Nationalsozialistischer Untergrund

Chronik der Menschenverachtung: Rechter Terror und rechte Gewalt in Bayern

Rechter Terror und rechte Gewalt haben in Bayern eine lange Geschichte, die weit über die NSU-Morde hinausreicht. Trotzdem sind viele rechtsextremistisch motivierte Taten heute nahezu vollständig aus dem kollektiven Gedächtnis vieler Bürgerinnen und Bürger verschwunden.

Von Johannes Hartl

"Harmlos, unpolitisch und unbedeutend": Zur Wahrnehmung rechtsextremer Frauen

In einem offenen Brief hat das Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus dafür plädiert, im NSU-Prozess die Bedeutung von Frauen für die extreme Rechte nicht herunterzuspielen. Beate Zschäpes Rolle, aber auch die Beteiligung anderer Frauen müsse jenseits von Geschlechterstereotypen genau rekonstruiert werden. "Netz-gegen-Nazis.de" dokumentiert den Brief.

500 Seiten Anklageschrift, 600 Zeugen: Daten und Fakten zum NSU-Prozess

Seit heute wird in München die Mordserie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" verhandelt. "Netz gegen Nazis" hat die wichtigsten Fakten zum Prozess zusammengestellt: Worum geht es genau, wer sind die Angeklagten und was wird ihnen vorgeworfen?

Start des NSU-Prozesses: Ein Blick in die Medien

Heute beginnt in München der NSU-Prozess – die Erwartungen sind gewaltig, ebenso das Interesse von Öffentlichkeit und Medien. Daher hat netz-gegen-nazis.de eine Spezial-Presseschau mit Beiträgen zum Thema zusammengestellt.

Der Verfassungsschutz als Dienstleister - auf der Suche nach dem Kundendienst

Diese Woche fand in Berlin ein Symposium des Bundesverfassungsschutzes statt, Titel: "Wechselwirkungen in Extremismus und Terrorismus". Der Rechtsterrorismus des NSU verkam dabei zur Randbemerkung. Stattdessen erlaubte die Veranstaltung erstaunliche Einblicke in das Selbstverständnis der Behörde.

Gerade eröffnet, schon attackiert: Angriff auf Demokratieladen in Kahla

Gerade einmal einen Tag zuvor wurde er eröffnet, schon erfolgte ein Angriff vermutlich aus der rechtsextremen Szene: Unbekannte warfen die Scheiben des Demokratieladens im thüringischen Kahla ein, dazu kamen eindeutige Schmierereien. Nur ein Beispiel für die Einschüchterungsversuche, die im Vorfeld des "Thüringentages der Nationalen Jugend" stattfinden.

Von Redaktion

NSU-Prozess: Die fehlende Sensibilität der Justiz

Nächsten Monat soll vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen Beate Zschäpe und ihre Mitangeklagten beginnen. Doch bereits im Vorfeld sorgt das anstehende Verfahren für Kritik: Die Anzahl der Plätze für die Öffentlichkeit sind knapp und die Justiz agiert bisweilen höchst unsensibel. Droht der NSU-Prozess zu einem erneuten Skandal zu werden?

Von Johannes Hartl

Brief an Joachim Gauck: "Was wollen Sie an unserem Leid ändern?"

Am Montag hat sich Bundespräsident Joachim Gauck mit Angehörigen der NSU-Opfer getroffen. Doch einige von ihnen folgten der Einladung ins Schloss Bellevue nicht, unter ihnen Aysen Tasköprü, die Schwester des ermordeten Süleyman Tasköprü und Nebenklägerin im NSU-Prozess. In einem deutlichen Brief an Gauck erklärt sie ihre Absage.

Von Redaktion

Die rechtsextreme Szene zwischen Hörsaal und Schießtraining: Ein Jahresrückblick aus Rheinland-Pfalz

Während im nördlichen Teil von Rheinland-Pfalz Razzien gegen Neonazi-Strukturen Wirkung zeigen, entzieht sich die Szene im Süden des Bundeslandes dem Zugriff der Behörden durch das Verlagern von Konzerten und Veranstaltungen nach Frankreich. Bei der Bekämpfung des Rechtsextremismus wirken staatliche Stellen oft überfordert. Das ermöglicht den Nazis ein breites Betätigungsfeld – von der Uni bis zur Beteiligung an Wehrsportübungen in Osteuropa.

Vom Antifaschistischen Infobüro Rhein-Main

Die "Mitte der Gesellschaft" im Visier der extremen Rechten: Ein Jahresrückblick aus Hamburg

In Hamburg sorgte der Rechtsextremismus im auslaufenden Jahr für zahlreiche Schlagzeilen. Anlass war neben der NSU-Mordserie der überregionale Aufmarsch zum "Tag der deutschen Zukunft". Während sich dem offenen Agitieren auf der Straße breites zivilgesellschaftliches Engagement entgegenstellte, gestaltet sich die Auseinandersetzung mit Rechtsextremistischem im hanseatischen Alltag schwieriger.

Ein Beitrag vom Mobilen Beratungsteam gegen Rechtsextremismus Hamburg (MBT HH)

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