Alle Beiträge des Typs Artikel (Netz gegen Nazis)

Chronik: Gewalt und Bedrohung durch Neonazis, Rassist*innen, Antisemit*innen - Mai 2014

Permanent bedrohen Neonazis Menschen in Deutschland, schüchtern sie ein oder greifen sie sogar an. Sie schaffen so ein Klima der Angst. Wir versuchen, das mal im Überblick zu behalten - aus Presseberichten, die wir in die Presseschau aufnehmen.  Chronik Mai 2014.

Diese Auflistung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit! Wenn etwas fehlt, bitte per Mail an netz@amadeu-antonio-stiftung.de.

31.05.2014, Eisenberg

NSU-Prozess - Mai 2014

Der NSU-Prozess läuft jetzt schon seit 100 Tagen und ist weiter unübersichtlich. Hier zumindest eine Übersicht über den aktuellen Berichterstattungsstand.

Von der Redaktion

26.05.2014

NSU: Grüne fordern neuen Untersuchungsausschuss, Neues vom Prozess

Neonazis vor Gericht - Mai 2014

Eine aktuelle Übersicht von Presseartikeln über Rechtsextreme vor Gericht. Nur für den NSU-Prozess gibt es eine Extra-Rubrik.

24.05.2014 

Göttingen: Ex-Funktionär der AfD muss hinter Gitter

Antisemitische Attentate in Kansas: Eine Spurensuche in der militanten Neonazi-Szene

Das Attentat auf jüdische Einrichtungen in Kansas, bei dem drei Menschen ihr Leben ließen, zeigt die Gefahr, die nach wie vor von militanten Neonazis in den USA ausgeht. Der Attentäter, Frazier Glenn Miller, handelte zwar allein, ist aber fest in der rechtsradikalen Szene verwurzelt – online wie offline.

Von Joschka Fröschner

Ein stiller Schrei: „Nächster Halt: Fruitvale Station“

Am 1. Januar 2009 wurde der Afroamerikaner Oscar Grant von einem weißen Polizisten erschossen: wehrlos am Boden liegend und unbewaffnet. Der gewaltsame Tod des 22-Jährigen sorgte damals weltweit für Schlagzeilen. Das Drama „Nächster Halt Fruitvale Station“ zeichnet die letzten Stunden im Leben von Grant nach. Der preisgekrönte Film kommt am 1. Mai in die deutschen Kinos. Wir verlosen Karten für eine Sonderaufführung am 06. Mai in Berlin (20 Uhr, Odeon-Kino).

Mit Naivität gegen Nazis? „Die Arier“ in der Filmkritik

In ihrer neuesten Dokumentation „Die Arier“ konfrontiert Mo Asumang Rassist*innen mit scheinbar arglosen Fragen und provoziert Neonazis durch ihre schiere Anwesenheit. Ergebnis des ganzen, so die Produktionsfirma, sei „eine abenteuerliche Tour in die Abgründe rechter Bewegungen“. Tatsächlich aber verkennt der Film die gesamtgesellschaftliche Dimension von Rassismus. Am 29. April ist der Film um 22 Uhr auf Arte zu sehen, am 05. Mai um 23.55 Uhr im ZDF.

Von Sophie Bose

Berlin-Kreuzberg bleibt nazifrei

„Kreuzberg muss befreit werden - von Multikulti, Multichaos, Multikrimi!“, meint der Berliner NPD-Chef Sebastian Schmidtke auf der Eröffnungkundgebung zum Demonstrationsversuch von rund 100 Nazis nach Kreuzberg am Samstag in Berlin. Die 6.000 Kreuzberger*innen und Gegendemonstrant*innen aus ganz Berlin waren allerdings eher der Meinung, Kreuzberg müsse von Nazis sauber gehalten werden - und ließen die Rechtsextremen gar nicht erst hinein. Mit Diashow. Update: Auch Fotos aus Berlin-Adlershof, wo 70 Neonazis anschließend laufen durften.

Von Simone Rafael

Von der Verschwörungsideologie zur politischen Bewegung

In einer komplexen Welt kommen einfache Erklärungsmodelle gut an. Weder die historische NSDAP noch die aktuelle NPD lassen sich ohne ein Grundverständnis von antisemitischen Verschwörungstheorien analysieren. Ein geschlossenes Weltbild und klare Feindbilder haben Pro NRW und der norwegische Rechtsterrorist Anders Breivik gemein. Ohne Verschwörungsideologien wären weder die AfD noch die aktuelle Montagsquerfront möglich.

Von Roland Sieber

„Erste Anzeichen einer Kurskorrektur?“: Die Erfassungspraxis rechts motivierter Gewalt

Als Konsequenz aus dem NSU-Komplex überprüfen derzeit das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landeskriminalämter (LKÄ) mehrere hundert versuchte und vollendete Tötungsdelikte seit 1990 auf mögliche rechte und rassistische Hintergründe. Professor Roland Eckert, Soziologe an der Universität Trier, beschäftigt sich seit Anfang der 1990er Jahre mit rechter und rassistischer Gewalt und ihrer Erfassung durch Strafverfolgungsbehörden und Justiz.

Ein Interview der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt, Sachsen-Anhalt

Reichsbürger, Neonazis und Antisemiten: Auch Ostermontag wieder Querfront-„Friedensdemos"

Am Ostermontag war es wieder so weit: Eine wilde Mischung aus Verschwörungstheoretiker*innen, Antisemit*innen und "Compact"-Prominenz traf sich in mehreren deutschen Städten zu Montagsdemonstrationen der "Friedensbewegung 2014". Protestiert wurde unter anderem gegen tödliche Kondensstreifen und die Gleichschaltung der Medien. Auf der Berliner Kundgebung der "Verquerfront" schaute auch NPD-Landeschef Sebastian Schmidtke vorbei.

Die Kolleg*innen vom Störungsmelder haben sich das Phänomen genauer angeschaut. Ein Text von Roland Sieber

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