Ist Thilo Sarrazin ein Rassist?
Sind die Äußerungen in seinem neuen Buch
"Deutschland schafft sich ab"als gerechfertigte
Kritik an den Verhältnissen zu sehen oder begibt er sich in das Fahrwasser der NPD (die dieses Buch schon hochgelobt hat).
Wie seht ihr das.
Ich verweise auf diesen Artikel der Zeit:
http://www.zeit.de/2010/35/Sarrazin
Also, seine Aussagen sind eigtl. nicht rassistisch.
Es ist Fakt, dass Intelligenz 50-80% genetisch bedingt sind. Er sagt NICHT, dass alle Muslime dumm sind. Er sagt NUR, dass die Mehrzahl der Muslime in Deutschland integrationsunwillig und überdurchschnittlich dumm sind - desweiteren überdurchschnittliche hohe Geburtenraten aufweisen. Natürlich ist die Mehrzahl der Muslime in Deutschland relativ [...], es ist ja bekannt, dass nur der Pöbel (bzw. die Unterschicht) eingewandert sind - wieso sollte auch ein Student sein Heimatland verlassen wollen, wo er doch dort mindestens genau so gute Chancen wie in Deutschland hat? Eher das Gegenteil ist der Fall, die wenigen, gut ausgebildeten Muslime verlassen Deutschland wieder. Auch kein Geheimnis.
Aus all diesen Problematiken ergibt sich, dass der Durchschnitts- IQ in Deutschland rapide sinkt.
Er ist aber kein Rassist, da er nicht behauptet, dass Muslime generell dümmer sind - er behauptet mit Fug und Recht (und anhand von Fakten und Statistiken), dass die Muslime in Deutschland überdurchschnitlich dumm sind (was evtl. aus der Integrationsunwilligkeit resultiert, aber natürlich auch zu 50-80% genetisch bedingt ist)
Gruß
Bitte bemühen Sie sich um den Diskussionsregeln entsprechende Ausdrucksweise.
Moderation_GG
Meiner Meinung nach nicht, das ist einer der unbegründeten Verdächtigungen, die ich bereits in einem anderen Thema angesprochen hab.
Die Thesen von Sarrazin sind provokant, aber größtenteils richtig.
Er begründet seine Thesen nicht von einem 'rassischen Standpunkt' aus, sondern vom kulturellen. Er unterstellt den Muslimen Integrationsunwilligkeit, nicht wegen einer vermeintlich oder tatsächlich anderen genetischen Veranlagung, sondern wegen der anderen Kultur und Mentalität.
Ob man den Thesen zustimmen kann ode rnicht, das steht auf einem anderen Blatt, meiner Meinung hat er zum Teil recht, aber auch zum Teil unrecht. Rassismus ist aber die falsche Bezeichnung dafür.
Ob er ein Rassist ist, weiß ich nicht, dafür kenne ich ihn zu wenig. Als ich einige Passagen aus seinen Buch gehört habe, hat mich das an eine Rede von Pastörs ("Samenkanonen") erinnert. Aus der Ecke bekommt er ja auch den größten Beifall.
Sarrazin spricht Probleme an, die da sind, soweit, so richtig. Er macht es aber falsch. Er bezieht sich auf eine Melange aus Kulturkreis, mischt dies mit Erbgut ("vererbte Intelligenz") und führt eine Hochrechnung aus, dass dieses Land bald so nicht mehr geben wird, da diverse Gruppen mehr Kinder bekommen als andere.
Das Problem dabei ist, es funktioniert so einfach nicht, wie er es darstellt. Das haben viele Kritiker auch schon festgestellt und begründet. Desweiteren bedient er mit seinen Ausführungen schon Rassismen, indem er Erbgut mit Kulturkreis kombiniert.
Andere haben in Kommentaren Vergleiche mit Reden damaliger Nazis durchgeführt und Ähnlichkeiten gefunden. Er begibt sich da in ein Minenfeld, was für die gesamte Debatte schädlich ist.
Ohne jetzt auf alles eingehen zu wollen. Ich frage mich, was er erreichen wollte. Wahrscheinlich nur Werbung für sein Buch. Konstruktiv wird aus dieser Debatte nichts raus kommen. Dafür waren Sarrazins Ausführungen zu destruktiv. Damit wird Integrationspolitik nicht vorangetrieben. Da fehlt gerade jede Sachlichkeit. Im Gegenteil, es werden wieder einmal Schützengräben eröffnet, hinter der sich alle verstecken und lediglich zurück schiessen. Fronten werden verhärtet. Es nutzt nur den Extremisten.
Viel Konstruktives wird dabei nicht heraus kommen. Man sieht es ja auch in diversen Kommentaren. Es wird nicht über Einwanderung gesprochen, wie sie gestaltet werden könnte oder wie bestimmte Probleme angepackt werden könnten nachhaltig, sondern es wird sich nur wieder gegenseitig ideologisch attackiert und sein Ego befriedigt.
Mit freundlichen Grüßen
Olli
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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
Ich kann es nicht mehr hören, wissen sie was passiert wenn ich jetzt schreibe:
"Ja, ich empfinde seine Äusserungen als rassistisch!"
Was auch immer da in den Kommentarbereichen der großen Zeitungen passiert, man muss sich tatsächlich fragen:
"Kann es sein, dass so viele Menschen so über uns Denken?"
Gern würde ich in meiner Umgebung sehen, dass dem nicht so ist, aaaber...
Genau so ist es.
Man schwächt das ganze gern ab und beendet die Debatte immer mit einem "Du bist ja nicht gemeint" doch diesem Satz konnte ich noch nie etwas abgewinnen.
Sarrazin ist aber nicht nur rassistisch, er ist in höchstem Maße Selbstverliebt. Seine Thesen zu der Intelligenz der Unterschicht, beleidigen im Endeffekt nicht nur Muslime oder Migranten, sondern auch den Deutschen selbst und alle Menschen gleichermaßen.
Da frage ich mich, wie kann jemand solchem Menschenhass auch noch applaudieren? Das erste mal, seit fast 40 Jahren, fühle ich mich in Deutschland "wirklich" unwillkommen, trotz meiner fast vollzogenen Assimilation, möchte ich nur noch weg hier, am liebsten auf eine einsame Insel, weit weg von den Sarrazins dieser Welt.
Leider weiss ich aber auch, dass es wirklich eine einsame Insel sein müsste, denn der Rechtstrend scheint eine ansteckende Wirkung zu haben und verbreitet sich rasend schnell nicht nur in Europa.
Ich kann, wenn ich will Sarrazinsprüche ertragen, meine Kinder sollen, wollen und müssen das nicht.
Ich wünsche den werten Herren Rechtspopulisten genau das was sie verdienen.
Bedenke, dass Schweigen manchmal die beste Antwort ist.
Dalai Lama
Schwer zu sagen, da das Buch noch nichtmal veröffentlicht wurde. Aber es ist zu vermuten, dass es der linken Leitkultur widerspricht. Demnach ist der Autor politisch und gesellschaftlich erledigt...jetzt bereits. Ein in meinen Augen verwerflicher und sehr bedenklicher Vorgang.
Sarrazins Aussagen sind eindeutig neofaschistisch und rechtsradikal. Er ignoriert die Tatsache, dass wir in Deutschland bereits in einer pluralistischen Gesellschaft leben und propagiert stattdessen ein 'deutsches Ideal', dass er voraussetzt, aber nicht erklärt. Was soll das sein? Warum ist der türkischstämmige Gemüsehändler (um in seinen Klischees zu sprechen) um die Ecke weniger "deutsch" als Sarrazins arme Enkel, die wohl nicht mehr in "Deutschland" aufwachsen werden, wie er befürchtet? Wegen seinem Aussehen? Wegen seiner Muttersprache? Wegen der Religion? Wegen der "Rasse"? Da legt er sich dann nicht fest. Er sagt dann lieber generalisiert, dass "eine große Zahl an Arabern und Türken (...) keine produktive Funktion, außer für den Obst- und Gemüsehandel" hätten. Ganz abgesehen von der wirtschaftlichen Notwendigkeit von MigrantInnen in Deutschland: soll wirtschaftliche Effektivität in unserer Gesellschaft die einzige Lebensberechtigung sein? Es wird in Zukunft keine Vollbeschäftigung mehr geben, was ist mit Menschen mit Behinderung, was mit Kranken? Er sagt, Türken und Araber seien "durchschnittlich dümmer" und stellten auf Grund ihrer stärkeren "Vermehrung" eine Gefahr für die 'klugen Deutschen' dar. Damit kritisiert er nicht die Bildungs- oder Integrationspolitik sondern stellt "Bildung" mit "Intelligenz" gleich und verknüpft diese mit der Herkunft/Religion/Abstammung etc. Das ist exemplarisch rassistisch. Man könnte ewig weitermachen. Auch mit seinem Hass gegen Arme, den er wohl seinem chauvinistisch-verwöhnten Tunnelblickleben zu verdanken hat: seine Forderung nach einer Verstärkung sozialer Unterschiede durch eine Umstellung in der Familienpolitik: "Weg von Geldleistungen, vor allem bei der Unterschicht." Ich kriege richtig Bauchweh, wenn ich seine Aussagen lese.
Sarrazin ist natürlich KEIN Rassist. Ich habe sein Buch "Deutschland schafft sich ab" bestellt, aber noch nicht gelesen. In der Vergangenheit hat Sarrazin seine Thesen aber stets statistisch oder empirisch untermauert. Ausserdem steht Sarrazin nicht allein. Zu erwähnen ist auch das Buch der erst kürzlich - angeblich durch Selbstmord - verstorbenen berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig "Das Ende der Geduld", in dem sie über ihre Erfahrungen mit Intensivtätern mit Migrationshintergrund berichtet.
Die Kommentare zu Sarrazin, in den Berichten der einschlägigen Gazetten, zeigen, wie weit sich die Politik von den Bedürfnissen der betroffenen Bürger entfernt hat. Auch die zunehmende Verweigerung bei Bundes-, Landtags- oder Europawahlen ist ein Indiz für die zunehmende Politikverdrossenheit.
Sarrazin legt folglich nur den Finger in eine Wunde, die seit geraumer Zeit offen ist und über die zu sprechen ein Tabu war. Anscheinend wird dieses Tabu gerade beseitigt.
@Bogo
Wohl nicht nur selbstverliebt ist er. Eine Psychologin meinte nach einem gesichteten Interview, er scheine Komplexe zu haben. Ebenfalls deuten seine Thesen darauf hin, meinte sie.
Ob das nun stimmt, sei dahingestellt. Er macht bei der ganzen Sache einen grundlegenden Fehler, dass er mit seinen Thesen das Thema Integration grundsätzlich zu einem Rassismus-Thema macht und damit den Extremisten in die Hände spielt. Durch diese Destruktivität wird dabei eh nichts rauskommen. Und somit alles für die Katz. Er hat lediglich sein Buch vermarktet.
Desweiteren kann man an den Reaktionen auch feststellen, dass der Intellekt einiger Zeitgenossen wohl nicht wirklich besser ist als der einiger "böser" Immigranten, wenn sie Sarrazin so unüberlegt zustimmen und mal nicht darüber nachdenken, was seine Worte eigentlich für einen Sinn ergeben bzw. was sie auslösen bei jenen, die es betrifft in der einen oder anderen Weise.
