Frage

Müssen wir wieder mehr an das geschehene Unrecht erinnern?

Bild von Bogo

Wenn es um den Nationalsozialismus geht, haben wir als Zeichen des Protestes viele Symbole, wie das durchgestrichene Hakenkreuz oder das Müllmännchen oder in Schriftform "Nazis Raus" Button's.
Jeder weiss was gemeint ist, doch finde ich es als Zeichen des Protestes zu wenig.
Meiner Meinung nach, sollte dieser Protest öfter und grösser vorhanden sein z.B. auf Plakatwänden und Litfasssäulen und das in anderer Form.
Mehr an die Opfer erinnern, Bilder vor Augen führen die schockieren, wie es in den früheren Benetton Reklametafeln der Fall war.
Natürlich gibt es ein Für und Wieder, wie in diesem Fall:

http://www.abendblatt.de/daten/2006/11/18/640...

Wenn mann sich auch noch diese Bilder anschaut, hat man Angst seinen Kindern damit zu schaden.

http://images.google.de/images?q=Holocaust+Bi...

Doch wenn ich bedenke, wie das Vergessen vorauseilt möchte ich doch, dass man sich wieder mehr Erinnert.
Was denken Sie, kann man das realiesieren?

Leser-Kommentare ()

  1. Bild von meierdings

    "Mehr" ist nicht unbedingt "besser" oder effektiver.
    Ich erinnere nur an die Gewalt, die wir tagtäglich im Fernsehen sehen, entweder in einer Serie oder in den Nachrichten. Man gewöhnt sich daran. Wie schrecklich - schlimm schlimm - und nun das Wetter ... Werbung ... Das Wort zum Sonntag.

    Ich denke, dass, wenn man ständig die Opfer der Nazis vor Augen hat, tritt eine Abstumpfung ein. Wir brauchen nicht eine ständige Erinnerung daran, sondern eine ständige Debatte in der Bevölkerung darüber. Hier sind die Medien gefordert.
    Das was wir bereits an Erinnerung haben und das was uns immer wieder daran erinnert, ist genug. Zwar sterben langsam die aus, die persönlich betroffen waren, aber ich denke, dass es sehr viele Möglichkeiten gibt, um das Erinnern an den HC und die Nazigräueltaten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.
    Das was es bisher an Möglichkeiten gibt sollte unterstützt und vergrößert, ausgebaut werden.
    Und was fehlt, wie ich finde, sind intelligente und medienwirksame Aktionen. ;-) Aber da ist es sinnvoll sich an bestehende Organisationen oder Initiativen zu wenden.

  2. Bild von Echter Liberaler

    Gute Idee. Warum mieten Sie nicht einfach ein paar Plakatwände und Litfasssäulen, um an das Geschehene zu erinnern?

  3. Bild von Bogo

    Sie haben schon recht, wenn sie von einer Übersättigung in den Medien reden, aber grade bei diesem Thema, empfinde ich keine Übersättigung.
    Inzwischen ist es doch so, dass nur noch über die Kriegsführung und Strategien Hitler's berichtet wird und wie die späteren Besatzungsmächte damit umgingen.
    Das menschliche Leid, wird in den Hintergrund verschoben und solche Bilder, wie in dem Link den ich eingefügt habe, sehen wir kaum noch.
    Diese Bilder wecken in mir ein Gefühl für das Unrecht welches diesen Menschen zugefügt wurde und sie sollten nicht nur einmal während unserer Schullaufbahn in den Vordergrund rücken.
    Natürlich sind da bestehende Organisationen und Medien gefragt.
    Der erste Link, war für mich insoweit interessant, dass ich es wirklich grade auf einem Bahnsteig gerne sehen würde, wenn man Erinnert!
    Wenn ich früher Bahn gefahren bin, hatte ich genug Muße, mir die Dinge, die ich sonst weit von mir schiebe, mal durch den Kopf gehen zu lassen.
    Ich empfinde es als den perfekten Ort sich zu besinnen und ein solches Plakat am Bahnsteig ist doch, wie ein Gedankenblitz den man weiterführen kann.
    Aber Ansichtssache bleibt es alle mal.
    Gruss Bogo

  4. Bild von Bogo

    @Echter Liberaler,
    Wenn sie eine Idee haben wer das alles sponsort, vielleicht sie?
    Dann sage ich "warum nicht",Ideen hätte ich zur Genüge.
    Ansonsten wie gesagt, sollten sich die damit beschäftigen die es auch realisieren können.
    Gruss Bogo

