPD verständlich zu machen, aber ich in meinem Fall konnte mich nicht mit den Werbeversprechen identifizieren und habe dazu meine Aussage verweigert, weil ich mich unmöglich auf die Seite der NPD schlagen konnte (was ohne schulische Konsequenzen blieb). Das schockierende daran fand ich,dass meine Mitschüler ohne Bedenken mitgemacht und fröhlich ihre Argumente wie "Weniger Ausländer, die uns die Arbeit wegnehmen" durch die Klasse gerufen haben. Ironischerweise haben ausländische Mitschüler "Ausländer raus" an die Tafel geschrieben. Unsere Klasse beinhaltet Schülerinnen und Schüler zwischen 16 und 22 Jahren (Berufskolleg) und ich denke gerade in dem Alter sollte man Jugendlichen eigentlich das Gegenteil klarmachen, als das, was unsere Referendarin da macht. Ich frag mich jetzt, ob ich mit meiner Meinung alleine steh, und das ganze viel zu übertrieben sehe, oder ob man solche Inhalte nur mit ensprechender Gegenwehr und Ernst zu behandeln hat. Jeder hat zwar das Recht auf eine freie Meinung, aber wenn die Meinung rechtsextrem ausfällt, kann ich darauf verzichten.
Dem Schulleiter melden und der lokalen Presse.
Ungeheuerlich.
Sie haben absolut richtig gehandelt.
Das ist doch völlig in Ordnung. Durch solche Rollenspiele lernt man doch, sich seine eigene Meinung zu Bilden. Ansonsten wäre doch ein solcher Unterricht völlig einseitig.Im reellen Leben werden Sie doch auch damit Konfrontiert.In unserer Gegen haben das viele Schulen Verstanden und Laden z.B. Leute von der JN ein. Dabei gibt es diskussionen, die natürlch überwacht werden. Dies geschah auf verlangen der Schüler, da die ganze Zeit nur die Linke Meinung gepredigt wurde, d.h. die PDS war auch in der Schule in Form einer Bundestagsabgeordneten. Das ist alles völlig legal.
Eigentlich finde ich, dass den Nazis der NPD keinen Raum für ihre menschenverachtende Ideologie gegeben werden darf!
Aber wenn z.B. über die Ideologie und Werbematerial der NPD in der Schule diskutieret wird, gibt man ja nicht ihnen das Wort, sondern spricht über ihre nazistische Ideologie. Genau so wie im Geschichtsunterricht über das deutsche NS-Regime. (Naja und Vorausgesetzt natürlich, man nimmt das Material um GEGEN Nazis aufzuklären!!) Insbesondere auf poppig gemachte Flyer "gegen Globalisierung" sollte man mal in der Hand gehabt haben, um zu verdeutlichen mit welchen Tricks die Rassisten der NPD auf Stimmenfang gehen.
Es ist ähnlich wie mit der präventiven Drogenarbeit: Das Phänomen der radikalen Rechten wird man niemals absolut verhindern, aber die zwanglose Aufklärung darüber kann eventuell in den Köpfen etwas bewegen. Und besser man setzt sich mit einem kritisch-Sachkundigen Menschen mit dem Thema auseinander, als mit einem Nazi!!
Wir alle sind (mehr oder weniger) freie Menschen, und wenn sich jemand zu den sog. freien Kameradschaften oder der NPD bekennt, dann passiert dass nicht zufällig sondern weil er ein Rassist ist bzw. mit ihrer menschenverachtenden Ideologie übereinstimmt!!
"Werbeflyer der NPD lesen und dann Mitschüler, die gegen die NPD sind, von unserem Wahlprogramm überzeugen"
Soll das bedeuten, ihr solltet lernen, euch mit dem Wahlprogramm der NPD zu identifizieren??
Beitrag 1 kann ich in diesem Fall absolut unterschreiben. Ein klarer Fall für den Jugendschutz.
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Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.
Andererseits ist mir bewusst, dass diese Art des Unterrichts dazu dienen sollte, NPD-"Argumente" entkräften zu lernen - jedoch ist es ein absolut falscher Weg, Jugendliche dazu zu bringen, sich zunächst mit den "Argumenten" zu identifizieren.
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Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.