Da stellt sich mir die Frage, wo man das Niveau denn noch verringern kann, wenn es in Teilen anscheinend schon nicht hoch ist.*g*
Was er da von sich gegeben hat, bringt doch eigentlich Probleme mitsich oder?
Wenn wir hochintelligenten "Bildungsdeutsche" keine Kinder mehr kommen, sollen wir dazu gezwungen werden um mit den "Nichtbildungsdeutschen" Schritt zu halten? Zwang? Juchu...
Und darf ich als Bildungsbürger mit einer "Nichtbildungsdeutsche" (vielleicht aus einen "minderen" Kulturkreis) ein Kind zeugen oder wird die vererbte Intelligenz (Sic!) damit angekratzt? Mach ich mich damit schuldig?
Allein die Kombination der Worte bzw. die Wortwahl, die da angeschlagen worden ist in dieser Debatte, ist krank. Keule hin oder her, sie erinnert an Nazideutschland. Wer das nicht sieht oder sehen möchte, tut mir da ein wenig leid.
Insofern müssten wir doch eigentlich froh sein, wenn überhaupt einer Kinder bekommt und den Laden somit am Laufen läßt.
Übrigens, vielleicht liegt es aber auch an der kinderfeindlichen Gesellschaft, dass wenige Akademiker Kinder bekommen oder Familien gründen. Viele haben dazu nicht mal die Chance wegen der Joblage. Sollte man auch mal beachten.
Ach ja, kleiner Nebeneffekt:
Wir brauchen Fachkräfte. Das ist Fakt. Wenn wir aber mittels degenerierter Rassismen über Integration debattieren, werden genau die nicht kommen. Wurde auch schon festgestellt. Da überlegen es sich viele, woanders hinzugehen, wo die Menschen netter sind.
Schlechtes Marketing, würde ich mal sagen.
Mit freundlichen Grüßen
Olli
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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
Komischerweise wird da wird wieder einmal in typischer Art und Weise auf den Überbringer der schlechten Nachricht eingeprügelt und nicht auf die Verursacher dieser Situation.
Aber wer will schon die Wahrheit hören,wenn die Lüge doch so schön beruhigt und eine glückliche, tolle und bunte Multikulti-heile-Welt suggeriert?
Die meisten Menschen in Deutschland werden den Thesen von Sarrazin wohl zustimmen,doch die Presse wird ein anderes Bild zeigen wollen und müssen.
Den Gehalt seines Buches können wir erst dann beurteilen, wenn es veröffentlicht wurde.
Bisher kann ich mir aber soviel abringen:
Sarrazin gibt den agent provocateur wie kein zweiter in dieser Republik. Wenn seine Einlassungen dazu führen die Einwanderung seriös statistisch nach volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten durchzuführen ohne auf das schwachsinnige Demographie-Argument zurückgreifen zu müssen ist uns viel geholfen.
Wie JohnDoe ausgeführt hat, umschifft Sarrazin die Rassismus-Debatte indem er sich im Vergleich zu früher auf keine pauschalisierten Aphorismen stützt, sondern den Raum der ihm von einem Buch geboten wird zum differenzieren zu nutzen scheint.
Dies bewahrt aber den einzelnen nicht davor sich auf den Schlips getreten zu fühlen (@Bogo) auch wenn man nicht der Adressat ist. Sich deswegen gleich unwohl zu fühlen oder Fremden das zu wünschen, was ihnen zustünde (was auch immer damit gemint sei) zeugt für mich von schlechtem Gewissen und Abstraktionsunfähigkeit. Bloß weil er über die Mehrzahl der Migranten redet, sind nicht alle Migranten gemeint. Und schon gar nicht der Einzelne.
Ich wünsche ihm viel Erfolg auf seinem Weg. Es ist der Umgang einer Gesellschaft mit ihren Ausgestossenen und Querulanten an dem sich ihr Grad von Freiheit und Toleranz misst - nicht an ihrem Umgang mit der applaudierenden Mehrheit.
Beste Grüße
Das ist ziemlich lustig... "er ist nicht rassistisch, er sagt nur, dass Muslime dumm sind". Ist das Ihr Ernst?!
Ist man ein Rassist wenn man die Wahrheit verbreitet, über die sonst keiner redet ?
Schaut man auf Länder mit hohem Anteil muslimischer Bevölkerung, so ergibt sich ein sehr differenziertes Bild. Bei der türkisch-stämmigen Bevölkerung ist der Bildungsgrad niedrig. Nur 7,8 Prozent haben Abitur. Zuwanderer aus dem Irak, Iran und Afghanistan haben eine überdurchschnittlich hohe Bildung. Jeder dritte hat Abitur. 15,2 Prozent haben einen Universitäts- oder Fachhochschulabschluss. Zum Vergleich: bei der Gesamtbevölkerung sind es nur 11,3 Prozent. Die These, muslimische Zuwanderer seien bildungsfern ist also falsch.
Quelle: www.tagesschau.deinland/sarrazin154.html
Dies bewahrt aber den einzelnen nicht davor sich auf den Schlips getreten zu fühlen (@Bogo) auch wenn man nicht der Adressat ist. Sich deswegen gleich unwohl zu fühlen oder Fremden das zu wünschen, was ihnen zustünde (was auch immer damit gemint sei) zeugt für mich von schlechtem Gewissen und Abstraktionsunfähigkeit. Bloß weil er über die Mehrzahl der Migranten redet, sind nicht alle Migranten gemeint. Und schon gar nicht der Einzelne.
Hmm, das halte ich für blödsinnig. Umgekehrt fühlen sich Einige beleidigt und krakelen von irgendwelchen "Nazikeulen", wenn man Inhalte als braun feststellt. Das müsste dann auch von "schlechten Gewissen und Abstraktionsunfähigkeit" dieser Leute zeugen oder? Gab hier sogar ein Thread drüber, wo sich diverse selbsternannte "Rechte" auf den Schlips getreten gefühlt haben. Da war es ok, hier nun nicht?
Ist man ein Rassist wenn man die Wahrheit verbreitet, über die sonst keiner redet?
Das mit den Genen? Hmm, wenn dem so wäre, müssten auch Hiphopper, Metalheads, Jazzmusiker bestimmte Gene haben, da sie zu einem bestimmten Kulturkreis gehören. Juden sollen ja ein bestimmtes Gen haben, dann müssten ja auch Christen, Bhuddisten, Atheisten bestimmte eigene Gene haben. Manche Männer haben ja auch ein "Fremd-Ge(h)n". Langschläfer werden dann wohl auch ein spezielles "Gähn" haben. Sorry, aber da hat er sich in die Nesseln gesetzt und hat Mumpitz erzählt.
Vielleicht haben sich Teile der zugezogenen "Unterschicht" einfach nur die Eigenschaften der eingeborenen Unterschicht abgeschaut. Eigentlich gar nicht dumm oder?
Insofern ist die Wahrheit ziemlich relativ. Wahr ist, wir führen immer noch wenig Integrationspolitik mit all den Problemen, die damit geschaffen werden. So wie Sarrazin da rummacht lösen wir sie aber nicht.
Interessant ist, was Merkel dazu gemeint hat. Sie meinte sinngemäß, dass er seinem Thema, was ihm wichtig ist, mit seinen Äußerungen einen Bärendienst erwiesen hat. Er hat mehr oder weniger das Gegenteil erreicht. Da hat sie nicht so unrecht, wenn man sieht, wie darüber diskutiert wird.
Übrigens, er macht ein Grundsatzfehler. Er geht mit seinen Äußerungen gegen die jenigen vor, die das Ende der Kette bedeuten. Niemand wird dumm geboren. Wenn die gestaltende Elite dieses Landes es aber zuläßt, dass es so ist, wie es ist - also auch er, dann sind da weniger die Unterschicht dran schuld, egal welcher Coleur sie ist, sondern die Gesellschaft, die die letzten 50/60 Jahre diesbezüglich gepennt hat.
Was Sarrazin aber immerhin fertig gebracht hat, ist leider, dass man nicht über Lösungen vorhandener Probleme debattiert, sondern über Erbgut, Gene, Rassismen und was weiß ich für ein Schwachsinn. Und dass man lediglich über eine "muslemische Unterschicht" debattiert und nicht über die gesamte Unterschicht mit all ihren Mändys, Chantals, Enricos, Kevins, Orkans, Achmeds, die auf diesen Arbeitsmarkt keine Chance haben wegen ihrer ungenügenden Bildung. Zeigt ja leider auch, welche Vorbehalte da sind. Für Außenstehende muss das ein wenig seltsam anmuten.
Was ich auch interessant finde ist, dass manche sich darüber aufregen, dass andere sich über Sarrazin aufregen Wo ist das Problem? Er hat seine Meinung geäußert, was zu Gegenmeinungen kommt. Das ist so und auch total normal. Und wenn jemand polemisch ist, kommt da die Retour. Er hat im Wald hineingeschrien und so schallt es wieder heraus. Wo ist das Problem? Er kennt das Spiel doch.
Ich finde, ihm wird damit nur viel zuviel Podium gegeben, bzw. seinen kruden Gen-Fantasien. Und diese destruktiven Gedankengänge blockieren einen vernünftigen sachlichen Ansatz, die Probleme anzugehen.
Mit freundlichen Grüßen
Olli
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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
Es wird von den Kommentatoren immer wieder angeführt, offenkundige Tatsachen würden verleugnet. Sarrazin habe Recht und man dürfte in Deutschland seine Meinung nicht sagen, ohne das gleich die Nazikeule ausgepackt würde. Viel ist auch die Rede von Zivilcourage, die diese Mann hätte und man müsse sich mit den Problemen auseinandersetzen, was die Gutmenschen zu verhindern suchten. Die Debatte würde man nicht führen wollen, aus Angst um Wählerstimmen und um das Image Deutschlands in der Welt.
All diese Gründe werden angeführt ohne jegliche Grundlage, schaut man sich in den Medien um, sieht man sehr Wohl das es eine Auseinandersetzung mit dem Thema der Integration gibt (sowohl politisch als auch in anderen Bereichen des Lebens), sogar eine auffällig intensive Debatte. Mal unter der Gürtellinie, mal auf Augenhöhe, Sarrazin ist da eigentlich nur ein Tüpfelchen auf dem i. Sein Ton verführt die rechte Fraktion der Kommentatoren, zu diesem wiederkehrenden Reflex, die eigene Meinung verteidigen zu müssen und Sarrazin ist das Sprachrohr.
Soweit so gut oder schlecht egal, dass muss jeder für sich wissen. Was mir aber Sorgen macht, die Behauptung man dürfe in Deutschland nicht seine Meinung sagen, denn dies entbehrt jeglicher Grundlage. In den Kommentarbereichen aller Medien, bis auf einige wenige Ausnahmen, finden sich Menschenunwürdige Texte mit Vorbehalten und Beleidigungen gegen Muslime, die nicht gelöscht werden. Nun mag das evtl. gewollt sein um menschliche Abgründe zu visualisieren, doch kann ich dem nichts abgewinnen, schließlich kann ich trotz der Behauptung ich sei Dumm oder Dümmer, noch lesen.
