Neueste Beiträge im Bereich 'Kameradschaften'

Kameradschaften


Rechtsextremisten tragen ein Transparent, dessen Aufschrift sich an das Motto der Fussball-WM anlehnt Foto: © © Roland Geisheimer / attenzione

Als Reaktion auf die zahlreichen Verbote rechtsextremistischer Gruppen setzte Mitte der 90er Jahre ein Umstrukturierungsprozess in der Neonazi-Szene ein: Man wollte weitere staatliche Verbotsmaßnahmen umgehen, indem die politische Arbeit in Gruppierungen ohne verbotsfähige Strukturen fortgesetzt wurde.

Autonome Nationalisten


"Autonome Nationalisten" ist ein von jungen, aktionistischen Neonazis erfundener, identitätsstiftender Sammelbegriff, unter dem sie sich lokal organisieren und Propaganda in Form von Aufklebern, Plakaten und Webseiten verbreiten oder Gewalttaten gegen vermeintliche politische Gegner und Polizisten verüben.

Blood & Honour


Von der Polizei beschlagnahmte "Blood & Honour" T-Shirts Foto: © Torsten Silz/ddp

"Blood & Honour" (zu deutsch: Blut und Ehre) ist ein in Deutschland seit 2000 verbotenes Skinhead-Netzwerk, das europaweit Rechtsrockkonzerte und den Vertrieb neonazistischer Musik organisiert.

"Aktionsbüro Norddeutschland"

Das "Aktionsbüro Norddeutschland" stellt für Hamburg und Teile Schleswig-Holsteins aktuell die bedeutendste neonazistische Struktur außerhalb der NPD dar. Seit Mitte der 90er Jahre setzt es das Konzept der "Freien Nationalisten" um und diente damit zahlreichen Neonazi-"Kameradschaften" bundesweit als organisatorisches Vorbild.

Kameradschaft Süd

Ende 2001 gründete sich die neonazistische Gruppe "Kameradschaft Süd" unter dem vorher in Nordrhein-Westfalen aktiven Neonazi Norman Bordin. Sie war ein Teil von Bordins "Aktionsbüro Süddeutschland"-Strukturen und sollte in der Stadt und Region München die Szeneanhängern organisieren.

Kameradschaft Aachener Land

Die "Kameradschaft Aachener Land" (KAL) wurde im Jahr 2001 gegründet und wird vom Verfassungsschutz als eine der aktivsten Neonazigruppierungen in Nordrhein-Westfalen eingestuft.

Kameradschaft Westerwald

Die "Kameradschaft Westerwald" aus Rheinland-Pfalz wurde im Jahr 2002 von einem Dutzend Personen der extremen Rechten in der Region gegründet.

Skinheads Sächsische Schweiz (SSS)

Die terroristische Gruppe "Skinheads Sächsische Schweiz" (SSS) sowie SSS/AO (Aufbauorganisation) wurden am 5. April 2001 vom sächsischen Innenministerium verboten. Ins Leben gerufen worden war die Organisation 1997 von Ex-Mitgliedern der 1994 vom Bundesinnenministerium wegen "Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus" verbotenen "Wiking-Jugend".

Sturm 34

Die neonazistische Kameradschaft "Sturm 34" wurde am 26. April 2007 vom sächsischen Innenminister unter anderem wegen Wesensverwandtschaft mit dem Nationalsozialismus verboten. Bei dem am 26. März 2006 gegründeten "Sturm" handelt es sich Angaben der Dresdner Staatsanwaltschaft zufolge um eine Gruppierung, deren Ziel es war, Mittweida zur "national befreiten Zone" zu machen.

Hamburger Sturm

Die Neonazi-Organisation "Hamburger Sturm" und die gleichnamige Publikation wurden am 10. August 2000 von der Hamburger Innenbehörde verboten. Der Kern des als "Kameradschaft" agierenden "Hamburger Sturm" umfasste nach Einschätzung der Behörde etwa 20 Personen.

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