Frage

Freundin wählte NPD

Bild von Nela

Ich habe folgendes Problem:

Eine Freundin von mir hat mir neulich erzählt, dass sie die NPD gewählt hat.
Ich war total geschockt und wütend und wir haben uns dann darüber unterhalten. In erster Linie ging es um die Abschiebung krimineller Ausländer. Zwischendurch sagte sie Dinge wie "Ich stehe dazu" "Na ja, die wären eh nicht über 5 % gekommen". Ihre Aussagen haben mir gezeigt, dass sie wohl sehr gefrustet ist und aufgrund dessen die NPD gewählt hat. Gleichzeitig hat sie aber Dinge von sich gegeben, die eindeutig rassistisch sind, aber immer wieder versucht, mich dabei auszugrenzen und mich in Schutz zu nehmen.
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich hab schon über Kontaktabbruch nachgedacht, weil ich solche Menschen nicht zu meinem Freundeskreis zählen möchte. Ich werde mit ihr auch nicht noch einmal drüber reden können, weil sie gar nicht gewillt ist und am Ende nur meinte "Ist ganz schön schwierig sich über Politik zu unterhalten."
Ich versuche das Ganze gerade abzuwägen und frage mich, ob es aus der Laune heraus passiert ist oder sie wirklich dieses rassistische Gedankengut vertritt. Sie erzählte mir auch, dass sie sich das Wahlprogramm durchgelesen hätte und war der Meinung, dass dieses überhaupt nicht rassistisch wäre. Ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll. Meine ersten Gedanken waren, dass ihre Naivität und Dummheit es ihr nicht erlauben, über den Tellerrand zu schauen. Ich habe es ihr aber nicht so gesagt, sondern bin ganz ruhig geblieben und habe ich gesagt, warum ich die NPD niemals wählen würde.

Meine Frage an euch:

Wir hättet ihr euch verhalten?
Was würdest ihr an meiner Stelle tun?
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

Lieben Gruß,
Nela

Leser-Kommentare ()

  1. Bild von Anti-Extremist

    Also ich will mal einen comment schreiben - ist mein erster nach dieser Anmeldung hier und heute.
    Deiner Aussage entnehme ich, dass Du Dich offenbar als 'Ausländer' siehst ("...hat sie aber Dinge von sich gegeben, die eindeutig rassistisch sind, aber immer wieder versucht, mich dabei auszugrenzen und mich in Schutz zu nehmen."). Nun, ehrlich gestanden kann ich dazu nur sehr wenig sagen, es geht ja irgendwie um Beziehungskisten. Aber eine gewisse Vorsicht möchte ich Dir zumindest ans Herz legen. Es gibt kaum etwas gefählicheres/weniger berechenbares als naive/denkfaule (ja, ist leider meist die Ursache für Naivität) Menschen in Kontakt mit Extremisten, die dieser Naivität gewahr sind/werden. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Dir da mit Erklärungen, die Du ihr geben könntest, sehr viel geholfen wäre. Klingt zwar bitter, aber ein vorsichtiges Distanzieren allenfalls unter vorsichter Andeutung der wahren Gründe (und wenn das an der Denkfaulheit abprallt - was denkbar wäre - unter einem Vorwand, der aber glaubwürdig sein sollte) könnte da schon angebracht sein. Allerdings ist hier - wie gesagt - guter Rat teuer. Denn Gefühle sind eine Sache, persönliche Sicherheit eine ganz andere. Und letztere kann in solchen Umfeldern ganz schnell mal ins Zielfeld rücken.
    Ähnliche Erfahrungen habe ich nicht gemacht, kenne aber die allgegenwärtige Denkfaulheit mit ihrer beängstigend steigenden Tendenz durch alle Schichten der Bevölkerung hindurch.
    Wie ich mich in solchen Situationen verhalte mag ich hier nicht äußern. Mein Handeln und mein Verhalten entspringt meinem persönlichen Denken, das sich vom Denken anderer Menschen zwangsläufig unterscheidet und daher auch keinesfalls für die Beurteilung des eigenen Handelns herangezogen werden kann und darf. Ein jeder ist seines Glückes Schmied und allein für sein Leben verantwortlich. Der Mop, dem sich diese Seite entgegenstellt, lebt von dieser Art des Weiterschiebens von Verantwortung. Einer (meist ein 'Leiser') schaut, was ein anderer (meist ein 'Lauterer') tut. Und bei nächster Gelegenheit tut er es auch in der Art - und wird bei seinen Parolen ebenfalls etwas 'lauter'. Das gleiche macht der 'Lautere', denn es gibt fast immer einen, der noch 'lauter' ist...
    Kurz gesagt: Schlaf' mal 'drüber, geh' in Dich und entscheide Dich. Denn ohne Entscheidung ist diese Sache (zumindest unter den von Dir geschilderten Umständen) letztlich nicht aus der Welt zu schaffen. Dennoch musst eben Du diese Entscheidung treffen - niemand anders steckt in Deiner Haut!
    Würde mich interessieren, wie Du nun hierüber denkst...

  2. Bild von Salus

    Hallo,

    Wenn Du mit Kontaktabbruch bzw.Ausgrenzung reagierst ist dies auch eine Form des Rassismus(im weitesten Sinne).Ist die NPD eine derzeitig in der BRD verbotene Partei?NEIN.
    Die Demokratie zeichnet sich durch die Wahlfreiheit aus.
    Wenn Deine Freundin zur Entscheidung gekommen ist diese Partei zu wählen ist dieses zu Akzeptieren.
    Ein Versuch der Missionierung Deiner Freundin halte ich für Unsinn.
    Ist meine persönliche Meinung.

    Gruss

  3. Bild von Waechter

    Habt ihr noch gemeinsame Freunde? Wenn ja, würde ich mich erstmal mit denen austauschen und fragen, was sie darüber denken. Denn sie kennen deine Bekannte ja auch und können vielleicht helfen herauszufinden, ob sie (dummerweise) die NPD einmal aus Protest gewählt hat oder ob es ihrer Einstellung entpricht.
    Wenn du Argumente brauchst, um sie vom rassistischen Gedankengut im NPD-Parteiprogramm zu überzeugen, findest auf dieser Seite bestimmt ausreichend Hilfe. Als Einstieg:
    http://www.netz-gegen-nazis.de/lexikontext/n...

  4. Bild von Christine

    Ich glaub dir auf jedenfall, dass es ein rießen Schock für dich war. Ich war in einer ähnlichen Situation.
    Ich denke, die Freundschaft zu kündigen, sollte der letzte Schritt sein den du tust.
    Ich finde es in erste Linie wichtige, dass du dich mit deiner Freundin noch mal in ruhe darüber unterhälst und ihr auch wirklich feste Gegenargumente gibts.
    Ich denke nicht, dass deine Freundin von Grundauf rassistisch ist, ich glaub einfach, dass sie evtl. aus Verzweiflunge heraus (z.B. kein Job) aus diese Schiene gekommen ist.
    Im Internet gibt es wirklich viele gute Seiten, die Argumente gegen die "sozialen" Forderungen geben. (z.B. http://www.thueringen.dgb.de/Aktuelles/Antext... oder http://www.aida-archiv.de/ , es gibt aber noch viele mehr, musst einfach mal suchen)
    Das Problem ist einfach, dass die NPD zur Zeit mit Forderungen auftritt die vorallem den kleinen Bürger betreffen, und das kann auch jemand aus unserem Bekanntenkreis sein. Aber es ist halt einfach nich t so, dass wenn alle Ausländer raus sind, alle Probleme gelöst sind!
    Deshalb ist es enorm wichtig, dass wir solche "Protestwähler" nicht einfach abstempeln sondern uns wirklich Zeit nehmen und ihren aufzeigen, was wirklich hinter den Forderung der NPD steckt und sie aufklärt!
    Ich finde es z.B. sehr gefählich das mit der Demokratie und Wahlfreiheit abzufertigen. Ich denke es ist sehr gefährlich wenn wir und damit abgeben, dass wir nun mal in einem demokratischen Land leben und die NPD ein erlaute Partei ist. Ich denke wir müssen die Leute schon aufklären, wie gefährlich (auch gewalttätig) die NPD eigentlich ist.
    Nela, ich weiß es ist extrem schwierig so eine Diskussion zu führen, aber ich wünsch die dennoch viel Erfolg!