Die Realität sieht aber anders aus. Eine Umfrage unter Jugendlichen ergab, das 50% der Berfragten der Meinung sind, das es in deutschland zu viele Ausländer gibt. 30% gaben an, das sie die Situation bedenklich finden! Es wird darüber in der Schule diskutiert und verschweigt man Passagen, so rächt sich das Später. Spätestens dann, wenn die Jugendlichen 18 sind und an der Wahlurne stehen.Aufgrund der Umfrageergebnisse lächeln die meisten Jugendlichen sowieso über die linken Parolen, sie erleben Tagtäglich die Realität!
Mir geht es darum, dass sich endlich mal mit den rassistischen Ideologien der NPD auseinandergesetzt wird, anstatt "nur" zu sagen, dass die böse sind, (oder gar Links- und Rechtradikale Ideologien gleichzusetzen!!!)
Zudem ist das völkisch- nationalistische und Antisemitische Weltbild nicht nur bei der Extremen Rechten, sondern auch in der sog. Mitte der Gesellschaft vorhanden.
PS: Damit ich jetzt hier nicht Seiten über die Problematik von Totalitarismus- und Extremismustheorien schreiben muss, hier ein Link zu einem Interview zu diesem Thema von freie-radios.net: "Kann man Lechts und Rinks velwechsern? Interview mit Gerd Wiegel zur Kritik am Konzept des "Politischen Extremismus" TEIL 1"http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=22179
Hat den die Referendarin während der Stunde nicht erläutert, worauf sie mir dieser Arbeitsweise überhaupt hinauswollte? Hat sie nicht eingegriffen? Das ganze erinnert mich entfernt an "die Welle". Ich bin auch der Meinung, dass dieser Vorfall dringend aufgeklärt und darüber gesprochen werden muss.
Dein Verhalten finde ich absolut richtig und sehr mutig! Sich mit seiner Meinung gegen eine Gruppe zu stellen, dazu gehört schon eine ganze Menge. Aber du bist mit dieser Erfahrung nicht allein. Viele Organisationen und kleine Bündnisse treffen am Anfang ihrer Arbeit häufig auf große Zurückhaltung (manchmal auch auf Widerspruch "ist ja alles gar nicht so schlimm") und die Initiatoren können dann schnell den Eindruck gewinnen mit ihrer Meinung völlig allein dazustehen.
Wenn dieser Vorfall richtig aufgeklärt wird, dann könntet ihr am Ende vielleicht sogar davon profitieren. Es könnte allen die der Aufforderung scheinbar "einfach so" gefolgt sind, aufzeigen aus welchen Gründen sie das getan haben. Haben sie vielleicht aus dem "Gruppenzwang" heraus gehandelt? Aber ich bin kein Experte und denke dass die Aufklärung hier mit sehr viel Sachverstand und pädagogischem Einfühlungsvermögen vorgenommen werden sollte, sonst könnte dies aus meiner Sicht bedenkliche Folgen haben.
Vielleicht könntest du berichten, wie sich dieser Fall weiterentwickelt hat.
Absolute Zustimmung zu Beitrag 1!
Obwohl ich der Refrendarin nicht unterstellen möchte sie wolle auf diese Weise eine solche Ideologie verbreiten, so bin ich doch schockiert über die Lehrmethoden.
Das Programm der NPD gilt aus gutem Grund nicht als demokratisch, obwohl Rechtsextremisten und NPDler stets etwas anderes behaupten. Auf jeden Fall ist es der völlig falsche Ansatz den Schülern einen Arbeitsauftrag wie diesen zu geben. Gerade wenn es um die politische Willensbildung geht haben Lehrer vorsichtig zu sein.
So leid es mir tut, aber diese Frau gehört eindeutig nicht in den Lehrberuf.
Ich schließe mich daher Beitrag 1 an und bitte darum diesen Vorfall an die Öffentlichkeit zu bringen. Sonst bearbeiten die Schüler nicht nur das NPD-Parteiprogramm, sondern nachher noch die Djihad-Theorie Osama Bin Ladens. Lehrmethoden wie diese, so nett sie vielleicht auch gemeint sind, führen zwangsweise in den Extremismus.
Dann würde ich noch einen Schritt weiter gehen und hier einmal fragen welche Schule das war. Das sollte an die Öffentlichkeit.
Wenn schon - denn schon.
