
Cover des Buches "Was ein rechter Mann ist... Männlichkeiten im Rechtsextremismus" Quelle: Dietz-Verlag
Neonazismus ist meist männerdominiert. Aber wie definiert sich der rechtsextreme Mann, welche Werte muss er verkörpern und ändert sich das mit der "Modernisierung" der Szene, etwas den "Autonomen Nationalisten"? Eine Analyse der Herausgeber des Sammelbandes „'Was ein rechter Mann ist...' Männlichkeiten im Rechtsextremismus“.
Von Robert Claus und Yves Müller
Das rechtsextremistische Weltbild wird von nationalistischen und rassistischen Anschauungen geprägt. Dabei herrscht die Auffassung vor, die Zugehörigkeit zu einer Ethnie, Nation oder Rasse entscheide über den Wert eines Menschen. Da nach rechtsextremistischem Verständnis diesem Kriterium auch die Menschen- und Bürgerrechte untergeordnet werden, stehen Rechtsextremisten in einem fundamentalen Widerspruch zum Grundgesetz, das diesen Rechten besonderen Rang und Schutzwürdigkeit zuweist. So lehnen Rechtsextremisten das für jedes Individuum geltende universale Gleichheitsprinzip ab, wie es Art.