  5. Bild von Nela

    >>Deiner Aussage entnehme ich, dass Du Dich offenbar als 'Ausländer' siehst ("...hat sie aber Dinge von sich gegeben, die eindeutig rassistisch sind, aber immer wieder versucht, mich dabei auszugrenzen und mich in Schutz zu nehmen.").<<

    Ich sehe mich nicht als Ausländerin. Ich komme gebürtig aus Sri Lanka, lebe aber seit meiner frühen Kindheit in Deutschland.Ich wollte damit viel mehr zum Ausdruck bringen, dass sie mich als Ausländerin sieht, sonst hätte sie nicht versucht, mich in Schutz zu nehmen.

    >>Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Dir da mit Erklärungen, die Du ihr geben könntest, sehr viel geholfen wäre.<<

    Da hast du leider Recht. Ich habe wie gesagt versucht ihr meinen Standpunkt klarzumachen und ihr gesagt, dass ich ihr Verhalten absolut nicht nachempfinden kann. Ihrer Reaktion nach zu urteilen wollte sie das Gespräch am liebsten sofort beenden und es unter den Teppich kehren.

    >>Kurz gesagt: Schlaf' mal 'drüber, geh' in Dich und entscheide Dich. Denn ohne Entscheidung ist diese Sache (zumindest unter den von Dir geschilderten Umständen) letztlich nicht aus der Welt zu schaffen. Dennoch musst eben Du diese Entscheidung treffen - niemand anders steckt in Deiner Haut!<<

    Ich denke seit geraumer Zeit darüber nach, was ich nun machen soll. Einerseits kann ich es noch nicht mit mir vereinbaren, den Kontakt abzubrechen, anderseits habe ich keine Lust das Thema totzuschweigen und so zu tun, als wäre alles in Ordnung. Darauf würde es ihrerseits aber hinauslaufen, wenn ich nichts unternehmen würde.

    --------------------------------

    >>Wenn Du mit Kontaktabbruch bzw.Ausgrenzung reagierst ist dies auch eine Form des Rassismus(im weitesten Sinne).<<

    Im weitesten Sinne bestimmt, aber ich finde das ist in meinem Fall völlig irrelevant.

    >>Ist die NPD eine derzeitig in der BRD verbotene Partei?NEIN.<<

    Darum geht es mir nicht. Wenn meine Freundin z.B. gesagt hätte, sie würde die NSDAP wählen, hätte ich ebenso reagiert.
    Ich finde deine Argumentation auch etwas pauschal. Ich meine, nur weil eine Partei nicht verboten ist, muss ich es akzeptieren, dass diese gewählt wird? Nehmen wir mal an ich würde in den Vereinigten Staaten leben, müsste ich dann auch die Todesstrafe akzeptieren? Das mag jetzt ein weit hergeholtes Beispiel sein, aber läuft doch auf genau das hinaus.

    >>Wenn Deine Freundin zur Entscheidung gekommen ist diese Partei zu wählen ist dieses zu Akzeptieren.<<

    Das sehe ich nicht so. Sie kann natürlich jede Partei wählen, die sie will, aber ich muss es nicht akzeptieren und kann/werde meine Konsequenzen daraus ziehen.

    >>Ein Versuch der Missionierung Deiner Freundin halte ich für Unsinn.<<

    Ich ebenso, aber das habe ich auch nicht geschrieben.

    Bye,
    Nela

  6. Bild von meierdings

    Ich würde sofort den Kontakt abbrechen. Wen die erstmal Kontakt zu den Braunen aufgenommen hat, bist du sehr schnell in der braunen Matsche mitgefangen.
    Also so schnell wie möglich alle Kontakte abbrechen.
    Nur durch ausgrenzen zeigst du denen wo du stehst. Nämlich auf der richtigen Seite.

  7. Bild von Nela

    Sorry für den Doppelpost, aber ich kann hier nicht editieren?!

    @ Wächter

    Wir haben gemeinsame Bekannte. Ich habe mit zwei davon gesprochen und die haben auch sehr schockiert reagiert und konnten sich das nicht vorstellen. Allerdings haben sie meine Freundin lange Zeit nicht mehr gesehen, weil sie sich immer mehr aus ihrem Freundeskreis zurückgezogen hat.

    Genau das geht mir auch die ganze Zeit durch den Kopf, dass sie "dummerweise die NPD aus Protest gewählt hat". Und das hält mich noch davon ab, den Kontakt gänzlich abzubrechen. Nur dem Gespräch nach zu urteilen hat sie sich wohl doch ausgiebig mit dem Wahlprogramm beschäftigt und sich eine Meinung gebildet. Das klang für mich jetzt nicht unbedingt nach "Ausrutscher". Ich weiß aber auch ehrlich gesagt nicht genau, woran ich das festmachen soll, denn ich dachte immer sie wäre intelligent genug sich nicht von irreführenden Wahlprogrammen blenden zu lassen.
    Danke für den Link. Ich habe ihr schon einige Argumente entgegen gebracht. Sie sah schon erstaunt aus, hielt aber an ihrer Meinung fest und wollte das Gespräch wie gesagt schnell beenden oder hat nach Ausflüchten gesucht.

    @ Christine

    >>Ich finde es in erste Linie wichtige, dass du dich mit deiner Freundin noch mal in ruhe darüber unterhälst und ihr auch wirklich feste Gegenargumente gibts.<<

    Ich hatte das ja anfangs ausgeschlossen weil ich gemerkt habe, dass ihr das sehr unangenehm war mit mir drüber zu sprechen. Aber es ist wohl immer noch der vernünftigere Weg.

    >>Ich denke nicht, dass deine Freundin von Grundauf rassistisch ist, ich glaub einfach, dass sie evtl. aus Verzweiflunge heraus (z.B. kein Job) aus diese Schiene gekommen ist.<<

    Von grund auf rassistisch? Hm…ist halt die Frage, wo das überhaupt anfängt. Ich habe richtig gemerkt, dass sie nach einem Sündenbock gesucht hat, weil sie momentan so viel Geld für ihre Ausbildung ausgeben muss.
    Klar kann man da Abstufungen machen, aber letztlich gefällt mir beides nicht. Weißt du, das Problem ist einfach, dass ich solche Themen nicht totschweigen werde und es immer mal wieder Gesprächsthema zwischen uns wäre. Und das würde ihr gar nicht gefallen. Ich muss gucken, dass ich das irgendwie mit mir vereinbart kriege. Ich denke ein erneutes Gespräch wäre wirklich sinnvoll.
    Und wenn sie mir nicht so wichtig wäre, würde ich mir jetzt auch nicht so den Kopf darüber zerbrechen.
    Danke dir, Christine!

    Gruß,
    Nela

  8. Bild von NichtDieMama

    Es ist auf keinen Fall Rassismus, den Kontakt wegen NPD-Sympathie abzubrechen, auch nicht im weitesten Sinne, sondern nichts weiter, ein radikales politisches Statement.

    Dennoch sollte abgewägt werden ob es evtl. Sinn macht, den Kontakt abzubrechen, oder ob es nicht eher Sinn macht, die Inhalte der NPD auseinanderzunehmen und zu entkräften, was generell nicht unmöglich, und in den meisten Punkten sogar sehr einfach ist. Falls sich aber eine gewisse Beratungsresistenz zeigt, wüsste ich auch nicht weiter, und würde einen Gang hochschalten, indem ich klipp und klar sage: "Mit Rassisten möchte ich nichts zu tun haben".

    Klar ist jedenfalls, dass man bestimmte Aussagen nicht einfach unkommentiert sttehen lassen sollte.

    Rassistisch sind diejenigen Leute, die für die NPD werben, und es sollte daher auch die Frage im Raum stehen, wie deine Freundin, überhaupt auf die NPD gekommen ist. Es scheint vermutlich jemanden gegeben zu haben, der ihrgegenüber behauptet hat, an dem "Parteiprogramm" (Das, wenn man echte Parteiprogramme ebenfalls liest, sich sehr schnell selbst als demagogischer Unnsinn entlarvt) sei nichts auszusetzen, oder sogar kein Rassismus zu erkennen. Selbstverständlich ist dort Rassismus zu erkennen, und es ist verdammt viel daran auszusetzen.