Und gleich die Karriere der angehenden Lehrerin zerstören? Nun mal ruhig Blut. Die wichtigere Frage ist doch, was nach dem Rollenspiel geschah. Wurden die Pseudo-Argumente der Neo-Nazis zerpflückt, die Wirksamkeit von Propaganda deutlich?
Normalerweise würde ich mich als Elterteil ja einklinken,nur weiss man jetzt nich wie alt der Fragesteller da ist.
Anscheinend wurde das Thema auch mit dem Direktor diskutiert.
Was hat er dazu gesagt?
Was haben ihre Eltern dazu gesagt?
Was hat ihre Referendarin dazu gesagt dass sie sich geweigert haben das Thema in dieser Weise zu behandeln?
Ich habe lange überlegt ob ich hier überhaupt einen Kommentar abgeben kann oder soll.
Doch das Interesse hat gesiegt,also brauche ich noch ein paar Informationen.
Wenn es denn Möglich ist!?
Gruss Bogo
Heute findet zum Beispiel in Erfurt ein Tag der "Erlebnisgeneration" statt. Frau Schimpanksi trifft dabei mit der Erlebnisgeneration auf Schüler um zu erfahren wie es damals so war. Was mich sehr dabei stört, ist die Tatsache dass hier, wenn auch schon sehr alt, KPD Leute dazu Eingeladen werden. Das ist die andre Form des Extremismus. Mann sollte gar keinen Extremismus lehren, sondern sich als Schule neutral halten. Auch wenn meine Meinung hier bekannt sein sollte, ist das lehren = Unfug. Wichtiger wäre es, sich mit den Programmen aller Parteien Auseinanderzusetzen z.B. auch in Form von Rollenspielen. Auch dürfte der Begriff "Politische Bildung" falsch sein. Welche Politik will man lehren, ist sie doch Parteiengebunden? Einer der Bekanntesten Neonazis aus Gera hat seinen Vater bei der PDS.
Ist da die Politische Bildung fehlgeschlagen? Ja, denn sie war Parteigebunden und zu einseitig. Deshalb hat man auch in unserer Stadt Leute von der JN in die Schule geholt bzw. waren sie ja als Schüler anwesend. Alle anderen sind auch gekommen. Das sollte der Weg sein.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Referendarin die rechtsextreme Problematik durch ihren ungewöhnlichen Unterrichtsstil lediglich verdeutlichen wollte und keine neonazistischen Hintergedanken hatte. Vielleicht hat sie selbst nicht, die erschreckenden Reaktionen der Schüler vorhergesehen und gedacht, sie würden sachlich dem NPD-Programm widersprechen.
Frage an Kayman:
Glaubst du deine Mitschüler machten sich einen Scherz aus dem NPD-Wahlprogramm und überzogen es deshalb spitz oder meinten sie es wirklich ernst, was sie sagten?
@ 12
"Und gleich die Karriere der angehenden Lehrerin zerstören?"
Ja. Das würde ich in Kauf nehmen. Wenn es hart auf hart kommt wird es sich zeigen, wie ernst es ihr damit war. Wenn es ihr Ernst war, dann hat die Dame im Schuldienst nichts zu suchen.
Hallo Kaymann...,
es spricht überhaupt nichts dagegen, sondern eigentlich alles dafür, sich mit der "Programmatik" der NPD in der Schule auseinanderzusetzen - kritisch. Insofern spricht alles dagegen, sich in Form eines Rollenspiels damit zu beschäftigen, bei dem die SchülerInnen dazu angehalten werden, sich motiviert mit NPD-Positionen zu identifizieren und sie als Agitatoren offensiv zu vertreten und durchzusetzen. Tatsächlich stellt sich da die Frage, welches Unterrichtsziel denn die Referendarin damit eigentlich erreichen wollte...? Wie Nr. 8 finde ich auch, dass du dir für dein Verhalten durchaus auf die Schulter klopfen kannst. Ebenso würde ich dir empfehlen, jene Anregungen hier aufzugreifen, den Vorfall mit dem Betreuungslehrer der Referendarin und dem Direktor zu besprechen. Lass uns ansonsten nicht dumm sterben und berichte mal, wie es weitergegangen ist.