  5. Bild von Atze

    Hallo Bogo,

    mmmhhh... Meierdings Einstiegssatz ""Mehr" ist nicht unbedingt "besser" oder effektiver" weist schon in die richtige Richtung. Die Erinnerungs- und Gedenkkultur war in der DDR wohl ziemlich entwickelt. Heute haben Nazis gerade da ihre Hochburgen... Das spricht wiederum auch nicht direkt gegen "Gedenken und Erinnern", da gibt es sicherlich vielschichtigere Ursachen, macht aber deutlich, dass dies alleine auch keine Patentlösung im Kampf gegen Rechtsextremismus darstellt.
    Was ist das Kriterium für "zu viel" oder "zu wenig" erinnern? Schwierig, schwierig... ich bin eigentlich im Großen und Ganzen recht zufrieden mit dem Status Quo. Z.B. haben sich die Zwillinge einer bekannten im abgelaufenen vierten Schuljahr mit dem Anne Frank Tagebuch beschäftigt und eine Klassenfahrt zum Museum unternommen. Die beiden sind jetzt richtig scharf auf das Thema...:-)))
    Defizite sehe ich vor allem im Gedenken und Erinnern an den Widerstand, vor allem in Westdeutschland. Wer kennt zum Beispiel Georg Elser, den ein britischer Historiker einmal den "wahren Antipoden" Hitlers nannte?

  6. Bild von meierdings

    Was wir brauchen sind neue ungewohnte Ideen. Nicht noch mehr Veranstaltungen und noch mehr Vereine Inis und so weiter. Auch nicht noch mehr Bücher oder Zeitungsartikel dazu. Das bestehende ist genug und sollte nur einer Frischkur unterzogen werden. NEUE Ideen und NEUE Aktionen sind gefragt.

    Die Idee von Echter Liberaler ist gut. Warum eigentlich nicht? So teuer ist eine Wand oder Säule nicht. Alleine der Druck des Plakats kostet einigermaßen Geld. Aber selbst da kann man den Druck des Plakats sparen oder die Kosten drücken durch Sponsoren.

    Oder große weiße Hauswände ... oder andere große weiße Flächen eigene sich sehr gut als Dia-Leinwand.
    Oder die Türme der Kornsilos und Speicher einfach als Werbefläche mit einem Dia bestrahlen. Fernsehtürme eigen sich hervorragend um mit Lichtbildern herumzuexperimentieren.

  7. Bild von Bogo

    Für mich gestaltete sich diese Thema auch langwierig, in der Schule und wie sie es formulieren, ich war auch scharf darauf und habe seitdem zig Bücher verschlungen.
    Doch sehe ich es mir Heute an, sehe ich das meine Tochter z.B. seit der 5ten Klasse 1 Jahr Geschichtsunterricht hatte und sie kommt jetzt in die 11te.
    Den größten Teil des Unterrichts nahmen die Pharaonen ein und nicht der Nationalsozialismus.
    In Politik wurde das Thema Rechtsradikalismus aufgegriffen, doch wird Politik auch nicht viel länger gelehrt als Geschichte.
    Das Interesse ist bei den Kindern vorhanden und ich gebe mein Bestes, aber versuchen sie mal im PC- Zeitalter den Kindern ein vernünftiges Buch unterzujubeln.
    Der Wiederstand muss auch thematisiert werden um den Kindern zu zeigen, dass man nicht wie ein Schaf hinter der Herde herlaufen muss und es weckt ein Bewusstsein für die Opfer.
    Die Tochter meiner Freundin ist 10 Jahre alt und war auch im Anne Frank Museum und genau das was sie erwähnt haben ist passiert, ihr Interesse ist geweckt und ich habe endlich einen ernstzunehmenden Gesprächspartner.
    Also ein Pro für mehr Aufklärung.

    Gruss Bogo

  8. Bild von Bogo

    Sorry der Beitrag war an Atze gerichtet.

    @meierdings,
    Ja, das finde ich gut, aber welche Bilder könnte man da in Erwägung ziehen?
    Wie schockierend dürfen sie sein?