Das Lesen sollte ich lieber unterlassen, denn seit Sarrazin wieder zugeschlagen hat, verdumme ich tatsächlich noch mehr, da ich nicht mehr dazu komme andere Artikel zu lesen. Allein die Kommentare, nehmen Stunden in Anspruch, auch wenn sie den immergleichen Tenor haben, komme ich nicht drumherum mir das ganze Elend bis zum Schluss reinzuziehen. Das ist fast schon Selbstgeißelung, aber ich muss rausfinden auf welcher Grundlage diese Atmosphäre entsteht, ob es irgendeinen Grund gibt Sarrazin Recht zu geben und welchen Zweck die ewige Rhetorik der Kritiker erfüllen soll.
Leider ist es doch so, dass Integration verlangt wird, es aber keinerlei Anreiz für diese gibt, wenn die erbrachte Leistung am Ende doch wieder in der Unterscheidung "Du Migrant, ich Deutscher" endet. Sarrazin pauschalisiert, ordnet in Kategorien ein, unterteilt in gute Gene und in Schlechte. Selbst wenn der Migrant oder Moslem sich die Mühe macht seinem Kind eine bessere schulische Laufbahn zu ermöglichen, dann unterstellt Sarrazin, diese Bemühung würde die Einheimischen um Längen zurückwerfen, da der Migrant oder Moslem ja garnicht über das Intelligenzgen verfügt und man somit mehr Arbeit mit ihm hat, die dann aber nur selten fruchtet.
Es gibt für ausgebildete Akademiker mit Migrationshintergrund sicherlich viele Gründe Deutschland zu verlassen, darunter auch der Aufschwung in der Türkei, der für die Zukunft eine gesicherte Existenz in für Muslime gewohnter Umgebung verspricht. Und wenn meine Tochter, ein Jahr vor Beendigung des Abitur weiß das sie Deutschland verlassen will, wegen der Vorurteile, die sich gegen Muslime aufgebaut haben (auch wenn sie den Glauben nicht praktiziert), dann müssen wir uns auch fragen, warum es diese Debatte erlaubt, dass die Schwächsten nämlich unsere Kinder darunter leiden.
@Varnhagen
Dies bewahrt aber den einzelnen nicht davor sich auf den Schlips getreten zu fühlen (@Bogo) auch wenn man nicht der Adressat ist.
Schön das sie sich nicht auf den Schlips getreten fühlen, da gehören sie wohl zu den 20% mit Hirn in dieser Gesellschaft.
Den meisten der Kritiker der Muslime scheint entgangen zu sein, dass die deutsche Unterschicht gleichermaßen durch Sarrazins Aussagen betroffen ist. Diese aber fühlt sich allein durch ihr "Deutschsein" nicht angesprochen und applaudiert ihm ohne Vorbehalte.
Nein, er kann mir nicht auf den Schlips treten, ich trage keinen und ich bin nicht einmal Moslem. Ein Verständnis für Menschenverachtende Meinungen habe ich im Laufe meiner Integration auch im Geschichtsunterricht erlernt und nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass sich ähnliches einmal in Deutschland abspielen könnte.
Nun wird es vielleicht nicht in einem Szenario enden, was man mit dem Hitlerregime vergleichen könnte, aber eine gewisses Gefühl von Unwertigkeit bleibt. Integration dauert mehrere Generationen, doch die Geduld der meisten Deutschen scheint trotz der eigenen Geschichte, schon nach drei Generationen am Ende. Schade, nichts aus der Geschichte gelernt.
Bedenke, dass Schweigen manchmal die beste Antwort ist.
Dalai Lama
Ghostrider
Ist Thilo Sarrazin ein Rechtspopulist mit Migrationshintergrund?
Laut "FR" ist tatsächlich Sarrazin ein Sprücheklopfer mit Migrationshintergrund. Laut "Welt" waren die Sarrazins religiös verfolgte Hugenotten, und noch davor wohl Abkömmlinge der Islamisierten Sarazenen.
Seit dem 11. September 2001 haben manche Menschen nach dem terroristischen Anschlag auf "Ground Zero", eine andere Sichtweise vom Islam erfahren.
Bin Laden und seine Al-Kaida haben die islamische Religion für ihr Terror-Netzwerk mißbraucht und bei manchen Leuten eine Islamophobie ausgelöst. Sicherlich auch bei Thilo Sarrazin.
Das gibt ihm aber noch lange nicht das Recht, friedlich lebende Muslemen in Deutschland zu diffamieren.
Als gläubiger Christ sollte Sarrazin auch wissen, dass das Christentum vom Mittelalter bis Mitte des 18. Jahrhundert eine ausgesprochen finstere Zeit über ca. 500 Jahren erlebte.
Denn in der Bibel steht nirgendwo etwas von "Teufelsaustreibung, Hexenwahn, Ketzer und Hexenverfolgung". Wieviele unschuldige Menschen wurden damals von den fanatischen Glaubensterroristen bestialisch gefoltert und auf dem Scheiterhaufen bei lebendigem Leibe verbrannt.
(Du sollst nicht töten!)
Sarrazin stößt mit seinem gesellschaftlichen Rundumschlag bei der Bevölkerung auf wenig Gegenliebe. Das beweisen viele Foren diesbezüglich im Internet.
Man kann nicht in Deutschland Armut mitproduzieren, und dann mit dem Finger auf die armen Leute zeigen. Das ist für mich unterste Schublade.
Ich habe zwar meine Brötchen in Luxemburg verdient, und war nie arbeitslos, dennoch kann ich mir gut vorstellen, dass man mit 350,-€ im Monat nicht gerade im Luxus lebt.
Viele dieser Menschen sind verzweifelt über ihre Situation, und bestimmt keine Faulenzer. Es sind wirklich nur Minderheiten, die sich als Sozialschmarotzer profilieren.
Vielleicht sollte Herr Sarrazin für 4 Wochen seine Wohnverhältnisse mit eine 3 Zimmer Wohnung (Plattenbau) tauschen, und mit 350,-€ 4 Wochen lang leben, bevor er seine aufpolierten Stammtischparolen vom Stapel lässt.
Auch für das schlechte Bildungsniveau gibt es eine Erlärung. Nämlich Jahrzehntelange verfehlte Bildungspolitik.
Viele Islamophobe sind nicht generell ausländerfeindlich, viele sind sogar sehr USA freundlich. Auch Sarrazin singt das Loblied auf die "inteligenteren jüdischen Einwanderer aus Osteuropa", was bei der NPD auf wenig Gegenliebe stoßen dürfte.
Gerade als Banker ist es nicht vorteilhaft, sich chauvinistisch/rechtspopulistisch zu profilieren. Das Judentum in Deutschland wird wohl seine Worte sehr genau in Augenschein nehmen.
@Bogo
Ich kann Ihnen versichern, dass die Mehrheit des deutschen Volkes nicht so denkt wie Thilo Sarrazin.
Leben Sie weiter Ihren Glauben und Ihre Kultur, denn Deutschland ist immer noch ein freies Land, und daran wird sich auch nichts ändern.
Ich habe die Gastfreundschaft und die Hilfsbereitschaft der Muslemen auf meinen Reisen vor 30 Jahren kennen- und schätzen gelernt, und ich lebe noch ;-)
Vielen Menschen in unserem Lande fehlt die Weltoffenheit und das Interesse für andere Völker und Kulturen, und den Mut zu Toleranz!
Mit den besten Grüßen
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
@Ghostrider
Naja, bei mir ist es etwas kompliziert, denn nur mein Mann ist Moslem und ich habe serbischen Migrationshintergrund, dazu bin ich ziemlich Ungläubig. Das eigentliche Problem sind nicht wir Erwachsenen, wir kommen mit der Kritik schon klar. Das Problem sind die Kinder, denen bestimmte islamische Eigenschaften zugeschrieben werden und gegen die sie sich im Alltag und in der Schule verteidigen bzw. sie erklären müssen.
So ist es nicht selten, dass die kulturelle Vielfalt unserer Kinder nicht wahrgenommen wird und sie nur durch ihre Namen in diese Schublade gesteckt werden. Wir wollen uns nicht von Muslimen distanzieren müssen um nicht in eine Schublade gesteckt zu werden, denn auch Muslime sind keine Einheit und so wie nicht jeder Deutsche automatisch zum Christen erklärt wird sondern vordergründig die Person wichtig ist, wollen auch wir über unsere Persönlichkeit definiert werden.
Was die Kommentare in den Foren betrifft, muss ich ihnen leider widersprechen, denn ich sehe doch eher einen Rechtstrend. Auch gewisse Umfragen zu Muslimen in den Medien weisen darauf hin, dass Meinungen wie Sarrazins von 80% der Kommentatoren geteilt werden. Wie solche Ergebnisse zustande kommen, weiß ich nicht, aber ich gehe mal davon aus das nicht nur rechtsgerichtete Menschen die Zeitung lesen.
Ich muss aber auch einräumen, dass ich nicht immer so verkrampft mit diesem Thema umgehe, denn ich weiß das man solchen Meinungen auch mit Humor begegnen kann. Leute die Sarrazin zustimmen würden, werden oft auch unfreiwillig ziemlich komisch, dass durfte ich neulich erfahren als meine Tochter und ich noch eine Runde mit unserem Hund gingen. Ich kam ins Gespräch mit einem anderen Hundebesitzer und dieser wollte mir glatt weißmachen, sein Hund hasse Türken und würde diese immer verbellen, dabei klebte dieser förmlich an meiner Tochter (Halbtürkin), die nun auch unfreiwillig für eine absurde Thematik herhalten musste. Nachdem wir klären konnten, dass der Hund ganz sicher kein Rassist sein kann, geht uns dieser Hundebesitzer geflissentlich aus dem Weg. Ob der Hund nun die Meinung des Herrchens auch ändern kann, sei mal dahingestellt. ;-)
Ich empfinde diese Debatte ähnlich, denn wenn ich nicht laut genug bellen kann, dann muss eben der Hund herhalten und meine Meinung vertreten. So bellt Sarrazin einfach vor und der Rest bellt es nach. Im Kern aber ist es doch so, dass in diesen Foren der anonym gepflegte Hass, erst einmal zu Tage tritt um sich dann im Alltag zu ergießen, wenn man denn dann meint genug Rückendeckung in der Gesellschaft zu haben. Das ist mein Vorwurf an Sarrazin, er ist der Kanonier, die Kommentatoren die Kanone und die Muslime, dass Kanonenfutter. Sie sollen für soziale Missstände verantwortlich sein, die sie nicht selbst geschaffen haben und nicht von Heute auf Morgen ändern können.
