Frage

NS-im Geschichtsunterricht

Bild von thenextstar

Haben letzdes Schuljahr einen älteren geschichts und klassenlehrer gehabt(aus der nachkriegsgeneration) mit dem wir desöfteren propaganda und ns filme gesehen haben. Der Lehrer selber behauptet er sei nicht rechts eingestellt/was ich ihm glaube denn er gibt hergezogene mitmenschen genauso gerrechte noten wie anderen. Trotzdem weiß ich nicht was es von nutzen ist einen Film wie Kolberg oder ähnliches zu im Geschichtsunterricht zu kuken ohne eine kritische ausseinandersetzung danach zu bearbeiten!(vor allem nicht wenn wir russische austauschschüler als Besuch haben und die das total falsch verstanden!

Die Filme haben zwar keine Wirkung auf irgedeinen mitschüler (zum glcük) aber trotzdem möchte ich die frage stellen ob sowas überhaupt erlaubt ist?

erschienen am Sonntag, 02.11.2008, 21:02

Leser-Kommentare ()

  1. Bild von NichtDieMama

    Es ist natürlich komisch, dass der Lehrer den Film ganz ohne Kommentar gezeigt hat. Wurde denn in der Klasse über den Film geredet?

    Ein großer Teil der Filme ist wohl erlaubt. Es gibt aber auch sogenannte Vorbehaltsfilme, die nicht ohne erläuternde Kommentierung aufgeführt werden dürfen, aber es gibt eben auch Filme, bei denen kein Kommentar nötig ist. Die zeigen einfach aus sich heraus, wie idiotisch die Nazis eigentlich waren.

    Den Film Kolberg kenne ich persönlich nicht, aber laut dem Wikipediatext sollte er wohl damals in einer ganz bestimmten Situation(am Ende des Krieges) eine bestimmte Propagandawirkung erzielen. Diese Situation haben wir ja heute nicht mehr.

    Zitat aus Wikipedia:

    "Mittlerweile wird das deutsche Publikum aber als hinreichend politisch aufgeklärt angesehen. Der Film war deshalb bei seiner Fernsehausstrahlung auf ARTE in seiner originalen Form zu sehen."

    Gut, ARTE ist nicht gerade an Schüler gerichtet, aber ich vertraue der Programmdirektion in diesem Punkt schon. Ich selbst mache mir da keine großen Sorgen. Oder wie der Franke sagen würde: "Bassd scho" ;-)

    --
    Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

  2. Bild von Kunert Dennis

    Also bei aller Liebe. Den Film Kolberg habe ich selbst gesehen, durchaus interessant und nicht schlecht gemacht.
    Dass er natürlich eine propagandistische Absicht verfolgte, nämlich den Aufruf an das deutsche Volk zum Kampf um seine Existenz wie das Regime sie verstand kommt natürlich klar zum Ausdruck.
    So etwas sollte man doch wohl in der heutogen Zeit verstehen, ohne sofort zu jammern.
    Dem Schreiber empfehle ich aber etwas an seiner Rechtsschreibung zu tun, Fehler kommen immer vor, aber so viele, ich weiß nicht.
    Was soll im übrigen daran verboten sein sich mit solchen Themen auch an Originaldokumenten auseinander zu setzen ?
    Die russ. Filme von Eisenstein sind auch handfeste kommunistische Propaganda und trotzdem interessant,

  3. Bild von Bogo

    Kunert
    Es werfe den ersten Stein...
    Meine Güte, ihr Text strotzt doch auch nur so von Fehlern.
    Das hat doch gar nichts mit dem Thema zu tun.

    @the next
    Da es nun ein älterer Lehrer ist
    (schon mit einem Fuß im Ruhestand), und sie ja selbst sagen das er nicht rassistisch ist, kann es höchstens den russischen Schülern geschadet haben. Haben die Schüler untereinander diskutiert?

