Politikforen.net – Wo Rassismus und Judenhass toben

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Und wieder einmal habe ich eine widerwärtige Seite gefunden, auf der man zumindest mitlesen kann, selbst, wenn man nicht angemeldet ist.

Dort wird gegen Migranten und jüdische Mitbürger gehetzt, was das Zeug hält. Der Betreiber der Seite und auch Foristen, die sich dort tummeln gehören angezeigt.

Das Forum überbietet was Volksverhetzung angeht, kreuz.net um einiges!

Auf dieser Seite werden auch die widerwärtigsten Comics abgebildet, die man sich denken kann.

Ich poste, obwohl es mir in der Seele weh tut hier einen Link, damit die Leser sich überzeugen können, dass solch Forum umgehend abgeschaltet gehört.

Mir wird es regelrecht sclecht, wenn ich Beiträge lese, wie sie ein Forist, der sich frundsberg nennt, schreibt.

Ich hätte nie gedacht, dass es Nazis von dieser Art überhaupt geben könnte, denn das ist nicht einmal annähernd ein Neonazi, das ist ein lupenreiner Altnazi!

Ich habe bereits die internetpolizei informiert und es wäre sinnvoll, wenn viele unserer Leser das auch machen würden, denn solche Foren gehören abgeschaltet.

Einige Foristen benutzen dort Landkarten, die Deutschland in gänzlich anderen Grenzen zeigen, welche das sind, das dürfte hier wohl jedem klar sein, der sich etwas mit rechtem Gedankengut auskennt.

Ich fordere dazu auf, dafür zu sorgen, dass die Internetpolizei mit Anzeigen überhäuft wird. Die Seite muss vom Netz!

Die Internetwache findet man übrigens hier

Und bitte verbreiten Sie das weiter, wo immer Sie können.

Kommentare

Da hast du offenbar den Tartaros des rechtsextremen Grauens ausfindig gemacht.

@MenschenZeitung
Habe mir den Link mal angesehen. Die Ausdrucksweise dieses Herrn "Frundsberg" ist wahrlich nicht die feine englische Art... andererseits ist hervorzuheben, daß er immerhin Belege anführt:) - - und Contra bekommt er schließlich auch! Es ist wie eine private Diskussion, nur in verschriftlichter Form. Ohne Frage werden hier Begriffe benutzt und Dinge angesprochen, die nach geltenden Gesetzen in der Bundesrepublik strafbar sind. In den USA würde man sich in diesem Fall auf die "freedom of speech" berufen können. Ich muß sagen, daß mir die amerikanische Denkweise sympathischer ist. Ich sähe es daher lieber, wenn Du dich in dem entsprechenden Forum selbst anmelden und Contra geben würdest (dies scheint eindeutig möglich ist!), als nach der Polizei zu rufen. Letzteres ist freilich bequemer...
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Wahre Toleranz beginnt da, wo es wehtut.

Die Seite ist nicht neu. Meines Wissens ist hier auch bereits vor einiger Zeit dazu gepostet worden. Bin mir aber nicht sicher.

Hallo MenschenZeitung,

habe mir diesen Link angeschaut und gleichzeitig mehrere Thread Themen verfolgt.
Was das Judentum und Israel betrifft, so sind die Aussagen mehr als dilettantisch. Es genügt nicht, dass man die Israelis als "die bösen Juden" bezeichnet, man muss es auch sachlich begründen können. Und damit haben die Threadsteller bei "c.politikforen.net" offenbar Probleme.

Dafür sollte man schon in Israel leben und arbeiten, oder zumindest dort oft und über einen längeren Zeitraum seinen Urlaub verbringen. Hat man dort auch noch Freunde, kommt ein weiterer Vorteil hinzu.

Und reicht der eigene Horizont nur für
den Weg zum Job Center und zurück, fehlt natürlich diese Erfahrung und somit kann man auch nicht alle Geigentöne treffen.
Macht ja auch nix ! Hauptsache die Botschaft ist antisemitisch verfasst, dann passt das schon, oder ?

Nun zu den "bösen Juden", die Illegale Einwanderer aus Israel ausweisen !

