Neueste Beiträge im Bereich 'Heimattreue Deutsche Jugend'

Kindheit in Braun


Screenshot aus einem Werbefilm der HDJ: Mädchen wandern in langen Röcken und festen Schuhen

Ulrike wurde in die Neonaziszene hineingeboren. Sie war sieben Jahre alt, als sie mit ihrem ein Jahr älteren Bruder zum ersten Mal in ein Zeltlager fuhr. Als ihre Mutter Ulrike fünf Tage später abholte, weinte das Kind.

Rechtsextreme Erziehung – Kinder zwischen Drill und Defensive


Aufwachsen in der rechtsextreme Erlebniswelt: Kind bei der Neonazi-Demonstration in Dresden im Februar 2009 Foto: © ngn/sr

Im Kindergarten sagen sie der Erzieherin, die eine schwarz-rot-goldene Deutschlandfahne malt: "Nein, ich meine die, die bei Mama und Papa im Schlafzimmer hängt, die mit dem Kreuz drauf." Später lernen sie, sich unauffällig im feindlichen "System" zu verhalten, bis sie genug geschult sind, um selbst zu agitieren: Kinder aus rechtsextremen Familien werden in einer Parallelwelt großgezoge

Kaden, Eric

Eric Kaden (Jg. 1976) ist Versandbuchhändler, Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion in Schwerin und sächsischer Aktivist der Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ).

Petereit, David

David Petereit (Jg. 1981) ist einer der führenden Aktivisten der Neonazi-"Kameradschaften" in Mecklenburg-Vorpommern und war Kandidat der NPD bei der Landtagswahl 2006.

Wiking-Jugend (WJ)

Die seit 1994 verboten Wiking-Jugend (WJ) war die älteste und zum Zeitpunkt ihrs Verbots größte rechtsextremistische Jugendorganisation in der Bundesrepublik, die nach dem Vorbild der nationalsozialistischen "Hitler-Jugend" aufgebaut war und agierte.

Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ)


"Führerbunker" im Zeltlager der HDJ Foto: © Recherche Nord

Die "Heimattreue Deutsche Jugend e.V." (HDJ) war bis zu ihrem Verbot im März 2009 eine neonazistische Jugendorganisation, die eine völkisch-nationalistische Ideologie vertrat. Sie entstand um das Jahr 2000 aus der Gruppe "Die Heimattreuen Jugend e.V." (DHJ). Die HDJ gibt vierteljährlich die Zeitschrift "Funkenflug" heraus.

"Sturmvogel": Rechte Zeltlager im Verborgenen


Ausschnitt aus einem Kalender der Organisation "Sturmvogel - Deutscher Jugendbund" Foto: © Störungsmelder

Sie tragen Uniformen, organisieren Zeltlager und Sonnenwendfeiern. Während die Neonazi-Jugendgruppe "Wikingjugend" und die "Heimattreue Deutsche Jugend" verboten wurden, blieb eine ähnliche Gruppierung bislang nahezu unbemerkt. Erst nachdem jetzt ein Winterlager des "Sturmvogel - Deutscher Jugendbund" aufflog, wurden die Behörden auf sie aufmerksam. Viel zu spät, kritisieren Szenekenner.

Die sanfte Seite des Rechtsextremismus? (2)


Rechtsextreme Girlies auf einer Demo in Peenemünde Foto: © raf / AAS

Sie arbeiten als Musiklehrerin, im Jugendzentrum oder als ehrenamtliche Schwimmtrainerin - rechtsextreme Frauen bleiben oft lange unerkannt. Dadurch gelingt ihnen sogar besser als den Männern, rechtsextreme Gedanken in die Gesellschaft zu tragen.

Von Juliane Lang

Die sanfte Seite des Rechtsextremismus? (1)


Rechtsextreme Aktivistin auf einer Demo. Foto: © Deutscher Frauenrat

Sozial engagiert, zuvorkommend und politisch unauffällig präsentieren sich Frauen aus dem Umfeld der NPD außerhalb der Szene als nette Nachbarinnen. Aber auch wo sie politisch nicht offen in Erscheinung treten, muss die Zivilgesellschaft sich klar von rechtsextremen Aktivistinnen abgrenzen. Fünf Beispiele.

Von Juliane Lang

Verfassungsschutz zur HDJ

Die “Heimattreue Deutsche Jugend e. V.” (HDJ) ist ein neonazistischer Jugendverband mit Sitz in Berlin. Sie entstand im Jahr 1990 nach einem Richtungsstreit als Abspaltung des rechtsextremistischen “Bundes Heimattreuer Jugend”. Zunächst firmierte sie unter “Die Heimattreue Jugend – Bund für Umwelt, Mitwelt und Heimat e. V.” (DHJ). Den heutigen Namen gab sie sich im Jahr 2001. Die HDJ gibt vierteljährlich die Zeitschrift “Funkenflug” heraus.

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