Wenn es in Stralsund Ärger mit den Rechten gibt, klingelt bei Axel Möller das Telefon. Jeder in der Stadt − auch die Polizei − weiß, dass der stellvertretende NPD−Kreisvorsitzende Einfluss in "der Szene" hat. Möller, 35, diente sich als Vermittler an, als am 20. April eine Hitler−Geburtstagsfeier aufgelöst werden sollte. Auf seine Initiative, sagt er stolz, hätten sich linke und rechte Jugendliche nach einer Schlägerei gütlich und außergerichtlich geeinigt. Bei Demonstrationen der Rechten verhandelt die Polizei selbstverständlich mit ihm.