Israel, so sollte man wissen, ist gerade einmal so groß wie das deutsche Bundesland "Hessen" ! Nicht mehr und nicht weniger !
Dort leben knapp 8 Millionen Menschen. Nicht jeder Israeli ist automatisch ein Jude. Es leben dort auch Muslimen und Christen. Und selbst unter den Juden gibt es verschiedene Strömungen. Also arabische, armenische, orthodoxe Juden usw, usw. Ist aber jetzt auch nicht wichtig.

Es geht darum, dass Israel von seiner Flächengröße her keine 50 000-100 000 Illegale Einwanderer aufnehmen kann !
Jeder Einwanderer wünscht für sich und seine Familie Arbeit und Wohlstand. Das ist auch sein gutes Recht.

Dafür aber müssten in Israel 60 bis 100 000 neue Arbeitsplätze für mehr oder weniger ungelernte Arbeitskräfte entstehen.
Selbst wenn man das in Israel schaffen würde, wäre somit das Problem Einwanderung noch nicht gelöst. Dann kämen morgen weitere 100 000 und übermorgen 200 000 ect.pp.

Israel handelt nicht aus Rassismus, sondern ganz einfach weil die Infrastruktur des kleinen Landes solche Vorhaben nicht zulassen.

http://www.israelnetz.com/innenpolitik/detailansicht/aktuell/illegale-ei...

Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen, oder ?

http://www.focus.de/politik/deutschland/tunesien-fluechtlinge-bayern-dro...

http://www.focus.de/politik/ausland/visa-streit-frankreich-stoppt-zug-mi...

Hier ein Beitrag vom Bundesamt für politische Bildung !

http://www.eurotopics.net/de/home/presseschau/archiv/magazin/politik-ver...

http://www.netzwerk-regenbogen.de/menasy121211.html

Fazit: Wenn die Außengrenzen Europas einer Festung gleichen, so ist alles im grünen Bereich. Wenn aber Israel Illegale Einwanderer abschiebt, so kann man sofort beobachten, wie antisemitische Hetzer und Judenhasser aus ihren Kellerlöchern kriechen um ihr Gift zu versprühen.

Gäbe es keine Juden, so hätten diese Leute massive Probleme mit ihrer Selbstfindung !

Beste Grüße

Ghostrider

Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz !

Hallo MenschenZeitung,
vielen Dank für deinen Beitrag, ich glaube die Seite ist sicherlich unerträglich, aber ich möchte mich so ungern dort anmelden, das widerstrebt mir total. Damit ich da mitreden kann muss ich das aber wohl.... ;-(
Was mich allerdings leider nicht wundert, ist die Tatsache an sich dass es solche und sicherlich noch mehr so eklige Seiten gibt - du brauchst hier leider nur in eine normale Gaststätte grad auch auf dem Land zu gehen und dich in die Nähe der Stammtische zu setzen. Ich habe da Dinge gehört, die ich hier gar nicht wiedergeben kann (ein der "harmloseren" Bemerkungen eines "honorigen anständigen deutschen Bürgers": den XY ham's auch vergessen in Auschwitz zu vergasen!)
Oder die Doku die ich gesehen habe (siehe meinen Diskussionsbeitrag) - was diese Nazibands da singen - eigentlich gröhlen - ist wirklich widerlich.
Und das sind alle die, die sich dann auf solchen schrecklichen Seiten zu Wort melden. Wenn ich mich dann hoffentlich bald überwunden hab und angemeldet hab auf dieser von dir genannten Seite, dann melde ich mich wieder.
@Kankalöf: Irgendwo hört die Meinungsfreiheit aber auch auf - findest du es echt ok wenn jemand - weil ja meinungsfrei - öffentlich äußert dass die vergessenen Juden noch vergast gehören so wie alle Türken Schwulen Nigger (Textauszüge einer Naziband) und das Blut (dass der Juden und Ausländer) knüppelhalgeldick fließen muss??? Du bist wirklich sehr tolerant - gefällt mir persönlich nicht so gut (meine Meinungsfreiheit ;-))

Hi,
ich melde mich hin und wieder dort an um die braunen Penner zu verarschen. Zur Zeit habe ich einen Account (vistar) den sie alle paar Tage sperren. Dabei habe ich noch gar nicht richtig aufgedreht, lediglich vorsichtige Kritik geübt, und sogar einen leichten Antisemitismus durchscheinen lassen. Dieses Forum ist in jeder Hinsicht mekwürdig.

