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Thor Steinar

Thor Steinar ist eine Modemarke aus dem brandenburgischen Königs Wusterhausen, die in der Neonazisszene äußerst beliebt ist. Dieser Trend kommt nicht von ungefähr. Im Gegensatz zu Marken wie Lonsdale oder Fred Perry, die aus normalen Sportgeschäften stammen und von Rechtsextremen vereinnahmt wurden, gab es Thor Steinar anfangs fast ausschließlich bei einschlägigen Naziläden und Versänden zu kaufen.

Kleidung: Übernahme linker Symbolik


"Autonome Nationalisten" provozieren linke Gegendemonstranten mit einer Palästina-Flagge (Dresden, Februar 2009) Foto: © ngn/sr

Seit Jahren übernehmen Neonazis, besonders die sogenannten "Autonomen Nationalisten", linke Symbolik und gestalten oder deuten sie im Sinne ihrer Ideologie um. Dies geschieht aus taktischen Gründen, denn die Neonazis sind so etwa bei Demonstrationen schwerer zu erkennen.

Alpha Industries


"Alpha Industries"-Träger auf der rechtsextremen Großdemonstration in Dresden im Februar 2009

Pit Bull


Aus dem "Pit Bull"-Angebot 2009

Troublemaker / A.C.A.B.


Aus dem aktuellen Kinderangebot von "Troublemaker" und "A.C.A.B."

Rizist

Diese über Naziversände und Naziläden vertriebene Bekleidungsmarke versucht durch ihre im Graffiti-Style gehaltenen Logos und Schriftzüge vor allem Gruppen, die für die klassische Naziszene eher untypisch sind, zu gewinnen. Die über Naziläden und Versand vertriebenen Kleidungsstücke richten sich an Hip Hopper und Skater.

Masterrace Europe


Aus dem "Masterrace Europe"-Angebot 2009

Consdaple


Aus dem "Consdaple"-Angebot 2009

Thor Steinar


"Thor Steinar"-Träger auf der rechtsextremen Großdemonstration in Dresden im Februar 2009, Foto: ngn/sr

Kleidung


Dresscode Black: So sehen heutzutage viele Neonazis auf Demonstrationen aus (Dresden, Februar 2009) Foto: © ngn/sr

So einfach wie noch in den 1990er Jahren sind Nazis heutzutage optisch meist nicht mehr erkennen. Die klischeehafte Erscheinung meist junger, bulliger Männer mit Glatze, Bomberjacke und Springerstiefeln gibt es zwar noch, allerdings spielen sie inzwischen stilistisch eine untergeordnete Rolle. Der Stil der Szene hat sich stark ausdifferenziert.

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