10.09.2015 ... Presseschau

NPD demonstriert vor Lageso +++ Erneut Angriff auf Flüchtlingsheim in Berlin +++ Bereits 22 Übergriffe auf Asylbewerberheime in Thüringen +++ Gericht bestätigt Demo-Verbot zum „Tag der Patrioten“ +++ Neonazis wüteten: Hakenkreuze und Schuss auf Mädchen

Unbekannte legen Feuer in Flüchtlingsunterkunft im Saarland

Wieder hat eine Flüchtlingsunterkunft gebrannt - und wieder war es Brandstiftung. Der Staatsschutzabteilung der saarländischen Polizei ermittelt.
WAZ

Erneut Angriff auf Flüchtlingsheim in Berlin

In Berlin ist erneut ein Flüchtlingsheim attackiert worden. Unbekannte warfen im Stadtteil Marzahn einen brennenden Feuerwerkskörper auf das Gelände einer Flüchtlingsunterkunft. Die Suche nach den Tätern blieb zunächst erfolglos.

Donaukurier

Tagesspiegel

Berliner Morgenpost

Berliner Zeitung

Brandanschlag auf geplantes Flüchtlingsheim

In einer geplanten Flüchtlingsunterkunft im saarländischen Gersheim ist ein Feuer gelegt worden. Niemand wurde verletzt, der entstandene Sachschaden ist jedoch hoch.

Tageblatt

Blaulichtreport-Saarland

Bereits 22 Übergriffe auf Asylbewerberheime in Thüringen

Allein dieses Jahr wurden 22 Straftaten bekannt, die sich gegen Unterkünfte von Asylbewerbern in Thüringen gerichtet haben.

Thüringer Allgemeine

Asylbewerber in Nürnberg schwer verletzt - Taxifahrer gesucht

Bei einem Streit, der sich in der Nacht zum Montag in der Nürnberger Innenstadt zugetragen hat, wurde ein 32-jähriger Asylbewerber schwer verletzt. Die Kripo Nürnberg sucht sowohl Zeugen als auch einen Taxifahrer.

InFranken

Mann attackiert in Hohenschönhausen Frau aus Afrika

Ein Unbekannter hat aus einer Gruppe heraus eine 40-Jährige in Alt-Hohenschönhausen fremdenfeindlich beleidigt und sie getreten.

Berliner Morgenpost

Neonazis wüteten: Hakenkreuze und Schuss auf Mädchen

Vier junge Männer zwischen 17 und 22 Jahren sind von Ermittlern aus der Donaustadt nach mehreren Straftaten ausgeforscht worden. Sie schossen auf eine 18-Jährige, beschädigten mehrere Autos und scheiterten am Vorhaben, Hakenkreuze mit Spraydosen so zu zeichnen, wie sie wirklich aussehen.

Heute

"Etwas gegen Asylbewerber tun": Drei Neonazis zu Aufsatz über NS-Verbrechen verurteilt

Sie verteilten Nazi-Flyer und warfen Brandsätze auf ein Wohnhaus, von dem sie glaubten, es sei ein Asylheim. Nun wurden die drei Täter vor dem Gericht verurteilt. Dabei verhängte der Richter eine ganz besondere Strafe.

Focus

Hetze bis zum Brand

Überall wo sich Protest gegen Flüchtlinge formiert, ist auch die NPD zugegen. Angefangen hat die gefährliche Verbindung von Rechtsextremisten und "besorgten Bürgern" unter dem Slogan "Nein zum Heim" in Berlin-Hellersdorf. Eine Strategie, die auch beim Brandanschlag in Nauen aufgegangen ist.

RBB

NPD demonstriert vor Lageso

Eine Handvoll NPD-Anhänger hat am Mittwochmittag vor dem Lageso in Moabit demonstriert. Rund 100 Gegendemonstranten waren vor Ort. Es blieb ruhig. Insgesamt sprachen am Dienstag 3000 Flüchtlinge vor dem Lageso vor.

Berliner Zeitung

B.Z.

Gericht bestätigt Demo-Verbot zum „Tag der Patrioten“

Der Rechtsradikale Thorsten de Vries war so siegessicher, doch das Verwaltungsgericht Hamburg hat den Eilantrag abgelehnt: Es bleibt bei dem Verbot des Neonazi-Aufmarsches am 12. September. Grund: Es seien „schwere Gewaltexzesse“ zu erwarten. Als letzten Schritt können die Rechten nun Beschwerde beim Hamburgischen Oberverwaltungsgericht einlegen.