  4. Bild von Kunert Dennis

    Bogo. das war die Sache mit dem Splitter...

    Liebe Besucher,
    wir bitten Sie, persönliche Anfeindungen zu unterlassen und zu einer sachlichen Diskussion zurückzukehren.
    Moderator_MH

  5. Bild von Jan1

    Ich verstehe nicht ganz, was die Aussage 'älterer Lehrer' mit dem Thema NS-Geschichte zu tun hat. Wie Sie selber sagen, stammt dieser Lehrer aus der Nachkriegsgeneration, hat also mit dem NS-Regime genausowenig zu tun wie Sie selbst. Ich stamme auch aus dieser Nachkriegsgeneration (1949) und hatte viele Lehrer, die sehr eindrucksvoll aus ihrer unmittelbaren Erfahrung im NS-Alltag berichten konnten. Und nicht nur Lehrer - das gilt natürlich auch für unsere Eltern die in dieser Zeit gelebt und gelitten haben. Der geschichtliche Hintergrund war einfach noch näher, unmittelbar präsent. Ich kann mir vorstellen, dass es auch andere, negative Beispiele gab (die ich selbst nie erlebt habe), glaube aber doch, dass gerade unsere Generation aufgrund dieser zeitlichen Nähe viel geschichtsbewusster aufgewachsen ist als die Generationen danach. Ich weiß natürlich nicht, wie ihr Lehrer den Geschichtsunterricht gestaltet. Aber ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass er NS-Filme zeigt, ohne sie zu kommentieren bezw. im Unterricht zu diskutieren.

  6. Bild von Axel

    Das Passt gut zum Thema:

    farrer Viktor R. Kirsch aus Kahlenbergerdorf, Österreich:

    "Zum Recht des Wahrheitssuchenden gehört es, zweifeln, forschen und abwägen zu dürfen.
    Und wo immer dieses zweifeln und wägen verboten wird, wo immer Menschen verlangen, daß an sie geglaubt werden muß, wird ein gotteslästerlicher Hochmut sichtbar, der nachdenklich stimmt.
    Wenn nun jene, deren Thesen sie anzweifeln, die Wahrheit auf ihrer Seite haben, werden sie alle Fragen gelassen hinnehmen und geduldig beantworten. Und sie werden ihre Beweise und Akten nicht länger verbergen. Wenn jene aber lügen, dann werden sie nach dem Richter rufen. Daran wird man sie erkennen. Wahrheit ist stets gelassen. Lüge schreit aber nach irdischem Gericht!"

  7. Bild von Bogo

    Wahrlich Axel,
    Diesen Gedanken des Pfarrers hätte ich gern in dem "Pro Bewegung" Thread.

  8. Bild von Axel

    Haben die auch einen?

  9. Bild von blaumeise1

    naja also einen Film über so ein Thema zu zeigen und nachher nicht darüber zu diskutieren würde in vielen Klassen (dummerweise auch in meiner) zu großer Belustigung von einigen Leuten führen, zu sehen wie Schwarze, Juden und andere umgebracht werden...
    Aber:
    man sollte auch unbedingt unterscheiden zwischen einer Diskussion aus dem Lehrbuch und einer Diskussion aus Skepsis von Schülern und Lehrern unterscheiden.
    VIele Lehrer nehemn einfach die Leitfragen aus dem Buch, die meistens so platt sind, dass außer dem Klassenstreber eh keiner mitmacht. Aber im Moment können wir zum ersten Mal den Unterschied merken. Kritische Fragen, aber trotzdem verständlich und alltagsbezogen und wirklich jeder hat mitgemacht. Naja auf jeden Fall ist Diskussion nicht gleich Diskussion und manchmal kann/sollte man es vielleicht wirklich einfach sein lassen.

  10. Bild von thenextstar

    Warum meckern immer alle über meine Rechtschreibung? :D:D:D:D
    Ich Entschuldige mich dafür, aber ihr wurdet nicht dazu gezwungen meinen Text zu lesen.