  9. Bild von Boils

    Meiner Meinung nach wird in Geschichte (ich hatte ja noch bis vor kurzem Schule) eindeutig viel zu sehr auf schlechtes gesetzt vom Nationalsozialismus, beziehungsweise, alles andere Gut geheisst oder nicht erwähnt ... Nationalsozialismus unter Hitler war schrecklich, dass ist klar, nur wenn unsere Lehrerin schon sagt, sie würde Nazis mit verkloppne, ist das dann die Schule wirklich noch ein Ort wo man sich die Meinung selbst bilden kann? Oder warum wird nichts über Stalins, Maos oder Lenins verbrechen erzählt, alleine Mao hat 65Millionen Menschen auf den Gewissen, wieso fordert mich dort keiner auf etwas zu machen?

    In Deutschland wird man von klein auf mit Antifaschistischen Parolen erzogen und irgendwann ist es dann so weit, dass wir wieder ein Mao an der Macht haben, wieso können wir nicht einfach bei der goldenen Mitte bleiben? Wieso muss jeder, der gegen Rechts ist Links sein? Wieso wissen die Leute nicht, dass sie damit ein viel größeres Unheil beschönigen?

  10. Bild von SozialerMensch

    Ich halte solche Plakate für geschmacklos. Schließlich strebt auch die NPD - so dämlich diese Partei auch sein mag - keinen zweiten Holocaust an. Und ihr dann selbiges zu unterstellen, wäre Polemik. Die Opfer des Holocaustes nun für politische Alltagspolemik zu missbrauchen, wäre entwürdigend.

    Holocaustgedenken als Kampf gegen die Rechtsextremismus ist Instrumentalisierung des Holocausts. Holocaustgedenken muss immer Selbstzweck sein.

  11. Bild von Neumann_20

    @Boils:
    Eben, man sollte öfter das Gute im Nationalsozialismus erwähnen. Aber Moment: Was war das nochmal? Hmmmm, NICHTS!

  12. Bild von meierdings

    @ 8

    Was heißt "wie schockierend"?

    Kommt darauf an wen man erreichen will und wie groß die Aufmerksamkeit sein soll, die man erreichen will.

    Ein einfaches Hakenkreuz, durchgestrichen, wäre mit einem Slogan darunter auch ganz nett.
    Steigerungen dazu gäbe es viele. Wichtig ist nur nicht zu viele Infos auf einmal aufs Plakat. Lieber einen guten Eyecatcher und einen kurzen knackigen Satz. Aus. Mehr nicht.

  13. Bild von Atze

    Hallo Bogo,

    ein Jahr Geschichte zwischen der 5ten und elften Klasse? Hammer! Vor dem Hintergrund verstehe ich natürlich dein Intro um einiges besser. Aber was um Himmels Willen ist das den für eine Baumschule...?

    Die Idee von Meierdings,

    Hallo Meierdings,

    ist auch schon wieder Realität geworden. In Köln haben sich 2700 Schüler fotografieren und auf einem 5x5m großen Plakat gegen Rechtsextremismus ausgesprochen. Ich such mal einen Link mit Foto... Das Teil hängt am DGB-Haus.

  14. Bild von Atze

    Hier ein Link mit ein bisschen Photo: http://www.ksta.de/html/artikel/1212172880517...

  15. Bild von Bogo

    @meierdings,
    Wie schockierend darf es sein im Zusammenhang mit unseren Kindern?

    @Atze,
    Baumschule ist ein Mittelklasse Gymnasium in NRW, mit hohem Migranten status.
    In der Klasse meiner Tochter lernen
    5 Migranten und meine Tochter ist eine von ihnen.
    Ich weiss nur, dass nicht genug Mittel vorhanden sind, für mehr Geschichtslehrerer und die letzte Lehrerin war eine Referendarin.

    Danke für den Link, haben sie sich schon mal die Seiten von Pro NRW angesehen,dieser Einsatz der Schüler gefällt mir!!!

  16. Bild von Atze

    Hallo Bogo,

    heftige Zustände an diesem Gymi, kein Geschichtsunterricht...

    Proll NRW kenne ich nicht oder kaum, im KSTA-Forum muss ich mich allerdings täglich mit der Proll-Köln-Klientel herumschlagen...

    Alle,

    wieso siezt ihr euch hier eigentlich alle? Ist das unter Forumsnicks nicht ein wenig strange? Möchtet ihr, dass ich das auch tue? Ich kenne das so gar nicht...

