Polenfeindlichkeit

Mit Argumenten gegen polenfeindliche Parolen: RAA veröffentlicht neues Infoblatt

Im Landtags- und Kreistagswahlkampf in Mecklenburg-Vorpommern setzt die NPD auch auf polenfeindliche Parolen wie „Polen offen? Arbeit futsch! Auto weg!“. Und trifft damit auch einen Nerv in der Bevölkerung. Dabei ist das doch Quatsch - oder? Wer Argumente sucht, findet sie im neuen Infoblatt der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) Mecklenburg-Vorpommern e. V..

Von perspektywa

Amadeu Antonio Stiftung warnt vor Instrumentalisierung der Arbeitnehmerfreizügigkeit durch Neonazis am 1. Mai in Greifswald

Am 1. Mai 2011 wird der deutsche Arbeitsmarkt für die Bürgerinnen und Bürger der östlichen Mitgliedsländer der Europäischen Union geöffnet. Unter anderem Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Polen können dann ohne Einschränkungen
in Deutschland arbeiten. Ist das ein Grund zur Sorge? Die Antwort der NPD ist klar - zielt aber wieder einmal am Thema vorbei.

Mecklenburg-Vorpommern: NPD will Grenze schließen

Wenn Horst Ganske über die Lastwagen spricht, die über die Chausseestraße rauschen, muss man ihm genau zuhören. Denn für ein beiläufiges Gespräch ist es in seinem Hausflur zu laut, weil die Anhänger durch Löcknitz zum nahe gelegenen Grenzübergang nach Polen fahren. Ganske hat das Problem, dass nur eine Partei sich darum kümmert: Die NPD. Die setzt auf Polenfeindlichkeit.

Neue Ängste und alte Ressentiments – Polenfeindlichkeit in der nord-ostdeutschen Grenzregion

„Polen-Invasion stoppen“ plakatierte die NPD in Mecklenburg-Vorpommern bei den Kommunalwahlen 2009 und mobilisierte damit tief verankerte polenfeindliche Ressentiments. 2011 stehen in Mecklenburg-Vorpommern wieder Wahlen an – und ab Mai gilt die Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus den EU-Mitgliedsländern Mittel- und Osteuropas. Polenfeindliche Einstellungen können damit einen neuen Höhepunkt erreichen.

Von Christine Lang

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