Btw, das Ausweichboard der Nazis: www.politikarena.net
Dort wandern sie hin wenn sie im HPF mal kurz gesperrt sind und hetzen weiter.
Die "Politikarena" ist ein ganzes Stück abstoßender als das HPF, wie ich finde.

Die Politikarena ist wirklich ekelhaft, was ich dort gelesen habe fand ich einfach nur zum Kotzen.
Ich hatte mich dort mit dem Namen einer französischen Widerstandskämpferin, die im zweiten Weltkrieg für die SOE arbeitete, angemeldet, und bekam direkt nach meinem ersten Beiträg Sachen zu hören wie "Was fällt dir ein, dich dort mti einem solchen deutschfeindlichen Nickname anzumelden?
Dann versuchten sie mir ausführlich zu erklären, dass ja eigentlich die Widerstandskämpfer, also die Partisanen, im zweiten Weltkrieg die Bösen gewesen seien, die die Bevölkerung terrorisiert hättten, und die SS Männer wären alles anständige Leute gewesen, die diese Zivilisten nur vor den bösen Partisanen retten wollten. Ich hätte kotzen könne, so wiederlich ist es in diesem Forum, Holocaustleugnungen, Beschimpfungen gegen Partisanen, die dort als Terroristen BEzeichnet werden, ein extra Thema nur zur Holocaustleugnung und dann noch einen sogenannten Kriegsheldenstrang, in dem Verbrecher wie Goebbels und Himmler als Helden verherrlicht werden.
Dieses forum ist das ekelhafteste was ich bisher gesehen habe im Internet.
Ich wurde dort jetzt für drei Tage gesperrt, weil den Braunen meine Meinung nicht so ganz gepasst hat, schon mein name ist ihnen ja sauer aufgestoßen.
Und schaut mal in das Thema "Kriegsvebrechen von Partisanen", da wird euch einfach nur schlecht, was manche da so für einen mist schreiben.

Die Braunen kann man am besten ärgern,wenn man sich einen Account mit dem Namen "WinstonChurchill" anlegt, den hassen sie wie die Pest...und ihnen dann so richtig unter die Nase reibt, dass Hitler den Krieg verloren hat.
Oder ein Thema aufmahct "WAr Hitler homosexuell", dann springen die alle regelrecht an die Decke.

Churchill ist sicher nicht schlecht, "ArthurHarris" oder "IljaEhrenburg" dürften ihre Wirkung aber auch nicht verfehlen... :-)

Und wie man die Rechten wirklich zur Weißglut bringen kann..indem man in ihren Foren einen Strang mit dem Titel "War Adolf Hitler homosexuell" eröffnet...da drehen die fast durch vor Wut, und schreiben ellenlange Beiträge, in denen sie einem erklären, dass er eben einfach nur Eva Braun treu und keineswegs schwul war. Die regen sich richtig auf, wenn man so einen Strang aufmacht. :)
so kann man sie richtig ärgern.

...es stellt sich allerdings die Frage, ob man unbedingt "braun" sein muss, um Pseudonyme wie "Ilja Ehrenburg" oder "Arthur Harris" geschmacklos zu finden.

Oder, anders gesagt: Sollten "Braune" im Wesentlichen die einzigen sein, die mit Ilja Ehrenburg und Bomber-Harris ein Problem haben, wäre das traurig und ein Armutszeugnis für die Übrigen.
Was Churchill betrifft: Dieser hat auf dem Totenbett selbst die Bilanz seines Lebens gezogen - und hat sich dabei einmal mehr als scharfsichtiger Beobachter erwiesen.

Ehrenburg und Harris sind ohne Zweifel herausragende Persönlichkeiten des antifaschistischen Befreiungskampfes gegen die Nazis und ihre Kollaborateure. Wer die Verwendung dieser namen geschmacklos findet, mag sich dünken, was er wil, ist aber ein mentaler Kollaborateur der Nazis und scheint der dümmlichen Vorstellung anzuhängen, man hätte sich des braunen Gesindels mit dem Werfen von Wattebäuschen entledigen können...