    Deine Freundin sagte ja: "Ist ganz schön schwierig sich über Politik zu unterhalten."

    Scheinbar mag sie einfache Antworten, die niemand infrage stellt, was sie, wie "Anti-Extremist" schon bemerkte, zu einer leichten "Beute" für Extremisten werden lässt, in diesem Fall Rechtsextremisten.

    Politik ist jedoch nicht so einfach, wie es manche gerne hätten, auch wenn die eine oder andere Partei behauptet, eine "Lösung der Ausländerfrage" in den Händen zu halten. Man sollte ihr vielleicht auch klarmachen, dass Kriminalität nicht mit "Kriminelle Ausländer raus" bekämpft werden kann. Vor allem mit Bildungs-, Berufs- und Wohlstandsperspektiven kann man präventiv wirken. Klar ist Kriminalität abzulehnen, da unterscheiden sich Inländer sämtlicher Herkunftsländer jedoch nicht die Bohne.

    Ich würde ihr einfach mal nahelegen, sich nicht nur mit dem "Parteiprogramm" der NPD zu befassen, sondern eben auch mit jenen Programmen, die diese Bezeichnung wirklich verdienen. Diese sind dann allerdings nicht in ein paar Minuten zu lesen, weil in den anderen Parteien Leute sitzen, deren soziale und politische Kompetenz die der NPD-Politiker bei weitem übersteigt.

    Außerdem sollte ihr klar werden, dass ein großer Teil derjenigen, die außerparlamentarisch für die NPD werben, sich einen Bürgerkrieg wünscht.

  9. Bild von Jens_Hansen

    Also, die NPD ist nicht die NSDAP.
    Eher sind viele ehemalige SS und NSDAP Mitglieder in die CDU gegangen.

    Ich würde weiter zu Deiner Freundin stehen. In einer Demokratie sollte jeder seine Meinung sagen können.

    viele Grüsse

    Jens

  10. Bild von pottel

    Mir gings auch ähnlich mit einer Freundin. Du musst wirklich nochmal mit ihr richtig darüber diskutieren und sie soll sich mal in die Lage der "Ausländer" reinversetzen. Mal sehen wie sie handeln würde wenn sie in einem Land zB verfolgt wird. Würde sie dann nicht in ein anderes Land gehen wo sie gesichert ist vom Staat und sie noch unbekannt ist?! Sie würde es dann bestimmt auch ungerecht finden, wenn die Leute sie nicht verstehen, sie nicht akzeptieren und sie wieder aus ihrem Land raus haben wollen. z.B. wenn sie mal nach österreich will oder so. Du könntest ja auch mit ihr viel was in der freizeit machen nicht dass sie in schlechte kreise rutscht und auch deinen freundeskreis mitnehmen, über ihre Probleme reden und sie unterstützen und ihr klar machen dass die Freundschaft vlt. deswegen zwischen dir und ihr zerbricht, aber du das nicht willst. ich hoffe ich habe nix vergessen was ich noch schreiben wollte. ich würde mich freuen wenn du mir dann mal eine nachricht schreiben würdest wie sie/du sich/dich entschieden hat/hast.
    LG

  11. Bild von Nela

    @NichtDieMama

    >>Es ist auf keinen Fall Rassismus, den Kontakt wegen NPD-Sympathie abzubrechen, auch nicht im weitesten Sinne, sondern nichts weiter, ein radikales politisches Statement.<<

    Hm, wie gesagt, ich fand es irrelevant, aber ist es nicht auch eine Form des Rassismus, wenn ich jemanden augrund seiner politischen Gesinnung ausgrenze? Von daher habe ich Salus Recht gegeben.

    >>Dennoch sollte abgewägt werden ob es evtl. Sinn macht, den Kontakt abzubrechen, oder ob es nicht eher Sinn macht, die Inhalte der NPD auseinanderzunehmen und zu entkräften, was generell nicht unmöglich, und in den meisten Punkten sogar sehr einfach ist.<<

    Ja ich denke da habt ihr Recht und das wird wohl auch mein nächster Schritt sein. Kontaktabbruch ist mir einfach zu heftig.

    >>Rassistisch sind diejenigen Leute, die für die NPD werben, und es sollte daher auch die Frage im Raum stehen, wie deine Freundin, überhaupt auf die NPD gekommen ist.<<

    Das haben wir uns auch alle gefragt. Meine Freunde, mit denen ich darüber gesprochen habe meinten sofort, dass es vielleicht an ihrem Freund liegen könnte. Den kennen sie allerdings nicht. Ich habe ihn nur zweimal gesehen und mich kurz mit ihm unterhalten. Kann mir also kein Bild von ihn machen. Meine Freundin und ich haben uns allerdings früher sehr oft über den Nationalsozialismus unterhalten und teilten die selbe Meinung. Umso mehr schockiert es mich, dass sie sich so sehr gewandelt hat. Wie gesagt, ich weiß nicht, woher der Sinneswandel kam. Vielleicht liegt es an der Berufswelt, an ihrem Freund, ich habe keine Ahnung. Ich habe sie natürlich gleich gefragt, warum sie die NPD gewählt hat und sie meinte die NPD würde Deutschland nach vorne bringen. Sie ist der Meinung, dass "Ausländer die Arbeitsplätze wegnehmen" und reagiert äußerst aggressiv, wenn Ausländer nicht richtig Deutsch sprechen können. Ich kenne sie so gar nicht.

    >>Selbstverständlich ist dort Rassismus zu erkennen, und es ist
    verdammt viel daran auszusetzen.<<

    Nun, das habe ich ihr auch gesagt, aber das sieht sie absolut nicht oder sie will es vielmehr nicht sehen.

    Noch mal lieben Dank für die ganzen Comments!

    Gruß,
    Nela

  12. Bild von Nela

    @Pottel

    >>sie soll sich mal in die Lage der "Ausländer" reinversetzen.<<

    Jap, genau das habe ich ihr auch gesagt. Es ging wie gesagt um das Thema "Kriminelle Ausländer abschieben". Nach ewigem Hin und Her sagte sie dann, dass es ihr lieber wäre, wenn z.B. eine türkische Frau wegen eines Verbrechens abgeschoben wird, um dort eine härtere Strafe erdulden zu müssen, als in Deutschland auf unseren Steuergeldern im Gefängnis zu sitzen. Ganz ehrlich, mir haben die Worte gefehlt und ich hätte sie am liebsten rausgeschmissen. Das einzige, was ich dann noch sagen konnte war, dass ich diese Einstellung unmöglich und menschenverachtend finde. Aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr wird mir klar, dass ich einfach zu wenig gesagt habe, viel zu oft meinen Mund gehalten habe, damit sie sich nicht unwohl fühlt.
    Ich habe nicht unbedingt das Verlangen sie in nächster Zeit zu sehen und so zu tun, als wäre nichts passiert, aber ein Kontaktabbruch ist, als würde ich davonlaufen oder einfach wegschauen.

  13. Bild von NichtDieMama

    Rassismus ist ja eher eine Ablehnung anderer aufgrund von Körperlichen Merkmalen. Die CDU lehnt ja auch die Linkspartei kategorisch ab, aber das macht noch keine rassistische Partei aus der CDU. Aber das ist in der Tat für diesen Fall irrelevant. :-)

    Vieles deutet darauf hin, dass die Ursache des Wandels in ihrem persönlichen Umfeld zu suchen ist, denn 1. hat man im beruflichen Umfeld in der Regel ganz andere Sorgen und 2. sorgen z.B. Internetbekanntschaften normalerweise nicht für einen derart radikalen Wandel.

    Sie hat also einen Freund, der in ihrem sonstigen Freundeskreis kaum bekannt ist. Das ist meiner Meinung nach schon suspekt. Dem würde ich entgegenwirken. Ladet doch einfach mal beide zusammen als Paar ein - nur die beiden, und schaut, wie ihr Freund so drauf ist.

    Einfach mal fiktiv angenommen, dort ist die Ursache tatsächlich beherbergt...

