Gegenstrategien

Auswirkungen der Demokratie-Erklärung - NDC Sachsen verliert 10% der Ehrenamtlichen

"Womit haben wir dieses Misstrauen verdient? Warum müssen wir durch eine Unterschrift einen unstrittigen Inhalt bestätigen?" fragen sich Ehrenamtliche des Netzwerks für Demokratie und Courage (NDC) in Sachsen. Sie sind seit Anfang Mai verpflichtet, ein schriftliches Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung (FdGO) abzugeben, um für ihre Bildungsarbeit an Schulen eine Aufwandsentschädigung erhalten zu können. Diese Auflage erging mit dem Zuwendungsbescheid des Landesprogrammes Weltoffenes Sachsen.

400.000 Wer-kennt-wen.de-Nutzer und Nutzerinnen unterstützen "Soziale Netzwerke gegen Nazis"

Im Oktober 2010 startete netz-gegen-nazis.de die Aktionswoche "Soziale Netzwerke gegen Nazis". Eine Woche lang sollte in den in Deutschland aktiven sozialen Netzwerken zum Thema Rechtsextremismus diskutiert, informiert und zum Engagement motiviert werden. Viele dieser Gruppen sind weiterhin aktiv - allen voran die bei Wer-kennt-wen.de: Sie hat jetzt über 400.000 Mitglieder. Und auch darüber hinaus hatte die Aktionswoche gute Effekte.

Von Simone Rafael

Nazis im Fußballumfeld: "Auch ich habe den Weg zur nationalen Politik im Stadion gefunden"

Wie unterwandern Neonazis denn nun den Fußball? In Lübeck gründet die NPD 2006 den Fanklub "Lübsche Jugend". Die Fans des VfB Lübeck beenden dieses Kapitel, bevor es richtig beginnen kann. Doch NPD-nahe Fans verlassen deshalb nicht automatisch das Stadion - Vereine müssen wachsam bleiben.

Von Ronny Blaschke *

Fußball ist politisch

Fußball ist unpolitisch. So sagt man. Diese Behauptung sorgt immer wieder dafür, dass rechtsextreme Phänomene im Fußball heruntergespielt und ignoriert werden. Der Autor und Journalist Ronny Blaschke stellte sein neues Buch „Angriff von Rechtsaußen: Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“ in Berlin vor. Über einen Abend, der mit Klischees aufräumt.

Von Johannes Baldauf

Berlin: Seit 10 Jahren gut beraten gegen Rechtsextremismus

Als die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin (MBR) im Jahr 2001 ihre Arbeit begann, war es noch ein Novum, AnsprechpartnerInnen zu haben, die beraten, helfen und vernetzen konnten, wenn Menschen in ihrem Kiez mit Rechtsextremismus in Berührung kamen. Heute ist das Netzwerk der MBR dicht gespannt - und trifft sich zum 10-jährigen Jubiläum am Mittwoch, den 08. Juni 2011, zum Feiern. Ein Interview mit MBR-Mitbegründerin und Leiterin Bianca Klose über Erfolge und zukünftige Herausforderungen.

Was waren die größten Erfolge der MBR?

ExpertInnen-Chat: „Die extremistische Rechte in der globalisierten Welt“

Am 30. Mai 2011 fand in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin die Tagung "Virtuelle Vernetzung des Rechtsextremismus - Was tun?" statt. Im Online-Chat beantworteten Simone Rafael (netz-gegen-nazis.de) und Thomas Greven (Autor und Privatdozent, Freie Universität Berlin) eine Stunde lang Fragen zum Thema „Die extremistische Rechte in der globalisierten Welt“. Haben Sie es verpasst? Hier das Transkript.

Mit freundlicher Genehmigung der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Neues Projekt: no-nazi.net – mit Social Media Jugendliche aktivieren

Die SPD beschließt: Thilo Sarrazin wird trotz seiner herabsetzenden rassistischen Thesen nicht aus der SPD ausgeschlossen. Interessiert das 13- bis 18-Jährige? In sozialen Netzwerken zeigt sich schnell, dass Jugendliche aller sozialen Herkünfte vielfältig politisch interessiert sind – und auch von allen politischen Seiten ansprechbar. Die Amadeu Antonio Stiftung hat deshalb im April 2011 ein neues Projekt gestartet, um mit Jugendlichen an der demokratischen Kultur des Internet zu arbeiten: Wir rufen das „no-nazi.net - Für Soziale Netzwerke ohne Nazis“ ins Leben.

"n0-N4m3 Cr3w" legt NPD-Seiten lahm

Auf ihrer Website erklärt die "n0-N4m3 Cr3w" (No Name Crew): "Wir sind keine Antifa und haben auch nichts mit Anonymous zu tun!" Trotzdem hat der Hacker-Verbund am Montag mehrere Internetseiten der NPD lahmgelegt - und kündigt die Veröffentlichung von internen Daten an.

Von Simone Rafael

Tabu gesellschaftlichen Engagements: Rechtsextremismus im Alter bearbeiten

Rechtsextrem sind vor allem junge Menschen – Dr. Peter-Georg Albrecht, Sozialwissenschaftler der Universität Magdeburg-Stendal, erweitert diese eingeschränkte Sichtweise und rückt in seiner Studie "Von früher lernen heißt… – Zivilgesellschaftliches Engagement älterer Menschen gegen Rechtsextremismus" Seniorinnen und Senioren in den Mittelpunkt der Untersuchung. Am Freitag stellte er seine Analyse in den Räumen der Amadeu Antonio Stiftung vor.

Von Ulla Scharfenberg

Coaches für vielfältiges Leben

Nach über einem Jahr mit Seminaren und Workshops, waren zwanzig Jugendliche nach Berlin eingeladen, um ihre Ausbildung zum „Vielfaltcoach“ bei der Amadeu Antonio Stiftung zu feiern. Dabei warteten neben der Großstadt auch ein spannendes Programm und intensive Diskussionen auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Von Maike Seyfarth

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