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Rechtsextreme im Internet


Ein Videoclip der deutschen Neonazi-Band "Lunikoff" auf der Video-Plattform Youtube Foto: © Sean Gallup/Getty Images

Rechtsextremisten nutzen das Internet, um rassistische Hetze und neonazistische Propaganda zu verbreiten. Für Neonazis gilt das Internet als eine perfekte “Propagandawaffe” - wie sie es selbst gern nennen.

„Die Zahl der Ratsuchenden ist immens groß“


Seit fünf Jahren nicht nur online aktiv gegen Nazis Foto: © MUT

Das Internetportal www.mut-gegen-rechte-gewalt.de der Amadeu-Antonio-Stiftung wird heute fünf Jahre alt - und feiert mit Popstars wie Silbermond und Prominenten wie Wolfgang Thierse. Wir fragten Mut-Redakteur Holger Kulick nach Erfolgen, Niederlagen und seinem neuen Handbuch

Rechtsextreme im "Weltnetz" – ein Überblick

Neonazis im Internet - das politische Spektrum am rechten Rand ist digital so breit gefächert wie in der Realität auch. Es reicht von den "Heimseiten" regionaler "Kameradschaften" über den Versandhandel, über die Websites der Parteien und über die Internet-Auftritte der Szene-Bands bis zu persönlichen Blogs.

altermedia.info

Verantwortlich: vermutlich David Duke
Deutsche Sektion: Axel Möller ("Störtebeker-Netz")

Die Website ist seit mehr als fünf Jahren online und wird von einem Dutzend Aktivisten aus ganz Europa und den USA betreut. Die wichtigsten Artikel stehen auf der Startseite.

PodCasts für den Volksempfänger

Rechtsextremisten haben immer schon versucht, neue Medien für ihre Propaganda zu nutzen. Doch oft fehlt ihnen handwerkliches Geschick.

stoertebeker.net

Verantwortlich: Axel Möller, Stralsund

Das Ein-Mann-Unternehmen "Störtebeker-Netz" beliefert auch die gesamte deutsche Sektion von Altermedia. Der Neonazi Möller tritt offiziell nicht als Verantwortlicher auf; die Website wird in den USA gehostet.

Social Networks: Das Dritte Reich im Web 2.0


Proteste führen zu Aufräumarbeiten: Die NPD ist schon draußen, die DVU gibt es noch auf Facebook. Foto: © Screenshot

Sie schicken "deutsche GrüSSe" und bekennen "I love Adolph Hitler". Nazis erobern soziale Netzwerke. Der Verfassungsschutz findet, die Betreiber könnten mehr dagegen tun.

Von Daniel Schröckerhoff

Internet: Bester Vertriebskanal für rechtsextreme Musik und Propaganda


Explizite Nazi-Musik? Auf last.fm leicht zu finden, wenn es sich um nichtdeutsche Bands handelt

Da sich die rechtsextreme Musikszene überwiegend konspirativ organisiert, liebt sie die schwer einsehbaren und zugleich für Jugendliche leicht zugänglichen Wege zur Kommunikation im Internet. Auch in sozialen Netzwerken sind Rechten offen oder verdeckt aktiv. Die Betreiber der Angebote reagieren oft gedanken- bis hilflos. Nur Widerstand der Web-Öffentlichkeit scheint fruchtet - manchmal.

Neonazis ins Netz gesickert


Die Anbieter stört es oft nicht: Über 1600 Neonazisseiten im Internet Foto: © Netz-gegen-Nazis

Links prangt ein NSDAP-Abzeichen mit großem Hakenkreuz. Darunter findet sich ein Foto von Hitlers "Mein Kampf". Auf einer anderen Seite hat jemand die "100 Gebote des National Socialist Black Metal", der ultra-rechten Version von Metalmusik notiert. Erstes Gebot "Sei kein Jude", Gebot Nummer 55 "Um glaubwürdig zu erscheinen, solltest Du eine Tunte töten".

Tröpfeln in den Mainstream


Einfach ein Klick - und schon wieder rechtsextreme Propaganda gekauft Foto: © Die Zeit

Geschichtsklittung und handfeste Tipps für braune Kameraden: Was es früher nur an einschlägigen Büchertischen und über entsprechende Versandhäusern zu kaufen gab, ist heute bei etablierten Online-Buchhändlern bequem erhältlich. Wie selbstverständlich nutzen Rechtsextreme Plattformen wie Amazon.

Von Christoph Schulze

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