    1.
    Es lohnt sich dann nicht, bei einem politischen Streit persönlich zu werden, denn sie merkt wahrscheinlich sowieso, dass sie mit dieser Haltung überall aneckt, außer bei ihren "coolen, neuen Freunden". Was jedoch wichtiger sein sollte, das ist der Zusammenhalt unter *echten Freunden*. Sprich: Teilt die Haltung nicht, aber haltet eure Freundin!

    2.
    Jeder Mensch sucht sich den Weg des emotional geringsten Widerstandes, und überall, wo sie auf emotionale Ablehnung stößt, wird sie vermutlich mit ebensolcher Antworten. Dies würde sie nur weiter in diese Ecke treiben. Also bei politischen Auseinandersetzungen: sachlich bleiben, und das Thema wechseln, sobald es emotional wird. Man kann nicht in einem einzigen Gespräch eine ganze Haltung ändern.

    3.
    Man sagt, "Blut ist dicker als Wasser". Das "Blut" ist in diesem Falle die langjährige Freundschaft, und das "Wasser" sind in diesem Falle die "neuen Freunde", bzw. das Umfeld des neuen Freundes.

    Ich vorschlagen, sie mehr zu integrieren, als je zuvor, und ihr mehr Rückhalt zu geben, als sie von irgendeiner anderen Gruppe jemals bekommen kann - ihre "neue Haltung" sollte kein Grund zu einer völligen Ablehnung der Person sein, sondern eher ein Grund, sie auch auf andere Gedanken zubringen - das ist meiner Meinung nach ganz im Sinne eurer Freundin.

  14. Bild von Nela

    >>Sie hat also einen Freund, der in ihrem sonstigen Freundeskreis kaum bekannt ist. Das ist meiner Meinung nach schon suspekt. Dem würde ich entgegenwirken. Ladet doch einfach mal beide zusammen als Paar ein - nur die beiden, und schaut, wie ihr Freund so drauf ist.<<

    Klingt nach einer guten Idee. Ich hatte es z.B. als selbstverständlich angesehen, dass sie ihren Freund mitbringt, als ich meinen Geburtstag gefeiert habe, aber das hat sie kategorisch abgelehnt. Er hat sie dann abgeholt und hat es auch nicht für nötig gehalten, rein zu kommen. Wie gesagt, ich weiß nicht viel über ihn. Sie hat mir erzählt, dass er damals aktiv in der Punk-Szene war. Aber da ist er schon lange wieder raus.

    >>Teilt die Haltung nicht, aber haltet eure Freundin!<<

    Das Problem ist, dass wir schon lange nicht mehr den selben Freundeskreis haben. Sie hat sich wie gesagt zurückgezogen, seitdem sie ihren Freund hat. Ehemalige Freunde haben sie seit knapp 2 Jahren nicht mehr gesehen und sie macht auch nicht den Versuch, dies zu ändern. Bei mir ebbt es auch immer mehr ab.

    >>Also bei politischen Auseinandersetzungen: sachlich bleiben, und das Thema wechseln, sobald es emotional wird. Man kann nicht in einem einzigen Gespräch eine ganze Haltung ändern.<<

    Nun, das sagt sich so leicht. Das Gespräch zwischen uns wurde zum Ende hin ziemlich emotional. Ich glaube das ging aber eher von meiner Seite aus. Ich konnte es einfach nicht fassen, dass sie völlig unberührt dasaß. Und dann kam der Punkt, an dem wir das Gespräch beendeten und uns über etwas völlig anderes unterhielten. Nur fühlt man sich dann ziemlich fehl am Platze. Das ganze wirkte total aufgesetzt.

    >>Man sagt, "Blut ist dicker als Wasser". Das "Blut" ist in diesem Falle die langjährige Freundschaft, und das "Wasser" sind in diesem Falle die "neuen Freunde", bzw. das Umfeld des neuen Freundes.<<

    Ich könnte dazu noch einiges schreiben, aber das würde zu sehr vom Thema abweichen. Aber so viel dazu: Sie hat eingesehen, dass sie unsere Freundschaft vernachlässigt hat und mir glaubwürdig bestätigt, dass ich ein sehr wichtiger Mensch für sie bin, doch ihre Taten haben eine ganz andere Sprache gesprochen.

    Ich werde erneut versuchen an sie heranzukommen.

    Danke, dass du dir die Zeit genommen hast!

  15. Bild von timdiller

    naja, ich bin mir relativ sicher, das sie ncih weiss, was sie da waehlt, du kanns sie ja mal darauf ansprechen, das im wahlprogramm der NPD steht, das sie fuer einen Nationalstaat plaediert, und ein nationalstaat ist ein staat, in dem, nur eine Kultur, sprache, und eine ethnische meinung gibt, mit anderen worten, gegen alle leute, die nich die exakt gleichen politischen, ethnischen und kulturellen werte hat, mit anderen worten, sobald sie dich als auslaender sieht, krimminell oder nicht, dann stimmt die partei, die sie waehlt, dafuer ist, ihren freund( dich) aus deutschland zu entfernen.

    und wenn du ihr das vor augen haeltst, dann hat sie die wahl, entweder aufzuhoeren, die NPD zu unterstuetzen, oder dazu zu stehen, das die partei, die sie waehlt fuer die abschiebung ihres freundes ist.
    in diesem ( unwahrscheinlichen)fall wuerde ich die freundschaft beenden.

  16. Bild von Purpov

    Hallo:
    Viele wählen die NPD aus Protest (zB Mangel an konservativen Alternativen, Wohnen in Problemvierteln mit hohem Ausländeranteil, Arbeitslosigkeit usw.)und man kann daraus oft nicht auf die Ideologie schließen.
    Wenn du die Beziehung nur deshalb abbrichst, weil sie diese Partei wählt, dann musst du dich fragen ob du so tolerant bist wie du denkst.
    Was das Abschieben krimineller Ausländer angeht...es ist ihre Meinung. Deiner Meinung nach sollten sie vielleicht alle drinn bleiben und das stört sie vielleicht an dir.
    Fazit: darüber sprechen, aber ohne die Arroganz von "ich bin gut, du bist böse und schokierst mich", sondern ganz objektiv darüber reden.Sonst wird sie sich natürlich verschließen.

  17. Bild von Anti-Extremist

    Also zunächst mal sorry, dass ich aus einer (schlechten...) Gewohnheit heraus gepostet habe, ohne einen Blick in Dein Profil zu werfen.
    Daher auch meine Aussage, die nicht in Richtung Frauenfreundschaft geht. Allerdings habe ich etwas anscheinend ebenfalls nicht so ganz gut formuliert: "Du siehst Dich als 'Ausländer'" meinte nicht, dass Du Dich ausgegrenzt fühlst, sondern zielte vielmehr darauf ab, dass Deine Freundin mit ihren 'rechten' Gedanken Dich versuchte in Schutz zu nehmen (also zu Dir als Freundin stehen, aber dabei diese Gedanken gleichzeitig nicht loslassen wollte). Damit hast Du die Botschaft bekommen: >Ich sehe Dich zwar als Nicht-Deutsche, aber ich sehe Dich auch als meine Freundin, stehe zu Dir und auf Dich treffen die der Gesinnung meiner Freunde/Kumpels (was auch immer) entstammenden Negativ-Parolen nicht zu<.
    Ich bleibe aber dabei, dass allzu naive Menschen sehr leicht ausgenutzt werden und daher besonders in einem solchen Kontext schnell zu einer Gefahr werden können (je nachdem wie 'extrem' ihr Umfeld wirklich beschaffen ist. Und da sich dieses auch ändern kann... sehe ich es in jedem Fall als ein ernst zu nehmendes Risiko). Von Extrem-Reaktionen, wie sie hier offensichtlich gern missbräuchlich 'angeraten' werden rate ich Dir aber dennoch ab. Schlafende Hunde sollte man zumindest nicht mit der Tür ins Haus fallend wecken. Das erzeugt dann nämlich bei diesen 'Hunden' eine ansonsten (wenn überhaupt!) sehr viel später einsetzende Reaktion UND Deine Freundin würde Dir das sicherlich kaum verzeihen (was auch nicht nötig ist, an die 'Kritiker' meiner Worte gerichtet. Aber sie wäre dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls sofort eine 'Gegnerin' - mit dem Ausspruch:"Meine Freunde hatten eben doch recht" - und das muss, mit Verlaub gesagt, absolut nicht sein und hätte im Übrigen sicher unmittelbar weitere Konsequenzen für Nela!).
    Wie 'sicher' ist sie sich denn ihrer 'Gesinnung' und wie 'jung' ist sie und das 'Rudel' dem sie sich möglicherweise angeschlossen hat? Das lässt dann zumindest auf die 'Nachhaltigkeit' ihrer Gesinnung gewisse Rückschlüsse zu - für längerfristige Erwägungen bezüglich eines Kontaktes zu ihr bzw. u.U. der Möglichkeit, auf sie in irgend einer Form Einfluss zu nehmen (was aber dann mit klarem Kopf, einem ausgeprägten Fingerspitzengefühl und mit der ehrlichen Absicht geschehen sollte, sie vor den Konsequenzen ihrer eigenen Denkfaulheit zu schützen).

