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Warum PEGIDA? Die Suche nach Erklärungsmustern

Erst waren es nur knapp über 300, aktuell kommen in Dresden zwischen 10.000 und 15.000 „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ zu montäglichen Demonstrationen zusammen. Politik, Wissenschaft und Medien ringen nach Erklärungen dafür, wieso es ausgerechnet PEGIDA gelungen ist, eine breite bürgerliche Schicht jenseits des organisierten Nazitums mit rassistischen Ressentiments auf die Straße zu bringen. Was an PEGIDA ist neu? Was eine Wiederkehr des Ewiggestrigen? Wir haben einige der interessantesten Argumentationslinien zusammengetragen.

Zwischen Krisenbewältigung und Aufbruchsstimmung: Die extreme Rechte in Nordrhein-Westfalen 2014

Zwar hat das traditionelle rechte Parteienlager in NRW 2014 mit seiner Konzentration auf die Flüchtlingsthematik keine größeren Erfolge zu verbuchen, die AfD ist jedoch bei den Wähler_innen zunehmend beliebt. Die Nachfolgeorganisation einiger verbotener Kameradschaften, "Die Rechte", zeigte sich im Wahlkampf offen rassistisch und besonders aggressiv, als Siegfried Borchardt und 25 seiner Anhänger_innen den Versuch starteten, das Dortmunder Rathaus am Tag der Wahlparty zu stürmen.Das unzulängliche Verhalten der Polizei wurde in Öffentlichkeit massiv kritisiert, es stehen immer noch Dutzende Ermittlungsverfahren in Verbindung mit dieser gewalttätigen Aktion aus. Auch die HoGeSa-Demonstration in Köln erhielt große mediale Aufmerksamkeit, versammelten sich doch rund 3000-5000 rechte, randalierende Hooligans zu ihrer Demonstration "gegen Salafisten". Außerdem gibt es in NRW Ableger der Pegida-Proteste und immer wieder "Montagsdemonstrationen" in Düsseldorf.

Argumente und Grafiken gegen Pegida

Die Welt mit Pegida ist schlecht, und die Menschen, die da auf die Straße gehen, hören auch einfach nie zu. Aber die vielen Grafiken, die aktuell gegen Pegida, für Flüchtlinge und über Argumente entstehen, sind trotzdem gut. Deshalb sammeln wir hier ein paar gute Beispiele - gern zum Weiterverteilen, damit die nötigen Standards für eine demokratische Kultur weiter halten.

Jahresrückblick 2014 – Neustrukturierungen, Verknüpfungen, Vernebelungen in Rheinland-Pfalz

Am 22. November 2014 fand zum sechsten Mal in Folge der „Trauermarsch“ in Remagen statt. 150 Neonazis marschierten durch die Kleinstadt, um den Toten der „Rheinwiesenlager“ zu gedenken. Auffällig in diesem Jahr: Neonazis des zerschlagenen Aktionsbüros Mittelrhein (ABMR) waren stark in die Organisation des Aufmarsches eingebunden. Auch sonst waren sie in der rechten Szene äußerst aktiv.

HOGESA, PEGIDA und brennende Flüchtlingsunterkünfte: Der Bumerang der Ignoranz

Ganz ehrlich, als ich das erste Mal von PEGIDA hörte, habe ich gelacht.Oft habe ich nur gefragt: „Das sind doch die mit dem doofen Namen?“ und ziemlich jeder wusste, wer gemeint ist. Doch ganz so belustigend ist es in diesen Tagen nicht mehr.

Jahresrückblick 2014 aus Sachsen: Rassistische Ressentiments im Pegida-Bündnis kanalisiert

2014 haben in Sachsen rassistisch motivierte Gewalttaten und Übergriffe sehr stark zugenommen. Der Brennpunkt rassistischer Hetze ist dieses Jahr Dresden mit seinen wöchentlichen islamfeindlichen Pegida-Demonstrationen, bei denen sich rechtsgesinnte Menschen aus alle Spektren, Parteilagern, organisierten Gruppierungen aber auch Bürgerinitiativen oder Gemeinden versammeln. Die Angriffe und Proteste gegen geflüchtete Menschen sind sehr bedrohlich, auch die gesamte Entwicklung des rechten Lagers wird vom R.A.A. Sachsen e.V. mit Sorge intensiv beobachtet.

Factsheets und Zeitleiste zu HoGeSa, Pegida und Co.

In diesen unübersichtlichen Demonstrationszeiten lässt sich leicht der Überblick verlieren. Deshalb hier als Service für alle, die sich zu den Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa), Pegida (Patriotische Europäer für Islamisierung des Abendlandes) und den zahlreichen islamfeindlichen Ablegergruppen in ganz Deutschland infomieren möchte: Wir haben die wichtigsten Fakten als Zeitleist und Factsheet zusammengetragen.

Von der Redaktion netz-gegen-nazis.de

HoGeSa & Co.

Jahresrückblick 2014 – Rassistische Mobilisierungen gegen Flüchtlinge und neue antisemitische Allianzen in Berlin

Im Bereich des organisierten Rechtsextremismus setzte sich 2014 der Trend aus dem Vorjahr fort, die rassistische Mobilisierung gegen die Unterbringung von Asylsuchenden zu forcieren. Dabei ließen sich Entwicklungen beobachten, die in der zweiten Jahreshälfte den Rechtsextremen in die Hände spielten. Die israelische Militärintervention in Gaza war Anlass für verschiedenste Vereine und Initiativen, mit zum Teil konträren Weltbildern und Gesellschaftsvorstellungen, eine „Kritik an Israel“ zu artikulieren, die nicht frei von Antisemitismus blieb.

Die wichtigsten Thesen von Pegida

Angst vor Islamisierung, Sorge um den Erhalt christlicher Kultur: Das Bündnis Pegida in Dresden mobilisiert inzwischen Tausende. Viele Aussagen sind aber aus der Luft gegriffen und weder belegbar noch existent, sondern dienen nur dem Schüren von Ängsten.

Von Steffi Dobmeier und Lenz Jacobsen

Rechte Jugendkultur und lokale Verankerung: Der Jahresrückblick 2014 aus Sachsen-Anhalt

Die Rechte in Sachsen-Anhalt macht sich dieses Jahr vor allem im Bereich des jugendkulturellen Rechtsextremismus bemerkbar: Neben zahlreichen Konzerten und neonazistischen Großevents existieren viele Versände, die rechte Propaganda in Form von Kleidung, Stickern und CDs in Sachsen-Anhalt vertreiben. Weitere Themen sind wie in allen anderen Bundesländern auch dieses Jahr Flüchtlingspolitik und die Unterbringung von Flüchtlingen, die Neonazis versuchen für ihre rassistischen Bestrebungen zu vereinnahmen um so gesellschaftlichen Einfluss zu nehmen.

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