  17. Bild von Ismael

    wieso siezt ihr euch hier eigentlich alle? Ist das unter Forumsnicks nicht ein wenig strange? Möchtet ihr, dass ich das auch tue?

    also ich z.B. nicht. Andere sind da ein bißchen formeller, finde ich aber auch o.k.

    Gruß
    Ismael

  18. Bild von Bogo

    @Atze,
    Das mit dem Siezen finde ich ganz OK, denn dann wird man weniger ausfallend als wenn man sich Duzt und bei so verschiedenen Meinungen kann das schnell mal passieren.

  19. Bild von Erik

    Bogo, zuerst müßte die Frage geklärt werden, zu welchem Zweck? Wäre es im Kampf gegen die NPD, so wäre das die instrumentalisierung von Toten. Im weiteren nicht nachvollziehbar, da z.B. der "Holocaust" nichts mit den Zielen der NPD gemein hat und darüber hinaus nicht vollziehbar wäre. In Sachsen Anhalt hatte man das in den Schulen Versucht, als Reaktion auf die Schülerzeitung der JN "Jugend Rebelliert". Sprich man hat die Nazi- bzw. Holocaust Keule ausgekramt um die Schüler vom Lesen dieser Zeitung abzuhalten. Warum das? Argumentationsarmut!?

  20. Bild von meierdings

    @
    Ist es nicht so, dass NPD-Funktionäre wegen HC Leugnung bzw Verstoß gegen den 130er verurteilt wurden?
    Ist es nicht so, dass der hessische NPD Chef Marcel Wöll zu vier Monaten verurteilt wurde?
    Quelle: http://npd-blog.info/?p=889

    Ist es nicht so, dass Jürgen Gansel eine Anklage bekommen hat, weil er
    "die deutsche Justiz als "Hure der antideutschen Politik" bezeichnet und mit dem unverblümt antisemitischen Satz geschlossen: "Die 'Auserwählten' genießen Sonderrecht." " gesagt hat?
    Quelle: http://www.redok.de/content/view/1171/38/

    Und Gansel ist sehr darum bemüht den Begriff "Holocaust" für die Bombardierung Dresdens zu missbrauchen. Sie sehen also der HC und NPD ist sehr wohl verknüpft.

  21. Bild von meierdings

    @ 15
    Tja wie schockierend ... ich finde es kann nicht schockierend genug sein.
    Denn in den KZs sind auch Kinder ermordet worden. Und andere Kinder wurden durch die Kinder- und Jugendorganisationen der Nazis ihrer Kindheit missbraucht.

    Ich könnte mir als Plakat zwei Bilder nebeneinander vorstellen. Links ein Bild eines lachenden Kindes, von oben bis unten mit Schlamm bedeckt (oder ähnliches)und daneben das Bild eines Kindes in Pimpf- oder HJ Uniform. Strammstehend, ernster Blick.

  22. Bild von Herzdoktor

    Liebe/r Herzdoktor, Ihr Beitrag wurde editiert, da er off-topic war. Bitte bemühen Sie sich, beim Thema der Ausgangsfrage zu bleiben.// Moderator_VR

  23. Bild von Bogo

    @Erik,
    Eik oder Kai, sehr einfallsreich.
    Ich erkenne sie aus dem Stand, hat man sie mal wieder rausgeworfen oder kommen sie mit einem neuen Image daher?
    Leugnen brauchen sie nicht, ihre Rechtschreibung verrät sie, die ist "Einzigartig" und der Name sagt alles.
    Wozu?
    Ganz einfach, um der Opfer zu gedenken und es nicht der NPD überlassen, ihr Andenken zu schänden.
    Dann käme noch dazu, dass man den Kindern von Nazis vor Augen führen könnte wie falsch ihre Eltern liegen und damit auch meine Kinder nicht vergessen, denn wer weiss in wessen Fänge sie irgendwann geraten könnten.
    Gruss Bogo

  24. Bild von Bogo

    @meierdings,
    Ich denke auch, je mehr man schockiert, je besser.
    Kurze, knackige Sätze dazu,hervorragend.
    Wenn man im Nachmittagsprogramm schon Sexszenen ansehen kann, dann sollten auch solche Bilder möglich sein.
    Von den Plakatwänden lächeln uns dürftig bekleidete Menschen an, also geht auch so etwas.

  25. Bild von Atze

    Hallo Bogo,

    dann werde ich mich jetzt auch mal um das Siezen bemühen. Vielen Dank auch für den Hinweis bezüglich Tattoed!