Das Wort hat: Ilja Ehrenburg

"Die Deutschen sind keine Menschen. Von nun an ist das Wort „Deutscher“ für uns wie ein entsetzlicher Fluch. Von jetzt an lässt das Wort „Deutscher“ das Gewehr von allein losgehen. Wir werden nichts sagen. Wir werden uns nicht empören. Wir werden töten. Wenn du nicht pro Tag wenigstens einen Deutschen getötet hast, war es ein verlorener Tag. […] Wenn du den Deutschen nicht tötest, tötet er dich. Er nimmt deine Nächsten und quält sie in seinem verfluchten Deutschland. […] Wenn du den Deutschen leben lässt, hängt er den russischen Mann auf und schändet die russische Frau. Wenn du einen Deutschen getötet hast, töte einen zweiten – nichts stimmt uns froher als deutsche Leichen. Zähle nicht die Tage. Zähle nicht die Werste. Zähle nur eins: die von dir getöteten Deutschen. Töte den Deutschen! bittet dich die alte Mutter. Töte den Deutschen! fleht dich das Kind an. Töte den Deutschen! schreit die Heimaterde. Ziel nicht vorbei. Triff nicht daneben. Töte!"

Wenn man das geschmacklos findet, ist man deiner Meinung nach ein "geistiger Kollaborateur der Nazis". Fragt sich, wes geistiger Kollaborateur man ist, wenn man das NICHT geschmacklos findet. Fragt sich ferner, ob es nur "Kollaborateure" (Typ A oder Typ B) gibt?

Ist der II. Weltkrieg Geschichte?

Das Problem scheint mir hier zu sein, dass einige den Krieg auf der mentalen Ebene weiterführen und von jedem anderen erwarten, sich voll und ganz auf eine Seite zu schlagen, Partei zu ergreifen, Partei zu sein. Man kritisiert Maßnahmen der russischen Kriegsführung "die d er Niederringung des 'Faschismus' führten"? Dann ist man "mentaler Kollaborateur der Nazis". Man kritisiert Maßnahmen der deutschen Kriegsführung "welche der Niederringung des 'Bolschewismus' dienen sollten"? Dann ist man ein "geistiger Kollaborateur der Bolschewiken". Prinzip: Bist du nicht für die mich, bist du gegen mich. Es wird einem nur die Wahl gelassen, entweder Nazi oder Bolschewik zu sein. Deutsche und Russen scheinen nicht zu interessieren. Menschen, die von ihren totalitären Machthabern gezwungen wurden, in den Krieg zu ziehen, werden in Gute und in Böse eingeteilt. Ein abgewogenes Urteil scheint nicht erwünscht zu sein. Wie im Krieg: Man muss entweder die Propaganda des Völkischen Beobachters oder der Prawda nachbeten. Und wie ist es mit den Napoleonischen Kriegen, dem Dreißigjährigen Krieg oder den Perserkriegen? Schmeißen sich die Historiker da auch gegenseitig Verbalinjurien an den Kopf? "Wohl etwas angewelscht, der Herr?!", "verdammter Papist, sie!" oder "Halten Sie den Mund, sie persischer Kollaborateur!". Nein, das tun sie nicht. Und warum nicht? Weil die Napoleonischen Kriege , der Dreißigjährige Krieg und die Perserkriege Geschichte sind. Den Zweiten Weltkrieg wollen einige offenbar nicht Geschichte sein lassen.

antifaschistischer Befreiungskampf

die formel vom antifaschistischen Befreiungskampf hat der gegnerischen parole vom kampf gegen den Bolschewismus nur eines voraus: dass ihre Protagonisten den krieg gewonnen (und mithin auch die geschichte geschrieben) haben. In Wahrheit ging es wie in jedem krieg um wirtschaftliche und geopolitische einflusszonen.

Mitreißende und motivierende Worte von Ehrenburg vor dem Hintergrund der anfänglichen großen Verluste der Sowjetunion nach dem Überfall durch die Nazis an Territorium und Armee und dem unbarmherzigen, verbrecherischen Völkerordwüten der Wehrmacht auf ihrem Vormarsch. Zur Erinnerung: Der Krieg im Osten wurde als Vernichtungskrieg gegen die slawischen Untermenschen konzipiert und auch organisiert. Dieses Konzeptionierung wiederum wurde übrigens gar nicht von den Nazis besorgt, sondern von jenen rechtskonservativen Kreisen der Wehrmachtführung, die schon gegen Ende der Dreißiger Jahre im Verborgenen gegen das Naziregimes opponiert und an Putschülänen gearbeitet. hatten. Maßgeblich in diesem Zusammenhang Fritz Halder, späterer Mitverschwörer Stauffenbergs aber eben auch einer der maßgeblichen Architekten des "Vernichtungskrieges gegen die slawischen Untermenscen" und des "Kommissarbefehls".