Die Gesellschaft entzieht sich ihrer Verantwortung und findet ominöse Gründe, warum der Moslem ist wie er ist, lädt im eine Masse von Verfehlungen auf den Rücken und rechtfertigt damit das eigene Scheitern. Nicht nur in Fragen der Integration, die nur ein Aspekt ist wenn man denn die Migranten tatsächlich auffangen will. Soziale Fragen und Probleme die nicht beim Muslim enden, müssen gelöst werden, damit eine Integration auch vorbildlich weitergehen kann. Sozial gestärkten Menschen wird es sicher leichter fallen, sich zu integrieren. Da finde ich übrigens Roland Kochs Vorschlag (ausnahmsweise) mal gut, ein soziales Jahr für alle, dass würde auch vielen Querschlägern vor Augen führen, dass sie auch cool sind wenn sie etwas gutes tun. ;-)
Im übrigen ist es nicht so, dass bei den Muslimen nicht über die Thematik diskutiert wird, eine "Interne" Diskussion findet statt, erschreckenderweise aber unter den gleichen Voraussetzungen wie in den genannten Foren. Der eine empfindet den anderen als Unwertig und fühlt sich durch die Verfehlungen "der Anderen" durch den Schmutz gezogen. Schuldzuweisungen werden auch hier von den vermeintlich besseren Muslimen, auf "die anderen" schlechteren Muslime verschoben.
Soviel zu den Argumenten mit der Nazikeule, Rassismus ist nicht den Nazis vorbehalten, so wie es auch in einem anderen Thread grade diskutiert wird, wir alle haben unsere Vorurteile und die Grenzen zu Rassismus verschwimmen in dieser Debatte leicht. Ich nenne weder Sarrazin noch die Kommentatoren Nazis, aber sie bewegen sich in Bereichen die es nahelegen, dass ihre Vorurteile auf der Rasse und der anderen Kultur der Muslime basieren, hinzu kommt eine ordentliche Portion Sozialdarwinismus, vielleicht von Darwin so nicht gewollt, doch gab er den Nationalsozialisten ihre Vorlage zum Völkermord.
Wer etwas Zeit übrig hat, kann sich auf folgendem Link näher informieren lassen.
Darwins langer Schatten
Eine hervorragende Analyse von Hendrik Cremer vom Deutschen Institut für Menschenrechte.
"Rassismus kommt nicht nur von rechts"
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
Zum heutigen Auftritt Sarrazins in einer Pressekonferenz kann ich nur folgendes anmerken:
1. Sarrazin hat versprochen jede seiner Thesen durch Statistiken zu untermauern. Erste Berichte, die mir über das Buch vorliegen, bestätigen das. Des weiteren soll sich der Verdacht aufdrängen, daß Sarrazin dieses Buch unmöglich allein geschrieben habe, sondern umfänglichen juristischen Beistand hinzugezogen hätte.
2. Die Aufregung innerhalb der türkischen Bevölkerung und Presse in der BRD ist zur Zeit enorm. Dabei wird aber nicht berücksichtigt, daß der Schlagabtausch vom türkischen Ministerpräsidenten Erdogan eröffent wurde. Von Erdogan stammt folgendes Zitat:
"Die Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen unsere Soldaten".
2008 bezeichnet Erdoğan anlässlich eines Deutschlandbesuchs die Assimilation türkischer Einwanderer in Deutschland als "Verbrechen gegen die Menschlichkeit"
Selbstverständlich ist mir bewußt, daß es einen Unterschied zwischen Assimilation und Integration gibt. Trotzdem frage ich mich, ob die ursprünglich deutsche Bevölkerung - sofern sie noch über einen Funken Selbsterhaltungstrieb verfügt - angesichts derartiger politischer Strategien der Türkei (als Hauptherkunftsland unserer muslimischen Mitbürger) - nicht 100% hinter Sarrazin stehen müßte.
Im Grundgesetz steht doch jeder, hat eine Meinungsfreiheit es ist doch egal ob ein Mensch ein Öffentliches Amt hat ober nicht.Deshalb ist mann noch lange kein Rassist.
@Dmitri
Schon wieder Erdogan und sein Spruch, er sagte diesen als er noch mit Erbakan verbandelt war und er hat sich schon vor geraumer Zeit von Erbakan und seinen radikal islamischen Ansichten distanziert. Auch die Befürchtung im Ausland und in der Türkei, dass Land würde unter Erdogan islamisiert werden, hat sich nicht bewahrheitet. Eher ist es demokratischer geworden und auch das hat den wirtschaftlichen Aufschwung in der Türkei gefördet, wohl gemerkt unter Erdogan. Dazu die Annäherung an die Armenier und mehr Rechte für Kurden, was man ihm trotzdem nicht dankt, aber anderes Thema.
Kommen wir mal zu Assimilation, auch wenn ich fast schon vollständig assimiliert bin, halte ich nichts von Assimilation.Meine Assimilation ging schnell, da ich unter deutschen Kindern aufgewachsen bin und viel deutsche Kultur vermittelt bekam, darunter leidet aber meine Identität, denn die serbische Kultur ist mir gänzlich fremd, was mich eher traurig macht denn froh.
Ich finde es interessant Einblicke in die verschiedensten Kulturen zu bekommen und ich empfinde es tatsächlich als "Bereicherung" wenn ich Menschen und ihre andere Kultur verstehen darf, was nicht heißen soll das man ständig auf seiner Andersartigkeit herumreiten muss. Gewisse kulturelle Vielfalt sollte man aber pflegen dürfen, besonders im privaten Bereich.
Was Erdogans Rede in Köln anbelangt, sollte man vielleicht mal die Umstände sehen, die Frage warum Türken sich von Erdogans Reden begeistern lassen ist schnell geklärt. Deutsche Politiker sprechen nicht mit dem Volk, sie sprechen über das Volk, sie stellen keine Nähe her. Erdogan muss man auch zugestehen das er ein sehr guter Redner ist und sich mit dem Volk auf eine Stufe stellt.
Die Kanzlerin "aller Deutschen" wirkt da eher wie ein Aschenputtel und sie hat es versäumt den Türken das Gefühl zu geben, sie sei auch ihre Kanzlerin.
Schon 2004 sagte sie, dass die Integration der Muslime gescheitert sei. Da wüsste ich gern von ihnen, wen würden sie lieber reden hören? Jemanden der ihnen Honig um den Bart schmiert oder jemanden der sie schon aufgegeben hat?
Da ich aber diese Vermischung von türkischer Politik und der deutschen ziemlich unsinnig finde, da der Migrant in Deutschland wohl eher wenig Einfluss auf die türkische hat, ist so eine Diskussion unnötig. Konzentrieren wir uns doch auf unsere eigenen Probleme.
Das Sarrazin für jede seiner Behauptungen Fakten vorweisen kann, halte ich für ein Gerücht, er hat mit Zahlen jongliert und gibt es auch unumwunden zu, ich kann mir aber auch schwerlich vorstellen das ihnen dieser Umstand entgangen wäre. Ich habe kein Problem damit, richtige Fakten anzuerkennen, insgesamt konzentrieren sich die Zahlen aber auf soziale Brennpunkte in den großen Metropolen, ich hätte lieber zwei Statistiken. Wie sieht es da aus, wo sich nicht mehrere Millionen Menschen auf die Schnürsenkel treten. Mein persönlicher Eindruck ist hier, in einer mittelkleinen Stadt eher ein anderer.
Wie dem auch sei, was stellen sie sich vor, wenn sie von Selbsterhaltungstrieb reden, wie wollen sie vorgehen. Man wird muslimische Familien nicht auf Dauer voneinander trennen können. So wird es weiter "unqualifizierte oder auch islamische" Einwanderung geben. Sie können den Menschen nicht vorschreiben, wen sie heiraten dürfen und wen nicht. Sie werden auch den Islam nicht verbieten können, wenn sie sich weiter auf demokratischem Boden bewegen möchten.
Für kriminelle Ausländer gibt es Gesetze und Abschiebungen sind keine Seltenheit, die einen gesicherten Aufenthaltsstatus haben oder die deutsche Staatsbürgerschaft, werden vom Gesetz genauso behandelt wie deutsche Kriminelle. Das ist nun mal Demokratie, oder denken sie darüber nach uns die Staatsbürgerschaft zu entziehen? Das wäre in höhstem Maß undemokratisch.
Es geht kein Weg daran vorbei, weiter in Bildung und Integration zu investieren und die Sache mit ihren Ängsten vor Überfremdung bzw. Islamisierung, da kann ich ihnen keinen Rat geben. Ich habe keine Angst vor Überfremdung und mein werter Gatte, zwingt mich nicht in seine Religion.;-)
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
Hier ist ein interessanter Artikel über die ganze Gen-Sache:
Tabubrechende Idiotie
Hmm, ich weiß nicht ob es so sinnvoll ist, mit Erdogan zu argumentieren, der seines Zeichens ja auch rechts bis rechtsradikal oder nationalistisch verortet ist. Da sollte man vorsichtig sein, seine eigene Idiotie nicht mit der Idiotie anderer zu rechtfertigen.
Da muss man auch nicht von Selbsterhaltungstrieb reden. Frage mich, wie das dann in letzter Konsequenz aussehen solle, wenn man von Genen, Rassen und vererbbarer Intelligenz redet. Das geht zu Lasten der Menschen die es betrifft oder betreffen sollte.
Für mich klingt es auch nicht intelligent, wenn man dieses Thema, diese Probleme, die ja nicht neu sind, von der Warte aus angehen möchte hinsichtlich Gene usw.. Das führt zu nichts Gutem. Und genau das wurde an Sarrazin kritisiert. Damit wurde ein sachlicher Umgang schon mal fast ausgeschlossen. Konstruktives kam ja bis jetzt nicht heraus.
Aber immerhin zeigen so manche Kommentatoren sehr gut, dass Sarrazin insofern recht hat, dass es mit der Intelligenz selbst in der selbsternannten Mittel- wie Oberschicht nicht weit bestellt ist, wenn man so schnell "Ja" zu seinen Aussagen sagt ohne mal zu gucken, mit welcher Sprache er da ankommt und wie die Wirkung dessen ist.
Frage mich auch, warum ich mich dann noch integrieren sollte, wenn man mich aufgrund meiner Hautfarbe für minderwertig erklärt. Dann würde ich wohl auch trotzig reagieren und sagen "dann habt ihr halt Pech gehabt" und eine schöne ruhige Kugel schieben.
Da wird ein Gegeneinander geschaffen. Das nützt niemanden, ausser den Idioten.
Mit freundlichen Grüßen
Olli
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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
http://rassismus-deutschland.suite101.de/arti...
Ich möchte hier auf einige der auch von Kommentatoren vertretenen Thesen Stellung nehmen und verweise des besseren Vertsändnisses halber auf o.g. Artikel zum Thema.
Wahlweise habe ich einen Beitrag herausgegriffen,um an diesem Beispiel die aus Sarrazins Rabulismus entstehenden Irrtümer beim rhetorisch ungeübten Leser darzustellen.
Zitat John Doe:"Es ist Fakt, dass Intelligenz 50-80% genetisch bedingt sind. Er sagt NICHT, dass alle Muslime dumm sind. Er sagt NUR, dass die Mehrzahl der Muslime in Deutschland integrationsunwillig und überdurchschnittlich dumm sind - desweiteren überdurchschnittliche hohe Geburtenraten aufweisen."
