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Rechtsextreme Ergebnisse der Landtags- und Kommunalwahlen im August 2009

Am 30. August 2009 haben das Saarland, Sachsen und Thürigen einen neuen Landtag gewählt. In Nordrhein-Westfalen waren zeitgleich Kommunalwahlen. Die NPD ist entgegen ihrer eigenen Erwartungen nur in Sachsen wieder eingezogen.

Zusammengestellt von Simone Rafael und Bea Marer

Landtagswahlen

1. Saarland

Rechtsextreme Ergebnisse der Kommunalwahlen im Juni 2009


Überzeugte in Mecklenburg-Vorpommern: Blondierte Fürsprecherin auf einem NPD-Plakat in Groß Laasch. Foto: © ngn/raf

Bei den Kommunalwahlen am 07. Juni 2009 hat die rechtsextreme NPD trotz niedriger Wahlbeteiligung keine spektakulären Erfolge erzielen können. Trotzdem ist die Kommunalwahl ein Manifestation dessen, wie erfolgreich die Strategie der lokalen Verankerung der NPD funktioniert: Etwa im östlichen Mecklenburg-Vorpommern, wo sie fast durchgängig zweistellige Prozentzahlen erreicht.

Sächsischer Förderpreis für Demokratie: Ausgezeichnet in Dresden


Alle Nominierten des Sächsischen Förderpreises für Demokratie plus Jurorinnen und Juroren. Gewinner ist in jedem Fall Sachsen. Foto: © ngn / sr

Eines ist klar: Hauptgewinner des Sächsischen Förderpreises für Demokratie ist das Land Sachsen - denn es hat viele engagierte Initiativen, die Neonazis entgegen treten. Zehn von ihnen waren für Preis nominiert, vernetzten sich und feierten zusammen.

Von Simone Rafael

Sächsischer Förderpreis für Demokratie geht an Roter Stern Leipzig, Medinetz Dresden, Hillersche Villa

In einer stimmungsvollen Feier in der Unterkirche der Frauenkirche in Dresden wurden am Montag zehn Initiativen aus Sachsen geehrt, die für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert waren.

Die Gewinnerinnen und Gewinner der mit 15.000 Euro dotierten Hauptpreise:

x Roter Stern Leipzig

Leipzig: Wer einfach nur ohne Diskriminierungen Sport treiben will, ist schon Exot


Spieler des Vereins "Roter Stern Leipzig" jubeln Foto: © Verein

Die Aktiven vom Fußballverein "Roter Stern Leipzig" wollen einfach nur Fußball spielen, ohne sich ständig mit Rassismus, Homophobie oder Sexismus auseinandersetzen zu müssen, und organisieren sich entsprechen. Dafür sind sie nominiert für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2009.

AG Kirche gegen Rechtsextremismus: "Rechtsextremismus bedrängt unsere Gesellschaft mehr als alle Sekten zusammen"


Harald Lamprecht von der "AG Kirche gegen REchtsextremismus" Foto: © ngn/sr

Die "AG Kirche gegen Rechtsextremismus" setzt sich in Dresden seit vier Jahren für die Stärkung demokratischer Werte ein und klärt Kirchengemeinden über die Gefahren der rechtsextremen Ideologie auf und ist nominiert für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2009.

Von Jan Schwab

Schwierige Arbeit für Demokratie in einer Gemeinde mit starker NPD


Projekte von "Demokratie anstiften": Bilderrätsel-Preisverleihung, Theaterbesuch in Dresden, Sandsteinskulpturen Foto: © Demokratie anstiften

Wie gestaltet sich Engagement gegen Rechtsextremismus in einem Ort, in dem jeder Vierte die NPD wählt? Die Bürgerinitiative "Demokratie anstiften" aus Reinhardtsdorf-Schöna weiß inzwischen: Wichtig sind Konfliktbereitschaft, Überzeugungkraft und langer Atem.

Von Simone Rafael

Demokratie im Schulalltag erlernen: "Peer Leadership Training"


Peerleader der RAA Sachsen überlegen neue Projekte Foto: © RAA Sachsen

Für viele Schülerinnen und Schüler ist "Demokratie" oft erst einmal eine ziemlich abstrakte Sache. Was kann das heißen, sich "für Demokratie" zu engagieren? Die Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Sachsen e.V.

Wurzen: Deutsch-polnisches Austauschprojekt verbessert Schulklima nachhaltig


Mitglieder des deutsch-polnischen Austauschprojektes besuchen die Gedenkstätte des Konzentrationslagers Auschwitz Foto: © Berufliches Schulzentrum Wurzen

Wie das Thema Natinalsozialismus bearbeiten, wenn die Schüler nicht interessiert sind oder gar aus rechtsextrem geprägten Elternhäusern kommen? Das Berufliche Schulzentrum in Wurzen hatte eine Idee, die sich bewährt hat, und ist nominiert für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie 2009.

Von Jan Schwab

"Neue Heimat" ist hier wörtlich zu nehmen


Vereinslogo im Fenster Foto: © ngn/sr

In Löbau in der Oberlausitz verspürten vor acht Jahren einige Spätaussiedler das Bedürfnis, anderen Spätaussiedlern den Start in Deutschland zu erleichtern und Kontakt mit den Einheimischen zu ermöglichen. Daraus ist ein erstaunliches Projekt für Integration und gegen Rechtsextremismus entstanden, das für den Sächsischen Förderpreis für Demokratie nominiert ist.

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