Ich habe während meiner Schulzeit ebenfalls ein so ähnlich gelagerte Aufgabe bekommen:
Unter allen Schülern wurden die Parteien verteilt, auch die Flügelparteien (bei uns allerdings Rep.). Die einzelnen Gruppen sollten sodann nach einer einwöchigen Ausarbeitungsphase "ihre" Partei präsentieren und die vermeintlichen Vorzüge aufzeigen. Alle anderen Schüler hatten, dann Zeit gezielt Fragen zu den einzelnen Gebieten der Referenten zu stellen.
Im nachhinein betrachtet würde ich diese Art der Auseinandersetzung als gewinnbringend betrachten. Zum Einen sah man doch recht schnell, dass bei entsprechender Argumentation und rhetorischer Fähigkeit gewisse Inhalte schlüssig erläutert werden konnten, obwohl sie aus objektiven Gesichtspunkten als "Falsch" empfunden werden. Dies lässt den Zuhörer zu dem Schluss kommen, dass eine objektive Informationsbeschaffung zur umfangreichen Meinungsbildung im politischen Rahmen unentbehrlich erscheint. (Niemand -?- von uns ist Steuerfachmann, so erscheinen jegliche Erklärungen einer Steuerreform als logisch, vielleicht sogar zwei gegensätzliche). Andererseits ist mir gerade bei den Extremen Linken und Rechten aufgefallen, dass trotz blumiger Verpackung und der ein oder anderen ausgelassenen unangenehmen Wahrheit, den meisten Zuhörern schon der Grundgedanke zuwider war. Umso einfacher war es dann auch die Ansichten kritisch zu hinterfragen.
Ein dritter Punkt ist der Erwerb der Fähigkeit seinen Standpunkt auch bei widrigen Verhältnissen zu vertreten, eine Fähigkeit welche einem im zukünftigen Berufsleben von Vorteil werden könnte. In den meisten Universitäten gibt es heute sog. Debatierclubs in welchen eben diese Art von Rollenspiel vollzogen wird. Man bereitet sich in diesem Rahmen ja nicht nur auf seine eigenen Argumente vor, sondern auch auf die des "Gegners", lernt diese zu verstehen und sie zu umgehen oder ihnen zu entgegnen, unabhängig von der wirklichen Überzeugung, die sich evtl. dadurch noch festigt. (ich denke allerdings nicht, dass die angehende Lehrerin primär diese Anliegen hatte)
Schlussendlich denke ich, dass in Schulen eher zu wenig über politische Extreme aufgeklärt, oder sich mit ihnen beschäftigt wird. Unter entsprechender Nacharbeit sollte dabei auch die Hinzuziehung entsprechender Vertreter möglich sein. Eine anschließende kritische Auseinandersetzung sollte allemal sinnvoller sein, als dass man den bösen mystifizierten Nazi am NPD Wahlschirmstand kennenlernt, dieser nett, freundlich und gut angezogen rüberkommt, einem von den Bösen anderen erzählt und einem zum Abschied noch eine CD schenkt. Das machen die anderen nicht, da gibt´s höchstens Kulis.
Gewisse Risiken, die z.B. Meierdings wiederholt angesprochen hat, sind bei einer solchen Methode allerdings nicht von der Hand zu weisen. Ich halte sie jedoch für kalkulierbar.
Ich finde die Idee der Referendarin schon gut. Nur ist das gar nichts für Schulkinder mit entsprechendem Alter...biserl komisch
Hallo Kayman,
ich finde sehr gut wie Du Dich verhalten hast.
Meiner Meinung ist der springende Punkt der:
Wurde ausschließlich in die Rolle der NPD geschlüpft?
Das fände ich fatal!
Das wäre zu einseitig.
Das wäre unausgewogen.
Oder wurde als Gruppenvorgehen die Sache mit der NPD als eine von mehreren Rollenmustern gestaltet. Dann fände ich es tolerabel, ja in Ordnung.
Geschah anschließend eine Distanzierung von den NPD-Parolen? Wurden sie als manipulativ und an Egoismen rührend untersucht?
Oder war alles damit getan, die Parolen zu internalisieren?
Dass es Schülern frei steht, in jedem dieser Fälle in eine andere Gruppe zu gehen, oder falls es nur diese eine Aufgabenstellung gab, nicht mitzumachen, fände ich selbstverständlich. Fataler wäre es, die Referndarin hätte Zwangsmittel angewendet (mit schlechter Note gedroht, etc.)