Zum ersten Satzteil: "...es ist Fakt, dass Intelligenz zu 50-80% genetisch bedingt sind"
schreibt z.B. Wikipedia:
Jedoch gibt es auch renommierte Forscher, die die These vertreten, dass der Mensch über multiple Intelligenzen verfüge, die vollkommen miteinander unkorreliert sind oder gar eine negative Korrelation miteinander aufweisen ("wer gut in Mathe ist, ist unsportlich"). Nach derartigen Theorien ist es nicht möglich, Menschen hinsichtlich ihrer Intelligenz in eine Reihenfolge zu bringen, da jeder in etwas exzellent ist. Ein bekannter Vertreter dieser Theorie ist beispielsweise Howard Gardner....(...)Schließlich ist die Debatte um die Erblichkeit der Intelligenz auch nicht frei von Skandalen geblieben. Als äußerst umstritten, gelten dabei zum Beispiel Cyril Burt (der aufgrund von Studien an getrennt aufgewachsenen eineiigen Zwillingen, die möglicherweise nie stattfanden, eine Erblichkeit der Intelligenz von 70 bis 80 Prozent annahm)[7] und Rick Heber (der aufgrund eines Experimentes, an dessen Existenz ernsthafte Zweifel aufgekommen sind, annahm, dass der IQ sich durch entsprechende Programme um circa 35 Punkte steigern lasse).[8] Obwohl diese Forscher heute als äußerst umstritten gelten, werden sie noch immer (Stand 2009) von anderen Wissenschaftlern aus den entsprechenden Lagern unkritisch zitiert." Zitat Ende.
Es bleibt also festzuhalten, dass bereits der SATZANFANG "..es ist Fakt..." definitiv FALSCH ist, sondern richtig ist, dass eine nicht beweisbare THESE besagt, Intelligenz sei zu x% erblich.
Aber was sagt das überhaupt aus, selbst WENN es so wäre?
Nehmen wir mal folgenden Fall:
eine deutsche Familie wandert nach Marokko aus. Sie sind nicht der arabischen Sprache mächtig, kennen nicht die regionalen Gepflogenheiten und benötigen ca. 5-10 Jahre, um sich einen Freundeskreis aufzubauen und sich zu integrieren. Wenn nun die Kinder der Familie ebenfalls 5-10 Jahre benötigen, um die arabische Sprache ausreichend gut zu beherrschen, und während dieses Lernprozesses kein Abitur ablegen können, sind sie deshalb DUMM?
Machen deutsche Kinder, die nicht die landesgepflogenheiten zuhause mitmachen (wie z.B. den Ramadan) deshalb Marokkos Menschen DÜMMER?
Wer solcherlei Thesen vertritt, sollte sich mal nach seiner eigenen Abstammung erkundigen und sich bei seinen Vorfahren über seine eigene unzureichende Intelligenz beschweren...
zum zweiten Textteil:
"Er sagt NICHT, dass alle Muslime dumm sind. Er sagt NUR, dass die Mehrzahl der Muslime in Deutschland integrationsunwillig und überdurchschnittlich dumm sind"
Ob nun "alle" oder in anderen Worten "die meisten" spielt letztlich keine Rolle- es ist so oder so einfach eine an den Haaren herbeigezogene Meinung und eben gerade KEINE Tatsache.
Zum anderen kann man nicht aus der Religion (die meisten Muslime.." auf die Nationalität schliessen, und wenn hier von Muslimen geschrieben wird, so umfasst dieser Begriff
1. Asien: 637 Mio.
2. Afrika: 278 Mio.
3.ehm Sowjetunion: 39 Mio.
4. Europa: 13 Mio.
5. Nordamerika: 3 Mio.
6. Lateinamerika: 1 Mio.
Weltweit: knapp 1 Milliarde Menschen. Darunter gibt es sicher auch ungebildete oder intelligenzretardierte Menschen, jedoch setzt diese sich keinesfalls aus weniger intelligenten Menschen zusammen als das deutsche Durchschnittsvolk. Diese Aussage ist per se rassistisch und unzutreffend, quot erat demonstandum.
Und zuletzt noch der letzte Satzteil
"desweiteren überdurchschnittliche hohe Geburtenraten aufweisen."
Überdurchschnittlich, gemessen woran?
An der chinesischen 1-Kind.Politik gemessen sind Europäer die reinsten Karnickel. Gemessen an der Bundedeutschen 1,6 Kinder-Durchschnittsfamilie ist man mit jeder Fortpflanzungsrate ab 2 Kindern "über dem Durchschnitt"
Fazit:
wischiwaschi-Aussagen für das Prekariat, das froh ist, im Sommerloch mal über was anderes als über Kampfhunde herziehen zu können, um von den eigenen Defiziten abzulenken und endlich mal einen Schuldigen für das eigene Versagen gefunden zu haben.
Nur geistige Tiefflieger sind nicht fähig, zu bemerken, wie Sarrazin sie manipuliert mit seinen angeblichen "Fakten" die meilenweit davon entfernt sind, wissenschaftlich unterlegt oder auch nur im Ansatz wahr zu sein.
Sarazin ist sowohl (...) als auch Rassist, aber im überwiegenden Masse ist er ein Manipulator, der die Dummheit derer erkannt hat, die ihm jetzt zujubeln und ihm den Rücken stärken. Während er mangelnde Bildung von Muslimen beklagt, beweisen seine Anhänger, wie ungebildet sie sind, indem sie seine Thesen als Tatsachen nachkauen. Mir wäre das mehr als peinlich, deshalb ist imho jeder INTELLIGENTE Mensch gefordert, sich von soetwas zu distanzieren.
Hallo, wir mussten einen Teil Ihres Beitrags löschen, weil er gegen unsere Diskussionsregeln verstoßen hat. Moderator_JW
Ob Sarrazin Rassist ist oder nicht, ich glaube nicht, dass das in diesem Zusammenhang relevant ist. Sarrazin spring auf eine Schiene auf, die hier in Deutschland gut ankommt. Man wirft den Muslimen vor, sich nicht richtig zu integrieren, ohne darüber nachzudenken dass man unter Integration nichts anderes als Assimilation versteht. Integration heisst sich in einen Staat einzufügen, ohne seine kulturellen Eigenheiten aufgeben zu müssen. Assimilation ist nichts anderes als eine Abart von Deutschtümelei. Wir sollten als Deutsche eigentlich aus unserer Geschichte gelernt haben, dass die unheilvolle Anpassung an das Gastland letztendlich nur in einer Katastrophe enden kann. Ich selbst habe noch Juden getroffen, deren deutsches Denken soweit ging, dass sie sich einfach nicht vorstellen konnten, dass man als junger Deutscher ihre Wertvorstellungen nicht mehr teilt. Juden haben den Channukka-Baum erfunden, nur um ihren Kindern auch einen Christbaum ins Wohnzimmer stellen zu können. Juden haben sich taufen lassen und sich von ihrer Vergangenheit total getrennt, mit dem Effekt, dass Ihnen Auschwitz nicht erspart blieb. Was ich will, ist hier in Deutschland muslemische Mitbürger zu haben, die stolz darauf sind hier zu leben, aber nicht anfangen ihre türkischen, arabischen oder persischen Wurzeln zu verleugnen.
Und wir sollten einmal Sarrazin als das betrachten, was er wirklich ist. Ein presse-geiler Mann, der festgestellt hat, dass ihn jeder seiner dummen Sprüche in die Zeitungen und ins Fernsehen bringt. Was er wirklich braucht ist die Öffentlichkeit,er ist nichts anderes als die "Paris Hilton der deutschen Rechten"
Ghostrider
Die dogmatischen Entgleisungen von Thilo Sarrazin in Bezug auf das "sogenannte Bildungsdefizit" bei den hier friedlich lebenden Muslemen in Deutschland, lässt jetzt ohne die "Nazikeule" zu schwingen die Vermutung entstehen, Menschen in Deutschland in weitere Unterschichten zu klassifizieren.
Demnach gäbe es für Sarrazin neben der Ober- Mittel- und Unterschicht noch eine weitere Schicht weit unterhalb der Unterschicht, "nämlich die Migranten!"
Nein! Das ist ganz und gar nicht rassistisch, oder? Pardon, man müßte noch "rassistisch durch völkisch ersetzen", klingt besser!!!
(...)
In den USA gibt es unter der "schwarzen Bevölkerung" Ärzte, Rechtsanwälte und Richter. Nach Sarrazins Aussage, müßten diese Leute alle strohdumm sein!!
Auch in der Türkei gibt es Ärzte und Wissenschaftler, sowie im Iran und Irak. An dieser Stelle könnte ich noch weitere Länder aufführen.
Somit ist die Gen-Ideologie von Herrn Sarrazin widerlegt und haltlos.
Er sollte sich besser bei den Betroffenen Menschen für seine aggressive verbale Ausbrüche entschuldigen.
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
Hallo, wir mussten einen Teil Ihres Beitrags löschen, weil er gegen unsere Diskussionsregeln verstoßen hat. Moderator_JW
GD Herr Sarrazin ist mir eigentlich ein Rätsel. Was wollte er mit der Veröffewntlichung seines Buches bezwecken? Hier ein Motiv zu erkennen, ist gar nicht so leicht.
Wollte er seine eigene Intelligenz unter Beweis stellen?
Ist es nur Eitelkeit?
Hat er ein übersteigertes ungesundes Sendungsbewußtsein?
Ist es reines Geltungsbedürfnis?
Es ist müßig, den Wahrheitsgehalt dieser Fragen zu prüfen. Eine solche Verifizierung ist hier sicher nicht des Rätsels Lösung. Entscheidender ist, die Äusserungen des Herrn Sarrazin sind geeignet Irretationen und somit Gefahren für unser Gemeinwesen hervorzurufen. Er glaubt anscheinend, man brauche diese Thematik, subtil und potionsmäßig verpackt, nur auf eine höhere akademische Ebene hieve und schon kann man ungeniert rassistisches und antisemitisches Gedankengut in die Öffentlichkeit bringen. Ich gehe davon aus, das er durch sein Tun und Handeln Gleichgesinnte suchen wollte. Ungeachtet etwaiger menschlichen Unzulänglichkeiten kann ich mir keinen anderen plausiblen Sinn oder Zweck vorstellen.
Die tatsächlich entscheidende Frage ist aber:
Welche Wirkung löst dieser Fall aus?
1) Gleichgesinnte oder die, die es noch werden wollen, kriechen aus ihren Löchern und glauben, der Rassismus und Antisemitismus sei nun endlich "salonfähig" geworden sei.
2) Rechtsradikale Gruppierungen und Parteien haben dadurch Oberwasser bekommen und sind voll des Lobes ob dieser Aussagen in der Öffentlichkeit.
3) Die Aktion des Herrn Sarrazin kann insbesondere schlimme Folgen für unsere heranwachsende Jugend hervorrufen. Jugendliche in einem bestimmten Alter sind in der regel politisch unbedarft und daher besonder empfänglich für politische Pseudowahrheiten. Die rechtsradikalen Parteien haben schon lange auf eine solche Gelegenheit gewartet. Mit der sog. Schulhof-CD hat uns dies die NPD bereits vorexerziert. Auf einen weiteren "Rattenfänger von Hameln - Effekt" kann die Allgemeinheit aber verzichten.
