Alle Beiträge des Typs Artikel (Netz gegen Nazis)

Jahresrückblick 2014: HoGeSa

Den "Hooligans gegen Salafisten" (HoGeSa) gelang ab September der Überraschungscoup 2014: Organisiert im wohl vernetzen Hooligan-Milieu schafften es die Organisatoren von "HoGeSa", aus dumpfer Islamfeindlichkeit tausende gewaltbereiter Hooligans und anderer Islamfeinde auf die Straßen von Essen, Dortmund, Frankfurt, Köln und Hannover zu bringen.

Jahresrückblick 2014: AfD-Wahlerfolge

Die "Alternative für Deutschland" (AfD), 2013 gegründet, setzt ihren Erfolgskurs im ersten Halbjahr 2014 fort: Mit ihrem Kurs zwischen Euro-Feindlichkeit, Wirtschaftsliberalismus und Rechtspopulismus gewinnt sie bei der Europawahl im Mai 2014 7,1 Prozent der Stimmen und schickt 7 Abgeordnete ins Europaparlament, wo sie der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformisten (EKR) im Europaparlament betritt, sich aber auch von rechtspopulistischen Parteien wie der britischen Ukip zu Vera

Jahresrückblick 2014: Verschwörungstheoretische Friedensmahnwachen

Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal, und im Jahr 2014 werden auch die Montagsdemonstrationen, die zur Wende führten, massiv missbraucht. Die ersten, die sich montags auf die Straße stellen, sind die so genannten "Friedensmahnwachen", die es ab Februar 2014 mit mehr oder weniger Zulauf in diversen deutschen Städten gibt.

Jahresrückblick 2014: Hetze gegen Flüchtlinge

Schon 2013 hetzten Rechtsextreme massiv gegen Flüchtlinge, oft getarnt als scheinbare "Bürgerinitiativen". Schon Anfang 2014 wies die Amadeu Antonio Stiftung auf einen Anstieg der Übergriffe gegen Flüchtlinge und Flüchtlingsheime hin.

"Netz-gegen-Nazis"-Jahresrückblick 2014: Feindseligkeit gegen Flüchtlinge, Friedensmahnwachen, HoGeSa, Pegida

Was bleibt uns aus dem Jahr 2014 in Erinnerung? Einerseits baute 2014 der "klassische" Rechtsextremismus ab: Neonazi-Demonstrationen werden blockiert, rechtsextreme Organisationen verboten, der NPD geht es schlechter als je zuvor. Andererseits wächst die Feindseligkeit in Teilen der Bevölkerung, die sich selbst nicht als rechtsextrem beschreiben würden: Hetze gegen Flüchtinge, AfD-Wahlerfolge, Friedensmahnwachen, HoGeSa und Pegida sind deutliche Symptome. Und: Der "Kampf um die Straße" ist offenkundig zurück. Unserer Top-Ereignisse 2014.

Von Simone Rafael

Saarland 2014: Heimat des neuen NPD-Bundesvorsitzenden mit Hooligan-Nazi-Rocker-Mischmilieu

Im Saarland treffen sich rechtsoffene Menschen aus der Hooligan- und Rocker-Szene mit NPD-Anhängern in bekannten Lokalitäten. So entstehen 2014 in dem kleinen Bundesland vielfache rechtsextreme Aktivitäten wie rechtsoffene Montagsdemonstrationen, Hetze gegen Flüchtlinge, eine eigene "SaGeSa" (Saarland gegen Salafisten) oder eine rechtsextreme Bürgerinitiative gegen Sexarbeiterinnen. Spaß machte die "Peniskuchen"-Affäre um Peter Marx.

Von Théo Garrel

Pegida in Dresden: Zu Gast beim Hass

Bei "Pegida" in Dresden versammeln sich junge und alte Wutbürger und Wutbürgerinnen, junge Männer in Kampfsportmarken neben alten Männern in un-farbenen Funktionsjacken, dazwischen Glitzermützen-Frauen mit Kerzen im Glas, auch einige verstörte Kinder sind dazwischen. Es sind Dresdner und Sachsen, aber auch Hasstouristen aus anderen Bundesländern: Sie alle sehen sich stoisch auf dem dunklen Theaterplatz eine "Show" an, die auch "Politically Incorrect News - Das Musical" heißen könnte. Und sie brüllen, wenn man sie auffordert. Denn wenn sie nicht stumpf stehen, dann sind sie voll Hass.

Radebeul/ Coswig: Streit um einen Frauenkalender

Ist es vorstellbar, dass eine städtische Gleichstellungsbeauftragte in einem Kalender eine lokale NPD-Politikerin als Vorbild präsentiert? Im sächsischen Radebeul/Coswig ist genau das gerade passiert. Beschwert haben sich darüber zwei ebenfalls im Kalender abgebildete Politikerinnen vom Bürgerforum /Grüne. Raten Sie einmal, was dann passierte.

Von Mira Erdmann

Hessen 2014: Mögliche rechtsextreme Morde im Wohnungslosenmilieu und durch Burschenschaftler

Hessen wurde im vergangenen Jahr gleichermaßen geprägt von zahlreichen neonazistischen Aktivitäten innerhalb des Parteienlagers, wie auch von rechtsextremen Gruppierungen aus der freien Kameradschaftsszene. Die Anzahl von Übergriffen und Schmierereien, versuchter Agitation gegen Flüchtlingsunterkünfte und rassistischen Flyeraktionen ist augenfällig. Der Höhepunkt rassistischer Gewalt war der Mord an einem ruandischen Wohnungslosen in Limburg Ende Oktober diesen Jahres. In einem weiteren Fall in Marburg, bei dem ein 20-jähriger Studienanfänger von einem Burschenschaftler erstochen wurde, ist ein rechter Tathintergrund ebenfalls möglich.

Wieviel English Defence League steckt in Pegida?

Die English Defence League (EDL) wird häufig als Vorbild für die aktuelle rassistische Mobilisierung in Dresden genannt. Selbst PEGIDA-Mitorganisator Siegfried Däbritz soll sich dahingehend geäußert haben. Ironischerweise liegt die EDL in England längst am Boden, die letzten Versuche Menschen hinter ihrem Banner zu sammeln, sind gescheitert. Tatsächlich gleichen sich viele der Argumente von PEGIDA und EDL. Es gibt aber auch gewichtige Unterschiede. Wir blicken auf die Geschichte der EDL und wagen den Vergleich.

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