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Rudolf Heß


Foto: © Lija Peter/ddp

Rudolf Heß, Adolf Hitlers Stellvertreter in der NSDAP, ist die wichtigste Märtyrerfigur der Neonazi-Szene. Er gilt ihr als Symbol des Nationalsozialismus - und der Ideologie, an die sie sich anlehnen.

Hitlers Stellvertreter

Die Mythologisierung von Rudolf Heß im deutschen Rechtsextremismus

Von Michael Kohlstruck

Im Zentrum der folgenden Ausführungen steht die Mythologisierung des Nationalsozialisten Rudolf Heß im deutschen Rechtsextremismus seit 1987.

Rudolf-Heß-Grabauflösung ärgert Nazis - sie wollen am 20. August dagegen einen Flashmob veranstalten


Verärgerte Nazis: Wer Heß immer noch als Helden feiert, stört sich an der Umbettung - wie dieser hier. Foto: © Screenshot

Während Politiker_innen und Onlinezeitungsleser_innen noch diskutieren, ob die Umbettung der Gebeine von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß eine sinnvolle Aktion ist und Aufmärsche in Wunsiedel zu verhindern hilft, ist eines im Internet deutlich sichtbar: Die Neonazis ärgern sich maßlos. Und rufen schon unter anderem zu einem "Flashmob gegen staatliche Grabschändung" auf.

Für Rieger statt Heß: Neonazis demonstrieren wieder in Wunsiedel


Blick auf Wunsiedel Foto: © flickr / cc / murmelvieh

Wunsiedel wird die rechtsextremen Marschierer nicht los: Zwar sind seit 2005 die Heß-Gedenkmärsche im Ort verboten, wo der Hitler-Stellvertreter begraben liegt. Doch nun demonstrieren die Rechtsextremen zum Todestag von Jürgen Rieger - dem Nazi-Anwalt, der zuvor die Heß-Gedenkmärsche in Wunsiedel organisierte. Am Samstag ist es wieder soweit.

Wenn Rudolf-Heß-Verherrlichung im E-Mail-Posteingang liegt


Rudolf Heß hat viele Fans im Internet. Hier ist einer in seinem Namen Mitglied bei MySpace. Foto: © Screenshot

Anlässlich des Jahrestages des Todes von Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß haben bisher Unbekannte im Namen zahlreicher lokaler Tageszeitungen E-Mails mit einem Aufsatz des geschichtsrevisionistischen Autors Olaf Rose versendet. Darin wird Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß, der sich am 17. August 1987 in der Zitadelle Spandau in Berlin das Leben nahm, zum Märtyrer hochgejubelt.

Sprühereien und E-Mail-Lawine zum Todestag von Rudolf Heß - zwei Demonstrationen am Wochenende


Mit diesem Video dokumentieren spanischen Autonome Nationalisten eine Heß-Plakataktion in Madrid Foto: © Screenshot

Für Neonazis ist er ein "Märtyrer" - Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß, der sich am 17. August 1987 in der Zitadelle Spandau in Berlin das Leben nahm. Doch mit zahlreichen kleineren Aktionen deutschlandweit zeigte die rechtsextreme Kameradschaftsszene auch in diesem Jahr, wie ernst es ihr mit der NS-Ideologie auch 2010 noch ist.

Von Simone Rafael

Volksverhetzungsparagraph - Welche Folgen hat das Urteil des Verfassungsgerichtes?


Protest gegen eine Nazi-Demonstration in Berlin Foto: © ngn / wo

Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass die Verherrlichung des NS-Regimes strafbar bleibt. Damit unterlag der verstorbene NPD-Funktionär Rieger mit seiner Beschwerde. Welche Folgen hat das?

Von Frank Jansen und Jost Müller-Neuhof

Neonazis und ihr „Nationaler Antikriegstag“ am 5. September


"Autonome Nationalisten" auf einer Demo. Bild mit freundlicher Genehmigung von der Foto: © Infothek Dessau

Die Nationalsozialisten begannen am 1. September 1939 den 2. Weltkrieg. Darin sind sich alle einig - fast. Neonazis haben ihre ganz eigene Deutung der Geschehnisse um und nach diesem Ereignis. Während am 1. September der Antikriegstag zelebriert wird, mobilisieren Nazis zum 5. September - dem "Nationalen Antikriegstag". Die Hintergründe.

Rudolf-Heß-Gedenken mit und ohne Flashmobs


Screenshots einen Videos, dass Neonazis in Chemnitz von ihrem "Hessmob09" drehten

Am 17. August 1987 brachte sich Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß im Gefängnis Zitadelle Spandau in Berlin um - deshalb "gedenken" Neonazis an diesem Tag ihrem "Helden". Autonome Nationalisten hatten zu "Hessmobs" genannten "Flashmobs" für den ehemaligen Sekretär aufgerufen. Die wurden vielerorts verhindert - fanden aber auch statt.

Von Simone Rafael

Nazi-Flashmobs für den Führer-Stellvertreter


Dass dürfen sie meist nicht mehr: Heß-Demo in Berlin 2006, bei der es um die von Nazis so geschätzte "Meinungsfreiheit" ging Foto: © AAS

Schon seit Jahren wird es Neonazis schwergemacht, öffentlich dem Hitler-Stellvertreter Rudolf Heß (Neonazi-Jargon: "Friedensflieger") gedenkend zu huldigen. Demonstrationen am Grab in Wunsiedel werden schon seit fünf Jahren verboten, auch kleinere, dezentrale Veranstaltungen rund um den 17. August (Hess' Todestag im Jahr 1987), erleiden oft dasselbe Schicksal.

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