Alle Beiträge des Typs Artikel (Netz gegen Nazis)

Verbote von Neonazi-Kameradschaften: Jahresrückblick 2012 aus Nordrhein-Westfalen

Rechte Gewalt, organisierter Neonazismus, Rechtspopulismus, Rassismus und Antisemitismus gehören auch in Nordrhein-Westfalen zum Alltag. Die rechtspopulistische Partei "pro NRW" bleibt trotz interner Konflikte stärkste Partei der extremen Rechten und setzt bei ihren antimuslimischen Aktionen auf maximale Provokation. Nachdem vier Neonazi-Kameradschaften verboten wurden, strukturiert sich die Szene um und bleibt weiter aktiv.

Die NPD schafft sich selber ab: Der Jahresrückblick aus Sachsen

Die sächsische NPD verliert ihre Bindungen in die "Freie Szene" und hat mit massiven Personalproblemen zu kämpfen. Außerdem gelingt es ihr nicht, Anhänger inhaltlich anzusprechen und zu mobilisieren. Eine Folge: An den Großdemonstrationen in Dresden und Bautzen beteiligen sich sehr viel weniger Menschen als in den Vorjahren. Derweil betätigen sich NPD-Anhänger und "Freie Kräfte" im Drogenhandel und erarbeiten sich finanzielle Unabhängigkeit. Die Polizei ist oft nur Zuschauer und überfordert.

Volkmar Wölk (u.a. "Der Rechte Rand") im Gespräch mit Hinzufügungen von André Löscher (Opferberatung des RAA Sachsen)

Radikale Straßenparolen und braune Ideologie zwischen Buchdeckeln: 2012 in Baden-Württemberg

Größere Nazi-Demonstrationen in Mannheim und Göppingen führten im laufenden Jahr zu breitem Gegenprotest, woraufhin NPD und "Freie Kräfte" zu alternativen Methoden greifen. Daraus resultierende Strafvergehen werden von staatlichen Stellen im besten Falle zögerlich verfolgt. Auch in Anbetracht der umtriebigen rechtsextremen Verlagslandschaft sind starkes zivilgesellschaftliches Engagement und Sensibilität weiterhin Gebot der Stunde.

Ein Beitrag von Lucius Teidelbaum mit Hinzufügungen von "Mannheim gegen Rechts"

Die rechtsextreme Szene strukturiert sich um: Ein Jahresrückblick aus Niedersachsen

Nach einer Vielzahl rassistischer Aktionen mit dem "Abschiebär" wurde die rechtsextreme Gruppe "Besseres Hannover" vom Innenministerium verboten. Autonome Nationalisten vernetzen sich unter dem Dach von Aktionsbündnissen. Der jährliche "Trauermarsch" der Neonazi-Szene in Bad Nenndorf traf erneut auf massiven, zivilgesellschaftlichen Widerstand. Die NPD bereitet sich derweil mit Kundgebungen auf die Landtagswahl im Januar vor.

Ein Beitrag von Gerhard Bücker, Niedersächsische Landeskoordinierungsstelle TOLERANZ FÖRDERN – KOMPETENZ STÄRKEN

Provokationen und Propaganda der extremen Rechten: Der Jahresrückblick aus Schleswig-Holstein

Die teilweise Entfremdung von NPD und rechtsextremen Gruppen wirkt sich nicht auf deren Aktivitäten aus: Während die Partei sich mit der Besetzung sozialer Themen als "Kümmerer" aufspielt, provozieren gut vernetzten Gruppen mit Aktionen gegen antifaschistisch Aktive und Polizisten, Farbschmierereien und einer "Volkstod Kampagne".

Ein Beitrag von der Landeskoordinierungsstelle gegen Rechtsextremismus beim Rat für Kriminalitätsverhütung Schleswig-Holstein

Antisemitische und muslimfeindliche Provokationen: Ein Jahresrückblick aus Berlin

Nach jahrzehntelangen Auseinandersetzungen wurde im Oktober das Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma eingeweiht. Gleichzeitig sehen sich Sinti und Roma, die aus ihren Heimatländern flüchten mussten, massiver Diskriminierung ausgesetzt. Außerdem: Die Berliner und Brandenburger Neonazi-Szenen vernetzen sich.

Ein Beitrag vom Mobilen Beratungsteam "Ostkreuz" der Stiftung SPI Berlin

Flüchtlingsdebatte mit neuer Aktualität: Der Jahresrückblick aus Mecklenburg-Vorpommern

Das vergangene Jahr war unter anderem geprägt von Debatten über eine angemessene Erinnerungskultur für eines der NSU-Opfer und über Rostock-Lichtenhagen. Auch über die Unterbringung von Flüchtlingen wurde erneut gestritten: Vielerorts kam es zu rassistischen Äußerungen und Aktivitäten aber auch zu Gegenwehr.

LOBBI e.V. im Interview

Eine neue Gruppierung stellt die Machtfrage: Der Jahresrückblick aus Brandenburg

Auf das Verbot der "Spreelichter" reagiert die rechtsextreme Szene mit Gewaltverbrechen und Anschlägen. Leidtragende sind Minderheiten, Bürgerinitiativen und eine Zeitungsredaktion. Während den Mordopfern rechtsextremer Gewalttaten gedacht wird, kündigt der brandenburgische Innenminister eine nachträgliche Überprüfung möglicher politisch motivierter Morde an.

Von Opferperspektive e.V.

Die rechtsextreme Szene zwischen Hörsaal und Schießtraining: Ein Jahresrückblick aus Rheinland-Pfalz

Während im nördlichen Teil von Rheinland-Pfalz Razzien gegen Neonazi-Strukturen Wirkung zeigen, entzieht sich die Szene im Süden des Bundeslandes dem Zugriff der Behörden durch das Verlagern von Konzerten und Veranstaltungen nach Frankreich. Bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus wirken staatliche Stellen oft überfordert. Das ermöglicht den Nazis ein breites Betätigungsfeld – von der Uni bis zur Beteiligung an Wehrsportübungen in Osteuropa.

Vom Antifaschistischen Infobüro Rhein-Main

Die "Mitte der Gesellschaft" im Visier der extremen Rechten: Ein Jahresrückblick aus Hamburg

In Hamburg sorgte der Rechtsextremismus im auslaufenden Jahr für zahlreiche Schlagzeilen. Anlass war neben der NSU-Mordserie der überregionale Aufmarsch zum "Tag der deutschen Zukunft". Während sich dem offenen Agitieren auf der Straße breites zivilgesellschaftliches Engagement entgegenstellte, gestaltet sich die Auseinandersetzung mit Rechtsextremistischem im hanseatischen Alltag schwieriger.

Ein Beitrag vom Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Hamburg (MBT HH)

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