Neueste Beiträge im Bereich 'Thor Steinar'

Thor Steinar

Thor Steinar ist eine Modemarke aus dem brandenburgischen Königs Wusterhausen, die in der Neonazisszene äußerst beliebt ist. Dieser Trend kommt nicht von ungefähr. Im Gegensatz zu Marken wie Lonsdale oder Fred Perry, die aus normalen Sportgeschäften stammen und von Rechtsextremen vereinnahmt wurden, gab es Thor Steinar anfangs fast ausschließlich bei einschlägigen Naziläden und Versänden zu kaufen.

Thor Steinar


"Thor Steinar"-Träger auf der rechtsextremen Großdemonstration in Dresden im Februar 2009, Foto: ngn/sr

Die Tyr-Rune


Die Tyr-Rune. Quelle: Aktion Zivilcourage

Initiativen gegen Läden für den rechten Lifestyle


Bei Nazi-Gegnern unbeliebt - die Geschäfte der umstrittenen Modemarke "Thor Steinar" Foto: © Ronny Hartmann/ ddp

Ob in Rostock mitten im “alternativen Stadtteil” Kröpeliner Tor-Vorstadt , im schicken Berlin-Mitte in Sichtweite zur “Volksbühne” oder im ländlichen Hunsrück: Geschäfte und Läden, in denen fast alles angeboten wird, was zu einem extrem rechten Lifestyle gehört, rufen vielerorts Proteste von Einwohnern und Initiativen hervor. Zusammengeschlossen haben sich viele Gruppen in der Kampagne: "Schöner leben ohne Naziläden."

Die wichtigsten Läden, Label und Versände des Rechtsrock in der BRD

Geschäftstüchtige Neonazis verdienen jedes Jahr Millionebeträge durch den Verkauf von rechtsextremer Musik, Kleidung und Propaganda-Material. Naziläden dienen der örtlichen Szene gleichzeitig als fester Anlaufpunkt.

Die Kleidung der Neonaziszene


Thor-Steinar-Bekleidung in einem einschlägigen Berliner Geschäft Foto: © Marcus Brandt/ddp

Die rechtsextreme Szene definiert sich nicht zuletzt über ihren Kleidungsstil. Besonders für Jugendliche ist ihre Kleidung ein wichtiges Element zur Abgrenzung und damit Ausdruck der eigenen Identität. Inzwischen gibt es in der Neonaziszene eine breite Auswahl an rechtsextremen Modemarken und Erkennungszeichen.

Was ist schlimm daran, wenn in meiner Stadt ein Laden für rechte Szeneklamotten eröffnet?


"Tonsberg"-Schriftzug eines Thor Steinar-Ladens in Berlin-Mitte Foto: © Videostill

Seit langem hat die rechtsextreme Szene Bekleidungsmarken, die sie besonders mag. Relativ neu ist, dass eigens Ladengeschäfte zu deren Vertrieb eröffnet werden - und dann nicht in Hinterhöfen, sondern in prominenten Einkaufslagen. Doch immer öfter regt sich Widerstand dagegen.

Erfolg: Amazon nimmt "Thor Steinar" aus dem Shop

Die Proteste haben gefruchtet - Onlineversandhandel Amazon.de hat die Beschwerden von Netz gegen Nazis und seinen Leserinnen und Lesern geprüft - und "Thor Steinar"-Bekleidung aus dem Angebot genommen.

Von Simone Rafael

Amazon, Last.fm: Wir kommen, um uns zu beschweren! Gegen rechtsextreme Normalisierung im Internet


Onlineversandhaus "Amazon" verkauf "Thor Steinar" - das muss doch nicht sein. Foto: © Screenshot

Rechtsextremismus im Internet ärgert uns als Redaktion von netz-gegen-nazis.de. Und Sie als Leserinnen und Leser auch, wie wir aus Ihren Emails wissen. Ab heute wollen wir uns fortlaufend beschweren, wenn Internetdienste, die wir eigentlich schätzen, Rechtsextremen eine Plattform bieten. Heute: Amazon und Last.fm. Machen Sie mit - es gibt Vorlagen.

Von Simone Rafael

Rechtsextreme Kleidermarken verbieten?!


Einschüchterung per T-Shirt: Teilnehmer einer Neonazi-Demonstration in Peenemünde Foto: © ngn/raf

Der Berliner Polizeipräsident tut es, die Fußballclubs St. Pauli, Hertha BSC, Werder Bremen, Borussia Dortmund, der FC Carl Zeiss Jena, Dynamo Dresden und der 1. FC Magdeburg tun es - und auch viele Schulen verbieten, rechtsextreme Kleidung zu tragen. Warum eigentlich?

Lesen Sie mehr auf ZEIT ONLINE!

Finden Sie weitere Artikel zum Thema 'Thor Steinar' im ZEIT online Archiv!
Inhalt abgleichen