  18. Bild von Trisken

    Heyy
    bei mir ist es auch meist ähnlich wie bei dir
    ich habe deutsche Freunde die zeimlich rechts sind
    genau wie bei dir
    sie meinen z.B. alles ausländer sollte abgeschoben werden auser du und deine famile
    wasnützt mir den so eine aussage
    oda sie stellen mir fragen wie :
    wenn es 2 demonstartionen geben würde einmal für die NPD und einmal gegen die NPD durch welcher demonstartionwürdest du gehen
    ich bin natürlich nicht auf die frage eingegangen.
    Nun ich habe mit d#einen von ihnen geredet und ihm auch gesagt das ich mich so nciht wohlfühle bei denen.
    er hat mir gesagt das er das eig. auch gar nciht selber möchte sondern imma von den 2 anderen mitgeleited wird.
    Heute zeige ciih denen das cih bei solchen aussagen etc. nciht eingehe
    und auch nicht dafür bin.

  19. Bild von simpsipimsi

    Wie hier auch schon jemand geschrieben hat denke ich, dass deine Freundin aus Mangel an Alternativen, NPD gewählt hat. Vielleicht wurde sie schonmal Opfer von Pöbeleien durch Jugendliche mit Migrationshintergrund und es ist eine Art von Hilferuf. Ich würde auf jedenfall den Kontakt zu ihr halten, da sie ja anscheinend auch voll zu dir steht. (Würden unsere Politiker ihre Hausaufgaben machen, und Schläger jeglicher Coleur genauso hart bestrafen, wie prügelnde Skinheads, die NPD wäre unter einem Prozent!!!)
    Diskutiere mit ihr doch mal darüber, wie die NPD denn gedenkt, dass Deutsche Reich in seinen Grenzen von 1944 wieder zu errichten und ob sie auch dafür ist?!

  20. Bild von Jonas

    Da ich in meinem Freundeskries niemanden kenne, der eindeutig rechtsextreme Tendenzen besitzt und auch von niemandem weiß, dass er/sie NPD oder ähnliche Parteien wählt, kann ich natürlich wohlfeile Ratschläge geben...

    Ich denke aber, dass jemand, der auf dem "besten" Weg in's rechtsextreme Spektrum ist, von diesem Weg nur abgehalten werden kann, wenn der Kontakt zu vernünftigen Menschen nicht abbricht und diese - ganz im Gegensatz - versuchen, denjenigen vom Unsinn rechtsextremen Gedankenguts abzubringen.

    @Nela: Solange du also noch berechtigte Hoffnung haben kannst, deiner Freundin da raus zu helfen, halte den Kontakt.

  21. Bild von Tibo

    Eigentlich wurde heir schon alles gesagt, was ich acuh sagen wollte :)

    Nur eines wollte ich noch hinzustellen, was vieleicht noch nicht so deutlich gesagt wurde: Deiner Freundin wieder die Augen zu öffnen und sie von ihrem Weg in den Rechtsextremismus wieder wegzubringen ist ein langer Prozess, das geht auf keinem Fall mit einem oder 2 Gesprächen.

    Aber bleib dran! Und andere in diesem Forum sollten sich ein Beispiel an dir nehemn, und nicht einfach Kontakt abrechen! Denn dann hat die NPD ja einen Anhänger mehr!
    Respekt für deine Art an der Disskusion dranzubleiben!

  22. Bild von Nela

    @ timdille

    >>und wenn du ihr das vor augen haeltst, dann hat sie die wahl, entweder aufzuhoeren, die NPD zu unterstuetzen, oder dazu zu stehen, das die partei, die sie waehlt fuer die abschiebung ihres freundes ist.<<

    Also ich würde sie niemals vor die Wahl stellen. Das würde ich in gar keinem Fall tun. Letztendlich ziehe ich meine Konsequenzen daraus.
    Aber ich hatte es während des Gesprächs auch angedeutet, dass sie eine Partei wählt, die eindeutig gegen mich ist. Und das war ja Auslöser dafür, dass sie immer wieder versucht hat, mich in Schutz zu nehmen. Ich weiß halt nicht so recht, wie ich das alles deuten soll und somit führt kein Weg an einem erneuten Gespräch vorbei.

    @Purpov

    >>Viele wählen die NPD aus Protest <<

    Jap, und diesen Frust habe ich deutlich bei ihr herausgehört.

    >>Wenn du die Beziehung nur deshalb abbrichst, weil sie diese Partei wählt, dann musst du dich fragen ob du so tolerant bist wie du denkst.<<

    Ich denke das ist auch genau der Grund, der mich davon abhält den Kontakt abzubrechen.

    >>Fazit: darüber sprechen, aber ohne die Arroganz von "ich bin gut, du bist böse und schokierst mich", sondern ganz objektiv darüber reden.Sonst wird sie sich natürlich verschließen.<<

    So habe ich es auch versucht. Nur ist es sicherlich bei ihr nicht so angekommen.

    @Anti-Extremist

    >>Ich sehe Dich zwar als Nicht-Deutsche, aber ich sehe Dich auch als meine Freundin, stehe zu Dir und auf Dich treffen die der Gesinnung meiner Freunde/Kumpels (was auch immer) entstammenden Negativ-Parolen nicht zu<<

    Und genau da liegt für mich das Problem. Ich finde das kann man nicht voneinander trennen. Denn genau diese "Negativ-Parolen" sprechen mich direkt an und grenzen mich aus. Wie soll sie da noch hinter mir stehen können? Vielleicht reagiere ich da aber auch über?!

    >>sehe ich es in jedem Fall als ein ernst zu nehmendes Risiko).<<

    Am Anfang war ich "nur" geschockt/überrascht, aber dann ist mir bewusst geworden, wie sehr sie sich gewandelt hat und ich hab mich gefragt, wo ihre damalige Einstellung geblieben ist, die wir damals geteilt haben. Und das macht mir ein wenig Angst.

    >>Von Extrem-Reaktionen, wie sie hier offensichtlich gern missbräuchlich 'angeraten'<<

    Ich werde mich bestimmt nicht vor ihr aufbäumen und sagen "Was bist du denn für eine Rassistin?" Aber wie ich mich kenne bleibe ich zu zurückhaltend. Ich muss da einen Mittelweg finden, der meine Meinung wiedergibt, sie aber nicht verletzt.

    >>Wie 'sicher' ist sie sich denn ihrer 'Gesinnung' und wie 'jung' ist sie und das 'Rudel' dem sie sich möglicherweise angeschlossen hat?<<

    Freunde von mir sagten sofort, dass sie wohl sehr leicht manipulierbar wäre. Das ist komisch, weil ich sie am längsten kenne und nie auf die Idee gekommen wäre. Sie machte auf mich den Eindruck, sich längere Zeit mit der NPD beschäftigt zu haben. Trotz allem halte ich ihre Entscheidung für eine übereilte Kurzschlussreaktion.

    @Trisken

    >>sie meinen z.B. alles ausländer sollte abgeschoben werden auser du und deine famile<<

    Ich finde diese Aussage so dermaßen schwach. Gleichberechtigung ist für die wohl ein Fremdwort.

