Neueste Beiträge im Bereich 'Kleidung'

Thor Steinar


Fehlt auf keinem Aufmarsch: Neonazi mit Thor Steinar-Outfit Foto: © Mark Mühlhaus/attenzione

Thor Steinar ist eine Modemarke aus dem brandenburgischen Königs Wusterhausen, die in der Neonazisszene äußerst beliebt ist. Dieser Trend kommt nicht von ungefähr. Im Gegensatz zu Marken wie Lonsdale oder Fred Perry, die aus normalen Sportgeschäften stammen und von Rechtsextremen vereinnahmt wurden, gab es Thor Steinar anfangs fast ausschließlich bei einschlägigen Naziläden und Versänden zu kaufen.

Streetwear Tostedt (Todtglüsingen, Niedersachen)


Mit dem Slogan "Norddeutschlands größter Szeneladen" wirbt der Inhaber des Streetwear Tostedt Stefan Silar um Kunden. Silar ist in Norddeutschland eine bekannte Szenegröße. Als 19-Jähriger erschlug Silar mit einem Kameraden in Buxtehude einen Obdachlosen, der über Adolf Hitler geschimpft hatte und musste dafür sechs Jahre hinter Gitter.

Pühses Liste/Deutsch Stimme Versand (Riesa, Sachsen)

1993 gründete der damalige JN-Aktivist und spätere Kader der verbotenen "Nationalistischen Front" Jens Pühse in Freisingen den Blitz-Versand. 1996 wurde dieser in "Pühses Liste" umbenannt. Seit 1997 fungiert die Firma als Label. 1998 wurde "Pühses Liste" dem "Deutsche Stimme Verlag" der NPD angeschlossen und Pühse selbst in den NPD-Bundesvorstand gewählt. 2008 feierte "Pühses Liste" sein 15 Jähriges Bestehen.

Rebel Records/The Devils Right Hand Store (Cottbus, Brandeburg)

Das Label wurde 2005 von Martin Seidel, der aus dem Umfeld der Rechtsrock-Band Fontalkraft kommt, gegründet. Angegliedert ist ihm das Ladengeschäft "The Devils Right Hand". Der Name des Geschäfts geht auf ein gleichnamiges Lied der rechtsextremen Band "Klansmen" zurück, einem Projekt des einstigen Skrewdriver-Sängers Ian Stuart Donaldson.

On the Streets/Panzerbär Records (Hennigsdorf, Brandenburg/Berlin)

Alexander Gast aus Berlin ist eine zentrale Figur der Rechtsrock-Szene in und um Berlin. Als Mitglied der Band "Spreegeschwader" wurde er bekannt. Heute spielen die Mitglieder der Band auch bei der Band "Die Lunikoff Verschwörung" mit, die der ehemalige Sänger der Band "Landser", Michael "Lunikoff" Regner 2004 gegründet hatte.

Wikinger Versand / Laden (Geiselhöring, Bayern)

Der 1998 gegründete "Wikinger Versand" gehört zu den größten deutschen Vertrieben der extremen Rechten. Angeschlossen ist der Firma, dessen Inhaber Siegfried Birl der NPD angehört, ein gleichnamiges Label. Im Angebot befinden sich rund 300 verschiedene CDs, beinahe ausschließlich aus dem Bereich der extremen Rechten an, sowie Bekleidung diverser Szenemarken, Schmuck, Bücher und weitere Accessoires.

Totenkopf Versand/Werwolf Shop (Wismar, Mecklenburg-Vorpommern)

Der "Totenkopf Versand" und der "Werwolf Shop" sind Fortführung des 2002 von Philip Schlaffer gegründeten "H8store Versands" und Labels "NorthX". Auf letzterem erschienen bis Ende 2006 über 30 CDs, darunter internationale Größen der Rechts-Rock-Szene wie die australische Band "Fortress" oder der Mitschnitt des "Ian Stuart Memorial Konzerts" 2003 in Australien. Ein Teil der Produktionen wurden indiziert.

Odinseye/Nordic-Flame (Bernburg, Sachsen-Anhalt)

Mit über 400 CDs und insgesamt über 1.000 Artikel gehört der "Odinseye-Versand" aus dem sachsen-anhaltischen Bernburg zu einem der Großen unter den Rechtsrock-Versänden. Dem Versand, der sich mit einer Internetseite und einem Katalog präsent, ist das Ladengeschäft "Nordic-Flame-Street- & Fightwear" angegliedert.

Gjallarhorn Klangschmiede (Ludwigshafen am Rhein, Rheinland-Pfalz)

2003 gegründetes, der "Hammerskin Nation" nahe stehendes Label von Malte Redeker aus Ludwigshafen mit angegliederten Versand. Der Betreiber nimmt für sich selbst in Anspruch, mit dem Versand nicht einfach Geld verdienen zu wollen, sondern versteht sich "als Teil der Bewegung".

Die wichtigsten Läden, Label und Versände des Rechtsrock in der BRD


Jedes Jahr kommen mehr als 100 neue Nazi-CDs auf den Markt Foto: © Jens-Ulrich Koch/ddp

Geschäftstüchtige Neonazis verdienen jedes Jahr Millionebeträge durch den Verkauf von rechtsextremer Musik, Kleidung und Propaganda-Material. Naziläden dienen der örtlichen Szene gleichzeitig als fester Anlaufpunkt.

Lesen Sie mehr auf ZEIT ONLINE!

Finden Sie weitere Artikel zum Thema 'Kleidung' im ZEIT online Archiv!
Inhalt abgleichen