NSU

„Erste Anzeichen einer Kurskorrektur?“: Die Erfassungspraxis rechts motivierter Gewalt

Als Konsequenz aus dem NSU-Komplex überprüfen derzeit das Bundeskriminalamt (BKA) und die Landeskriminalämter (LKÄ) mehrere hundert versuchte und vollendete Tötungsdelikte seit 1990 auf mögliche rechte und rassistische Hintergründe. Professor Roland Eckert, Soziologe an der Universität Trier, beschäftigt sich seit Anfang der 1990er Jahre mit rechter und rassistischer Gewalt und ihrer Erfassung durch Strafverfolgungsbehörden und Justiz.

Ein Interview der Mobilen Beratung für Opfer rechter Gewalt, Sachsen-Anhalt

NSU-Prozess - April 2014

Der NSU-Prozess läuft jetzt schon seit 100 Tagen und ist weiter unübersichtlich. Hier zumindest eine Übersicht über den aktuellen Berichterstattungsstand.

Von der Redaktion

04.04.2014

Ilona Mundlos schenkte ihrem Sohn die erste Bomberjacke, aber keine Zeit

NSU-Nebenklage: Generalbundesanwaltschaft behindert Aufklärung

Im NSU-Prozess - ebenso wie schon zuvor im NSU-Untersuchungsausschuss - geht es viel um Verbrechens-Fakten und Details. Trotzdem werden wichtige Zusammenhänge des Umfeldes der rechtsextremen Terrororganisation nicht geklärt - und die gesellschaftliche Dimension fällt unter den Tisch. Das beklagen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte der Nebenklage im NSU-Prozess. Sie fordern von Bundeskanzlerin Angela Merkel, ihr Versprechen von "lückenloser Aufklärung" wahr zu machen.

Von Simone Rafael

Wahrnehmungsdefizite im Umgang mit rechtsextremen Frauen am Beispiel von Beate Zschäpe

Die folgende unvollständige Zusammenstellung wirft Schlaglichter auf Stationen in der „Karriere“ der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe und geht der Frage nach, ob es ihr deswegen möglich gewesen sein könnte, unbemerkt an schwersten rassistischen Straftaten mitzuwirken, weil ihr dies als Frau nicht zugetraut wurde. Es geht darum, welche Konsequenzen Wahrnehmungsdefizite gegenüber rechten Frauen seitens der Polizei, des Verfassungsschutzes, aber auch der Zivilgesellschaft und pädagogischer Fachkräfte haben.

NSU-Prozess aus Sicht der Nebenklage: „So viel Wahrheit wie möglich“

Seit Mai 2013 sitzt Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler als Vertreter der Nebenklage für zwei Opfer-Familien im Prozess am Oberlandesgericht München gegen die Mitglieder und Unterstützer der rechtsterroristischen Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Simone Rafael bat ihn um eine Einschätzung des bisherigen Prozess-Verlaufs.

Besuch beim NSU-Prozess: Grusical im Bunker

Ein winziger Bunker von einem Gerichtssaal, in dem Nebenklage-Anwält*innen nur über Leinwand mit den Zeug*innen sprechen könne, Beobachter*innen Beate Zschäpe beim Flirten mit ihrem Anwalt zusehen können und Zeug*innen dem Gericht freche "Gedächtnislücken" präsentieren: Ein Besuch im Oberlandesgericht München führt vor Augen, warum der NSU-Prozess entscheidende Fragen nicht klären kann, ein mühseliges Geschäft ist - und zuweilen surreal wie ein Kammerspiel erscheint.

Von Simone Rafael

Von Dresdner Verhältnissen, Pleiten für die NPD und dem NSU-Prozess: Der "Netz-gegen-Nazis"-Rückblick auf 2013

Nach den Rückschauen aus den einzelnen Bundesländern werfen wir noch einmal einen Gesamtblick auf 2013: Was waren die Ereignisse, die im vergangenen Jahr im Bereich Rechtsextremismus in Erinnerung bleiben?

Von Alice Lanzke

Demos, Einschüchterungsversuche und nervöse Zeugen: Der Jahresrückblick aus Hessen

Wichtige Ereignisse bezüglich der extremen Rechten im Jahr 2013 waren in Hessen der 1. Mai, für den die NPD eine "Großkundgebung" an der Europäischen Zentralbank geplant hatte, und die Landtagswahlen am 22. September inklusive des Wahlkampfes. Für Aufsehen sorgte während des Jahres immer wieder eine Gruppe Neonazis, die im mittelhessischen "Lumdatal" mehrere Menschen teils regelrecht terrorisiert.

Von Verena Grün im Auftrag vom Netzwerk für Demokratie und Courage Hessen

Jahresrückblick 2013: In Sachsen nichts Neues

Der Blick zurück auf das Jahr 2013 in Sachsen zeigt unverändert hohe Angriffszahlen, rassistische Mobilisierungen und ein Umgang der Behörden mit rechtsmotivierten Taten sowie der Politik mit den sächsischen Beratungsprojekten der deutlich macht, dass sich zwei Jahre nach Bekanntwerden des NSU und trotz der eindeutigen Empfehlungen des Untersuchungsausschusses im Bundestag einiges jedoch nichts Grundlegendes geändert hat.

Von Opferberatung des RAA Sachsen e.V.

Der NSU, ein braunes Haus und "Chrysi Avgi": Der Jahresrückblick 2013 aus Bayern

Der NSU-Prozess, der vor dem Münchner Oberlandesgericht verhandelt wird, beeinflusst die extreme Rechte in Bayern nachhaltig. Dazu kommen das größte Rechtsrock-Konzert seit Jahren und reisefreudige Neonazis.

Von der Landeskoordinierungsstelle Bayern gegen Rechtsextremismus

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