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Thor Steinar


Fehlt auf keinem Aufmarsch: Neonazi mit Thor Steinar-Outfit Foto: © Mark Mühlhaus/attenzione

Thor Steinar ist eine Modemarke aus dem brandenburgischen Königs Wusterhausen, die in der Neonazisszene äußerst beliebt ist. Dieser Trend kommt nicht von ungefähr. Im Gegensatz zu Marken wie Lonsdale oder Fred Perry, die aus normalen Sportgeschäften stammen und von Rechtsextremen vereinnahmt wurden, gab es Thor Steinar anfangs fast ausschließlich bei einschlägigen Naziläden und Versänden zu kaufen.

Initiativen gegen Läden für den rechten Lifestyle


Bei Nazi-Gegnern unbeliebt - die Geschäfte der umstrittenen Modemarke "Thor Steinar" Foto: © Ronny Hartmann/ ddp

Ob in Rostock mitten im “alternativen Stadtteil” Kröpeliner Tor-Vorstadt , im schicken Berlin-Mitte in Sichtweite zur “Volksbühne” oder im ländlichen Hunsrück: Geschäfte und Läden, in denen fast alles angeboten wird, was zu einem extrem rechten Lifestyle gehört, rufen vielerorts Proteste von Einwohnern und Initiativen hervor. Zusammengeschlossen haben sich viele Gruppen in der Kampagne: "Schöner leben ohne Naziläden."

Die wichtigsten Läden, Label und Versände des Rechtsrock in der BRD


Jedes Jahr kommen mehr als 100 neue Nazi-CDs auf den Markt Foto: © Jens-Ulrich Koch/ddp

Geschäftstüchtige Neonazis verdienen jedes Jahr Millionebeträge durch den Verkauf von rechtsextremer Musik, Kleidung und Propaganda-Material. Naziläden dienen der örtlichen Szene gleichzeitig als fester Anlaufpunkt.

Die Kleidung der Neonaziszene


Thor-Steinar-Bekleidung in einem einschlägigen Berliner Geschäft Foto: © Marcus Brandt/ddp

Die rechtsextreme Szene definiert sich nicht zuletzt über ihren Kleidungsstil. Besonders für Jugendliche ist ihre Kleidung ein wichtiges Element zur Abgrenzung und damit Ausdruck der eigenen Identität. Inzwischen gibt es in der Neonaziszene eine breite Auswahl an rechtsextremen Modemarken und Erkennungszeichen.

Rechtsextreme Kleidermarken verbieten?!


Einschüchterung per T-Shirt: Teilnehmer einer Neonazi-Demonstration in Peenemünde Foto: © ngn/raf

Der Berliner Polizeipräsident tut es, die Fußballclubs St. Pauli, Hertha BSC, Werder Bremen, Borussia Dortmund, der FC Carl Zeiss Jena, Dynamo Dresden und der 1. FC Magdeburg tun es - und auch viele Schulen verbieten, rechtsextreme Kleidung zu tragen. Warum eigentlich?

Marken der rechtsextremen Szene


Noch die Lieblingsmarke der neonazistischen Szene: "Thor Steinar"-Träger in Dresden 2009 Foto: © ngn/sr

Der Polizeipräsident von Berlin hat seinen Beamten in einer Dienstanweisung das Tragen bestimmter "rechter" Modemarken untersagt, da durch "das Offenbaren rechtsradikaler beziehungsweise rechtsextremistischer, fremdenfeindlicher oder antisemitischer Gesinnungen beziehungsweise Sympathiebezeugungen für derartige Weltbilder in einer Institution wie der Berliner Polizei nicht geduldet werden

Ein Outlet für Runen und völkischen Chic


Heißt "Tromsø", verkauft Thor Steinar, erntet Protest: Laden in Berlin-Friedrichshain Foto: © C. Hermann

Das rechte Bekleidungslabel "Thor Steinar" eröffnete am Wochenende einen Outlet-Laden in Berlin-Friedrichshain. Doch die Bevölkerung wehrt sich gegen mehr Neonazis im Kiez und sorgt dafür, dass eine unauffällige Ansiedlung nicht gelingt.

Von Clara Hermann

Thor Steinar - In Rechter Lage


Hamburg - Eröffnung des Thor-Steinar-Ladens unter Polizeischutz. Foto: © Philipp Guelland/ddp

In Berlin soll heute über eine Räumungsklage gegen den Thor-Steinar-Laden in Mitte entschieden werden. Hamburg ist einen Schritt weiter: Nach massiven Protesten wird der Laden dicht gemacht.

Von Hauke Friederichs

Die Thor-Steinar-Welt der Zufälle Teil II


Wie kommen die rechtsextremen Symbole auf die Klamotten - hat das alles nur eine modische Komponente und ist absolut unpolitischer Zufall?

Die Thor-Steinar-Welt der Zufälle


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