    Es stimmt schon das der Lehrer nicht rechts ist.
    Trotzdem war ich mir nicht sicher, ob es erlaubt ist so einen Film zu zeigen.

  11. Bild von NichtDieMama

    Ja, die gute alte Rechtschreibung... Das ist häufig ein "Killerargument". Darüber würde ich einfach hinwegsehen. Gerade in dem hier gezeigten Fall zeigt es sich, dass es bei denjenigen, die über die Rechtschreibung anderer Meckern, selbst gar nicht so weit her ist.

    "Dem Schreiber empfehle ich aber etwas an seiner Rechtsschreibung zu tun"

    Wo ist der Fehler? ;-)

    Wie auch immer - Kolberg selbst ist kein wirkliches Problem, auch wenn der Lehrer möglicherweise mit einem Preußisch-zackigen Unterrichtsstil aufwartet. Heftig wäre es bei Vorbehaltsfilmen gewesen - damit hätte er sich unter Umständen strafbar gemacht.

    --
    Baby Sinclair provozierte seinen Vater Earl indem es ihn "nicht die Mama" nennt und somit die Beschreibung Papa umgeht.

  12. Bild von morgaine

    Hmh, was ich auch nicht wirklich verstehe, warum ein älterer Lehrer, der wahrscheinlich ein Nachkriegskind ist, etwas falsch machen sollte, indem er einen Propaganda-Film der "Braunen Pest" zeigt. Gerade diese Generation, ich hatte selbst das Glück einen Geschichtslehrer zu haben, der Soldat im Krieg war. Er war damals grad mal 17 Jahre alt. So alt wie wir, als er das Thema NS-Vergangenheit mit uns durchkaute. Er war ein fantastischer Lehrer, der uns nicht nur die geschichtlichen Hintergründe sehr gut erklären konnte, sondern uns auch anhielt zu Mitschülern aus anderen EU-Staaten oder anderen Religionen offen zu sein. Und sie nicht in irgendwelcher Form "abzustempeln". Er sagte immer so schön, es bringt nichts, wenn wir nur darüber reden, wir müssen auch zur Tat schreiten, damit dieses Drama nicht wieder passiert und je mehr, wir über dieses Thema auch im Politikunterricht diskutieren, desto weniger kommt ihr auf die Schnappsidee diese politische Idee gutzuheissen, denn sie war alles andere als gut und wer mir von meiner Generation erzählen will, dass früher alles besser war, den lache ich aus. Denn es gibt nichts schlimmeres, als Bombennächte und Hunger. Wir hatten alle eine Gehirnwäsche. Wir konnten irgendwie nicht mehr selbständig denken und wir mussten Angst haben, dass wir denunziert werden, wenn wir nur mal einen Witz über Adolf´s Schnurrbart machten. Ich möchte keinem von euch soetwas zumuten. Wir hatten keine Teenagerzeit. Wir mussten uns gegenseitig todschiessen. Findet ihr das schön?? Alle verneinten...
    .
    So und nun zu der Sache mit den Austauschschülern. Vielleicht hätte der Lehrer vorher erklären sollen, warum er diesen Film zeigt. Ich kann gut nachvollziehen, warum sich die Austauschschüler angegriffen fühlten. Auch wenn ich den Film nicht kenne. Wenn ich dieser Lehrer gewesen wäre, hätte ich vorher eine Erklärung abgegeben. Aber man soll jetzt den armen Lehrer nicht verurteilen. Womöglich habt Ihr auch nicht zugehört und er hatte wirklich was dazu gesagt. Ich kenn das nämlich aus meiner Schulzeit. Soll der da vorne mal reden. Wir gucken jetzt nen Film. Auch wenn das Thema ein sehr heikles ist. ;-)
    Ein Lehrer ist, gerade im Geschichts- und Politikunterricht dazu da, Schülern die Augen zu öffnen und ich kann nur sagen, dass ich nicht denke, dass wir Nazis als Lehrer in unseren Schulen haben. Da müsste ich dann wirklich an den Schulbehörden zweifeln. So blind kann noch nicht einmal das berühmte Huhn sein, dass kein Korn findet. ;-)