Herr Sarrazin wird in der Zukunft an seinem Buch bzw. an seinen Äusserungen gemessen. Er wird deshalb hinnehmen müssen, dass er nach gesundem menschlichem Empfinden tatsächlich und rechtlich als Rassist bezeichnet werden kann. Herr Sarrazin hat sich selbst gefangen und "geoutet". Er könnte seine Äusserungen relativieren oder gar widerrufen. Ein ehrenwerter Mann hat aber da sicher seine Probleme. So schnell wird aus einem Saulus kein Paulus.
"Assimilation ist nichts anderes als eine Abart von Deutschtümelei."
Das ist Unsinn.Integration ist nur die Vorstufe von Assimilation.Eine sinnvolle und nutzbringende Einwanderung sollte immer eine völlige Assimilation voraussetzen,sonst ziehen wir uns Parallelgesellschaften im eigenen Land und in der Mitte unseres Volkes auf,was ja zu den bekannten Problemen geführt hat.Und da machen nicht die eingewanderten Polen,Russen oder Franzosen die Probleme,sondern die Völker die sich nicht anpassen wollen,sind aus dem arabisch/islamischen Raum.
Und das wollte Sarrazin mit seinem Buch ausdrücken.
Warum sich Einwanderer nicht der Deutschen Kultur und dem Deutschen Volk anpassen dürfen und sollten und das mit der NS-Zeit begründen,erschließt sich mir nicht.Es hat auch rein gar nichts mit der heutigen Situation zutun,noch dazu wäre die Deutsche Sprache und Kultur für alle Zuwanderer ein Gewinn.Die 2000 Jahre alte Kultur der Dichter und Denker hat ihnen viel zu bieten.
Was soll überhaupt das ganze Gefasel von Bildung und Intelligenz im Zusammenhang mit dem legalen Aufenthalt in der BRD?
Wollen wir das Aufenthaltsrecht nun abhängig machen von einem Intelligenztest?
Nehmen wir folgende Konstellation:
ein Deutscher heiratet eine Ausländerin (soll ja vorkommen).
Eine Asiatin, muss ja keine Muslimin sein. Gut, nun will der Mann also heiraten, aber laut Sarrazin machen die Ausländer ja Deutschland dümmer. Der erzielte Bildungsabschluss der Asiatin ist, falls vorhanden, zum Zeitpunkt der Einreise nicht homologisiert und daher in Deutschland nichts wert.
Deutsch kann sie vielleicht auch noch nicht, (dafür aber vielleicht japanisch und englisch), ist diese Frau also zu dumm, um einen deutschen Mann haben zu dürfen? Schadet sie der deutschen Volksintelligenz?
Nun hat diese Frau aus meinem Fallbeispiel vielleicht auch noch ein Kind, sagen wir eins, das Behinderungen geistiger Art hat. Lassen wir dieses Kind frei nach Sarrazin dann nicht einreisen, weil es wahrscheinlich niemals Abitur machen wird?
Heisst es, dass dieses Kind Deutschland schadet, weil es in Deutschland wohnt, selbst wenn sein angeheirateter Stiefvater für seinen Lebensunterhalt aufkommt?
Demnach dürfte dann ein Deutscher eigentlich nur eine Deutsche heiraten, wenn er nicht unbedingt Wert auf ein Hochschulstudium legt, denn mit einer (ungebildeten=dummen) Ausländerin könnte er da ja Probleme bekommen.
Wenn Sarrazins Thesen jemals umgesetzt werden würden, hätte das mehr Auswirkungen auf die Entscheidungsfreiheit deutscher Bürger, mit wem sie z.B. leben wollen, als es "dumme Ausländer" jemals haben werden.
Was ist mit der Deutschen, die sich im Urlaub auf Kuba in ihren Arzt verliebt, und ihn heiratet und mitbringt? Ist er "ungebildet", weil sein Studientitel ggf. nicht anerkannt wird? Ist er "dumm" weil er in Deutschland irgendwann vielleicht Hartz4 brauchen wird?
Wie rassistisch Sarrazins Gedankengut ist, sieht man auch an dem weiteren Beispiel:
ein deutscher Mann sucht sich eine ausländische Ehefrau, z.B. aus Österreich.
Beide treten zum Islam über.
Werden für diese beiden dann die gleichen Wertmassstäbe angelegt wie für die restlichen angeblich "nicht integrierten" Muslime, weil die Frau als Europäerin z.B. Kopftuch trägt? Ist sie deshalb nicht vollwertiges Mitglied der deutschen Gesellschaft, obwohl sie mit einem EU Pass geboren wurde?
Oder andersherum:
ist eine Frau, die eine Kette mit christlichem Kreuz trägt, anders zu bewerten als die Muslima, die ihren Glauben durch das Kopftuch nach aussen zum Ausdruck bringt?
All das sind Hinweise, wie krank diese Thesen eigentlich sind, und es hat nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun, wenn man bewusst die Tatsachen verfälscht, um eine falsche Wahrheit verdeckt unter dem Titel Meinungsfreiheit zu transportieren:
In Wahrheit geht es Sarrazin nicht um Muslime, sondern um die Nationalität der muslimischen Einwanderer, nämlich Türken und Araber.
Und weil er keine anderen Gesetze für diese beiden Volksgruppen verlangen kann als für Russen, Israelis oder Inder, führt er den Glauben als Makel und die angeblichen Intelligenzdefizite ins Feld.
Bildung hat nichts mit Intelligenz zu tun, und Intelligenz nichts mit Religion.
Sarrazin kupfert Sprüche ab, wie z.B. http://www.faz.net/s/RubCC21B04EE95145B3AC877...
Houllebecq, der den Islam als "die dümmste religion" straffrei bezeichnen durfte.
Dies blieb nicht deshalb straffrei, weil es wahr wäre, sondern weil er niemanden persönlich beleidigt hat, denn eine Religion hat keine Persönlichkeitsrechte.
Allerdings ist in Deutschland verboten, Religionen verächtlich zu machen, also nicht ganz die gleiche Situation wie in Frankreich. Hoffentlich checkt das auch mal ein deutsches Gericht.
Also ist alles, was Sarrazin auftischt, ein grosser Brei aus vorgeschobenen, wild zusammengewürfelten Argumenten, die nur dazu dienen, seiner Ausländerfeindlichkeit den Anstrich von Besorgnis um das deutsche Volk zu geben.
Integration verlangen, ja. Integration zulassen ist dazu die Bedingung.
Wenn deutsche Bürger 15 Jahre in Spanien leben, und dann immer noch keinen Satz in spanisch können, dann hat sich damit noch kein spanischer Politiker beschäftigt, nichtintegrierte Deutsche aus dem Land zu vergraulen.Man lässt sie so leben, wie sie es wollen.
Sarrazin aber verlangt Voraussetzungen, die Deutsche zumeist selbst nicht leisten.
Oder warum gab es in Weissrusland, Rumänien und Ungarn die abgekapselte Volksgruppe der Volksdeutschen, die all ihre deutschen Gebräuche und auch die deutsche Sprache bewahrt haben, obwohl sie im Ausland lebten und zwangsintegriert werden sollten?
Integration darf nie bedeuten, die eigene Herkunft und Wurzeln verleugnen zu müssen und eigene Identität aufgeben zu müssen.
Deshalb essen Deutsche in Spanien Weisswurst statt Chorizo.
Und warum sollten sie das auch nicht tun? Wem schadet das?
Ich hol mir jetzt nen Döner;)...
Natürlich ist er ein Rassist! Wer immer behauptet ein Land würde abgeschafft weil eine bestimmte Menge Migranten darin leben, macht doch klar: Ich wünsche mir eine Abgrenzung von bestimmten Menschen weil ich diese nicht als gleichwertig ansehen kann. Das ist absolut rassistisch, da gibt´s nichts zu rütteln!
Ja er urteilt nicht objektiv genug!
Das er sozusagen äußert, das wenn man als Türke geboren wird, man eben dumm ist - geht garnicht!!!
Soll er sich erstmal um die Millionen deutschen Aso...
kümmern! Klar es ist Fakt, das etwas getan werden muss in Sachen Intregration...aber solche Äußerungen sind den gegenüber beleidigend, erniedrigend und Menschenverachtend, die aus ihrem Leben in Deutschland etwas gutes schöpfen!
Grüße...
Es ist vollkommen egal ob Herr Sarrazin ein Rassist ist. Er hat eine Diskussion in die Öfferntlichkeit getragen, die längst überfällig war. Der Zweck heiligt in diesem Fall die Mittel.Es geht bei dieser Debatte mE nicht um den türkischen Gemüsehändler und den indischen Arzt, sondern vor allem um die Schichten mit niedrigem Bildungsniveau. Diese sind hochgradig agressiv und respektlos gegenüber dem Grundgesetz und unserer Kultur (ja ja ich weiss...jetzt kommt wieder "deutschtümmellei" und "ewiggestrig"). Wer von euch war denn schonmal nachts in Wedding, Neukölln oder Billstedt? Einige Menschen leben an der Realität vorbei habe ich das Gefühl!
Nebenbei, wer von euch hat denn das Buch schon vollständig gelesen? ...man muss ja nicht, die entscheidenden Passagen kann man ja in der Bild finden und die Meinung die man dazu haben muss auch! Und wehe man denkt anders darüber...wo kommen wir denn da hin?
Jede Tugend neigt zur Dummheit, jede Dummheit zur Tugend.
Nadine19:Das er sozusagen äußert, das wenn man als Türke geboren wird, man eben dumm ist - geht garnicht!!!
Wollt Ihr alle nur das verstehen, was in Euer Feindbild passt?!
Obige Aussage ist eine unzulässige, grob entstellende Verkürzung von S. Thesen denen er immerhin 400+ Seiten gewidmet hat.
Er behauptet an keiner Stelle, dass Türken doof sind, weil Sie Türken sind. Er behauptet mit wissenschaftlicher Unterstützung, dass Intelligenz erblich ist und das die deutsche Einwanderungspolitik verfehlt ist, weil sie vorzugsweise fremde Unterschicht zur Migration einläd. Das Türken in ihrer Grundgesamtheit nicht weniger blöd sind als Deutsche bestreitet er ja nirgends. Sein Argument ist aber, dass die türkische Unterschicht dank Familienzusammenführung ein Leben im deutschen Sozialstaat sucht, weil es ihr hier besser geht als in der Türkei. Die Intelligenz bleibt entweder dort oder wandert nach erfolgreicher Ausbildung hier vielfach wieder zurück.
Daran ist nichts rassistisches, er wertet keine Kultur ab. Er konstatiert das Offensichtliche, das keiner sehen will. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf konstruieren Medien Rassismus-Vorwürfe.
Mensch Leute, lest das Buch doch mal ohne gleich auf Reizwörter reflexhaft mit Nazitourette zu reagieren.
Bogo:
Den meisten der Kritiker der Muslime scheint entgangen zu sein, dass die deutsche Unterschicht gleichermaßen durch Sarrazins Aussagen betroffen ist. Diese aber fühlt sich allein durch ihr "Deutschsein" nicht angesprochen und applaudiert ihm ohne Vorbehalte.