Wiki würdigt die Arbeit Ehrenburgs un anderer: "Die riesigen Verluste an Menschen und Gebieten, die die Sowjetunion 1941 in den ersten Monaten des deutschen Überfalls hinnehmen musste, hatten demoralisierende Wirkung auf die Rote Armee. Und der in der sowjetischen Propaganda vertretene Faschismusbegriff, nach dem der Nationalsozialismus allein als Projekt des Finanzkapitals, keineswegs aber der Masse der Bevölkerung erschien, hatte bei vielen Rotarmisten ein unrealistisches Bild der Wehrmacht erzeugt. Die Vorstellung, die einfachen Soldaten der Wehrmacht würden sich bei einem Krieg auf die Seite der russischen Revolution schlagen, war verbreitet.[61] Dazu kamen die abrupten Politikwechsel im Zusammenhang des Hitler-Stalin-Pakts. In dieser verzweifelten Situation erschien den sowjetischen Schriftstellern und Propagandisten, von Alexei Tolstoi über Michail Scholochow und Konstantin Simonow bis zu Ehrenburg, die Parole des Hasses auf die deutschen Invasoren als das einzige Mittel, die Kampfkraft der Truppen zu stärken."

Da Ehrenburg dabei offensichtlich sehr erfolgreich war und seine Aufrufe auch bei den westlichen Alliierten sehr bekannt waren, trug ihm das u.a. den Dank und die Würdigung des französischen Volkes ein, das ihm durch Charles de Gaulles das Offizierskreuz der Ehrenlegion verlieh.

Für den Hass der deutschen Rechten dürfte auch mit maßgeblich sein, dass Ehrenburg als Jude von Beginn an an einem "Schwarzbuch" der deutschen Nazigräul an den sowjetischen Juden arbeitete und damit maßgeblich zur Dokumentation dieser Verbrechen für die Nachwelt beitrug.

Die Formel vom antifaschistischen Befreiungskampf hat der Euphemisierung der Nazibarbere als "antibolschewistischem Kampf ein Menge voraus...

Erstmal in der Tat, dass dieser Kampf erleichternder Weise siegreich war und uns jene politischen verhältnisse bescherrt hat, unter denen Deutschland sich so erfolgreich und zivilisiert ab 45 und dann ab 90 entwickeln konnte. Das würde ich mit diesem "nur" gar nicht so kleinreden... :-)

Und gemessen an diesem Resultat ging es wohl eher um Zivilisation oder Barbarei und den Nazis auch nicht einfach um mehr "Einflusszonen, sondern die Durchsetzung des Herrschaftsanspruchs der Herrenrasse gegeüber als degeneriert oder "untermenschlich" abqualifizierten "Feinden". Insofern ist es auch albern, grotesk und als Selbstentlastung leicht durchschaubar, den 2. Weltkrieg zu einem "normalen" Krieg umzuschwafeln.

Aber maßgeblich ist tatsächlich das erfreuliche Resultat: Das Totalversagen, das vollständige "losen" der selbsternannten Herrenmenschen. :-)

Auf "mentaler Ebene" wird natürlich nicht die Ereignisgeschichte des Krieges von manchen, sondern von allen die Auseinandersetzung um die Lehren und Konsequenzen aus der Nazibarbarei weitergeführt. Auch von dir übrigens.
Und du verhunzt deine Position sofort mit einer völlig abwegigen und unangemessenen Frontstellung. Haben sie dich den völlig nutzlos in den Geschichtsunterricht geschickt? Denn im 2. Weltkrieg standen sich nicht deutscher Faschismus und russischer Bolschewismus gegenüber, sondern die deutsche Nazibarbarei der gesamten zivilisierten Welt. Wenn dir die "Prawda" nicht so usagt, könntest du ja auch in der Washintoner Post oder dem Guardian herumschmökern...
Und ja, mitunter lässt die Ereignisdynamik der Geschichte keinen weiteren Raum dafür, sich in äquidistante Neutralität zurückzuziehen, ohne sich zum Kollaborateur der einen oder anderen Seite zu machen.