    @Tibo

    Lieben Dank, so was hört man gern. :-)

  23. Bild von Anti-Extremist

    Noch ein mal ein wenig zu Dir, Nela. Du schreibst: Und genau da liegt für mich das Problem. Ich finde das kann man nicht voneinander trennen. Denn genau diese "Negativ-Parolen" sprechen mich direkt an und grenzen mich aus. Wie soll sie da noch hinter mir stehen können? Vielleicht reagiere ich da aber auch über?!
    Nun, ich verstehe Dein Denken und bin persönlich wie Du der Meinung, dies kann man so sicher nicht trennen. Du gehst allerdings von Dir aus (so wie ich hier von mir) und Du weißt, dass sich Dein Denken und - um an dieser Stelle mal spekulativ zu sein - Deine Persönlichkeit von der ihren deutlich unterscheidet. In den von vielen Selbst-Lügen eingeschäumten Gehirnen derer, die sich das Leben gern einfach machen, indem sie gewisse Gedanken an den 'unbequemen Passagen' einfach nicht weiterdenken (ihren 'geistigen' Kopf in den Sand stecken) ist kein Platz für 'Sorgen'. Ihnen ist nicht klar, dass überall da, wo sie es sich mit dem Leben/den Leuten, oder wem/was auch sonst immer einfach machen, sie es den Anderen dafür umso schwerer machen. Sie denken an ihr alleiniges kleines Seelenheil, das sie sich auf billigste Weise und ohne Rücksicht auf Verluste ergaunern, sie sind einfach Egoisten - sorry. An der Seite eines solchen geistigen 'Einseiten-Drehers' (sorry für den kleinen 'Ausflug' in die Astronomie... ;-) ) habe ich für ein paar Jahre gelebt...
    Nein, mal im Ernst: Zu viele Leute machen sich bedauerlicherweise keinerlei Gedanken darüber, dass auch und gerade ihr inkonsequentes, in sich selbst verlogenes und oft dazu instabiles (=beeinflussbare) Denken - und damit Handeln - die größten Probleme für andere Menschen bedeutet und dass naturgemäß die wenigen echten Freunde die davon am stärksten Betroffenen sind.
    Zu meiner Aussage des Risikos ist damit auch schon einiges erklärt. Ergänzend sei noch gesagt, dass solcherlei Extremst-Harmlosigkeit von jedem beliebigen Freak, der z.B. Dir oder anderen ihrer Bekannten Böses will, von ihr mit allen Informationen versorgt wird die er braucht - und sie ist am Ende zwar vielleicht 'geschockt' - doch was hilft Dir das z.B. im Krankenhaus? Ich denke doch eher wenig - daher wirklich distanzieren, aber angesichts der nicht vorhandenen Gedanken nicht zu deutlich werden lassen aus welchen Gründen.
    Und viel Glück für Dich, Nela! Hoffentlich bist Du nicht mit mehreren solcher 'Freund(e/innen)' gestraft/gesegnet.

  24. Bild von Annika Hansen

    Ich wohne weder in einem sozial problematischen Viertel, noch bin ich arbeitslos oder gehöre den bildungsfernen Schichten an. Ich habe einen Hochschulabschluss und einer sehr gut bezahlten Job und ich werde NPD wählen. Warum? Die CDU ist mir zu weichgespült. Auch habe ich es satt multikulturell insbesondere durch den Islam bereichert zu werden.

  25. Bild von Daibo

    Annika Hansen schrieb am 19.05.:
    "Ich habe mit der NPD nichts am Hut, die sind mir zu einfach gestrickt und beim Lesen des Parteiprogrammes rollt es einem die Füßnägel hoch."

    Annika Hansen schrieb am 20.05.:
    "Ich habe einen Hochschulabschluss und einer sehr gut bezahlten Job und ich werde NPD wählen. Warum? Die CDU ist mir zu weichgespült."

    Soviel zur Glaubwürdigkeit. ;)

  26. Bild von er nu wieder

    hier übrigends ein interessanter beitrag über das programm der npd:

    http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/auf-d...

    damit niemand sagen kann, er hätte nicht gewußt, was er da gewählt hat...

  27. Bild von Annika Hansen

    Das Eine schließt das Andere nicht aus. Die Fußnägel rollt es mir nur bei Punkt 10. Deutschland in seinen geschichtlich gewachsenen Grenzen hoch.
    Ich kann Parteien wählen, auch wenn mir das Programm nicht zu 100% zusagt. Das ist mein gutes Recht und so etwas nennt sich Demokratie. Abgesehen davon jede Stimme für die NPD ist eine wenige für die Linken und ich will nicht, dass die Linken in irgendeiner Form zu noch mehr Macht und Einfluß in Deutschland gelangen. Dagegen hilft nur NPD wählen, ob die einen nun gefallen oder nicht. Es ist als Signal zu verstehen. Und ich hoffe doch, dass die NPD in den Bundestag einzieht, alleine schon um den Regierenden einen Denkzettel zu verpassen.

  28. Bild von Pankraz80

    Annika H., sei einfach still. Jeder, der die Sisyphos-Arbeit auf sich nimmt, hier eine Legitimität konservativer Positionen in Abgrenzung zum Rechtsextremismus zu verdeutlichen, wird durch Leute wie dich torpediert. Du überschreitest die Grenze, indem du Rechtsextremisten unterstützt. Deine Motivation hierbei ist sch***egal.

  29. Bild von Daibo

    Mit einer Partei "nichts am Hut" zu haben und sie dann trotzdem zu wählen, schließt sich m.E. vollkommen aus. Genausogut könnte man seinen Wahlzettel auswürfeln.

  30. Bild von Moderator_MO

    Liebe Benutzer, bitte bleiben Sie sachlich und diskutieren Sie zum oben genannten Thema. Vielen Dank // Moderator_MO

  31. Bild von Bogo

    Das kriege ich auch oft genug zu hören,du bist ja nicht gemeint.Aber am Ende wird es nicht viel nutzen wenn ich nicht gemeint bin.Der Nazi fragt nicht nach meinem Ausweis,wenn er zuschlägt.Also Kontaktabbruch und sich Freunde erhalten die einen gern haben,weil man ist,wer und was man ist.

  32. Bild von Paul Kanne

    Jetzt mal nicht hysterisch werden! So wie ich es verstanden habe, hat die junge Dame einmal (und zum ersten Mal) die NPD gewählt. Das finde ich nicht schön, aber wenigstens hat sie gewählt. Eine politische Diskussion halte ich für sinnvoll und legitim, Kontaktabbruch nicht. Ich lebe in einer Demokratie und muss (ob es mir gefällt oder nicht) die politischen Ansichten anderer respektieren - solange sie nicht gegen Gesetze verstoßen oder sonstwie verboten sind. Liebe Nela, ich finde es gut, dass Du dich politisch engagierst, aber es geht nicht nur darum wofür (oder wogegen), sondern auch wie und mit welchen Mitteln. Ausgrenzen und anprangern ist undemokratisch.

  33. Bild von wulf359

    Moin Nela,

    (...)

    Du sagst es ist eine Freundin von dir, dann kennst du sie doch wohl zumindest ein bisschen, wie konntest du da geschockt sein? Gab es keine Anzeichen oder hast du sie einfach ignoriert? Ignoranz hat etwas mit Gleichgültigkeit zu tun und die macht Extremismus oft erst möglich.
    Dann schreibst du, dass dir ihre Aussagen gezeigt haben, dass sie wohl sehr gefrustet ist und aufgrund dessen die NPD gewählt hat. Gleichzeitig hat sie aber Dinge von sich gegeben, die eindeutig rassistisch sind, aber immer wieder versucht, mich dabei auszugrenzen und mich in Schutz zu nehmen.
    Klingt irgendwie nach Provokation und vielen offenen Fragen, deiner Freundin, die nach Beantwortung suchen.

    Dann schreibst du, dass du mit ihr auch nicht noch einmal drüber reden kannst, weil sie gar nicht gewillt ist und am Ende nur meinte "Ist ganz schön schwierig sich über Politik zu unterhalten."
    Ich werde den Eindruck nicht los, dass deine Freundin gehofft hatte von dir Hilfe zu bekommen, du dich aber nicht auf ein ehrliches Gespräch einlassen konntest und oft sehr emotional geworden bist. Kann es sein, dass du deine Klischees gerne bestätigt haben möchtest und deshalb die Flucht aus der "Freundschaft" suchst?

