Neueste Beiträge im Bereich 'Musik'

Rechtsextreme Musik


Rechtsextreme Tonträger, der bei der Durchsuchung eines Musikgeschäfts in Gera sichergestellt wurden Foto: © Jens-Ulrich Koch/ddp

Rechtsextreme Musik ist eines der wichtigsten Propagandamittel für die Neonaziszene. Der Verfassungsschutz geht derzeit von 152 rechtsextremen Bands in Deutschland aus. (Zum Vergleich: 2002 waren es offiziell nur 90.)

Liste rechtsextremer Bands und Liedermacher


Von der NPD organisiertes Rechtsrockkonzert in Gera Foto: © M.Mühlhaus/attenzione

Hier finden sie eine Auswahl von Bands, Akteuren und Liedermachern, die für die Szene besonders wichtig und einflussreich sind.

Dim-Records (Ebersdorf, Bayern)

"Deutschlands erste Adresse in Sachen Oi!, Streetpunk und R.A.C." behauptet der Betreiber des im bayrischen Ebersdorf angesiedelten Labels und Versandes DiM-Records Ullrich Großmann. Tatsächlich handelt es sich um eine der wichtigsten Schnittstellen zwischen rebellischer Jugendkultur im Punk, Skinhead oder auch Psychobilly-Stil und der extremen Rechten.

Ich möchte ein Konzert gegen Nazis organisieren. Wie geht das?


Die kostenlose Schülerzeitung der Musik-Kampagne "Kein Bock Auf Nazis"

Diese Frage wird Robert Högel von der Jugendkampagne "Kein Bock Auf Nazis" häufig von Initiativen gestellt. Hier ist seine Antwort.

Musikstile, die auch von Neonazis genutzt werden

Hier finden sie eine Liste der Musikstile, die sich größtenteils unter dem Label "Rechtsrock" subsumieren lassen. Manche davon sind aber nicht zwangsläufig rechtsextrem, sondern befinden sich oft in einer Grauzone zwischen Konservativ und rechtsextrem.

Neue deutsche Härte

Die so genannte "Neue Deutsche Härte" (NDH) steht als Sammelbegriff für einen Kreis von deutschen Bands, die unter diesem Label "deutsche Identitätsmusik" vermarkten. Die NDH wirkt neben der Musik, in der Anleihen aus Dark-Wave und Gothic-Rock unüberhörbar sind, vor allem über Ästhetik: monumentale Inszenierungen, männlich-martialischer Körperkult, Todessehnsucht, Pathos. Gezielte Tabubrüche sollen die NDH in die Diskussion bringen und darüber die Faszination für das "deutsche Böse" auslösen.

Neofolk

Musikalisch: Im Allgemeinen ruhige, sonore und melancholisch aufgebaute Musik, in der häufig Marschrhythmen anklingen.

Neofolk (frei übersetzt: Neue Volksmusik) entwickelte sich Anfang der 80er-Jahre aus der Dark-Wave/Gothic-Musikszene heraus. Obwohl mit "Death In June" aus England eine eindeutig extrem rechte Band zu den Begründern des Neofolk zählt, kann die Szene in ihrer Gesamtheit nicht dem rechten Spektrum zugeordnet werden.

Wiking-Rock

Musikalisch: Gängige Rockmusik mit Einflüssen des Oi-Punk und deutscher beziehungsweise skandinavischer Volksmusik.

Balladen und Liedermacher

Balladenartige Stücke gehören mittlerweile zum festen Repertoire vieler Rechtsrock-Bands, werden jedoch vor allem von rechten Liedermachern gespielt. Deren Zahl stieg in den letzten Jahren rapide an. Häufig treten sie im Rahmen von neonazistischen Aufmärschen, Kongressen und Kameradschaftsabenden auf. Mehr noch als Rechtsrock-Bands sorgen sie für eine direkte Verknüpfung zwischen neonazistischer Politik und (Musik-)Kultur. Viele Interpreten sind zudem selbst in einschlägigen Organisationen und Parteien aktiv.

Hatecore

Musikalisch: Hatecore ist eine musikalisch wie textlich brachiale Interpretation des Hardcore, ein schneller, eingängiger Punkrock, der auf alle Elemente der Stimmungs- und Partymusik verzichtet.

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