Alle Beiträge des Typs Artikel (Netz gegen Nazis)

Der Nagelbombenanschlag in der Keupstraße: Den Betroffenen eine Stimme geben

Am Sonntag wurde in Köln ab 11 Uhr das ganztägige Kunst -und Kulturfest "Offene Keupstraße, offene Läden, offene Hinterhöfe!" gefeiert (mehr hier). Dabei wurde auch das Buch „Von Mauerfall bis Nagelbombe“ vorgestellt, dessen Herzstück zahlreiche Interviews mit Betroffenen des Keupstraßen-Anschlags bilden. Herausgegeben wird es von der Gruppe Dostluk Sineması und mit Hilfe der Amadeu Antonio Stiftung veröffentlicht.

Am Wochenende in Köln: BIRLIKTE - Zusammenstehen

Vor zehn Jahren zündeten Mitglieder des selbsternannten »Nationalsozialistischen Untergrund« (NSU) in der Mitte der Kölner Keupstraße eine Nagelbombe. 22 Menschen wurden verletzt, vier davon schwer. Am Pfingstwochenende organisiert das Bündnis "BIRLIKTE - Zusammenstehen" in Köln zahlreiche Veranstaltungen, die an den Anschlag erinnern und ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Rassismus setzen wollen. In Berlin wurde ein Gedenkversuch gestört - die Polizei zerstörte ein Gedenk-Wandbild, dass ihnen zu staatskritisch erschien.

„Tag der deutschen Zukunft“ (TddZ) in Dresden: Den Nazis keine Zukunft geben!

Für den kommenden Samstag mobilisiert die deutsche Neonaziszene kräftig zum „Tag der deutschen Zukunft“ nach Dresden. Bereits zum sechsten Mal soll die so benannte Demonstration stattfinden, dieses Jahr allerdings erstmalig nicht im Norden Deutschlands. In Dresden wird mit über 1000 Neonazis gerechnet, vor allem aus der gewaltbereiten Kameradschaftsszene. Ein breites Bündnis organisiert den Gegenprotest und will die Nazis nicht marschieren lassen.

Von der Redaktion

„Mitte“-Studie: Rassismus gegen Flüchtlinge, Sinti und Roma und Muslime steigt

Seit 2002 untersuchen Elmar Brähler, Oliver Decker und Johannes Kiess von der Universität Leipzig im Zwei-Jahres-Rhythmus die Verbreitung rechtsextremer Einstellungen in der so genannten „Mitte der Gesellschaft“. 2014 gibt es gute Nachrichten – etwa ist der Anteil von Menschen mit geschlossenem rechtsextremem Weltbild gesunken (von 9,7 Prozent 2002 auf 5,6 Prozent 2014). Dafür wird Rassismus ausdifferenzierter:  Während die Zustimmung zu allgemeinen ausländerfeindlichen Aussagen sinkt, steigt die Abwertung gegen spezielle Gruppen unter den Migrant*innen. Mit Studie zum Download.

Die Karriere des "SS-Siggi"

"SS-Siggi" aus Dortmund ist bundesweit wohl der bekannteste Neonazi aus der Hooligan- und Kameradschaftsszene. Die Presse berichtet viel und gerne über ihn, schließlich ist er vom Auftreten, Aussehen und Namen her so etwas wie das fleischgewordene Stereotyp des stumpfen Nazischlägers. Ihn darauf zu reduzieren, wäre aber ein Fehler. Der politische Werdegang des Siegfried Borchardt zeugt von seinem Gespür für Dynamiken in der neonazistischen Bewegung und von seiner wichtigen Rolle bei der Vernetzung unterschiedlicher rechtsextremer Strömungen. Nun schaffte Borchardt als Kandidat der Nazi-Partei "Die Rechte" den Einzug ins Dortmunder Rathaus.

Von Joschka Fröschner

NSU-Prozess - Juni 2014

Der NSU-Prozess läuft jetzt schon seit über 100 Tagen und ist weiter unübersichtlich. Hier zumindest eine Übersicht über den aktuellen Berichterstattungsstand zum Prozess und zu Diskussionen im Umfeld des NSU.

Von der Redaktion

30.06.2014

NSU-Prozess: Was wusste Ace_79?

Neonazis vor Gericht - Juni 2014

Eine aktuelle Übersicht von Presseartikeln über Rechtsextreme vor Gericht. Nur für den NSU-Prozess gibt es eine Extra-Rubrik.

27.06.2014

Neonazi-Schlägerbande nach Überfall auf Punks zu Haftstrafen verurteilt

Ergebnisse der Europawahl und der Kommunalwahlen im Mai 2014

Am 25. Mai 2014 wurde nicht nur das Europaparlament gewählt. Zeitgleich fanden auch Kommunalwahlen in Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen statt.

Europawahl 2014: Ergebnisse der Rechtsaußen-Parteien

NPD: 1 % der Stimmen, 1 Abgeordneter in Brüssel (Udo Voigt).

Ibraimo Alberto: Rassismus kann man auf Dauer nicht sportlich nehmen

Ibraimo Alberto kam als Vertragsarbeiter aus Mosambik in die DDR, genauer nach Schwedt in Brandenburg. Dort wurde er als Boxer und später als Integrationsarbeiter bekannt und geschätzt.  Dort geriet er auch in die permanente Auseinandersetzung mit dem Rassismus von Teilen der Bevölkerung und der tödlichen Gewalt von Neonazis. Nach Jahren des Anti-Rechtsextremismus-Engagement in Schwedt ermüdet zog er 2011 nach Karlsruhe - wo er jetzt sein Glück findet.

Europawahl 2014: Rechtspopulistische Parteien im Aufwind

Europa hat gewählt. Wie schnitten rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien europaweit bei den Wahlen ab? Und wo in Deutschland waren AfD und NPD besonders stark? Netz-gegen-nazis.de gibt einen kurzen Überblick.

Von der Redaktion

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