"unter denen Deutschland sich ab 45 so erfolgreich..."

ich will ja nicht kleinlich sein. 45? oder doch eher 49? schwamm drüber. aber Deutschland? ganz Deutschland? ich glaube, da hast du eine Kleinigkeit ausgeblendet. und das stalinsche Gulag-System zählte also tatsächlich zur "zivilisierten welt"? wer hat hier die rosa brille auf? kleiner tipp, ich bins nicht.
der Geschichtsunterricht hat bei mir übrigens zumindest insofern gefruchtet, dass ich geschichte studiert habe. mit abschluss ("gut"). im gegensatz zu dir bin ich aber der Meinung, dass man 1. geschichte nicht zur legitimation gegenwärtiger Politik missbrauchen sollte und 2. dass man aus geschichte nur lernen kann, wenn man zur abstraktion und zu tranferleistungen im stande ist. und aus der geschichte des 20. Jahrhunderts lässt sich wesentlich mehr lernen als das, was du da so erzählst und was zwar zweifelsohne voll auf Linie einer volkspädagogischen geschichtserzählung zur Legitimation herrschender Verhältnisse liegt, was aber gerade deswegen auch an der Oberfläche bleibt. und wehe, man kratzt daran. Schulbücher wurden freilich immer schon so gemacht. am besten ist es wohl, du fasst einmal ganz kurz zusammen, was deiner Meinung nach die lehren aus der geschichte des 20. jhds sind. ich bin gespannt.

Aus Geschichte lernen

Lieber Vorposter (Simon?),

ich weiß gar nicht, an wen von uns sich Atze(?) hier eigentlich wendet, aber ich glaube, dass wir, was das Thema "Lernen aus Geschichte" anbetrifft ziemlich gleichauf liegen.
"Erkennen, dass das Handeln von Menschen auf der Basis der jeweiligen zeitgenössischen Wertvorstellungen erfolgt" ist eine der Kompetenzen, die lt. Niedersächsischem Kerncurriculum für den Geschichtsunterricht von Schülerinnen und Schülern der Gymnasien erworben werden sollen (woher weiß ich das wohl so genau? ;-)...). Es ist eigentlich verwunderlich, dass Politiker diese Formulierung so abgesegnet haben. Ist ihnen denn bewusst, dass dies nicht nur für vergangene Generationen gilt? Auch wir (oder zumindest die meisten von uns) sind Kinder unserer Zeit. "Wir" sind überzeugt davon, klüger als unsere Vorfahren zu sein. Hexenwahn? - Mit uns nicht zu machen! Diktatur? Totalitarismus? Völkermord?Entrechtung? - wir würden die Anzeichen erkennen und rechtzeitig einschreiten! WIR haben schließlich aus der Geschichte gelernt! WIR erkennen die Gefahren sofort! Schließlich wissen wir ja, wie die Gefahr aussieht: Wir kennen ja die Bilder von Hexen, Inquisitoren und Scheiterhaufen. Und - sieht hier irgend jemand Scheiterhaufen? Nein? Dann ist ja alles in Butter. Und was die Gefahr für Demokratie, Rechtsstaat usw. anbetrifft: Sie ist doch leicht auszumachen, man erkennt sie sofort - an ihrem braunen Gewand. Wir müssen nur immer fleißig Ausschau halten nach diesem braunen Gewand, dann kann uns nichts passieren. Dann werden Freiheit, Rechtsstaat, Demokratie und, so Gott will, auch Frieden in alle Ewigkeit herrschen. Wir müssen nur immer fleißig Hakenkreuze an der Schultoilette übermalen, zu NoPegida-und "Bunt-statt-Braun"-Demos gehen, Nachbarn per Flugzettel aufklären, "wo Nazis wohnen", ihre Häuser kennzeichnen, sie an den Unis enttarnen. Und im übrigen müssen wir auf "Mutti" vertrauen. Sie weiß, was uns frommt. Sie hat schließlich auch einen Informationsvorsprung, und meint es gut mit uns. Nein, wir sind nicht so blöde Untertanen wie unsere dämlichen Vorfahren!
Ist es also diese Erkenntnis, die wir aus dem Geschichtsunterricht mitnehmen sollen? Der Text des Kerncurriculums sagt etwas anderes: Wenn wir ihn ernst nehmen, bedeutet er, dass auch wir uns bewusst sein müssen, dass unsere Weisheit Grenzen hat und dass auch wir in unserer Zeit quasi gefangen sind. Die Überzeugung, klüger zu sein als vergangene Generationen, und genau zu wissen, wo die Gefahr für die Werte lauert, die man aufgrund seiner eigenen Erziehung für die einzig wahren hält, und woran man die Gefahr erkennt (am braunen, gelben, roten, schwarzen Gewand) - diese Überzeugung besaßen auch schon alle Generationen vor uns. Hatten sie aus Geschichte gelernt (wie man ihnen weismachte)! Nein - sie hatten Geschichtserzählungen auswendig gelernt. Und stolz traten sie vor ihre politischen Führer um sich ihre Fleißkärtchen abzuholen. Und manchmal bekamen sie sogar das Köpfchen gestreichelt uns die Wange getätschelt. Klingelt's bei diesem Bild?
Und dann kam er wieder einmal, wie er durch die Jahrhunderte immer wieder kommt: Der Tag, an dem alles anders wird ("...und man wird stammeln nur: wir haben uns geirrt"). Nichts ist für die Ewigkeit. Insbesondere nicht die Erkenntnis, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Wir alle sind Sisyphos. Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis, die man aus Geschichte lernen kann.

