
Screenshot aus der Tagesschau vom 06. Mai 2013 Quelle: nnn
In einem offenen Brief hat das Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus dafür plädiert, im NSU-Prozess die Bedeutung von Frauen für die extreme Rechte nicht herunterzuspielen. Beate Zschäpes Rolle, aber auch die Beteiligung anderer Frauen müsse jenseits von Geschlechterstereotypen genau rekonstruiert werden. "Netz-gegen-Nazis.de" dokumentiert den Brief.

Jede Menge Akten (Symbolbild) Quelle: flickr/Maeuse/CC-Lizenz
Seit heute wird in München die Mordserie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" verhandelt. "Netz gegen Nazis" hat die wichtigsten Fakten zum Prozess zusammengestellt: Worum geht es genau, wer sind die Angeklagten und was wird ihnen vorgeworfen?

Ein Stapel Zeitungen Quelle: flickr/Thomas Hawk/CC-Lizenz
Heute beginnt in München der NSU-Prozess – die Erwartungen sind gewaltig, ebenso das Interesse von Öffentlichkeit und Medien. Daher hat netz-gegen-nazis.de eine Spezial-Presseschau mit Beiträgen zum Thema zusammengestellt.

BfV-Dienstgebäude in Köln Quelle: Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV)
Diese Woche fand in Berlin ein Symposium des Bundesverfassungsschutzes statt, Titel: "Wechselwirkungen in Extremismus und Terrorismus". Der Rechtsterrorismus des NSU verkam dabei zur Randbemerkung. Stattdessen erlaubte die Veranstaltung erstaunliche Einblicke in das Selbstverständnis der Behörde.

Eingeworfene Scheibe des Demokratieladens in Kahla Quelle: Mobile Beratung in Thüringen (MOBIT)
Gerade einmal einen Tag zuvor wurde er eröffnet, schon erfolgte ein Angriff vermutlich aus der rechtsextremen Szene: Unbekannte warfen die Scheiben des Demokratieladens im thüringischen Kahla ein, dazu kamen eindeutige Schmierereien. Nur ein Beispiel für die Einschüchterungsversuche, die im Vorfeld des "Thüringentages der Nationalen Jugend" stattfinden.
Von Redaktion

Pressekonferenz zur vorstellung des Reports "Staatsversagen" und Cover Quelle: AAS/ngn/Dennis Wellmann
Nach der Selbstenttarnung des NSU beeilte sich die Politik zu beteuern, dass so etwas wie die rechtsextreme Mordserie nie wieder passieren dürfe und werde. Eine neue Sensibilität vor allem der Behörden wurde versprochen. Doch der neue Report "Staatsversagen. Wie Engagierte gegen Rechtsextremismus im Stich gelassen werden" der Amadeu Antonio Stiftung zeigt, dass das nur Worthülsen waren.
Von Alice Lanzke

Bild der Justizia in der Pfarrkirche St. Andreas in Parsberg Quelle: Wikimedia/Creative Commons Lizenz /DALIBRI
Nächsten Monat soll vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe und ihre Mitangeklagten beginnen. Doch bereits im Vorfeld sorgt das anstehende Verfahren für Kritik: Die Anzahl der Plätze für die Öffentlichkeit sind knapp und die Justiz agiert bisweilen höchst unsensibel. Droht der NSU-Prozess zu einem erneuten Skandal zu werden?
Von Johannes Hartl

Schloss Bellevue Quelle: Wikimedia Commons/Janericloebe/CC-Lizenz
Am Montag hat sich Bundespräsident Joachim Gauck mit Angehörigen der NSU-Opfer getroffen. Doch einige von ihnen folgten der Einladung ins Schloss Bellevue nicht, unter ihnen Aysen Tasköprü, die Schwester des ermordeten Süleyman Tasköprü und Nebenklägerin im NSU-Prozess. In einem deutlichen Brief an Gauck erklärt sie ihre Absage.
Von Redaktion

Zum Jahreswechsel noch ein umfassender Rückblick auf 2012 Quelle: netz-gegen-nazis.de
Nach den Rückschauen aus den einzelnen Bundesländern werfen wir noch einmal einen Gesamtblick auf 2012: Was waren die Ereignisse, die im vergangenen Jahr im Bereich Rechtsextremismus in Erinnerung bleiben?
Von Alice Lanzke

Hakenkreuzschmierereien neben den Graffitis der Ultras des 1. FCS Quelle: Christoph Alt
Auch das Jahr 2012 war geprägt durch neonazistische Aktivitäten im Saarland. Und das auf einer Vielzahl von Ebenen. Eine große, alle Gruppen vereinende Struktur tritt allerdings bisher nicht in Erscheinung. Problematisch: Die Gefahr durch Nazis wird dadurch häufig deutlich unterschätzt und ihnen somit viel Freiraum gegeben.
Beiträge von Christoph Alt, M.A., für das Netzwerk für Demokratie und Courage Saar e.V. (NDC Saar e.V.) und Uwe Albrecht, Mitarbeiter des Adolf-Bender-Zentrums St. Wendel und Fachberater im Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus im Saarland
Seiten