  26. Bild von Bogo

    @Atze,
    Ich will ihnen keine Vorschriften machen, ich denke wer es nicht mag,
    wird sich schon melden.

    Tatooed ist schon eine Berreicherung ich bin froh das er in manchen Fragen bescheid weiss, wovon wir keinen Deut haben.

    Gruss Bogo

  27. Bild von Erik

    @Bogo

    Ist schon Richtig, habe deshalb auch nicht versucht mich zu Verstecken.Übrigens, jeder hat so seine Schwächen.

    Bogo bitte lesen Sie sich mal die Artikel in der Zeitung durch. Richtig ist, das die Leute, wie Meierdings erwähnte, wegen HC Leugnung, Abgestraft wurden.Übrigens nutzte Pastörs den Begriff B. Holocaust.

    @20

    Das ist Richtig und Beweist, wie sinnlos diese Paragraphen sind. Allerdings hätte man ohne diese Paragraphen ja keine Argumente mehr. Die von Ihnen erwähnten Leute sind recht gut Betucht und Wissen ganz genau was sie machen. Es geht in diesen Fällen nicht um Leugnung, sondern um Provokation, so kommt man ja in die Schlagzeilen. Aber welche Efolge zeigen denn die Argumente der "Erinnerung"?

  28. Bild von Bogo

    @Erik,
    Sorry,es war nicht meine Absicht, sie zu beleidigen und ja, wir haben alle unsere Schwächen.
    Welchen Artikel und welche Zeitung?
    Ich glaube, ich habe etwas verpasst.
    Was ist den B Holocaust?
    Wenn sie sagen, es geht um Provokation, heisst dass das man garnicht leugnet?
    Dann instrumentalisiert ihre Partei die Toten!?

    Die Erfolge der Erinnerung möchte ich ja gepuscht sehen, denn es wird nicht genug erinnert und wenn sie etwas weiter oben meine Kommentare lesen, wissen sie auch warum.
    Das mit dem genug erinnern war noch zu unserer Schulzeit, heute muss gespart werden.

  29. Bild von Erik

    Man Torpediert damit diese Paragraphen um mehr geht es nicht. Die totale HC leugnung habe ich so noch nicht erlebt nur die "Quantititative". Die Zeitung heißt Jugend Rebelliert und wer mal nachliest, wird erkennen das es um ganz andere Dinge geht. Die Lehrer kommen aber dann, als "Letzte Instanz",mit dem HC. Der hat aber mit der heutigen Sache nichts gemein. Es wäre genau so als würde ich den SPD´lern Vorwerfen, das sie in den 30´ern auch für die Oitanasie waren.
    Es werden in der BRD Millionen dafür ausgegeben. Sei es für Mahnmale oder für den Kampf gegen Rechts. Aber wann begreift man, das es sich um zwei verschiedene Dinge handelt.

  30. Bild von Herzdoktor

    Herr Pastörs hat über Bombenholocaust gesprochen. Ja, es hat sehr viele militärisch unnötige Opfer gegeben. Aber der Vergleich ist trotzdem nicht angebracht, weil wenn es in Dresden viele Opfer gegeben hat, in Friedberg hat es keinen gegeben, da die Friedberger entschieden die Stadt den Alliierten zu übergeben. Zwar sind da Paar Nazis hingerichtet worden, aber sonst hat es niemanden zum Schaden gekommen. Die Juden aber hatten keine Wahl, sie sollten getötet werden. Wenn zum Beispiel die andere Bevölkerung in von Deutschen besetzen Gebieten auch mit Besatzungsmacht kooperieren konnten und dabei bis sie von Roter Armee hingerichtet worden, konnten sie Leben retten, (einige sind nach dem Krieg untergetaucht). Die Juden sollten getötet werden egal für was sie bereit waren um Leben zu retten. Und das ist eben die Einzigartigkeit.

  31. Bild von Moderator_JW

    Hallo, wir bitten die User dieses Forums darum, auf das eigentliche Thema zurückzukommen. Es geht hier um das Gedenken an die Opfer des NS-Regimes. Moderator_JW

  32. Bild von Erik

    Also, wenn es um Gedenken geht, dann ist das für mich i.O. Allerdings muß es eine Betonwand zwischen Gedenken und der aktuellen Politik geben. Es geht nicht an, das ein Mahnmal eingeweiht wird und bei der Rede der Bezug auf die NPD gebracht wird. Beides hat miteinander nichts gemein. Die NPD plant keinen Massenmord! Insofern wäre dies die Instrumentalisierung des Geschehenen und man merkt, es geht auf den Wahlkampf zu. Gedenken ja, aber politisch neutral!