Falls die Referandarin nur diese eine Aufgabenstellung durchgeführt haben sollte, und sie nicht als Agitatorin der NPD bekannt sein sollte, würde ich persönlich sie nicht "oben verpfeifen". Sondern darauf hinwirken, dass sie ihr Verhalten reflektiert. Und es das nächste Mal anders macht.
Viele Grüße Dir
Marodka
Es kommt immer auf die Art und Weise an, wie über die Themen diskutiert wird. Klar wirkt diese Lehrmethode auf den ersten Blick schockierend, doch andererseits muss man sich fragen, ob nicht genau dieses Ziel erreicht werden soll - schockiert sein, von dem, was man da eigentlich erzählt.
Bei 16-22 jährigen Schülern halte ich diese Herangehensweise für vertretbar, wenn auch diskussionswürdig. Bei jüngeren Schülern, die eher beeinflussbar sind und sich evtl. durch den Extremismus fasziniert fühlen, sollte so etwas auf keinen Fall durchgeführt werden.
Scheinbar hat die Referendarin auch nicht weiter ausgeführt warum die Schüler diese Aufgabe bekommen haben. Zumindest steht davon nichts in dem Beitrag auf den sich die Frage "Ich frag mich jetzt, ob ich mit meiner Meinung alleine steh, und das ganze viel zu übertrieben sehe, oder ob man solche Inhalte nur mit ensprechender Gegenwehr und Ernst zu behandeln hat."
Darum halte ich es, beim jetzigen Kenntnisstand, für unverantwortbar von der Referendarin.
Unverantwortbar und das muss unbedingt den Vorgesetzten gemeldet werden.
Aber wahrscheinlich ist das Thema sowieso bereits erledigt, weil entweder die Frau keine Konsequenzen zu spüren bekam und nun "Gras über die Sache" gewachsen ist oder die Frau ist längst - was macht man eigentlich mit einer Referendarin als Disziplinierungsmaßnahme?
Gut gemacht, daß Du nicht mitgemacht hast! Was wir brauchen, sind Leute, die noch selbstständig denken können und nicht gleich mitmachen, wenn einer vorne dran ruft: "So, und jetzt heben wir mal alle unseren rechten Arm! ... "
also falls die Lehrerin ein beispiel dafür geben wollte, eine eigene argumentation aufzubauen wäre das ja noch HALBWEGS verständlich
aber an sich ist das eine absolute Schande! Und Peinlich! Ich bin jetzt selbst 20 und ich kann mich noch dran erinnern, dass wir in der Oberstufe im Gymnasium das Thema wieder und wieder durchgekaut haben... aber nicht 1x hat unser Lehrer igrendein positives Wort über die Zeit fallen lassen, geschweige denn uns eine solche aufgabe gegeben.
Schade, dass Kayman nicht weiter auf die vielen sinnvollen Fragen (Beitrag 8, 13 und 20) eingegangen ist! Das ist doch das Entscheidende: Wie wird mit der angehenden Eskalation (auch ich habe an "Die Welle" gedacht) umgegangen? Inwiefern gab es eine Aufklärung, eine Einsicht der Schüler? Wie ist denn die Überzeugung der Mitschüler nach dieser Unterrichtseinheit?
All diese Fragen würde ich gerne beantwortet sehen, denn die Problematik der Unterrichtsgestaltung zum Thema "Argumente der NPD" wird doch für jeden Lehrer und Schüler einmal relevant sein...
Danke im Vorraus!
Also ich denke auch, dass es sinnvoll ist sich mit den NPD-Argumenten auseinanderzusetzen im Unterricht. Es bringt nichts einfach nur zu sagen "die sind böse". Und so wie die NPD versucht Kinder und Jugendliche an NPD-Wahlständen zu manipulieren oder auf Schulhöfen CDs verteilt, ist es wichtig mit Kindern diese Argumente durchzugehen.
Stellt euch mal vor:
ein Jugendlicher wird von einem Nazi angesprochen.
Kennt er seine Argumente kann er sie entkräften und sich so distanzieren.
Kennt er sie nicht, kann die NPD sich so präsentieren, wie sie es gern tut: unschuldig, missverstanden, als Opfer des Systems.
Es ist nötig Schüler aufzuklären und nirgends funktioniert das besser als in Rollenspielen.
Allerdings muss der Lehrer natürlich davor den Stoff stark thematisieren und auch danach mit den Schülern reflektieren. Man darf Schüler damit keinesfalls alleine lassen.