
Kein Ort für Neonazis - auch nicht im Internet Quelle: Amadeu Antonio Stiftung/js
Lunikoff-Verehrung bei Facebook, NPD bei Twitter, Hetzvideos bei YouTube: Wie im wirklichen Leben kann sich jeder Surfer und jede Surferin mit wachen Augen und Verstand gegen Rechtsextremismus im Internet wehren. Hier erfahren Sie, wie sie gegen welche Inhalte in welchem Web-Angebot vorgehen können.
1. Rechtsextreme Websites und Inhalte anzeigen

Ein Videoclip der deutschen Neonazi-Band "Lunikoff" auf der Video-Plattform Youtube Quelle: Sean Gallup/Getty Images
Rechtsextreme nutzen das Internet, um rassistische Hetze und neonazistische Propaganda zu verbreiten. Für Neonazis gilt das Internet als eine perfekte “Propagandawaffe” - wie sie es selbst gern nennen. Sie hoffen, durch das Internet mehr Leute zu erreichen als mit herkömmlichen Mitteln wie Demonstrationen, Mahnwachen oder Flugblättern.
"Wahrheit – Klarheit – Offenheit" wollen die fremdenfeindlichen und antisemitischen Unabhängigen Nachrichten (UN) verbreiten. Erkenntnissen des Verfassungsschutzes zufolge leugnen die Unabhängigen Nachrichten die Kriegsschuld Deutschlands,

Auf den ersten Blick fällt es schwer das "Netzwerk- Rechts" als rechtes Medium einzuordnen Quelle: Screenshot
Neues "Rundum-Sorglos-Angebot" für rechtsextreme Social Media-Nutzer/innen: Seit Anfang Februar ist ein neues soziales Netzwerk im Internet online. Das "Netzwerk Rechts" wendet sich nur an Neonazis und bietet der Szene eine weitere Möglichkeit, das Internet für ihre Kommunikation und Agitation zu nutzen.
Von Olga Wendtke
Angebot von und für Neonazis

Svenja (Jella Haase) und Marisa (Alina Levshin) Quelle: Jonas Schmager
Der Film „Kriegerin“ von Regisseur David Wnendt erzählt die Geschichte zweier junger rechtsextremer Frauen. Während der Weg der Jüngeren den Einstieg in die neonazistische Szene nachzeichnet, durchlebt die Ältere eine Entwicklung, die schließlich zum Ausstieg führt. Der Film berührt, zwingt den Zuschauer in eine Welt aus Hass, brutaler Gewalt, Einsamkeit, provinzieller Langeweile und jugendlicher Perspektivlosigkeit. Ein pädagogischer Zeigefinger fehlt, Fragen werden aufgeworfen und nur selten beantwortet.
Von Ulla Scharfenberg

Schön ist er nicht: Internetauftritt des "Nordthüringer Boten", der gratis von der NPD verteilt wird. Quelle: Screenshot
Noch ist die NPD nur in den Parlamenten von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen vertreten. Doch die Partei am rechten Rand will mehr - und geht beispielsweise in Thüringen mit neuen Regionalzeitungen in die Offensive.
Von Jan Schilling

"Nationell Idag" ("National heute") ist das Pendant der schwedischen "Nationaldemokraten" zur "Deutschen Stimme" der NPD Quelle: Screenshot
Der schwedische Staat fördert seit neuestem die Wochenzeitung von Schwedens rechtsextremen "Nationaldemokraten" mit 238.000 Euro. „Es ist erstaunlich, dass staatliche Gelder genutzt werden um Hass zu verbreiten“, protestierte der Jüdische Zentralrat in Stockholm. Die "Nationaldemokraten" freut es: Mit dem gesparten Geld planen sie "nationalistische Kinderhorte".

In Zukunft ohne rechtsextremen Trainer: Fußball in Laucha Quelle: Flickr / cc
Nach langen Diskussionen um den rechtsextremen Nachwuchs-Trainer Lutz Battke, wurde dieser gestern endlich von dem Fußballverein „BSC 99 Laucha“ entlassen. Angestoßen wurde die Diskussion um den rechtsextremen Trainer und Schornsteinfeger durch ein ZEIT Dossier, welches im Juni erschien. Der Einfluss von Medien auf die Arbeit gegen Rechtsextremismus darf nicht unterschätzt werden.

Umweltschutz als Aufmerksamkeits-Fänger: "Pro Deutschland" fragt sich zum Robbenbaby, wer Deutschland rettet.
Umwelt- und Tierschutz stehen ganz oben auf der rechtsextremen Partei-Agenda. Mit Hilfe von vielbeachteten und politisch scheinbar unverfänglichen Themen soll Vertrauen aufgebaut und rechtsextreme Ideologie vermittelt werden. Manchmal gelingt es den Rechtsextremen so, in der Gesellschaft Gehör zu finden.
Von Dana Fuchs

Internetauftritt zur Monatszeitschrift "Zuerst!" (Screenshot)
Seit Dezember 2009 ist das monatlich erscheinenden „Deutsche Nachrichtenmagazin“ „Zuerst!“ auf den Markt erhältlich, und verbreitet Themen aus dem rechtsextremen Spektrum in scheinbar seriöser Aufmachung bis an die Bahnhofskioske.
Von Tilman Tzschoppe
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