  33. Bild von NochEinNickname

    Ich denke mal, mit einem aktiven Gedenken und einem Erinnern an die Taten der Nazis und warum diese geschehen sind, kann man sehr gut auch auf heutige Entwicklungen Bezug nehmen.
    Es gibt genügend Parallelen zwischen den damaligen Rechtsradikalen und den heutigen, insofern sollte sowas seine Berechtigung haben.

    Und wenn man hingeht, und dies als Instrumentalisierung ansieht und anprangert, dann sollte man sich dabei nicht so weit aus dem Fenster lehnen, da gerade die NPD sich gerne Opfer annimmt und diese für sich mißbraucht. Sei es in Dresden, sei es in Halbe oder in anderen Städten. Da wird dann gerne gegen "Besatzer" gewettert, die Alleierten (immerhin unsere Freunde mittlerweile) usw. und ein Hass produziert, welcher damals schonmal dieses Land in ein Unglück gestürzt hat, welches man ja teilweise heute noch zu spüren bekommt. So und diese Idioten gehen hin und machen genau die gleichen Fehler wie damals und predigen Hass und Rache.
    Gerade daher sollte man an das damals und wie das alles geschah und warum erinnern.

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

    ---
    Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru

  34. Bild von Jan1

    Demnächst jährt sich wieder einmal der 20. Juli 1944. Das wäre eine gute Gelegenheit, die Erinnerungskultur auch mit einem positiven Gedanken zu verbinden: nämlich mit dem Gedenken an den deutschen Widerstand gegen die Hitlerdiktatur. Ich halte es für problematisch, nur rein negative Botschaften zu vermitteln, wie es in der Anmoderation dieses Themas beschrieben wurde. Es reicht in meinen Augen nicht aus, nur immer zu sagen, was man alles nicht will und was schlecht ist. Ich halte auch nichts davon, Bilder von Opfern oder sogar von Leichenbergen zu zeigen, um andere Menschen zu schockieren. Damit erreicht man langfristig nur das Gegenteil, nämlich einen abstumpfenden Effekt. Abgesehen davon ist es auch pietätlos, die Opfer für welche Zwecke auch immer zu instrumentalisieren.
    Nein, positive Botschaften und Vorbilder sind immer besser.
    Zum Beispiel ein viel aktiveres Gedenken der Männer des 20. Juli. Zu meiner Volksschulzeit hatten wir an jedem Jahrestag eine Veranstaltung hierüber in der Aula. Ich erinnere mich noch gut, dass mich das als Schüler damals tief beeindruckt hat. Natürlich auch Gedenken an andere Widerstandskämpfer oder Berichte von noch lebenden Zeitzeugen, die aktiv gegen totalitäre Diktaturen gekämpft haben. Dann kommen auch die Verbrechen der Nazidiktatur viel plastischer rüber.

  35. Bild von Herzdoktor

    Jan1, da hast du absoluten Recht. Aber genau diese Leichenberge waren Grund für Entscheidung der Männer von 20.07.1944. wenn von Wietzleben und auch Kanaris immer Antinazis waren, ist der Stauffenberg dazu gekommen als er SS Verbrechen in Ostfront gesehen hat.

  36. Bild von Jan1

    Natürlich, ich will die auch keineswegs verschweigen. Die Massenmorde im Osten waren in der Tat ein wichtiges Motiv, letztlich das Attentat doch noch in auswegloser Situation zu wagen.

    Allerdings gab es auch schon einen Attentatsplan von Wehrmachtsoffizieren gegen Hitler während der Sudentenkrise im September 1938. Auch damals waren schon Beck, Witzleben und Oster beteiligt, auch Goerdeler vom zivilen Widerstand. Ein Stoßtrupp der Wehrmacht sollte am 28.9.38 in die Reichskanzlei eindringen und Hitler liquidieren. Leider kam dann das Münchner Abkommen dazwischen.

  37. Bild von Moderator_VR

    Liebe Diskussionsteilnehmer, bitte kommen Sie wieder auf das eigentliche Thema zurück. Es geht hier um das Gedenken an die Opfer des NS-Regimes. Moderator_VR

  38. Bild von Bogo

    Also, wenn es um Gedenken geht, dann ist das für mich i.O.