hallo vorposter und hallo atze!

zunächst an dich, lieber vorposter: die demut eines sisyphus täte uns tatsächlich manchmal ganz gut. natürlich ist es frustrierend, sodass gut nachvollziehbar ist, dass mancher lieber seinem denken, streben und tun sinn verleiht, indem er in irgendwelchen, möglichst wohlgelittenen Ideologien und Gedankengebäuden aufgeht.
an atze eine frage: du spricht im zusammenhang mit meiner Argumentation von "selbstentlastung". warum sollte ich mich selbst entlasten wollen? ich habe den krieg nicht geführt. nichtmals meine vorfahren müsste ich entlasten. die standen nämlich auf der seite der "zivilisierten welt", wie du sie nennst.

"Für die Herrenrasse!"

Da ist aber einer der Nazipropaganda gewaltig auf den Leim gegangen. Klar - der zweite Weltkrieg wurde geführt für den Sieg der Herrenrasse gegen den Untermenschen. Oder, nach anderer Lesart, für den Sieg der Menschheit gegen das faschistische Untier. Oder, nach noch wieder anderer Lesart für den Sieg der Zivilisation über die Barbarei.
Es ist nun mal so, dass Soldaten lieber für irgendwelche großspurigen ideologischen Ziele in den Krieg ziehen (und von der propagandistisch aufgehetzten Heimatfront unterstützt werden) als für popelige Wirtschaftsinteressen. Ist heute eigentlich immer noch so. Und natürlich erzählt man ihnen dann (je nachdem, was gerade in welchem Land en vogue ist) irgendwelches verquere Zeugs, z.B. das sie "die Herrenrasse verkörpern" und dass der Feind der letzte Auswurf der Menschheit ist - so was schmeichelt dann ja auch, nicht wahr? Das ist ideologischer Überbau, Propaganda, Opium fürs Volk. Schlimm genug, das viele es damals ernst nahmen. Aber heute immer noch damit zu operieren? Ich möchte doch sehr bitten!...

noch schlimmer...

wie mir jetzt aufgeht, ist es ja noch schlimmer: Nicht nur der Nazipropaganda bist Du da auf den Leim gegangen, sondern eigentlich der gesamten Propaganda sämtlicher beteiligter Mächte und Kriegsparteien! Alle großspurig verkündeten ideologischen "Kriegsziele" nimmst du für bare Münze - die eigentlichen Ziele dahinter jedoch hältst du für sekundär...grotesk! Es liest sich, als hättest du die Geschichte des zweiten Weltkriegs anhand deutscher, sowjetischer und westlicher Propagandaplakate und Wochenschauen in dich aufgenommen...

