“Juden raus”-Rufe bei Landesligaspielen in Sachsen-Anhalt, “nationale Fußballturniere” mit Pokalverleihung und “Hooligans-Nazis-Rassisten"-Schlachtrufe bei Freefight und Box-Kämpfen. Längst ist der Rechtsextremismus im Sport angekommen. Sport gehört genauso zur rechtsextremen Erlebniswelt wie Aufmärsche, Parteiveranstaltungen oder Rechtsrock-Konzerte.
Die "Gesellschaft für freie Publizistik" (GfP) ist mit rund 500 Mitgliedern die größte rechtsextreme kulturpolitische Vereinigung in Deutschland. Die Organisation wurde 1960 von ehemaligen SS-Offizieren und NSDAP-Funktionären gegründet.
Das Studienzentrum Weikersheim (SZW) wurde 1979 durch den CDU-Politiker Hans Filbinger im gleichnamigen Schloss in Baden-Württemberg gegründet. Das SZW bezeichnet sich selbst als christlich-konservative Denkfabrik. Es gilt als wichtigste Schnittstelle zwischen Konservatismus und der Neuen Rechten. Finanziert wurde das Studienzentrum unter anderem mit Spenden aus der Wirtschaft, zum Beispiel von der Daimler Benz AG. Präsident des SZW ist Bernhard Friedmann (CDU), als Geschäftsführer fungiert Ronald Schrumpf.
Das Institut für Staatspolitik wurde im Mai 2000 gegründet und gilt als "Denkfabrik" der Neuen Rechten. Der Sitz des IfS ist in Albersroda in Sachsen-Anhalt. Geleitet wird das IfS von Karlheinz Weißmann und Götz Kubitschek.
Noch vor der offiziellen Gründung kündigte Weißmann unter anderem in der zu der Zeit vom Verfassungsschutz beobachtetet Jungen Freiheit das IfS als "Reemtsma-Institut von rechts" an. Seit April 2003 publiziert das IfS mit der Sezession eine eigene Zeitschrift, die nach eigener Aussage eine Auflage von 3500 Stück hat.
Das Deutsche Rechtsbüro (DRB) ist eine juristische Hilfsvereinigung, die sich vor allem an Rechtsextremisten richtet. Seinen Sitz hat das DRB derzeit in Birkenwerder bei Oranienburg. Der Verfassungsschutz spricht in Bezug auf das DRB von "rechtsextremistischer Rechtsberatung".

Logo der HNG, der "Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene"
Die "Hilfsgemeinschaft für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e. V." (HNG) ist die mitgliederstärkste neonazistische Vereinigung in Deutschland. Die HNG hat rund 600 Mitglieder, ihr Sitz ist in Frankfurt am Main. Im September 2011 wurde die HNG nun verboten.
Die HNG wurde 1979 gegründet. Seit 1991 wird die Organisation von der Rechtsextremistin Ursula Müller aus Mainz-Gonsenheim geleitet. Die HNG versteht sich einerseits als Sammelbecken des gesamten rechtsextremen Spektrums und nimmt damit eine integrierende Funktion innerhalb der Szene ein.