Alle Beiträge des Typs Artikel (Netz gegen Nazis)

Am Samstag verbreitet "Rock für Deutschland" wieder Hass in Gera

Zum nunmehr zwölften Mal veranstaltet der NPD-Kreisverband Gera gemeinsam mit sogenannten "freien Kräften" die neonazistische Großveranstaltung „Rock für Deutschland“ in Geras Innenstadt. Gegen die Nazi-Veranstaltung wird in diesem jahr gecampt und lautstark protestiert. Update 07.07.2014: Nur 300 Neonazis kamen, 400 protestierten.

Von mobit.org

NSU-Prozess Juli 2014

Der NSU-Prozess läuft seit dem 6. Mai 2013 vor dem Landgericht in München und ist weiter unübersichtlich. Hier zumindest eine Übersicht über den aktuellen Berichterstattungsstand zum Prozess und zu Diskussionen im Umfeld des NSU.

Von der Redaktion

30.07.2014

NSU-Prozess: Befangenheitsanträge gegen alle Richter

Berlin-Kreuzberg: Polizei-Rassismus und -Gewalt gegen Flüchtlinge und Unterstützer*innen - Dokumentation

Seit sieben Tagen ist Berlin-Kreuzberg im Belagerungszustand: Die "Sperrzone" rund um die von Flüchtlingen besetzte Gerhart-Hauptmann-Schule ist für Presse verboten, Polizisten laufen mit Maschinenpistolen auf und es kommt zu Rassismus und Gewalt seitens der Polizei gegenüber Flüchtlingen und Unterstützer*innen.  Wir dokumentieren die Vorfälle - bitte melden, wenn Sie etwas beobachtet haben. Update: Die Schule wird nicht geräumt, die Forderungen der Flüchtlinge angenommen. Das "Sperrgebiet" wird nach 10 Tagen aufgelöst.

Von Simone Rafael

FIFA-WM, Woche 2: Blackface und andere Scheußlichkeiten

Auch in der zweiten WM-Woche wollen wir das Schlaglicht auf einige der unschönen Vorfälle während des Turniers in Brasilien werfen. Die Fans der deutschen Nationalmannschaft begaben sich sowohl im Stadion als auch in den sozialen Medien ins Abseits. Die Empörung über rassistisches „Blackfacing“ hielt sich hierzulande allerdings in Grenzen. Ebenfalls kaum Beachtung bekam die Nachricht, dass Fans während des Auftaktspiels der DFB-Elf gegen Portugal die Reichskriegsflagge zeigten. Rassistische Zwischenfälle waren aber keineswegs auf das deutsche Lager beschränkt. Wir dokumentieren.

Chronik: Gewalt und Bedrohung durch Neonazis, Rassist*innen, Antisemit*innen - Juni 2014

Permanent bedrohen Neonazis Menschen in Deutschland, schüchtern sie ein oder greifen sie sogar an. Sie schaffen so ein Klima der Angst.  Chronik Juni 2014 - ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Vom Angriff eine Gruppe Neonazis auf einen 30-Jährigen in Berlin-Kreuzberg am 01.06.2014 bis zur rassistischen Beleidigung in Berlin-Schöneweide am 27.06.2014.

Was wollen eigentlich Reichsbürger*innen?

Gestern berichtete der Berliner Kurier über "Reichsbürger", die im Internet einen "Gerichtshof" imaginieren, an dem sie Beamt*innen des deutschen Staates wegen Verletzung ihrer Menschenrechte anklagen wollen. Sogar Kopfgeld wurde auf die Beamt*innen ausgesetzt. Warum? Weil "Reichsbürger*innen" die Bundesrepublik Deutschland nicht anerkennen und sich immer noch im Deutschen Reich wähnen.

"Brigade 8" und "Midgards Wächter": Neonazis im Rocker-Style

Vergangene Woche veröffentlichte der Verfassungsschutz Schleswig-Holstein seinen Jahresbericht für 2013. Eine zentrale Erkenntnis: Neonazis kopieren zunehmend Verhaltensweisen und Codes der Rocker-Szene. Bereits im vergangenen Jahr wiesen lokale Beratungsstellen und antifaschistische Recherchegruppen auf diesen Trend hin. So wird die neonazistische Bruderschaft „Brigade 8“ von Schleswig aus geleitet. Die Nazi-Rocker von „Midgards Wächter“ haben ihr Clubhaus im nordfriesischen Langenhorn. Den Neonazis liegt der martialische Rocker-Style und die strengen Hierarchien der Motorradclubs. Sie treiben die Vernetzung in Norddeutschland voran.

Von Oscar Winter

Um 18:18 Uhr über Nazis reden

Auf Youtube und Facebook erscheint seit dem 20.04.2014 jeden Sonntag um 18:18 Uhr ein Video von Christian Ernst Weißgerber. In den Videos spricht er über seine Erlebnisse in der rechtsextremen Szene. Die nächste Folge erscheint heute. Was das soll, wollten wir gern von ihm selbst wissen. Interview.

Von Simone Rafael

Fußball-WM, Woche 1: Party-Patriotismus fordert erstes Opfer in Nidda

Seit Donnerstag vor einer Woche findet die Fußball-WM in Brasilien statt. Dass diese nicht ohne rassistische Zwischenfälle ablaufen würde, war zu erwarten. Beim gemeinsamen Fußballschauen offenbaren sich die Abgründe des unverkrampften Nationalismus. Trauriger Höhepunkt: Am Montag Abend wurde nach einer Public-Viewing- Veranstaltung  in Nidda im Wetteraukreis ein türkischer Lebensmittelhändler von einem Deutschland-Fan zusammengeschlagen und schwer verletzt. Aber auch in der medialen Berichterstattung oder in sozialen Netzwerken bekleckert sich ein mancher nicht mit Ruhm.

Warum ist es für Gerichte so schwer, eine rassistische oder rechtsextreme Motivation zu erkennen?

Bernburg, Kempten, Bad Schandau: In den letzten Wochen häufen sich wieder einmal die Meldungen, die den folgenschweren Satz enthalten: "Das Gericht konnte keine rassistische / fremdenfeindliche / rechtsextreme Motivation erkennen." Obwohl bei den Gewalttaten rechtsextreme Parolen gerufen wurden. Oder obwohl die Täter organisierte Nazi-Kader waren. Warum nur ist es für die Staatsanwälte und Richter so schwer, das zu erkennen und zu benennen?

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