    "Sie erzählte mir auch, dass sie sich das Wahlprogramm durchgelesen hätte und war der Meinung, dass dieses überhaupt nicht rassistisch wäre. Ich weiß nicht, was ich dazu noch sagen soll. Meine ersten Gedanken waren, dass ihre Naivität und Dummheit es ihr nicht erlauben, über den Tellerrand zu schauen."
    Wenn das so ist, hast du allerdings ein Problem, denn du wirst auf dieser Ebene sicher nicht mit ihr weiter diskutieren können, denn entweder du liest nun selber das NPD Parteiprogramm und setzt dich damit einem potentiellen Risiko aus, oder du musst dir vorhalten lassen selber naiv und dumm zu sein, denn wenn du es nicht gelesen hast fehlt dir natürlich ein entscheidendes Argument in einer Diskussion. Natürlich nur wenn du mit ihr nochmal darüber diskutieren willst! Wenn es eine ernsthafte Diskussion werden soll kommst du um die Lektüre des Parteiprogrammes wohl nicht herum, denn nicht nur die alten Militärstrategen Sūn Wŭ und von Clausewitz wussten das man einen Feind den man besiegen will genau studieren muss und dazu gehört immer auch, dass ein stückweit einlassen.

    So weit meine kleine Küchenpsychologie, ;-) In jedem Fall ist miteinander Reden immer besser als gegenseitiges Ausgrenzen. Ganz besnoders Wichtig aber ist, dass man sich selbst niemals zu ernst nehmen sollte.

    In diesem Sinne

    Live long and prosper

    wulf359

    Hallo, wir haben einen Teil Ihres Beitrages gelöscht. Wir sin hier an einer sachlichen Diskussion interessiert. Moderator_JW

  34. Bild von Nela

    @Anti-Extremist

    >>und Du weißt, dass sich Dein Denken und - um an dieser Stelle mal spekulativ zu sein - Deine Persönlichkeit von der ihren deutlich unterscheidet.<<

    Und genau da liegt das Problem, weswegen ich nicht weiß, wie ich ihr Verhalten deuten soll/kann.

    >>indem sie gewisse Gedanken an den 'unbequemen Passagen' einfach nicht weiterdenken<<

    Das macht mich richtig wütend. Ich halte mich dann immer zurück, aber im nachhinein ärgere ich mich tierisch über mich selbst, dass ich nicht mehr gesagt habe.

    Ich hab mich übrigens für nächste Woche Montag mit ihr verabredet und werde das Thema dann noch einmal ansprechen.

  35. Bild von meierdings

    @ Paul Kanne
    Zitat von Ihnen:

    "Jetzt mal nicht hysterisch werden! So wie ich es verstanden habe, hat die junge Dame einmal (und zum ersten Mal) die NPD gewählt.Das finde ich nicht schön, aber wenigstens hat sie gewählt."
    Zitat Ende

    Ja - und wenn so viele "zum ersten Mal" NPD wählen und so der NPD den Einzug in die kommunalen Gremien ebnen ja was dann? Jede Stimme für die NPD eine verlorenen für die zukünftige Demokratie.

    Zitat Paul Kanne:
    "Ich lebe in einer Demokratie und muss (ob es mir gefällt oder nicht) die politischen Ansichten anderer respektieren - solange sie nicht gegen Gesetze verstoßen oder sonstwie verboten sind."
    Zitat Ende

    Hoppla! Wo steht das? Politische Ansichten die mir nicht gefallen muss ich nicht respektieren, auch wenn sie nicht gegen Gesetze verstoßen. Und wenn sie (die politischen Ansichten) offensichtlich rechtsradikal sind, habe ich sogar die Pflicht diese zu bekämpfen (die politischen Ansichten). Null Toleranz der NPD!

    Zitat Paul Kanne
    "Liebe Nela, ich finde es gut, dass Du dich politisch engagierst, aber es geht nicht nur darum wofür (oder wogegen), sondern auch wie und mit welchen Mitteln. Ausgrenzen und anprangern ist undemokratisch."
    Zitat Ende Paul Kanne

    Es ist also nicht wichtig wofür man sich politisch engagiert!? Just for fun? Och .. heute habe ich mal Bock auf NPD und morgen mach' ich mal was bei den Linken? Wenn nicht die bodenlose freche Verlogenheit der NPD angeprangert wird und wenn nicht jeder überzeugte Rechtsextreme ausgegrenzt wird ... verrät man die Demokratie. Das ist meine Meinung. Wer die NPD duldet und diese aus "just for fun", weil ich mal sehen will was die denn so machen wenn die an der Regierung sind, gibt so manchen vorbestraften Gewalttäter eine Chance der etwas teureren Art der Resozialisierung.

    Tut mir leid (nee eigentlich nicht) aber Ihre Meinung ist extrem - gefährlich.

  36. Bild von La-Paz

    @ Paul Kanne

    1.- ich finde es auch gut, wenn die Leute wählen gehen. Nur so kann man eine Demokratie aufrecht erhalten. Die Leute vergessen einfach, dass jede Stimme, die nicht vergeben wird, denen zufällt, die vielleicht nicht gewählt werden sollten. Aber man sollte auspassen, wen man wählt, denn auch das kann in die Hose gegen. Siehe die Protestwähler. Aber egal ob es der erste Wahlgang war oder nicht, es ist einfach nicht gut extremistischen Parteien seine Stimme zu geben. Denn Demokratie bedeutet auch Freiheit.
    2.- Wozu befinden wir uns in diesem Forum, wenn wir alle Meinungen, auch die extremistischen akzeptieren müssen. Gerade weil wir in einer Demokratie leben, sollten wir das Recht haben darüber zu urteilen und zu sagen was wir für falsch erachten. Und
    3.- was heisst politisch engagieren? ist das schon so, wenn ich mich für politik interessiere? Oder erst wenn ich in oder mit einer Partei mitarbeite? Ich z.B. bin Mitglied in einer demokratischen Partei und engagiere mich dort. Wie soll man wissen, wen man wählen soll, wenn man nichts über deren Programme weiß?
    Auch ich finde es nicht gut, wenn man jungen Leute solche Ratschläge gibt. Ich finde es jedenfalls gut, wenn Nela... sich sorgen macht weil Ihre Freundlich aus Frust die falsche Wahl trifft.
    Ich würde immer wieder Beispiele bringen, die beweisen, wie falsch die NPD liegt. Und das weil man eine Idee gut findet, nicht gleich die ganze Partei wählen muss.

  37. Bild von Anti-Extremist

    Nun, Nela, ich bin zu der Erkenntnis gelangt, dass Du gewisse Einsichten nicht zum Anlass für Flucht benutzt - im Gegensatz zu Deiner Freundin. Daher ist das Problem, das ja den Anfang dieses Threads bildet und welches Du mit Deiner Freundin hast (und Du gestern noch einmal erwähnt hast), nur zu verständlich und begründet.
    Es ist sicher sinnvoll, mit ihr zu sprechen. Ich möchte Dir aber nahelegen, hier nicht allzu deutlich Dein Missbehagen zum Ausdruck zu bringen in Form von 'Anschuldigungen' ("Du denkst nicht nach", "Du bist manipulierbar/beeinflussbar", "Du bist bezüglich Deiner neuen Bekanntschaften tief gesunken", etc.). Überlege, ob es Dir möglich ist, ihr diese Erkenntnisse in einer 'eleganteren' und in ihrer Sicht gegenüber Dir 'unschuldigeren' Art - allerdings dennoch überdeutlich - zum Ausdruck zu bringen.
    Ich habe sehr gute Erfahrungen in puncto Gesprächsführung und ~-verlauf gemacht, wenn ich den Leuten vor mir gewissermaßen den Spiegel vorgehalten habe. Das geschieht am besten mit Fragen, die natürlich in eine bestimmte Richtung zeigen und somit ihren Antworten natürlich bereits eine Richtung 'andeuten' - ohne diese allerdings vorzugeben (letzteres ist wichtig!). Daher ist es sehr sinnvoll, wenn Du dieses Gespräch vollkommen rational (bar aller Emotionen!!!) führst und in jeder Situation einen kühlen Kopf behältst. Das hat zumindest zwei wichtige und positive Auswirkungen: Du schützt Dich selbst davor, in Wut Dinge zu sagen, die keinem wirklich helfen und mit einigem Glück gelingt es Dir, ihr wirklich einiges klar zu machen. ABER was auch immer dabei 'rumkommt - eines darf sie danach natürlich keinefalls tun: Die 'neuen Erkenntnisse' frisch gewonnen auf dem kürzesten Wege zu ihren Pseudo-Freunden tragen. Solange sie keine halbwegs stabile Persönlichkeit hat, kippt sie sowieso wieder um - und Du wirst mit einiger Wahrscheinlichkeit Nachteile davon tragen (denn Du hast sie 'aufgehetzt'!). Lass lieber ein wenig Gras auf der Wiese stehen - will heißen: Einige Dinge unausgesprochen. Es sollte genügen - wenn bei ihr noch genug graue Zellen von Blut durchflossen werden ( ;-) ) - sie zum intensiven Nachdenken anzuregen (vorerst...).