    Ich denke,Euer Lehrer wollte Euch mit dem Film einen Fingerzeig geben, wie borniert die damalige Politik war. Angeführt von einem östereichischen Geisteskranken und noch gestörteren Irren, die den Rest zu sagen hatten. Was ich nie verstanden habe und auch nie verstehen werde, ist, warum gerade der Göbbels eine Position in der Regierung bekam. Er war behindert und fiel eigentlich, da er ja an einem sog. Klumpfuss litt, an einem Gebrechen, dass vererblich ist. Warum hat man ihn denn dann nicht auch euthanasiert? Das würde mich wirklich mal brennend interessieren. Da konnte mir auch der o. g. ehemaliger Lehrer nie eine Auskunft drüber geben, denn auch er wusste sich keinen Reim drauf zu machen. Ich erinnere mich noch, dass er sich kaputtlachte und meinte, da hätte ich mal wieder nen Nagel auf den Kopf getroffen, aber das wäre auch ihm ein Rätsel. Er meinte nur, dass die damaligen Mühlen verkehrt herum liefen und so manches irrwitzig war, was von der Regierung vollbracht wurde.

    Wir z. B. mussten uns diesen schrecklichen Film von Dachau ansehen, den die GI´s drehten, als sie das Lager befreiten. Mir war regelrecht schlecht und in dieser Nacht schlief ich nicht wirklich gut. Wer diesen Film, ohne Ton nur diese schrecklichen Bilder mal gesehen hat, der übergibt sich fast. Mir jedenfalls ging es so. Ich hasste es von dem Moment an einen deutschen Pass zu besitzen. Ich bin in keinster Weise stolz auf dieses Land. Wie denn auch, bei der Vergangenheit. Wir werden immer noch als Nazis abgestempelt, obwohl es nur noch eine kleine Minderheit wirklich ist. Das ist das fatale an der Sache. Ich würde mich von Herzen freuen, wenn im HQ der DVU oder der NPD mal eine Bombe hochgehen würde (obwohl das auch irrwitzig ist, denn man soll Gewalt nicht mit Gewalt bekämpfen), vielleicht würde es ja mal die "Richtigen" treffen.

    Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag.

  13. Bild von Anonymous

    Als ich noch ein junger Hüpfer aus der Nachkriegsgeneration war, hätten meine Mitschüler und ich uns sehr gefreut, wenn man uns mal einen NS-Film gezeigt hätte (zwecks besserem Verständnis). Dieser Teil unserer traurigen deutschen Geschichte durfte damals an meiner Schule - im Gegensatz zu anderen Sachen - nur relativ kurz angerissen werden. Wenn wir mehr wissen wollten, sollten wir unsere Eltern fragen. So blieb mir damals dafür nur Papa und seine große Bücherwand. Sein Lieblingsthema war der 'Nürnberger Prozess' und die weitere Suche nach Kriegsverbrechern der NS-Diktatur. Hitlers "Mein Kampf" durfte ich übrigens neben vielen anderen verbotenen Büchern im Original lesen. "Man soll sich grundsätzlich über alles seine eigene Meinung bilden. Dazu muss man möglichst gut informiert sein", meinte der alte Mann.

    Ich finde es okay, wenn heute von Lehrern viele verfügbare (abschreckende) Lernmittel in Schulen eingesetzt werden, damit sich dieses traurige Stück deutscher Geschichte nie wiederholt. Wenn man besser versteht, wie die Nazis damals ihre Propaganda auf Arbeitslosigkeit und Wirtschaftskrise aufgebaut haben und wie sie es heute versuchen, wird man richtig schön immun dagegen.

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