Hamburger Morgenpost

NDR

Welt

AfD-„Hetze“ gegen Flüchtlinge schreckt Koalition auf

Mit drastischen Forderungen macht die AfD gegen Flüchtlinge mobil. Zeitgleich legt die Partei in Umfragen zu. Politiker von Koalition und Opposition sind alarmiert – und rufen zum Widerstand gegen die „Angstparolen“ auf.

Handelsblatt

Blick nach Rechts

Dresden: Pegida lädt Österreichs FPÖ-Rechtspopulisten H.C. Strache ein

Nach einer langen Phase des Desinteresses spielt dem 42-Jährigen der jüngste Flüchtlingsstrom in die Hände. Vergessen sind der Zwist im Vorstand und die Affäre um die Fotos, auf denen Bachmann mit Hitlerbart zu sehen war. Er sucht auch wieder den Schulterschluss mit jenen, die er Schwestern und Brüder im Geiste nennt: Geht es nach Bachmann, sollen Marine Le Pen, Viktor Orban und HC Strache beim ersten Geburtstag der Bewegung im Oktober auftreten.

Kurier.at

Vier Monate für Volksverhetzung

Bückeburger ruft auf Facebook zur Brandstiftung von Flüchtlingsheimen auf

Schaumburg-Lippische Landeszeitung

Gauck verurteilt Antisemitismus

Mehrheit der Deutschen wolle starkes und selbstbewusstes jüdisches Leben

Jüdische Allgemeine

Vor 15 Jahren musste Enver Şimşek sterben

Heute vor 15 Jahren wurde der Nürnberger Enver Şimşek auf offener Straße hinter seinem Blumenstand in der Südstadt angeschossen. Zwei Tage später starb er. Sein Tod wird dem NSU angelastet.

BR

Wichtiger Zeuge nach Keupstraßen-Anschlag 2004 womöglich übersehen

Neue Erkenntnisse im Düsseldorfer NSU-Ausschuss: Die Polizei hat nach dem Nagelbombenanschlag an der Keupstraße möglicherweise bei den Ermittlungen ein NPD-Mitglied unbeachtet gelassen.

Kölner Statd-Anzeiger

Initiative #Gegenstimmen: "Meine Nationalität: Mensch"

Ihre Gesichter sind kaum einem bekannt, dafür ihre Stimmen - und die erheben sie 63fach gegen Rassismus: Radiomoderatoren aus der ganzen Republik haben eine Initiative gegen Hasskommentare in den sozialen Netzwerken gestartet.

Spiegel

Ungarn: Die tretende Kamerafrau und ihr hetzender Sender

Eine ungarische Kamerafrau wurde dabei gefilmt, wie sie Flüchtlinge attackiert. Wie glaubwürdig ist jetzt ihre Entlassung? Ihr erzkonservativer Sender fiel immer wieder durch rassistische Hetze auf.

Spiegel

»Bei uns in der DDR ist das überwunden«

Die Debatte über die Ursachen von Neonazismus und Rassismus in Ostdeutschland wird ahistorisch geführt.

Jungel World

Neonazis online und offline: "Die Übergriffe nehmen zu"

Netz-gegen-Nazis.de hat das österreichische Magazin "Profil" mit Infos versorgt, wie das mit der Hetze im Netz funktioniert. Interviewt wird auf Aussteiger Felix Benneckenstein, der öfter für netz-gegen-nazis.de schreibt: "Internetaktivist - früher war das ein Schimpfwort in der Szene für all jene, die sich nix trauen. Aber heute ist allen klar: Im Netz können auch Leute aktiv sein, die nicht ihr Gesicht herzeigen können, etwa Leute in Spitzenjobs", sagt Felix Benneckenstein, ein ehemaliger Neonazi, der heute für den Verein "Exit" rechtsradikale Aussteiger berät. Viele von ihnen wurden online erst so richtig indoktriniert. Neonazis lesen auf den Anti-Asylseiten mit. Fällt ihnen ein User als fremdenfeindlich auf, wird er kontaktiert, in Diskussionen verwickelt, ihm "Infomaterial" angeboten. Das Ziel: rechtsextreme Ansichten massentauglich zu machen und Nachwuchs für die eigene Bewegung zu finden. "Vor der Flüchtlingsdebatte war die Neonazi-Szene ziemlich schwach: Oft gab es zu wenig Menschen, um Demos abzuhalten. Das hat sich in den letzten Monaten massiv geändert. Auf vielen rechten Aufmärschen sieht man derzeit neue Gesichter", sagt Benneckenstein.
Profil.at

Italiens Parlamentspräsidentin: „Keine Toleranz für Fremdenfeindlichkeit“

Warum streben gerade jetzt so viele Flüchtlinge nach Europa? Die italienische Parlamentspräsidentin und frühere UNHCR-Mitarbeiterin Laura Boldrini im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

FAZ

 

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