  38. Bild von La-Paz

    @Annika Hansen,

    ich weiss nicht was Du für einen Hochschulabschluss (hab ich auch) und was für einen gut bezahlten Job (auch das hab ich) hast. Ist eigentlich auch nicht wichtig. Ich bin einfach erschrocken darüber, dass ein gebildeter Mensch so denken kann. Erstens finde ich es genauso schlecht wenn die NPD im Bundestag käme, wie auch jede andere extremistische Partei. Ich bin für die Demokratie und das kann man ja von der NPD nun wirklich nicht sagen. Und wer seine Ideen oder Programme mit Gewalt und lautem Geschrei durchbringen muss oder will ist nicht demokratisch.
    Was mich auch erschreckt ist, dass jemand die NPD wählen möchte um den anderen Parteien einen Denkzettel zu geben. Und das egal ob einem die NPD passt oder nicht. Also, wenn mir etwas nicht passt, dann gehe ich dagegen an und unterstütze den nicht noch. Ich gebe zu, dass die etablierten Parteien in vielem zu lasch geworden sind, aber das wäre für mich nie ein Grund, zu hoffen, dass eine diktatorische Partei in den Land- oder Bundestag einziehen könnte. Wenn Du wirklich was bewirken willst, dann geh´ selbst in eine Partei und misch mit. Dann weißt Du selbst wie das funktioniert und wie das alles abläuft. Aber geh in eine die demokratisch handelt und nicht aufhetzt und Hass prädigt.
    Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass ein gebildeter Mensch, der sicherlich auch in Geschichte bewandert ist, die NPD gut heissen kann. und ich möchte nicht wissen, wer zu erst schreien wird, wenn die tatsächlich mal an der Regierung beteiligt sind und ihre Gesetze durchbringen. Ich habe mich privat mit Mitgliedern der NPD und auch der Reps unterhalten und da kann man nur entsetzt den Kopf schütteln, wenn man hört was die wirklich vorhaben. Da kann man nur hoffen, dass die das nie schaffen.

  39. Bild von Anti-Extremist

    Hallo La-Paz,
    zu Aussagen wie der von Annika Hansen ist unter vernünftig denkenden Menschen kein Kommentar mehr notwendig - sie sind selbsterklärend. Und das, was sie erzählen, fällt natürlich auf fruchtbaren Boden - Dank sei dem in unserer Pseudo-Demokratie heiligen Triumvirat Politik-Wirtschft-Korruption und der u.a. auch daraus sich immer weiter vergrößernden allgemeinen Frustration (ich will hier die Politik und die Wirtschaft nur exemplarisch und aufgrund ihrem 'positionsbedingt' jeweils hohen Maß an zu tragender Verantwortung nennen, eigentlich sind aber fast alle Menschen => das Volk, die hier leben, die Brutstätte dieser vielen Fehlleisungen!). Um solche Auswüchse jedoch zu begrenzen, gibt es mehr oder weniger feste Zusammenschlüsse, Organisationen und Aktionen, die aus ihrem eigenen Umfeld herausgehend labilen Menschen einen Halt geben sollten und eine Leitlinie, die ihnen die Einsicht zu vermitteln imstande ist, die u.a. oben genannter Person längst schon fehlt (ja, fehlt, nicht anscheinend fehlt!). Ausgehend von der Annahme es mit erwachsenen und gereiften Menschen zu tun zu haben, empfinde ich Verachtung für diejenigen, die wider jegliche Erkenntnis, Lebenserfahrung und Vernunft (ihrer eigenen und der vieler anderer Menschen!) derart absinken, dass sie zu solchen Reaktionen wie den oben beschriebenen angetrieben werden. Ich will aber beim Thema bleiben, das ja die Frage nach dem Umgang mit solchen Menschen im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis stellt. Wie schon erwähnt mag ich nicht etwas vorgeben. Allerdings sollte aus meinen bisherigen Äußerungen klar genug zu erkennen sein, wie ich solch menschlich-sozial-kulturellen Fehl-Entwicklungen begegne. Und dazu brauche ich auf niemanden Druck auszuüben. Einzig genug ist es, dem braunen Sumpf den Raum für seine Aubreitung wegzunehmen. In der Folge sollte dann noch das Bindeglied des Pöbels unter den 'Braunen' (=Argumente der 'intelligenten' Braunen) dezimiert werden mit der Konsequenz, dass dieser das Interesse verliert. Solches kann jeder für sich in seinem Umfeld leisten - und dafür sollten wir hier auch gemeinsam eintreten und kämpfen!
    Vielleicht noch eine Anmerkung, die wieder fast den Rahmen dieses Themas sprengt: Eine Wahl kann ich doch wohl nennen wie ich will: Einfach nur Wahl, Pflicht-Wahl, Sympathie-Wahl, Protest-Wahl - es ist und bleibt eine Wahl mit Resultaten. Relevant ist doch nicht der Name, den ich einem Gegenstand/Vorgang gebe, sondern die Beschaffenheit (des Gegenstandes) bzw. die Resultate (des Vorgangs). Denn sie sind es, die von anderen unmittelbar und nachhaltig wahrgenommen werden - Namen sind Schall und Rauch. Unter solchen Gesichtspunkten sollte auch klar werden, dass ich 'Protest-Wählern' entweder blinden Egoismus unterstelle, oder aber ein braunes Gedankengut, zu dem diese jedoch in der Öffentlichkeit nicht stehen wollen (Flucht vor Verantwortung, der Versuch, 'incognito' zu bleiben, im Schutz der Anonymität - die aber anderen Menschen nicht zugestanden wird -> Egoismus).

  40. Bild von Annika Hansen

    Die NPD ist immer noch nicht verboten und somit eine demokratisch legitimierte Partei und Basta!

    Wenn die Judikative zu doof ist ein erfolgreiches Verbotsverfahren durchzuziehen, dann tut es mir herzlich leid. Aber wahrscheinlich ist es politisch gar nicht gewollt, die NPD zu verbieten. Alleine schon Punkt 10 des Parteiprogrammes der NPD bietet Grund genug, die Partei zu verbieten.

    Egal. Um auf den Beitrag zurück zu kommen: Ihre Freundin hat was gegen kriminelle Ausländer und möchte, dass diese aus Deutschland abgeschoben werden. Das kann ich nachvollziehen und findet auch meine Zustimmung. Sind Sie eine kriminelle Ausländerin oder planen Sie irgendwelche kriminellen Aktivitäten? Ich denke eher nicht. Also, was stört es Sie? Es sind doch die kriminellen Ausländer, die die anderen rechtschaffenden und gesetzestreuen Ausländer in Verruf bringen und Vorurteile bedienen. Keine kriminellen Ausländer mehr, bzw. eine klare Gesetzgebung über den Umgang mit diesen käme allen zu gute. Aber nicht dieses Wischiwaschi, dass ein Intensivtäter nach der 40. Straftat immer noch und immer wieder auf die Allgemeinheit losgelassen wird.

  41. Bild von Anti-Extremist

    Liebe Annika, ich hatte schon eine sehr lange und ebenso deutliche Antwort auf Deinen letzten Beitrag hier