    Das aus Erik's Feder, den Rest gestehe ich ihnen zu, dass sie schlecht gegen ihre eigene Partei wettern können, leuchtet mir ein.
    Wenn man wieder mehr erinnert, ergibt sich der Zusammenhang zwischen den Zielen ihrer Partei und dem damaligen Nationalsozialismus ganz von selbst.

    @Jan1
    Damit erreicht man langfristig nur das Gegenteil, nämlich einen abstumpfenden Effekt. Abgesehen davon ist es auch pietätlos, die Opfer für welche Zwecke auch immer zu instrumentalisieren.

    Das die Menschen bei einem zu Viel abstumpfen, sehe ich ein.
    Doch ich sehe das nicht im Zusammenhang mit dem Holocoast.
    Wir alle haben diese Bilder noch aus der Schule im Kopf und Heute wird einfach nicht mehr so gelehrt wie Damals, dass Vergessen hat eingesetzt und ermöglicht es den neuen Nationalsozialisten, mit ihren fixen Ideen in den Landtag einzuziehen.
    Wie soll man es denn sonst halten, als ständig daran zu erinnern?
    Wenn Morgen etwas ähnliches geschieht, sagen wir dann einfach:
    "Das konnten wir nicht ahnen?"
    Wie würden sie es denn bei ihren Kindern halten, verschweigen?

    Nicht Instrumentalisieren, nur Erinnern, damit es nicht wieder geschieht.

  39. Bild von Ismael

    @Erik
    Allerdings muß es eine Betonwand zwischen Gedenken und der aktuellen Politik geben

    Wie bitte? Ein Gedenken ohne Bezug zum Heute? Das würde manchen so passen.
    Mein lieber Erik, das ist der Sinn jedes Gedenkens, daß man daraus Lehren für die Zukunft zieht.

    Unser Gedenken beinhaltet das Versprechen, eine Wiederholung schon im Keim zu ersticken.

    Ismael

  40. Bild von Erik

    @Ismael

    Ich meine ja die PDS, die sich gerne bei Gedenktagen besonders hervortuht. Es ist ein absoluter hohn, wenn solche Leute einer Sache gedenken,gegen die NPD wettern und selber Verbrechen begangen hatten! Wenn das keine Instrumentalisierung ist, dann heiße ich Hermann.

  41. Bild von Erik

    @Bogo

    "Das aus Erik's Feder, den Rest gestehe ich ihnen zu, dass sie schlecht gegen ihre eigene Partei wettern können, leuchtet mir ein.
    Wenn man wieder mehr erinnert, ergibt sich der Zusammenhang zwischen den Zielen ihrer Partei und dem damaligen Nationalsozialismus ganz von selbst"

    Das ist gerade der Denkfehler. Zusammenhänge gibt es immer, das liegt in der Natur der Sache. Eine Partei als exemplarisch vorzuführen ist aber falsch, da historisch gesehen beide nichts gemein haben. Der Massenmord wurde ja nicht von der NSDAP in Auftrag gegeben, sondern von Hitler. Es gab sicherlich viele Helfer aus der Partei, aber wie gesagt der Massenmord seitens der NPD ist nicht in Planung und auch nicht das Ziel. Aber je mehr gewettert wird, um so mehr Wähler bekommen wir, weil die Leute die Sache schon erfassen. Alles weitere wäre OT. Deshalb bleibt meine Forderung: Gedenken ja, aber Politisch neutral.

  42. Bild von Bogo

    @Erik
    Ich sehe das nicht als Denkfehler,
    sie sagen ja selbst, die Partei ist schon da, aber es gäbe nicht einen Anführer wie Hitler.
    Ihr Denkfehler, wer sagt ihnen das demnächst nicht so einer daherkommt oder schon längst im Hintergrund lauert und die ganzen Helfer dazu bringt, es noch mal zu versuchen?
    Utopie ist es nicht, wenn ich mir das Parteiprogramm der NPD ansehe.

  43. Bild von meierdings

    @ Erik
    Der Massenmord wäre ohne die NSDAP nie möglich gewesen.
    Erst die Ideologie der Nazipartei machte es möglich. Die NSDAP war, genauso wie die NPD heute, der politische Arm einer u. a. fremdenfeindlichen, und antisemitischen Bewegung, die ihre politischen Ziele in Form eines Parteiprogrammes formuliert hat.
    Erst die politische Führung und die daraus resultierende Macht, die eine totale Kontrolle der Justiz und anderen stattlichen Ebenen mit sich brachte, machte den Massenmord möglich.