Sarrazin ist das auch aufgefallen. Der Unterschicht aber nicht, weil sie doof ist.
Der Punkt ist einfach: Wir haben genug schlecht ausgebildetes und arbeitsscheues Prekariat, dass wir nicht auch noch ausländisches mit ernähren müssen (grob überspitzt).
zum Abschluss: Sogar Frau Künast hat das Buch in zwei Stunden von Hamburg nach Berlin gelesen (Zitat nach Beckmann Sendung.). Wenn Frau Künast 446 Seiten in 2 Stunden durch bringt, dann schafft Ihr das auch. :)
Grüße
GD
Buenaventura, 01.09.2010, um 12:58 Uhr
Mein Kompliment! Kurz und bündig haben Sie den Nagel auf den Kopf getroffen.
"Oder warum gab es in Weissrusland, Rumänien und Ungarn die abgekapselte Volksgruppe der Volksdeutschen, die all ihre deutschen Gebräuche und auch die deutsche Sprache bewahrt haben, obwohl sie im Ausland lebten und zwangsintegriert werden sollten?"
Die Deutschen in Rumänien und Ungarn,siedelten sich dort an,wo diese Landstriche noch Deutsch waren,also zu Österreich gehörten.Und das in Gebieten die durch die Türken entvölkert wurden.Somit bauten sie das Land wieder auf ,machten das Land urbar und stellten Truppen gegen die Türkeneinfälle auf.Noch dazu sprachen und sprechen die Deutschen dort fließend Ungarisch und Rumänisch.
Und eine deutsche Minderheit in Weißrussland war sehr sehr gering und sie mussten sich sehr schnell assimilieren.
Aber das alles hat nichts mit der heutigen Situation in Deutschland zutun.
@Varnhagen
Der Punkt ist einfach: Wir haben genug schlecht ausgebildetes und arbeitsscheues Prekariat, dass wir nicht auch noch das ausländisches mit ernähren müssen (grob überspitzt).
Nun gut, wenn das ausländische dann entfernt ist, wen haben sie dann auf dem Kieker?
Wollt Ihr alle nur das verstehen, was in Euer Feindbild passt?!
Retourkutsche:
"Wollen sie alle nur das verstehen, was in ihr Feindbild passt?" Sie müssen wohl oder übel hinnehmen, dass es auch noch Meinungen gibt, die ihrer nicht entsprechen. Das auch mit gutem Grund, denn egal aus welchen Gründen ich mal den Staat in Anspruch nehmen muss, es steht mir zu!
Genauso verhält es sich mit neuen Einwanderern, es wird einen Grund für ihre Aufenthaltserlaubnis geben und der muss rechtlich gesichert sein. Alle die sich unberechtigt hier aufhalten haben keine rechtliche Grundlage und können somit auch nicht den Sozialstaat ausbeuten!
Sie wollen die Demokratie unterwandern, da könnte ja jeder daherkommen und sich seine eigenen Gesetze basteln.
Sarrazins Buch werde ich ganz sicher nicht lesen, allein schon weil ich es dann kaufen müsste und so noch seine Verkaufszahlen in die Höhe treiben würde. Wie sich Sarrazin bisher in den Medien geäussert hat und einige Passagen aus seinem Buch reichen vollkommen.
Im übrigen, hat die Türkei inzwischen auch ein Sozialsystem, nicht das gleiche wie hier, aber dem Amerikanischen ähnlich. Ich kann ihnen sagen, die haben mehr Sozialstaat als Serbien. Ich wage sogar zu behaupten (ohne Statistik, wie Hr.Sarrazin), mehr Sozialstaat als die meisten Balkanländer mit Blick auf Rumänien und Bulgarien.
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
Sarrazins hohle Phrasen, Argumente die wenig überzeugen und keinen inhaltlichen Beitrag zu der "vorhandenen" Debatte leisten . Ein hervorragender Michel Friedman.
Hart aber Fair
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
@Bogo:
Haben Sie die selbe Sendung geschaut wie ich? Dr. Thilo Sarrazin hat sich hervorragend geschlagen, man hat kaum gemerkt, dass es quasi ein "drei gegen einen" war - er hat seine Argumente mit Zahlen, Fakten und Quellen belegt und damit die Luft aus den pathetischen Emotionsausbrüchen von bspw. Asli Sevindim genommen.
Siehe die Umfragewerte:
Stimmen Sie den Thesen von Thilo Sarrazin zu?
a) ja: 84 %
b) nein: 16 %
Quelle:
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2...
Yep, besonders gefallen hat mir die Endphase auf dem Goethe Gymnasium. :-)
Und das beste, er vergisst noch selbst eine Passage aus Goethes "Wanderers Nachtlied".
I'm sorry, welche Fakten bitte? Die vom statistischen Bundesamt und seine "eigenen Berechnungen"?
Orginalton Statistisches Bundesamt:
"Mehr als fragwürdig."
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
@Varnhagen
Ach so ist das, die Blöden bleiben hier und die Schlauen gehen wieder...
Na, das ist doch das was man sich von Gastarbeitern erwünscht: Gäste bleiben nicht ewig! Wenn doch nur alle so wären, nicht wahr???
Nee, nee, das ist doch alles etwas zu primitiv. Fragen wir uns und unsere Politiker doch lieber was wir für Bildung und Integration getan haben, als jetzt mit dem Finger auf die dummen Ausländerkinder zu zeigen!
@Bogo:
Na dann, suhlen Sie sich ruhig in den unwichtigsten 5 Minuten der Debatte. Man muss sich wohl an die Dinge klammern, die einem noch bleiben, gell?
Ich verweise noch einmal auf die Umfragewerte:
Stimmen Sie den Thesen von Thilo Sarrazin zu?
a) ja: 84 %
b) nein: 16 %
Hallo, wir möchten die Nutzer bitten, sachlich über das o.g. Thema zu diskutieren. Vielen Dank! Moderator_JW
Es wird Zeit,dass ein Mensch hier mal auf Probleme mit den Muslimen hinweist. Welcher der pseudo Intellektuellen würde seine Kinder in eine Schule nach Neukölln schicken? Dieses Multi-Kulti geschwafel ist doch nur ein Witz. Dies Leute hoffen, dass ein Sarazzin als Rassist verunglimpft wird " Na aber hallo " Wenn ein Muslim 30-40 Jahre in einem Land wohnt, nicht mal in der Lage ist sich in der dort gebräuchlichen Sprache verständlich machen kann so meine ich es wird an der Zeit mit dem Politikergeschwafel aufzuhören und für eine klare Linie zu sorgen. Die reden seit eben dieser Zeit dummes Zeug. Sarrazin hat mir jedenfalls aus der Seele gesprochen und einen Stein ins Wasser geworfen der hoffentlich Wogen wirft. Ich habe nämlich Sorge, dass unsere Kirchen als Lagerhäuser für Koranbücher dienen werden. Ich bin weder Links noch Rechts ich habe von denen die Schnauze voll, die seit 50 Jahren den Bürger veräppeln um es nicht vulgär auszudrücken. Lust hätte ich schon.
Den Thesen von Sarrazin zustimmen, ja ich stimme ihm auch zu, die Debatte ist aber nicht neu und er ist nicht der Erfinder der Integrationsdebatte, so wie sie es uns gern suggerieren wollen.
Er ist aber der Erfinder des neuen Sarrazynismus, mit Halbwahrheiten und selbsgeturkten Statistiken, dem stimme ich nicht zu und ich will keine Debatte unter der Gürtellinie, wenn es um das Leben meiner Kinder hier in Deutschland geht. Sei es weil wir Muslime sind oder Angegehörige der Unterschicht. Wenn 85% der Deutschen meinen, dass die Diskussion so geführt werden muss, dann haben wir nicht nur ein Integrationsproblem sondern auch ein Problem mit unserer Vergangenheit. Die wurde offensichtlich von 85% der Menschen nicht aufgearbeitet.
Alan Posener hat heute in einem Welt Online Artikel, sehr treffend beschrieben wie Sarrazins Thesen bewertet werden können und dem schließe ich mich an, mangels eigener Erleuchtung. Aber ich hab ja jetzt auch eine Begründung für meine Dummheit, einfach die falschen Gene. So what...
"Die Geschichte ist der beste Lehrer mit den unaufmerksamsten Schülern."
Mohandas Karamchand Gandhi
Hallo, wir mussten Ihren Beitrag löschen, weil er off-topic war. Moderator_JW
@Bogo
Wenn 85% der Deutschen meinen, dass die Diskussion so geführt werden muss, dann haben wir nicht nur ein Integrationsproblem sondern auch ein Problem mit unserer Vergangenheit. Die wurde offensichtlich von 85% der Menschen nicht aufgearbeitet.
Kann es vielleicht sein, daß Sarrazin gerade aufgrund derartiger Argumente von der Gegenseite soviel Zustimmung erhält? Schließlich haben die Bürger Augen im Kopf und können sehen.
Sie werfen Sarrazin vor er benutze selbstgeturkte Statistiken. Bitte geben Sie dafür ein Beispiel wo in Sarrazins Buch eine Statistik geturkt wurde.
GD - Was ist die einfache Lüge und was ist die komplizierte Lüge?
Die Unwahrheit zu sagen ist die eindache Lüge. Die Statistik ist dagegen die komplizierte Lüge.
Glaube deshalb keiner Statistik, es sei denn, du hast sie selber gefälscht.
Der Zweck heiligt in diesem Fall die Mittel
Genau da liegt das Problem an der Art, die Sarrazin an den Tag gelegt hat. Er hat damit soviel Gift in die Sache gelegt, dass ein sachlicher Diskurs über die Gesamtproblematik - die bekannt ist, die nicht mal nur die Integration betrifft, sondern auch Bildungs-, Arbeits-, Familienpolitik bzw. überhaupt die gesamte Gesellschaft.
Und wie man an der momentanen Diskussion sieht, wird dabei auch nichts konstruktives heraus kommen, da hüben wie drüben sich alle in ihre Schützengräben verkriechen und ihre Extreme pflegen. Den hiesigen Idioten wirds freuen.
Selbst der neuköllner Bürgermeister hat die Art, die Sarrazin angeschlagen hat, kritisiert. Gleicher Tenor: Damit spaltet man nur, man löst damit gar nichts. Zuviel Gift.
Diese Problematik besteht seit rund 40/50 Jahren. Lustigerweise wird aber genau auf denen rumgehackt, die am wenigsten dafür können. Wenn die heimische Gesellschaft zuläßt, dass sich Einwanderer eingefercht in Arbeiterviertel ansiedeln (wie Neukölln, Kreuzberg, Wedding), wo es aber kaum bis keine Arbeit gibt sondern eh schon soziale Brennpunkte und mit dieser Ansiedlung das Ganze noch verstärken, muss sie sich fragen lassen, was sie, die Gesellschaft, falsch gemacht hat. Diese "Parallelgesellschaften" sind doch nur entstanden, weil die deutsche Gesellschaft es so wollte. Niemand hat ein Regelwerk geschaffen, was soziale Verwerfungen entgegensteuert. Die einen waren vielleicht zu tolerant, die anderen zu ausländerfeindlich und wollen eh niemanden hier haben, der nicht arisch ist. Dazwischen gab es keine Vernunft. Andere haben falsch gespart (u.a. auch Sarrazin selbst). Ebenso hier und da Diskriminierung wie z.B. das Aussondern bei Bewerbungen, wenn die Namen nicht "stimmig" sind oder die Adressen. Das betrifft nicht nur Einwanderer, sondern auch die ganzen "Mändys" und "Enricos" dieser Nation.