Interessante Debatte

Das ist ja eine interessante Debatte hier - schön, daß mal wieder was los ist im Forum ;-)
"Der Zweite Weltkrieg, dargestellt anhand deutscher, westlicher und sowjetischer Propagandaplakate und Wochenschauen: Kriegsziele, Feindbilder, Zukunftsvisionen" (oder so ähnlich) - das wäre wirklich ein lohnendes Thema für eine Semesterarbeit, vielleicht sogar Examens- oder Doktorarbeit. So naheliegend, daß es dergleichen vermutlich bereits gibt. In einer solchen Arbeit sollte auch der Frage nachgegangen werden, inwieweit nicht nur die einfachen Soldaten, sondern höchste Kreise bis hin zu den Staatenlenkern ihre eigene Kriegspropaganda geglaubt haben. Liest man z.B. "Mein Kampf", drängt sich einem ja schon der Eindruck auf, daß Hitler wirklich von der Existenz des "Untermenschen" überzeugt war. Jedenfalls während der Zeit, als er "Mein Kampf" schrieb. Ein bißchen komisch ist es allerdings schon, daß er sich später zeitweise mit eben jenem "Untermenschen" verbündete und sämtliche diesbezügliche Propaganda einstellen ließ, um sie später anläßlich des Rußlandfeldzuges wiederum aus der Mottenkiste holen zu lassen. Offenbar konnte der russische "Untermensch" im Verlauf des Krieges auch eine Art "rassische Mutation" durchlaufen, sofern er nur zu den Fahnen des Generals Wlassow überlief. Biologische Mutation durch militärischen Seitenwechsel gewissermaßen (die Natur steckt doch immer noch voller Geheimnisse!). Ähnlich verhält es sich wohl mit der bosnischen SS-Division "Handschar": Man muß nur auf der "richtigen" Seite kämpfen, dann ist man kein "Tschusche" mehr, sondern ein "Arier" mit Fez. Und der (lt. "Mein Kampf) "total verniggerte" Franzmann darf auch gern in Gestalt der Division Charlemagne die letzten rauchenden Trümmer Berlins verteidigen. Es geht doch nichts über weltanschauliche Flexibilität...

Interessante Debatte

Das ist ja eine interessante Debatte hier - schön, daß mal wieder was los ist im Forum ;-)
"Der Zweite Weltkrieg, dargestellt anhand deutscher, westlicher und sowjetischer Propagandaplakate und Wochenschauen: Kriegsziele, Feindbilder, Zukunftsvisionen" (oder so ähnlich) - das wäre wirklich ein lohnendes Thema für eine Semesterarbeit, vielleicht sogar Examens- oder Doktorarbeit. So naheliegend, daß es dergleichen vermutlich bereits gibt. In einer solchen Arbeit sollte auch der Frage nachgegangen werden, inwieweit nicht nur die einfachen Soldaten, sondern höchste Kreise bis hin zu den Staatenlenkern ihre eigene Kriegspropaganda geglaubt haben. Liest man z.B. "Mein Kampf", drängt sich einem ja schon der Eindruck auf, daß Hitler wirklich von der Existenz des "Untermenschen" überzeugt war. Jedenfalls während der Zeit, als er "Mein Kampf" schrieb. Ein bißchen komisch ist es allerdings schon, daß er sich später zeitweise mit eben jenem "Untermenschen" verbündete und sämtliche diesbezügliche Propaganda einstellen ließ, um sie später anläßlich des Rußlandfeldzuges wiederum aus der Mottenkiste holen zu lassen. Offenbar konnte der russische "Untermensch" im Verlauf des Krieges auch eine Art "rassische Mutation" durchlaufen, sofern er nur zu den Fahnen des Generals Wlassow überlief. Biologische Mutation durch militärischen Seitenwechsel gewissermaßen (die Natur steckt doch immer noch voller Geheimnisse!). Ähnlich verhält es sich wohl mit der bosnischen SS-Division "Handschar": Man muß nur auf der "richtigen" Seite kämpfen, dann ist man kein "Tschusche" mehr, sondern ein "Arier" mit Fez. Und der (lt. "Mein Kampf) "total verniggerte" Franzmann darf auch gern in Gestalt der Division Charlemagne die letzten rauchenden Trümmer Berlins verteidigen. Es geht doch nichts über weltanschauliche Flexibilität...

Der faule Redaktionspraktikant könnte mal wieder Beiträge freischalten... :-)))

Lieber Atze Es gibt keinen Redaktionspraktikanten und keine Redaktionspraktikantin der oder die die Kommentare bearbeitet sondern nur die kleine Redaktion von Fussball-gegen-Nazis, die sich den Kommentaren immer dann annimmt, wenn es Zeit dafür gibt. Das hat nichts mit Faulheit sondern Arbeitsüberlastung zu tun! Und da ihr untereinander eure Comments lesen und beantworten könnt, ist die Veröffentlichtung erst mal halb so wild. ;-)