    Der Befehl des Massenmords wurde nicht allein von Hitler erteilt. Das sollten Sie mal genauer nachlesen wer alles für die Vernichtung von ca. 6 Millionen Menschen verantwortlich war.
    So viel Macht hatte er denn doch nicht der kleine Bürstenträger.

  44. Bild von meierdings
  45. Bild von Ismael

    @erik
    ..die PDS, die sich gerne bei Gedenktagen besonders hervortuht. Es ist ein absoluter hohn, wenn solche Leute einer Sache gedenken..und selber Verbrechen begangen hatten

    die PDS ist also verantwortlich für die Verbrechen der DDR, die NPD und die NSDAP haben aber garnichts zu tun mit den Verbrechen des Naziregimes?
    Seltsame Logik.

    ..dann heiße ich Hermann

    apropos: wer sind Sie denn wirklich? Sind Sie Eik?
    Wäre gut zu wissen, damit man nicht der gleichen Person zweimal das gleiche erklärt.

    Ismael

  46. Bild von Bogo

    @Ismael
    Es ist Eik, er hat sich weiter oben, schon mal outen müssen.

    Lieber Ismael, Atze möchte ihnen wohl eine Private Nachricht schicken und es geht nicht, er fragte mich warum und ich weiss es nun auch nicht.
    Wenn sie so frei währen...

  47. Bild von Ismael

    In der Sache ist es natürlich verständlich, der PDS beim Gedenken an Nazi-Opfer Heuchelei vorzuwerfen.
    Wer so viel "Dreck am Stecken" hat, salopp ausgedrückt, sollte sich wirklich seeehr zurückhalten in solchen Dingen. Und auch in vielen anderen Dingen.

    Ismael

  48. Bild von Atze

    Lieber Erik,

    nun, halten wir mal fest, dass Sie und mithin Ihre Parteigenossen der NPD noch ein klitzekleines Stückchen davon entfernt sind, den Menschen dieses Landes Vorschriften erteilen zu können, wer, wann, wo und in welcher Form den Opfern nationalsozialistischer Gewaltherrschaft gedacht wird...

  49. Bild von Herzdoktor

    Ich bitte um Entschuldigung für OT, aber die PDS ist in ihrem Programm von der SED schon sehr weit entfernt, wenn da auch Teil der alten Leuten sind, die NPD ist aber von NSDAP gar nicht so weit. Die PDS bestreitet die Menschenrechtsverletzungen in der DDR nicht, und rechtfertigt die auch nicht. Das ist der große Unterschied. Im Prinzip die Unterschiede zwischen PDS und SPD sind in Außenpolitik, während in Innenpolitik sind die Unterschiede zwischen SPD und PDS überwindbar. In Außenpolitik ist die PDS nicht weit von NDP entfernt, was die Koalition mit Linken an der Bundesebene unmöglich macht. Wenn die NDP zum Beispiel die Nation in Staatsbürgerlichen und Kulturellen Sinne definiert und von Rassismus, völkischen Denkmuster, als auch von NS-Verbrechen distanziert, dann haben wir schon was anderes.
    Erik, wenn ich als Jude NDP-Mitgliedschaft beantrage? Geht es? Wenn ja, dann kann man die NDP als eine rechte demokratische Partei betrachten, wenn nicht dann ist die immer noch NSDAP. In der SPD ist meine Konfession und Herkunft irrelevant, das trifft andere demokratische Parteien auch.

  50. Bild von Whatshername

    ... ich denk auch wenn ma des stänidg vor augen aht dasses einfach abstumpft.... medien find ich gut... aba des wurde auch scho gsagt... des is in die nachrichten auch immer so... die verkünden des schlimmste über krieg und sonst was und dann gehts weiter mit die promis... also bitte... aber ich find die musik setzt des scho gut um... es gibt einige lieder... die rechtsextremismus ansprechen... gutes beispiel: " Das goldene Stück" von WIZO... wichitg is dasses in der diskussion bleibt und net vergessen wird... als allgemeiner tipp: besucht ma a kz... da werds euch wirklich anders... und ich finds gut des mal vor augen zu führen... ich war selber vor zwei tagen im kz buchenwald... des prägt sich ein... lgs

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