Ein Grundproblem: Wir neigen zu Extremen. Das schließt eine vernünftige Lösung schon mal aus.
Das Gleiche sieht man wieder in der jetzigen Diskussion. Das ist leider Sarrazins Verschulden, selbst wenn die Probleme, die er thematisiert hat, stimmig sind.
Die Heranzüchtung unserer Unterschicht wurde ja auch nicht durch Migranten durchgeführt, sondern durch UNS alle! Die "Migrantenunterschicht" hat sich doch nur gebildert, da wir (die deutsche Gesellschaft) es zugelassen haben aufgrund fehlerhafter Politik in so vielen Bereichen der letzten 40/50 Jahre. Da kann sich auch keine politische, gesellschaftliche Kraft ausnehmen. Die "Unterschicht" dafür hauptsachlich verantwortlich zu machen, halte ich für gewagt, da man damit die eigene gesellschaftliche Verantwortung ausblendet.
Und dabei habe ich irgendwie den Eindruck, dass wir Deutsche über kein geeignetes Intelligenz-Gen bzw. Vernunft-Gen verfügen, sachlich und vernünftig dieses Thema lösen zu können bzw. zu wollen, da wir lediglich Opfer unserer Mecker-, Nörgel- und Aufre-Gene sind, welche uns so eindeutig von anderen Völkern unterscheidet.*schmunzel*
Mit freundlichen Grüßen
Olli
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Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru
Ghostrider
@Dmitri
"Sie werfen Sarrazin vor er benutze selbstgetürkte Statistiken. Bitte geben Sie ein Beispiel wo in Sarrazins Buch eine Statistik getürkt wurde."
(Aus dem Beitrag an Bogo)
(...)
Können Sie haben!
Wenn man aber keine Zahl hat, erklärte Sarrazin dem Reporter weiter, muss man eine schöpfen, die in die richtige Richtung weist, und wenn sie keiner widerlegen kann, dann setze ich mich mit meiner Schätzung durch.
Hier zeigt das, was wir derzeit "Debatte" nennen, wenigstens seine erschreckende Fratze. (Aus der Berliner Morgenpost)
Wenn Sarrazin seine Statistiken in seinem Buch auf solch einem Fundament aufgebaut hat, na dann viel Spaß beim "Lesen".
Wissenswertes zu diesem Thema:
http://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/...
Ghostrider
Rassismus ist die extremste Form von Intoleranz!
Ist man Rassist, wenn man rassistische Äußerungen von sich gibt? Wenn ja, dann ist Sarrazin ein Rassist!
Ich möchte auf ein Interview verweisen, dass Sarrazin der Zeitung "lettre international" (2009) gegeben hat und worüber bereits 2009 ein wissenschaftliches Gutachten mit dem Titel "Sind die Äußerungen von Dr. T. Sarrazin im Interview... als rassistisch zu beurteilen?" erstellt wurden.
Links:
http://eppinger.files.wordpress.com/2009/10/k... (interview)
http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/10012... (gutachten)
was ist ein rassist? gar nicht so einfach zu definieren, und wie anhand des gutachtens deutlich wird, noch schwieriger zu beurteilen, als die frage, ob es sich denn um rassistische äußerungen handelt. und um die handelt es sich sehr wohl. so das fazit des meiner meinung nach sehr objektiven gutachtens.
Ich finde es im Übrigen höchst problematisch, dass im grunde nie auf diese texte als begründung für die einordnung sarrazins als rassist angeführt werden. statt dessen kennt man im allgemeinen doch nur die vergleichsweise harmlosen äußerungen sarrazins aus tv-shows etc. und fragt sich, was daran denn so schlimm sein soll.
macht euch selbst ein bild
@Bogo:
Ich denke, dass es nicht sonderlich konstruktiv ist, dem Gegenüber nur üble Haltung zu unterstellen. Ich denke Sie tun mir unrecht, wenn Sie meinten ich bräuchte jemanden zum runtermachen.
Ich komme nur von einer ganz anderen Position als Sie, dass ist gelebter Pluralismus...
Meines Erachtens nach ist es eine legitime Position zu behaupten, dass es unnötig ist migrantische Unterschichten in dem Sozialstaat zu alimentieren zu dem sie nichts beigetragen haben, solange wir exakt die gleiche Problematik mit unseren eigenen Intelligenzbolzen haben. Dies ist keine pauschale Aussage über alle Migranten, sollte es Ihnen nicht auffallen.
Wenn der türkische Sozialstaat ähnlich dem Amerikanischen ist, dann können Sie sich an exakt zwei Händen ausrechnen in welchem derjenige, der nicht arbeiten will, bessere "Unterstützung" erfährt.
Ihre Begeisterung für Friedmann teile ich nicht. Ich finde ihn schrecklich und er zeigte wieder einmal seine unangenehmen Eigenschaften im Rampenlicht. Bitte unterstellen Sie mir jetzt keinen Antisemitismus. Im Grunde argumentierte er genauso uninformiert wie der Rest - nur eben Friedmann'sch' lauter.
@JohnDoe:
Ihre Statistiken sind irrelevant. In den "ja" Antworten werden soviele diffuse Ängste, Ansichten und Voruteile kanalisiert, dass sie genauso hätte fragen können, wer "Rock/PoP/Metal" besser findet als "die Flippers".
@Bogo
Wenn 85% der Deutschen meinen, dass die Diskussion so geführt werden muss, dann haben wir nicht nur ein Integrationsproblem sondern auch ein Problem mit unserer Vergangenheit. Die wurde offensichtlich von 85% der Menschen nicht aufgearbeitet.
Nein, dass heißt, das Thema augenscheinlich abseits der Befindlichkeiten der Bevölkerung in einem Tonfall geführt wird, der der Sache unangenmessen ist.
Wenn soviele Menschen einer Position zustimmen, besagt das für mich, dass es dermaßen tabuisiert ist, das ein kratzen daran zum Ausbruch diverser und normalerweise unvereinbarer Ansichten in die gleiche, weil einzig mögliche, Richtung erfolgt. MMn müssen wir offener über Integration und Ausländerpolitik reden, um ein abdriften legitimer Interessen in den rechtsextremen Rand zu verhindern. Argumentationen mit Rückgriff auf "Geschichte" und "Erinnerung" sind nur dazu geeignet gespräche zu beenden, nicht sie zu starten. Das sollte Ihnen in Ihrer Zeit in D. aufgefallen sein. Tabuisierung bedingt die Radikalisierung der mit ihr belegten Meinungen. Im Übrigen kann auch der Herr Posener einmal nur das Rindvieh in der Erde zu sein. Als solches sieht man gemein hin nicht, wohin die Herde rennt, meint aber alles richtig zu machen, gehen doch alle den gleichen Weg.
Zum Schluss will ich Ihnen sagen, dass Sie sich mit den Falschen gemein machen: Sarrazin zielt nicht auf Sie, Ihren Mann oder Ihre Kinder. Er zielt nicht mal auf Individuen, sondern Gruppen, zu denen Sie nicht gehörten. Stellen Sie sich doch nicht vor jene, die dringend einer Schelte bedürfen. Sie entwerten sich selbst, wenn Sie sich selbst, als unintegriert und dumm begreifen.
S. wirkt auch für Sie. Wäre es nicht schön, wenn Ihre Kinder bei der Ausbildungssuche nicht benachteiligt würden, weil der Arbeitgeber sonst befürchten müsste, einen respektlosen, unintegrierten und ungebildeten Halbstarken mit Verbalfäkalismus anzustellen.
@Dmitri
Sarrazin ist gebildeter Laie, als solcher kann man eine Statistik türken ohne es zu beabsichtigen. Andererseits bedeutet Fachlichkeit nicht Fähigkeit. Die Beckmann'sche Wissenschaftlerin bestand darauf, dass junge, männliche Migranten hervorragender Sprachkompetenzen hätten, weil diese sich zu 80+% als gut bis sehr gut im Deutschgebrauch einstuften.
Schlechtes Handwerk. Absicht?
@GD:
Die Statistik ist keine Lüge. Sie ist nützlich. Ohne Stat. könnten Sie abends nicht ferngucken, weil die Stromversorger nicht wüssten, dass der Mensch dies für gemeinhin gerne tut und sie deswegen mehr Strom bereitstellen müssen.
Auch S. analysiert Menschen um Problematiken aufzuzeigen und auf Lösungen hinzuarbeiten; im Übrigen sehr sozialdemokratische, was mir sehr missfällt. Die Stat. ist die einzige Methode um Trends, Richtungen und Problemlagen in komplexen Systemen zu erkennen.
Deswegen ist S. Ansatz richtig und wichtig.
@Olli:
Nicht S. hat das Gift gebracht. Das liegt in dieser Debatte auch ohne sein dazutun. Allenfalls kann man ihm vorwerfen nicht das Gegengift zur Hand gehabt zu haben, oder, anders ausgedrückt die Minen dieses Minenfelds zu umschiffen. Buschi muss ihm in den Rücken fallen, weil Buschi sich sonst sicher wäre seine freiheiten zu verlieren. Er ist heute in der SPD nicht unumstritten und ein Zuneigen zu Sarrazins Thesen würde seine Arbeit schwer behindern. Buschi ist auch nur Politiker.
Die Neigung das problem bei "UNS" zu suchen ist weit verbreitet, aber nicht förderlich. Zum auskömmlichen Beisammensein gehören beide Seiten. Tolerant zu sein und unterstützend, dass ist unsere Aufgabe und Sie haben Recht, wenn sie nicht ordnungsgemäß erfüllt wurde. Aber respektvoll und engagiert zu sein, ist deren, also "DIE" in Opp. zu "UNS", Versäumnis. Waren Sie es nicht der letztens die Frage nach der Kultur stellte? Hier berühren wir sie: Preussische Toleranz wäre deutsche Kultur.
Der Unterschicht anzugehören ist im Übrigen für jene erstrebenswert, für die der Zustand als deutscher Armer besser ist als im Heimatland reich zu sein. Manche Menschen haben keinen Grund sich weiterzuentwickeln, weil sie sich im Himmelreich wähnen.
beste grüße
"Wenn 85% der Deutschen meinen, dass die Diskussion so geführt werden muss, dann haben wir nicht nur ein Integrationsproblem sondern auch ein Problem mit unserer Vergangenheit. Die wurde offensichtlich von 85% der Menschen nicht aufgearbeitet."
Oder wohl eher,85% können differenzieren und erkennen das dieses heutige Problem rein gar nichts mit irgendeiner Vergangenheit zu tun hat.Ausser der,das Politiker vor 50-60 Jahren mit ihrer ungeregelten Masseneinwanderung erst das heutige Problem geschaffen haben und heut wollen sie das Problem unter den Tisch kehren.Also,die Naziskeule zieht nicht mehr.